Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs  (Gelesen 119180 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Re: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs
« Antwort #225 am: 23. September 2016, 09:35:54 »
Auch Vegetarier haben Darmkrebs

Vorsorgeuntersuchungen haben die Zahl der Neuerkrankungen gesenkt

Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung nach Brust- und Prostatakrebs in Deutschland.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts muss jeder 20. Bundesbürger damit rechnen, im Verlauf seines Lebens Darmkrebs zu entwickeln. Die gute Nachricht ist, dass nach Untersuchungen am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) seit der Einführung der Vorsorge-Darmspiegelung im Jahr 2002 die Zahl der Neuerkrankungen und Todesfälle nachweislich gesunken ist.

Tabak und Alkohol erhöhen das Risiko
In welchem Umfang auch eine gesündere Lebensweise dazu beigetragen hat, ist nicht eindeutig zu beantworten.
Ein erheblicher Risikofaktor ist das Lebensalter.
Neun von zehn Menschen sind bei der Diagnosestellung über 50 Jahre.
Nur ein kleiner Teil hat eine „Tumor-Familiengeschichte“ (HNPCC und FAP-Gendefekte) oder ein erhöhtes Risiko in Folge chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn).
Diese Patientengruppen benötigen bereits in jungen Jahren regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Einige Risikofaktoren sind mit einer gesunden Lebensführung zu verringern.
Dazu zählt der Verzicht auf das Rauchen, wie viele Studien zeigen.
Forscher vom Europäischen Krebsforschungsinstitut in Mailand haben errechnet, dass die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, für Raucher um 18% höher ist als für Nichtraucher.
Ein vergleichbar hohes Risiko haben Menschen, die täglich Alkohol trinken. Auch größere Abweichungen vom Normalgewicht sind mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden.
Das betrifft Übergewichtige ebenso wie Untergewichtige.
Dagegen gibt es bislang keine eindeutigen Beweise für einen Zusammenhang zwischen chronischen Verstopfungen und Darmträgheit mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko.

Gemüse und Seefische schützen

In welchem Maße die Art der Ernährung sich auf das Krebsrisiko auswirkt ist seit über fünf Jahrzehnten Gegenstand epidemiologischer Studien. Auf deren Grundlage warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO im vorigen Jahr vor dem täglichen Verzehr von rotem Fleisch (Schwein, Rind, Kalb, Lamm) und von Fleischprodukten (z.B. Wurstwaren, Pasteten). Auch Arten der Fleischzubereitung, insbesondere das starke Anbraten und Grillen, stehen im Verdacht, krebserregende Substanzen zu bilden. Einen schützenden Effekt sollen hingegen die in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten enthaltenen Ballaststoffe haben. Darauf weisen u. a. Ergebnisse der seit 1992 laufenden europäischen EPIC-Studie mit etwa 520.000 Teilnehmern aus zehn Ländern hin.
Die WHO-Empfehlung lautet, fünf Mal am Tag Obst und Gemüse zu sich zu nehmen – mindestens 130 Gramm pro Portion, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Als natürliche Darmkrebsschutz-Mittel in der Diskussion ist das bei Sonnenlicht von der Haut gebildete Vitamin D und die insbesondere in Seefischen sowie in Leinöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren. Ob auch sogenannte probiotische oder fermentierte Lebensmittel einen gesundheitlichen Zusatznutzen haben, ist hingegen umstritten. Nur wenige Zusammenhänge sind bislang so überzeugend bewiesen, dass daraus konkrete Ernährungsempfehlungen abgeleitet werden können.
Mit einer gesunden Ernährung lässt sich das Darmkrebsrisiko sicher nicht auf null senken.
Schließlich können auch Vegetarier und Nichtraucher an Darmkrebs erkranken.
Daher empfehlen die Ärzte unbedingt zur Darmkrebsvorsorge zu gehen.

Mehr unter: www.darmkrebs.de

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2016    
« Letzte Änderung: 23. September 2016, 09:37:40 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Krebsregister nicht rechtzeitig fertig

für einige Länder wird es eng, die Fristen zu halten


Der Aufbau von klinischen Krebsregistern zur besseren Versorgung von Patienten kommt in den meisten
der 16 Bundesländer nur schleppend voran. Es geht um Erfassung und umfassende Vernetzung der Daten von Krebspatienten, um die Behandlung zu verbessern.
Noch sei es nicht zu spät, die vorgegebenen Fristen zum Aufbau eines klinischen Krebsregisters bis 2018 einzuhalten.
Aber für viele Länder wird es eng, hieß es beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband).

