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Autor Thema: Thematik: RHEUMA - u.a. Infos zu Rheuma bei Kindern und vieles mehr  (Gelesen 6571 mal)

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Offline busymouse

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PRINTO ist ein 1996 von 14 europäischen Ländern gegründetes gemeinnütziges internationales öffentliches Forschungsnetzwerk, dem jetzt 43 Länder in Europa und außerhalb Europas angehören.
PRINTO Ziel ist es, Forschung im Bereich der Kinderrheumatologie zu fördern, zu erleichtern und zu koordinieren.

Die Seite ist aufgeteilt in drei Bereiche:

Der erste Abschnitt,

genannt Information möchte die Eltern (und Jugendlichen) über die wichtigen Merkmale der häufigsten kinderrheumatologischen Erkrankungen informieren (Was ist das, worin besteht die Behandlung?).

Im zweiten Abschnitt,

genannt Zentren, finden Sie die Adressen von kinderrheumatologischen Zentren,
deren Ärzte Mitglieder von PRINTO und/oder PRES sind.
Diese Liste wird regelmäßig erneuert und ist nicht unbedingt vollständig.

Im dritten Abschnitt,
genannt Familie, finden sie die Adressen von Selbsthilfeorganisationen, mit denen Sie in Kontakt treten können:

PRINTO - Paediatric Rheumatology International Trials Organisation
« Letzte Änderung: 07. Juni 2013, 14:01:13 von RalleGA »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

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Re: Infos zu rheumatischen Erkrankungen bei Kindern
« Antwort #1 am: 10. April 2010, 14:49:32 »
Rheumakranke Kinder:

Behindertenausweis rasch beantragen
     

Ein Schwerbehindertenausweis kann rheumakranken Kindern das Leben erleichtern, denn mit ihm sind steuerliche Vergünstigungen verbunden. Außerdem darf der Inhaber öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen.

Eltern sollten ihn bei entsprechendem Krankheitsverlauf ihres Nachwuchses möglichst frühzeitig beim Versorgungsamt beantragen, rät die Deutsche Rheuma-Liga in Bonn.
Die damit verbundenen Erleichterungen könnten helfen, die mit der chronischen Erkrankung verbundenen Belastungen auszugleichen.
Jugendlichen könne der Schwerbehindertenausweis die Suche nach einem Job oder nach einem Ausbildungsplatz erleichtern. Das gelte immer dann, wenn Firmen bei gleicher Qualifikation schwerbehinderte Bewerber bevorzugen, erklärt die Rheuma-Liga. Darüber hinaus erhöhe sich der jährliche Urlaubsanspruch, und gegebenenfalls sinke die tägliche Arbeitszeit.

Fürchten Arbeitnehmer dagegen Nachteile, müssten sie die Schwerbehinderung nicht zwingend dem Arbeitgeber mitteilen. Wer die mit dem Ausweis verbundenen Vergünstigungen im Job nicht in Anspruch nehmen möchte, müsse die Schwerbehinderung nicht in jedem Fall angeben, so die Rheuma-Liga. Beeinträchtigt die Behinderung jedoch die Leistungsfähigkeit oder die Berufsausübung, ist der Arbeitgeber zu informieren.

Interessierte können von 15. bis 21. April auf der Webseite der Rheuma-Liga unter
www.rheuma-liga.de/forum    Fragen an Experten stellen.

Zudem kann im Internet das Infoblatt "Der Schwerbehindertenausweis bei rheumatischen Erkrankungen"
heruntergeladen werden.

Infos zum Schwerbehindertenausweis:
www.dpaq.de/rheuma_liga_schwerbehindertenausweis
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Infos zu rheumatischen Erkrankungen bei Kindern
« Antwort #2 am: 02. Juni 2010, 09:53:50 »
Reha bei Rheuma:

 Konditionstraining statt Schonen                        
       
www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,23537/ticket,g_a_s_t   

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Re: Infos zu rheumatischen Erkrankungen bei Kindern
« Antwort #3 am: 15. September 2011, 09:38:21 »
So erkennen Eltern Rheuma bei Kindern                                                                        

Geschwollene und sich heiß anfühlende Gelenke bei Kindern können auf Rheuma hinweisen.
Typisch ist auch, dass den Beschwerden kein Unfall vorangegangen ist.
Darauf weist die Kinder-Rheumastiftung in Garmisch-Partenkirchen hin.

