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Autor Thema: Hilfreiches für Palliativpatienten...  (Gelesen 3737 mal)

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Offline busymouse

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Hilfreiches für Palliativpatienten...
« am: 15. März 2015, 13:36:53 »
Hallo, ihr Lieben,

wir haben bislang noch keinen Thread mit Infos für Palliativpatienten, bzw. deren Angehörige. Jetzt aber...  :)

Für mehr Lebensqualität von Palliativpatienten:
Broschüre gibt Tipps rund um das Thema Essen und Trinken


In der Lebensendphase unheilbar kranker Menschen lohnt es sich, auch an Essen und Trinken zu denken. Wie es gelingen kann, Patienten mit geeigneten Speisen wieder ein Stück Lebensqualität zurückzugeben, erläutert die jetzt erschienene Broschüre "Rezepte für mehr Lebensqualität - Essen und Trinken für Palliativpatienten".

Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline RalleGA

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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #1 am: 06. November 2015, 09:40:30 »
Palliativ-Versorgung

An der Grenze des Lebens


Wie kann man unheilbar kranken Menschen die Hand reichen?
Indem man ihre Schmerzen lindert oder indem man ihnen Sterbehilfe leistet?

Das soll nun der Bundestag entscheiden - Sterbehilfe:
Worüber entscheidet der Bundestag – 4 Entwürfe liegen vor                                                                   

1. Verbot der Suizidhilfe
-
Ein weitgehendes Verbot der Hilfe bei der Selbsttötung streben die CDU-Politiker Patrick Sensburg und  Hubert Hüppe an. Anstiftung oder Hilfe bei der Selbsttötung sollen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.
Der Vorschlag hat bisher die wenigsten Unterstützer.
Die Hürde zur Einbringung in das Parlament hat der unter allen Vorschlägen strikteste Antrag nur knapp genommen.

2. Verbot der geschäftsmäßigen Suizidhilfe
-
Eine Gruppe um die Parlamentarier Kerstin Griese (SPD), Michael Brand (CDU), Harald Terpe (Grüne) und Kathrin Vogler (Linke) will kein Komplett-Verbot, aber die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe bestrafen, mit bis zu drei Jahren Gefängnis.
Geschäftsmäßig meint das auf Wiederholung angelegte, organisierte Handeln von Vereinen und Einzelpersonen. Das Verbot würde sich also nicht nur auf die auf Gewinn orientierte Suizidbeihilfe beschränken, diese aber auch umfassen. Angehörige und nahe stehende Personen waren vor einer Bestrafung geschützt.
Die Gruppe betont zudem, dass auch Einzelfallentscheidungen von Ärzten nicht sanktioniert werden sollen.                                                                                       

3. Erlaubnis für Sterbehilfe-Vereine -
Die liberalste Regelung mit einer Erlaubnis für Sterbehilfe-Vereine haben die Politikerinnen Renate Künast (Grüne) und Petra Sitte (Linke) vorgelegt.
Sie sind gegen die gewerbsmäßige, kommerziell ausgerichtete Sterbehilfe, organisierte Suizidhilfe ohne Gewinnabsicht wollen sie aber erhalten und definieren dafür Regeln.
So sollen nach dem Entwurf Organisationen und Ärzte, die bei der Selbsttötung helfen wollen,
zu Beratungsgesprächen und Dokumentation der Fälle verpflichtet werden.
Das standesrechtliche Verbot der Suizid-Hilfe für Ärzte soll außer Kraft gesetzt werden.                       
                                                                               
4. Regelung zum ärztlich assistierten Suizid -
Den Sonderfall des ärztlich assistierten Suizids nimmt eine Gruppe um Karl Lauterbach (SPD) und Peter Hintze (CDU) in den Blick.
Während die Hilfe beim Suizid prinzipiell nicht unter Strafe steht, ist sie Ärzten in der Regel durch Standesrecht untersagt.
Die Hintze-Lauterbach-Gruppe will dies ändern.
Ärzte sollen demnach Suizidbeihilfe leisten dürfen, wenn der Patient eine organische Krankheit hat,
die „unumkehrbar" zum Tod führt, sowie volljährig und einwilligungsfähig ist.
Mit einem Zivilrecht-Paragrafen sollen Ärzte vor Sanktionen nach Standesrecht geschützt werden.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November   2015

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Offline RalleGA

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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #2 am: 08. November 2015, 09:50:40 »
Palliativ-Versorgung stillt oder linder Schmerzen

bundesweit große Unterschiede bei der Palliativ-Versorgung


Und es gibt bei Patienten, Angehörigen und auch Medizinern immer noch viele Fragen.

