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Autor Thema: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile  (Gelesen 113295 mal)

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Offline RalleGA

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Gericht billigt Abschläge bei Invalidenrenten

Vor Erreichen des 60. Lebensjahres/ Kürzung bis zu 10,8 Prozent

Das Bundessozialgericht in Kassel (B 4 RA 22/05R) bestätigte gestern(14.08.2008) die seit 2001 gültige Praxis, Erwerbsminderungsrenten um bis zu 10,8 Prozent zu kürzen, wenn die Invaliden sie vor ihrem
60. Geburtstag in Anspruch nehmen.
Auch Hinterbliebene müssen Abschläge hinnehmen, wenn der Ehepartner vor dem  60. Geburtstag stirbt.
Betroffen sind 926.000 Erwerbsminderungs- und etwa 700.000 Hinterbliebenenrenten.
Weil teilweise Doppelrenten bezogen werden, ist die Zahl der betroffenen Personen allerdings geringer.

Ohne die Abschläge hätte die Rentenversicherung nach Berechnung der Bundesregierung
bis zu 1,8 Milliarden Euro Mehrausgaben im Jahr.
Das entspreche einer Erhöhung des Rentenbeitragssatzes um knapp 0,2 Prozentpunkte.

AItersrentner müssen, wenn sie früher in den Ruhestand gehen, einen monatlichen Abschlag von 0,3 Prozent an ihrer Rente hinnehmen. Dieses Minus kann bis zu 18 Prozent betragen.

Analog dazu hat der Gesetzgeber auch eine Kürzung der Erwerbsminderungsrenten beschlossen, wenn sie vor dem 60. Geburtstag in Anspruch genommen wird

Hier ist der Abschlag allerdings auf 10,8 Prozent begrenzt, für Hinterbliebene gilt ähnliches.
Die vier Kläger in Kassel hielten diese Regelung für unsozial und verfassungswidrig,
weil niemand den Zeitpunkt seiner Invalidität beeinflussen könne.
"Wer sucht sich denn den Zeitpunkt für seine Erwerbsminderung aus?", sagte ein Vertreter des DGB-Rechtsschutzes.
Für den Tod des Ehepartners gelte das gleiche.
Das wollten die Richter nicht geIten lassen. Wegen der Bevölkerungsentwicklung -
mehr Rentner, die länger leben - sei die Rentenkasse erheblich belastet.
Wie der Gesetzgeber reagiere, liege in seiner Entscheidungsfreiheit.
« Letzte Änderung: 28. Mai 2012, 11:46:08 von RalleGA »
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Re: Rente - Urteile vom BGH - Abschläge, Rentenüberprüfung
« Antwort #1 am: 24. Dezember 2008, 10:17:11 »
                  Befristete Rente bis Ende 2008 überprüfen
 
Bezieher einer befristeten Rente wegen Erwerbsminderung können unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Rentennachzahlung haben. Auch kann sich ihre laufende Rente möglicherweise erhöhen.
Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.

Begünstigt kann sein, wer eine Zeitrente wegen Erwerbsminderung erhält oder erhalten hat,
die in der Zeit vom 1. Januar 1992 bis zum 30. April 2007 mindestens einmal verlängert wurde.
Dies gilt auch dann, wenn die Rente inzwischen unbefristet als Dauerrente gezahlt wird oder wenn bereits eine Altersrente bezogen wird.

Wer die genannten Voraussetzungen erfüllt, sollte einen Überprüfungsantrag beim zuständigen Rentenversicherungsträger stellen, und zwar bis Ende Dezember 2008: Eine Nachzahlung ist lediglich für vier Kalenderjahre rückwirkend möglich.

Ein eventuell bestehender Nachzahlungsanspruch für das Jahr 2004 erlischt also
am 31. Dezember 2008.


Ein Sprecher der Rentenversicherung konnte allerdings nicht sagen, wieviele Betroffene es eventuell gibt und mit welchen Nachzahlungen sie rechnen können.
Hintergrund der Aktion ist ein Urteil des Bundessozialgerichts.

Fundquelle: VOLKSTIMME 24.12.2008

« Letzte Änderung: 24. Dezember 2008, 10:22:52 von RalleGA »
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Re: Rente - Urteile vom BGH - Abschläge, Rentenüberprüfung
« Antwort #2 am: 24. Dezember 2008, 10:22:00 »
                                         Urteil - LSG SACHSEN

Das Sächsische Landessozialgericht entschied im Fall eines Frührentners,
dass wenn das Überschreiten einer Verdienstgrenze unter bestimmten Umständen zum Wegfall von Sozialleistungen führt,
die bewilligte Rente nur um die Höhe des Mehrverdienstes gekürzt werden darf (Az. L 5 RJ 65/00).

