Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs  (Gelesen 119904 mal)

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Folgen der Therapie -

Eine Krebserkrankung wirkt lange nach


Operation, Chemotherapie oder Bestrahlungen sind überstanden, die Reha hat neue Kraft gebracht,
die Prognose ist gut: "Viele Krebspatienten erleben das natürlich erst einmal als großes Glück",
sagt Martin Wickert, Leiter der psychosozialen Krebsberatungsstelle am Universitätsklinikum Tübingen.

Möglichst schnell versuchen sie, in den Alltag zurückzukehren - und müssen feststellen,
dass sich das schwieriger darstellt als gedacht.
"Oft handelt es sich um Nachwirkungen der Behandlung, die man zunächst nicht so beachtet,
die aber trotzdem im Laufe der Zeit gravierend sein können", erläutert der Diplom-Psychologe.

Die Leistungsfähigkeit ist nicht mehr so, wie sie vorher war, Tätigkeiten, die früher spielend zu bewältigen waren, machen viel schneller müde, alltägliche Handgriffe werden schwieriger, weil sich Füße oder Hände aufgrund von Nervenschädigungen taub anfühlen.
"Es wird völlig unterschätzt, wie lange die Folgen einer Therapie nachwirken", sagt Prof. Dirk Jäger, Direktor für Medizinische Onkologie im  Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg.

Sabine Schreiber, Vorsitzende des Vereins Leben-nach-krebs! e.V. erinnert sich, wie sie nach 13 Monaten Leukämie-Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung schnell wieder anfing zu arbeiten, "weil ich dachte, dass ich problemlos in mein altes Leben zurückkehren könnte". Doch nach einem Jahr musste die 40-Jährige aus Berlin feststellen: "Das geht nicht mehr so wie vorher." Bei ihr wurde das Fatigue-Syndrom diagnostiziert, oftmals Begleiterscheinung oder Nachwirkung einer Krebserkrankung. Es äußert sich in schwerer körperlicher und geistiger Erschöpfung, die sich auch durch Erholung oder Schlaf nicht lindern lässt.
Für Familie und Freunde sind die Nachwirkungen einer Krebserkrankung meist nur schwer nachzuvollziehen - denn äußerlich sichtbar sind sie ja meist nicht.
"Das soziale Umfeld glaubt, wenn die Haare wieder da sind, dann ist alles wieder in Ordnung.
Mit den Spätfolgen steht man weitgehend allein da", ist die Erfahrung von Schreiber.
Auch die psychische Belastung wird oft unterschätzt, sagt Jäger: "Das Erleben dieser lebensbedrohlichen Situation schockiert viele. Das zu verarbeiten, kann dauern." Das Gefühl, dass der Krebs "über einen hereinbricht", führt zu einer tiefen Verunsicherung, manchmal auch zu Depressionen, "weil die Lebensperspektive und die Sicherheit verloren gegangen sind", erläutert Psychologe Martin Wickert.
Hinzu kommt die Angst vor der Rückkehr des Tumors.
Kompetente Hilfe zu finden, ist oft gar nicht so leicht, wie Wickert sagt. Ein guter Ansprechpartner sind die Krebsberatungsstellen, die es, getragen von Wohlfahrtsverbänden, Vereinen oder Kliniken, in vielen Städten gibt. Auch Schreiber wandte sich an die Krebsgesellschaft und bekam den Anstoß für eine Selbsthilfegruppe.
"Selbsthilfegruppen können professionelle Angebote sehr gut unterstützen, weil die Ratschläge selbst Betroffener authentisch sind", sagt Wickert. Aber: "Sie sind nicht für jeden geeignet, weil manche Menschen einfach nicht mit ihrer Krankheit konfrontiert sein möchten." Denn die Berichte anderer Betroffener rufen natürlich die Erinnerung an die eigene Erkrankung und an die Ängste wieder ins Gedächtnis. "Ganz bewältigen lässt sich das wohl nie", sagt Wickert, "aber das Ziel ist es, wieder so viel Sicherheit zu gewinnen, dass es gelingt, wieder hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen."
Verzeichnis der Krebsberatungsstellen in Deutschland

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015

« Letzte Änderung: 24. August 2015, 09:54:44 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs
« Antwort #211 am: 16. September 2015, 09:41:13 »
verbesserte, genauere und schonende Krebsbehandlung

Protonentherapie


Rund 70 Mitarbeiter betreuen am Westdeutschen Protonentherapiezentrum des Universitätsklinikums Essen (WPE) zurzeit 20-30 Patienten täglich.
Seit Mitte 2013 werden dort Krebspatienten mit Tumoren an schwer oder nicht-operablen Stellen behandelt.
Darunter fallen insbesondere Tumoren in den Bereichen des Gehirns, der Wirbelsäule und des Beckens
oder im Hals-Nasen-Ohren-Bereich oder der Prostata.
Hierfür stehen drei Behandlungsplätze zur Verfügung.

