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Autor Thema: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall - Erben,Testament,Nachlass, usw.  (Gelesen 105562 mal)

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Offline RalleGA

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Handbuch zur Vorsorge für den Ernstfall

Wer eine Patientenverfügung verfasst und einer Person seines Vertrauens eine
Vorsorgevollmachterteilt, trifft die richtige Vorsorge, damit im Ernstfall in seinem
Sinne gehandelt wird.

Der Ratgeber "Vorsorge selbstbestimmt" der Verbraucherzentrale
liefert auf 250 Seiten die wesentlichen Informationen für alle nötigen Vorkehrungen.
Formulierungshilfen, Mustertexte und Checklisten - auch auf beigefügter CD-ROM
zur Bearbeitung am PC erleichtern die optimale Absicherung.

Das Handbuch "Vorsorge selbstbestimmt" kostet 14,90 Euro und kann
für zusätzlich 2,50 Euro für Porto und Versand bestellt werden.
Per Telefon unter 01 80-500 14 33
(0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise ggf. abweichend)
montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr.


Fundstelle:  „VOLKSSTIMME“ vom 25.07.2008


eingefügt am 22.04.2012
http://www.bvkm.de/dokumente/pdf/Rechtsratgeber/Vollmacht.pdf   


http://www.bvkm.de/dokumente/pdf/Rechtsratgeber/vererben_zugunsten_behinderter_menschen.pdf
« Letzte Änderung: 22. April 2012, 13:01:23 von RalleGA »
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall - Handbuch
« Antwort #1 am: 22. Oktober 2008, 14:07:38 »
Patientenverfügungen sollten konkret sein
 
Die Bundestagsabgeordneten in Berlin diskutieren derzeit über einen Gesetzesvorschlag zu Patientenverfügungen.
Bereits heute haben acht bis zehn Millionen Menschen in Deutschland eine solche Verfügung geschrieben.
Bei der Formulierung ist Sorgfalt geboten.

Die Verfügung richtet sich an den behandelnden Arzt und legt für den Fall
eigener Entscheidungsunfähigkeit Behandlungswünsche fest.
In der Regel geht es darum, im Fall von schwerer Demenz, Koma, mehrfachem Organversagen
oder schweren Hirnschädigungen das Ende von Behandlungen vorzugeben.
Am häufigsten kommen die Verfügungen bei älteren Menschen in Pflegeheimen zum tragen.
Voraussetzung für konkrete Verfügungen, die den Ärzten die Unsicherheit über den Willen des Patienten in einer bestimmten Notlage nehmen, ist eine eingehende Information.
So sollte man sich vor dem Verfassen einer Verfügung zum Beispiel einen Überblick über das Thema künstliche Ernährung verschafft haben.

Die Deutsche Hospiz Stiftung empfiehlt, sich vorher beraten zu lassen und
Verfügungen durch einen Hausarzt und Wunschbetreuer als Zeugen bestätigen zu lassen.


Informationen von der Deutschen Hospiz Stiftung: www.hospize.de
« Letzte Änderung: 19. Juni 2009, 12:38:37 von RalleGA »
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall - Handbuch
« Antwort #2 am: 19. Juni 2009, 12:36:33 »
                              Patientenverfügung – Orientierung

Bundestag regelt erstmals am 18.06.2009 Patientenverfügung diese wurde
im § 1901a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) definiert.


Keine schwammigen Formulierungen wählen


Experten raten von schwammigen Formulierungen ab wie
"Ich will nicht an Schläuchen hängen, wenn keine Aussicht auf Besserung im Sinn eines sinnvollen Lebens besteht".           

Die Verfügungen sollten sich auf konkrete Krankheitszustände und Symptome beziehen.
Eine gute Orientierung bieten von Experten formulierte Textbausteine, wie sie beispielsweise das Bundesjustizministerium veröffentlicht hat (www.bmj.bund.de).

