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Autor Thema: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs  (Gelesen 119903 mal)

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Offline RalleGA

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Brustkrebs zu spät erkannt -

Arzt haftet für verspätete Untersuchung


Empfiehlt ein Arzt einer Patientin zu spät zu einer Mammografie, haftet er, wenn die Frau in der Zwischenzeit an Brustkrebs erkrankt. OLG Hamm (Az.: 3 U 57/13).

Fall:
Geklagt hatte eine Frau, die sich jedes Jahr von ihrem langjährigen Frauenarzt vorsorglich auf Brustkrebs untersuchen ließ.
Nach einer Mammografie 2001 riet der Mediziner der Patientin, diese Untersuchung 2010 zu wiederholen.
Dabei wurden Anzeichen von Brustkrebs entdeckt, und die Frau musste operiert werden.
Sie bekam außerdem eine Strahlen- und eine Chemotherapie.
Sie klagte auf Schadenersatz und Schmerzensgeld, weil sie der Ansicht war, dass ihre Erkrankung früher hätte entdeckt werden können.

Urteil:
Die Richter gaben ihr Recht:
Der Arzt hätte ihr schon 2008 zur Mammografie raten sollen, weil die Untersuchung zu dem Zeitpunkt als einzig sicheres Verfahren gegolten habe, welches das Risiko eines tödlichen Krankheitsverlaufs verringern konnte.

Außerdem stellte das Gericht einen groben Behandlungsfehler fest.
Die Frau, die stets auf eine Minimierung der Brustkrebsgefahr wertgelegt habe, habe vom Arzt ein Medikament verschrieben bekommen, das das Brustkrebsrisiko steigerte.
Es sei wahrscheinlich, dass sich bei einer früheren Krebsdiagnose noch keine Metastasen gebildet hätten und die Behandlung insgesamt weniger belastend gewesen wäre.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2013
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs
« Antwort #196 am: 28. November 2013, 09:37:28 »
Krebs:

Gegen Erschöpfung bei Krebstherapie Ausdauersport machen


Eine Krebstherapie ist erschöpfend für Körper und Geist. Dennoch sollten Betroffene auf Sport nicht verzichten.
Denn Bewegung steigert bei vielen Patienten das Wohlbefinden.

Immer mehr wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Krebspatienten ihr Wohlbefinden während der Therapie durch Bewegung verbessern können.
So lasse sich z. B. die häufig auftretende Erschöpfung (Fatigue) durch Kraft- und Ausdauertraining lindern.
Bei einer leicht ausgeprägten Fatigue empfehle eine internationale Expertengruppe an drei bis fünf Tagen pro Woche ein 20- bis 30-minütiges Ausdauertraining.
Die Belastung sollte bei 60 – 80% der maximalen Herzfrequenz liegen.
Mit Herzfrequenz ist die Anzahl der Herzschläge pro Minute gemeint.
Bei maximaler Auslastung durch Sport beträgt diese theoretisch 220 minus Lebensalter.

Alternativ sind zwei- bis dreimal die Woche Krafttraining ratsam.
Der Patient sollte die Übungen 8 - 12x  wiederholen, ein- bis zwei Sätze absolvieren und
dabei 60 bis 70% seiner Maximalkraft aufwenden.
Unter Maximalkraft versteht man die größtmögliche Kraft, die jemand willentlich bei einer Bewegung abrufen kann.
Wichtig: Während einer Chemotherapie sollte der Sport weitaus weniger umfangreich sein.
Etwa 4 – 5  Stunden pro Woche spazieren gehen sollten Patienten, die während einer Chemotherapie an Depressionen oder Angstsymptomen leiden.
Mehr körperliche Aktivität könne den Studien zufolge bei ihnen weniger nützlich sein.
Um Lymphödeme am Arm - eine typische Begleiterscheinung nach einer Brustkrebs-OP - zu lindern,
eignen sich demnach gezielte Bewegungen im Wasser weitaus besser als körperliche Aktivität an Land.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2013 

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Tumormetastasen an der Wirbelsäule mit Hitze behandeln

www.clinic.de

Link zur Pressemitteilung

Fundquelle: Auszug - „GENERAL-ANZEIGER“ (ALTMARK) – Dezember 2013
« Letzte Änderung: 28. Januar 2014, 09:13:09 von RalleGA »
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Abwarten bei Prostatakrebs