Erste Anzeichen von Rheuma bei Kindern erkennen:                                                                       
In einer Broschüre hat die Kinder-Rheumastiftung zehn Fragen aufgelistet, die Eltern helfen sollen, Rheuma so früh wie möglich zu erkennen.
Oft sei ihnen gar nicht bewusst, dass auch Kinder diese Krankheit bekommen können.
Klagen Kinder über Fersen- oder Rückenschmerzen, sollte das ebenfalls von einem Arzt abgeklärt werden.
Wenn kleine Kinder eine stärkere und längere Belastung ihrer Gelenke vermeiden und beispielsweise beim Spazierengehen getragen werden wollen, kann dies Anzeichen für Rheuma sein.

mehr unter:

Checkliste für Eltern zum Download (pdf)   

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME“ – Mai 2011                                         
« Letzte Änderung: 15. September 2011, 20:37:12 von busymouse »
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Rheuma und andere Erkrankungen im Arbeitsleben                                                                                          

Eine aktuelle Broschüre der Deutschen Rheuma-Liga zeigt, wie junge Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung den Weg in den Beruf finden.
Die Broschüre "Jobs und mehr - finde deinen eigenen Weg" erklärt, wie an Rheuma Erkrankte den passenden Job finden, wie man sich in einem Bewerbungsgespräch am besten verhält und was man tun kann, wenn sich der gesundheitliche Zustand verändert.
Diese und über 200 andere Veröffentlichungen finden Sie in REHADAT mit dem Schlagwort Rheuma.
Mehr Informationen zum Thema Rheuma finden Sie in REHADAT über die Globale Suche, z. B. Hilfsmittel, Praxisbeispiele, Adressen oder Forschungsprojekte.

Wenn Sie sich einen Überblick darüber verschaffen wollen, zu welchen Erkrankungen REHADAT sonst noch Literaturhinweise sammelt, benutzen Sie am besten die "Literatursuche nach Themen" und dort den Unterpunkt "Behinderungen / Chronische Erkrankungen".

Aktuell finden Sie dort knapp 6.000 Literaturhinweise.

Schlagwort Rheuma
Hilfsmittel, Praxisbeispiele, Adressen oder Forschungsprojekte
« Letzte Änderung: 01. April 2012, 15:08:56 von RalleGA »
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Re: Thematik: RHEUMA - u.a. Infos zu rheumatischen Erkrankungen bei Kindern
« Antwort #5 am: 25. Oktober 2012, 09:52:47 »
Schwanger trotz Rheuma

Frauen, die Rheuma haben, müssen sich heute nicht mehr zwangsläufig von ihrem Kinderwunsch verabschieden:
Dank guter Behandlungsmöglichkeiten, können die meisten Frauen heute trotz Rheuma ein Kind bekommen. Trotzdem gelte es einiges zu beachten.
Grundlage für eine möglichst beschwerdefreie Schwangerschaft sei zunächst das Gespräch mit dem Rheumatologen:
Man sollte den günstigen Zeitpunkt für eine Schwangerschaft abpassen, nämlich dann,
wenn die Erkrankung so gut wie möglich behandelt ist und dadurch die Krankheitsaktivität am geringsten ist.
Auch Aufklärung in puncto Medikamente sei zwingend nötig:
Es gibt Medikamente, die möglichst schon Monate vor Beginn einer Schwangerschaft abgesetzt und durch andere ersetzt werden sollten.
Ein Blick auf die Medikamente empfiehlt sich auch, „wenn der Storch einfach nicht vorbeikommen will“:
Kortisonfreie Rheumamittel können gelegentlich, den Eisprung verhindern und sollten bei unerfülltem Kinderwunsch zumindest rund um die fruchtbaren Tage nicht genommen werden.

Nähere Informationen unter:
www.rheuma-liga.de Rubrik „Krankheitsbilder/Mittleres Alter“

Fundquelle: „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark August 2012

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Rheumapatienten haben höheres Herzinfarkt-Risiko

Von Rheuma betroffene Menschen sind leider auch von anderen Erkrankungen
wahrscheinlicher betroffen als gesunde Menschen.

So ist aufgrund gefährdeter Blutgefäße auch das Risiko für Herzinfakte und Schlaganfälle größer.
Rheumapatienten haben ein zweimal so hohes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko wie gesunde Menschen.

Beim sogenannten Gelenkrheuma greift die körpereigene Abwehr gesundes Gewebe an -
in erster Linie sind die Knochen betroffen.
Allerdings geht damit eine Entzündungsreaktion im ganzen Körper einher,
die auch die Blutgefäße in Mitleidenschaft zieht.
Unbehandelt kann Rheuma so lebensgefährlich werden.
Medikamente dämmen das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ein.