Doch das WPE ist nicht die" letzte Hoffnung" in einer Therapie, sondern verstärkt die Heilungschancen.
In Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Tumorzentrum der Uniklinik Essen, dem größten seiner Art in Deutschland, wird für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan ausgearbeitet.
Hier sind je nach Bedarf Spezialisten unter anderem aus den Bereichen Kinderonkologie, HNO, Urologie
und Neurochirurgie beteiligt.

Da die Protonentherapie sehr gezielt eingesetzt werden kann und so die Belastung des umliegenden Gewebes so gut wie möglich reduziert wird, ist sie besonders für Kinder geeignet,
die noch ein langes Leben vor sich haben.
Damit soll eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten werden.

Entsprechend machen Kinder derzeit etwa die Hälfte aller Patienten am WPE aus,
sie sind im Durchschnitt jünger als fünf Jahre.
Im kommenden Jahr soll die vierte Behandlungseinheit in Betrieb genommen werden.
Die Patienten kommen aus NRW, dem gesamten Bundesgebiet und auch aus dem Ausland.
Um die Protonentherapie weiterzuentwickeln, sind klinische Forschungen Bestandteil der täglichen Arbeit des Zentrums.
Zur offiziellen Eröffnung im April 2015 erklärten zahlreiche gesetzliche Krankenkassen,
dass sie in Zukunft die Kosten für diese teure Behandlung übernehmen werden.

mehr unter: www.wpe-uk.de

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August  2015

Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Stromstöße kontra Bauchspeicheldrüsenkrebs -

Stralsunder Tumor-Experte Prof. Dr. Matthias Birth wendet deutschlandweit als Erster neue Methode an

Das Helios-Hanseklinikum Stralsund sorgt deutschlandweit für Aufsehen.
Als erste in Deutschland wendet die Klinik eine neuartige Methode bei Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium an.
Irreversible Elektroporation (IRE) mit Nanoknife heißt das Verfahren, das Prof. Dr. Matthias Birth, Ärztlicher Direktor des Klinikums und Chefarzt der Chirurgie, seit Januar bei nicht zu operierenden Pankreaskarzinomen einsetzt.
Mit kurzen und für den Laien unvorstellbar mehr als 1000 Volt starken Stromstößen werden bei dieser Methode die Krebszellen während der Operation abgetötet.
Der Tumor, der nicht mehr operiert werden kann, weil z.B. der Kontakt zu den lebenswichtigen
Leber- und Darmschlagadern zu eng ist, wird zerstört.

Elektroden, ungefähr so groß wie Stopfnadeln, mit aktiven Spitzen platziert Prof. Birth dabei um und im Tumor. Sie geben die Stromstöße pulsartig ab, durchlöchern die Membran der Tumorzellen und lassen sie absterben. Die Zellreste entsorgt der Körper selbstständig.

Neu und das Besondere an dieser Technik ist, dass Nerven, Blutgefäße und gesunde Zellen im und in der Nähe des Tumors verschont werden.
Die Bindegewebsstrukturen der Gefäße bleiben bestehen.
Dadurch kann sich die innere Auskleidung neu bilden, sensible Nachbarorgane werden erhalten und können weiter durchblutet werden“, erläutert der Professor.
Das sei der entscheidende Unterschied zu allen anderen Techniken, bei denen Tumoren mit Wärme,
Strahlen oder Kälte zerstört werden.
Vor der Operation bekommt der Patient allerdings noch eine Chemotherapie.

Immer auf der Suche nach Innovationen

Dass dieses innovative Verfahren in Deutschland gerade in Stralsund von Prof. Matthias Birth und nicht in einer der etablierten Uni-Kliniken angewendet wird, ist beileibe kein Zufall.
Sondern es entspricht dem Anspruch des 50-jährigen gebürtigen Stralsunders.
Der nutzte nach seinem an der Uni Greifswald mit Auszeichnung abgeschlossenen Medizin-Studium nach der Wende alle Möglichkeiten seines Traumberufs, um seine ärztlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vervollkommnen.
So hospitierte Birth z.B. Mitte der 1990er-Jahre in mehreren Kliniken in den USA.
Von 1998 bis 2004 wurde aus dem Assistenzarzt an der Chirurgischen Klinik der Medizinischen Universität Lübeck der Chef des Transplantationszentrums.