Eine Übersicht über Formulierungshilfen verschiedener Organisationen bietet das Portal zu Medizinethik (www.medizinethik.de/verfuegungen.htm).

Hilfe gibt auch die Deutsche Hospiz Stiftung - siehe Internetadresse oben -.
Aktive Sterbehilfe kann in einer Patientenverfügung nicht verlangt werden, denn sie ist in Deutschland verboten.       

Ratgeber Patientenverfügung:

www.arbeitsgemeinschaft-finanzen.de/    
                                                   
« Letzte Änderung: 29. September 2012, 18:00:56 von RalleGA »
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #3 am: 22. Juni 2009, 19:02:06 »
Regelung zur Patientenverfügung stärkt Patientenrechte.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat heute die vom Bundestag beschlossene Regelung zur Patientenverfügung als Stärkung des Selbstbestimmungsrechts der Patienten begrüßt.

"Das schafft endlich Rechtssicherheit für Patienten, Angehörige und Ärzte.
Die Bürgerinnen und Bürger können jetzt sicher sein, dass ihre sorgfältig verfasste Patientenverfügung respektiert
und beachtet wird", erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Bislang haben neun Millionen Bundesbürger eine Patientenverfügung verfasst.
Es ist und bleibt aber der freien Entscheidung jedes Einzelnen überlassen, ob er eine Patientenverfügung schreibt.
"Insbesondere ältere Menschen dürfen nicht gegen ihren Willen dazu gedrängt werden, eine Patientenverfügung zu verfassen oder eine Vorsorgevollmacht auszustellen", so Bauer.

Es ist zudem nach Ansicht des SoVD dringend erforderlich, dass der flächendeckende Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung jetzt entschieden vorangetrieben wird. Außerdem müssten Patienten, aber auch Ärzte, noch stärker über die Möglichkeiten und den Zugang zu schmerzlindernder Medizin informiert werden. 

Rechtsanwalt Oliver Tolmein beschreibt in seinem Blog, wie das Patientenverfügungsgesetz praktisch funktioniert

Mehr unter:
http://faz-community.faz.net/blogs/biopolitik/archive/2009/06/19/patientenverfuegungen-das-neue-gesetz-in-der-praxis.aspx
                                                        
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #4 am: 26. Juni 2009, 09:06:07 »
Neue Schiedsstelle für Konflikte um Patientenverfügung
 
Eine neue Schiedsstelle soll bei Konflikten um die Auslegung von Patientenverfügungen helfen.
Gebührenfrei in Anspruch nehmen können den Service Angehörige und Ärzte, heißt bei den Initiatoren von der Deutschen Hospiz Stiftung in Dortmund.

Eine Verfügung sollte so konkret wie möglich sein, damit sie im Sinne des Patienten ausgelegt werden kann.
Nicht immer aber seien sich Ärzte und Bevollmächtigte des Patienten einig, ob und wie sich die Verfügung auf die aktuelle Behandlungssituation anwenden lässt.
Zu Streit könne es zum Beispiel kommen, wenn der Patient nur geschrieben hat "Wenn ich demenziell in der dritten Phase erkrankt bin, will ich keine künstliche Ernährung", erläutert der Geschäftsführendem Vorstand Eugen Brysch.
Hier gelte es zu klären, ob sich die Festlegung nicht nur auf eine Magen-, sondern auch auf eine Nasen- oder Hautfaltensonde bezieht. "Und auch Astronautenkost ist eine künstliche Ernährung", ergänzte Brysch.
Die Schiedsstelle solle helfen, ein Gespräch zwischen Mediziner und Angehörigen in Gang zu bringen - damit diese gemeinsam dem Willen des Patienten gerecht werden können.
In Streitfällen werde die Schiedsstelle jede Verfügung innerhalb von zwei Werktagen prüfen.
Mitte Juni hatte der Bundestag den Umgang mit Patientenverfügungen in Deutschland erstmals gesetzlich geregelt.