Was bedeutet Palliativ-Versorgung überhaupt?
Drei Fragen und Antworten zum Thema:


Was ist Palliativmedizin?

Im Vordergrund steht das Verhindern oder Verringern von Schmerzen und Depressionen.
Palliativmedizin wird dann eingesetzt, wenn bei einer weit fortgeschrittenen Krankheit im Gegensatz zu einer sogenannten kurativen Behandlung keine Chance mehr auf Heilung besteht und die Lebenserwartung begrenzt ist.
Es geht um die Verbesserung der Lebensqualität und nicht um die Verlängerung der Lebenszeit.

Was ist der Unterschied zwischen ambulanter und stationärer Palliativ-Versorgung?
Immer mehr Krankenhäuser entdecken die Palliativ-Medizin als Geschäftsfeld für sich und betreiben eigene Stationen.
Beim Gegenmodell bilden Hausärzte und Palliativmediziner zusammen mit anderen Experten wie z. B. in Hospizen ein ambulantes Netzwerk.
Dabei können die Patienten entweder Zuhause oder im gewünschten Umfeld wie in einem Hospiz bis zum Tod betreut werden.
Die Experten der Bettelsmann-Stiftung fordern Behandlungen nach dem Grundsatz:
"Ambulant vor stationär und allgemein vor spezialisiert".

Warum gibt es zum Thema Palliativ-Versorgung noch so viele Fragen und Unsicherheiten?
Die Palliativ-Medizin ist eine junge Fachrichtung. Erst seit 2004 wird sie an immer mehr medizinischen Fakultäten ein verpflichtendes Lehr- und Prüfungsfach.
Einen Lehrplan gibt es seit 1997.
Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat sich 1994 gegründet.
Seit 2007 ist im SGB ein gesetzlicher Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung verankert.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November  2015
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Offline RalleGA

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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #3 am: 30. November 2015, 10:14:53 »
Palliativ-Versorgung – An der Grenze des Lebens –

Wie kann man unheilbar kranken Menschen die Hand reichen?

Indem man ihre Schmerzen lindert oder indem man ihnen Sterbehilfe leistet?


Experten sind sicher: Eine gute Versorgung Sterbenskranker kann den Ruf nach Suizid oder aktiver Sterbehilfe überflüssig machen. Unheilbar Kranke sollen deshalb künftig besser unterstützt werden.

Der Bundestag beschloss unlängst ein Gesetz zum Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung. Nur einen tags zuvor mussten die Abgeordneten entscheiden, ob Sterbehilfe in Deutschland möglich sein soll oder nicht.

Die zeitliche Nähe ist kein Zufall, denn viele Parlamentarier hofften, dass mit einem dichten Netz an Hospizdiensten und Palliativversorgung der Wunsch nach Selbsttötung oder aktiver Sterbehilfe gar nicht aufkommt. Mehrfach hatten Prominente wie der frühere Intendant des MDR, Udo Reiter, versucht, durch ihren öffentlich gemachten Suizid das Tabu der Selbsttötung aufzuheben. Dass Suizid so zu einem normalen Schritt wird, will unter anderem der frühere SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering verhindern. Der Sauerländer, der 2007 sein Amt als Bundesarbeitsminister niederlegte, um seine an Krebs erkrankte Frau bis zu deren Tod zu pflegen, wirbt stattdessen für eine Ausbau der Sterbebegleitung durch Hospize und Palliativ-Medizin.

