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  • Schmerzen - Behandlungsmethoden - Schmerzkliniken- u.Therapeuten; Links/Infos 5 0 5 1
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Autor Thema: Schmerzen - Behandlungsmethoden - Schmerzkliniken- u.Therapeuten; Links/Infos  (Gelesen 99576 mal)

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Offline busymouse

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Diese Liste kennzeichnet, wie welche Stoffe eingeordnet werden könne und welche Steigerungsmöglichkeiten es ggfs. noch gibt:

WHO-Schmerzmittelskala:

Stufe-I:
Periphere Analgetika:Acetysalicylsäure (z.B. Aspirin), Paracetamol, Metamizol, NSAR. Bei einer dauerhaften Anwendung über Monate oder Jahre können durch manche dieser Medikamente Schäden an der Magen-und Darmschleimhaut entstehen.

Stufe-II:
Schwache Opioide:Tilidin, DHC,Tramadol (und Tramal). Die Kombination von zentralwirksamen schwachen Opioiden mit Medikamenten der Stufe-I verbessert die Schmerzlinderung. Die Substanzen der Stufen I+II greifen jeweils an unterschiedlichen Stellen im Körper an.

Stufe-III:
Opiate: Morphin, Hydromorphon, Buprenorphin, Oxycodon und Fentanyl. Ersatz der Opioide der Stufe-II. Die Substanzen der Stufen greifen jeweils an unterschiedlichen Stellen im Körper an und können kombiniert werden.

KO-Medikation:
Unterstützung der Wirkung durch verstärkende Stoffe, die alleine nicht analgetisch wirksam sind (z.B. Antidepressiva, Neuroleptika, Laxantien).
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Infos zur Therapie mit Dronabinol:

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Sammlung von Leitlinien zur Schmerzbehandlung:

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Patienteninformationen der Deutschen Schmerzgesellschaft :

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Zum Schmerz-Management lest auch folgende WHO-Leitlinie:

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Weblinks

Ein Ratgeber, der umfassend über die Schmerztherapie bei starken chronischen Bewegungsschmerzen sowie Tumorschmerzen informiert:


Die Organisation für Patienten mit chronischen Schmerzen, wurde von Patienten und Ärzten im Jahr 1990 gegründet:

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News

29.01.2009
Sublinguale Fentanyltablette gegen tumorbedingte Durchbruchschmerzen

Speziell zur Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Tumorpatienten ist seit Januar eine sublinguale Fentanyltablette auf dem Markt. Die patentierte Galenik (F.A.S.T.-Technologie) gewährleistet die besonders rasche Auflösung innerhalb von 10-15 Sekunden und dadurch eine schnelle Schmerzlinderung bereits nach 5-10 Minuten.

www.journalonko.de
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02.04.2009
Überarbeitete betaListe Schmerz & Palliativ

Druckfrisch zum Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2009 präsentieren betapharm, beta Institut und MMI die 2. und überarbeitete betaListe Schmerz & Palliativ. Das Lexikon liefert sozialrechtliche und psychosoziale Informationen sowie Adressen von Selbsthilfegruppen, Hospiz- und Palliativeinrichtungen. Damit positioniert sich betapharm zunehmend als umfassender Anbieter im Schmerz- und Palliativbereich: Einerseits mit einem breiten Arzneimittelsortiment und andererseits mit Wissen zur häufig geforderten ganzheitlichen Therapie.

www.journalonko.de

Patientenratgeber auf [url=http://www.beta-institut.de]www.beta-institut.de[/u][/b]
[/url]
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07.12.2009
FDA: Leberrisiken von Voltaren-Gel

Washington – Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA geht davon aus, dass auch die topische Anwendung von Diclofenac der Leber schaden kann. Der Hersteller eines Voltaren®-Gels wurde angewiesen, darauf in den Fachinformationen hinzuweisen.

aerzteblatt.de
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14.12.2009
Rechtzeitige Integrative Schmerztherapie bei Krebs: Die meisten Patienten könnten zu Hause sterben

Der interdisziplinäre Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten (IABS) entwickelt zurzeit ein Präventionsprogramm gegen Palliativsymptome. "Eine präventive Symptomkontrolle ermöglicht Krebspatienten kurz nach und auch während der kausalen Krebstherapie ein hohes Maß an Lebensqualität und vermeidet einen künftigen chronischen Krebsschmerz", erklärt IABS-Präsident Dr. Knud Gastmeier, Sprecher des Regionalen Arbeitskreises Brandenburg der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS).

