Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Krebs - Fragen, Antworten, Tipps, Hilfe zur Selbsthilfe, Symptome bei Krebs  (Gelesen 119905 mal)

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Offline RalleGA

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                     Ungewollter Gewichtsverlust oft Symptom bei Krebs
 
Ein Tumor entzieht dem Körper viele Nährstoffe und dadurch auch Gewicht - das macht sich spätestens beim Blick auf die Waage bemerkbar.

Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und Übergewicht sind für rund ein Drittel aller Krebserkrankungen in Deutschland verantwortlich. Aber auch, wer nach und nach unfreiwillig zu wenig Pfunde auf die Waage bringt, kann in Gefahr sein.

Bei einigen Krebserkrankungen wie Darm-, Nieren- oder Lungen-Tumoren ist Gewichtsverlust eines der ersten Symptome: Wenn die Tumore wachsen, entziehen sie dem Körper so viele Nährstoffe, dass es zum Gewichtsverlust kommt.

Empfehlenswert  deshalb, regelmäßig Vorsorge-Untersuchungen zu nutzen.
Wer trotz gleichbleibender Lebensumstände ungewollt abnimmt, sollte direkt den Arzt aufsuchen. Ihm liefern zunächst weitere unspezifische Symptome wichtige Hinweise:
Die Rückenschmerzen lassen an die Niere denken, der morgendliche Husten an die Lunge.
Klarheit bringen dann Blutentnahmen und Ultraschalluntersuchungen.

Doch allzu oft wird der Gewichtsverlust nicht ernst genommen:
Wer verliert nicht gerne mal ein paar Kilo, ohne mühsame Diäten zu absolvieren?
Jeder zweite Patient hat schon vor der Diagnose der Krankheit deutlich Gewicht verloren, jeder sechste sogar bereits zehn Prozent seines Körpergewichtes.
Damit fehlen dem Patienten gerade nicht die Fettpölsterchen, auf die jeder gerne verzichtet, sondern wertvolle Zellen, die am Stoffwechsel und am Funktionieren des Immunsystems beteiligt sind.
Selbst wenn der Gewichtsverlust bemerkt wird - es ist schwer, ihn in den Griff zu bekommen.
Im Idealfall kann der Tumor durch einen Eingriff komplett entfernt und damit der Gewichtsverlust gestoppt werden.
Dann geht es darum, den Körper zu stabilisieren und den Verlust wieder auszugleichen.

Doch in vielen Fällen ist der Krankheitsverlauf von weiterem Gewichtsverlust begleitet.
Zum einen verursachen sehr viele Chemotherapeutika Übelkeit, Durchfall und Erbrechen.
Zwischen zwei Therapieeinheiten hat der Körper dann nicht genug Zeit, um sich zu erholen.
Er ist jedes weitere Mal geschwächter als beim vorigen Mal.
Außerdem wird eine Chemotherapie häufig von akuten Entzündungen der Schleimhaut zum Beispiel in Mund und Rachen begleitet.
Je nach Tumorart kommen krankheitsspezifische Probleme hinzu.
Bei Speiseröhren- oder Halstumoren ist der Weg, den die Nahrung passieren muss, verengt.
Die Nahrungsaufnahme bereite folglich starke Schmerzen.
Tumore der Bauchspeicheldrüse wiederum seien von Appetitlosigkeit begleitet.
Außerdem bilde der Tumor Eiweißmoleküle, die unkontrollierbaren Muskelabbau bewirken.

