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Autor Thema: Steuer-Geld-Banktipp 1 - allgem. u. natürlich legaler Art + Erbrecht ab 2010  (Gelesen 61494 mal)

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Offline RalleGA

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Hinzugefügt am 22.04.2012
http://www.bvkm.de/dokumente/pdf/Rechtsratgeber/steuermerkblatt.pdf   

weitere kleine Steuertipps  geändert am 03.01.2010

Ist die Behinderung Folge eines Arbeitsunfalls, sind alle Folgekosten als Werbungskosten absetzbar.
Dann gibt es keinen Eigenanteil, der getragen werden muss, und die Kosten wirken sich nach dem Erreichen des Arbeitnehmerpauschbetrages steuerlich voll aus.

Ebenfalls absetzbar sind Parkgebühren am Arbeitsplatz und Unfallkosten, die auf dem Weg zur Arbeit entstehen.
Darüber hinaus sind in vielen Fällen auch die Kosten für den behindertengerechten Umbau absetzbar - entweder als außergewöhnliche Belastung oder als zusätzliche Anschaffungskosten, die sich bei der Abschreibung des Autos niederschlagen.


Behindertengerechter Umbau steuerlich absetzbar  Neu-Neu-Neu
Ein behindertengerechter Umbau des Wohnhauses kann von der Steuer abgesetzt werden.
Der Bundesfinanzhof in München stufte die Kosten in einem Urteil als außergewöhnliche Belastungen ein
(Aktenzeichen: VI R 7/09).

In dem Fall hatte ein Mann 1999 einen Schlaganfall erlitten und war danach schwerbehindert.
Zusammen mit seiner Frau ließ er daraufhin sein Haus so umbauen, dass er weiter in der gewohnten Umgebung leben konnte.
So wurden unter anderem eine Rollstuhlrampe eingebaut und das Bad behindertengerecht gestaltet.
Die Kosten in Höhe von 140 000 D-Mark machten die Ehegatten in ihrer Steuererklärung für das Jahr 2000 als außergewöhnliche Belastung geltend.
Das Finanzamt lehnte das ab und wollte nur den Behinderten- sowie den Pflege-Pauschbetrag zugestehen.
Dagegen klagte der Erbe des inzwischen verstorbenen Ehemanns.

Die Richter gaben ihm recht:
Die Kosten seien als außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzbar, weil sie sich zwangsläufig aus der Situation ergeben hätten.
Ob durch den Umbau ein Gegenwert erlangt wurde, trete demgegenüber in den Hintergrund und sei nicht zwingend.

« Letzte Änderung: 22. April 2012, 12:43:45 von RalleGA »
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Re: Steuertipp 1 - Haus/Wohnung-Wohnraumu. allgemeiner Art
« Antwort #1 am: 27. November 2008, 13:52:08 »
Frage:

Wir haben bisher keine Steuern bezahlt.

Jetzt bekommen wir Post vom Finanzsamt.
Kann das sein?


Antwort:
Die Renten waren schon immer steuerpflichtig, allerdings in der Vergangenheit nur zu einem geringen Teil, dem so genannten Ertragsanteil.

Mit dem Alterseinkünftegesetz wurde 2005 der steuerpflichtige Anteil der Rente angehoben.
Er richtet sich nach dem Kalenderjahr, in dem jemand erstmals Altersrente bezieht.

Für Neurentner im Jahr 2008 beträgt - der steuerpflichtige Anteil 56 Prozent.
Die meisten Rentner werden auch weiterhin keine - Steuern zahlen müssen, weil sie unter dem Freibetrag liegen.
Allerdings bekommt das Finanzamt über die neue Steueridentifikationsnummer mit, wie  hoch Ihre Rentenbezüge sind und kann Sie dementsprechend zu einer Steuererklärung  auffordern.
Denn seit drei Jahren müssen sowohl gesetzliche als auch private Versicherer die  Rentenhöhe der Zentralen Zulagenstelle in Brandenburg - mitteilen.
Diese Bezüge werden dann den Finanzbehörden mit geteilt.
Dafür wird die neue Steuernummer genutzt.