www.journalonko.de
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22.03.2010
Cannabinoid lindert die Leiden schwerstkranker Kinder

Der Kinderarzt, Schmerz- und Palliativmediziner Priv. Doz. Dr. Sven Gottschling vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar behandelt Kinder, die aufgrund von Erkrankungen wie Krebs, Erbleiden oder Behinderungen unter starken Schmerzen leiden. Wenn er mit den herkömmlichen Medikamenten die Pein seiner kleinen Patienten nicht mehr in den Griff bekommt, verordnet Gottschling seit fünf Jahren Dronabinol, den halbsynthetisch hergestellten Hauptwirkstoff der Cannabis-Pflanze. Die Präsentation seiner Fallserie auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt/Main wurde Sven Gottschling mit dem 1. Posterpreis ausgezeichnet.

www.journalonko.de
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25.03.2010
Opioide bei chronischen Schmerzen: Abschied von zu großen Hoffnungen

Opioide werden als vermeintlich besonders starke Schmerzmittel zunehmend auch bei chronischen Schmerzen, die nicht durch Tumore bedingt sind, wie Gelenk- oder Rückenschmerzen, verordnet. Sie wirken aber dagegen nur wenig besser als andere Schmerzmedikamente. Das hat die erste wissenschaftliche Auswertung kontrollierter Studien im Auftrag der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) ergeben.

www.journalonko.de
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11.03.2012
Schmerzmittel: Alter Wirkstoff neu entdeckt

Witten (wh) – Prof. Jan M. Keppel Hesselink vom Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Witten/Herdecke hat im renommierten „Open Pain Journal” neue Erkenntnisse zum Wirkstoff Palmitoylethanolamide vorgestellt. Beim als Nahrungsmittel für medizinische Zwecke seit kurzem auch in Deutschland als „Normast“ zugelassenen Wirkstoff handelt es sich um ein körpereigenes Molekül, das keine problematischen Nebenwirkungen hervorruft, mit anderen Schmerzmitteln kombinierbar ist und in der Behandlung von chronischen Schmerzpatienten viel versprechende Erfolge erzielt hat.

orpha-selbsthilfe.de (bitte auch den Kommentar beim Artikel lesen)

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31.01.2015
Die Wirkung von Cannabinoiden in der Behandlung von chronischem nicht-malignem neuropathischen Schmerz

Relativ aktuell ist eine Veröffentlichung bei PubMed mit dem Titel (frei übersetzt) "Die Wirkung von Cannabinoiden in der Behandlung von chronischem nicht-malignem neuropathischen Schmerz". Da wurden 13 vorangegangene Studien unter dem im Titel genannten Gesichtspunkt gesichtet. Speziell wurden die Reduktion der Schmerzintensität und unerwünschte Arzneimittelwirkungen betrachtet.Im Ergebnis fanden die Wissenschaftler, dass auf Cannabis basierende Arzneiextrakte bei chronischem nicht-malignem neuropathischenm Schmerz, diesen wirksam ausschalten können, wenn andere Maßnahmen nicht erfolgreich waren.

Abstract auf PubMed (engl.)
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Zu Kliniken etc. siehe die anhängenden Beiträge...
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Änderungen:
21.06.2009 - Linkaktualisierung
19.09.2009 - Weblink hinzugefügt
11.12.2009 - News hinzugefügt
04.01.2010 - News und Link hinzugefügt
22.03.2010 - News hinzugefügt
12.04.2012 - Links geprüft und News hinzugefügt
31.01.2015 - Links geprüft und angepasst
« Letzte Änderung: 31. Januar 2015, 22:04:38 von busymouse »
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                              Schmerzkliniken und Schmerztherapeuten

Eschweiler - Röher Parkklinik
Röher Parkklinik GmbH
Röher Str. 53
52249 ESCHWEILER
Tel.: 0 24 03/78 91 53
Fax: 0 24 03/78 91 30 oder 55 76 78
info@roeher-parkklinik.de
www.roeher-parkklinik.de


