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Modernste Form der Krebsbekämpfung

Heidelberg (idw) – Gerade bei bösartigen Tumoren hoffen Arzt und Patient mit Hilfe einer Bestrahlung die Krebserkrankung in den Griff zu bekommen oder sie gar vollständig zu überwinden. Da dabei allerdings auch gesundes Gewebe getroffen wird, gehören zum Teil erhebliche Nebenwirkungen zu den unangenehmen Begleiterscheinungen der ohnehin schon belastenden Behandlung. Im weltweit einzigartigen Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT), das in diesem Herbst seine Pforten für Patienten öffnet, sollen nun erstmals in großem Maßstab die Vorzüge dieser modernsten Form der Strahlentherapie zum Tragen kommen – nämlich eine gesteigerte Wirksamkeit bei gleichzeitig besserer Schonung des gesunden Gewebes.

„Ionenstrahlen“, erläutert die Dr. Stephanie Combs, Mitarbeiterin der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie in Heidelberg, „haben besondere physikalische Eigenschaften, die eine äußerst präzise Bestrahlung ermöglichen. Gleichzeitig besitzen die Schwerionen durch ihre biologischen Eigenschaften eine höhere Wirksamkeit. Sie verursachen große Schäden in den Tumorzellen, die durch deren zelleigene Reparaturmechanismen nur schwer wieder ausgebessert werden können.“ Seit 1997 werden in der Heidelberger Klinik Patienten mit Kohlenstoffionen (Schwerionen) behandelt. Damit konnten für eine Reihe von Tumorarten wesentliche Therapieverbesserungen erreicht werden, insbesondere bei sehr strahlenresistenten Tumoren an der Schädelbasis sowie bösartigen Tumoren der Speicheldrüsen. Das vom Heidelberger Universitätsklinikum errichtete Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum (HIT), in dem zukünftig Therapieoptionen für über 1000 Patienten jährlich zur Verfügung stehen, wird in der Erforschung und Behandlung von Tumorerkrankungen zweifellos neue Maßstäbe setzten.

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