Was muss geschehen?
Nachdem der Bund bereits 2013 die gesetzliche Grundlage für solche Register geschaffen hat,
muss diese nun - auf Landesebene umgesetzt werden.
Nach einem Gutachten im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes ist das noch nicht überall geschehen.
In einigen Ländern gibt es noch keine arbeitsfähigen Einrichtungen.
Oft hapert es an der Frage, welche Daten erfasst werden sollen, an der Datenerfassung selbst,
an der Datenverarbeitung sowie an der länderobergreifenden Datenvernetzung der Register.

Wie sieht es in den einzelnen Ländern aus?
Wenn man die Ampelfarben nimmt, stehen dem GKV-Spitzenverband zufolge nur in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland die Zeichen auf Grün.
In Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen steht die Ampel auf Gelb.
Und in den Ländern Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ist sie schon Rot, da scheint es kaum mehr möglich, dass das Register fristgerecht einsatzfähig ist.

Was soll das klinische Krebsregister leisten?

Bei den klinischen Krebsregistern geht es darum, alle wichtigen Daten über den Behandlungsprozess zu sammeln -
von der Diagnose über die einzelnen Behandlungsschritte und Nachsorge bis hin zu Rückfällen,
Komplikationen und Todesfällen.
Diese Daten, die die behandelnden Ärzte einspeisen, sollen dann ausgewertet und bundesweit verglichen werden,
was wiederum zu einer besseren Versorgung der Patienten führen soll.

Wer überprüft die klinischen Register?

Der Prüfauftrag liegt bei den gesetzlichen Krankenkassen.
Sie sollen Ende 2017 prüfen, ob die klinischen Krebsregister voll arbeitsfähig sind.
Nur dann dürfen die Krankenkassen sie auf Dauer finanzieren.
Künftig sollen sie vor allem Strukturen und Prozesse der Datenerhebung der Register im Auge behalten.
Der GKV-Spitzenverband will dazu in den kommenden Monaten einen bundesweit einheitlichen Bewertungsmaßstab entwickeln. Krebsregister seiner Art.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2016

« Letzte Änderung: 18. Oktober 2016, 09:21:08 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
« Letzte Änderung: 04. März 2017, 10:43:46 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Frauen ab 35 sollen künftig auf HPV getestet werden

- Krebsvorsorge -

Die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs durch Frauenärzte ist eine Erfolgsgeschichte.
Trotzdem soll das Screening nun verändert werden: Frauen ab 35 Jahren werden bald nur noch alle drei Jahre ein Anrecht auf den Krebsabstrich haben - dafür kommt ein weiterer Test dazu.

Jede erwachsene Frau sollte einmal im Jahr zum Frauenarzt gehen.
Dort wird unter anderem am Muttermund ein Abstrich entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.
Seit diese Untersuchung von den Krankenkassen bezahlt wird, erkranken rund 75 % weniger Frauen an Gebärmutterhalskrebs.  Jetzt soll die Früherkennung ausgeweitet werden -
die Änderungen betreffen Frauen, die älter als 35 Jahre alt sind. Die Ausarbeitung der neuen Richtlinie des Screening-Programms wurde auf dem Frauenärztekongress FOKO in Düsseldorf vorgestellt.

Seit einigen Jahren kann man mit einem speziellen Test Humane Papillomaviren (HPV) in den Zellen am Muttermund nachweisen. Diese Viren können Gebärmutterhalskrebs verursachen. Den HPV-Test bezahlen die Gesetzlichen Krankenkassen bisher aber nur, wenn der Abstrich einen sehr auffälligen Befund gezeigt hat. Das soll sich nun ändern.

Frauen, die älter als 35 Jahre sind, können nach wie vor auf Kosten der Kasse einmal jährlich zur Routineuntersuchung beim Frauenarzt gehen. Dabei wird die Brust abgetastet, die Eierstöcke und die Gebärmutter werden untersucht.
Anspruch auf einen Krebsabstrich haben diese Frauen aber nur noch alle drei Jahre.
Dafür wird dann immer auch ein zweiter Abstrich gemacht und auf HPV getestet.

