Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport  (Gelesen 69606 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.201
  • Ich bin: : selbst betroffen
Re: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport
« Antwort #150 am: 23. September 2018, 12:07:23 »
Sport und Datenschutz

Augen auf beim Kauf von Wearables


Ständig vernetzt zu sein, auch beim Sport, darauf setzen immer mehr Deutsche.
Mit Wearables wie Fitnessarmbändern oder Smart Watches ist das problemlos möglich - jedoch nicht ganz ohne Risiko.
Da Wearables persönliche Daten sammeln, sollten Verbraucher einige Dinge beachten.
So ist z.B. die Eingabe von Gewicht und Alter des Nutzers unabdingbar, damit die Geräte korrekte Messwerte
- Puls, verbrauchte Kalorien und vieles mehr - ausweisen. 

Diese Daten überspielen die Geräte per Bluetooth auf eine Smartphone-App und oftmals auch direkt auf den Server des Anbieters.
Dieser Vorgang ist sehr kritisch zu sehen.
Die Unternehmen erhalten wertvolle Daten für personalisierte Werbung oder gar den Verkauf an Drittfirmen.

Wer seine Daten für sich behalten und nicht teilen möchte, sollte sich für ein Gerät entscheiden,
das auch ohne Verbindung zum Anbieter funktioniert.

Eine Datenschutzerklärung muss bei einem neuen Gerät auf jeden Fall vorliegen.
Im besten Fall erfüllt der Anbieter sogar schon die neue Europäische Datenschutz-Verordnung(EU-DSGVOJ.
 
Für zusätzliche Sicherheit sorgen auch Zertifikate wie Protected Privacy IoT Product und Protected Privacy IoT Service vom TÜV Rheinland.
Wenn Verbraucher auf den Schutz ihrer Daten achten, können die Fitnessgeräte ein tolles Tool für Sportler sein.
Allerdings sollte man die errechneten Werte entspannt sehen und sich nicht davon unter Druck setzen lassen.
Die Geräte sind schon recht zuverlässig, aber ihre medizinische Aussagekraft ist nur begrenzt.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ März 2018

« Letzte Änderung: 23. September 2018, 12:08:59 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.201
  • Ich bin: : selbst betroffen
Wie Crossfit das Zirkeltraining aufmotzt

Die Crossfit-Macher haben das eingestaubte Zirkeltraining neu erfunden.
Um die Wette und zu lauter Musik ist das Turn- und Gewichtetraining geradezu spektakulär.
Doch die Fitness-Rekordjagd birgt Risiken.

Ihr Trainer macht unmissverständliche Bewegungen, um mich von meiner Wasserflasche zu vertreiben,
"weil jetzt keine Pause ist". Pause ist beim heutigen Crossfit "Workout of the Day" nämlich erst nach 15 Minuten. Das muss reichen.     

Dann geht es mit 15 Minuten hochintensiven Bewegungsabfolgen weiter:
Rudern, Liegestützen und Squats, jeweils 60 Sekunden lang im Wechsel.
Dazu dröhnt laute Techno-Musik aus den Lautsprechern der ehemaligen Auto-Werkstatt, so ist das heute.
Crossfit ist zwar nichts weiter als eine Spielart des Zirkeltrainings – der Rahmen ist jedoch ein ganz anderer.
Statt im Fitnessstudio trainiert man in der Box.
In der Regel trifft sich eine kleine Gruppe von bis zu 15 Personen und übt gemeinsam unter den Augen eines Trainers ein vorgegebenes Programm aus.   

Die einstündigen Kurse beginnen mit kurzen Aufwärmübungen, dann wird das Programm besprochen.
Die Übungsabfolgen sind zusammengesetzt aus Turnübungen, Gewichtetraining und Eigengewichtsübungen und werden auf Zeit ausgeübt. Crossfit dient nicht nur der Fitness, Crossfit ist auch eine Wettkampfdisziplin. Sogar Weltmeisterschaften gibt es.

Grund der Begeisterung: Crossfit ist sehr kompetitiv.