Weltweit machte sich der anerkannte Spezialist in der Leberchirurgie und der minimal-invasiven Tumorentfernung einen Namen, als er als Erster eine navigierte Leberresektion ausführte.
„Das, was ich mache, will ich so gut realisieren wie es nur möglich ist und den Patienten anbieten.
Dafür reise ich um die Welt und bin z.B. bei vielen Kongressen. Außerdem studiere ich viele Publikationen.
Da ist es dann auch nicht wichtig, ob man an einer Uni-Klinik arbeitet oder so wie ich seit 2004 in meiner Heimatstadt. Es zählt nur die Entscheidung, es zu tun“, erklärt der Tumorspezialist.

Birth hilft aber auch, dass er immer versucht, sich in die Lage der Patienten zu versetzen, die die Krebsdiagnose erhalten und dann sogar erfahren, dass eine Operation bzw. Entfernung des Tumors nicht möglich ist.
„Das ist eine dramatische Situation, die das Leben von einem Moment auf den anderen total verändert und nichts mehr so sein lässt, wie es vorher einmal war“, schildert der Professor.
Sein Herangehen erklärt er auch mit dem Krebs-Tod seines Vaters vor sechs Jahren, dem selbst er nicht mehr helfen konnte. Ein Zeichen der Hoffnung setzen Besonders trifft das auf den Bauchspeicheldrüsenkrebs zu, der die schlechtesten Prognosen für ein Besiegen der Krankheit hat.
„Dazu kommt, dass es bei diesem Karzinom in den vergangenen zehn Jahren nur ganz kleine Fortschritte in der Behandlung gegeben hat, die einen Arzt wie mich einfach nicht befriedigen können“, betont Matthias Birth weiter.

Für den Spezialisten war das die Herausforderung, nach etwas zu suchen, um hier ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. Fündig wurde er in dem Land, in dem es nach seiner Meinung die größten Innovationsmöglichkeiten in der Medizin gibt. So beobachtete er monatelang die Arbeit von amerikanischen Kollegen in der Universität Louisville in Kentucky, die mit der IRE-Methode inzwischen rund 100 Patienten an der Bauchspeicheldrüse operiert haben. Abwarten, bis dieses Verfahren vielleicht in Deutschland offiziell zugelassen und verfügbar ist, wollte er aber nicht. Matthias Birth telefonierte deshalb darüber hinaus mit Ärzten in renommierten Kliniken in London, Uppsala und Zürich, in denen die Methode bereits in Europa angewendet wurde. „Außerdem habe ich mir Operationsvideos angesehen. Da wurde mir schnell klar, dass das mein Kompetenzbereich ist“, erinnert er sich. Birth informierte sich daraufhin noch intensiver, sprach mit dem amerikanischen Hersteller, der das Verfahren 2006 einführte, und unterhielt sich mit Produktspezialisten.
Danach kam der Zeitpunkt, dass sich der Ärztliche Direktor an den Stralsunder Geschäftsführer des Helios-Hanseklinikums wandte, mit dem IRE-Verfahren operieren zu dürfen. Ein entscheidender Moment, geht es doch bei der Methode darum, viel Geld in die Hand zu nehmen. Birth fiel ein Stein vom Herzen, als er grünes Licht bekam. „Ich bin der Geschäftsführung dankbar, dass sie für diese Operationsmethode hier in Stralsund trotz des großen Kostendrucks die Weichen gestellt und auch die Gespräche mit den Krankenkassen aufgenommen hat.“
Denn für Matthias Birth war und ist eines wichtig: „Solch eine Operation darf nicht nur für Menschen möglich sein, die sich das geldlich leisten können.“                                                                                                             
In der vergangenen Woche hat der Professor das dritte Mal mit dem Gerät operiert.
Das wird immer eigens aus London eingeflogen.
Ein Techniker baut es auf und ein Produktspezialist übernimmt die Einstellung.
Dann ist der Professor am Zuge.                                                           
Zwölf Patienten wurden in Stralsund mittlerweile mit der Methode operiert.
„Natürlich können wir mit ihr nicht immer Wunder vollbringen.
Aber ich denke, dass sich mit dem IRE-Verfahren die Prognosen auch für ein längeres Überleben der Patienten deutlich verbessern“, ist der Professor überzeugt.
Nach ersten Kontrollen von Patienten nach dem Eingriff fühlt sich Matthias Birth bestätigt.
Endgültigen Aufschluss könne aber erst eine engmaschige Kontrolle ergeben.
Birth: „Es geht um ständige und regelmäßige Untersuchungen und das genaue Erfassen aller Daten.
Das wird im engen Kontakt mit den Patienten geschehen.“
Besonders baut der Experte auf eine Kollegin, für die diese Studie als Doktor-Thema vergeben wird.
„In einem Jahr, denke ich, können die ersten belastbaren Ergebnisse vorgelegt werden“, ist der Stralsunder zwar nicht euphorisch, aber optimistisch.                                                                 