Warum betrifft das nur Frauen nach dem 35. Geburtstag?

Jüngere Frauen stecken sich recht häufig mit HPV an - der Körper wehrt die Viren aber meist erfolgreich wieder ab.
Ein positiver Test würde sie nur unnötig verunsichern.
Bei diesen Frauen bleibt deswegen alles beim Alten.

Frauen im mittleren Alter stecken sich viel seltener mit HPV an - auch, weil sie dann häufig einen festen Partner haben. Weist der Test bei diesen Frauen Viren nach, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine Infektion handelt,
die nicht von allein heilt. Gebärmutterhalskarzinome entstehen meist sehr, sehr langsam.
Deswegen genügt aus Sicht der Gynäkologen der neue Co-Test alle drei Jahre.

Die Neuerung wurde bereits vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen beschlossen.
Sie soll umgesetzt werden, sobald das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen einen Patienten-Flyer dazu fertiggestellt hat.
Außerdem soll der Nutzen des neuen Programms von Anfang an überwacht werden.
Ein entsprechendes Monitoring wird gerade erarbeitet.                                                                 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2017
« Letzte Änderung: 17. April 2017, 09:30:21 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Leben nach dem Krebs:

Nachsorgeprogramm für junge Patienten


Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen - wer bereits in jungen Jahren an Krebs erkrankt,
hat nach erfolgreicher Therapie oft unter Spätfolgen zu leiden.
In Hamburg gibt es ein Nachsorgeprogramm speziell für diese Patientengruppe.

Es beginnt mit einem Reizhusten, der nicht weggehen will, leichten Atembeschwerden und Erschöpfungszuständen. Seine Mutter drängt Ivo W. schließlich dazu, zum Arzt zu gehen.
Es folgen eine Reihe von Tests in verschiedenen Kliniken, bis die Diagnose gestellt wird: Ivo hat Leukämie.

An das Datum erinnert sich der 20-Jährige noch ganz genau.
"Es war der 8. August 2014", erzählt der Lüneburger.
Dass er eine so schwere Erkrankung überstanden hat, ist dem jungen Mann mit dem Kinnbart nicht anzusehen.
Er hat wache Augen, wirkt fit und gesund. Nach der Diagnose fängt der damals 17-Jährige am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sofort mit einer Chemotherapie an.
Sie dauert insgesamt zwei Jahre und hat starke Nebenwirkungen.
"Im ersten Jahr war ich deswegen fast die Hälfte der Zeit im Krankenhaus", berichtet Ivo.
Wegen einer Mundschleimhautentzündung musste er einen Monat über einen Tropf ernährt werden.
"Schon mein eigener Speichel verursachte ein starkes Brennen in meinem Mund", erzählt der junge Mann.

Heute gilt Ivo als geheilt. Am UKE nimmt er am "CARE for CAYA"-Krebsnachsorgeprogramm teil.
"CAYA" steht für "Children, Adolescents and Young Adults", also für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Wer früh von der Krankheit betroffen ist - das UKE-Programm rechnet Patienten bis 39 Jahre dazu - ist besonders gefährdet, von Spätfolgen der Therapie betroffen zu sein.
In der "CAYA"-Sprechstunde kümmern sich mehrere Ärzte aus Pädiatrie und Erwachsenenmedizin,
zwei Sporttherapeuten, ein Ernährungsberater sowie zwei Psychoonkologen um die Patienten.