Ärzte bekämpfen Angst vor Qualen
Auch die Kirchen dringen darauf: Wer keine Angst vor einem einsamen und qualvollen Sterben haben müsse, werde auch keine aktive Sterbehilfe oder Beihilfe zum Suizid einfordern. Experten wie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Lukas Radbruch, versichern immer wieder, die moderne Medizin könne garantieren, dass jeder Mensch schmerzfrei sterben könne.
Bei den meisten schwerkranken Patienten ließen sich mit einfachen palliativ-medizinischen Strategien belastende Krankheitssymptome wie Schmerzen, Luftnot, Übelkeit oder Angst wie auch
psychosoziale Belastungen weitestgehend lindern, so der Bonner Mediziner.
Selbst in Grenzsituationen gebe es Handlungsmöglichkeiten,
wie die Sedierung durch eine starke Medikamenten-Gabe.
Allerdings liegt noch einiges im Argen:
In Deutschland bestehen im internationalen Vergleich immer noch erhebliche Defizite in der Palliativversorgung.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bemängelt, dass der größte Teil der Sterbenden keine Chance auf umfassende Hilfe habe, insbesondere die Sterbenden in den Alten- und Pflegeheimen. Laut Vorstand Eugen Brysch erhält nur jeder sechste Bundesbürger beim Sterben die professionelle Hilfe, die ihm zusteht.

Kaum Hospize auf dem Land

Derzeit nutzen pro Jahr 90.000 Menschen Palliativmedizin und Hospize.
Bedarf sehen die Palliativmediziner etwa in der stationären Versorgung.
Mit rund 300 Palliativstationen und 200 stationären Hospizen, also insgesamt etwa 5.000 stationären Betten,
sei Deutschland zwar auf einem guten Weg. Dennoch liegt dies noch deutlich unter dem geschätzten Bedarf von 7.000 – 8.000 Betten für das gesamte Bundesgebiet. 
Insbesondere auf dem Land sei das Netz der Hospizdienste noch viel zu dünn.
Erforderlich seien auch mehr Anstrengungen in Lehre und Forschung.
Leider hat die Politik hier viel Zeit verstreichen lassen.

Mit dem Gesetz will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) Hospize und ambulante Hospizdienste stärker fördern. Die Kassen sollen bei Erwachsenen-Hospizen 95% der zuschussfähigen Kosten tragen statt bisher 90%. Ambulant tätige Palliativmediziner sollen mehr Honorar bekommen und Alten- und Pflegeheime sicherstellen, dass ihre Bewohner Palliativmedizin nutzen können.
Pflegekräfte sollen für die Sterbebegleitung geschult werden.
Versorgungslücken auf dem Land sollen beseitigt werden.
Bislang gibt Deutschland pro Jahr 400 Millionen Euro für diesen Bereich aus. In der Koalition wird mit 150 - 200 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr gerechnet - nach Meinung der kirchlichen Wohlfahrtsverbände und der Deutschen Stiftung Patientenschutz viel zu wenig.                                                               

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November   2015

« Letzte Änderung: 30. November 2015, 10:17:56 von RalleGA »
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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #4 am: 03. Dezember 2015, 05:55:34 »
Bessere Betreuung Sterbender -           
           
Bundestag beschließt Hospiz- und Palliativ-Gesetz (HPG)


Wer schwer krank ist und im Sterben liegt, soll künftig besser versorgt werden - egal ob zu Hause,
in Heimen oder im Krankenhaus.
Dabei sollen auch die schätzungsweise 80.000 Ehrenamtlichen und die Familienangehörigen stärker unterstützt werden, die Menschen auf ihrem letzten Weg betreuen.
Der Bundestag beschloss mit großem Einvernehmen das Hospiz- und Palliativ-Gesetz
von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).
In einer alternden Gesellschaft wird eine gut funktionierende Betreuung todkranker,
oft von schweren Schmerzen geplagter Menschen immer wichtiger - trotz deutscher Spitzenmedizin.
Die meisten Menschen wollen zu Hause sterben.
Doch dies ist nicht immer möglich.

Das Gesetz, das bereits am 01. Dezember 2015 in Kraft getreten.
Es regelt nun die ambulante Versorgung Sterbender in der häuslichen Umgebung sowie die stationäre Versorgung in Hospizen, Pflegeheimen und Krankenhäusern neu.
Sterbebegleitung wird ausdrücklicher Bestandteil des Versorgungsauftrages der sozialen Pflegeversicherung.
Die Krankenkassen sollen Versicherte bei der Auswahl verschiedener Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung besser beraten. Im ländlichen Raum soll die sogenannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung schnell ausgebaut werden.