Neurochirurgische Praxis
Minimalinvasive Schmerztherapie, CT- Schmerztherapie, Neuraltherapie, Ganzheitliche Schmerztherapie)
Frau B. Grundhoff M.A. / Dr. med. A. Steinmetz
Porschestrasse 47
38440 WOLFSBURG
Tel: 05361 - 600 9380
Fax. 05361 - 600 9381

                                                                      am 06.01.2009 eingefügt
Schmerzklinik Kiel
Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel
Heikendorfer Weg 9 - 27
24149 KIEL
Tel.: 0431 – 200  99 0
iv-netz@schmerzklinik.de
www.schmerzklinik.de


Westdeutsches Kopfschmerzzentrum
Universitätsklinikum Essen
Neurologische Klinik
Hufelandstr. 26
45147 ESSEN
Tel.: 0201 – 436 960
www.westdeutsches-kopfschmerzzentrum.de

Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein
Ölmühlweg 31
61462 KÖNIGSSTEIN im Taunus
Tel.: 06174 – 290 40
www.migraene-klinik.de

Neurologische Klinik Elzach
Am Tannwald 1
79215 ELZACH
Tel.: 07682 – 801 0
www.neuroklinik-elzach.de

Psychosomatische Klinik Windach
Schützenstraße 100
86949 WINDACH
Tel.: 08193 – 72 0
www.klinik-windach.de

Schmerzklinik am Arkauwald
Arkaustr. 8
97980 BAD  MERGENTHEIM
Tel. 07931 – 545 0
www.schmerz.com

                                                       am 24.06.2012 eingefügt
osteopathische Behandlung bei schmerzhaften Bandscheiben bzw. Rückenschmerzen
Dr. med. Thomas Hartmann
Katzenstrasse 4             
21335 LÜNEBURG
Tel. 04131 – 402 223
www.dr-hartmann-praxis.de   

                                                    am 18.03.2013 eingefügt
Diakoniekrankenhaus Friederickenstift gGmbH
Humboldtstr. 5
30169 HANNOVER
Tel. 0511 - 129 0
www.friederickenstft.de

Diakoniekrankenhaus Marienstraße
Marienstrasse 37
30171 HANNOVER
Tel. 0511 - 3043-1
www.friederickenstft.de



« Letzte Änderung: 17. März 2013, 10:35:51 von RalleGA »
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                                 Selbsthilfegruppen für Schmerzpatienten

Migräneliga e. V. Deutschland

info@migraeneliga-deutschland.de
www.migraeneliga-deutschland.de


Deutsche Schmerzliga e.V.
Adenauerallee 18
61440 OBERURSEL
info@schmerzliga.de
www.schmerzliga.de

« Letzte Änderung: 06. Januar 2009, 12:33:05 von RalleGA »
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                            Hilfreiche Adressen/Links bei Schmerzen

Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG)
Generalsekretär der DMKG:
PD Dr. Peter Kropp
Medizinische Psychologie im Zentrum für Nervenheilkunde
an der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock
Gehlsheimer Straße 20
18147 Rostock
peter.kropp@med.uni-rostock.de
www.dmkg.org

Patienteninformationen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
www.akdae.de

Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe e.V.(DSH)
Rüdiger Fabian
Sietwende 20
21720 GRÜNENDEICH
www.schmerzhilfe.org

Wissensnetzwerk evidence.de
Fakultät für Medizin der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH
Alfred-Herrhausen Straße 50
D-58448 WITTEN
info@evidence.de
www.patientenleitlinien.de
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Offline Frau Lachmann

  • Seltene Tumorerkrankungen
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www.schmerzzentrum-berlin.de

oder

www.abz-berlin.de

Schönhauser Allee 172a
10435 Berlin

Tel.: 030/4421500 oder 44341901

info@schmerzzentrum-berlin.de

termin@schmerzzentrum-berlin.de

Meine Therapeutin:

Frau Dr. med. Cora Jacoby
Fachärztin für Innere Medizin, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin Psychosomatische Grundversorgung

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21.06.2009 - Link aktualisiert
« Letzte Änderung: 21. Juni 2009, 14:21:09 von busymouse »

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Psychosomatische Fachklinik

Zentrum für stressbedingte Erkrankung und Schmerzstörungen


Wolfsweg 12
D-77723 GENGENBACH

Tel.  0800 - 47 47 204  von 8 - 20 Uhr
Fax. 0800 - 47 47 209
info@klinik-kinzigtal.de   
www.klinik-kinzigtal.de   

