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Autor Thema: Wohnen - rechtzeitig barrierefr planen+ Fördermittel+ Rieser-Rente noch schöner  (Gelesen 37559 mal)

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Offline RalleGA

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Altersgerechtes Wohnen rechtzeitig planen - Barrierefrei und schön

"Altersgerechtes Wohnen" klingt zunächst nach Verzicht und Kompromiss.
Bei genauerem Hinsehen aber kann eine barrierefreie Sanierung der Wohnung auch dazu dienen,
sie gestalterisch aufzuwerten.


Ein idealer Bodenbelag sind hier Fliesen.
Sie sind der einzige Untergrund, bei dem keine Schwellen mehr die Bewegung behindern,
sogar bis hinaus auf Balkon und Terrasse können sie stufenlos und flächenbündig verlegt werden.

In puncto Ambiente sind noch weniger Kompromisse nötig.
Denn bei der Vielfalt an Oberflächen, Formaten und Farbkombinationen aus deutscher Produktion findet sich von edel bis gemütlich das Passende für jeden Wohngeschmack.
Fliesen sind zudem besonders pflegeleicht und hygienisch - ein weiterer Vorteil für ältere Menschen.

Infos unter: www.fliesenverband.de
Im Zuge des demografischen Wandels rückt das Thema "alters gerechtes Wohnen" immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.

Haus- und Wohnungsbesitzer scheuen allerdings oft die Beschäftigung damit, weil sie gerne Umbauten fürchten.
Dabei helfen schon kleine Maßnahmen, um die Wohnsituation deutlich zu verbessern.
Experten des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) raten zudem, bei anstehenden Modernisierungsarbeiten -
etwa nach dem Auszug der Kinder - gleich mit einzuplanen, dass in einigen Jahren die Kräfte schwinden den könnten.

Bewegungsfreiheit einbauen
Bei einem Badumbau etwa sollten die Türen eine rollstuhlgerechte Breite von mindestens 80 Zentimetern haben und sich für den Fall eines Sturzes im Bad nach außen öffnen lassen.

Wichtig sind auch eine möglichst barrierefreie, flache Duschtasse sowie rutschfeste Bodenfliesen.
Haltegriffe für WC und Badewanne lassen sich mit geringem Mehraufwand gleich mit einbauen.
Genügend Bewegungsraum für eine Hilfsperson ist sinnvoll, wenn die Räumlichkeiten es zulassen.

Erstreckt sich die Wohnfläche über mehrere Ebenen, können schmale, steile Treppen entschärft oder ein Treppenlift vorgesehen werden.
Oft lassen sich Wohn- und Schlafbereich sowie Küche und Bad auf einer Ebene zusammenziehen,
da der Platzbedarf mit den Jahren eher abnimmt.

Ein Gästeklo etwa lässt sich mit Duschkabine zum vollwertigen Badezimmer ausbauen.

Unfallgefahren vermeiden
Mit rutschfesten Belägen auf der Eingangstreppe und einem Handlauf, selbst wenn nur wenige Stufen zu überwinden sind, verbessert sich die Sicherheit beim Nachhausekommen.

Rutschfest sollten auch die Stufen im Innern sein und idealer weise je einen Handlauf auf beiden Seiten besitzen.
Eine Terrassentür ohne Schwelle und ein guter Sonnenschutz mit Markise erleichern den Aufenthalt an der frischen Luft, für die Markise ist außerdem ein Motorantrieb mit Wettersensor ideal.
Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sollte man am besten von einem unabhängigen Bauherrenberater begleiten lassen, dass erspart unangenehme Überraschungen.

Unter www.bsb-ev.de gibt es Adressen und Tipps.