Das Gericht berief sich bei seiner Entscheidung auf die Rechtssprechung des
Bundessozialgerichts (BSG, SozR 3-1300 § 48 Nr. 37).

Fundstelle/quelle: MDR – Fernsehen, Redaktion Wirtschaft/Verbraucher
                              „Escher – Der MDR – Ratgeber“
                                Telefon: 0341-300 4813   Fax. 0341-300-4817

Zuletzt aktualisiert: 03. September 2008, 13:42 Uhr

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Welche Möglichkeiten habe ich, gegen einen Rentenbescheid des Rentenversicherungsträgers vorzugehen, wenn ich mit dem Inhalt nicht einverstanden bin?

Zunächst hat jeder Versicherte das Recht, innerhalb der Rechtsbehelfsfrist (4 Wochen nach Bekanntgabe des Bescheides), Widerspruch einzulegen.

Ein Bescheid gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post durch den Rentenversicherungsträger als bekannt gegeben.
Danach beginnt die Frist von vier Wochen taggenau zu laufen.

Wird dem Widerspruch nicht entsprochen, kann der Betroffene innerhalb der Rechtsbehelfsfrist des Widerspruchsbescheides Klage beim Sozialgericht erheben.

Falls die entsprechenden Fristen (Widerspruchs-, Klagefrist) bereits verstrichen sind, hat jeder Versicherte die Möglichkeit einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X zu stellen.

Zudem kann die Rechtsaufsichtsbehörde eingeschaltet und um aufsichtsrechtliche Prüfung gebeten werden. Bei den Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung (z.B. Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland, Deutsche Rentenversicherung Nord – früher Landesversicherungsanstalten) führt das jeweilige Landessozialministerium die Aufsicht.
Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (früher Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (ehemals Bundesknappschaft, Bahnversicherungsanstalt, Seekasse) führt das Bundesversicherungsamt die Rechtsaufsicht.

Fundquelle: www.behindertenbeauftragte.de
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                      Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen erhalten Sie auf Antrag, wenn Sie
- das 63. Lebensjahr vollendet haben,
-  bei Beginn der Rente schwerbehindert (Grad der Behinderung mindestens 50),
    berufs- oder  erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht sind und
-  die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 35 Jahren erfüllen.

Darüber hinaus dürfen Sie die Hinzuverdienstgrenzen nicht überschreiten.

Die frühere Altersgrenze von 60 Jahren wurde auf das 63. Lebensjahr angehoben.

Als Berechtigter können Sie aber weiterhin mit Abschlag ab 60 in Rente gehen, wenn Sie nach dem 31. Dezember 1951 geboren sind, wird für Sie die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente stufenweise von heute 63 Jahren auf 65 Jahre angehoben.
Gleichzeitig wird die Altersgrenze für eine vorzeitige Inanspruchnahme von 60 Jahren auf 62 Jahre angehoben.
Das für Sie maßgebende Lebensalter, können Sie unter unten genannter Internetseite einer Tabelle entnehmen.

Hier gibt es weitere Infos:
www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_7130/sid_05C235F42DE0D1D58ABED34BF6D5D060/SharedDocs/de/Inhalt/02__Rente03__leistungen/03__rente__wegen__alters/rente__schwerbehinderte/altersrente__schwerbehinderte.html
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                Verfassungsbeschwerde gegen Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten
 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Sozialverband Deutschland und der Sozialverband VdK Deutschland gehen mit einer gemeinsamen Verfassungsbeschwerde gegen die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten vor.
"Damit wenden sich die drei Organisationen dagegen, dass Erwerbsminderungsrentnern Abschläge von bis zu 10,8 Prozent von der Rente zugemutet werden", wurde heute (17.02.2009) in Berlin mitgeteilt.

Die Abschläge wurden mit dem Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit eingeführt, das am 1. Januar 2001 in Kraft getreten ist. Sie gelten auch für Erwerbsminderungsrenten, die an Hinterbliebene ausgezahlt werden.
Daher richtet sich eine der drei Klagen gegen Abschläge bei den Hinterbliebenenrenten.
Nach Auffassung der klagenden Verbände verstoßen die Abschläge gegen den verfassungsrechtlichen Eigentumsschutz.

"Die Abschläge sind ein Eingriff in das Eigentumsrecht", betonte DGB- Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach und ergänzt: "Wir haben aber vor allem auch ein sozialpolitisches Problem.
Die Erwerbsminderungsrente reicht wegen der Rentenkürzungen mit durchschnittlich 662 Euro monatlich heute schon hinten und vorne nicht mehr aus."
Die Verbände begründen die Verfassungsklage außerdem damit, dass die Rentenabschläge gegen den Gleichheitsgrundsatz (Artikel 3 GG) verstoßen und der rechtsstaatliche Grundsatz des Vertrauensschutzes verletzt sei.