Stationäre Kinder- und Erwachsenen-Hospize sollen einen höheren Mindestzuschuss der Krankenkassen bekommen. Zudem tragen die Kassen künftig 95 statt bisher 90% der zuschussfähigen Kosten.
Den Rest müssen Hospize durch zusätzliche Spenden aufbringen.
Bei den Zuschüssen für ambulante Hospizdienste werden künftig neben den Personalkosten auch die Sachkosten berücksichtigt - etwa Fahrt- kosten ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Gröhe sagte in der Debatte, wenn die meisten Menschen zu Hause sterben wollten, müssten gerade
auch die ehrenamtlichen Helfer unterstützt werden.

Pressemitteilung zum HPG

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November  2015
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2015, 06:00:05 von RalleGA »
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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #5 am: 06. März 2017, 09:57:58 »
Sterbe-Hilfe

Urteil löst heftige Kritik aus


Schwer kranke Menschen können zukünftig Anspruch auf Medikamente zur schmerzlosen Selbsttötung haben.
"In extremen Ausnahmesituationen" dürfe ihnen dies nicht verwehrt werden."
Urteil des Bundesverwaltungsgericht in Leipzig (Az: 3 C 19.15)

Das Persönlichkeitsrecht umfasse bei einem unheilbar kranken Menschen unter bestimmten Voraussetzungen
auch das Recht, zu entscheiden, wie und wann er aus dem Leben scheiden wolle.


Spiegel-Online

Was hat das BVG genau entschieden?
Das Gericht hat angenommen, dass es Extremfälle von schwer kranken Menschen gibt, die ihrem Leben ein würdiges Ende setzen wollen und für die keiner der in Deutschland legalen Wege - etwa über die Palliativmedizin - gangbar ist.
Diesen Patienten dürfe der Staat den Zugang zu einem tödlichen Medikament für einen Suizid nicht wie bisher kategorisch verwehren. Begründet hat das Gericht dies mit dem verfassungsrechtlich garantieren Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen.
« Letzte Änderung: 06. März 2017, 10:01:29 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #6 am: 03. Juni 2018, 09:47:22 »
Der Tod kostet 180,- Euro 

Sterbehilfe (1)


In den Niederladen löst der Rücktritt der Sterbehilfe-Kontrolleurin Berna van Baarsen eine breite Diskussion aus. Immer mehr Menschen wollen dort freiwillig aus dem Leben scheiden - momentan sind es täglich 17 Personen, deren Leben so endet. Experten beklagen, sämtliche Tabus würden gebrochen. Nicht immer ist offenbar klar, ob die Sterbehilfe der ausdrückliche Wille des Patienten ist. Und zunehmend reden auch junge Menschen mit ihren Hausärzten über Euthanasie, wie aktive Sterbehilfe in den Niederlanden offiziell heißt.
Die Gesetzeslage wirft Fragen der Moral auf.

Mareike ist tot.
Das stand schon seit einigen Tagen fest, seitdem das Sterben der 74-jährigen Niederländerin vorbereitet worden war.
"Sie kann nicht mehr", sagte ihr Mann Hendrijk (79) am Telefon und wurde ganz still, als er hinzufügte:
"Ich halte gerade ihre Hände."
Vor fünf Jahren gab es die ersten Anzeichen von Demenz. "Die Krankheit griff nach ihr", erzählte er weiter.
"Ich bin nicht mehr die, die ich bin", habe sie immer wieder gesagt: und geweint - in den wenigen Augenblicken, in denen sie noch "wach" war und ihre Familie erkannte. Das letzte Mal dürfte Wochen her sein.
In einem dieser Momente sprach sie erst mit ihrem Mann, dann mit den Kindern und schließlich dann mit dem Hausarzt.
"Ich habe kein Leben mehr, bitte lasst mich gehen", sagte sie immer wieder.
In diesen Tagen ist sie gegangen. Mit Hilfe ihres Arztes.

Mareike ist eine von jenen rund 6.000 Patienten, die in den Niederlanden derzeit im Jahr freiwillig aus dem Leben scheiden.
Die Zahlen explodieren regelrecht - zwischen 2012 und 2017 stiegen sie um 67%.
Allein im Vorjahr waren es 38% mehr als noch 2016, die in einer der Lebensende-Kliniken Hilfe zum Sterben suchten.