Auch wenn es bislang wenige Studien dazu gibt - die Fachmediziner gehen davon aus, dass der Gewichtsverlust gravierende Folgen für die Therapie hat: Zum einen muss die Dosis der Medikamente an das geringere Körpergewicht angepasst werden.
Das verlängert die Therapie und damit die Belastung für den Patienten.
Es gibt Hinweise darauf, dass Patienten mit starkem Gewichtsverlust unter deutlich mehr Nebenwirkungen leiden, dass die Therapie häufiger abgebrochen werden muss und dass der Tumor schlechter anspricht.
Zudem versterbe jeder zweite Tumorpatient heute an einer Infektion.
Und Infektionen würden erheblich durch Mangelernährung und durch Schwächung des Immunsystems begünstigt.
Gründe genug, dem Gewichtsverlust so früh wie möglich entgegenzuwirken.
Zum einen gilt es, die Ernährungsgewohnheiten zu verändern.
Durch kalorien- und eiweißreiche Nahrung kann der Organismus gestärkt werden.
Der Körper verarbeitet Fett besonders gut, deshalb sind Sahne und Butter wichtige Zutaten.
Bei vielen Patienten verändert sich das Geschmacksempfinden.
Alte Gewohnheiten dürfen und müssen umgeworfen werden.
Schließlich isst jeder eher ein bisschen mehr, wenn es schmeckt.
Zusätzlich erleichtern viele kleine, über den Tag verteilte Portionen und eine weichere Konsistenz die Nahrungsaufnahme.

Ergänzend ist die Hilfe der Medizin gefragt.
Während der Chemotherapie können parallel Medikamente verabreicht werden, die die Übelkeit reduzieren.
Auch Faktoren, welche die Nahrungsaufnahme hemmen, wie Schleimhautentzündungen, können gelindert werden.
Notfalls müsse über Trinknahrung oder künstliche Ernährung mittels einer Magensonde nachgedacht werden.

Informationen zu ungewolltem Gewichtsverlust:
www.diaetverband.de/ungewollter-gewichtsverlust

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 02/2009
« Letzte Änderung: 08. März 2009, 09:44:59 von RalleGA »
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Offline busymouse

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Re: Ungewollter Gewichtsverlust oft Symptom bei Krebs
« Antwort #1 am: 06. März 2009, 21:06:17 »
Da ist etwas Wahres dran. Ich habe in dem Jahr vor meiner Diagnose - nicht ganz unbeabsichtigt, aber ohne große Anstrengungen - 10 kg verloren.

Und dann noch dieses:

Die Frauenselbsthilfe nach Krebs hat richtig gute "soziale Infos" zusammengestellt, die teilweise nicht nur für Frauen interessant sind. Da geht es auch um Schwerbehinderung, Angebote des Gesundheitssystems, Rente, Rehabilitation, Grundsicherung, Ärztefehler, Musterschreiben und vieles mehr.

>>> Broschüre: Soziale Informationen 2009

 ;) Grüssi Birgit
« Letzte Änderung: 02. Mai 2009, 10:35:08 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline RalleGA

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                      Informationen für Krebspatienten/innen

Kosmetikseminare für Krebspatientinnen
www.dkms-life.de

Die gemeinnützige Gesellschaft DKMS LIFE bietet bundesweit kostenfreie Kosmetikseminare für Krebspatientinnen in Therapie an.
Diese finden in Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, Krebsberatungsstellen und medizinischen Einrichtungen statt.
Die Internetseite hält zahlreiche Tipps zu einem gepflegten Aussehen sowie Infofilme zu den
Themen  "Der Teint", "Augen-Make-up" und "Haare und Tücher" bereit.

Hier erfahren Sie auch die aktuellen Termine für ein Seminar in Ihrer Nähe.

Informationen zu sichtbaren Nebenwirkungen der Krebstherapie
www.Krebsinformationsdienst.de


Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet umfangreiche,
qualitätsgeprüfte Informationen über Tumorerkrankungen.
Unter dem Punkt "Leben", Unterpunkt "Belastende Symptome" finden Menschen mit Krebs unter anderem auch Informationen zum Umgang mit Haarverlust und Hautproblemen infolge einer Krebstherapie.

