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Autor Thema: Schmerzen - Behandlungsmethoden - Schmerzkliniken- u.Therapeuten; Links/Infos  (Gelesen 91449 mal)

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Offline RalleGA

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Feldenkrais-Methode:

Den Körper durch Bewegung schulen
-

Alltag ohne Schmerzen


Sanfte Bewegungen statt schweißtreibender Gymnastik:

Die Feldenkrais-Methode soll zu mehr Beweglichkeit und Flexibilität verhelfen, den Alltag erleichtern und Schmerzen lindern.
Aber was genau steckt eigentlich dahinter?         
Gedimmtes Licht, Düfte, Entspannungsmusik, Menschen, die mit geschlossenen Augen vor sich hin meditieren -
dieses Bild haben die meisten wohl beim Thema Feldenkrais vor Augen.
Aber: Das Bild ist falsch.

Feldenkrais ist ein Verfahren zur Schulung des Körpers und der Persönlichkeit über die Bewegung.
Hier lehrt man dafür keine Entspannungstechniken.
Stattdessen wird gezeigt, wie sie alltägliche Bewegungen leichter - also ohne Schmerzen und ohne Anstrengung - meistern.
Ganz ohne Esoterik.              

Feldenkrais ist nicht leistungsorientiert, man muss nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt zehn Strecksprünge können,
sondern soll sich wieder selbst die Schuhe zubinden oder eine Tasse aus dem Regal nehmen können.
Im Unterricht lernen die Schüler nicht, wie sie kräftiger oder beweglicher werden, um die Bewegung auszuführen.
Sie lernen eine andere Art der Bewegung. Kraft und Elastizität kommen dann häufig ganz von allein.

Benannt ist die Methode nach ihrem Begründer Moshé Feldenkrais (1904-1984),
einem israelischer Physiker und Judoka.
Es gibt zwei Arten:
"funktionale Integration" und "Bewusstheit durch Bewegung."


Bei der funktionalen Integration handelt es sich um Einzelstunden, in denen der Feldenkrais-Lehrer den liegenden Schüler bewegt. "Bewusstheit durch Bewegung" wird meist in der Gruppe unterrichtet.
Dabei leitet der Lehrer seine Schüler mit der Stimme bei den sogenannten "Lektionen" an.
   
Meist dauert der Unterricht zwischen 55 und 90 Minuten.
Die Stunde beginnt im Liegen mit einem sogenannten Body-Scan.
Sie führt die Teilnehmer verbal durch ihren Körper und fragt etwa:
Wie liegen die Fersen auf dem Boden?
Wie das Becken?
So lenkt man die Aufmerksamkeit auf alle Bereiche des Körpers.

Dann folgen die Feldenkrais-Lektionen.
Das können alltägliche Bewegungen sein, die in ihre Einzelteile auseinandergenommen und in Zeitlupe ausgeführt werden.
z.B. das Kauen:
Die Teilnehmer liegen auf dem Rücken und öffnen und schließen zunächst vorsichtig den Mund.
Während des Öffnens merkt man schon, ob eine Seite fester ist als die andere.
 
Dann bewegt man bei leicht geöffnetem Mund den Unterkiefer etwas nach rechts und links - aber nicht über den Schmerzpunkt hinweg. Man achtet dabei darauf, was die Zunge macht, mit ihr kann man die Zähne abfühlen und den Mundraum erforschen.       

In der Immanuel-Klinik Rüdersdorf kommt "Bewusstheit durch Bewegung" therapeutisch zum Einsatz.
Hier hält man vor allem das Feedback nach den Lektionen für wertvoll: "Das ist der Meinung nach die größte Stärke, denn die Patienten merken, dass sie selbst etwas bewirken können."           

