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Neue Therapieoption bei chronischem Schmerz

Liverpool (Eurekalert) -Wissenschaftler der University of Liverpool haben entdeckt, dass eine Behandlung das Immunsystems bei Patienten mit komplexem regionalen Schmerzsyndrom (CPRS) zu einer signifikanten Verringerung der Schmerzen führen kann.

CRPS, das vormals auch allgemein als Morbus Sudeck bezeichnet wurde, entwickelt sich meist nach Heilung einer Verletzung oder eines Traumas und führt dann u. a. zu unerklärlichen chronischen Schmerzen. Heute unterscheidet man CRPS I (Algodystrophie, Morbus Sudeck), das einem Trauma ohne Nervenverletzung folgt und CRPS II (Kausalgie), das durch ein Trauma mit Nervenverletzung ausgelöst wird.

Die Erkrankung tritt bei Erwachsenen öfter an den oberen Gliedmaßen als an den unteren auf, sie ist relativ häufig nach Radiusfrakturen. Frauen sind häufiger betroffen. In einigen Fällen kann der Schmerz so stark sein, dass die Patienten um Amputation des betroffenen Gliedes bitten. Allerdings geht der Schmerz nach Amputation auf den Stumpf über. In anderen Fällen bessert sich der Schmerz im ersten Jahr. Besteht der Schmerz nach 12 Monaten unverändert fort, muss von einem anhaltend chronischen Verlauf ausgegangen werden.

Das Team vom Pain Research Institute in Liverpool entdeckte, dass eine einheitlich niedrige Dosis einer intravenösen Infusion von Immunglobulin (IVIG) das Schmerzgeschehen bei knapp 50 Prozent der behandelten Patienten deutlich reduzieren kann. Der Effekt trat durchschnittlich nach 5 Behandlungswochen auf, wobei es zu wenigen unerwünschten Nebenwirkungen kam.

Die Ergebnisse dieser Studie könnten die künftige Behandlung von CRPS-Patienten verändern und auch Auswirkungen auf die Forschung in anderen Bereichen schwerer chronischer Schmerzen haben. Die intravenöse Immunglobulin-Behandlung für CRPS gilt derzeit nicht als anerkanntes Verfahren.

Die Forschungsergebnisse wurden in der Zeitschrift Annals of Internal Medicine veröffentlicht.

(Pressemeldung auf Eurekalert!)

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