Bei einem örtlich begrenzten Prostatakrebs kann es sinnvoll sein, sich nicht sofort operieren
oder bestrahlen zu lassen.
Denn mit einer OP etwa sind Risiken wie spätere Harninkontinenz oder Impotenz verbunden.
Außerdem sei nicht auszuschließen, dass der Krebs trotz Prostataentfernung oder Bestrahlung wiederkehrt,
erläutert der Krebsinformationsdienst in einer neuen Broschüre.
Eine Alternative sei die aktive Überwachung, bei der ein Arzt regelmäßig den Zustand des Tumors überprüft
und der Patient abwartet.

Fundquelle: Auszug - „ALTMARK-ZEITUNG“ – Februar 2014

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Darmkrebs:

Stuhltest ist ungenau


Fällt ein Test auf Blut im Stuhl zur Früherkennung von Darmkrebs negativ aus,
sollten sich insbesondere Männer nicht darauf verlassen.
Darauf weisen Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg hin.
Der Test sei sehr ungenau und spüre nur einen kleinen Teil der Krebsfälle oder eine Vorstufe auf.
Außerdem sei das Erkrankungsrisiko bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen.
Am zuverlässigsten lasse sich Darmkrebs oder eine Vorstufe davon mit einer Darmspiegelung erkennen.

Fundquelle: Auszug - „ALTMARK-ZEITUNG“ – Februar 2014
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Darmkrebs

Vorsorge und mehr


Bei Fragen können Interessierte den kostenfreien Telefon-Krebsinformationsdienst
unter der Nummer 0800 – 420 3040 (tägl. 8 – 20 Uhr) anrufen oder
eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de  senden.

Fundquelle: Auszug - „ALTMARK-ZEITUNG“ – März 2014
« Letzte Änderung: 10. Juni 2014, 10:14:21 von RalleGA »
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« Letzte Änderung: 03. Oktober 2014, 08:41:22 von RalleGA »
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Blutkrebs:

So funktioniert die Blutstammzellenspende


Wer Blutkrebs hat, dem hilft oft nur eine Blutstammzellenspende.
Nur für etwa jeden vierten Betroffenen findet sich in der nahen Verwandtschaft ein geeigneter Spender.
Für die anderen sind Fremdspender die letzte Hoffnung - sie werden immer gesucht.
Für viele Patienten, die unter einer bösartigen Erkrankung des Blutes wie Leukämie leiden,
ist eine Blutstammzellenspende die einzige Überlebenschance.
Mehr als fünf Millionen Spendenwillige sind aktuell in den rund 30 deutschen Spenderdateien gespeichert.

Wer kommt als Spender infrage?

Als Spender kommen im Wesentlichen alle gesunden Personen zwischen 18 und 61 Jahren mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilogramm infrage.

Wie läuft die Registrierung ab?
Man kann sich an seinen Hausarzt oder eine der regionalen Spenderdateien wenden.
Wenn man ein Gesicht kennt oder wenn ein Patient im Nachbarort wohnt, sind weit mehr Menschen bereit,
sich als Spender registrieren zu lassen, wie bei anonymen Aktionen.
Erster Schritt ist eine Blutprobe oder die Entnahme von Zellen aus der Mundschleimhaut per Wattestäbchen.

Welche Daten werden gespeichert? 

Bei der Typisierung sind die Humanen-Leukozyten-Antigene, kurz HLA-Merkmale, entscheidend.
Im Idealfall stimmen zehn Gewebemerkmale zwischen Spender und Patienten exakt überein, nämlich jeweils das vom Vater und das von der Mutter ererbte Merkmal an fünf Genorten Zentralen Knochenmarkspender-Registers für die Bundesrepublik Deutschland (ZKRD) in Ulm.
Die Gewebemerkmale werden zusammen mit anonymisierten Personendaten, beispielsweise zum Alter oder zum Gesundheitszustand, erfasst und im ZKRD gespeichert.

Was passiert nach der Registrierung?

Die meisten Spendenwilligen werden Zeit ihres Lebens nicht für eine Spende aktiviert werden.
In Deutschland erfolgten jährlich nur rund 3.000 Stammzellentransplantationen.