Siehe auch unter:
Pressemeldung der DGIM    

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2013

« Letzte Änderung: 07. Juni 2013, 14:07:33 von RalleGA »
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Re: Thematik: RHEUMA - u.a. Infos zu Rheuma bei Kindern und vieles mehr
« Antwort #7 am: 15. September 2013, 17:45:03 »
Bei Morbus Bechterew kann Hanteltraining sinnvoll sein

Chronische Schmerzen und ein Rücken, der sich zunehmend versteift:
Morbus Bechterew ist eine Rheumaerkrankung.

Eine neue Studie ergab, dass Betroffene ihre Beschwerden mit einem speziellen Hanteltraining lindern können.
Bei der Rheumaerkrankung Morbus Bechterew trägt nicht nur die bisher empfohlene Aquagymnastik dazu bei,
die krankheitstypische Steifheit zu lindern.
Auch ein sogenanntes progressives Bewegungstraining mit Hanteln auf einem Gymnastikball könne helfen.
Man beruft sich auf eine neue Studie, wonach diese Art der Aktivität Patienten beweglicher macht
sowie Funktion und Kraft ihrer Muskeln verbessert.
Die Gymnastik sei eine empfehlenswerte Ergänzung oder Alternative zum Wassersport.

Für die Studie mussten 30 Teilnehmer zweimal pro Woche acht Übungen mit Kurzhanteln auf dem Ball machen,
zum Beispiel Rudern oder in die Hocke gehen.
Alle vier Wochen wurden die Gewichte erhöht.
Nach 16 Wochen konnten die Patienten einen Test zur körperlichen Belastbarkeit besser absolvieren
als die 30 Patienten in der Kontrollgruppe, die nicht auf dem Ball Gymnastik gemacht hatten.

Morbus-Bechterew-Patienten haben chronische Schmerzen, die mittleren und unteren Gelenke
ihrer Wirbelsäule versteifen sich immer mehr.
Besonders stark sind die Beschwerden Edelmann zufolge nach Ruhephasen,
durch Bewegung lassen sie etwas nach.
Das Problem sei allerdings, dass die Betroffenen durch die zunehmende Versteifung immer unbeweglicher werden.
Dadurch falle es ihnen schwer, ihre Beschwerden durch Bewegung zu lindern.
Morbus Bechterew wird auch als versteifende Wirbelentzündung oder
ankylosierende Spondyloarthritis (SpA) bezeichnet.


mehr Infos zu Rheumaerkrankungen

Abstract Studie

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2013 
« Letzte Änderung: 15. September 2013, 17:49:20 von RalleGA »
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Re: Thematik: RHEUMA - u.a. Infos zu Rheuma bei Kindern und vieles mehr
« Antwort #8 am: 24. Oktober 2013, 08:51:27 »
Sport tut Kindern mit Rheuma gut -

solange sie schmerzfrei sind


"Du solltest besser keinen Sport machen."
Diesen Satz kennen wahrscheinlich viele Kinder, die an Rheuma leiden.
Dabei stimmt er gar nicht.
Mit den richtigen Voraussetzungen tut den Kindern Sport sogar gut.

Voraussetzung für alle sportlichen Aktivitäten ist aber, dass die Entzündungen an den Gelenken und mögliche Gelenkschwellungen zurückgegangen sind und das Kind keine Schmerzen mehr hat.
Der Hinweis kommt vom Bereich der Kinder-Rheumatologie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg.
Dann sind nach wie vor die klassischen Sportarten Schwimmen und Radfahren.
Denn hierbei werden die Gelenke relativ wenig beansprucht.
Aber auch auf Fußball, Handball oder Fechten müssen die Kinder nicht zwangsläufig verzichten,
nur weil sie Rheuma haben.
Wichtig sei, dass sie gemeinsam mit dem Arzt besprechen, was sie machen wollen.
Dann können sie ausprobieren, inwieweit es mit dem Sport funktioniert.
Tipp: "Sei ehrlich genug: Wenn es schmerzt, dann lass' es."
Generell helfe der Sport, dass die Beweglichkeit der Gelenke erhalten bleibe.
Außerdem tue er dem Selbstbewusstsein der jungen Patienten gut.