Anlass für das Programm sei die Sicherstellung der dauerhaften medizinischen Nachsorge gewesen, sagt Alexander Stein, stellvertretender Leiter des Krebszentrums am UKE.
"Die jugendlichen Patienten etwa fallen mit dem Erreichen der Volljährigkeit aus der Nachsorge durch Ärzte der Pädiatrie heraus und gehen dann häufig verloren."
Die Nachsorge laufe dann häufig über den Hausarzt, manche Patienten nähmen sogar keine Nachsorge mehr wahr. Viele Patienten hätten aber nach der Therapie psychische Schwierigkeiten und Probleme, in den Alltag zurückzufinden, erzählt der 37-jährige Mediziner.
Ehemalige Krebspatienten bekämen außerdem zum Beispiel Herz-Kreislauf-Probleme oder Lungenfunktionsstörungen - deutlich früher als die Normalbevölkerung.
Frühzeitige Prävention wie Sport oder gesunde Ernährung seien daher besonders wichtig.
"Damit kann man die drohenden langfristigen Nebenwirkungen zwar vielleicht nicht verhindern, aber zumindest minimieren", erklärt Stein. Interesse an der Sport- und Ernährungsberatung hätten fast alle Patienten, am psychoonkologischen Angebot hingegen nur einige.
Auch Ivo hat bereits die Ernährungsberatung in Anspruch genommen. "Das hat mir sehr geholfen.
Ich lege zwar nicht komplett Wert auf die Ernährung, aber ich weiß, wie ich es idealerweise machen sollte und versuche, darauf zu achten", erzählt er. Wichtig sei, immer wieder zu kontrollieren, ob die Patienten am Ball bleiben, sagt Stein.
"Das Ernährungsverhalten ein, zwei Jahre nach der Behandlung ist aufgrund verschiedener Ursachen, wie beispielsweise Geschmacksverlust in Folge der Chemotherapie, eher schlechter als das in der Normalbevölkerung."
Die Sportberatung konnte Ivo noch nicht wahrnehmen.
Durch die intensive Cortison-Behandlung habe er Löcher in den Knochen bekommen, sagt er.
"Sie müssen sich erst regenerieren." Am Nachsorgeprogramm gefalle ihm, dass er jederzeit einen Ansprechpartner habe. "Besonders in Alltagssituationen sichere ich mich noch einmal ab, wie ich mich am besten verhalten sollte", berichtet Ivo.
Die psychoonkologische Beratung dagegen habe er bisher nicht in Anspruch genommen.
"Ich will niemanden damit belasten, auch wenn ich weiß, dass die Leute das hauptberuflich machen und dafür da sind."

Gerade hat das UKE für das "CAYA"-Programm eine Förderzusage von 3,1 Millionen Euro des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses erhalten.
"Das Programm beinhaltet eine Studie, die die Wirksamkeit der Lebensstil- und psychoonkologischen Interventionen zeigen muss", erzählt Stein.
Bei positiven Ergebnissen werde das Programm in die Regelversorgung der Krankenkassen übernommen.

Ivo macht derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Grundschule.
Was er sich für die Zukunft erhofft?
"Ich wünsche mir natürlich, dass der Krebs nicht mehr wiederkommt und dass sich die Knochen in den nächsten ein, zwei Jahren komplett wieder regenerieren."
Zu anderen Patienten aus seiner Therapiezeit habe er nur noch vereinzelt Kontakt.
"Ich will nicht mehr die ganze Zeit an die Krankheit erinnert werden und nun nach vorne blicken."

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2017
« Letzte Änderung: 07. Mai 2017, 11:04:13 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Neue Therapien

Prostatakrebs
 


In der Therapie von Brustkrebs ist längst Realität, worüber Ärzte bei der Behandlung des männlichen Prostata-Karzinoms noch diskutieren: Sofern möglich, wird organschonend behandelt.
Das heißt, die Mediziner suchen nach Wegen, um mit dem Krebs nicht gleich das ganze Organ –
z. B. die weibliche Brust – zu entfernen. Beim Prostatakrebs des Mannes war das bis vor wenigen Jahren anders.
Wenn Krebszellen bei einer Biopsie (Gewebeentnahme aus der Vorsteherdrüse) nachgewiesen wurden, gab es grundsätzlich nur zwei Alternativen: die Radikale OP, bei der Urologen die Krebsherde mitsamt der Prostatakapsel entfernen, oder die Bestrahlung. Trotz Verbesserungen beider Techniken gibt es Risiken wie Inkontinenz und fehlende Penis-Standhaftigkeit (Erektile Dysfunktion).   
Patienten können oft unter mehreren Optionen wählen.
Die gute Nachricht ist, dass es inzwischen moderne Verfahren gibt, dank derer nur der von Krebszellen betroffene Teil der Prostata-Drüse behandelt werden kann. Mediziner sprechen von „Fokalen Therapien“. Mit den Einsatzmöglichkeiten, den Nutzen und Risiken „Fokaler Therapien. In den vergangenen Jahrzehnten wurden verschiedene Verfahren zur organerhaltenden Prostatakrebs-Therapie entwickelt. Die einzelnen „Fokalen Therapien“ unterscheiden sich untereinander vor allem technisch in der Art und Weise, wie die Krebsherde in der Prostata, bei Schonung des gesunden Gewebes, zerstört werden.