"Das entspricht dem Zeitgeist. Die Menschen wollen sich miteinander messen."   
Dass die Übungen fit machen, bestreitet wohl keiner.
Doch zwei Kritikpunkten muss sich die Crossfit-Bewegung immer wieder stellen:
Die Verletzungsgefahr ist laut Kritikern hoch - nicht zuletzt, weil der Wettbewerb untereinander Überanstrengung fördert.
Und: Die Trainer sind oft unzureichend ausgebildet.

Das Programm eher kritisch betrachten, denn die Übungen sind sehr komplex.
Der Trainer müsste diese sehr gut beaufsichtigen und begleiten.
Ausreichende Fachkenntnis dafür wird vom Lizenzgeber aber nicht verlangt.
Die Lizenz darf erwerben, wer einen zweitägigen Kurs macht und anschließend über das Level-1-Zertifikat des Mutterunternehmens in Santa Cruz (USA) verfügt.   

„Crossfit-Trainer“ halten dagegen: Wer überanstrengt ist, könne selbstverständlich jederzeit pausieren.
Doch: Laute Musik, das Training in der Gruppe, Teamplayer-Gesten wie gegenseitiges Abklatschen – man kann sich vorstellen, dass Schwäche zeigen schwerfällt.
Blutigen Anfängern, auch wenn sie körperlich keine Einschränkungen haben.
Das Programm ist nicht als Einsteigersportart zu empfehlen. Grundsätzlich sei ein leicht fortgeschrittener Trainingszustand günstig.

Die Sportmedizin betont: "Crossfit ist keine Anfängersportart, dazu animiert es zu sehr zur hochintensiven Belastung."
Es sei extrem wichtig, die Übungen technisch sauber auszuführen. Denn gerade, wenn die Kraft nachlässt, steige auch die Verletzungsgefahr. In Bezug auf den Freizeit- und Breitensportbereich empfiehlt er auf maximal ein Drittel Crossfit-Einheiten in der Woche zwei Drittel Einheiten moderates Ausdauertraining.

Man sieht Crossfit nicht per se negativ, denn: Es motiviert und man muss zugeben:
Das Programm ist vielseitig und abwechslungsreich.
Wer fit ist, mit Verstand trainiert und Spaß daran hat, bei dem spricht nichts dagegen.
Spaß gilt beim Sport ohnehin ja als Schlüsselfaktor für den Erfolg.

Crossfit Erhebung von 2015

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2018

« Letzte Änderung: 19. Oktober 2018, 10:20:57 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.201
  • Ich bin: : selbst betroffen
Re: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport
« Antwort #152 am: 08. November 2018, 09:49:03 »
Laufen 

Eine Frage des Gefühls


Laufen ist als Sport sehr beliebt.
Doch sollte einiges beachtet werden. Das richtige Schuhwerk ist dabei sehr wichtig.

Unter dem Motto „Laufschuhe an und los"
Fragen und Antworten: Angesichts der vielen verfügbaren Modelle gleicht das Finden des idealen Schuhs der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen.
Worauf kommt es an?
Trotz der großen Auswahl und trotz aller technischen Komponenten ist es doch recht einfach.
Die wichtigsten Kriterien sind die Passform und das Tragegefühl.
Dabei geht es um das gute Gefühl, das sich beim Tragen einstellen sollte.

Was raten Sie speziell Einsteigern beim Schuhkauf?
Sie können sich eine Brücke bauen, indem sie bereits vorhandene Sportschuhe zum Kauf mitnehmen und sie zum Vergleich nutzen.
Über das Probieren neuer Modelle und dem Aussortieren kommt man zum idealen Laufschuh.
Ratsam ist immer eine Beratung in einem Fachgeschäft. Die Mitarbeiter kennen sich aus, können z.B. abgestimmt auf das Körpergewicht des Läufers eine Vorauswahl treffen und helfen beim Einstieg.
Im Frühjahr locken auch Discounter mit Laufschuhen, die wesentlich günstiger sind als jene des Fachhandels.

Wie stehen Sie dazu?