"Wir ziehen vor das Bundesverfassungsgericht, weil wir die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten für ungerechtfertigt und systemwidrig halten.
Für die Erwerbsminderungsrentner und ihre Witwen bedeuten die Abschläge eine unzumutbare soziale Härte",
erläuterte SoVD-Präsident Adolf Bauer.

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher erklärte:
"Wer eine Erwerbsminderungsrente erhält, kann wegen schwerwiegender gesundheitlicher Einschränkungen
nicht mehr arbeiten.
Niemand darf dafür mit Rentenabschlägen bestraft werden
."

Die Verfassungsklage betrifft Erwerbsminderungsrentner, die eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres in Anspruch nehmen.
Betroffen sind rund 750.000 Erwerbsminderungsrentner und
ein Teil der bundesweit 700.000 Hinterbliebenenrentnerinnen und -rentner.

Fundquelle:
www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,20243/ticket,g_a_s_t   
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                          Wenn beruflich nichts mehr geht

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten

Muss man aus gesundheitlichen Gründen früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden, kann das an die Existenz gehen.
Gesetzliche Rentenkassen zahlen bei Berufsunfähigkeit nur noch in bestimmten Fällen.

Erwerbsminderung wird so zum Armutsrisiko - wenn nicht entsprechend privat vorgesorgt wird.


Weitere Informationen:
Auf der Homepage des Informationszentrums der deutschen Versicherer
www.klipp-und-klar.de
kann man die Broschüre  "Die private Berufsunfähigkeitsversicherung" kostenfrei herunterladen.
 
Das Informationszentrum der deutschen Versicherer "Zukunft klipp und klar" in Berlin
beantwortet auf der kostenfreien Hotline 0800-3399399
alle Fragen zum Thema: Private Berufsunfähigkeitsversicherung.

 
Fragen zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente beantwortet
die Deutsche Rentenversicherung kostenfrei unter 0800-10004800.

www.deutsche-rentenversicherung.de


Welche Voraussetzungen für gesetzliche Erwerbsminderungsrenten gelten
und wie  private Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit (BU) aussehen kann.


Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 1

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Wie kann man bei der Deutschen Rentenversicherung seine Erwerbsminderung beweisen -- und ist man während der Beweisführung versichert?

Antwort:
Zunächst: Während Ihres Antragsverfahrens auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente bleiben Sie über Ihre Krankenkasse weiter versichert. Letztlich entscheiden der beratungsärztliche Dienst und die zuständige Fachabteilung, Ihres Rentenversicherers, wie hoch Ihr so genanntes  Restleistungsvermögen ist  und ob Sie die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erfüllen. Sie können das Feststellungsverfahren unterstützen, in dem Sie folgende Dokumente einreichen:
- alle medizinischen Unterlagen der letzten zwei  Jahre
- vollständige Angaben, zu den behandelnden Ärzten
- einen eventuellen Bescheid zur Anerkennung  einer Schwerbehinderung.
Falls vorhanden, helfen ebenfalls die Entlassungsberichte nach einem Krankenhausaufenthalt
sowie Unterlagen des medizinischen Dienstes der Krankenkasse.
« Letzte Änderung: 28. März 2009, 18:12:48 von RalleGA »
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Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 2

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:

Mein Sohn studiert,  sollte er bereits Berufsunfähigkeit absichern oder reicht seine private Unfallversicherung?

Antwort:
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die umfassendere Versicherung, aber eigentlich ergänzen sich beide.
Für eine BU - Versicherung spricht auch, dass Ihr Sohn noch jung und wahrscheinlich gesund ist, so dass er eine günstige Police erhalten kann.
Bei der BU - Police wird eine Rente bei Krankheit oder bei Unfall fällig, die zu Berufsunfähigkeit von mehr als 50 Prozent führt.
Die private Unfallversicherung leistet nur nach Unfällen, nicht bei Krankheit.
Die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit gehen aber nicht auf einen Unfall, sondern auf eine Krankheit zurück.
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Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 3

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten



Frage:

Ich beziehe seit Jahren eine Erwerbsminderungsrente.
Ist es richtig, dass Erwerbsminderungsrentner jetzt "riestern" können?

Antwort:
Ja, das stimmt.
Der Gesetzgeber hat im vergangenen Sommer ein Gesetz verabschiedet, wonach Bezieher einer vollen Erwerbsminderungsrente ab sofort zum förderfähigen Personenkreis für die Riester-Rente - gehören.
Dafür müssen Sie vor Rentenbeginn sozialversicherungspflichtig gewesen sein.
Wenn das auf Sie zutrifft, haben Sie Anspruch zumindest auf die Grundzulage von 154 Euro im Jahr
- wenn Sie vier Prozent Ihres Vorjahreseinkommens einzahlen.
Als Berechnungsgrundlage gilt dabei die im Vorjahr bezogene Bruttorente.