1. Das Cyberknife:

Bei der Cyberknife-Technik handelt es sich um eine technische Verbesserung der zielgenauen Bestrahlung von Prostata-Krebsherden von außen. Dadurch können Behandlungs-Sitzungen verkürzt und Nebenwirkungen (insbesondere am Darm) verringert werden. Die Technik wird jedoch nur in wenigen Zentren angeboten und ist keine Kassenleistung.

2. Fokale Brachytherapie:
Diese Behandlung ist eine invasive Variante der Strahlentherapie von außen.
Dabei werden kleine Nadeln mit radioaktiv strahlenden Isotopen operativ in die Vorsteherdrüse eingesetzt.
Im Gegensatz zur konventionellen Strahlentherapie dauert das Verfahren nur einen Tag.
Die bisherigen Studienergebnisse ermöglichen noch keine Aufnahme in die Therapie-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie.

3. TOOKAD:

Bei der „photodynamischen Krebstherapie“ wird Patienten eine lichtsensible Substanz (TOOKAD®) in den Blutkreislauf injiziert.
Sie konzentriert sich an Tumorgefäßen und wird bei Lichtbestrahlung mit Hilfe eines Lasers aktiviert.
Die dabei entstehenden Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen (freie Radikale) bewirken einen Untergang der Tumorzellen.
Die Behandlung kann auch bei gleichzeitiger Strahlen- oder Hormontherapie angewendet werden.
Eine baldige Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur wird erwartet.

4. HIFU:
Diese Therapie beruht auf der Bündelung intensiver Ultraschallwellen gegen Krebsherde in der Prostata.
Dadurch entstehen Temperaturen von rund 90° C. Die Tumoren werden zerstört.
Die Therapie kann bei einer nicht zu großen Prostata und einem geringen bis mäßig- aggressives Krebsverhalten angewendet werden. HIFU wird seit rund 25 Jahren in Studien mit bislang über 40.000 Patienten untersucht.
Am Uniklinikum Magdeburg wird HIFU in seiner modernsten Form seit 6 Jahren eingesetzt.
Die von Patienten beurteilte Lebensqualität wird durch die Behandlung so gut wie gar nicht. 

5. NanoKnife:
Bei diesem Verfahren setzt der Urologe nadelähnliche Sonden in die Prostata ein.
Über die Sonden werden elektrische Impulse abgegeben, die Poren in den Krebszellen öffnen und sie so zerstören.
Die IRE – auch als elektronisches Skalpell oder NanoKnife bezeichnet – wird in einigen Prostata-Zentren auch für Patienten mit Hochrisikotumoren angeboten, die Standardverfahren, wie z. B. eine Radikaloperation ablehnen.
Die Mehrheit der deutschen Urologen betrachtet das Verfahren allerdings sehr skeptisch.
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. kritisiert die Bewerbung des Verfahrens in der Öffentlichkeit,
da der Patientennutzen dieser Behandlung noch größtenteils ungesichert ist.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2017
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2017, 09:32:50 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Re: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs
« Antwort #231 am: 09. Dezember 2017, 09:52:19 »
Sport beugt Brustkrebs vor und hilft während der Therapie

allgemein bekannt ist:
Sport hält den Körper fit und stärkt das Immunsystem.

Doch der Gesundheitseffekt ist sogar noch größer.
Denn mit Bewegung kann auch das Brustkrebsrisiko minimiert werden. 
Regelmäßige Bewegung senkt bei Frauen das Brustkrebsrisiko um 20–30%.     

Erkrankt eine Frau dennoch, erleidet sie wahrscheinlich seltener einen Rückfall,
wenn sie vor Ausbruch der Erkrankung regelmäßig trainiert hat.