mehr unter: Die neue Schiedsstelle ist im Internet und telefonisch unter 0231/738 07 30 zu erreichen
www.die-schiedsstelle.de
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Offline busymouse

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Patientenverfügungsgesetz seit 1. September 2009 in Kraft
« Antwort #5 am: 28. September 2009, 11:15:08 »
Patientenverfügungsgesetz seit 1. September 2009 in Kraft

Marburg (ggk) - Ein Unfall, eine Krankheit, eine schwere Operation sowie eine geistige, seelische oder körperliche Behinderung kann jeden unverhofft ereilen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass dabei Familienangehörige, Ehegatten, Geschwister, Kinder oder Lebenspartner in solchen Situationen einspringen und Entscheidungen treffen können. Das ist nicht so, denn selbst nahe Verwandte benötigen eine Vollmacht, um Sie in Fragen der Untersuchung, Behandlung oder Pflege vertreten zu können.

Seit Jahren werden gesetzliche Vorgaben für solche Fälle insbesondere für eine konkrete, verbindliche Patientenverfügung diskutiert. Am 1. September nun trat das Patientenverfügungsgesetz in Kraft. Damit sind die schriftlichen Willenserklärungen von Kranken, die sich mündlich nicht mehr äußern können, erstmals gesetzlich geregelt.
Die neue gesetzliche Regelung zur Patientenverfügung (>>> Drittes Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts) wurde im Juni nach sechsjähriger Debatte vom Bundestag verabschiedet. Danach sind schriftliche Patientenverfügungen für Ärzte und Angehörige verbindlich, unabhängig vom Krankheitsstadium. Das heißt, dass die Verfügung auch befolgt werden muss, wenn der Kranke noch nicht die Sterbephase erreicht hat. Fordert der Patient die Einstellung lebenserhaltender medizinischer Maßnahmen, muss der Arzt dies umsetzen.

Welche Person statt des Patienten die Entscheidungen am Lebensende treffen bzw. die Entscheidungen des Patienten durchsetzen soll, ergibt sich nicht aus einer Patientenverfügung. Die Patientenverfügung ist insofern von einer Vorsorgevollmacht und einer Betreuungsverfügung zu unterscheiden. So wird in einer Vorsorgevollmacht verfügt, wer (als sogenannter Bevollmächtigter) medizinische oder andere Anordnungen treffen bzw., falls eine Patientenverfügung vorliegt, diese durchsetzen soll. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ergänzen also einander und sollten nebeneinander erstellt werden.

Für den Ernstfall kann also jeder selber Vorsorge treffen. Die Vorsorgemöglichkeiten sind:

  • Vorsorgevollmacht
  • Betreuungsverfügung und
  • Patientenverfügung.

Vorsorgemappe

Eine ausführliche Vorsorgemappe inklusive Patientenverfügung zu günstigem Preis finden Sie unter:

>>> www.shop.dgk.de.

Die aktuelle Vorsorgemappe enthält eine informative Begleitbroschüre, die drei Vorsorgeverfügungen und ein Notfallkärtchen sowie Entscheidungshilfen zu jedem Regelungspunkt der Verfügungen. Alle Unterlagen sind juristisch und medizinisch auf dem neusten Stand des am 1. September 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Patientenverfügung.

(Pressemeldung vom Deutschen Grünen Kreuz für Gesundheit e.V., DGK)
« Letzte Änderung: 28. September 2009, 11:20:01 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #6 am: 11. November 2009, 18:59:57 »
                                             Patientenverfügung

Links und Infos


Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.gek.dej40925.

