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Autor Thema: Kontrastmittelultraschall  (Gelesen 3423 mal)

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Offline busymouse

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Kontrastmittelultraschall
« am: 15. Oktober 2008, 16:40:03 »
Kontrastmittelultraschall ermöglicht sichere Diagnosen
Unnötige Operationen vermeiden
   
Berlin (idw) - Ultraschalluntersuchungen mit Kontrastmitteln ermöglichen - etwa bei Lebermetastasen - im Vorfeld einer Operation eine weitaus genauere Beurteilung der Veränderungen als bisher. Vielen Patienten blieben dadurch unnötige Eingriffe erspart. Die Vorteile der kontrastmittelgestützten Sonografie diskutieren Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) im Rahmen einer Pressekonferenz am 29. November 2008 in Berlin.

Diagnosen vor einem operativen Eingriff unterscheiden sich häufig von dem, was Ärzte während einer Operation vorfinden. Mitunter stellen sie erst nach dem Schnitt in die Bauchdecke fest, dass es sich um einen Tumor handelt, der sich operativ nicht entfernen lässt. "Befunde stellen sich oft auch erst dann als gutartig heraus, wenn der Arzt nach einer Operation das entfernte Tumorgewebe untersucht", sagt Dr. med. Stephan Kersting, Chirurg und Ausbilder der Sektion Chirurgie der DEGUM aus Dresden. In beiden Fällen wäre eine Operation nicht zwingend notwendig gewesen.

In mehreren Studien gelang es der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe um Kersting, mit Hilfe der Kontrastsonografie exaktere Diagnosen als bisher zu stellen. Der Arzt spritzt dafür kleinste gasgefüllte Bläschen in die Blutbahn des Patienten. Im Ultraschallfeld beginnen diese zu schwingen und machen am Bildschirm die Durchblutung des Gewebes sichtbar. An typischen Durchblutungsmustern kann der Arzt erkennen, um welche Art von Tumor es sich handelt und von welchem Gewebe gestreute Tumoren eventuell stammen. Im Rahmen der Pressekonferenz in Berlin erörtern Experten die Vorteile des kontrastmittelgestützten Ultraschalls und stellen Studien vor, die den Nutzen belegen.
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline Artemesia

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Re: Kontrastmittelultraschall
« Antwort #1 am: 20. Januar 2012, 08:05:19 »
Ein freundliches Hallo dem Moderator...
Welche alternativen Untersuchungsmethoden gibt es bei festgestellter Kontrastmitte-Unverträglichkeiten
( Allergien).
Untersuchung im Mai 2011 wegen häufiger Unterzuckerung ohne Diabetes auf Insolinom musste abgebrochen werden.
Diagnosen bis heute nicht geklärt.
Da weitere Untersuchungen der Gelenke durch MRT`s  vorgesehen sind, wäre ein Hinweis sehr nützlich .

Artemesia
« Letzte Änderung: 20. Januar 2012, 09:54:02 von RalleGA »

Offline busymouse

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Re: Kontrastmittelultraschall
« Antwort #2 am: 20. Januar 2012, 12:47:32 »
Hallo Artemesia,

erstmal ein ganz herzliches Willkommen für dich.  :welcome

So weit ich das weiß, gibt es keine Alternativen zu bestimmten Untersuchungen. Man kann allerdings mit vorab gegebenen Antihistaminika und Cortison die allergische Reaktion unterdrücken oder zumindest auf ein ungefährliches Maß absenken. Wenn solche Untersuchungen anstehen, solltest du unbedingt mit deinem behandelnden Arzt und/oder dem Radiologen darüber sprechen. Die können dir mehr dazu sagen.

 ;) LIebe Grüße Birgit
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Offline Artemesia

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Re: Kontrastmittelultraschall
« Antwort #3 am: 21. Januar 2012, 06:57:05 »
 :thx2   für das Willkommen und deine Antwort Birgit !