Fundquelle: Das Sonntagsmagazin für Senioren in der Altmark – Ausgabe September 2008

Hinweis-Tipp:
Schaut unter Ordner Behinderung und Pflege – nach SGB XI (Pflegegesetz) 
Hier können Pflegebedürftige Personen einen Zuschuss bis 2.556 € für solche Lebensqualität steigernde  Umgestaltungsmaßnahmen erhalten.
« Letzte Änderung: 22. Dezember 2011, 02:28:43 von RalleGA »
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Re: Altersgerechtes Wohnen rechtzeitig planen - Barrierefrei und schön
« Antwort #1 am: 25. Oktober 2008, 09:54:21 »
Bei der Planung an die Zukunft denken

Bauherren von heute sollten bereits an ihr Alter denken und vorausschauend barrierefrei planen. Denn in der Planungsphase können viele Details bedacht werden, um das Haus ohne größeren bautechnischen oder finanziellen Aufwand für eventuelle alters- oder unfallbedingte Behinderungen vorzubereiten.

Der Einsatz lohnt sich, denn wer sein eigenes Haus auch in diesen Fällen weiter bewohnen kann, wahrt seine Unabhängigkeit.
Kluge Bauherren vermeiden Schwellen und Treppenstufen unmittelbar an der Haustür.

Sie sind lästig im Alltag und bilden für Alte, Geh- und Sehbehinderte gefährliche und für Rollstuhlfahrer kaum zu überwindende Hindernisse.

Viel Platz vor und hinter der Haustür bewährt sich im Alltag junger Familien mit Kinderwagen ebenso wie für Rollstuhlfahrer, die eine Bewegungsfläche von 1,50 Meter auf 1,50 Meter zum Rangieren benötigen.
Dieser Platz sollte grundsätzlich vor allen Türen, an allen Treppenantritten, im Flur, im Bad, in der Küche und
in der Gästetoilette eingespart werden.

Wichtig sind die Türen: Ein Durchgangsmaß von 90 Zentimetern sollte im Neubau selbstverständlich sein und reicht auch für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer aus.

Fast alle Eingänge moderner Einfamilienhäuser liegen heute über dem Gartenniveau. WARUM???
Ein bis zwei Stufen muss überwinden, wer ins Haus will.
Dies ist zwar bautechnisch sinnvoll, um die Gebäudefuge am Sockel über das Gelände zu heben und damit vor Staunässe zu schützen, für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte aber eine Hürde, deren nachträgliche Beseitigung teuer ist.

Besser, der Bauherr plant beizeiten Alternativen ein: Beim Einfamilienhaus kann zum Beispiel direkt an der Haustür eine abgedeckte Bodenablaufrinne vorgesehen werden, die verhindert, dass Wasser ins Haus gelangt.

Diese und weitere Planungsgrundlagen hat der VPB in seiner Broschüre "Vorbauen: Barriere-frei" zusammengestellt.
Der Bauherren-Leitfaden mit zahlreichen Erklärungen, Skizzen und Checklisten für alle Räume im Haus kann unter:
Verband Privater Bauherren (VPB) www.vpb.de bestellt werden.
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Wo finde ich Informationen zum barrierefreien Umbau meiner Wohnung bzw. meines Hauses?

Wohnberatungsstellen beraten umfassend und gezielt zu allen Fragen, die mit einer Wohnungsanpassung zusammenhängen.
Ziel der Beratungsstelle ist es, betroffenen Menschen dabei behilflich zu sein, ihrem Wunsch entsprechend ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Zu den Schwerpunkten der Wohnberatung gehören:


•   Individuell über barrierefreies Wohnen, Wohnanpassung und Hilfsmittel informieren,
•   Möglichkeiten der Finanzierung aufzeigen und Hilfe bei der Antragsstellung leisten,
•   Zwischen allen Beteiligten (betroffene Handwerker, Architekten, Ärzte) vermitteln,
•   Organisatorische Unterstützung bei der Umgestaltung der Wohnung geben,
•   Zusammenarbeit mit kommunalen Stellen, den Verbänden, der freien Wohlfahrtspflege und
     den Pflegekassen.

Eine Wohnberatungsstelle gibt es sicherlich auch in Ihrer Nähe!

