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Autor Thema: Was ändert sich ab Januar 2020 – was könntest Du ändern  (Gelesen 549 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Was ändert sich ab Januar 2020 – was könntest Du ändern
« Antwort #15 am: 01. Juli 2020, 09:50:37 »
Was ändert sich ab Juli 2020 – was könntest Du ändern   

Spürbarer Anstieg der Renten im Sommer 

Rentenplus im Osten 4,20% und im Westen 3,45 %   

Das bedeutet: Eine monatliche Rente von 1.000 €, die nur auf Ost-Beiträgen beruht, erhöht sich dadurch um 42 €,
eine gleich hohe Rente mit West-Beiträgen steigt um 34,50 €. 
Damit nähern sich die Renten in Ostdeutschland weiter an die West-Bezüge an.
Der aktuelle Rentenwert im Osten steigt auf 97,2  des Rentenwerts West.
Bis zum Jahr 2024 soll er aufgrund einer Gesetzesvorgabe von 2017 schrittweise auf 100%  klettern.
Der Rentenwert gibt konkret in Euro an, wie viel ein Entgeltpunkt in der DRV wert ist;
ein Entgeltpunkt - berechnet anhand einer komplizierten Formel - ist maßgeblich für die Höhe der Rente.

Das Rentenniveau beträgt derzeit 48,21%.
Dieser Wert zeigt an, wie hoch das Absicherungsniveau der Rente im Vergleich zu den Löhnen ist. 
Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung im vergangenen Jahr.
Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 3,28% in den alten Ländern und 3,83%  in den neuen Ländern.
Auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern spielen eine Rolle.   

Die Auswirkungen der gegenwärtigen Corona-Krise auf die Wirtschaft sind in den Festlegungen noch nicht berücksichtigt.
Demnach haben sie auf die Rentenerhöhung im Sommer keine Auswirkungen.
Die Höhe der Rentenanpassung wird vom Sozialressort in einer Verordnung festgelegt.
Der Bundesrat muss zustimmen.
Auch in den vergangenen Jahren waren die Renten stetig angestiegen:
2019 im Westen um 3,18% und im Osten um 3,91%. 2018 waren es 3,22% im Westen und 3,37% im Osten.

Mit dem Übertritt der geburtenstarken Jahrgänge in die Rente kommen in den nächsten Jahren weniger Beitragszahler auf zahlreichere Rentner. Der Beitragssatz von 18,6% dürfte laut dem jüngsten Rentenversicherungsbericht aber bis 2024 stabil bleiben.
Bis 2025 darf er laut Gesetz auch nicht über 20% steigen.
Dann dürfte er ansteigen. Hinsichtlich des künftigen Rentenniveaus will die Rentenkommission der Bundesregierung ein Sicherungsniveau zwischen 44 und 49% empfehlen. Ein konkretes Konzept für die Zeit nach 2025 gibt es aber nicht. 

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  April 2020
« Letzte Änderung: 01. Juli 2020, 09:52:12 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Re: Was ändert sich ab Januar 2020 – was könntest Du ändern
« Antwort #16 am: 02. Juli 2020, 08:41:11 »
Was ändert sich ab Juli 2020 – was könntest Du ändern 

Neuer Mindestlohn für Pflegefachkräfte


Für Pflegefachkräfte soll zum 1. Juli 2020 ein einheitlicher Mindestlohn von 15 € gelten, ab April 2022 soll er auf 15,40 € steigen.
Zusätzlich zum gesetzlichen Urlaubsanspruch erhalten Pflegebeschäftigte fünf Tage Zusatzurlaub in diesem Jahr sowie sechs ab 2021.   

Was ändert sich ab Juli 2020 – was könntest Du ändern

Mehrwertsteuer wird für halbes Jahr gesenkt

Ein halbes Jahr lang will die Bundesregierung ab 1. Juli die MwSt. von 19 auf 16%,
bei Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs von 7 auf 5% senken.

Fundquelle: Auszug – „MERKUR“ - Juni 2020 
« Letzte Änderung: 02. Juli 2020, 08:43:49 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Re: Was ändert sich ab Januar 2020 – was könntest Du ändern
« Antwort #17 am: 03. Juli 2020, 09:06:22 »
Was ändert sich ab Juli 2020 – was könntest Du ändern

Medizinische Fußpflege jetzt öfter Kassenleistung 


Hornhaut abtragen und Nägel bearbeiten - das kann bei bestimmten Erkrankungsbildern schlimmen Entzündungen im Fuß vorbeugen.
Künftig können Ärzte häufiger eine podologische Therapie verordnen.

Gesetzlich Krankenversicherte haben ab Juli in mehr Fällen Anspruch auf eine medizinische Fußpflege.
Ärzte können sie fortan auch bei Schäden an der Fußhaut und Zehennägeln verordnen,
die durch ein Querschnittsyndrom oder eine Neuropathie verursacht wurden. 
Die podologische Therapie kann nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zukünftig von allen Patientinnen und Patienten in Anspruch genommen werden, bei denen nachweislich eine Schädigung des Fußes bestehe, die mit dem diabetischen Fußsyndrom vergleichbar und auf ähnliche Sensibilitätsstörungen zurückzuführen sei.
Bisher war eine medizinische Fußpflege laut G-BA ausschließlich bei einem diabetischen Fußsyndrom verordnungsfähig.
Das betrifft Rheuma Erkrankte, Patienten die eine Chemo-Behandlung bekommen und Querschnittsgelähmte...
Diese Erkrankungen werden in Zukunft eventuell eine Verordnung vom Arzt erhalten.
 
Info`s zum G-BA-Beschluss

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juni 2020
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