Und auch hier finden Sie Tipps, Ratschläge und Formulierungshilfen für Ihre Patientenverfügung:

- Broschüre "Patientenverfügung" des Bundesjustizministeriums
Abrufbar im Internet unter: www.bmj.de
Bestellung per Telefon: 0 18 88 - 80808 00* = Ortstarif im dt. Festnetz

- Broschüre "Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter" des Bayerischen Justizministeriums Abrufbar im Internet unter: www.verwaltung.bayern.dejAnlage1928142/VorsorgefuerUnfall,KrankheitundAlter.pdf   
   
Diverse Ratgeber und Mustersammlungen gibt es auch im Buchhandel,
etwa den Ratgeber Patientenverfügung
(ISBN 3-8259-5637-2 LIT-Verlag, Münster)

Fundquelle: Gesundheit - konkret  Heft 4/09- Magazin der Gmünder Ersatz Kasse GEK
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #7 am: 22. November 2009, 18:02:57 »
Testament ist kein Ersatz für Vollmacht und Patientenverfügung

Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht sollen sicherstellen, dass der eigene Wille auch dann noch berücksichtigt wird, wenn man ihn nicht äußern kann. Zu den damit verbundenen Fragen gaben gestern Experten der Notarkammer Sachsen-Anhalt in einem Telefonforum Auskunft.
 
Patientenverfügung

Frage Antwort 1

Frage:

Ich möchte, dass meine Tochter meine Angelegenheiten regelt, wenn ich es nicht mehr kann.
Sie wohnt allerdings nicht in der Nähe. Ist es sinnvoll, dass ich meine Tochter trotzdem bevollmächtige?                                                                                                   

Antwort:
Fragen Sie Ihre Tochter, ob sie bereit dazu ist.
Wenn Sie es ablehnt, müsste sonst das Vormundschaftsgericht einen Betreuer für Sie bestellen.

Ist sie bereit, sich um Ihre vermögensrechtlichen und gesundheitlichen Angelegenheiten zu kümmern,
sollten Sie der Tochter eine Vorsorgevollmacht erteilen.
Für die täglichen Hilfen im Haushalt können Sie zusätzliche Hilfe organisieren.                                                                                             

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 08.07.2009             
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #8 am: 24. November 2009, 19:37:35 »
Patientenverfügung

Frage Antwort 2   
                                                                                                                     
Frage:

Wir haben im Jahr 2002 beim Notar eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung beurkundet.
Müssen wir diese jetzt ändern?                                         

Antwort:
Nein, wenn beides noch Ihrem jetzigen Willen entspricht, brauchen Sie nichts zu unternehmen.
Jede Verfügung ist so lange gültig, bis sie widerrufen wird.                           

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 08.07.2009                                        
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #9 am: 28. November 2009, 15:25:20 »
Patientenverfügung

Frage Antwort 3   
     
                                                                                                                 
Frage:

Was formuliere ich in einer Patientenverfügung?                                                     

Antwort:

Mit einer Patientenverfügung können Sie sowohl regeln, wie Sie behandelt werden wollen, aber auch,
welche Behandlungen und Maßnahmen Sie eventuell ablehnen.
Wer nicht möchte, dass er in einem unheilbaren Zustand künstlich am Leben gehalten wird, legt darin fest,
ob und wie er behandelt werden will, wenn er sich selbst nicht mehr dazu äußern kann.
Ein Gespräch mit dem Arzt kann helfen, das Ausmaß von Krankheiten zu erfassen und so zu entscheiden,
was man möchte und was nicht.                                                                                   

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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #10 am: 05. Dezember 2009, 10:30:18 »
Patientenverfügung

Frage Antwort 4 
                                                                                                                     
Frage:

Was hat sich mit dem neuen Gesetz zur Patientenverfügung eigentlich geändert?         
Wie verhindere ich, dass ein Gericht über mich entscheidet?                                               

Antwort:
Der Deutsche Bundestag hat im vergangenen Monat erstmals Fragen der Form und der Beachtlichkeit von Patientenverfügungen geregelt. Danach muss der Patientenwille schriftlich verfügt sein.
Die Schriftform ist nun also Voraussetzung für die Wirksamkeit der Patientenverfügung.
Darüber hinaus ist nun geregelt, dass der Vorsorgebevollmächtigte oder der gerichtlich bestellte Betreuer dem so verfügten Patientenwillen Geltung zu verschaffen hat.
Liegt keine Patientenverfügung vor oder gibt es strittige Fragen, muss zusätzlich das Gericht eingeschaltet werden.
Zu Streit kann es kommen, wenn Ihr Wille nicht eindeutig formuliert ist.
Das kann auch durch das Ankreuzen von Formularen der Fall sein.