Siehe unter :www.barrierefrei-bauen.de

Fundquelle: www.behindertenbeauftragter.de
   




NEU eingefügt am 24.01.2009

www.agw.de/agw/html/wohnqualitaet_im_alter/Alter-7.htm



NEU eingefügt am 31.08.2010

http://barrierefrei.de/



NEU eingefügt am 30.11.2011

www.familienratgeber.de



eingefügt am 22.04.2012
http://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/67012/publicationFile/38693/wohnen-im-alter-forschungen-heft-147.pdf   

http://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/60322/publicationFile/31225/altersgerecht-umbauen-modellvorhaben-broschuere.pdf   

http://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/29776/publicationFile/40607/altersgerecht-umbauen-viel-komfort-wenig-barrieren.pdf   


« Letzte Änderung: 22. April 2012, 13:04:41 von RalleGA »
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Gibt es Fördermittel zum barrierefreien Bauen?

Der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen stehen weder selbst Fördermittel zur Verfügung, noch kann der Bund zusätzliche finanzielle Zuschüsse für barrierefreies Bauen gewähren.
Der Bund stellt den Ländern im Rahmen seiner gesetzlichen Verpflichtung Finanzmittel und Fördermittel bereit.
Deren Einsatz sowie die Vergabe weiterer landeseigener Mittel ist aber Sache des Landes.
Deshalb hat jedes von ihnen auch seine eigenen Förder- und Vergaberichtlinien.
Informationen zur Förderpraxis sollten Sie daher bei der jeweiligen Landesregierung einholen.

Für bestimmte Projekte können auch Fördermittel seitens der EU in Betracht kommen.
Die Fördermittel, die aus dem EU-Haushalt für Projekte zur Verfügung gestellt werden, sind vielfältig.
So unterschiedlich die Bereiche sind, in denen EU-Gelder investiert werden, so unterscheiden sich auch die Voraussetzungen und Modalitäten für eine Förderung.
Man sollte wissen, in welchen Bereichen die Europäische Union fördert, welche Vorlaufzeiten zu beachten sind und vor allem welche Behörde der richtige Ansprechpartner ist.
Zwar werden auch einige Programme direkt von der Europäischen Kommission verwaltet, der größte Teil europäischer Gelder wird aber im Rahmen der Strukturfonds und Gemeinschaftsinitiativen vergeben.
Diese werden national bewilligt, so dass man sich hierfür direkt an die Landesregierung oder die Wirtschaftsministerien der Bundesländer wenden kann.

Fundquelle:www.behindertenbeauftragter.de
« Letzte Änderung: 30. November 2011, 09:25:41 von RalleGA »
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Der Hinweis bringt ja nicht vielleicht nicht viel,
zumindest sollten aber beim Hausneubau verschiedene Sachen unbedingt beachten werden.



http://www.behindertenbeauftragte.de/cln_100/nn_1039198/DE/Barrierefreiheit/Bauen/Bauen__node.html?__nnn=true&__nnn=true#doc1137852bodyText2


http://www.behindertenbeauftragte.de/cln_100/nn_1039198/DE/Barrierefreiheit/Wohnen/Wohnen__node.html?__nnn=true   



   
Links
•   www.nullbarriere.de - Bauordnungen
•   www.nullbarriere.de - DIN 18040

•   Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität GmbH
  http://www.institut-bgm.de/ID3471 
•   Barrierefreie Mobilität ... eine Webseite für Personen, die sich für barrierefreies Planen und Bauen interessieren
   http://www.barrierefrei-mobilitaet.de/pages/startseite.php?lang=DE
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Auch junge Bauherren sollten schon barrierefrei planen

Verband privater Bauherren (VPB) - Leitfaden


Der Ratgeber „Vorbauen und Umbauen - Barrierearm und altersgerecht“
www.vpb.de/barrierefrei.html   

Kostet 5 Euro Schutzgebühr plus 2 Euro Versand und kann über den Online-Shop bestellt werden.