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Internet - Links

www.schmerzliga.de
www.neuropathicpainnetwork.org
www.neuroschmerz.de
www.muskeln-gelenke.de/rueckenschmerzen/rueckenschmerzen.html   



Nützliche Adressen und Internet - Links   


Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS)
Adenauerstrasse 18
61440 OBERURSEL
Tel. 06171 – 286 020
Fax. 06171 – 286 022
info@dgschmerztherapie.de   
www.dgschmerztherapie.de   


Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS)
Obere Rheingasse 3
56154 BOPPARD
info@dgss.org
www.dgss.org

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« Letzte Änderung: 03. August 2012, 15:44:42 von RalleGA »
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                                  Gesundheit & Ernährung

Die innere Einstellung kann Schmerzen lindern

Mit einer Verhaltenstherapie vor einer Operation lassen sich Experten zufolge Schmerzen und die anschließend benötigte Medikamentenmenge verringern.

Quelle: www.altmark-zeitung.de
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Änderungen:
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« Letzte Änderung: 21. Juni 2009, 14:30:01 von busymouse »
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Versorgung von Schmerzpatienten in Gefahr   

Bopppard (dgss) - Ein erheblicher Anteil der chronisch kranken Schmerzpatienten in Deutschland erhält keine adäquate Schmerztherapie. Eine ausreichende Anzahl von gut ausgebildeten Schmerztherapeuten fehlt. Um die Schmerztherapie heute und in Zukunft zu optimieren und um die Folgen aktueller gesundheitspolitischer Entwicklungen für chronische Schmerzpatienten aufzuzeigen, haben sich sieben mit der Therapie chronischer Schmerzen befasste Fachverbände und Patientenorganisationen zur „Koalition gegen den Schmerz“ zusammengeschlossen. Die Fachgesellschaften und Patientenorganisationen, vertreten durch ihre Präsidenten, kritisierten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin, dass die Diagnose, Therapie und langfristige Versorgung von Schmerzpatienten nicht nach optimalen organisatorischen und wissenschaftlichen Voraussetzungen geregelt sind.

„Die bisher schon prekäre Versorgungssituation chronisch Schmerzkranker verschärft sich dadurch weiter“, warnte Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V. Um das zu verhindern, möchte die Koalition ihre gebündelte Fachkompetenz politischen Entscheidern und Kostenträgern zur Verfügung stellen und verwies auf drei Hauptprobleme, die die Schmerztherapie zurzeit stark beeinträchtigen: Die aktuellen Folgen des morbiditätsbezogenen Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA), die Austauschpflicht und die Defizite in der Ärzteausbildung.

Morbi-RSA: Schmerzkrankheit nicht gelistet

Chronische Schmerzen zählen zu den teuersten Krankheiten im deutschen Gesundheitssystem. Trotz ihrer Häufigkeit und Kostenrelevanz ist die chronische Schmerzkrankheit im Morbi-RSA nicht unter den 80 Krankheitsgruppen aufgeführt, die eine erhöhte finanzielle Zuweisung bewirken. Es besteht die Gefahr, dass chronische Schmerzpatienten zu teuren und daher von den gesetzlichen Krankenkassen ungeliebten Patienten werden. „Die chronische Schmerzkrankheit muss als eigenständiges Krankheitsbild in die Liste des Morbi-RSA aufgenommen werden“, fordert daher Dr. Reinhard Thoma, Präsident des Berufsverbandes der Schmerztherapeuten in Deutschland (BVSD), im Namen der „Koalition gegen den Schmerz“. Nur so werde verhindert, dass Schmerzpatienten durch das Raster des Verteilungssystems der Krankenkassen fallen. Man solle laut Thoma aber – gerade vor dem Hintergrund einer möglichen Verhinderung von Chronifizierung – mit pauschalen Forderungen vorsichtig sein, um damit Präventionsanreize nicht zu unterbinden.

