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Lungenhochdruck wird häufig nicht erkannt – „Blaue Lippen“ – Aktion für mehr Bewusstsein

Blau bemalte Lippen
Foto: Jesslee Cuizon / flickr.  CC BY 2.0

Welt-PH-Tag am 5. Mai

Die bundesweite Aktion „Blaue Lippen – Farbe bekennen für Lungenhochdruck“ macht zum Welt-PH-Tag auf die seltene Erkrankung des Lungenhochdrucks (Pulmonale Hypertonie, PH) aufmerksam. An spezialisierten PH-Zentren wird über Lungenhochdruck informiert, um das rechtzeitige Erkennen dieser lebensbedrohlichen Erkrankung zu verbessern. Die blauen Lippen visualisieren dabei ein auffälliges und charakteristisches Symptom des Lungenhochdrucks. Besucher der teilnehmenden Zentren, die sich blaue Lippen schminken und fotografieren lassen, tragen außerdem zur Förderung der Selbsthilfeorganisation pulmonale hypertonie e.v. bei, denn für jedes „Blaue-Lippen“-Foto spendet Bayer einen Euro.


Aktion „Blaue Lippen“ – ein Beitrag zur Früherkennung
Der Lungenhochdruck – in der Fachsprache pulmonale Hypertonie (PH) genannt – beginnt meist schleichend und mit unspezifischen Symptomen. Beschwerden wie Atemnot bei Belastung oder Müdigkeit treten auch bei vielen anderen Krankheiten auf; deshalb bleibt der Lungenhochdruck häufig lange unerkannt. Eine schnelle und korrekte Diagnose ist jedoch für die Patienten überlebenswichtig. Die Aktion „Blaue Lippen“ soll daher das Bewusstsein für die seltene Erkrankung des Lungenhochdrucks bei Ärzten und in der Öffentlichkeit stärken. Am 5. Mai, dem Welt-PH-Tag, informieren Teams an spezialisierten PH-Zentren in ganz Deutschland über Kennzeichen, Diagnose und Behandlung des Lungenhochdrucks.

Lungenhochdruck überlastet das Herz
Der Lungenhochdruck ist durch eine Verengung der Blutgefäße gekennzeichnet, die sauerstoffarmes Blut vom rechten Herzen zur Sauerstoffanreicherung in die Lungen leiten (Lungenarterien). Ursache ist eine Fehlfunktion der Gefäßwände, die verschiedene Ursachen haben kann. Mit der Gefäßverengung steigt der Widerstand und in der Folge auch der Blutdruck in diesen Gefäßen. Die Sauerstoffaufnahme ins Blut ist gestört und das Blut staut sich in die rechte Herzkammer zurück. Das rechte Herz muss gegen den krankhaft erhöhten Druck vermehrt arbeiten. Durch die zunehmende Belastung kommt es zu einer Vergrößerung und Schwächung des rechten Herzens, was letztendlich zum Herzversagen und in der Folge zum Tod führen kann.

Diagnose häufig verzögert
Der Lungenhochdruck ist eine Erkrankung, die sich auch dem Arzt nicht auf den ersten Blick offenbart. Viele der für den Lungenhochdruck typischen Beschwerden – z.B. Kurzatmigkeit bei Belastung, rasche Ermüdbarkeit oder Brustschmerzen – treten auch bei vielen anderen Krankheiten wie z.B. Asthma auf. Meist zeigen sich erst im späteren Verlauf klarere Hinweise wie beispielsweise gestaute Halsvenen oder blaue Lippen. Bis zur richtigen Diagnose dauert es deshalb oft zwischen zwei und drei Jahren. Das ist fatal, denn die Krankheit kann ohne die richtige Behandlung in diesem Zeitraum bereits tödlich enden.

PH-Zentren:Spezialisiert auf Diagnostik und therapeutische Erstversorgung
Erhärtet sich bei den Untersuchungen der Verdacht auf eine PH, sollte der Patient in ein PH-Zentrum überwiesen werden. Hier können aufgrund der großen Erfahrung mit Lungenhochdruck die gezielte Abschluss-Diagnostik und therapeutische Versorgung optimal erfolgen. Die anschließende Therapiebegleitung erfolgt in Zusammenarbeit mit Zuweisern aus dem heimatnahen ambulanten wie auch stationären Bereich.

(Pressemitteilung der Bayer AG, 28.4.2014)

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