Als No-gos in Sachen Bewegung gibt nur wenige Sportarten.
"Wettkampfmäßiges Trampolinspringen oder Fallschirmspringen", z. B. Kickboxen ist auch nicht das,
was man Rheumapatienten empfiehlt.
Insgesamt schrumpfe die Liste mit den No-go-Sportarten aber.
Kinder mit Rheuma müssen wegen ihrer Krankheit auch nicht auf den Sportunterricht in der Schule verzichten.
Der Arzt kann ihnen zum Beispiel eine Bescheinigung mit dem langen Titel "Teilnahme am Sportunterricht im Rahmen der selbstbestimmten Leistungsfähigkeit" ausstellen.
Damit haben die Kinder die Möglichkeit, am Unterricht teilzunehmen, wenn sie keine Schmerzen haben und auszusetzen, wenn sie in einer akuten Phase stecken.
Auf eine Note wird dann meist verzichtet.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2013

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Rheuma ergänzt Schuppenflechte -

Mit Schuppenflechte ist es nicht genug:
Viele Patienten bekommen zusätzlich noch Rheuma.
Die sogenannte Psoriasis-Arthritis tritt etwa bei jedem zehnten Schuppenflechte-Betroffenen auf.
Diese frühzeitig zu erkennen, ist sehr wichtig: Denn sie ist mit Medikamenten gut behandelbar,
Unerkannt aber wird das Gelenk mit der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen.
Die Psoriasis-Arthritis macht sich unter anderem bemerkbar durch Gelenk-, Sehnenscheiden-, Knochen und Wirbelsäulenentzündungen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  April 2016
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Re: Thematik: RHEUMA - u.a. Infos zu Rheuma bei Kindern und vieles mehr
« Antwort #10 am: 31. Januar 2017, 09:39:23 »
Schwanger trotz Rheuma

Frauen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung erfüllen sich aufgrund ihrer Krankheit seltener ihren Kinderwunsch. Denn bei ihnen kann eine Schwangerschaft problematischer verlaufen als bei gesunden Frauen.

Was die medizinische Betreuung erschwert:
Noch immer ist die Datenlage zu den Risiken der oftmals notwendigen medikamentösen Therapie unzureichend.
Rhekiss, das bundesweit erste Register für „Rheuma-Kinderwunsch und Schwangerschaft“; will das ändern.
Durch die konsequente Dokumentation des Krankheitsverlaufs vor, während und nach der Schwangerschaft sowie der Entwicklung in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes sollen das Wissen und damit die Beratung von Rheumatikern mit einem Kinderwunsch verbessert werden.
Die Aussagekraft der so entstehenden Datenbasis wächst mit der Zahl der Registrierungen.
Deshalb sollten Rheuma-Patientinnen, die schwanger werden wollen oder es schon sind,
ihren behandelnden Rheumatologen gezielt auf rhekiss ansprechen.

Fundquelle: Auszug – „BARMER- Versichertenmagazin“ 1/2017
« Letzte Änderung: 31. Januar 2017, 09:40:56 von RalleGA »
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Rheumatiker sollten regelmäßig ihr Herz untersuchen lassen

Menschen mit Rheuma kümmern sich häufig in erster Linie um ihre Gelenke und darum, ihre Schmerzen in den Griff zu bekommen. Sie haben jedoch auch ein erhöhtes Risiko, z.B. einen Herzinfarkt zu erleiden.
Dagegen können und sollten sie vor allem selbst etwas tun.
Rheumatiker haben ein deutlich höheres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.
Alle fünf Jahre sollte ihr Risiko vom behandelnden Arzt erfasst werden.

Bei Menschen mit Rheuma können Entzündungsprozesse im Körper auch das Herz-Kreislauf-System belasten.
Manchmal ist auch das Herz selbst von der Erkrankung betroffen. Bekommt der Patient dauerhaft ein hoch dosiertes Cortison-Präparat, erhöht dies das Risiko z.B. für einen Herzinfarkt zusätzlich.
Es ist deshalb wichtig, dass Cortison möglichst nicht auf Dauer in Dosen von mehr als sieben bis acht Milligramm Prednison verabreicht wird. Bei Patienten, deren Erkrankung nicht so leicht in den Griff zu bekommen ist,
hätten sogenannte TNF-Blocker eine positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System.
Laut einer schwedischen Studie hatten Patienten mit Rheumatoider Arthritis, bei denen diese Medikamente gut wirkten, kein erhöhtes Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen mehr.
Neben der richtigen Medikation schützt jedoch ein gesunder Lebensstil das Herz am besten.