Weitere Informationen

Fragen zu geförderten und privaten Altersvorsorge beantwortet das Informationszentrum der deutschen Versicherer unter der kostenfreien Beratungs-Hotline 0800/33 99 3 99.
Über die Bestell-Hotline 0800/742 43 75 des Informationszentrums gibt es die aktuellen Broschüren
 "Die Riester - Rente" und "Die Basisrente"
als Einzelexemplare kostenfrei unter www.klipp-und-klar.de
kann man die Broschüren kostenfrei herunterladen und bekommt weitere Informationen.

Informationen über die gesetzlichen Renten erteilt die Deutsche Rentenversicherung –
auf ihrem kostenlosen Servicetelefon unter der Nummer  0800/10 00 48 00.
Broschüren zum Thema "Altersvorsorge - und Steuern" gibt es unter
www.deutsche-rentenversicherung.de   
Möchten Sie einen Gesamtüberblick über alle Altersvorsorgeformen, können Sie sich an eine Volkshochschule wenden.
 
Fundquelle: Generalanzeiger – 23.11.2008
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Re: Steuertipps 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #2 am: 01. Februar 2009, 18:19:17 »
            Einkommenssteuer sparen durch Schenkung an Kinder
 
Eltern können die Einkommensteuerlast verringern, indem sie ihren Kindern Geld schenken.
Zum legalen Steuersparen können Eltern die Freibeträge ihrer Kinder nutzen.                      
Pro Kind betrage der steuerfreie Betrag für Einkünfte 8671 Euro.

Bei einer Verzinsung von drei Prozent könnten Eltern also bis zu 289 000 Euro auf ihre Kinder übertragen und so die Einkommenssteuerlast der Familie verringern. Der Betrag von 8671 Euro setzt sich aus dem Grundfreibetrag von 7834 Euro,
dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro und dem Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro zusammen.                                 

Auch Arbeitseinkommen zählen allerdings in diesen Betrag hinein.
Zum Jahresbeginn wurde der Steuerfreibetrag für Schenkungen an Kinder im Zuge der Erbrechtsreform von 205 000 auf 400 000 Euro angehoben. Nach zehn Jahren kann den Angaben zufolge erneut die gleiche Summe übertragen werden, ohne dass Schenkungsteuer anfällt.

Nach der Übertragung dürften Eltern aber nicht ohne weiteres auf das Kapital und die Zinseinkünfte der Kinder zugreifen.

Wenn die Einkünfte volljähriger Kinder die genannte Summe überschreiten, verlieren ihre Eltern den Anspruch auf Kindergeld und einen Kinderfreibetrag.
Zudem müssten die Kinder in diesem Fall ihre gesetzliche Krankenversicherung selbst bezahlen.


Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 29.01.2009
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #3 am: 08. Februar 2009, 20:02:16 »
                  Steuermerkblatt für Familien mit behinderten Kindern

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (Bvkm) hat sein jährlich neu erscheinendes Steuermerkblatt für Familien mit behinderten Kindern aktualisiert.


Laut Pressemitteilung des Bvkm hilft das Steuermerkblatt Eltern behinderter Kinder, Familien mit behinderten Angehörigen oder berufstätigen Erwachsenen mit Behinderung, mögliche Steuervorteile geltend zu machen.
Das Merkblatt folgt Punkt für Punkt dem Aufbau der Formulare für die Steuererklärung 2008.
So kann diese schrittweise und schnell bearbeitet werden.

Das Steuermerkblatt 2008/2009 berücksichtigt unter anderem die Erhöhung des Kindergeldes sowie
das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Pendlerpauschale.