Für Berna van Baarsen zu viel. Die Medizinethikerin gehörte einem der landesweit fünf Gremien an,
die Anträge auf aktive Sterbehilfe prüfen müssen.
Im Januar dieses Jahres trat sie zurück. Der Jahresbericht der Regionalen Kontrollkommission für Sterbehilfe (RTE) belegt:
Derzeit sind es 17 Niederländer, die jeden Tag auf eigenen Wunsch aus dem Leben scheiden.
"Die Dämme brechen", beklagten vor einem Jahr 200 niederländische Ärzte in einer gemeinsamen Erklärung.
"Unsere moralische Abneigung, das Leben eines wehrlosen Menschen zu beenden, ist groß", heißt es darin.
Ihr Vorwurf: Vor allem die Zahl der Demenzpatienten, die den Tod suchen, steige "eklatant" an.

Es handelt sich dabei um jene, die eine zentrale Voraussetzung des Gesetzes nicht mehr erfüllen können:
die freie, eigenverantwortliche Entscheidung für den Tod.
Seit einigen Monaten wird ein Fall vor Gericht verhandelt, bei der ein Arzt einer Frau die Todesspritze auf Bitten des Pflegeheims verabreicht hatte.

Und die Entwicklung geht weiter.
Die Niederländische Vereinigung für ein Freiwilliges Lebensende (NVVE) will die gesetzlich geforderte Mitwirkung der Mediziner zurückfahren, weil sich zunehmend mehr Ärzte weigern, die Todesspritze zu setzen.
Außerdem fordern die Befürworter einer weiteren Liberalisierung die Zulassung einer Todespille.

Bestellen können die Mitglieder der "Kooperation letzter Wille" das Präparat schon jetzt:
180 € kosten zwei Gramm eines tödlichen Medikamentes - samt Mini-Safe zur sicheren Aufbewahrung.

An eine weitergehende Legalisierung ist aber nicht zu denken:
Im Kabinett von Premierminister Mark Rutte sitzt die Christenunion mit am Tisch, die weitere Schritte verhindern will.

2001 legalisierten die Niederlande als erstes Land weltweit die aktive Sterbehilfe.
Wenig später folgten Luxemburg und Belgien, wo es vergleichbare Trends gibt.
Die aktive Sterbehilfe - die in den Niederlanden offiziell "Euthanasie" heißt - bleibt strafbar,
wenn sie nicht von einem Arzt unter strengen Auflagen vorgenommen wird.
So muss sich der Mediziner "von der Freiwilligkeit und dem Ernst des geäußerten Sterbewunsches seines Patienten überzeugen".
Hinzu kommt, dass ein unerträgliches Leiden vorliegen sollte, für das es keine Besserung und keine andere Abhilfe gibt.
Inzwischen gelten die Sterbe-Regeln auch für Minderjährige, bei denen die Eltern allerdings mitzuentscheiden haben.

Wenn es irgendwelche " Tabus gibt, sind diese längst weg", bestätigt Steven Pleiter, Chef der Lebensende-Klinik in Den Haag.
"Immer mehr Menschen haben eine klare und ausdrückliche Meinung davon, wie sie ihr Lebensende gestalten wollen.
Ich erwarte ein sichtliches Wachstum (an Anfragen, d. Red.) in den kommenden Jahren."

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“  Januar 2018
« Letzte Änderung: 03. Juni 2018, 09:54:16 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #7 am: 07. Juni 2018, 17:37:01 »
Der Tod kostet 180,- Euro 

Sterbehilfe
(2)

Die Motive, so beschreibt der Klinik-Chef weiter, sind unterschiedlich.
Da gebe es den 79-jährigen Siep, der sein Gift trank, um dem Schicksal zu entgehen, das seine Mutter ereilte:
Demenz.

Und da seien eben auch Menschen wie der Patient mit einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung,
der sich täglich selbst verstümmelte und von einer "lebenslangen Hölle" befreit werden wollte.

Professor Theo Boer, einer der wichtigsten Ethiker und Vertreter der skeptischen Linie in den Niederlanden,
warnt nicht vor solchen Fällen, sondern vor dem Trend:
"Am Anfang handelte es sich bei 98% um - sterbenskranke Menschen - mit wenigen verbleibenden Lebenstagen.
Diese Zahl ist mittlerweile geschrumpft auf 70%.
Andere berichten, dass auch "junge Personen bereits mit 30 oder 40 mit ihrem Hausarzt über Euthanasie reden."