Angezweifelt werden kann auch, ob die Patientenverfügung von Ihnen persönlich unterschrieben wurde oder Sie nicht mehr geschäftsfähig waren, als Sie die Patientenverfügung unterschrieben.
Um diesem entgegen zu wirken, sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen.                                                                                                        

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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #11 am: 11. Dezember 2009, 11:08:14 »
Patientenverfügung

Frage Antwort 5                                                                                                                          

Frage:

Von wem soll ich mich beraten lassen, vom Anwalt oder Notar?

Antwort:
Beide Rechtsberufe beraten Sie.
Eine Beurkundung der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung darf in Sachsen-Anhalt nur der Notar vornehmen.
Es liegt keine bundeseinheitliche Regelung vor.
Beim Notar ist die Beratung im Vorfeld der Beurkundung mit der Beurkundungsgebühr abgegolten.
Legen Sie nur einen Text vor, und möchten die Unterschrift beglaubigen lassen, wäre eine Beratung zum Inhalt des Textes gesondert kostenpflichtig.
Die Kosten für den Notar sind überschaubar.
Eine Patientenverfügung kostet rund 30 Euro. Die Kosten für eine Vorsorgevollmacht regeln sich nach dem Wert des Vermögens.
Bei einem Vermögenswert von 20000 Euro zahlen Sie rund 80 Euro.                                                                                                                               
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #12 am: 13. Dezember 2009, 10:48:44 »
Patientenverfügung

Frage Antwort 6    
                                                                                                                       
Frage:

Was passiert, wenn die von mir bevollmächtigte Person im Ernstfall verhindert ist und nicht für mich handeln kann?     
                                                                                           
Antwort:
Haben Sie keinen weiteren Bevollmächtigten benannt, kann es sein, dass das Gericht für Sie einen Betreuer bestellen muss.
Sie können aber auch dem Gericht vorschlagen, wer in diesem Fall zum Betreuer bestellt werden soll,
wenn keine weitere Person Ihr volles Vertrauen genießt.
Sie können auch dem Gericht erklären, wer nicht als Betreuer bestellt werden soll.                                                                                                                       

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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #13 am: 15. Dezember 2009, 17:46:43 »
Patientenverfügung

Frage Antwort 7
   
                                                                                                                   
Frage:

Wie alt muss man sein, um eine Vorsorgevollmacht zu verfassen?                           

Antwort:
Man sollte das so früh wie möglich tun.
Das Leben ist voller Überraschungen und junge Leute stehen aktiv im Leben.
Eine Vorsorgevollmacht kann durch jede volljährige Person erstellt werden.             
                                                                                           
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Re: Patientenverfügung - Vorsorge für den Ernstfall -
« Antwort #14 am: 28. Dezember 2009, 12:09:16 »
              Patientenverfügung

Frage Antwort 8           
                                                                                                             
Frage:

Ich habe ein Testament erstellt und meinen Erben benannt.
Kann dieser auch im Krankheitsfall für mich tätig werden?                                                                                 

Antwort:

Nein. Das Testament regelt die Vermögensverteilung nach Ihrem Ableben.
Eine Handlungsanweisung zu Lebzeiten deckt es nicht ab.
Es wird erst mit Ihrem Tod wirksam.
Das richtige Dokument für die Regelung der Angelegenheiten zu Lebzeiten ist die Vorsorgevollmacht,
eventuell ergänzt durch eine gesonderte Patientenverfügung.                 

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 08.07.2009 
                   
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