Was geschieht im Bedarfsfall? 
Mindestens drei infrage kommende Spender werden kontaktiert.
Es werden die Spendenwilligen zur Vorbereitung auf die eigentliche Spende zu einer ambulanten Untersuchung und einer ausführlichen Beratung eingeladen.
Die Typisierung wird sicherheitshalber wiederholt, Infektionsparameter erhoben, ein Fragebogen ausgefüllt
und das Einverständnis mit der Spende erklärt.

Welche Verfahren zur Spende gibt es? 
Bei der klassischen Knochenmarkspende wird dem Spender unter Vollnarkose mit einer Punktionsnadel ein Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen entnommen.
Daraus werden dann die Stammzellen isoliert.
Die Alternative ist die periphere Blutstammzellentransplantation.
Ein im Körper vorhandener Botenstoff werde verabreicht und sorge massiv für eine Neubildung von Blutzellen und damit auch Stammzellen.
Dem Spender wird dann Blut entnommen, die Stammzellen werden herausgefiltert und das Blut wieder zugeführt.
Bei der Wahl der Methode werde auch der Wunsch des Spenders berücksichtigt,
da die Spende ja sein Einverständnis voraussetzt.

Was sind mögliche Risiken?
Nachteile der klassischen Knochenmarkspende sind das allgemeine Narkoserisiko etwa durch Medikamentenunverträglichkeit, postoperative Schmerzen am Beckenkamm, Infektionen oder Nachblutungen.
Unter korrekten Bedingungen ist dieses Risiko minimal.
Auch bei der peripheren Stammzellentransplantation sind Unverträglichkeiten möglich.                 

Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK - ZEITUNG“  Juli 2014

« Letzte Änderung: 14. Oktober 2014, 12:54:49 von RalleGA »
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Neues Beratungstelefon

für Krebskranke und ihre Familien


Krebspatienten und deren Angehörige sollen sich besser über die Krankheit
und mögliche Therapien informieren können.

Dafür haben die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft eine neue Hotline vorgestellt.
Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft bieten einen neuen telefonischen Beratungsservice für Krebspatienten und deren Angehörige an.
Im Anschluss bekommen sie aktuelle und für Laien verständliche Informationen zugesandt,
damit sie dem behandelnden Arzt auf Augenhöhe begegnen können.
Experten hätten dafür etwa Studien, Gesetzestexte und Erfahrungsberichte aufbereitet.
Abgedeckt werden damit auch Fragen zum Leben mit Krebs und zur sozialen Absicherung.
Das Angebot soll das Gespräch mit dem Arzt aber nicht ersetzen, betonten die beiden Organisationen.
Rund eine halbe Million Menschen in Deutschland bekommen pro Jahr erstmals die Diagnose Krebs.

Service:
Beratungsangebot "Info Netz  Krebs", Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr,  Telefon: 0800 – 8070   8877,
krebshilfe@infonetz-krebs.de

www.infonetz-krebs.de
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Re: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs
« Antwort #204 am: 26. November 2014, 11:53:28 »
DARMKREBS

Infoveranstaltung für Patienten, Angehörige & Interessierte


Am Sonntag, 29.November 2014 ab 11.00 – 14.00 Uhr
In der Arena des Forum AutoVision in WOLFSBURG, Major-Hirst-Straße 11

Moderator: Jan Hofer;
Schirmherrschaft: Klaus Mohrs – OB der Stadt Wolfsburg

Gesprächsrunden zu den Themen:

Früherkennung, Ursachen, Diagnose, Therapiemöglichkeiten

Experten: u.a.
Prof. Dr. med. Nils Homann (Wolfsburg); Heidi Lutter (Mönchengladbach);
Dr. med. Joachim Haessner (Wolfsburg, Helmstedt) ;
Dr. Dr. Dipl. Psych. Andreas Schulze, (Wolfsburg)

Parallele Workshops: 14.00 – 15.00 Uhr
Rund um die Therapie // Ernährung bei Darmkrebs

Anmeldung zu den Workshops unter: 0221 – 2723 5937 oder
veranstaltung@darnkrebszentrale.de
mehr unter: www.darmkrebszentrale.de

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Bessere Therapien für junge Erwachsene mit Krebs

Krebs mit Anfang 20 - das ist selten.
Umso schwieriger ist die Situation für Betroffene.
Auch weil die Therapien unfruchtbar und arbeitsunfähig machen können.