Viele treibt die Angst vor späterer Erkrankung an Demenz um - verbunden mit dem Risiko,
dann nicht mehr selbst entscheiden zu können.

Dabei war es ausgerechnet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, der nicht zur EU gehört und der in einem wegweisenden Urteil vor einigen Jahren die Türe zum Sterbewunsch auch für solche Patienten geöffnet hatte.
Es ging damals um die Frage des 38-jährigen Franzosen Vincent Lambert, der nach einem Unfall im Koma lag.
Die Ehefrau und Eltern stritten sich, ob die Geräte abgeschaltet werden dürfen oder nicht.
Der Menschenrechtsgerichtshof entschied: Sie dürfen - allerdings lebt Lambert noch immer.

Doch die Grundsätze des Urteils haben viel verändert:
"Es ist der Patient, der im Mittelpunkt der Entscheidung steht.
Das gilt auch dann, wenn der Betreffende nicht mehr in der Lage ist, seinen eigenen Willen auszudrucken oder keine schriftliche Willensäußerung von ihm vorliegt."

Somit müssten die staatlichen Stellen zusammen mit den Ärzten und der Familie aus früheren Bekundungen des Patienten dessen Willen herausfinden. Ein Urteil, das wie Wasser auf die Mühlen der Sterbehilfe-Befürworter in den drei Benelux-Staaten wirke.
 
So begründet auch Robert Schurink, Direktor der NWE-Vereinigung für ein Freiwilliges Lebensende,
seinem Vorstoß für mehr Öffnung strikt mit dem Hinweis auf den Willen des Betroffenen.
Die Forderung, die Rolle der Mediziner zurückzufahren, sei eine Konsequenz aus der Tatsache, dass manche Patienten gerne ihr Leben beenden wollten, aber keinen Hausarzt hätten, der ihren Wunsch erfüllen könne oder wolle.
In diesem Fall bekommen Sterbewillige bereits heute Tipps und Ratschläge, wie und wo sie tödliche Mittel im Ausland bestellen können. Beihilfe zum Suizid ist auch in den Niederlanden strafbar, nicht aber die Beratung.
Um den Griff zur Todespille noch einfacher zu machen, will die Genossenschaft "Letzter Wille" (CLW} nun sogar regelrechte Einkaufsgemeinschaften bilden, um Sterbemittel zu kaufen. Das passt zu dem politischen Vorstoß, aktive Hilfe zum Tod nicht nur bei Krankheiten zu erlauben, sondern auch bei Menschen, die schlicht lebensmüde seien.
Professor Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, warnte bereits vor zwei Jahren vor .Alarmzeichen" einer gesellschaftlichen Entwicklung, bei der "Sterbehilfe immer breiter akzeptiert wird".

Das ist kein niederländisches Phänomen.
Betreiber einschlägiger Blogs im Internet berichten, dass Veröffentlichungen über die niederländische Sterbehilfe-Szene regelmäßig zu Anfragen von Deutschen führten, was man tun müsse, um im Nachbarland sterben zu dürfen. Da führt aber kein Weg hin.
Die dortigen Sterbehilfe-Regelungen gelten allein für jene, die im Land leben und krankenversichert sind.

"Aber das Leiden derer, die freiwillig gehen möchten, hält sich nicht an Grenzen",
lautet ein Eintrag im Internet von einem Deutschen, der sich selbst als „79-jähriger Todeskandidat" vorstellt und so gerne seinen "täglichen Qualen ein Ende setzen möchte."
Er setzt den Satz dazu: "auch im Sinne all derer, die ich so sehr liebe und denen ich nicht länger zur Last fallen will".
Doch die liberalen Regelungen in den Benelux-Staaten sind einzigartig in Europa.

Aktive Sterbehilfe wurde in Deutschland verboten.
Dieser Konsens zwischen Palliativmedizinern und Gesetzgebern steht außer in der Schweiz auch in keinem anderen Land zur Diskussion.

