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Autor Thema: Schmerzen - Behandlungsmethoden - Schmerzkliniken- u.Therapeuten; Links/Infos  (Gelesen 92575 mal)

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Offline RalleGA

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Vor OP Klinik nach Umgang mit Schmerzen fragen

Vor einer Operation sollten sich Patienten über den Umgang der Klinik mit Schmerzen informieren.
Darauf weist Prof. Edmund Neugebauer von der Universität Witten/Herdecke hin.
"Schmerzen nach einer Operation sind völlig unnötig, das sollten Patienten wissen." 
             
Werden akute Schmerzen nicht ausreichend behandelt, können sie den Krankenhausaufenthalt unnötig verlängern
und später zu chronischen Beschwerden werden, warnt der Chirurg.
Ein Patient sollte seinem Arzt daher fünf Fragen stellen, bevor er sich in seine Obhut begibt, rät Neugebauer:

1. Gibt es ein Merkblatt oder eine Broschüre zum Umgang mit Schmerzen an Ihrer Klinik?
 
2. Wird der Schmerz regelmäßig gemessen?

3. Haben Sie ein schriftliches Schmerzkonzept an Ihrer Klinik?

4. Was kann ich selbst zur Schmerzlinderung tun?

5. An wen kann ich mich wenden, wenn ich die Schmerzen nicht mehr aushalten möchte?

In Deutschland werden 6,5 Millionen Patienten pro Jahr operiert.
Drei Viertel davon leiden nach dem Eingriff an Schmerzen, ein Drittel gibt sogar an,
starke Schmerzen zu empfinden, berichtet der Experte.
                                   
Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 12-2009
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Neue Abteilung Palliativmedizin

Die neue Abteilung Palliativmedizin kümmert sich um Menschen mit nicht heilbaren Krankheiten meist im Endstadium, um ihr Leiden zu vermindern.

Mehr unter:
Capio Elbe-Jeetzel-Klinik
29451 DANNENBERG/Elbe
www.capio-elbe-jeetzel-klinik.de   
________________

Änderungen:
19.01.2010 - Korrektur
« Letzte Änderung: 19. Januar 2010, 11:35:41 von busymouse »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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  • Ich bin: : selbst betroffen
Bei Fibromyalgie hilft nur ganzheitliche Behandlung

Bewegung hilft gegen Schmerzen:


Die Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Fibromyalgie – Behandlung.


Ganzer Artikel unter:
www.volksstimme.de/vsm/ratgeber/gesundheit/gesundheit/?em_cnt=1778356   


Information:

Deutsche Rheumaliga: www.rheuma-liga.de

Infos zur Medikamenten-Therapie:
http://dpaq.de/Fibromyalgie-Medikamente

Literatur: http://dpaq.de/Fibromyalgie-Literatur

Klinikum Saarbrücken:
http://dpaq.de/ozRbP

Klinik Der Fürstenhof:
www.klinik-der-fuerstenhof.de     
                 
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Statt Spritze: Massagen lindern Kreuzschmerzen

Wenn es im Kreuz zeitweilig zwickt, müssen es nicht immer Schmerzmittel oder Spritzen beim Arzt sein.
Mehrere Wochen anhaltende Rückenschmerzen lassen sich wahrscheinlich auch durch einige Massageformen lindern.

Dazu zählen klassische Massagen, Thai-Massagen und Akupressur, erläutert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln auf seinem Portal www.Gesundheitsinformation.de.   
Massagen zielen darauf ab, die Schmerzen zu lindern, Muskeln zu lockern und Wohlgefühl zu bringen.
Womöglich setzen sie im Gehirn schmerzlindernde Endorphine frei.

Allein auf Massagen zu setzen, scheine aber nicht die richtige Strategie zu sein, so das IQWiG.
Sinnvoller sei, sie mit Bewegung und Dehnübungen zu kombinieren, um weniger Schmerzen
und eine größere Beweglichkeit zu erzielen.
Das Institut beruft sich auf Wissenschaftlerinnen des internationalen Forschungsnetzwerkes Cochrane Collaboration
(ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, das sich an den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin orientiert. Das zentrale Ziel ist die Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen für Entscheidungen im Gesundheitssystem)
die mehrere Studien zum Nutzen von Massagen bei Kreuzschmerzen mit unklarer Ursache ausgewertet hatten.
Sie kamen unter anderem zu dem Ergebnis, dass Akupressur besonders effektiv sein könnte.
Das müsse allerdings noch weiter erforscht werden.