Nun wollen Mediziner verstärkt handeln.
Geheilt oder nicht?
Das erfährt Bernd Zienke in rund fünf Jahren. Eine lange Zeit für einen 22-Jährigen.
Alle drei Monate muss er sich bis dahin untersuchen lassen.
Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass er wegen Darmkrebs operiert wurde, die Chemotherapie hat er seit September hinter sich.
Zienke gehört zu den Patienten, denen eine neue Stiftung www.junge-erwachsene-mit-krebs.de
besser helfen will: jungen Menschen mit Krebs.

Zwar sind nur rund 3% aller neu diagnostizierten Krebspatienten in Deutschland von 15 - 39 Jahren alt.
Gerade diese Seltenheit aber halten die Mediziner hinter der Stiftung für tückisch.
Denn die jungen Patienten befinden sich in einer völlig anderen Lebenssituation als die meisten älteren Krebspatienten: Sie sind in der Ausbildung, wollen vielleicht bald Kinder bekommen und haben sich wohl selten mit dem Tod auseinandergesetzt.

"Mit der Diagnose konnte ich zunächst nicht viel anfangen", erzählt Zienke.
"Ich wusste, dass es etwas Schlimmes ist."
Angefangen hat es bei ihm mit leichten Bauchschmerzen, die er für eine Muskelzerrung hält.
Als ein Familienmitglied ihn eines Abends ins Krankenhaus bringt, weil er sich kaum noch bewegen kann,
wird er abgetastet und entlassen.
Am nächsten Tag geht er wieder arbeiten.
Er ist damals noch in der Probezeit, als Elektroniker für Betriebstechnik im Anlagenbau.
Auf der Baustelle packt er oft mit an.

Weil die Schmerzen anhalten, geht er schließlich zum Hausarzt, der sein Blut untersuchen lässt.
Schnell erkennen die Ärzte nun, was los ist.
Er wird operiert und ist nach zwölf Tagen wieder zu Hause.
Dort bleibt er für sieben Wochen.
Parallel zur Arbeit beginnt schließlich die Chemotherapie:
"Es wurde mit der Zeit immer unverträglicher, ich hatte immer mehr Schmerzen und wurde unkonzentrierter". Den Schraubenschlüssel, den er neben sich legt, findet er wenige Minuten später nicht wieder.

Langfristig werden nach Daten der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DHGO) mehr als 80% der jungen Krebspatienten geheilt.
Neben Kindern mit Krebs hat die Altersgruppe am längsten mit den Folgen der Anti-Tumor-Therapien zu kämpfen, wie Professor Volker Diehl aus dem Kuratorium der Stiftung für Junge Erwachsene mit Krebs sagt.

Die Folgen für Sexualität und Kinderwunsch seien häufig gravierend.
Dabei gebe es Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit zu erhalten - wenn sie denn frühzeitig aufgezeigt würden.
Die Stiftung will passgenaue Angebote schaffen: zum Beispiel Chats im Internet,
damit sich Patienten austauschen können.
Denkbar seien auch Programme, die Armut vorbeugen und bei der Rückkehr ins Berufsleben helfen.
Bernd Zienke hatte Glück: Sein Arbeitgeber hielt trotz Fehlzeiten und Ungewissheit an ihm fest.

Manche haben nach der Therapie noch lange mit schwerer Müdigkeit zu kämpfen.
Daneben leiden die jungen Patienten auch unter Einschränkungen im sozialen Bereich, haben psychische und finanzielle Problemen, wie Forscher in dem Projekt AYA-Leipzig (Adolescents and Young Adults) am Uniklinikum Leipzig herausgefunden haben.