Fast überall wird genau jener Dammbruch befürchtet, der in den Niederlanden eingesetzt hat:
Dort wurden im Vorjahr rund 400 Betroffene ohne ausdrückliche eigene Zustimmung getötet.
Und niemand weiß genau, ob die gesetzlichen Kriterien wirklich erfüllt waren.
"Wir winken heute Fälle durch, die wir noch vor einigen Jahren nicht gestattet hätten", warnte schon 2015 der Vorsitzende der nationalen Sterbehilfe-Kommission Belgiens, Wim Distelmans.
Dort entwickeln sich die Zahlen ähnlich eklatant wie in den Niederlanden.
Und eine Erklärung dafür sucht man bisher vergeblich.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“  Januar 2018

« Letzte Änderung: 07. Juni 2018, 17:52:56 von RalleGA »
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Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Antwort #8 am: 10. Juni 2018, 09:47:31 »
Der Tod kostet 180,- Euro 

Sterbehilfe (3)

Gesetzeslage in Deutschland

Sterbehilfe ist ein Thema, das auch in Deutschland die Gemüter bewegt und immer wieder diskutiert wird.

Ein Überblick über das, was hierzulande erlaubt ist - und was nicht:


• Passive Sterbehilfe:
Darunter ist nach Informationen der Deutschen Stiftung Patientenschutz das Abschalten lebenserhaltender Maßnahmen zu verstehen.
Die passive Sterbehilfe ist in Deutschland zulässig - sofern sie dem erklärten Willen des Patienten entspricht. Kann sich der Patient nicht äußern und es liegt auch keine schriftliche Patientenverfügung vor, muss der mutmaßliche Patientenwille ermittelt werden.

• Indirekte Sterbehilfe:

Starke Medikamente lindern in Fällen indirekter Sterbehilfe Schmerzen und beschleunigen als Nebenwirkung das Sterben.
Auch das ist in Deutschland zulässig.

• Assistierter Suizid:
Dabei handelt es sich um die Hilfe bei der Selbsttötung – z.B. durch die Bereitstellung eines tödlichen Mittels.
Ausnahmen gibt es dennoch: Die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung, etwa als Dienstleistung, ist verboten.

• Aktive Sterbehilfe:
Das Töten eines Menschen mit einem tödlichen Mittel- auch auf sein Verlangen hin - ist in Deutschland verboten.
Die aktive Sterbehilfe kann mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“  Januar 2018
« Letzte Änderung: 10. Juni 2018, 09:50:11 von RalleGA »
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« Antwort #9 am: 27. April 2019, 09:16:43 »
Sterbehilfe

Wenn Kinder sterben wollen


Seitdem Belgien die Sterbehilfe vor fünf Jahren auf Minderjährige ausgedehnt hat, beantragten drei junge Patienten den eigenen Tod.
Man gibt ihnen keine Namen - den Kindern, die nur noch sterben wollten.
Belgische Medien verzichten darauf, das Schicksal der Betroffenen aus der Anonymität herauszuziehen.

Bekannt ist nur, dass es drei junge Belgier waren, die seit der Einführung der Sterbehilfe für Kinder vor fünf Jahren freiwillig aus dem Leben schieden - mit Hilfe eines Arztes. "Euthanasie" heißt dieser Schritt offiziell, ohne Scham und unvorbelastet von der Geschichte,
die den Deutschen diese Bezeichnung sicher verboten hätte.

Im September 2016 ließ der erste sein Leben beenden.Danach folgten zwei weitere. Ein Kind wurde nur neun Jahre alt, ein weiteres elf.
Die Diagnosen lassen das Leiden dahinter erahnen: ein Junge litt an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose,
ein anderer kleiner Patient an bösartigen Tumoren im Kopf.
Im dritten "Fall" ging es um die Duchenne-Muskeldystrophie, eine extreme Art von Muskelschwund.

Jedes Schicksal sei von der zuständigen Ethik-Kommission "sorgfältig und mit viel Mitgefühl" geprüft worden, 
sagte die Anwältin Jacqueline Herremans, die dieser Kommission angehört, vor wenigen Tagen.
Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass Kinder in diesem Alter die gesetzlichen Voraussetzungen wirklich erfüllen:
Der junge Patient muss sich in einer "medizinischen Situation ohne Ausweg befinden, die kurzfristig zum Tode" führt.
Das Leiden muss ärztlich bestätigt werden, "ständig und unerträglich sein" und nicht gelindert werden können.