Fundquelle: Auszug - SVZ (Schweriner Volkszeitung) Oktober 2015

« Letzte Änderung: 27. Oktober 2015, 08:34:51 von RalleGA »
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Anspruch auf Schmerzensgeld -

bei zu spät erkanntem Hautkrebs


Den verfärbten Zehnagel einer Patientin hielt ein Hautarzt lediglich für eine bakterielle Infektion - ein fataler Fehler. Die Frau verstarb an Hautkrebs und ihr Mann klagte auf Schmerzensgeld. Mit Erfolg.

Der Fall:
Die Patientin war wegen eines verfärbten Zehnagel zum Hautarzt gegangen.
An dem Zeh hatte sie sich zuvor gestoßen. Der Arzt stellte lediglich eine bakterielle Infektion fest.
Eine weitere dermatologische Untersuchung oder Behandlung führte er nicht durch.
Ein Jahr später stellte ein anderer Arzt einen Hautkrebs fest, an dem die Patientin starb.

Das Gericht warf dem ersten Arzt vor, Untersuchungen versäumt zu haben, mit denen er einen Hautkrebs hätte feststellen können. Dass sich die Frau den Zeh gestoßen hatte, ändere daran nichts.
Die Richter wollten nicht ausschließen, dass die Patientin bei einer korrekten Behandlung eine Chance auf Heilung gehabt hätte. Patienten haben einen Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ihr Arzt einen Fehler macht und deshalb eine Krebserkrankung übersieht.
Das OLG Hamm sprach dem Ehemann einer Frau, die an Hautkrebs gestorben war, 100.000 € zu.

Urteil; OLG Hamm Az: 26 U 63/15

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2016
« Letzte Änderung: 21. Februar 2016, 11:08:02 von RalleGA »
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So hilft Sport im Kampf gegen den Krebs

Menschen mit Krebs sollen am besten sofort nach der Diagnose mit Sport beginnen.
Eine Studie zeigt: Intensive Bewegung kann das Tumorwachstum bremsen.
Ein Krankenkassen-Programm sammelt Erfahrungen.

Die Diagnose Krebs ist im Leben jedes Betroffenen ein Einschnitt.
Ab sofort ist der Alltag ein anderer – und er ist meist deutlich eingeschränkt.
Viele sind unendlich müde und kraftlos oder haben Angst.
Mit Bewegung und Sport können sie diese Probleme in Angriff nehmen – davon sind Experten überzeugt.

Ausfühlich und Fundquelle: Die WELT vom 17.02.2016
« Letzte Änderung: 22. Februar 2016, 10:34:42 von RalleGA »
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Apotheke nicht frei wählbar 

Krebspatienten
dürfen sich für die Zubereitung ihrer Arzneimittel nicht die Apotheke aussuchen.
Hat die gesetzliche Krankenkasse mit einer preisgünstigen Apotheke einen Exklusivvertrag für die Belieferung und Zubereitung von Arzneien vereinbart, muss diese in Anspruch genommen werden.
BSG-Urteil vom 25.11.2015 (Az. B 3KR 16/15 R).

Eine Ausnahme gelte nur, wenn der Versicherte ein berechtigtes Interesse für die Inanspruchnahme einer anderen Apotheke geltend machen kann und er die Mehrkosten trägt.

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  Februar 2016  
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Mit gesunder Lebensweise gegen Krebs Thema Darmkrebs Teil I

Kann ich der Entstehung von Darmkrebs vorbeugen?