Knapp 120 Betroffene wurden zu ihrer Situation befragt.
Projekte wie dieses gibt es hierzulande erst seit wenigen Jahren.
Ebenso selten sind spezialisierte Rehakliniken, sagt Professor Ulrich Keilholz vom Comprehensive Cancer Center der Charite-BERLIN

5 - 8 junge Krebspatienten werden dort in der Regel stationär behandelt, viele weitere ambulant.
 "Die Situation ist unbefriedigend", sagt Keilholz.
Die Patienten seien oft zwischen Pädiatrie und Erwachsenenmedizin angesiedelt:
Manche seien eher "alte Kinder", andere würden mit der Krankheit kindlicher.
Am CCCC überlege man deshalb, eine Station eigens für diese Patienten zu schaffen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2014

« Letzte Änderung: 28. Februar 2015, 09:45:32 von RalleGA »
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Diagnose Darmkrebs -

Warum ein Test jetzt wichtig ist


In Deutschland ist nach Angaben des Robert·Koch-Instituts Darmkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Männern und Frauen.
2011 z.B. starben hierzulande rund 26.000 Menschen daran.
Eine frühzeitige Diagnose und moderne, zielgerichtete Therapien können die Heilungschancen deutlich verbessern.

Neue Verfahren können helfen, einzuschätzen, welche Behandlung bei einem Patienten Erfolg verspricht.
So ist der RAS-Test bei metastasierendem Darmkrebs eine einfache, nicht belastende Methode,
um die optimale medikamentöse Therapie für den jeweiligen Patienten auszuwählen.
Dabei werden Gewebeproben des Tumors daraufhin untersucht, ob die RAS-Gene mutiert oder nicht-mutiert sind. Bei etwa 50% der Betroffenen liegen die nicht-mutierten RAS-Gene vor, man spricht vom sogenannten RAS-Wildtyp. In den Fällen besteht die Chance, dass zusätzlich zur Chemotherapie bestimmte EGFR-Antikörper wirksam sind.
Diese EGFR-Antikörper können das Wachstum von Krebszellen hemmen, deren Ausbreitung in gesundes Gewebe mindern und die Ansprache auf die Chemotherapie verbessern.
Man empfiehlt deshalb die standardmäßige Anwendung des Tests bei Darmkrebspatienten.
Es gibt flächendeckend in Deutschland zertifizierte pathologische Zentren, die den Test durchführen können.
Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Um der Gefahr von Darmkrebs möglichst frühzeitig zu begegnen, ist es wichtig,
nicht nur an den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.
Auch mögliche Warnzeichen für einen Darmtumor sollten durch einen Arzt sorgfältig abgeklärt werden.
Dazu gehören veränderte Stuhlvorgänge wie häufiger wiederkehrende Durchfälle oder Verstopfungen,
krampfartige Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Blässe, Blutarmut sowie Gewichtsverlust.                                 

Mehr Informationen dazu gibt es unter: www.mcrcbiomarkers.de .                                                                 

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ Altmark Dezember  2014

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Prostata-Tumor -

Mit Ultraschall direkt in den Krebs 


So mancher Prostatakrebs des Mannes bedarf keiner sofortigen Radikal-Operation oder Bestrahlung. Neuerdings gibt es Alternativen.
Ob Brust-, Leber- oder ein anderer solider Krebs:
Operiert wird heute meist so, dass ein Teil des gesunden Organs noch erhalten wird.

Der Prostatakrebs war bislang eine Ausnahme.
Um möglichst alle Tumorzellen zu erfassen, haben Urologen die ganze Prostata mit ihrer Kapsel entfernt.
Mögliche Nebenwirkungen sind allerdings Probleme beim Zurückhalten des Urins und Einschränkungen bei der Sexualität. Die langfristigen Nebenwirkungen durch Bestrahlung sind auch kaum besser.
Inzwischen gibt es neue Verfahren, mit denen nur der von Krebszellen betroffene Teil der Drüse behandelt werden kann.
Allerdings ist die "Fokale Therapie" nicht für jeden Patienten geeignet.

Wie andere Tumoren durchläuft auch das Prostatakarzinom verschiedene Stadien der Entwicklung.
Die gute Nachricht: Im Unterschied zu Lungen-, Pankreas- oder anderen Tumoren wird der Prostatakrebs meist in einem frühen Stadium entdeckt, indem er noch auf die Vorsteherdrüse beschränkt ist.
Dabei hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt: Je älter ein Mann ist, umso wahrscheinlicher ist es,
dass er einen Prostatakrebs hat.

Meist entwickeln sich diese Krebszellen glücklicherweise so langsam, dass sie über viele Jahre nicht in die Umgebung streuen und Metastasen bilden.
Diese Männer sterben im Lauf ihres späteren Lebens eher an anderen Krankheiten,
nicht aber am Prostatakarzinom.

