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Autor Thema: Mehr für die eigene Gesundheit erreichen u.a. beim CORONA-Virus  (Gelesen 1044 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Mehr für die eigene Gesundheit erreichen u.a. beim CORONA-Virus
« Antwort #15 am: 22. Juni 2020, 09:28:10 »
Urteil zu Corona-Klage:

Lehrerin muss unterrichten 


Eine Grundschullehrerin hat erneut vor einem Gericht in Hessen verloren und muss zum Präsenzunterricht erscheinen.
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (Az. VGH 1 B 1308/20) wies eine Beschwerde der Klägerin zurück,
wie das oberste Verwaltungsgericht des Landes am 15. Mai 2020 in Kassel mitteilte.
Die Frankfurter Lehrerin hatte versucht, gegen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main vorzugehen.   

Die verbeamtete Lehrerin wollte dem Land wegen der Covid-Pandemie untersagen lassen,
sie zum Präsenzunterricht beordern zu lassen, bis Arbeitsschutzmaßnahmen getroffen worden seien.
Es ging ihr unter anderem um eine schulbezogene Gefährdungsbeurteilung, ein Schutzkonzept und eine schriftliche Dokumentation.   

Der beim Verwaltungsgerichtshof für das Beamtenrecht zuständige 1. Senat begründete die zurückgewiesene Beschwerde damit,
dass hinreichende Vorkehrungen getroffen worden seien zum Schutz vor der Lungenkrankheit.
Die Lehrerin hätte sich nur weigern können zum Unterricht zu kommen, wenn dies unzumutbar gewesen wäre
- etwa durch eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben. Dies sei aber nicht der Fall.   
           
Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  Juni 2020
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Mehr für die eigene Gesundheit erreichen u.a. beim CORONA-Virus
« Antwort #16 am: 11. August 2020, 09:49:27 »
Entschädigung auch für Eltern behinderter erwachsener Kinder

Bisher haben nur Eltern minderjähriger Kinder einen Ausgleich für ihren Verdienstausfall erhalten,
wenn sie in der Corona-Pandemie ihre Söhne und Töchter zu Hause betreuen müssen.     


Dass auch Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung eine solche Entschädigung beanspruchen können,
hatte die Bundesvereinigung Lebenshilfe in den vergangenen Wochen immer wieder mit Nachdruck gefordert.             

Nun hat der Bundesrat mit seiner Zustimmung zum Angehörigen-Entlastungsgesetz ein wichtiges Signal für Menschen mit Behinderung und ihre Familien gesetzt und der Änderung im Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt.


Nachdem Werkstätten und andere Einrichtungen der Tagesbetreuung wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, betreuen und pflegen Tausende Familien ihre erwachsenen Angehörigen mit Behinderung rund um die Uhr zu Hause und gehen damit an ihre Belastungsgrenze.
Nun haben sie immerhin einen Anspruch auf Entschädigung für ihren Verdienstausfall.    

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  August 2020
« Letzte Änderung: 11. August 2020, 09:51:04 von RalleGA »
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Grippe oder Corona?

Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Krankheiten


Im Herbst beginnt die Grippesaison.
Dann haben Ärzte voraussichtlich vermehrt mit zwei schweren Infektionskrankheiten zu tun: Covid-19 und Grippe.

Was passiert, wenn die Corona-Pandemie auf eine Grippewelle trifft?
Nach Ansicht des Leiters der Abteilung für Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, Gèrard Krause, würde eine nennenswerte Grippe-Aktivität das Gesundheitswesen herausfordern.
Denn dann könnte es mehr Patienten mit Atemwegserkrankungen geben, die versorgt, getestet und teils in Krankenhäuser gebracht werden müssten. Wie stark die, Grippesaison ausfallen wird, lässt sich noch nicht abschätzen.
Es gibt Jahre mit starken und mit weniger starken Wellen.

In der vorigen Saison gab es relativ wenige Kranke, zwei Jahre davor sehr viele.
Influenzaviren, die die Grippe hervorrufen, zirkulieren nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zwischen Anfang Oktober und Mitte Mai. Grippewellen beginnen meist im Januar und dauern drei, vier Monate.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung mit Influenza schützen?
Prinzipiell mit einer Impfung.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) am RKI empfiehlt die Grippeimpfung allerdings nur für Risikogruppen.
Das sind etwa Menschen über 60, Frauen ab der 14. Schwangerschaftswoche, Personen mit Vorerkrankungen und Leute,
die berufsbedingt ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.
Eine Grippeimpfung hilft laut Krause nicht nur den Geimpften, sondern entlastet indirekt auch bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie: Denn so müssten weniger Patienten mit Symptomen behandelt oder vorsorglich in Quarantäne geschickt werden, weniger landeten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen.

Wenn eine Grippeimpfung Engpässe in Krankenhäusern verhindert - warum wird sie nicht für die ganze Bevölkerung empfohlen? 
   Weil es laut Stiko voraussichtlich nicht genügend Impfstoff gibt.
Für die Saison 2020/21 würden rund 25 Millionen Dosen zur Verfügung stehen - allein für die Versorgung jener Menschen, denen die Stiko die Impfung empfiehlt, bräuchte es aber rund 40 Millionen Dosen. Eine Ausweitung der Empfehlung auf die Gesamtbevölkerung könnte also zu einer Unterversorgung der Risikogruppenführen.

Gibt es weitere Wechselwirkungen zwischen Covid-19 und Influenza?
Die Erreger von Covid-19 und Grippe werden auf ähnlichem Weg übertragen - folglich helfen auch die gleichen Schutzmaßnahmen.
Krause geht davon aus, dass etwa Händewaschen, Abstand Halten und ein Mund-Nasen-Schutz auch gegen die Verbreitung der Grippe helfen.

Wie unterscheiden sich die Krankheiten bei Verlauf und Behandlungsdauer?
Der Anteil schwerer Verläufe ist bei Covid-l9-Patienten deutlich höher als bei Grippe-Patienten.
Das geht aus einer aktuellen RKI-Studie hervor.     
Im Schnitt blieben Covid-19-Patienten länger in stationärer Behandlung und öfter und länger auf der Intensivstation.
22% der Covid-19-Patienten, aber nur 14% der Grippe-Patienten mussten an Beatmungsgeräte angeschlossen werden.

Kann man die Zahlen der Todesfälle vergleichen?   

Die absoluten Todeszahlen für Corona und Influenza kann man kaum seriös vergleichen.
Sie werden unterschiedlich erhoben.
Als Covid-l9- Todesfall gelten für das RKI Personen, "bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 vorliegt" und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind.

Erfasst werden sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung gestorben sind, als auch Menschen,
bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, ob das Virus die Todesursache war.

Weil bei Weitem nicht alle Todesfalle, die mit Influenza zusammenhängen, erkannt werden, behilft man sich hier laut RKI mit einer statistischen Erhebung: Die Zahl der Influenza-Toten wird errechnet, indem man von der Zahl aller Todesfalle während einer Influenzawelle die Zahl jener Todesfalle abzieht, die es ohne Influenzawelle gegeben hätte - diese wird aus historischen Daten berechnet.

Todesfalle von Patienten, die wegen ihrer Krankheit ins Krankenhaus mussten, hat das RKI untersucht:
21% der Covid-l9-Patienten in stationärer Behandlung starben sowie 12% der Grippe-Patienten. 

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  September 2020

« Letzte Änderung: Gestern um 09:15:10 von RalleGA »
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