Man kann sehr viel tun, um der Entstehung von Darmkrebs vorzubeugen. So gelten äußere Einflussfaktoren als häufigste Ursache für seine Entstehung. Genetische Faktoren kommen auch vor, sind aber deutlich seltener die Ursache für eine Darmkrebserkrankung. Zu den vermeidbaren Auslösern von Darmkrebs zählen unter anderem Rauchen, Fleischverzehr, Übergewicht, Fast Food, wenig Bewegung, etc.
Durch eine gesunde Lebensweise kann man also bereits viel tun, damit kein Krebs entsteht.

Ich habe keine Beschwerden – warum soll ich zur Vorsorge gehen?

Krebs ist eine heimtückische Erkrankung, die häufig noch in Stadien heilbar ist, in denen man keine Beschwerden hat und umgekehrt häufig nicht mehr heilbar ist, wenn bereits Beschwerden auftreten.
Darum ist die Vorsorge so wichtig.

Welche Therapien gibt es?
Bei Darmkrebs führen nur die klassischen Therapien wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie zu den besten Behandlungsergebnissen und bieten eine Möglichkeit auf Heilung. Allerdings werden diese klassischen Therapien heutzutage durch neue Behandlungsmethoden ergänzt, die das Leben krebskranker Patienten nicht nur deutlich verlängern, sondern auch ihre Lebensqualität verbessern. Hier sind vor allem der Einsatz neuer Medikamente, die das Immunsystem stimulieren (Immuntherapie) oder die zielgerichtet die Gefäßversorgung von Tumoren unterbinden und somit zum Absterben der Krebszelle beitragen (zielgerichtete Therapie) hervorzuheben.

Fundquelle: Auszug - SVZ (Schweriner Volkszeitung) März 2016
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Mit gesunder Lebensweise gegen Krebs Thema Darmkrebs Teil II

Ist Darmkrebs heilbar?

Bei früher Entdeckung ist Darmkrebs zum größten Teil heilbar. Die Medizin hat in den letzten Jahren zudem deutliche Fortschritte gemacht, sodass in Stadien, in denen der Darmkrebs früher nicht heilbar gewesen wäre, es heute gelingen kann, eine Heilung hervorzurufen. In fortgeschrittenen Stadien ist eine Heilung jedoch weiterhin nicht mehr möglich.

Kann man an den Blutwerten erkennen, ob man Darmkrebs hat?
Leider gibt es keinen sicheren oder spezifischen Blutwert, an dem man erkennen kann, dass eine bösartige Erkrankung im Darm vorliegt. Es gibt zwar den Nachweis von sogenannten Tumormarkern im Blut. Diese sind jedoch leider nicht so sicher, dass man damit einen Tumor ausschließen oder nachweisen kann. Entsprechend bleiben immer noch die Darmkrebsvorsorge durch den Test auf Blut im Stuhl und als sicherste Maßnahme die Darmspiegelung übrig, wenn man Darmkrebs ausschließen will.

Muss immer operiert werden?
Das hängt davon ab, in welchem Stadium der Erkrankung der Tumor im Darm erkannt wird. Es gibt wenige ganz frühe Tumorstadien, in denen wir keine Operation durchführen müssen. Diese können allein durch endoskopische Maßnahmen entfernt und geheilt werden. Ist ein Tumor sehr weit fortgeschritten, kommt häufig leider auch eine Operation nicht mehr in Betracht, da durch die Operation kein Heilungserfolg mehr erzielt werden kann. Für die weit überwiegende Mehrzahl aller Patienten mit Darmkrebs, bleibt jedoch die Operation das einzige Verfahren, mit dem die Tumorerkrankung sicher entfernt und in vielen Fällen auch geheilt werden kann.

Fundquelle: Auszug - SVZ (Schweriner Volkszeitung) März 2016
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Mit gesunder Lebensweise gegen Krebs Thema Darmkrebs Teil III

Was passiert mit mir, wenn ein Stück Darm entfernt werden muss?

Der Darmkrebs betrifft typischerweise den Dick- und den Mastdarm.
Diese beiden haben zusammen eine Länge von etwa 1,60 bis 1,80 m.
Wenn man bei einer Operation einen Darmtumor entfernt, wird der Tumor mit einem Sicherheitsabstand und den umliegenden Lymphknoten und Lymphbahnen entfernt. Damit entfallen immer etwa 20 - 30 cm des Darms, manchmal auch noch mehr. Man kann jedoch ohne dieses Stück des entfernten Darms sehr gut leben. Der Dickdarm hat vor allen Dingen die Aufgabe, dem Stuhl Wasser zu entziehen. Entsprechend kommt es nach Entfernung von Anteilen des Dickdarms dazu, dass der Stuhlgang etwas dünner wird und auch häufiger auftritt. Im Allgemeinen muss vorübergehend mit Verdauungsbeschwerden gerechnet werden, die sich durch eine angepasste Ernährung jedoch meistens gut behandeln lassen.