Austauschpflicht: Risiken für Schmerzpatienten

Chronisch Schmerzkranke benötigen zur optimalen Linderung ihrer Schmerzen häufig stark wirksame Opioide. Aufgrund der Austauschpflicht müssen auch Opioide durch den Apotheker gegen ein wirkstoffgleiches rabattiertes oder preisgünstigeres Präparat ausgetauscht werden, wenn der Arzt dies durch Setzen des sogenannten „Aut-idem“-Kreuzes nicht ausdrücklich untersagt. Und das, obwohl diese spezielle Substanzklasse der besonderen Sorgfalt der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung unterliegt. Die Austauschpflicht birgt nach Aussage von Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS), zahlreiche Risiken für die Gesundheit des Patienten und letztlich auch für den Arzt. Denn zwischen den Opioiden bestehen große Unterschiede in deren Wirkung, selbst bei gleichem Wirkstoff und gleicher Dosis. Dies kann zu stärkeren Schmerzen oder Nebenwirkungen führen und dadurch bewirken, dass Patienten die Therapie abbrechen. Die „Koalition gegen den Schmerz“ fordert daher, dass diese Schmerzmedikamente der WHO-Stufe III aus der automatischen Austauschpflicht nach § 129 SGB V heraus genommen werden. Sie sollten vom Apotheker nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ausgetauscht werden dürfen.

Schmerztherapie und Palliativmedizin: Stiefkinder der Approbationsordnung

Eine weitere Forderung der Koalition ist die feste Verankerung von Schmerztherapie und Palliativmedizin in der Ausbildungsordnung für Ärzte. Denn die aktuelle Approbationsordnung für Ärzte hat beide Bereiche nicht als Pflichtlehr- und Prüfungsfach vorgesehen, erklärte Professor Rolf-Detlef Treede, Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS). Um hier eine Veränderung herbeizuführen, wurden Kerncurricula zur Schmerztherapie und Palliativmedizin für die Lehre verabschiedet und bereits an einigen Fakultäten in der Praxis erprobt. Dr. Werner Steinleitner, Präsident der Interdisziplinären Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST) appellierte an die Ärzteschaft, die Weiterbildungsangebote der Fachgesellschaften stärker zu nutzen, da die Relevanz von chronischen Schmerzen im ärztlichen Alltag zugenommen habe. Wolfram-Arnim Candidus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP), verwies auf Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Durch die Mangel- und Fehlversorgung chronischer Schmerzpatienten ist diese Würde jedoch immens beeinträchtigt“. Ein Zustand, der für die Fachgesellschaften und Patientenorganisationen nicht hinnehmbar ist, so dass die „Koalition gegen den Schmerz“ für die rasche Umsetzung ihrer Forderungen plädiert.

Quelle:
Pressekonferenz „Gesundheitspolitisches Frühstück der Koalition gegen den Schmerz“, am 12. Mai 2009, Berlin

(Presseinformation der Koalition gegen den Schmerz, Pressemeldung  Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS), 18.05.2009)
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Schmerzpatienten zu Hause pflegen
« Antwort #9 am: 18. August 2009, 11:19:59 »
Schmerzpatienten zu Hause pflegen

"Um über 60-jährigen Patienten mit chronischen Schmerzen und Tumorschmerzen (die schnell sehr stark werden), weitestgehende Schmerzfreiheit und damit mehr Lebensqualität zu ermöglichen, haben wir die Aktion Schmerz 60plus gegründet", heißt es im Rahmen einer Selbstdarstellung auf der Webseite der

>>> Aktion Schmerz 60plus.

Im Rahmen einer Broschüre werden Antworten auf die wichtigsten Fragen von pflegenden Angehörigen gegeben:

>>> Schmerzpatienten zu Hause pflegen (PDF zum Download)
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Seelische Unterstützung für die Schmerztherapie

Schmerzen lassen sich nicht immer mit einer Pille oder Spritze lindern.

Oft lohnt es sich, nicht nur nach den rein körperlichen Ursachen zu suchen -
denn auch die Seele hat einen großen Einfluss auf die Beschwerden.

So denken zum Beispiel rund neun von zehn Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen, Bewegung und Belastung sei schlecht für sie, wie Prof. Michael Pfingsten von der Universität Göttingen sagt.
 Das führt zu einem Teufelskreis: Unter anderem durch diese falsche innere Einstellung werden aus einfachen Rückenschmerzen chronische Beschwerden, die Betroffenen bewegen sich noch weniger und haben noch mehr Schmerzen.