Während bei einer klassischen Massage betroffene Hautregionen und Muskeln massiert werden,
werden bei einer Thai-Massage die Gliedmaßen kräftig gedehnt und gestreckt.                   
Bei der Akupressur wird Druck auf bestimmte Punkte des Körpers ausgeübt.

Mehr unter:
www.dpaq.de/kreuzmassage        
                                                     
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Chronische Rückenschmerzen nicht verschleppen

Hinter länger anhaltenden Rückenschmerzen kann eine Entzündung der Wirbelsäule stecken.
Der sogenannte Morbus Bechterew tritt typischerweise im Alter von 20 bis 45 Jahren auf
und trifft Männer doppelt so häufig wie Frauen.

Bedenklich sei es, wenn die Beschwerden länger als drei Monate andauern, sich vor allem nachts,
morgens und in der Ruhestellung verschlimmern sowie in einem Alter unter 45 Jahren auftreten.
Unbehandelt kann diese Entzündung zu einer allmählichen Versteifung der Wirbelsäule führen.
Betroffene sollten daher möglichst rasch einen Facharzt aufsuchen,
um die Ursache ihrer Rückenbeschwerden abklären zu lassen.
Auf einem Röntgenbild sei ein Morbus Bechterew erste einige Jahre nach Beginn der Krankheit erkennbar -
das sei für eine effektive Behandlung aber sehr spät.

Mehr unter:
www.rheumatologen-im-netz.de   



schaut auch in den Anhang
die menschliche Wirbelsäule (pdf.) eingefügt am 23.08.2012
Beschwerden in der Wirbelsäle (pdf.)
eingefügt am 24.04.2012
« Letzte Änderung: 23. September 2012, 10:16:12 von RalleGA »
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Wenn Muskeln schmerzen

Krämpfe mit Chininsulfat lösen


Schmerzhafte Muskelkrämpfe gehören für viele Menschen zum Alltag.
Die Erklärung, Ursache für Krämpfe sei fast immer Magnesiummangel, ist inzwischen absolut überholt.
Die Gründe sind wesentlich vielfältiger, eines aber ist auf alle Fälle klar nachweisbar:
Effektive und gut verträgliche Hilfe bei Muskelkrämpfen bringt die Natursubstanz Chininsulfat,
wie eine brandaktuelle Studie zeigt.

Die Liste der Krampfursachen ist lang:
Schlafmangel begünstigt die Krampfneigung, ebenso Schwangerschaft, Durchblutungsstörungen, Fußfehlstellungen,
die Einnahme bestimmter Medikamente, Mineralstoffmangel durch starkes Schwitzen, Alkohol sowie Stoffwechsel- oder Infektionskrankheiten.
Diese Vielzahl unterschiedlichster Ursachen erfordert eine Therapie, welche unabhängig vom Auslöser in den Entstehungsprozess der Verkrampfung eingreift.
Eine solche Therapiemöglichkeit steht mit dem speziellen Naturstoff Chininsulfat zur Verfügung.
Der aus der Cinchonapflanze stammende Wirkstoff greift rasch und direkt am Übergang von Nerv zu Muskel an und reduziert die Muskelerregbarkeit.
Durch die daraus folgende Entspannung kann Krämpfen sehr effektiv vorgebeugt werden,
ohne dass es zu einer Muskelschwächung kommt.
Eine brandaktuelle Studie ergänzt jetzt die durchweg positiven wissenschaftlichen
Erkenntnisse der vergangenen Jahre:
Untersucht wurden über 100 regelmäßig unter Wadenkrämpfen leidende Patienten.
Die Ergebnisse zeigen, dass Anzahl und Schwere der Krämpfe nach der Einnahme von täglich nur ein bis zwei Tabletten Chininsulfat (Prüfpräparat Limptar N, rezeptfrei, Apotheke) bereits nach kurzer Zeit deutlich zurückgingen.
Kein Wunder, dass weit über 90 Prozent der Untersuchten die Wirksamkeit einer Chininsulfat -Therapie mit sehr gut oder gut beurteilten.
Vor allem, weil sich nicht nur die durchschnittliche Häufigkeit von Krampfattacken extrem verringerte,
sondern auch die Schmerzstärke der wenigen noch verbleibenden Vorfälle.
Diese reduzierte Schmerzintensität führen Experten auf direkt schmerzlindernde Eigenschaften von Chininsulfat zurück.
Der Naturstoff verhindert unmittelbar die Entstehung schmerz- und entzündungsfördernder Stoffe und ist somit in seiner Wirkung vergleichbar mit bekannten Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Diclofenac.
Was umgangssprachlich als Verspannung bezeichnet wird, ordnen Experten unter Mikrokrämpfe ein.