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Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 4

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Frage:
Mein Sohn ist Anfang 20, hat aber wegen einer schweren Vorerkrankung mehrere Ablehnungen für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen.
Welche Alternativen hat er?

Antwort:
Möglicherweise kommt eine so genannte Dread-Disease-Police in Frage.
Der Versicherungsschutz bezieht sich hier ausschließlich auf schwere Krankheiten, die in der Police explizit genannt sind -
wie beispielsweise Krebs oder Herzinfarkt.
Er sollte sich wegen eines solchen Vertrages an einen erfahrenen Versicherungsmakler wenden.
Eine weitere Möglichkeit wäre eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die aber erst dann zahlt,
wenn Ihr Sohn komplett erwerbsunfähig ist.
Der Vorteil besteht hier in einer weniger strengen Gesundheitsprüfung.
Letzte Möglichkeit wäre eine Unfallversicherung.
Sie ist zwar weit weniger umfassend als eine BU - Police, aber bietet wenigstens Versicherungsschutz nach Unfällen.
« Letzte Änderung: 07. Mai 2009, 19:49:51 von RalleGA »
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Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 5

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Frage:
Ich beziehe seit 2002 eine Erwerbsminderungsrente.
Stimmt das Gerücht, dass man einen Antrag auf Neuberechnung stellen sollte?

Antwort:
Sofern Ihre Erwerbsminderungsrente vor April 2007 verlängert wurde, sollten Sie einen formlosen Antrag auf Überprüfung Ihrer Rente bei Ihrem Rentenversicherungsträger stellen.

Unter bestimmten Voraussetzungen, die individuell geprüft werden müssen, können sich für Sie eine Nachzahlung und eine höhere monatliche Rente ergeben.
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Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 6

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Frage:
Ich habe Antrag auf eine BU-Versicherung gestellt und dabei auf eine ausgeheilte Erkrankung hingewiesen.
Trotzdem will die Gesellschaft einen Zuschlag verlangen.
Ist das in Ordnung?

Antwort:
Bei Vorerkrankungen ist es möglich, dass die Versicherungsgesellschaft einen Beitragszuschlag für das erhöhte Risiko verlangt.
Sie haben aber dann die Gewissheit, dass bei Berufsunfähigkeit gezahlt wird - unabhängig davon,
ob die Ursache mit Ihrer alten Krankheit zusammenhängt oder nicht.

Wir empfehlen Ihnen, sich unabhängig davon noch bei anderen Anbietern zu erkundigen,
da die Versicherer Vorerkrankungen unterschiedlich beurteilen.
Lassen Sie sich bei Vertragsabschluss ein Beratungsprotokoll aushändigen.
So können Sie später im Konfliktfall eine eventuelle Fehlberatung besser nachweisen.
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Wenn beruflich nichts mehr geht   Teil 7

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Frage:
Ich beziehe eine zeitlich befristete Erwerbsminderungsrente.
Die Frist läuft Ende des Jahres aus.
Kann die Rente verlängert werden?

Antwort:
Sie sollten rechtzeitig - also mindestens vier Monate vor Ablauf der Frist n einen Antrag auf Weiterzahlung stellen.
 
Der Rentenversicherungsträger prüft, ob die Voraussetzungen für die Rentenzahlung weiter gegeben sind.
Sollte sich Ihr Gesundheitszustand nicht verbessert haben, wird Ihnen die Rente gegebenenfalls befristet weitergewährt.
Wurde eine Rente dreimal bis zu neun Jahren verlängert und ist eine Verbesserung des Gesundheitszustandes dann nicht absehbar, kann die Erwerbsminderungsrente unbefristet gewährt werden.
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Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 8

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Frage:

Wie finde ich eine passende Berufsunfähigkeitsversicherung für mich?

Antwort:

Informieren Sie sich bei Zeitschriften wie „Finanztest", bei unabhängigen Versicherungsmaklern und holen Sie sich bei verschiedenen Gesellschaften Angebote ein, die Ihre individuelle Situation berücksichtigen.
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Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 9

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Ich bin Jahrgang 1957.
Stimmt es, dass ich noch Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente habe?

Antwort:
Nein, das stimmt nicht.
Allerdings genießen die Jahrgänge, die vor dem 02.01. 1961 geboren wurden, einen so genannten Berufsschutz.
Es wird geprüft, ob bei Antragstellern dieser Jahrgänge die Voraussetzungen für eine herkömmliche gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente gegeben sind.
Ist das der Fall, kann Ihnen eine teilweise Erwerbsminderungsrente gewährt werden.
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