Wer keinen Internetzugang besitzt, der kann den Leidfaden auch per Post oder Fax bestellen:
Bundesbüro des VPB
Chausseestrasse 8
10115 BERLIN
Fax. 030 – 2789 0111                                                                             
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Behinderungsbedingter Umbau als außergewöhnliche Belastung         

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,23270/ticket,g_a_s_t   

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Zuschuss für Treppenlift und Badumbau

Der Staat fördert den seniorengerechten Umbau von Wohnungen in Deutschland.
Antragsberechtigt sind private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen, aber auch Mieter.
Bedingung ist, dass der Antragsteller mindestens 6.000 Euro investiert.
Der Zuschuss beträgt fünf Prozent der förderfähigen Investitionskosten bei maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit.
Das zuständige Bundesbauministerium fördert beispielsweise barrierefreie und -reduzierte Zugänge zu Gebäuden und Wohnungen.
Dazu zählen die Überbrückung von Stufen, der Abbau von Schwellen sowie der Einbau von Treppenliften und Aufzügen.
Dazu gehört aber auch der notwendige Umbau von Bad oder Küche.
Die Zuschüsse können auf www.kfw.de/altersgerecht-umbauen-zuschuss beantragt werden.
Der kostenlose Ratgeber "Barrierefrei bauen und wohnen" hat die wichtigsten Aspekte von der Planung bis zur Finanzierung zusammengefasst.

Ein Ratgeber - "Barrierefrei bauen und wohnen" -
hat die wichtigsten Aspekte von der Planung bis zur Finanzierung zusammengefasst.

Bestelladresse:
BGV
Heilsbachstraße 32
53123 Bonn

Siehe auch unter:
www.bgv-barrierefrei.de                                                                                                                  
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Brandenburg gewährt Zuschüsse für Wohnraumanpassung

Das Land Brandenburg gewährt Zuschüsse zur Verbesserung der Wohnsituation in vorhandenen Mietwohnungen und in selbst genutztem Wohneigentum für schwerstmobilitätsbehinderte Menschen, insbesondere zur Verbesserung der Nutzungs- und Zugangsmöglichkeiten.

Mit weiterführendem Link mehr unter:
www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24344/ticket,g_a_s_t   

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Schwellenfrei und großer Aufzug?  Teil 1

Seniorenwohnungen nicht nur nach Prospekt kaufen // DIN als Richtlinie anerkannt

Unsere Gesellschaft altert.
In Zukunft brauchen immer mehr Menschen barrierearme, altersgerechte Wohnungen.
Diese demografische Entwicklung nutzen immer Mutiger auch Schlüsselfertiganbieter für ihre Geschäfte.
Sie werben mit bunten Prospekten und Phantasie-Prädikaten wie "seniorengerecht", "barrierefrei" oder
"rollstuhlgerecht'" für so genannte Seniorenwohnungen.

Was sind solche Versprechungen wert?
Der Verband Privater Bauherren (VPB) warnt ausdrücklich davor, solche Wohnungen ungeprüft zu kaufen.
"Es ist wie immer bei Kaufverträgen: Auf das Gedruckte kommt es maßgeblich an",
erläutert VPB- Vorsitzender Thomas Penningh und führt aus:
Weder der Begriff „Seniorenwohnung“ ist rechtlich definiert noch sind es die Bezeichnungen
„barrierefrei“ oder „rollstuhlgerecht“.
Letzten Endes steht dem Käufer immer nur das zu, was im Vertrag steht.
Weil Vertragsentwürfe häufig zu wünschen übrig lassen und Käufer oft benachteiligen,
hat das Oberlandesgericht Düsseldorf sich in einem Urteil mit dieser Art von Werbung auseinandergesetzt
und dabei festgestellt:
Beschreibt ein Bauträger die von ihm erstellte Wohnungseigentumsanlage in der Werbung "Seniorenresidenz" und bewirbt er die von ihm vertriebenen Eigentumswohnungen mit Prädikaten wie "behindertenrollstuhlgerecht" ,
so ist Übereinkunft des Bauträgers und des Erwerbers dahin aus legen, dass die Wohnungen das Objekt "Seniorenresidenz“ den Qualitätsrichtlinien DIN 18025 entsprechen solle
(OLG Düsseldorf, Urteil v 15.12.2009 - 23 U 11/08).