Es kann aber sehr wohl aggressive Tumore auch bei Jüngeren geben, die schnell und radikal behandelt werden müssen.
Gute Urologen beraten deshalb nicht nur über die radikale Prostatektomie, sondern am besten in einer interdisziplinären Sprechstunde zusammen mit Strahlentherapeuten auch über die Alternativen wie die aktive Krebsüberwachung.
Dabei wird der Tumor in regelmäßigen Abständen mittels PSA-Messungen, Magnetresonanztomographie
und mit Biopsien (Gewebeentnahme) kontrolliert.
Das kontrollierte Abwarten ist eine Option für Patienten mit einem Niedrigrisiko-Prostatakrebs.
Je älter die Patienten sind, desto größere Zugeständnisse können Urologen an das Kontrollregime machen.
Doch längst nicht jeder Patient, der sich gründlich mit den bisherigen Alternativen
(Radikal-OP, Strahlentherapie oder Abwarten und Kontrollieren) beschäftigt hat,
ist mit den Wahlmöglichkeiten auch zufrieden.

Dank der rasanten Fortschritte der Medizintechnik in den vergangenen zehn Jahren gibt es inzwischen Möglichkeiten, einen Prostatakrebs, der noch nicht die gesamte Drüse befallen hat, zielgenau zu behandeln (Fokale Therapie).
Dabei werden Krebsherde in der Prostata gezielt ausgeschaltet. Im Einsatz sind verschiedene Techniken wie beispielsweise der hochintensive fokussierte Ultraschall (HIFU), die Elektroporation (IRE),
die Radiofrequenz-Ablation (RFA) sowie die Laser- und die Kryo-Ablation.

Fokussierter Ultraschall am meisten angewandt
Die Techniken unterscheiden sich in den Methoden, mit denen die Krebsherde zerstört werden.
Bei der "Elektroporation" sind es elektrische Ströme, bei der "Radiofrequenz- und der Laser-Ablation" elektromagnetische Wellen und bei der "Kryo-Ablation" lokal erzeugte Kälte, die zum Absterben der Krebszellen führen.

Die weltweit meisten Erfahrungen liegen mit dem hochintensiven fokussierten Ultraschall vor.
Eine unter Bildkontrolle rektal eingeführte Sonde bündelt Ultraschallwellen auf wenige Millimeter große Brennpunkte in der Prostata.
Die dabei lokal erzeugte Hitze von bis zu 80°C zerstört die Krebsherde.
Zugleich werden Harnröhre, Nervenbahnen und gesundes Prostata-Gewebe geschont.

In den vergangenen zehn Jahren konnte die Genauigkeit der Behandlung dank der Kombination von Bildern der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) und der intraoperativen Sonografie deutlich verbessert werden.
Die Magdeburger Uniklinik verfügt über eines der sieben deutschlandweit leistungsfähigsten Geräte zur lokalen Therapie mit hochintensivem Ultraschall.

Die von den Krankenkassen bezahlte "Fokale Therapie" erfolgt in Voll- oder Regionalnarkose und dauert zwischen 1-2 Stunden.
Der Patient wird für etwa 3 Tage stationär in die Klinik aufgenommen.
Um die Behandlungsqualität zu überwachen und zu kontrollieren, nehmen die Patienten an Studien oder sogenannten Anwendungsbeobachtungen mit regelmäßigen Nachkontrollen der PSA-Werte sowie Gewebeuntersuchungen mittels MRT und Biopsie teil.

Geeignet ist die "Fokale Therapie" prinzipiell für Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakrebs,
der eine geringe oder mittlere Aggressivität besitzt und nur auf einen Teilbereich der Prostata begrenzt ist.
Die Therapie ist für Männer, bei denen nach einer Strahlentherapie erneut ein kleiner Tumor aufgetreten ist (Rezidiv), auch geeignet.     

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2015

« Letzte Änderung: 07. Mai 2015, 09:47:25 von RalleGA »
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Jeder Mensch hat einen individuellen Energiebedarf. Das heißt jeder Mensch braucht unterschiedlich viele Kalorien pro Tag. Bei Untergewicht ist es häufig der Fall, dass dauerhaft zu wenige Kalorien zugeführt werden. Die Betonung liegt hierbei auf “dauerhaft”. Ein negativer Effekt ist der andauernde Gewichtsverlust und damit einhergehende Verlust der Körperkraft was dazu führen kann, dass das Immunsystem zusätzlich geschwächt wird.

