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Biotechnisch hergestellte Vaginalschleimhaut erfolgreich eingepflanzt

Hoffnung für „Mayer von Rokitansky Küster Hauser“-Patienten

Rom (pte) – Einem Ärzteteam am Polyklinikum Umberto I in Rom ist es weltweit erstmalig gelungen, eine aus körpereigenen Stammzellen im Labor gezüchtete Vaginalschleimhaut erfolgreich einzupflanzen. Die 17-jährige Patientin litt unter einer als „Mayer von Rokitansky Küster Hauser“ bekannten Genitalfehlbildung.

„Ebenso wie bei der im vergangenen Jahr erfolgreich operierten 28-jährigen Frau ist das Implantat zu 99 Prozent vom Körpergewebe angenommen worden. Ein Beweis dafür, dass das Zusammenspiel von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zum Ziel führen kann“, so Pierluigi Benedetti Panici, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Anders als im Mai 2006 wurde die jüngste Operation offiziell im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

Die Einzelheiten zu dem ersten Eingriff werden in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“ veröffentlicht. Bei der damaligen Patientin konnte bereits nach einem Monat eine voll angewachsene und funktionstüchtige Schleimhaut festgestellt werden. Cinzia Marchese, Leiterin des Labors für Zellbiotechnologie, meinte zuversichtlich: „Damit öffnen sich neue Wege und Möglichkeiten bei der Regenerierung von Schleimhäuten im Magen- und Mundbereich. Das gleiche dürfte auch für Horn- und Bindehautmissbildungen des Auges gelten.“

Das Syndrom nach „Mayer von Rokitansky Küster Hauser“ betrifft unabhängig vom Geschlecht statistisch gesehen eine von 20.400 Personen. Die Pathologie hat die unvollständige Bildung oder das völlige Fehlen des Geschlechtsorganes und ausnahmslos Zeugungsunfähigkeit zur Folge. Als Operationstechnik in Frage kommt die Methode nach Abbè McIndoe oder Vecchietti. Mit künstlich hergestellten Scheidenschleimhäuten konnten bisher keine klinischen Erfolge erzielt werden.

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