Für Rheumatiker gilt eigentlich das gleiche wie für gesunde Menschen:
Sie sollten nicht rauchen, sich viel bewegen und mit gesunder Mittelmeerkost ernähren -
also viel Gemüse, Obst, Fisch und pflanzliche Öle zu sich nehmen.

Leider verlören Ärzte und Patienten dies angesichts der Erkrankung manchmal aus den Augen.
Der behandelnde Rheumatologe sollte zufolge alle fünf Jahre den Lipidstoffwechsel mithilfe einer Blutabnahme kontrollieren, den Blutdruck messen und einen Standard-Fragenkatalog zum Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung abarbeiten. So lassen sich einzelne Risiko-Faktoren früh erkennen - und behandeln. 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2017
« Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 10:20:30 von RalleGA »
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beim Cortison ist Dosierung wichtig

Wenn Patienten hören, dass sie Cortison nehmen sollen, geraten sie häufig in Panik.
Doch die Angst vor dem Medikament ist oft unbegründet.
Wenn manche erzählen, was für Pillen sie an jeden Tag nehmen, erntet sie im besten Fall ungläubige Blicke.
Die meisten schlagen die Hände über dem Kopf zusammen.

Diagnose: Rheuma

Seit mehr als 30 Jahren versorgt sie ihren Körper mit einem der stärksten Wirkstoffe, der je entdeckt wurde:
mit Cortison – oder besser gesagt mit Glucocorticoiden.
So heißen die künstlich hergestellten Hormone nämlich richtig.
Viele Patienten, die ein Glucocorticoid -Präparat verschrieben bekommen, haben Angst,
davon z.B. dick zu werden. Eine Sorge, die jedoch nicht immer begründet ist.
Glucocorticoide zählen zu den wirksamsten Entzündungshemmern, die die Medizin kennt.
Zu den Präparaten, die lokal angewendet werden, zählen Nasensprays, Hautcremes oder Asthmasprays.
Wer solche Medikamente verordnet bekommt, etwa gegen allergischen Schnupfen oder Neurodermitis, muss sich keine Sorgen machen. Die Ängste stammen noch aus früheren Zeiten, wo Glucocorticoide in hohen Dosierungen verwendet wurden und entsprechend starke Nebenwirkungen hatten. In der Regel gelangt der Wirkstoff bei lokaler Anwendung gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen in den Blutkreislauf.

Bei Daueranwendungen gibt es Nebenwirkungen
Bei Cremes kann bei sehr großflächiger und lange dauernder Anwendung allerdings die Haut dünn werden.
Normalerweise wirken Glucocorticoide jedoch schnell.
Entsprechend rasch kann der Patient aufhören, das Produkt zu verwenden.

Wird Asthma mittels eines Cortison Sprays therapiert, sollte man, nach jeder Anwendung die Zähne zu putzen und etwas zu trinken. „Die Tröpfchen setzen sonst auch im Mund die Immunabwehr herab.
Dann können unangenehme Pilzinfektionen auftreten.
Bei vielen Patienten werden Glucocorticoide aber auch in Tablettenform angewendet.
Das bedeutet, dass der Wirkstoff ins Blut gelangt.
Bei Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis (RA) richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Betroffene  quälen oft, seit der Kindheit, bohrende Schmerzen in all ihren Gelenken.
Manche mussten schon ausgetauscht werden, weil sie so stark beschädigt waren.
Damit nicht noch mehr kaputtgeht, bekommt sie seit vielen Jahren Glucocorticoide.
Vor einigen Wochen brach jedoch das Wadenbein, ohne dass sie irgendwo gegengestoßen wäre.
Der Grund ist eine Nebenwirkung der Therapie: brüchige Knochen.
Anders als manche anderen Entzündungshemmer sind Glucocorticoide in der Lage, direkt in die Körperzellen zu gelangen. Sie heften sich an einen im Zellinneren gelegenen Rezeptor, eine Art Wächter der Zelle. Gemeinsam mit ihm gelangen sie als Komplex in den Zellkern – und beeinflussen dort, wie die Erbinformation abgelesen wird.
Konkret halten sie Körperzellen davon ab, Entzündungsmediatoren zu bilden.
Gleichzeitig helfen sie dem Körper, selbst Entzündungen zu hemmen.
Aber: Leider verändern Glucocorticoide nicht nur Entzündungsprozesse, sondern greifen z.B. auch in den Stoffwechsel ein – daher haben sie Nebenwirkungen.