Ein medizinisches Team, das von einem unabhängigen Psychiater oder Psychologen unterstützt wird, muss zu dem Schluss kommen,
dass das Kind die Bedeutung des Todes "vollständig" verstanden hat.
Zusätzlich ist die Zustimmung der Eltern oder des Erziehungsberechtigten erforderlich.
Trotz viel guten Willens gab es Mörder-Rufe im belgischen Parlament, als das Gesetz vor fünf Jahren verabschiedet wurde.
Nicht einmal ein Mindestalter wollte die damalige sozialdemokratisch geführte Regierung zur Bedingung machen.

Anders als in den Niederlanden, wo eine Altersgrenze für die aktive Sterbehilfe von zwölf Jahren gilt,
oder in Luxemburg, wo nur Volljährige ihren Tod beantragen können, hat Belgien darauf verzichtet.
Und sich eine Diskussion eingehandelt, die weiter andauert:
Kann ein neunjähriges Kind wirklich bewusst und frei den Tod wählen?

"Wir sprechen über Kinder, die Wochen oder Monate im Krankenhaus verbringen. Sie sind reifer als andere.
Doch die Zweifel bleiben.
Mehr noch, sie werden gerade jetzt wieder wach.
Nicht nur, was die aktive Sterbehilfe an Kindern betrifft, sondern generell. Seit 2002, als Belgien die liberalste Euthanasie-Regelung Europas einführte, sind in dem Land 17.000 Menschen freiwillig aus dem Leben geschieden.    
Es geht nicht darum, einen Jugendlichen zu töten, sondern ihn von seinem Leiden zu befreien.

Autoren des Gesetzestextes
Diese Formulierung könnte auch für einen Suizid gelten - und genau das ist das Problem:
die Ausweitung auf Kranke, die ursprünglich nicht einbezogen werden sollten.
Euthanasie als Selbstmord-Variante.

"Psychiatrische Patienten müssen begleitet, betreut, geliebt, umgeben, geschützt werden, manchmal auch vor sich selbst", sagt Carine Brochier vom Europäischen Institut für Bioethik in Brüssel. "Besorgniserregend" nennt sie die Situation, dass das belgische Gesetz zwar verlangt, den eigenen Tod fähig und bewusst zu beantragen und daher in der Lage zu sein, die Bitte freiwillig, nachdenklich und mehrfach wiederholt vorzubringen - und natürlich ohne äußeren Druck.
Für Brochier ein Widerspruch in sich, wenn es um psychische Krankheiten geht.
Denn wie kann jemand, der in seinem Leiden verstrickt ist, alle die Voraussetzungen für einen durchdachten Beschluss erfüllen?
Die Expertin verweist auf den Fall einer 24-jährigen Patientin, die über Belgiens Grenzen hinaus bekannt wurde, weil sie 2015 nach einer schweren psychischen Erkrankung sterben wollte.
Das Fernsehen hatte sie eingeladen, an ihrer letzten Wegstrecke des Lebens teilzunehmen, damit alle miterleben,
wie sie ihren Tod plante. Einen Tag vor ihrem Lebensende stoppte sie alles.    

Brochier: "Psychologen und Therapeuten wiederholen immer wieder, dass der Wunsch nach dem Tod eines der Symptome der psychiatrischen Pathologie" sei. Immer mehr Betreuer treten deshalb gegen eine erlaubte Euthanasie wegen eines psychischen Leidens ein. Und dann sind da noch die Ärzte, die den Patienten auf den letzten Metern begleiten, die den Tod erst ermöglichen.
"Im Europäischen Institut für Bioethik erhalten wir Zeugnisse von Betreuern, aber auch von den Kindern von Menschen, die euthanasiert wurden. Ein Arzt hat uns kürzlich gesagt, dass er nur  freitags Sterbehilfe leistet, weil er ein ganzes Wochenende braucht, um sich zu erholen", erzählt Carine Brochier.
Muss man sich, so die Fachfrau weiter, also wirklich "der Wahl des Todes beugen"?

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Februar 2019
« Letzte Änderung: 27. April 2019, 09:28:51 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.