Broschüre "Brustkrebs und Haarverlust"
www.brustkrebs-deutschland.de


Der Brustkrebsverein Brustkrebs Deutschland e.V. ist ein unabhängiges Forum für Interessierte, Betroffene und deren Angehörige.
Neben aktuellen Informationen zur Behandlung von Brustkrebs und Erfahrungsberichten Betrofener finden Sie hier auch eine Broschüre zum Thema "Brustkrebs und Haarverlust" mit hilfreichen Tipps zu Perücken, Tüchern und Mützen zum kostenfreien Herunterladen.

Kostenfreie Krebsberatung:
0345 - 478 81 10
(Krebsgesellschaft in HALLE/Saale - Sachsen-Anhalt)
www.sakg.de/beratung
« Letzte Änderung: 23. September 2014, 10:11:45 von RalleGA »
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                           Wegweiser für Krebspatienten
kann kostenfrei angefordert werden und wird auch weltweit versandt

Wer an Krebs erkrankt ist, hat die Möglichkeit rasch alle wesentlichen Informationen
über Ansprechpartner und Hilfsangebote zu erhalten.

"Wegweiser für Krebsbetroffene" heißt eine Broschüre, die bei der
Sachsen-Anhaltinischen Krebsgesellschaft,
Paracelsusstraße 23
D- 06114 Halle,
telefonischer Kontakt (+49) 0345 – 478 8110, angefordert werden kann.

info@krebsgesellschaft-sachsen-anhalt.de
www.krebsgesellschaft-sachsen-anhalt.de


Es ist die zweite, überarbeitete Auflage.
Das Heft gibt zu Ärzten und Rechtsfragen (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht) Auskunft.
Kurz werden die Themen Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge angesprochen.

Fundquelle: „Leben mit Sport“ Ausgabe 4/2008
(Verbandszeitschrift des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes SACHSEN-ANHALT e.V.)
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                   Krebs – Fragen und Antworten

In loser Folge werden 4 Themenschwerpunkte behandelt.

Wer an Krebs erkrankt, hat viele Fragen.

                                                             
In erster Linie zu den Möglichkeiten und  Fortschritten der modernen Krebstherapie.

Doch die betroffenen Frauen bewegen daneben häufig noch ganz  andere Themen:
zum Beispiel die Zufriedenheit mit d dem eigenen Aussehen während der Behandlung.
Sich in der eigenen Haut wohlzufühlen und selbstbewusst nach draußen gehen zu können, hilft vielen Frauen im Therapiealltag.
Bei unserer "Sprechstunde" mit dem Schwerpunkt "Krebs und Schönheit"
                                            Themenschwerpunkt 1:

modernen Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs und zu einem gepflegten und weiblichen Auftritt - trotz Krebstherapie.

Frage + Antwort 1

Kann eine regelmäßige Vorsorge-Untersuchung vor Brustkrebs schützen?

Die Vorsorge-Untersuchung kann zwar das Entstehen von Krebs nicht verhindern, aber sie hilft, die Krankheit in einem frühen - meist gut behandelbaren - Stadium zu entdecken.
Eine Vorsorge-Untersuchung sollte also regelmäßig durchgeführt werden.
Die Früherkennungsprogramme umfassen die klinische Untersuchung der Brust ab dem 30. Lebensjahr sowie die Anleitung zur Selbstuntersuchung.
Ab dem 50. Lebensjahr wird zudem eine Röntgenuntersuchung der Brust durchgeführt.
Zusätzlich können regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen der Brust die Früherkennung verbessern.



Eine Krebserkrankung hat viele Aspekte.
Nächster Themenschwerpunkt: "Sprechstunde Brustkrebs" 
Nächstes Thema ist "Krebs und Sexualität".


Die „Sprechstunde“ wird wohl erst im Mai 2009 stattfinden, da ich zur stationären Reha muss.
« Letzte Änderung: 13. März 2009, 08:44:36 von RalleGA »
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Ich wollte nur mal mitteilen, dass wir ab heute Nachmittag (10.03.2009) wieder weiter verlinkt wurden.
unter:
www.krebsgesellschaft-sachsen-anhalt.de

befindet sich dieser.

Ich begrüße schon mal alle, die über diesen Link zu uns gefunden haben.