Wie jemand einen Schmerz erlebt, werde von seinem Verhalten beeinflusst: "Mit welcher Aufmerksamkeit reagiert jemand auf Krankheitssignale? Wie geht er damit um: Horcht er sehr in sich hinein? Nimmt er alles wahr? Überinterpretiert er eventuell manche Signale?", erläutert Pfingsten. Eine Verhaltenstherapie ist daher oft sinnvoller Bestandteil einer Schmerztherapie.

"Es gibt keinen Schmerz ohne seelische Beteiligung", betont auch Gerhard Müller-Schwefe von der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie. Schmerz entstehe immer auch durch eine emotionale Bewertung. Viele Ärzte hielten Schmerzen daher für einen Ausdruck einer Depression, kritisiert der Mediziner aus Göppingen. "Für chronisch Schmerzkranke ist es aber genau andersherum: Erst ist der Schmerz da und dann das Psychosyndrom." Die Betroffenen werden wegen der Schmerzen traurig, ziehen sich zurück, vereinsamen.

Bevor ein Schmerzpatient aber auch verhaltenstherapeutisch behandelt wird, gilt laut Pfingsten: "Man muss sorgfältig herausfinden, ob es überhaupt psychische Faktoren gibt. Es besteht sonst die Gefahr, den Patienten vorschnell zu psychologisieren." Sind die Schmerzen tatsächlich psychosomatisch, müsse daran aber ebenfalls gearbeitet werden,
sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -Forschung.

Dazu erläutert Müller-Schwefe verschiedene Methoden: Mit einem Achtsamkeitstraining lässt sich das Bewusstsein für den eigenen Körper steuern. Bei Rückenschmerzpatienten spielt zum Beispiel unbewusst die Situation in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle für das Schmerzempfinden. Die Betroffenen müssen überlegen, was eine bestimmte Konfliktsituation mit ihnen macht und wie sich dieser Moment anfühlt. Sie lernen dann etwa, mit Konfliktsituationen anders umzugehen.

Auch Autosuggestionsverfahren können helfen.
Bei der sogenannten Fakir-Technik lernen Patienten, den Schmerz auszublenden - so wie der Fakir auf dem Nagelbett die Nagelspitzen nicht mehr spürt. Oder jemand mit Schmerzen im linken Handgelenk entspannt sich tief und geht in Gedanken in seinem Körper spazieren. "Dabei sucht er sich eine Stelle, die sich besonders wohlig und gesund anfühlt", erläutert Müller-Schwefe. Dieses Gefühl weite er auf den ganzen Körper aus und bekomme eine andere Wahrnehmung. Mit etwas Übung lasse sich diese in den Wachzustand übertragen.

Gute Erfahrungen machen Psychologen seit einiger Zeit auch mit dem sogenannten Placebo-Effekt.
Dabei gehe es nicht darum, die bisher verordneten Schmerzmittel durch Scheinarzneien zu ersetzen, erläutert Regine Klinger von der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz der Universität Hamburg. Vielmehr solle die Wirkung der Medikamente durch eine positive Erwartungshaltung des Patienten verstärkt werden.
Das funktioniert so: Der Patient sucht sich eine persönliche Situation, die er als angenehm erlebt - zum Beispiel das abendliche Entspannungstraining - und nimmt zu diesem Zeitpunkt seine Tabletten ein. Irgendwann hat er dann gelernt, dass die Schmerzlinderung durch die Medikamente an einen angenehmen Rahmen geknüpft ist.
"Ein angenehmer Duft, ein entspannendes Bad, das ist egal. Hauptsache es besteht eine angenehme Koppelung", sagt Klinger.

Nach einiger Zeit reiche es manchmal schon, nur eine angenehme Atmosphäre heraufzubeschwören, um die Schmerzen zu lindern. "Eventuell kann man mit seinem Arzt dann auch über eine Dosierungsherabsetzung sprechen", rät sie.
Selbstwirksamkeit ist hier das Schlüsselwort: Sobald jemand weiß, dass er selbst etwas gegen seine Schmerzen tun kann, setzt er einen Prozess in Gang, der sich positiv auf sein Befinden auswirkt.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“  10.09.2009
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Der Schmerz liegt in den Genen
« Antwort #11 am: 24. September 2009, 17:59:11 »
Der Schmerz liegt in den Genen
Die individualisierte Therapie kommt

Boppard (dgss) - Neueste genetische Untersuchungen zeigen, dass es auch die Veranlagung ist, die bestimmt, ob wir für Schmerzerkrankungen anfällig sind, und ob ein Schmerzmittel gut wirkt oder gar nicht. Verschiedene Kandidatengene sind identifiziert. Neue Diagnostische Methoden erlauben es darüber hinaus, den individuellen Charakter von Schmerz zu erkennen, der bei gleicher Ursache für ganz verschiedene Symptome sorgt. Diese Erkenntnisse werden die Schmerztherapie revolutionieren, erwarten Experten: Die individualisierte Therapie kommt.