Erstmals wird anhand konkreter Beispiele die Frage erläutert, ob Eltern erwachsener Menschen mit Behinderung ein Anspruch auf Kindergeld zusteht. Außerdem gibt die Veröffentlichung darüber hinaus zahlreiche Tipps zu kritischen oder strittigen Fragen, Verfügungen und Erlassen der Finanzverwaltung oder Entscheidungen des Bundesfinanzhofs.

Das Steuermerkblatt 2008/2009 steht auf der Internetseite des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen www.bvkm.de in der Rubrik "Recht und Politik" kostenlos als Download zur Verfügung.

Die gedruckte Version kann hier bestellt werden:
BVKM
Stichwort "Steuermerkblatt"
Brehmstr. 5-7
40239 Düsseldorf

Fundquelle: www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,20148/ticket,g_a_s_t
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #4 am: 11. Juni 2009, 12:51:58 »
Steuergericht erleichtert doppelte Haushaltsführung
 
Wer aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegzieht,
kann die doppelte Haushaltsführung jetzt auch steuerlich geltend machen.
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat Steuervergünstigungen für eine doppelte Haushaltsführung erleichtert.
Das geht aus zwei Urteile hervor des Gerichts in München hervor (Aktenzeichen: VI R 23/07 und VI R 58/06).

Danach liegt eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung auch dann vor, wenn der Steuerpflichtige die Familienwohnung aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort weg verlegt und dann von einer Zweitwohnung am Arbeitsort aus seiner bisherigen Beschäftigung nachgeht.

In solchen Fällen habe der BFH bisher eine doppelte Haushaltsführung verneint und somit seine bisherige Rechtsprechung geändert, teilte das oberste deutsche Steuergericht am Mittwoch (27.5.2009) in München mit.       
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #5 am: 14. Juni 2009, 13:09:00 »
Spätere Zahlung aus Steuergründen möglich

Aus steuerlichen Gründen kann es sehr sinnvoll sein, eine Abfindung erst im Jahr nach der Entlassung zu zahlen.
Unter Umständen ist dann nämlich die Steuerlast geringer.

Bisher haben Finanzämter diese Verschiebung nicht anerkannt.
Nun aber hat das Niedersächsische Finanzgericht (Az: 5 K 73/06) entschieden, dass die Abfindung erst mit der tatsächlichen Auszahlung auch steuerlich zufließt und erst in diesem Jahr versteuert werden muss.

Dies gilt auch dann, wenn die aus steuerlichen Gründen auf das Folgejahr verschoben wird.
Die steuerliche Motivation begründet noch keinen Gestaltungsmissbrauch, urteilten die Richter des Niedersächsischen Finanzgerichts in Hannover.

pers. Anmerkung:
es ist schon verwirrend - wenn jemand nach Jahren endlich durch seinen ehem. AG eine Abfindung erhält und zu diesem Zeitpunkt bereits HARTZ-IV erhält, wird das wieder als Einkommen bewertet und lfd. Zahlung von der ARGE eingestellt/unterbrochen.
siehe unter        Abfindung mindert ALG II Anspruch
test.orpha-selbsthilfe.de/forum/index.php?topic=748.15

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 12.06.2009                         
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #6 am: 22. Juli 2009, 10:04:09 »
Sein Auto an den Chef vermieten                                                                                
Umsatzsteuer aus dem Kaufpreis vom FA komplett erstatten lassen    
                                 
                                                                             
Ein lukratives Geschäft zwischen Arbeitgeber und -nehmer spart Umsatzsteuer und beide Seiten profitieren davon.
Denn vermietet ein Angestellter seinen gerade frisch erworbenen Pkw an den Arbeitgeber, kann er sich die Umsatzsteuer aus dem Kaufpreis vom Finanzamt komplett erstatten lassen.
Diese lukrative Regelung ergibt sich aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs, wonach der Mitarbeiter durch seine Vermietung zum selbstständigen Unternehmer wird (Az. V R 77/05).