Fundquelle: „ALTMARK-ZEITUNG“  06.11.2010       
                           
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Schwellenfrei und großer Aufzug?  Teil 2

Seniorenwohnungen nicht nur nach Prospekt kaufen // DIN als Richtlinie anerkannt


Das Urteil des Oberlandesgerichts ist nach Ansicht des VPB eine große Hilfe für
Verbraucher, denn die DIN 18025 regelt das barrierefreie Bauen im Detail und ist in vielen Bundesländern dem sogar Grundlage der Landesbauordnung.
"Die Käufer solcher, Seniorenwohnung“ können sich also theoretisch die DIN berufen und die entsprechende Ausstattung ihrer Wohnung erwarten", erläuterte Thomas Penningh.
"Das Problem dabei ist Kontrolle", schränkt der Bausachverständige ein.
"Die meisten Käufer wissen nicht, was DIN beinhaltet, ob sie überhaupt noch aktuell ist und tatsächlich alles zu einer barrierefreien Wohnung gehört."
Deshalb rät der VPB allen Kaufinteressenten, die Unterlagen vor Vertragsabschluss von einem unabhängigen Bausachverständigen prüfen zu lassen.
Ist das Objekt bereits bezugsfertig, sollten die Käufer ebenso verfahren und auch vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags einen Unabhängigen mit der Baukontrolle beauftragen, um zu prüfen, ob die fertige Immobilie tatsächlich alle Bedingungen erfüllt.
"Der Teufel steckt immer im Detail", weiß VPB- Vorsitzender Penningh aus jahrzehntelanger Beratung.

Selbst wenn die Bewegungsflächen ausreichend groß bemessen und die Türen breit genug sind,
wie steht es mit den Übergängen zu Balkon oder Terrasse?

Sind die wirklich schwellenfrei ausgebildet?

Und wie verhält es sich mit dem Aufzug?

Ist er breit genug für den Elektrorolli?

Sind alle Schalter und Griffe für Rollstuhlfahrer zu erreichen?

Gibt es im Flur und im Treppenhaus Abstellmöglichkeiten für Rollatoren?

Ist der Zugang zum Haupteingang stufenfrei?

Kann ein Rollstuhlfahrer die schwere Haustür alleine öffnen?

Sind Gegensprechanlagen und Türspione bedarfsge recht installiert?


Hunderte scheinbar winzige Details entscheiden zum Schluss darüber, ob eine "seniorengerechte" Wohnung tatsächlich für alle Fälle von Altersbehinderungen ausgelegt ist oder nicht.
"Wer auf der sicheren Seite sein will, der sollte seine Seniorenresidenz einer gründlichen Prüfung unterziehen.
Das gilt vom Kaufvertrag bis hin zur Bauabnahme der fertigen Wohnung", rät Bausachverständiger Penningh.

Näheres bei: Verband Privater Bauherren e.V.,
Internet: www.vpb.de.

Fundquelle: „ALTMARK-ZEITUNG“  06.11.2010   
                                       
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Barrierefreies Bauen/Wohnen

"man ist nicht behindert - man wird behindert"      
   
                                                                                           
So ziemlich jeder hat diesen Satz schon einmal gehört. Auf dieser Seite haben wir für unsere Kunden einige Firmen zusammengestellt, die wir empfehlen möchten, um dieses Problem zumindest in den eigenen 4 Wänden zu lösen.

Mehr unter:
http://www.polen-haushaltshilfen.de/barrierefrei.html
und www.24hpflege.info
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