Auch in der Therapie einer Brustkrebserkrankung spielt Sport heute eine wichtige Rolle:
Bewegung hilft z.B. gegen Müdigkeit und Erschöpfung - das sogenannte Fatigue-Syndrom,
das häufig bei Krebspatientinnen auftritt.
Bei Patientinnen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten während der Chemotherapie Sport treiben,
treten zudem weniger Nebenwirkungen auf.
Nach der Therapie kann sich regelmäßige Bewegung positiv auf das Wohlbefinden auswirken.
In Krebssportgruppen haben Betroffene zudem die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen.

speziellen Sportangebote finden Krebspatientinnen u.a. hier:  Frauenselbsthilfe (FSH)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2017

Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Der Krebs ist weg, die Angst aber bleibt

Müdigkeit, Nervenschäden, Hilflosigkeit:
Patienten kämpfen mit Langzeitfolgen      
 

Überleben. Besiegen. Hinter sich bringen.
Solche Worte benutzen die Menschen, wenn es um Krebs geht.
Sie suggerieren, dass es vorbei ist, wenn man es "geschafft hat" - dass nichts oder kaum etwas zurückbleibt von der Krankheit.
Die Realität aber sieht häufig anders aus.
"Wir sehen Krebs heute als chronische Erkrankung“.

Einerseits werden mehr Menschen den Krebs erst mal wieder los.
Andererseits verändert sie die Krankheit - manchmal für immer.
"Ich hätte damals nie gedacht, dass mich das jetzt noch beschäftigen würde", sagt Uta Büchner.
Sie erkrankte vor 22 Jahren an Krebs.
Noch immer spürt sie Einschränkungen: Sie überkommt eine bleierne Müdigkeit, die sogenannte Fatigue.

Sie hat Augenmigräne, Probleme mit ihren Gelenken und der Wirbelsäule.
Jedes Jahr geht sie zur Mammografie - immer mit der Angst, dass der Brustkrebs zurück sein könnte.
"Das hört nie auf“.
Langzeitfolgen gibt es auf drei Ebenen: der psychischen, der biologischen und der sozialen.
Operationen und andere Therapien haben starke Nebenwirkungen und können langfristig Schaden anrichten.
Manche Frauen kommen z.B. vorzeitig in die Wechseljahre.
Andere Patienten behalten etwa Nervenschäden zurück.

Zu Beginn einer Therapie steht das Überleben des Patienten im Mittelpunkt.
Doch es lohnt sich, von Anfang an über mögliche Spätfolgen zu sprechen.
Die chronische Müdigkeit beispielsweise tritt sehr viel seltener auf, wenn sich die Patienten schon während der Chemotherapie unter Anleitung regelmäßig bewegen.

Betroffene haben praktische Fragen
Auf die Psyche schlägt eine Erkrankung in allen Phasen:
nach der Diagnose, während der Therapie und später, bei der Frage, ob der Krebs zurückkommt.
Büchner hätte sich mehr Unterstützung gewünscht.
"Ich bekam damals einfach nur gesagt: „Wir nehmen morgen ihre Brust ab.  :-[
"Mit dem, was das für sie bedeutete, fühlte  sie sich völlig alleingelassen.
  >:D

Nun ermutigt man Patienten, sich gleich Hilfe zu suchen.
Beratungsstellen gibt es bei der Deutschen Krebshilfe, beim Krebsinformationsdienst oder der Deutschen Krebsgesellschaft.     
Büchner stellte sich nach der Operation und Chemotherapie auch eine Reihe praktischer Fragen.
Nach maximal 78 Wochen zahlt die Krankenkasse kein Krankengeld mehr.
Arbeiten konnte die dreifache Mutter da noch nicht.
Idealerweise gibt es in der Reha nicht nur medizinische und psychologische Hilfe, sondern auch eine sozialmedizinische Beratung,
in der geklärt wird: Kann ich irgendwann wieder arbeiten? Muss ich umschulen?

Büchners Mann machte sie schließlich auf eine Selbsthilfegruppe aufmerksam.
"Erst war ich skeptisch", gibt sie zu.
Doch: "Die Leute dort waren gar nicht deprimiert und haben die ganze Zeit von ihren Leiden erzählt wie befürchtet.
Sie waren fröhlich und haben gelacht." Das habe ihr unheimlich gutgetan.
Heute leitet Büchner die Ortsgruppe in Bad Belzig bei Berlin. Sie organisiert Ausflüge, Sportgruppen, Vorträge.
Es helfe nicht, die Folgen der Erkrankung zu ignorieren.

Biopsychosoziale Nachsorge

Stattdessen müssten Patienten ihr Leben selbst wieder in die Hand nehmen und sich Hilfe suchen.
Und dann gibt es auch noch die Hausärzte.
Sie spielen eine entscheidende Rolle, wenn die Patienten aus dem Krebszentrum entlassen werden.   

