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Autor Thema: Antiphospholipid-Syndrom  (Gelesen 6466 mal)

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Offline Ladina

  • Li Fraumeni
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Antiphospholipid-Syndrom
« am: 01. Juni 2008, 01:25:17 »
Das Antiphospholipid-Syndrom
Beim Antiphospholipid-Syndrom (APS) handelt es sich primär nicht unbedingt  um eine angeborene, sondern um eine im Laufe des Lebens erworbene Thrombophilie.
Symptome eines APS
Typische Symptomatik ist das Auftreten von unklaren Gefäßverschlüssen jeglicher Art. Dies bedeutet, dass sowohl Venen- (Thrombose und Lungenembolie) als auch Arterienverschlüsse (Herzinfarkte und Schlaganfälle) auftreten können, manchmal sogar in Kombination.
Bei Frauen können die AP-AK zu einem deutlich erhöhten Risiko von Schwangerschaftskomplikationen wie Fehlgeburten, Totgeburten und Wachstumsretardierung des Föten führen. Auch Schwangerschaftserkrankungen (sog. Gestosen) wie z. B. die Entwicklung von Bluthochdruck mit Eiweißausscheidung im Urin (sog. Eklampsie oder Präeklampsie) kommen gehäuft vor. Siehe hierzu auch Tabelle 3.  Ohne entsprechende Behandlung liegt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft bei Frauen mit APS bei nur etwa 25 %(!), bei entprechender Therapie in der Schwangerschaft steigt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft auf über 90 %.
Viele Patienten haben darüber hinaus eine verminderte Zahl ihrer Blutplättchen (sog. Thrombozytopenie) als Zeichen der chronischen Gerinnungsaktivierung, manche auch Durchblutungsstörungen der Haut mit Neigung zu Geschwürsbildung z. B. mit offenen Beinen (sog. "Livedo reticularis").
Falls Patienten ein sog. Lupus-Antikoagulans haben, kann es selten wegen Schwierigkeiten bei der INR-Bestimmung zu wiederkehrenden Thrombosen trotz scheinbar gut eingestellter Therapie mit Gerinnungshemmern kommen. Eine Thrombose unter gut eingestellter Behandlung mit Gerinnungshemmern sollte also immer zur Untersuchung auf ein APS führen!
Oft können auch mehrere Autoimmenerkrankungen gleichzeitig auftreten, wie z. B. Rheuma und APS oder zusätzliche Schilddrüsenerkrankungen durch Autoantikörper und vieles mehr.


http://www.die-thromboseneigungen.de/index.php?id=229
Halt ein Plätzchen frei für die HOFFNUNG!

Offline busymouse

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Re: Antiphospholipid-Syndrom
« Antwort #1 am: 28. Juni 2015, 20:43:13 »
Seit Kurzem gibt es eine kleine deutschsprachige Facebook-Gruppe zum Antiphospholipidsyndrom:

https://www.facebook.com/groups/241406002662939/
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline Christiane

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Re: Antiphospholipid-Syndrom
« Antwort #2 am: 14. Dezember 2019, 12:09:26 »
Die FB-Gruppe zum Antiphospholopid-Syndrom ist inzwischen gar nicht mehr so klein :-)
Wir haben nun schon fast 400 Mitglieder:-)

LG Christiane