Diese und andere Highlights der Schmerzforschung werden beim Deutschen Schmerzkongress 2009 der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) vom 7. bis zum 10. Oktober in Berlin (Maritim-Hotel, Stauffenbergstraße) vorgestellt. Über 2.500 Teilnehmer werden erwartet.

Zu den guten Nachrichten gehört auch die bevorstehende Zulassung verschiedener Medikamente, die bei einmaliger, lokaler Anwendung wochenlange Schmerzfreiheit versprechen. Aber es werden auch die Schattenseiten diskutiert. So gibt es gegen die Volkskrankheit Kopfschmerzen erfolgreiche Therapieprogramme - aber zumeist nicht für Kassenpatienten. Der neue Querschnittbereich "Palliativmedizin", der durch die Hintertür ins Medizinstudium Einzug hält, blendet die Schmerztherapie aus.

(Pressemeldung der >>> Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V., DGSS)
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                            Fluchen mindert Schmerz

Lautes Schimpfen hilft gegen Schmerzen, haben britische Psychologen herausgefunden.
Vermutlich mache das Fluchen aggressiver und unterdrücke die Schmerzen, glauben die Wissenschaftler.

64 Probanden mussten ihre Hand in eiskaltes Wasser halten.
Diejenigen, die dabei ein Schimpfwort ausriefen, hielten die Kälte im Schnitt länger aus als solche,
die ein normales Wort sprachen.
"Fluchen ist ein weltweites Phänomen", sagte Richard Stephens von der Keele University im britischen Staffordshire.
"Unsere Studie zeigt einen möglichen Grund."
Es sei nun klar, dass Fluchen nicht nur eine seelische, sondern auch eine körperliche Reaktion hervorrufe.
Ursprünglich hatten die Wissenschaftler damit gerechnet, dass die fluchenden Probanden kürzer dem Eiswasser standhalten würden, weil sie sich beim Schimpfen womöglich weiter in den Schmerz hineinsteigern und ihn damit verstärken würden.
Die Beobachtungen zeigten jedoch, dass das Gegenteil der Fall ist.

Stephens und seine Kollegen vermuten, dass das Fluchen den Körper in Alarmbereitschaft versetzt
- beispielsweise sei die Pulsrate erhöht.
Zudem mache es aggressiver und bewirke dadurch eine Unterdrückung des Schmerzes.

Fundquelle: www.durchblick-gesundheit.de  Ausgabe Juli - September 2009

Das find ich doch mal gut....., aber bitte denkt dran - die Nachbarn wollen schlafen :))) , aber wenn es wirklich hilft, so flucht so lange ihr es nötig habt...!!!
« Letzte Änderung: 27. November 2009, 11:26:13 von RalleGA »
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Bei andauernden Schmerzen ist Tapferkeit fehl am Platze

Moderne Behandlungsstrategien


Der Schmerz kann viele Ursachen haben.
Normalerweise ist er ein Warnsignal des Körpers.
Doch er kann sich auch in das Gedächtnis einbrennen und zu einem Dauerbegleiter werden.

Industrieroboter sind Meister im routinemäßigen Arbeiten.
Den Menschen dagegen machen einseitige körperliche Belastungen auf Dauer krank.
Das gilt für Fließbandarbeit ebenso wie für stundenlanges, angespanntes Sitzen am Computer.
Wird der akute Schmerz ignoriert, kann er seine Warnfunktion verlieren.
"Er besteht dann unabhängig vom Auslöser fort", sagt Dr. Ingrid Harnisch,
Leiterin der Abteilung Schmerztherapie am Klinikum Magdeburg.
„Die Betroffenen fühlen sich dem Schmerz ausgeliefert und "zum Leiden verdammt".
Die meisten Berufsunfähigkeiten sind Folge chronischer Schmerzen.