Wann ist ein künstlicher Darmausgang erforderlich?
Heutzutage wird nur noch bei wenigen Patienten ein dauerhafter künstlicher Darmausgang angelegt.
Etwa 90% aller Patienten mit Darmkrebs können heute ohne einen solchen Ausgang operiert werden. Man legt diesen Ausgang dann an, wenn der Tumor ganz nahe am Schließmuskel liegt und somit nach der Operation die Kontinenz Leistung eingeschränkt wäre. In manchen Fällen wird vorübergehend noch ein künstlicher Darmausgang angelegt, um die Darmnähte zu schützen. Dieser kann 4 bis 6 Wochen nach der Operation problemlos und ohne Eröffnung des Bauchraumes wieder zurück verlegt werden.

Fundquelle: Auszug - SVZ (Schweriner Volkszeitung) März 2016
« Letzte Änderung: 17. April 2016, 09:56:43 von RalleGA »
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Mit gesunder Lebensweise gegen Krebs Thema Darmkrebs Teil IV

Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Entwicklung von Darmkrebs?
Neben Faktoren wie Erbanlagen, höherem Lebensalter, Rauchen und Alkoholmissbrauch ist bekannt,
dass eine unausgewogene Ernährung das Risiko an Krebs zu erkranken, erheblich fördern kann.
Übergewicht, durch eine erhöhte Energiezufuhr, ein hoher Fettanteil in der Lebensmittelauswahl, eine hohe Alkoholzufuhr, eine ballaststoffarme Kost und eine unzureichende Zufuhr bestimmter Vitamine und Spurenelemente sowie sekundärer Pflanzenstoffe begünstigen die Entwicklung vieler Organtumore.
Zusätzlich steigt das Risiko an Krebs zu erkranken durch die Aufnahme krebserregender Stoffe in Lebensmitteln wie Schimmelpilze oder Benzpyrene, welche beispielsweise beim Grillen entstehen können.

Welche krebshemmenden Ernährungsaspekte sind heute bekannt?

Um Einfluss auf die Krebsentstehung zu nehmen, sind heute verschiedene krebshemmende Ernährungsfaktoren bekannt.

1.Eine reduzierte und bewusst gewählte Fettzufuhr ist wichtig. Wünschenswert ist eine tägliche Fettaufnahme von etwa 60 bis 80g Fett (etwa 1g Fett pro kg Körpergewicht).
Neben der Fettmenge ist aber auch die Fettauswahl entscheidend.
Der Verzehr von pflanzlichen Ölen wie Raps-, Oliven-, Lein- oder Maiskeimöl ist zu bevorzugen.
Auch sollten 1- bis 2-mal pro Woche fettreiche Seefische wie Hering, Wildlachs, Makrele und Thunfisch auf dem Speiseplan stehen. Diese Fettfische enthalten reichlich Omega-3 Fettsäuren, welche nicht nur die Blutfettwerte positiv beeinflussen und auf die Gefäße schützend wirken, sondern unter anderem auch die Durchblutung fördern und entzündungshemmende Funktionen im Körper übernehmen.

2. Auch Ballaststoffe üben vielfältige Schutzmechanismen aus. Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern, welche überwiegend in Gemüse und Obst sowie Getreide und Getreideerzeugnissen (z.B. Vollkornbrot. Haferflocken, Naturreis) vorkommen. Neben der sättigenden Wirkung beeinflussen Ballaststoffe die Darmgesundheit. Die unverdaulichen Pflanzenbestandteile regen die Darmtätigkeit an, verhindern eine Verstopfung und verkürzen die Verweildauer der Nahrung im Darm. So bleibt Schadstoffen, welche auf dem Verdauungsweg entstehen, nur wenig Zeit die Darmschleimhaut zu schädigen.

3. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe sind das A und O.
Zur ausreichenden Bedarfsdeckung von Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen ist es wichtig, reichlich Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Täglich sollten es fünf Portionen sein, wobei eine Portion etwa in eine Hand passen sollte. Besonders zu empfehlen sind Gemüse und Obst der Saison und besser noch regional angebaut, denn dann ist der Gehalt der wünschenswerten Inhaltsstoffe besonders hoch. Sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Carotinoide, der gelbrote Pflanzenfarbstoff in Möhren, Paprika, Tomate), Vitamin E und C, Selen und Calcium haben eine gewisse Schutzwirkung.