Feldenkrais-Unterricht muss man in der Regel selbst bezahlen,
denn die Methode steht nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Eine Stunde Gruppenunterricht kostet zwischen 10-15 €, eine Einzelstunde zwischen 60 und 95 €.
Dass Feldenkrais bei bestimmten Beschwerden hilft oder Gesunden guttut, ist nicht so richtig wissenschaftlich belegt.
Aber: Man setzt die Methode sehr erfolgreich ein. Die Schüler berichten, dass Sie sich nach einer Einheit wohler fühlen,
ein besseres Gefühl für ihren Körper haben und insgesamt entspannter sind.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2017

« Letzte Änderung: 19. Oktober 2017, 10:27:47 von RalleGA »
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Magnesium gegen Kopfschmerzen -

Laut einer Studie (Pharma-Unternehmen Protina) hilft 2x täglich eine Dosis Magnesium dabei,
bei Migränepatienten die Beschwerden zu lindern. Menschen, die anfällig sind für Kopfschmerzen und Migräne,
können sich nicht durchgehend auf Kopfschmerzmittel verlassen.
Für sie kommt eine Therapie mit Magnesium in Frage, die die dauernden Schmerzen verringern könnte. 
Wie es genau zu den Kopfschmerz-Attacken kommt, ist leider noch nicht geklärt.
Wegen der Gefahr einer Schmerzmittelsucht dürfen Medikamente, die Kopfschmerzen und Migräne eindämmen können,
maximal an zehn Tagen pro Monat eingenommen werden.   

Einerseits kann ein Tagebuch dabei helfen, potenzielle Auslöser-Reize zu identifizieren.
Andererseits könnte die tägliche Einnahme von 300 mg Magnesium morgens und abends eine vorbeugende Wirkung zeigen.
Bei den teilnehmenden Migränepatienten konnten dadurch Stärke und Dauer der Beschwerden deutlich vermindert werden.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ August 2017
« Letzte Änderung: 01. November 2017, 11:28:01 von RalleGA »
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Cannabis auf der Kippe 

Der für 2019 geplante Start der Produktion von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland steht auf der Kippe.
Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf kritisierte der Vorsitzende Richter Heinz-Peter Dicks,
das Bundesinstitut für Arzneimittel habe die Frist beim Vergabeverfahren um Anbau und Lieferung von 6,6 Tonnen zu kurz bemessen.
Das OLG verhandelte über vier Beschwerden von Unternehmen gegen unterschiedliche Vergabe-Aspekte.
OLG Düsseldorf (AZ.: VVII-Verg 40/17)
 
                               Der Cannabis-Wirkstoff THC lindert
Spastiken, Schmerzen, Übelkeit nach Chemotherapien und Epilepsie.

 


Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  März 2018
« Letzte Änderung: 30. März 2018, 09:26:28 von RalleGA »
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Die Bewegungs-Docs

Mit gezielten Bewegungsstrategien Symptome verbessern


33 Beiträge

zur Homepage der Sendung

 
« Letzte Änderung: 19. April 2018, 10:20:30 von RalleGA »
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Endlich schmerzfrei leben

23 Millionen chronisch schmerzkranke Menschen gibt es in Deutschland.

Die Lebensqualität der Betroffenen ist stark beeinträchtigt, ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Folgen am Arbeitsmarkt.
Dabei sind Schmerzen selbst bei schwersten Krankheiten nicht schicksalhaft, sondern gut zu behandeln.

Planet Wissen - 16.04.2018 SWR - 59:21 Minuten

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Schmerzmittel statt Antibiotika

Früher wurde eine Blasenentzündung fast immer mit Antibiotika behandelt.
Heute raten Ärzte, es erstmal mit Ibuprofen zu versuchen.

Es brennt, es schmerzt – jeder Gang zur Toilette ist bei einer Blasenentzündung eine Qual.
Verschreibt der Arzt ein Antibiotikum, klingen die Beschwerden in aller Regel nach wenigen Tagen ab.
Doch viele Frauen trifft es innerhalb eines Jahres öfter.
Gerade bei ihnen sollte man sich gut überlegen, ob immer wieder Antibiotika zum Einsatz kommen.
Denn eine unkomplizierte Blasenentzündung lässt sich auch auf andere Weise behandeln.