Im Urteilsfall vermietete ein Angestellter seinen Privatwagen an seinen Chef und wies die Umsatzsteuer in der Rechnung separat aus.
Laut dem anschließend angepassten Arbeitsvertrag wurde dem Mitarbeiter nunmehr ein betrieblicher Pkw zur Verfügung gestellt, den er dienstlich und auch privat fahren durfte.
Für Betriebsfahrten war das Fahrzeug auch anderen Arbeitnehmern zu überlassen.

Das Finanzamt hatte hier noch einen Gestaltungsmissbrauch unterstellt und daher den Vorsteuerabzug abgelehnt.
Zu Unrecht, denn der Arbeitnehmer hat seinen Pkw als Unternehmer vermietet.
Hierzu wird er, da er eine wirtschaftliche Tätigkeit selbstständig ausübt.
Dabei spielt keine Rolle, zu welchem Zweck dies erfolgt und zu welchem Ergebnis dies führt.

Ausgeschlossen von der Unternehmereigenschaft sind - lediglich Gehaltsempfänger, die Tätigkeiten im Rahmen eines Arbeitsvertrags ausüben,- und mögliche Nebenleistungen hierbei nur von untergeordneter Rolle sind.
Eine selbstständige Tätigkeit liegt hingegen bereits vor, wenn Mitarbeiter auf eigene Rechnung und eigene Verantwortung aktiv werden - etwa durch die Vermietung von Gegenständen.

Erfolgt nun die Mietvereinbarung vor dem Hintergrund, dass der Mitarbeiter einen Geschäftswagen bekommen wollte,
belegt dies sein vorrangiges Interesse an der Vermietung und nicht das Bedürfnis des Chefs.
Somit ist der Vorsteuerabzug aus dem Pkw-Kauf oder Leasingraten in voller Höhe möglich, da das Fahrzeug im Rahmen des Unternehmens vollständig dem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wurde.
Das ist selbst dann kein Gestaltungsmissbrauch, wenn der Arbeitnehmer das vermietete Fahrzeug selbst wieder privat nutzen kann.
Der Arbeitgeber wiederum kann die Vorsteuer aus der Miete beim Finanzamt geltend machen und die Nettozahlungen gewinn mindernd als Betriebs ausgaben absetzen.
Von dieser Vereinbarung profitieren steuerlich also Arbeitgeber und -nehmer gleichermaßen.
Es empfiehlt sich also, dieses Modell einmal durchzurechnen.
Besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise hat die Sichtung von Einsparpotenzial wieder an Bedeutung gewonnen.

Mehr zu ähnlichen Themen finden Interessierte in dem Informationsdienst
"Steuerzahler- Tipp". Dieser erscheint mo¬natlich beim VSRW-Verlag, Bonn, wo eine Probeausgabe kostenlos und unverbindlich unter Tel. 0228/951240 oder unter www.vsrw.de angefordert werden kann.

Fundquelle: „ALTMARK-WOCHE“ 22.07.2009
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #7 am: 18. August 2009, 17:42:28 »
Finanzamt informieren

Verschenken Sie Vermögen
, müssen Sie oder der Beschenkte das Finanzamt - binnen drei Monaten informieren -
es sei denn, es steht fest, dass keine Schenkungsteuer anfallen kann.

Das gilt etwa bei üblichen Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenken oder wenn der übertragene Betrag einschließlich möglicher Schenkungen in den zehn Jahren zuvor den Freibetrag nicht übersteigt.
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #8 am: 21. August 2009, 10:20:58 »
Steuer- doppelte Haushaltsführung

Kosten für eine doppelte Haushaltsführung konnten bisher steuerlich nur abgesetzt werden, wenn die Gründung der Zweitwohnung beruflich veranlasst war.
Der Bundesfinanzhof hat seine bisherige Rechtsauffassung zur doppelten Haushaltsführung jetzt geändert.
Nach zwei Urteilen (VI R23/07 UND VI R 58/06) ist eine berufliche Veranlassung auch dann gegeben,
wenn die Familienwohnung vom Arbeitsort aus privaten Gründen verlegt wird und der Arbeitnehmer dann von der Zweitwohnung aus seiner bisherigen Tätigkeit nachgeht.