Bisher konzentriere sich die Nachsorge auf die Früherkennung neuer Tumore oder Tochtergeschwüre.
Das ist gut und wichtig, aber nicht alles.

Analog zum amerikanischen System, wo "Survivorship-Programme" biopsychosozial aufgestellt sind,
gebe es auch in Deutschland immer mehr ganzheitlichere Nachsorge.

Uta Büchner beschäftigte manches auch Jahre später - etwa ihre verlorene Brust.
,,15 Jahre lang fühlte ich mich unvollkommen."
Dann erst fand sie über die Frauenselbsthilfe eine überzeugende Methode, durch eine OP die Brust aufzubauen.
Der Operateur bat sie nach dem Eingriff um ihre Hand und legte diese auf die "neue" Brust.
"Diesen Moment", sagt Büchner, "den vergesse ich nie in meinem Leben."                     

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2018

« Letzte Änderung: 22. Januar 2019, 10:00:56 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Plan B

Gewonnene Jahre 


neue Therapien gegen KREBS
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Neuer Brustkrebs-Bluttest vorgestellt

Eine frühe Diagnose von Brustkrebs verbessert die Heilungschancen.

Jetzt preisen Forscher ein neues Verfahren zur Früherkennung an.

Wie gut ist es?
Experten sind zurückhaltend.
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland, Zehntausende erkranken jedes Jahr daran.
Umso wichtiger ist ein frühes Aufspüren der Krankheit.

Heidelberger Forscher haben nun ein besonders schonendes Verfahren vorgestellt: einen Bluttest. 
Für die Untersuchung seien nur wenige Milliliter Blut nötig, teilte das Universitätsklinikum Heidelberg mit.
Es werden bestimmte Biomarker - Botenstoffe, die eine aktive Krebszelle ins Blut aussendet - erkannt,
die auf eine Krebserkrankung schließen lassen.
Bei 500 untersuchten Brustkrebspatientinnen habe der Test in 75% der Fälle die Erkrankung korrekt angezeigt.

Wie gut ist der Test?
Die Ergebnisse sind allerdings nur schwer einzuschätzen.
Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist bislang keine begutachtete Studie in einem Fachmagazin erschienen. Der DKFZ-Fachmann zu diesem Thema wollte sich nicht zu dem neuen Test äußern, da er nur spekulieren könne. 

Die Brustkrebsdiagnostik könne mit dem neuen Test erweitert werden, sagte Christof Sohn vor Medien in Düsseldorf, wo er das Verfahren vorstellte. Der Geschäftsführende Ärztliche Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg betont: "Wir sind keine Konkurrenz zur Bildgebung." Darunter fallen das Mammografie-Screening oder Ultraschall-Untersuchungen. Es seien ganz unterschiedliche Methoden.

Ungeklärte Fragen
Den Angaben zufolge soll das Verfahren noch in diesem Jahr in der Praxis angewendet werden.
Tanja Fehm, die Direktorin der Uni-frauenklinik Düsseldorf, steht einem routinemäßigen Einsatz allerdings kritisch gegenüber.
"Das ist noch nicht in großem Stil einsetzbar".
Es seien Tests an viel mehr Frauen nötig.
Es sei schade, wenn in Frauen Hoffnungen geweckt werden, die möglicherweise nicht zu halten seien.

Viele Fragen seien noch ungeklärt:
Wie wirken sich beispielsweise Effekte wie Rauchen oder die Einnahme der Antibabypille auf die Ergebnisse aus?
Wie lange nach einem negativen Testergebnis können sich Frauen sicher fühlen?
Was bedeutet es, wenn ein Bluttest positiv, das Mammografie-Screening aber negativ ist?