Gegen die Produkte an sich ist nichts zu sagen. Guten Champagner gibt es auch bei Aldi.
Das Problem liegt woanders: Beim Laufschuhkauf bei einem Supermarkt um die Ecke fehlt die Vergleichsmöglichkeit. Daher ist das Risiko eines Fehlkaufs dort enorm hoch. In Deutschland bereichern rund 40 Hersteller den Laufschuhmarkt mit Dutzenden Modellen. Jedes Modell ist für einen bestimmten Einsatzzweck und für unterschiedliche Füße geeignet. Die Größe, die Länge, das Volumen, die Form der Füße und die Zehenwinkel sind nun einmal bei jedem Menschen unterschiedlich und müssen bei der Laufschuhformung beachtet werden.

Welches Budget sollte eingeplant werden?
Laufschuhe bewegen sich in der großen Spanne von 80-600 €.
Regelmäßige Läufer geben im Durchschnitt 124 € für einen neuen Laufschuh aus, wie unsere Analyse zeigt.
Hochqualitative Laufschuhe liegen im Bereich von 120-170 €.
Aber auch für weniger Geld sind sehr gute Schuhe erhältlich – z.B. Vorjahresmodelle.
Spezielle Einsteigermodelle sind für 80 - 100 € zu haben.

Was zeichnet einen Laufschuh aus?
Sie verfügen über eine gedämpfte Mittelsohle, die den Aufprallschock beim Landen des Fußes abfedert.
Dazu sollte man wissen, dass jeder Schritt beim Laufen ein Sprung ist und bei jedem Schritt das Zwei- bis Vierfache des eigenen Körpergewichtes aufgefangen wird.

Können ambitionierte Läufer durch einen Schuhwechsel die Leistung steigern?

Ja, eindeutig.
So viele Laufeinheiten pro Woche absolviert werden, so viele Laufschuhe sollte man haben. Denn: Läuft man bei einem Stadt-Lauf eine kurze, schnelle Strecke, wird ein anderer Schuh benötigt als beim Geländelauf im Harz. Wie bei Autoreifen gibt es auch bei Laufschuhen je nach Einsatzzweck und -ort verschiedene Modelle, die sich nicht nur in der Außensohle, sondern in der gesamten Konstruktion unterscheiden. Außerdem ist es für die Orthopädie des Körpers förderlich, wenn die Schuhe öfters gewechselt werden. Der Fuß sollte nicht nur an ein Modell gewöhnt werden und dem Bewegungsapparat sollten immer neue Aufgaben gestellt werden.

Wie viele Kilometer machen die Schuhe von heute mit?
In der Regel sind es zwischen 500 und etwas mehr als 1000 Kilometer.
Dies ist ganz stark vom Träger und der Belastung des Schuhs abhängig.

Wie schätzen Sie die Entwicklung der Schuhe ein?

Ich behaupte einmal: Wer jetzt einen Schuh anprobiert, wird ihn sofort kaufen wollen.
Denn das Qualitätsniveau hat sich deutlich verbessert.
Es hat eine kleine Revolution im Mittelsohlenbereich stattgefunden:
Die Schuhe sind dank der verwendeten Kunststoffschäume sehr viel besser gedämpft und komfortabler, zudem noch flexibler.
Pro Jahr testen wir etwa 250 Modelle. Im Fünfjahresvergleich sind die Schuhe durchschnittlich um fast 100 gr. leichter geworden, was dem Tragegefühl entgegenkommt.

Dies rechtfertigt den Preis ?
Absolut.
Ein Laufschuh ist ein hochtechnisches Produkt, für den ein großer Aufwand an Entwicklungsarbeit und Forschung betrieben wurde. Von dem Produkt „Sportschuh“ haben die Läufer auf die Dauer des Einsatzes und den Nutzen bezogen sehr viel. Letztendlich verbessert man mit dem Laufen die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden. Und auf den Kilometerpreis heruntergerechnet ist der Schuh dann doch ein günstiges Sportgerät...

Letztendlich noch Tipps für Pflege:

Um das Material atmungsaktiv zu halten, damit die Füße beim nächsten Lauf gut belüftet werden,
ist Schmutz aus dem Obermaterial zu entfernen – ganz einfach mit Wasser und einer Bürste.
Die Innensohle wird anschließend herausgenommen, ehe die Schuhe an einem gut belüfteten Ort trocknen.                         

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2018
« Letzte Änderung: 08. November 2018, 10:16:17 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.