Diese Mikrokrämpfe stören das Zusammenspiel kleiner und größerer Muskelgruppen des Bewegungsapparates und lösen so genannte "skelettomotorische Schmerzen“ aus.
Klassische Beispiele sind Verspannungen im Rücken-, Schulter- oder Nackenbereich.
Auch bei hartnäckigen Muskelverspannungen im Bereich von Rücken und Nacken war Chininsulfat in einer aktuellen Studie überaus erfolgreich.
Die 100 untersuchten Patienten berichteten nach der Therapie mit dem Naturstoff über massive Rückgänge der Wadenkrämpfe und gleichzeitig auch der Bewegungs- und Ruheschmerzen im Rücken.
Da der Entstehungsprozess von Krämpfen und Verspannungen vergleichbar ist, können Betroffene auf Nummer sicher gehen und durch die Verwendung von Chininsulfat für eine schnelle, gut verträgliche und zuverlässige Linderung von Krampf- und Verspannungsschmerzen sorgen.

Fundquelle: „ALTMARK-WOCHE“ 27.10.2010
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Fahrtüchtig mit Opioiden

Trotz Schmerzmittel Auto fahren?


Auf Mobilität wollen viele Schmerzpatienten nicht verzichten.
Doch oft nehmen sie regelmäßig starke Schmerzmittel wie Opioide ein und fragen sich,
ob sie trotzdem Auto fahren können und dürfen.
Hinweise dazu bietet die neue Ratgeber-Karte

"Sicher am Steuer: Opioide und Fahrtüchtigkeit"

Sie ist die fünfte einer insgesamt sechsteiligen Serie der Initiative "Schmerz messen".

Ziel ist es, Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen Tipps für den Alltag zu geben.
Bereits erschienen sind unter anderem die Karten

"Gut vorbereitet zum Arzt - an was müssen Schmerzpatienten denken?

"Mit Opioide auf Reisen: Lebensqualität im Urlaub" und

"Schmerzfrei einkaufen: Den Einkauf nicht mit Schmerzen bezahlen".

Die sechste Karte "Selbsthilfegruppen: Gemeinsam gegen den Schmerz"
wird im November veröffentlicht.
 
Jede Ratgeber-Karte enthält zudem Informationen, wie die Schmerzstärke gemessen und dokumentiert wird, was bei der Einnahme von Schmerzmitteln zu beachten ist und wo Patienten Hilfe finden.

Die ersten fünf Ratgeber Karten stehen im Internet unter www.schmerzmessen.de zum Download bereit
und können per Post angefordert werden.

"Initiative "Schmerz messen"
Deutsche Schmerzliga
Adenauerallee 18
61440 OBERURSEL 
E-Mail ist dies unter info@schmerzliga.de möglich.

Die Initiative "Schmerz messen" ist eine Kooperation der Deutschen Schmerzliga und
der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie.

Fundquelle: "Schweriner Kurier“ 31.10.2010                                                      
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"Krank denken":

Schmerzen sind manchmal Kopfsache


Der "Nocebo-Effekt": Schmerzen können Kopfsache sein -
so lautet das Ergebnis einer Studie von Hamburger und Mainzer Forschern.
Man kann sich also tatsächlich "krank denken".

Zwar sei bereits bekannt, dass positive Gedanken den Genesungsprozess vorantreiben können.
"Umgekehrt beeinflusst aber auch negatives Denken das Schmerzempfinden",
sagte der Leiter der Forschungsgruppe, Arne May.
"Wer sich Schmerzen einbildet, wird früher oder später auch welche haben",
so der Neurowissenschaftler vom Hamburger Universitätsklinikum (UKE).
Bislang sei die Kraft der Einbildung nur bei dem sogenannten Placebo- Effekt vorhanden gewesen,
bei dem Patienten ein Scheinarzneimittel einnehmen und sich "gesund denken" würden.
 