Damit es nicht so weit kommt, sind eine frühzeitige Diagnostik, Vermeidung der Schmerzursachen und eine angemessene medizinische Therapie wichtig.
Das jedoch scheint einfacher gesagt als getan, denn eine Vielzahl von Ursachen können zu einer Chronifizierung des Schmerzes führen.

Das beginnt bei Verletzungen und infektiösen Entzündungen, reicht über Verschleißerkrankungen der Gelenke und dem Wachstum von Krebsgeschwüren bis hin zu Phantomschmerzen amputierter Gliedmaßen.
Nicht zuletzt entscheidet auch die Psyche des Menschen darüber, wie stark der Schmerz empfunden wird.
Ein einheitliches Maß, vergleichbar dem Blutdruck oder den Blutzuckerwerten, gibt es nicht.
Das erschwert es Ärzten, die Beeinträchtigung eines Patienten durch die Schmerzen richtig einzuschätzen
und entsprechend zu behandeln.
Hilfe bei der Beurteilung der Schmerzintensität leisten "Schmerz-Lineale".
Auf ihnen können Patienten den Grad ihrer Beeinträchtigung auf einer Skala von eins bis zehn zeigen.
Diese Information kann helfen, eine angemessene Schmerztherapie zu wählen.
Ärzte folgen dabei einem Mehr-Stufen-Schema der Weltgesundheitsorganisation WHO.

1. Stufe:
Zum Einsatz kommen entzündungslindernde, nichtsteroidale Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure (zum Beispiel Aspirin), Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol und Metamizol.
Wegen möglicher Nebenwirkungen auf die Verdauungsorgane sollten diese Medikamente aber nicht über mehrere Monate unkontrolliert eingenommen werden - insbesondere nicht von Menschen über 65 Jahren und ohne einen zusätzlichen medikamentösen Magenschutz.
Ergänzend können nichtmedikamentöse Therapien wie Krankengymnastik, Psychotherapien, Massagen, Wärme und Kältebehandlung, autogenes Training, progressive Muskelrelaxation und Reizstrom (zum Beispiel TENS) oder alternativmedizinische Therapien wie die Akupunktur zur Anwendung kommen.

2. Stufe:
Es kommen Stoffe mit schwachopioider Wirkung, etwa Tramadol oder Valoron, zum Einsatz - zum Beispiel als Tabletten, Hautpflaster oder Zäpfchen.
Auch in der 2. Stufe der Schmerzbehandlung können zusätzliche, nichtmedikamentöse Therapien für Schmerzlinderung sorgen.

3. Stufe:
Wenn in der ersten und zweiten Stufe keine Besserung erzielt wird,
können Ärzte Opioide, zum Beispiel Morphin oder Methadon, verordnen.
Zusätzlich können andere Medikamente, zum Beispiel Antidepressiva und Medikamente gegen die
Opioid -Nebenwirkungen (zum Beispiel Verstopfungen) zum Einsatz kommen.

4. Stufe:
"In sehr schweren Fällen können die Opiate auch über eine Medikamentenpumpe kontinuierlich und genau dosiert abgegeben werden",  sagt der Neurochirurg Dr. Werner Braunsdorf vom Klinikum Magdeburg.    
Solche Schmerzmittelpumpen sind etwa so groß wie ein Handy und werden unter die Bauchdecke implantiert.
Sie geben die Medikamente direkt in den Rückenmarkskanal.
Das senkt den Medikamentenverbrauch drastisch und verringert zudem die Nebenwirkungen.
Ist die Medikamentenpumpe leer, kann der Arzt sie relativ einfach durch eine Injektion durch die Bauchdecke auffüllen.
Die Kosten werden meistens von den Krankenkassen übernommen, sofern der Arzt die Notwendigkeit bescheinigt.
"Die Risiken während der Operation sind relativ gering", versichert Dr. Braunsdorf.
Dennoch ist nicht jeder Patient für den Einsatz einer Schmerzmittelpumpe geeignet.
Eine Anwendung finden die Medikamentenpumpen zum Beispiel bei Patienten mit starken Schmerzen infolge eines Bandscheibenschadens oder als Folge von Krebserkrankungen.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 20.11.2009
« Letzte Änderung: 24. April 2012, 10:18:52 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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eingefügt am 19.08.2010

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« Letzte Änderung: 19. August 2010, 19:31:04 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.