Dem Gewichtsverlust kann man sich jedoch entgegensetzen. Dazu näheres hier: http://www.fortimel.de/patienten/bedeutung-ausreichender-ernaehrung/wenn-naehrstoffe-fehlen/gegensteuern-aber-wie/

Hat jemand Erfahrungen mit extrem-kalorienreicher Trinknahrung gemacht?


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Unsichtbar und doch da

Nachwirkungen einer Krebserkrankung


Für Familie und Freunde sind die Nachwirkungen einer Krebserkrankung meist nur schwer nachzuvollziehen -
denn äußerlich sichtbar sind sie ja meist nicht.
«Das soziale Umfeld glaubt, wenn die Haare wieder da sind, dann ist alles wieder in Ordnung.
Mit den Spätfolgen steht man weitgehend allein da»
,
ist die Erfahrung von Sabine Schreiber, Vorsitzende des Vereins «Leben nach Krebs! e.v.».

Die Behandlungen sind überstanden, die Prognose ist gut:
Viele Krebspatienten erleben das natürlich erst einmal als großes Glück.
Möglichst schnell versuchen sie, in den Alltag zurückzukehren - und müssen feststellen,
dass sich das schwieriger darstellt als gedacht.
Oft handelt es sich um Nachwirkungen der Behandlung, die man zunächst nicht so beachtet,
die aber trotzdem im Laufe der Zeit gravierend sein können.
Die Leistungsfähigkeit ist nicht mehr so, wie sie vorher war.- Tätigkeiten, die früher spielend zu bewältigen waren, machen viel schneller müde, alltägliche Handgriffe werden schwieriger, weil sich Füße oder Hände aufgrund von Nervenschädigungen taub anfühlen.
Es wird völlig unterschätzt, wie lange die Folgen einer Therapie nachwirken. Sabine Schreiber erinnert sich, wie sie nach 13 Monaten Leukämie-Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung schnell wieder anfing zu arbeiten, «weil ich dachte, dass ich problemlos in mein altes Leben zurückkehren könnte».
Doch nach einem Jahr musste die 40-Jährige aus Berlin feststellen: «Das geht nicht mehr so wie vorher»

Bei ihr wurde das Fatigue-Syndrom diagnostiziert, oftmals Begleiterscheinung oder Nachwirkung einer Krebserkrankung. Es äußert sich in schwerer körperlicher und geistiger Erschöpfung, die sich auch durch Erholung oder Schlaf nicht lindern lässt. Auch die psychische Belastung wird oft unterschätzt:
«Das Erleben dieser lebensbedrohlichen Situation schockiert viele.
Das zu verarbeiten, kann dauern.

Das Gefühl, dass der Krebs über einen hereinbricht, führt zu einer tiefen  Verunsicherung, manchmal auch zu Depressionen, «weil die Lebensperspektive und die Sicherheit verloren gegangen sind ».
Hinzu kommt die Angst vor der Rückkehr des Tumors.
Kompetente Hilfe zu finden, ist oft gar nicht so leicht.

Ein guter Ansprechpartner sind die Krebsberatungsstellen, die es, getragen von Wohlfahrtsverbänden,
Vereinen oder Kliniken, in vielen Städten gibt. Auch Schreiber wandte sich an die Krebsgesellschaft und bekam den Anstoß für eine Selbsthilfegruppe (SHG).
SHG können professionelle Angebote sehr gut unterstützen, weil die Ratschläge selbst Betroffener authentisch sind. Aber: «Sie sind nicht für jeden geeignet, weil manche Menschen einfach nicht mit ihrer Krankheit konfrontiert sein möchten. Denn die Berichte anderer Betroffener rufen natürlich die Erinnerung an die eigene Erkrankung und an die Ängste wieder ins Gedächtnis. Ganz bewältigen lässt sich das wohl nie, aber das Ziel ist es, wieder so viel Sicherheit zu gewinnen, dass es gelingt, wieder hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ Altmark Juli 2015
« Letzte Änderung: 14. August 2015, 10:00:56 von RalleGA »
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