Bei Tests wurden Probanden täglich einem leichten Hitzeschmerz ausgesetzt, der aber durch Gewöhnung zunehmend abnehme, berichtete der Wissenschaftler.
"Einigen haben wir allerdings gesagt, dass der Schmerz zunehmen würde.
Ergebnis: Das Schmerzgefühl stieg zwar nicht, blieb aber konsequent gleich.
Wir nennen das den 'Nocebo-Effekt'."
Für dieses Verhalten sei ein bestimmtes Hirnareal verantwortlich - das sogenannte Operculum der Inselrinde.

"Damit haben wir den Beweis,
dass sich schon eine einmalig gegebene Information auf das Schmerzerleben auswirken kann."
Im Alltag bedeute dies, dass Ärzte vorsichtig sein müssten, was sie vor ihren Patienten sagten.
Bewusst oder unbewusst gegebene Informationen würden den Verlauf und damit die Erfolgsaussichten einer Therapie signifikant beeinflussen.

In dem Zusammenhang forderte der Neurowissenschaftler auch eine bessere Medizinausbildung:
"Grundlegende Fragen für einen Arzt sind doch die:

Wie überbringe ich schlechte Nachrichten, was darf und was muss ich meinem Patienten sagen?"

Diese Sensibilität werde heute während des Studiums aber nicht vermittelt.
"Dabei gehört die aber eigentlich zu unserem Grundrüstzeug - besonders im Klinikalltag."

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME„ -  November 2010                           
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Offline RalleGA

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Bei chronischen Schmerzen keinen Einkaufskorb tragen

Menschen mit chronischen Schmerzen müssen auch beim Einkaufen vorsichtig sein.
Einfache Tipps für unbeschwerte Shopping-Touren hat die Initiative Schmerz messen in ihrer
neuen Ratgeber-Karte "Schmerzfrei einkaufen" aufgeführt.

Sie sollten zum Beispiel immer einen Einkaufswagen statt eines Einkaufskorbs wählen.
Wenn möglich, sollten die Einkäufe auch nicht auf längeren Wegen nach Hause getragen werden.
Besser ist es, einen Trolli, das Auto, den Bus oder das Fahrrad zu nehmen.
Darauf weist die Initiative Schmerz messen in ihrer neuen Ratgeber-Karte "Schmerzfrei einkaufen" hin.

Weiterhin sollten Menschen mit chronischen Schmerzen immer mit geradem Rücken in die Knie gehen,
um an unten stehende Produkte im Regal zu kommen.
Statt den weiten Weg in den Supermarkt auf sich zu nehmen, kann es sich lohnen, nach kleineren Geschäften Ausschau zu halten oder sich mit einem Nachbarn zum Einkauf zusammenzuschließen.                     
Die Ratgeberkarte enthält außerdem Informationen, wie die Schmerzstärke gemessen und dokumentiert werden kann.
Die Initiative Schmerz messen wurde vom Verein Deutsche Schmerzliga ins Leben gerufen.

Service:
Der Ratgeber "Schmerzfrei einkaufen" kann kostenlos auf der Homepage als pdf-Dokument heruntergeladen und per Email an info@schmerzliga.de bestellt werden.

Mehr Info´s unter:
http://www.schmerzmessen.de/fileadmin/schmerzmessen/PDF/Ratgeberkarte_3_schmerzfrei_einkaufen.pdf   


Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – August 2010

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Offline busymouse

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  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
"Schmerz messen" ist eine Initiative der Deutschen Schmerzliga e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. Auf der Seite www.schmerzmessen.de findet man viele wichtige Informationen zum Download:

  • Bescheinigung über das Mitführen von Betäubungsmitteln - vom Arzt vor Antritt einer Reise auszufüllen, damit es keinen Ärger gibt
  • Opioid-Ausweis - informiert mitbehandelnde Ärzte darüber, dass Sie Opioide benötigen und in welcher Dosierung sie verabreicht werden müssen
  • Schmerzskala - zur Ermittlung der Schmerzintensität
  • Schmerztagebuch - um Verlauf und Erfolg einer Schmerzbehandlung zu dokumentieren
  • Schmerzen lindern, Aktivität zurückgewinnen - Patientenratgeber
  • Lebensqualität für Schmerzpatienten - Patientenratgeber
  • 1. Ratgeber-Karte "Gut vorbereitet zum Arzt - An was müssen Schmerzpatienten denken?"
  • 2. Ratgeber-Karte "Mit Opioiden auf Reisen: Lebensqualität im Urlaub"
  • 3. Ratgeber-Karte "Schmerzfrei Einkaufen"
  • 4. Ratgeber-Karte "Austausch von Opioiden"
  • 5. Ratgeber-Karte "Sicher am Steuer: Opioide und Fahrtüchtigkeit"
  • 6. Ratgeber-Karte "Selbsthilfegruppen: Gemeinsam gegen den Schmerz"

http://www.schmerzmessen.de/service/infomaterial.html
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

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Nationale VersorgungsLeitlinie zum Kreuzschmerz veröffentlicht
« Antwort #25 am: 01. Dezember 2010, 13:50:33 »
01.12.2010
Nationale VersorgungsLeitlinie zum Kreuzschmerz veröffentlicht

Berlin (äzq) - Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) "Kreuzschmerz" steht ab sofort in der Version 1.0 im Internet zum Download bereit. Das pdf-Dokument kann kostenlos herunter geladen werden. Eine Druckfassung ist geplant.

Kreuzschmerzen verursachen in Deutschland direkte Kosten in Höhe von 8,4 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen die indirekten Kosten durch Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung – Kreuzschmerz führt seit Jahren die Statistiken der Anlässe für medizinische Rehabilitation und Arbeitsunfähigkeit an. Zwar existieren zahlreiche Therapieangebote, und einige der Behandlungsmöglichkeiten wurden in den letzten Jahren gut untersucht. Dennoch lässt sich die Versorgung der Patientinnen und Patienten in allen Bereichen noch deutlich verbessern.

Ziele der Leitlinie
Die NVL Kreuzschmerz vereinbart evidenzbasierte Empfehlungen verschiedener deutscher und internationaler Leitlinien-Herausgeber. Sie gibt Hilfen für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akutem, subakutem und chronischem nichtspezifischem Kreuzschmerz und richtet sich dabei sowohl an Ärzte als auch an alle nichtärztlichen Berufsgruppen, die an der Versorgung beteiligt sind. Großen Wert legten die Herausgeber dabei auf die Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgung. Deshalb beteiligten sich an der NVL Kreuzschmerz nicht nur über 20 ärztliche Organisationen und Patientenvertreter/-innen, sondern etwa auch der Deutsche Verband für Physiotherapie, der Deutsche Verband der Ergotherapeuten, die Bundespsychotherapeutenkammer sowie der Deutsche Rentenversicherung Bund.
Durch die Empfehlungen sollen zum Beispiel diagnostische Maßnahmen ohne Konsequenzen vermieden, Chronifizierungen verhindert und die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Patientinnen und Patienten erhalten oder wiederhergestellt werden.

Wichtige Ergebnisse
Die NVL Kreuzschmerz gibt Empfehlungen zur Diagnostik, nicht-medikamentöser und medikamentöser Therapie sowie zur Prävention von nichtspezifischem Kreuzschmerz.
Sie empfiehlt zum Beispiel, dass nach klinischem Ausschluss gefährlicher Verläufe durch Anamnese und guter körperlicher Untersuchung, im akuten Stadium keine bildgebende Untersuchung durchgeführt werden soll. Im Vordergrund steht die Aktivierung der Betroffenen.
Zur Früherkennung bedrohlicher Ursachen benennt die NVL Kreuzschmerz so genannte „red flags“, die bei allen Patientinnen und Patienten beachtet werden müssen. Sie dienen dazu, eine potentiell gefährliche Erkrankungssituation zu erkennen und eine angemessene Abklärung und Behandlung einzuleiten. Darüber hinaus listet die Leitlinie „yellow flags“ auf – spezifische Warnhinweise, die psychosoziale Risikofaktoren anzeigen. Bei ihrem Vorliegen gibt sie Empfehlungen, wie beim Patienten/bei der Patientin ein adäquate, biopsychosoziales Krankheitsverständnis gefördert werden kann, um einer Chronifizierung vorzubeugen.