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« Letzte Änderung: 20. April 2016, 10:25:22 von RalleGA »
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Mit gesunder Lebensweise gegen Krebs Thema Darmkrebs Teil V

Was ist mit Fleisch und Wurstwaren?
Steigert ein übermäßiger Verzehr das Darmkrebsrisiko?


Gerade verarbeitete Fleischwaren wie Wurst und Speck, konservierte Fleischsorten wie Corned Beef oder Fertigsoßen mit Fleisch, erhöhen das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Das Fleisch von Rindern, Kälbern und Schweinen erhöht vermutlich ebenfalls das Risiko für die Entwicklung eines Darmkrebses.
Genügend verlässliche Studien liegen allerdings aktuell noch nicht vor.

Wichtig ist es zu wissen, dass ein gesunder Mensch nicht auf Fleisch verzichten muss.
Ein vernünftiges Maß beim Verzehr ist empfehlenswert, um auch von den im Fleisch wichtigen Nährstoffen wie Eiweiß, Eisen und Vitaminen zu profitieren.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bewertet weißes Fleisch wie Geflügel unter gesundheitlichen Gesichtspunkten günstiger als rotes Fleisch von Rind und Schwein. Pro Woche werden nicht mehr als 300 bis 600g Fleisch und Fleischerzeugnisse empfohlen, durchschnittlich sind das täglich nicht mehr als 70g.

Immer, wenn ich Milch- oder Milchprodukte zu mir nehme, habe ich Probleme.
Ist das eine Lactoseintoleranz?

Vor, während oder auch nach der Therapie kann es zu Schwierigkeiten bei der Verträglichkeit von einzelnen Lebensmitteln kommen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass durch die Störung der Verdauungsfunktion eine Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) entstehen kann. Es kommt dann unter Umständen zu Blähungen, Bauchschmerzen und durch den Einstrom von Wasser auch zu Durchfall. Nicht jede Blähung spricht für eine Lactoseintoleranz. Wer die Vermutung einer Unverträglichkeit hat, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen und einen Lactosetoleranztest durchführen.

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Auch Vegetarier haben Darmkrebs -

Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung nach Brust- und Prostatakrebs in Deutschland.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts muss jeder 20. Bundesbürger damit rechnen, im Verlauf seines Lebens Darmkrebs zu entwickeln. Die gute Nachricht ist, dass nach Untersuchungen am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) seit der Einführung der Vorsorge-Darmspiegelung im Jahr 2002 die Zahl der Neuerkrankungen und Todesfälle nachweislich gesunken ist.

Tabak und Alkohol erhöhen das Risiko
In welchem Umfang auch eine gesündere Lebensweise dazu beigetragen hat, ist nicht eindeutig zu beantworten. Ein erheblicher Risikofaktor ist das Lebensalter. Neun von zehn Menschen sind bei der Diagnosestellung über 50 Jahre. Nur ein kleiner Teil hat eine „Tumor-Familiengeschichte“ (HNPCC und FAP-Gendefekte) oder ein erhöhtes Risiko in Folge chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn). Diese Patientengruppen benötigen bereits in jungen Jahren regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Einige Risikofaktoren sind mit einer gesunden Lebensführung zu verringern.
Dazu zählt der Verzicht auf das Rauchen, wie viele Studien zeigen. Forscher vom Europäischen Krebsforschungsinstitut in Mailand haben errechnet, dass die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, für Raucher um 18% höher ist als für Nichtraucher. Ein vergleichbar hohes Risiko haben Menschen, die täglich Alkohol trinken.

Auch größere Abweichungen vom Normalgewicht sind mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden.
Das betrifft Übergewichtige ebenso wie Untergewichtige. Dagegen gibt es bislang keine eindeutigen Beweise für einen Zusammenhang zwischen chronischen Verstopfungen und Darmträgheit mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko.

Gemüse und Seefische schützen

In welchem Maße die Art der Ernährung sich auf das Krebsrisiko auswirkt ist seit über fünf Jahrzehnten Gegenstand epidemiologischer Studien.
Auf deren Grundlage warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO im vorigen Jahr vor dem täglichen Verzehr von rotem Fleisch (Schwein, Rind, Kalb, Lamm) und von Fleischprodukten (z.B. Wurstwaren, Pasteten). Auch Arten der Fleischzubereitung, insbesondere das starke Anbraten und Grillen, steht im Verdacht, krebserregende Substanzen zu bilden. Einen schützenden Effekt sollen hingegen die in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten enthaltenen Ballaststoffe haben. Darauf weisen u. a. Ergebnisse der seit 1992 laufenden europäischen EPIC-Studie mit etwa 520.000 Probanden aus 10 Ländern hin.
Die WHO-Empfehlung lautet, 5x am Tag Obst und Gemüse zu sich zu nehmen –
mindestens 130 Gramm pro Portion.