Der ehemalige Haupthaushalt wird dann zum Zweithaushalt.
Auf den Grund des Wegzugs und den Zeitpunkt des Bezugs der Zweitwohnung kommt es nicht an.
Es können alle Kosten der Zweitwohnung oder die ortsübliche Miete für eine Wohnung bis 60 Quadratmeter sowie eine wöchentliche Heimfahrt als Werbungskosten geltend gemacht werden.
Die Umzugskosten können aber nicht als Werbungskosten angesetzt werden.

Fundquelle: VER.Di -  Publik 06-07-2009                                
« Letzte Änderung: 22. September 2009, 15:13:04 von RalleGA »
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #9 am: 29. August 2009, 10:36:38 »
Steuer-Schenkungsbedingung:

Wollen Sie sichergehen, dass Ihr Kind das geschenkte Vermögen zum Beispiel für seine Ausbildung nutzt,
können Sie dies bei der Schenkung zur Auflage machen und festlegen. 

Eine solche Regelung sollten Sie vorab mit einem Steuerberater oder Anwalt für Erbrecht besprechen.                                                                     
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #10 am: 02. Oktober 2009, 10:37:12 »
Elterngeldbezug strecken mildert die Progression
 
Mit einem Trick lässt sich der sogenannte Progressionseffekt beim Elterngeld mildern.           
Wenn Mutter und Vater das Elterngeld sich so auszahlen lassen, dass sich die Bezugsdauer verdoppelt, wird monatlich nur das halbe Elterngeld ausgezahlt.

Hintergrund ist, dass das Elterngeld selbst zwar nicht besteuert wird.                                             
Es unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt.
Das bedeutet, dass es zur Feststellung des Steuersatzes in die Gesamtsumme aller Bezüge einbezogen wird.
Der anhand dieser Summe ermittelte Steuersatz wird dann für die Berechnung der Einkommensteuer angewendet.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 09-2009
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Re: Steuertipp 1 - allgemeiner und natürlich legaler Art
« Antwort #11 am: 13. Oktober 2009, 09:17:53 »
Steuerrecht:

Erststudium nach einer Berufsausbildung


Wer nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung ein Studium absolviert, kann die Kosten dafür als Werbungskosten steuerlich absetzen.
Das hat der Bundesfinanzhof (AZ: VI R 14/07) entschieden.

Grundsätzlich weisen die Bundesrichter darauf hin, dass die Kosten für Erststudien nicht als Werbungskosten absetzbar sind.
Das gilt aber grundsätzlich nicht für Steuerzahler, die an eine erstmalige Berufsausbildung eine weitere Berufsausbildung oder sonstige Bildungsmaßnahmen anhängen.
Jede berufliche Umschulung berechtigt zum Abzug der anfallenden Kosten als Werbungskosten.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 02.10-2009
           
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2009, 16:13:35 von RalleGA »
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                                                Richtig Vererben
Ab 2010 gilt neues Erbrecht


Mit Beginn des kommenden Jahres gilt in Deutschland ein neues Erbrecht.
Kern der Reform ist das sogenannte "Abschmelzungsmodell beim Pflichtteilsergänzungsanspruch".

Hier die wichtigsten Neuregelungen in Kürze:

SCHENKUNGEN:
Nach dem alten Recht wurde all das, was zehn Jahre oder länger vor dem Tod des Erblassers verschenkt wurde,
nicht in die Berechnung des Pflichtteils einbezogen.
Eine Schenkung neuneinhalb Jahre vor dem Tod beispielsweise wurde aber voll angerechnet.
Das neue "Abschmelzungsmodell" macht nun Schluss mit diesem Alles-oder-Nichts-Prinzip.
Denn jetzt werden beispielsweise von Schenkungen neuneinhalb Jahre vor dem Tod nur 10 Prozent
der Schenkungssumme berücksichtigt.
Und wird die Schenkung erst ein halbes Jahr vor dem Tod vorgenommen, fließen 90 Prozent in die Berechnung ein.
Erfolgt die Schenkung 10 Jahre oder länger vor dem Tod, bleibt sie - wie bisher - unberücksichtigt.