RalleGA


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Frage + Antwort 2

Welche neuen Therapieansätze gibt es?

Die "klassische" Behandlung besteht nach wie vor aus einer Kombination von Operation, Chemo- und Strahlentherapie, sowie - bei Hormonrezeptor-positiven Tumoren - einer antihormonellen Therapie.
Eine weitere Form der Behandlung bestimmter Formen von Brustkrebs ist die so genannte zielgerichtete Therapie:
Dabei werden bestimmte Merkmale und Eigenschaften von Zellen, die bei einigen Frauen mit Brustkrebs auftreten,
für die Entwicklung spezifischer Arzneistoffe genutzt.
Dazu gehören Antikörper gegen Oberflächenproteine der Krebszellen und neuerdings auch so genannte "kleine Moleküle", die - als Tablette eingenommen wichtige Signalwege der - Zellteilung hemmen.
Durch Kombination der zielgerichteten Therapien mit den konventionellen Methoden wie Chirurgie, Chemo- und Strahlentherapie konnte die Behandlung von Brustkrebs so in den letzten Jahren deutlich verbessert werden.
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Frage + Antwort 3

Ich leide unter dem so genannten ErbB2 (HER2)-positiven Brustkrebs:
Gibt es für mich besondere Behandlungsmöglichkeiten?


Speziell beim ErbB2 (HER2)-positiven Brustkrebs gibt es die so genannte zielgerichtete Therapie:
Hierzu gehört zum Beispiel eine Therapie mit Antikörpern, die per  Infusion verabreicht wird.

Seit knapp einem Jahr gibt  es nun auch eine zielgerichtete Brustkrebs-Therapie in Tablettenform,
die die Betroffenen in der Regel zu Hause einnehmen können:
Diese Behandlung wird dann eingesetzt, wenn die Patientinnen bereits bestimmte Therapien erhalten haben und es trotz Behandlung mit dem Antikörper zu einem Fortschreiten der Erkrankung kommt.
Wichtig ist und bleibt aber, dass Sie in einem ausführlichen Gespräch mit Ihrem Arzt besprechen,
welche Therapiestrategie für Sie die beste ist.
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Frage + Antwort 4

Ist die Bestimmung von Turmormarkern wichtig, wenn ich an Brustkrebs erkrankt bin?

Bei der Erstdiagnose eines Brustkrebses kann es sinnvoll sein, Tumormarker zu bestimmen.
In den meisten Fällen liegt der Tumormarker jedoch im Normbereich.
Deshalb macht es auch wenig Sinn, in der Nachsorge regelmäßig Tumormarker bestimmen zu lassen.

Anders ist es jedoch, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben.
Sollte jetzt der Tumormarker erhöht sein, so  kann man damit den weiteren Therapieverlauf verfolgen,
bzw. den Therapieerfolg überwachen.
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Frage + Antwort 5
   
Verlieren alle Frauen, die eine Krebstherapie durchmachen, ihre Haare?

Eine bekannte Nebenwirkung bei bestimmten Chemotherapien kann Haarausfall sein.
Das liegt daran, dass manche Chemotherapien auf alle sich schnell teilenden Zellen einwirken.
Neben den Krebszellen sind das zum Beispiel auch Haarwurzelzellen.

Andere medikamentöse Ansätze wie die Hormontherapie oder die
so genannte zielgerichtete Therapie haben andere Nebenwirkungen.

Welche Therapie in Frage kommt, hängt vom Stadium der Erkrankung und der Art des Tumors ab.

Ihr Arzt wird mit Ihnen über die für Sie beste und sinnvollste Therapie-Option sprechen.
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Frage + Antwort 6

Infolge der Chemotherapie habe ich auch Wimpern und Augenbrauen verloren.
Wie kann ich das mit Kosmetika geschickt kaschieren?

Fehlende Augenbrauen können Sie mit Augenbrauenpuder oder einem Augenbrauenstift nachziehen.