Die Empfehlungen der NVL Kreuzschmerz sind als Langfassung und als Kurzversion veröffentlicht. Daneben erscheinen ein Leitlinienreport und Praxishilfen. Für das nächste Jahr plant das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) außerdem eine PatientenLeitlinie zu erstellen.

Die Leitlinien können hier heruntergeladen werden:

Nationale VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz

(Pressemeldung Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ))
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

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Auch rezeptfreie Schmerzstiller haben Nebenwirkungen

Mal eben schnell in Aspirin oder Paracetamol:
Viele Menschen greifen ei Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen automatisch zur Tablette.
Doch allzu arglos sollte niemand mit Schmerzmitteln umgehen, auch wenn sie frei verkäuflich sind.
Wer "rezeptfrei" hört, unterstellt meist, dass es sich m eine harmlose Arznei handelt.
Doch Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen können durchaus Nebenwirkungen haben - zumindest, wenn sie zu häufig oder in zu großen Dosen genommen werden.
Dabei ist es egal, ob es sich um Tablette, Saft oder etwa Zäpfchen handelt.

Daher gilt die Faustregel:

nie länger als drei Tage am Stück oder zehnmal im Monat einnehmen.

Bei zu häufiger Anwendung könnten die Mittel selbst Auslöser von Kopfschmerzen sein. 
Und damit beginne ein gefährlicher Kreislauf: Der Patient hat ständig Kopfschmerzen.
Er glaubt, sie mit Schmerzmittel zu bekämpfen, und schluckt de noch mehr Schmerzmittel.
Doch das ist der falsche Weg:
Wer häufig unter bestimmten Schmerzen leidet sollte sich genau beobachten und versuchen,
zusammen mit dem Hausarzt die Ursachen zu ermitteln.
Denn nur so ist eine gezielte Therapie möglich.

Fundquelle: Auszug - „GENERAL-ANZEIGER“ – ALTMARK vom 17.11.2010  
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Schmerz adè   

Was für eine Vision – alle Menschen in einer Stadt, in einem Land ohne Schmerzen!

In MÜNSTER/Westfalen wird man an dieses Ideal schon bald ein Stück näher heranrücken.

Mehr unter:
www.schmerzfreie-stadt.de   
                                                         
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Kopfschmerzen:

Im Winter eine Mütze tragen


Für Kopfschmerzen anfällige Menschen sollten bei Wind und Minusgraden immer mit einer Kopfbedeckung
aus dem Haus gehen.
Denn die Winterwitterung kann dazu führen, dass sich die Schädelmuskulatur verkrampft
und es dadurch zu Schmerzen kommt.

Sogar eine Migräneattacke sei möglich, warnt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen in Krefeld.
Lockern lassen sich die Muskeln durch Wärme und eine vorsichtige Massage.
Grundsätzlich sollten länger anhaltende, starke oder wiederholt auftretende Kopfschmerzen
von einem Arzt abgeklärt werden.
Die Medizin unterscheidet laut Beil mehr als 180 Kopfschmerzarten, die zum Teil ganz unterschiedlich behandelt werden.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ Februar 2011                                    
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Sport oft trotz Beschwerden sinnvoll

Sich bei Rücken- oder Gelenkschmerzen körperlich zu schonen, ist meist keine gute Strategie.
Denn viele Beschwerden bessern sich, wenn man in Bewegung bleibt.


Menschen mit Rückenschmerzen profitieren von einem regelmäßigen Bewegungstraining.
Einem von drei Betroffenen helfe ein Training sogar, Rückfälle zu vermeiden.
Wichtig sei jedoch, auf Dauer aktiv zu bleiben: Körperliche Bewegung sollte ein fester Bestandteil des Alltags werden,
mehr unter:
www.gesundheitsinformation.de .      

Allerdings ist nicht jede Sportart geeignet:
Bei ausgeprägten Gelenkschäden sind  keine Sportarten ratsam,
bei denen die Gelenke oft gedreht und stark belastet werden.

Und wer akut krank ist, etwa eine Lungenentzündung hat, darf sich ohnehin nicht anstrengen.

Ansonsten aber gilt: Bewegung lässt sich ohne Aufwand in den Alltag integrieren.

Zügiges Gehen, das den Puls beschleunigt, auch Walking genannt, sei anstrengend genug,
um als Ausgleichstraining mittlerer Intensität zu gelten.

Fundquelle: Auszug -  „VOLKSSTIMME“ – August 2010                                   
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