Anwendungsfeld Diabetes

Neben Osteoporose können Patienten, die über einen längeren Zeitraum Glucocorticoide nehmen müssen, einen Diabetes mellitus entwickeln. Andere bekommen Probleme mit den Augen – z.B. einen Grauen oder Grünen Star.
Weil das Immunsystem heruntergeregelt wird, sind die Patienten zudem Infektanfälliger.
Auch das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen ist erhöht.
Die größte Angst haben Patienten allerdings vor einer Nebenwirkung, die eigentlich nicht gefährlich ist:
dem sogenannten Cushing-Syndrom.
Betroffene nehmen vor allem in der Körpermitte zu und bekommen unter anderem ein Vollmondgesicht und einen Stiernacken. Diese äußerlichen Veränderungen können sehr belastend sein.
So wie bei allen anderen Medikamenten gilt aber auch hier:    Die Dosis macht das Gift.
5 Milligramm des gängigsten Präparates Prednisolon pro Tag helfen bei den meisten Menschen mehr,
als sie schaden. Nimmt jemand allerdings länger als ein halbes Jahr lang mehr als 10 Milligramm, richte das meist mehr Schaden an, als es nutzt.

Aussage zu; Wird langfristig mit Glucocorticoidpräparaten behandelt.
„Dass ich überhaupt morgens aus dem Bett komme, dass ich arbeiten gehe und mich auch mal mit Freunden treffen kann, verdanke ich diesem Wirkstoff“.
Mögliche Nebenwirkungen nimmt man dafür in Kauf. 
Patienten, die so regelmäßig Glucocorticoidpräparate nehmen müssen, können jedoch auch selbst etwas tun, um unerwünschte Wirkungen einzudämmen. Osteoporose etwa beugen Betroffene vor, wenn sie sich kalziumhaltig ernähren und viel Sport treiben: „Kalzium ist in Milchprodukten und Fisch enthalten. Auch Vitamin D ist wichtig für die Knochen. Dafür sind fetter Seefisch und Avocados ein guter Lieferant.
Außerdem wandelt die Haut UV-Strahlung in Vitamin D um.

Tipp: mindestens 30 Minuten täglich rauszugehen, am Wochenende auch mehr.
Wichtig sei auch, nicht zu rauchen – Zigarettenrauch erhöht nicht nur das Risiko an Rheuma zu erkranken,
sondern verschlimmert die Krankheit.                                                   

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2017 
               
« Letzte Änderung: 17. Mai 2017, 12:01:30 von RalleGA »
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Re: Thematik: RHEUMA - u.a. Infos zu Rheuma bei Kindern und vieles mehr
« Antwort #13 am: 05. Oktober 2017, 10:18:30 »
Krankheit Morbus Bechterew -

Was ist das eigentlich genau und wie äußert sich die Erkrankung?


Morbus Bechterew, für Mediziner auch „Spondylitis ankylosans“, ist eine unheilbare Autoimmunerkrankung,
welche vorrangig die Gelenke der Wirbelsäule betrifft und immer weiter fortschreitet.     
Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) schätzt, dass es in Deutschland etwa 350.000 Betroffene gibt.

Ursache: Wie entsteht Morbus Bechterew?     
Zunächst entzünden sich die Gelenke der Wirbelsäule, die Wirbelkörper, die Bänder und die Bandscheiben.
Im weiteren, fortgeschrittenen Verlauf kommt es zu knöchernen Verwachsungen, die eine Versteifung der Wirbelsäule zur Folge haben können.   

Genetische Faktoren scheinen bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle zu spielen:

So leidet auch Christine Neubauers Vater nach ihrer Aussage an Morbus Bechterew.
Die genaue Ursache der Erkrankung ist bis heute allerdings noch ungeklärt.
Der DVMB zufolge muss offenbar eine erbliche Veranlagung mit einer Infektion zusammenkommen,
um die Krankheit auszulösen.

Mehr unter:   DVMB

Fundquelle: Auszug – „Naumburger Tageblatt“ - Juli 2017
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2017, 10:22:04 von RalleGA »
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Re: Thematik: RHEUMA - u.a. Infos zu Rheuma bei Kindern und vieles mehr
« Antwort #14 am: 16. April 2018, 13:03:39 »
Rheuma

Wann ist ein neues Gelenk sinnvoll?


Moderne Medikamente, Bewegung und gesunde Ernährung können bei Rheuma in vielen Fällen eine Zerstörung der Gelenke verhindern. Manchmal hilft allerdings nur noch eine Prothese.

Fundquelle: NDR - Visite 27.03.2017               
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