Für den richtigen Ausdruck ist der Verlauf der Augenbrauen wichtig:
Sie sollten zu zwei Dritteln ansteigen und zu einem Drittel abfallen.

An der Innenseite werden die Brauen fülliger gestrichelt und zum Ende hin laufen sie fein aus.
Fehlende Wimpern können Sie mit einem Eyeliner oder Kajal durch das Auftragen kleiner Punkte am Lidrand optisch ersetzen.
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Ich habe Brustkrebs:
Was ist jetzt bei der Gesichtspflege besonders wichtig?


Eine Creme mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und Fettanteil erfrischt die Haut und
erleichtert das gleichmäßige Auftragen von Make-up.
Außerdem sollten Sie während einer Chemotherapie immer einen Sonnenschutz verwenden,
da die Haut jetzt viel lichtempfindlicher ist.
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Wie decke ich Hautflecken am besten ab, ohne dabei "angemalt" auszusehen?


Zuerst sollten Sie die Hautflecken mit einem Abdeckprodukt behandeln.
Danach können Sie eine dünne Schicht Make-up auftragen, das in der Farbe Ihrem Hautton entsprechen sollte.
Transparenter Puder fixiert und mattiert das Make-up.
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Warum sollte ich während der Chemotherapie keinen Nagellack verwenden?


Weil die Medikamente die Nägel besonders brüchig und anfällig für Entzündungen machen können.
Der Nagellack könnte eventuell auftretende Entzündungen noch verschlimmern.
Besser sind Nagelcremes, mit denen die Nägel gepflegt und gestärkt werden können.

Eine Krebserkrankung hat viele Aspekte und jede Antwort sollte die Frage klären aber
zumindest zur Klärung der Frage beitragen, daher
wird wohl "die nächste Sprechstunde" erst im Mai/Juni 2009 stattfinden, da ich mich ab
15.04.2009 zur stationären Rehabilitation nach BLANKENBURG/Harz begeben werde.

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Früherkennung Gebärmutterkrebs

Spätere Zuzahlungen vermeiden


Der Gesetzgeber hat seit längerem festgelegt, dass Versicherte Zuzahlungen im Kalenderjahr höchstens
bis zu ihrer individuellen Belastungsgrenze leisten müssen.
Diese ist auf 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt festgelegt.
Für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind,
beträgt sie lediglich 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt.

Dazu wichtige Informationen
Frauen, die in der Zeit vom 01.01.1989 bis 31.12.1989 geboren sind, können diese geringere Belastungsgrenze (1 %)
nur dann in Anspruch nehmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Bei einer späteren Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs (Zervix-Karzinom) müssen sie nachweisen,
dass sie an einer ärztlichen Beratung über die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs teilgenommen haben.
Ab dem Alter von 20 Jahren können Frauen diese Beratung frühestens nutzen.
Sie haben zwei Jahre Zeit für die Inanspruchnahme.
Nur wenn in dieser Zeit eine Beratung durchgeführt wird, kann später die Belastungsgrenze von 2 % auf 1 % gesenkt werden!
 
Beispiel:
Versicherte geboren am                                                                              05. März 1989
Beratung über die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs möglich ab        05. März 2009
Beratung muss erfolgen bis                                                                         05. März 2011
 

Ein Nachweis der ärztlichen Beratung erfolgt über einen sogenannten Präventionspass oder eine formlose Bescheinigung.
Die Ausstellung erfolgt für die Versicherte kostenfrei.
Versicherte mit schweren psychischen Erkrankungen oder mit schweren geistigen Behinderungen sind von der Pflicht zur Beratung ausgenommen.
Dies gilt ebenso für Versicherte, die bereits an Gebärmutterhalskrebs leiden.
Bei Fragen sollte Ihnen ihre Krankenkasse weiterhelfen können.


Fundquelle: Energie – BKK Mitgliederzeitung 01/2009

« Letzte Änderung: 07. April 2009, 13:06:48 von RalleGA »
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