Als natürliche Darmkrebsschutz-Mittel in der Diskussion sind das bei Sonnenlicht von der Haut gebildete Vitamin D und die insbesondere in Seefischen sowie in Leinöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren. Ob auch sogenannte probiotische oder fermentierte Lebensmittel einen gesundheitlichen Zusatznutzen haben, ist hingegen umstritten. Nur wenige Zusammenhänge sind bislang so überzeugend bewiesen, dass daraus konkrete Ernährungsempfehlungen abgeleitet werden können. Mit einer gesunden Ernährung lässt sich das Darmkrebsrisiko sicher nicht auf null senken. Schließlich können auch Vegetarier und Nichtraucher an Darmkrebs erkranken. Daher empfehlen die Ärzte unbedingt zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. 

Mehr Hintergrundinformationen gibt es unter:
www.darmkrebs.de

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« Letzte Änderung: 02. Mai 2016, 08:20:37 von RalleGA »
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Gute Heilungschancen -

Darmkrebs im Frühstadium heilbar:
Das erwartet Patienten   
 

Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, kann eine Operation den Tumor entfernen,
bevor der Krebs die nächsten Organe befällt.                                                               
Wenn Darmkrebs im frühen Stadium festgestellt wird, steht in der Regel eine Operation an.
Frühes Stadium bedeutet, dass der Krebs noch nicht in andere Organe gestreut hat,
wie das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) erläutert.                                                             
Der Darmkrebs ist in diesem Fall oft heilbar.

Bei dem Eingriff werden der betroffene Darmabschnitt sowie umliegendes gesundes Gewebe entfernt.
Je nachdem, ob sich der Tumor im Dick- oder Enddarm befindet und wie weit fortgeschritten der Krebs ist,
kommen laut ÄZQ unter Umständen Chemotherapie sowie Bestrahlung infrage.   
In einigen Fällen benötigen Patienten nach dem Eingriff einen künstlichen Darmausgang (Stoma) -
dauerhaft oder vorübergehend. Vielen Betroffenen seien Reisen, Sport und körperliche Arbeit aber nach einiger Zeit wieder möglich, betont das ÄZQ. Auch wenn der Schließmuskel erhalten bleibt, kann es sein, dass Patienten nach der Operation Probleme mit dem Stuhlgang haben.
Das ÄZQ rät hier zu Geduld: Es könne Monate oder sogar Jahre dauern, bis sich die Beschwerden bessern.
Helfen können Beckenbodentraining oder Krankengymnastik.
Auch die seelische Belastung während oder nach einer Darmkrebserkrankung kann enorm sein.
Betroffene sollten ihre Ärzte darauf ansprechen und psychoonkologische Hilfe in Anspruch nehmen.
         

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  April 2016
« Letzte Änderung: 21. September 2016, 09:57:44 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Krebs:

Das Geschäft mit der Angst
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Die Alternativmedizin verspricht Heilung ohne Nebenwirkungen, ohne Chemie oder Pharmaindustrie.
Betroffene Patienten und Angehörigen sind bereit, alles zu tun und alles zu zahlen.

Krebs-das-Geschäft-mit-der-Angst 


Fundquelle: OTS/YouTube
« Letzte Änderung: 07. Juni 2016, 08:21:56 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs
« Antwort #224 am: 21. September 2016, 09:56:55 »
Kasse muss für Krebstherapie zahlen

Eine private Krankenversicherung muss die Kosten für eine schonendere Behandlung von Prostatakrebs erstatten.
Urteil des LG Lüneburg (Az.: 50179/13).

Die intensitätsmodulierte Radiotherapie, kurz IMRT, sei als medizinisch notwendig anzusehen.
Die Behandlung sei wesentlich weniger belastend als die konventionelle 3-D-Bestrahlung und nach den Ausführungen des Sachverständigen als wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode anzusehen.

Fundquelle: Auszug – „ALLER-Zeitung“ (Gifhorn/Wolfsburg) August 2016
« Letzte Änderung: 21. September 2016, 09:58:55 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.