Lange Zeit waren die hochwirksamen Medikamente Mittel der Wahl, um eine Harnwegsinfektion in den Griff zu bekommen.
Das hat sich inzwischen geändert.
Antibiotika sollten bei wiederkehrenden Blasenentzündungen keinesfalls unkritisch verordnet werden.

Antibiotika vernichten Bakterien im Urin zwar effektiv – aber es gibt immer mehr Bakterienstämme,
die dagegen resistent sind.
Und je mehr Antibiotika verabreicht werden, desto mehr Stämme lassen sich von den Mitteln nichts mehr anhaben.
Deshalb kann es sinnvoll sein, eine Blasenentzündung mit dem Wirkstoff Ibuprofen zu behandeln –
zumindest, wenn der Infekt auf die Blase beschränkt ist.
Diese Empfehlung geht auf eine Studie aus dem Jahr 2015 zurück.
Demnach waren 70% der Frauen, die Ibuprofen einnahmen, nach einer Woche beschwerdefrei.
Bei Antibiotika-Einnahme waren es 80%.

Warmhalten und viel trinken sind ein Muss
Ibuprofen gehört in die Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika. Der Wirkstoff hemmt Stoffe,
die für Entzündungen und Schmerzen verantwortlich sind.
Wird eine Blasenentzündung mit diesen rezeptfrei erhältlichen Tabletten behandelt,
gilt es allerdings einiges zusätzlich zu beachten:

Betroffene müssen sich warmhalten, drei Liter am Tag trinken und die Blase bei Druck entleeren.

Kommen erstmal keine Antibiotika zum Einsatz, kann es allerdings passieren, dass die Bakterien nach oben wandern und eine Nierenentzündung verursachen. In solchen Fällen führt an einer Antibiotika-Therapie kein Weg vorbei.

Obwohl im Zusammenhang mit Blasenentzündungen meist von Frauen die Rede ist, können auch Männer erkranken.
Das sei zwar eher selten der Fall, sagt Prof. Christian Wülfing, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie.
Aber: Bei Männern ist eine Harnwegsinfektion häufig mit einer Entzündung der Prostata verbunden.
Dass Frauen viel häufiger erkranken, liegt unter anderem an der Lage ihres Harnröhrenausgangs in der Nähe des Afters.
So können zum Beispiel beim Abwischen des Pos Darmbakterien in die Harnröhre gelangen und dort einen Infekt verursachen.

Gegen Infekte hilft Kapuzinerkressekraut

Auch beim Sex können Erreger in die Nähe der Harnröhre gelangen.
Durch den Geschlechtsverkehr ändert sich das Milieu in der Scheide – was eine Blasenentzündung begünstigt.
Manchen Leidgeplagten helfen auch pflanzliche Präparate.
Es empfiehlt sich die Einnahme von zwei Gramm Mannose in einem Glas Wasser.
Mannose ist eine Zuckerart, die über den Urin ausgeschieden wird und dabei jene Bakterien an sich bindet,
die eine Blasenentzündung verursachen.
Gegen bakterielle Infekte lassen sich auch Kapseln mit Kapuzinerkressekraut und Meerrettichwurzel oder Bärentraubenblätter einsetzen.
Häufig werden auch Cranberry-Produkte als Heilmittel angepriesen.
Hier gehen allerdings auf wissenschaftlicher Ebene die Meinungen auseinander

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar 2018
« Letzte Änderung: 29. August 2018, 10:28:37 von RalleGA »
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Re: Schmerzen - Behandlungsmethoden - Schmerzkliniken- u.Therapeuten; Links/Infos
« Antwort #111 am: 08. September 2018, 09:32:54 »
(Zahn)Arzt muss vor OP über Alternativen aufklären

Ist ein operativer Eingriff nicht zwingend nötig, müssen Ärzte ihre Patienten besonders ausführlich über Alternativen einer Behandlung aufklären.


OLG Hamm (Az. 26 U 3/14)
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