PFLICHTIEILSENTZUG:
Pflichtteilsberechtigt sind direkte Abkömmlinge - Kinder, Enkel, Urenkel sowie Ehepartner.
Außerdem gehören dazu die Eltern, wenn die Kinder vor ihnen sterben.
Der Pflichtteil berechnet sich aus zwei Töpfen.
Dabei werden der Nachlass und die Schenkung zusammengerechnet und daraus dann der Pflichtteil bestimmt.
Der gesetzliche Pflichtteil konnte bislang aber dem Erben entzogen werden, wenn dieser dem Erblasser,
seinem Ehegaten oder den leiblichen Kindern nach dem Leben trachtete.             
Künftig wird dieser Kreis auf uneheliche Partner und Stiefkinder erweitert.
Außerdem ist ein Entzug möglich, wenn der Pflichtteilsberechtigte wegen einer Vorsatztat zu einer Freiheitsstrafe
von mindestens einem Jahr ohne Bewährung verurteilt wurde.

STUNDUNG BEI HÄRTE:
Jeder Erbe kann künftig verlangen, dass ein Pflichtteilsanspruch gegen ihn nicht sofort eingelöst werden muss.
Es soll vielmehr die Möglichkeit zur Stundung geben.
Das bedeutet, dass zum Beispiel eine Tochter, die das Familienheim bewohnt,
nicht sofort die anderen Pflichtteilsberechtigten auszahlen muss, wenn sie dafür das Haus verkaufen müsste.

Fundquelle: Auszug „Sonntagsnachrichten GA/KLZ“ 25.10.2009
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Läuft eine Geldanlage auf den Namen des Kindes oder Enkels, müsste dieses von den erzielten Gewinnen
(Zinsen, Kursgewinne, Dividenden) prinzipiell 25 Prozent Abgeltungsteuer ans Finanzamt zahlen.

Doch keine Sorge: Sogar Säuglingen stehen schon Freibeträge zu.
Zum einen darf jeder Bürger pro Jahr den Grundfreibetrag von 7.834 € geltend machen (ab 2010: 8.004 €).
Da Kinder kein Arbeitseinkommen haben, können sie den Freibetrag für Kapitalerträge nutzen.
Hinzu kommen der Sparerpauschbetrag von 801 € pro Jahr sowie der Pauschbetrag für Sonderausgaben von 36 €.
Kinder können also für das laufende Jahr bis zu 8.671 € (ab 2010: 8.841 €) steuerfrei einnehmen;
 das Finanzamt geht bei ihnen im Normalfallleer aus!                                                         
« Letzte Änderung: 24. September 2011, 10:16:35 von RalleGA »
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Einspruch gegen Steuerbescheid kann sich lohnen

Der Einspruch gegen einen Steuerbescheid kann sich lohnen - so habe der Fiskus in 42 Prozent der Fälle dem Bürger recht gegeben.


Darauf weist der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin hin und beruft sich auf eine neue Statistik des Bundesfinanzministeriums.

Den Daten zufolge wurden im vergangenen Jahr von den mehr als 5,5 Millionen abgearbeiteten Einsprüchen annähernd die Hälfte zugunsten der Steuerzahler entschieden.             
In 42 Prozent der Fälle habe der Fiskus dem Bürger recht gegeben.
Auf diesem Weg wurden etwa versäumte Abzugsbeträge nachträglich anerkannt oder Schätzungen korrigiert.
Steuerzahler können innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheids Einspruch beim Finanzamt einlegen.
Wird der Bescheid - wie üblich - per Brief versandt, gelte dieser am dritten Tag als zugestellt.

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