Häufigste Krebserkrankung bei Frauen

Brustkrebs ist laut Zentrum für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts mit rund 69.000 Neuerkrankungen jährlich die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland.
Dem Heidelberger Uni-Klinikum zufolge liegen die Heilungschancen bei früher Erkennung mit 95% aber sehr hoch.
Nach den aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts starben im Jahr 2016 18.570 Frauen an Brustkrebs.
Bislang basiert die Früherkennung von Brustkrebs in der Hauptsache auf regelmäßigem Abtasten und dem Mammografie-Screening, einer Röntgenuntersuchung der Brust.
Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können alle zwei Jahre auf Kosten ihrer Krankenkasse zur Mammografie in einem spezialisiertem Screening-Zentrum gehen.
Laut Expertin Fehm ist bislang kein Bluttest auf Brustkrebs in Deutschland auf dem Markt.
Die Trefferzahlen Nach Angaben des Uniklinikums in Heidelberg sind mit dem neuen Bluttest innerhalb von zwölf Monaten gut 900 Frauen untersucht worden - mehr als 500 waren Brustkrebs-Patientinnen, rund 400 Frauen gesund.
Bei den Erkrankten sei bei drei von vier Frauen der Krebs erkannt worden.
Mit dieser Trefferquote sei die sogenannte "Liquid Biopsy" in den Heidelberger Tests somit in etwa vergleichbar mit der Mammografie.
Besonders hohe Trefferzahlen habe man bei Jüngeren sowie bei Frauen erzielt, bei denen aufgrund familiärer,
genetischer Vorbelastung ein erhöhtes Risiko bestehe.

Auf die Frage, ob es auch bei den gesunden 400 Frauen Fehlalarme gab - in diesen Fällen also einen falschen Befund - antwortet Sohn: "Selbstverständlich." Und: "Wir werden immer eine Unschärfe haben."
Eine konkrete Zahl nennt er auf Nachfrage nicht. Fehlalarme gibt es auch bei Mammografien.

Vergleichbar mit Mammografie-Screenings?
Die Düsseldorfer Expertin Fehm, die von "spannenden wissenschaftlichen Daten" spricht, warnt davor,
den neuen Bluttest schon jetzt mit Mammografie-Screenings zu vergleichen.
Das gebe die Datenlage zum neuen Verfahren derzeit noch nicht her.
"Der Test soll ein Frühwarnsystem sein, um Frauen zu weiteren Untersuchungen zu überweisen",
sagt Mediziner Sohn der "Bild"-Zeitung über den neuen Bluttest.
Er solle Krebs früher erkennen können als bildgebende Verfahren wie etwa Mammografie.
Zudem gebe es keine Strahlenbelastung.

Die gibt es etwa bei der Mammografie, sie ist aber laut DKFZ gering.
Experten gehen demnach davon aus, dass der Nutzen das Risiko aufwiegt.
Der neue Bluttest könne bei Frauen aller Altersgruppen durchgeführt werden, heißt es von den Heidelberger Forschern.
Noch seien die Untersuchungen nicht abgeschlossen.

Einsetzbar bei Therapie-Überwachung
Auch bei der Therapie-Überwachung könne das Verfahren künftig hilfreich sein. Würden trotz Behandlung weiter Botenstoffe nachgewiesen, sei das ein Hinweis, dass die Therapie nicht ausreichend wirke und nachgesteuert werden müsse. 
Auf den Bluttest hat das Uni-Klinikum ein Patent angemeldet.
Wie viel er kosten wird, sei noch unklar, sagt ein Sprecher des eigens gegründeten Unternehmens HeiScreen.
Man spreche mit den Krankenkassen über eine Kostenübernahme.
Die Hürden für eine Übernahme gelten als hoch.
Medizinprodukte wie der Bluttest müssen in Deutschland nicht behördlich zugelassen werden.
Stattdessen muss ein Zertifizierungsverfahren durchlaufen werden.
Nach der Zertifizierung darf das Produkt dann europaweit vertrieben werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar  2019

« Letzte Änderung: 23. Februar 2019, 08:52:51 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
EU muss Akten öffnen -

EuGH-Urteil: (Az: T-716/14, T-329/17)


Umstrittene Studien über das Krebsrisiko des Unkrautvernichters Glyphosat müssen nach o.g. Urteil des EuGH öffentlich gemacht werden.
Die Entscheidung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa, Untersuchungen unter Verschluss zu halten, sei nichtig.
Glyphosat war 2017 in der EU nach monatelangem Streit für weitere fünf Jahre zugelassen worden.
Die WHO stuft Glyphosat als wahrscheinlich „krebserregend" ein.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  März 2019
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Immuntherapie 

Wie unser Körper den Krebs selbst bekämpfen soll                                        
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Neue Krebs-Medikamente:


Immer teurer, immer besser?
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.539
  • Ich bin: : selbst betroffen
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.