Cortison und MTX bekomme ich seit 2 Jahren . 
Habe mit dem möglichen Untersuchungsmethoden kaum Ahnung, welche die richtigen sein könnten.
Fakt ist nur, das durch die Röntgenbilder keine konkreten Diagnosen über alle Krankheiten in den Gelenken gestellt werden können. Diese fehlen aber als Ergänzung für den Feststellungsantrag und allen weiteren Behandlungen.
Welche Möglichkeiten gibt es , um eine Ganzkörperuntersuchungen zu verlangen.
Im Vierteljahr nur ein Gelenk ...!!!??, klärt meine ganzheitlichen Probleme nicht.   
Ich will mich nicht mehr so "abspeisen" lassen    ???    :h

Hast du da Informationen oder kannst du mir jemand nennen, den ich um Rat fragen könnte.

LG von Artemesia

« Letzte Änderung: 21. Januar 2012, 09:42:53 von RalleGA »

Offline busymouse

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Re: Kontrastmittelultraschall
« Antwort #4 am: 21. Januar 2012, 13:20:31 »
Hallo Artemesia,

die so genannte Gesundheitsreform hat uns in den Letzten Jahren sehr viele Merkwürdigkeiten beschert. Dazu gehört auch, dass manche Fachärzte bestimmte Leistungen nur noch je Fall im Quartal abrechnen können. Ich vermute mal, dass so etwas bei dir dahinterstecken könnte.

Ich versuche mal, das auf einen anderen Lebensbereich zu übertragen, damit es verständlich wird: Das ist so, als würdest du für einen Zündkerzenwechsel in der Autowerkstatt nach Wechsel der ersten Zündkerze nach Hause geschickt, weil es der Autowerkstatt rechtlicherseits nicht erlaubt ist, eine Rechnung über den Wechsel von vier Zündkerzen auszustellen. Würden sie alle vier auswechseln, müssten sie Material und Arbeit für drei Zündkerzen aus eigener Tasche bezahlen. Unterm Strich könnte das für die Werkstatt ein Minusgeschäft werden und sie an den Rand der Existenzfähigkeit bringen.

Was da momentan im Gesundheitssystem passiert, ist unglaublich. Die Ärzte sind dabei deutlich auf seiten ihrer Patienten. Sie sind verständlicherweise absolut unzufrieden mit diesem Honorarsystem. Was ich immer nicht verstehe, ist, dass sie ihren Patienten das nicht verständlich erklären. Ich denke immer, dass der Bürger durchaus die Macht hätte, für bestimmte Dinge eine politische Kehrtwende einzufordern. Wenn er das aber nicht weiß....  :-\

Nichtsdestotrotz ist es nicht gewollt, dass du notwendige Untersuchungen nicht erhälst. Immer ist es eine Entscheidung deines Arztes. Wenn etwas medizinisch notwendig ist, dann kann es auch verschrieben und durchgeführt werden. Mitunter muss man sich in solchen Fällen auch 'mal nach neuen Ärzten umschauen. Ich selbst habe in den ersten zwei Jahren nach Auftreten meiner Erkrankung auch einige Ärzte ausgetauscht. Mittlerweile bin ich in recht guten Händen. :)

Und ja, es gibt eine Möglichkeit, die Gelenke anders als mit einfachem Röntgen abzubilden, auch als Ganzkörperuntersuchung. Das Zauberwort heißt MRT. MRT der Gelenke braucht allerdings auch Kontrastmittel. Ein großer Nachteil dieser Untersuchung ist, dass sie im Vergleich sehr teuer ist. Deshalb werden MRT-Untersuchungen eher selten verschrieben. Eine Option, wenn da kein Arzt 'ran will: Lass dich zur gründlichen Abklärung in eine Klinik einweisen, am besten in eine, die auf deinen Bereich - ich vermute mal Rheuma bzw. Autoimmunerkrankungen (?) - spezialisiert ist. Kliniken rechnen anders ab. Dort können alle Untersuchungen unabhängig von irgendwelchen Quartalen durchgeführt werden.

Bei meinen Beschwerden am unteren Rücken auf Höhe des Darmbeins wurde übrigens auch nie was gefunden. Das Wort "Simulantin" hing schon nah in der Luft. Erst ein MRT offenbarte gleich eine ganze Palette von Diagnosen, die ursächlich für die Probleme sein können. :o

 ;) Liebe Grüße Birgit
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