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Autor Thema: Erkrankungsalter - Forschungsergebnisse - Prostata  (Gelesen 2557 mal)

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Offline busymouse

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Erkrankungsalter - Forschungsergebnisse - Prostata
« am: 11. November 2007, 12:04:04 »
Die Sequenzvarianten Arg72Pro des Tumorsuppressorgens p53 und Arg462Gln des Prostatakarzinom-Suszeptibilitätsgens RNASEL haben einen additiven Effekt auf das Erkrankungsalter von HNPCC-Patienten

Einleitung:
Wir konnten in zwei vorangegangenen Studien [1], [2] zeigen, dass sowohl die Sequenzvariante Arg72Pro des Tumorsuppressorgens p53 als auch die Sequenzvariante Arg462Gln des Prostatakarzinom-Suszeptibilitätsgens RNASEL signifikant mit dem Ersterkrankungsalter von Patienten mit hereditärem nicht-Polyposis-assoziierten kolorektalen Karzinom (HNPCC) assoziiert sind. Beide Varianten weisen in vitro und im Tiermodell jeweils funktionelle Unterschiede auf, u. a. bezüglich ihrer Apoptosekapazität. Beide Gene wirken in verschiedenen, voneinander unabhängigen Signaltransduktionskaskaden, Interaktionen auf molekularer Ebene sind bisher nicht bekannt. Gemeinsam ist beiden Sequenzvarianten jedoch, dass die polymorphen Varianten im Vergleich zum jeweiligen Wildtyp eine geringere Fähigkeit zur Induktion der Apoptose aufweisen.Ziel der vorliegenden Studie war es zu analysieren, welchen Effekt die beiden genannten Sequenzvarianten zusammen auf den HNPCC-Phänotyp ausüben. Daraus lassen sich letztlich indirekt Schlussfolgerungen für eine evtl. Interaktion beider Signalwege auf molekularer Ebene ziehen.

Material und Methoden:
Wir analysierten die Genotypen beider o. g. Sequenzvarianten bei 246 nichtverwandten HNPCC-Patienten mit einer pathogenen Keimbahnmutation in MSH2 (n=138) oder MLH1 (n=108) und einem kolorektalen Karzinom als erster Tumormanifestation sowie 245 gesunden Kontrollpersonen.

Ergebnisse:
Die Verteilung der Genotypen beider Sequenzvarianten auf die neun möglichen Kombinationen entsprach sowohl bei den HNPCC-Patienten als auch bei den gesunden Kontrollpersonen derjenigen, welche aufgrund der einzelnen Genotypfrequenzen beider Varianten erwartet wurde. Bei beiden Sequenzvarianten fanden sich jeweils keine Unterschiede in den Genotypfrequenzen zwischen Patienten und Kontrollen.Bei der Analyse des Ersterkrankungsalters zeigte sich jedoch, dass sowohl die Sequenzvariante in p53 als auch in RNASEL einen jeweils signifikanten dosisabhängigen Einfluss auf das Ersterkrankungsalter hatten. Darüber hinaus ergab die multivariate Cox-Regression, dass die beiden Sequenzvarianten eine additive Wirkung auf das Erkrankungsalter haben.

Schlussfolgerung:
Unsere Daten zeigen, dass die Sequenzvarianten Arg72Pro des Tumorsuppressorgens p53 und Arg462Gln des Prostatakarzinom-Suszeptibilitätsgens RNASEL in dosisabhängiger Weise signifikant mit dem Erkrankungsalter bei HNPCC-Patienten assoziiert sind und dabei additiv wirken. Diese Beobachtungen beim Menschen stützen die aus der molekularen Grundlagenforschung bekannte Tatsache, dass die p53- und RNase L-Signalwege nicht miteinander interagieren. Unsere Ergebnisse können Bedeutung für Präventionsstrategie und Zeitpunkt einer evtl. prophylaktischen Operation haben.

Literatur:
1.   Krüger S et al. The p53 codon 72 variation is associated with the age of onset of hereditary non-polyposis colorectal cancer (HNPCC). J Med Genet 2005; 42: 769-773
2.   Krüger S et al. Arg462Gln sequence variation in the prostate-cancer-susceptibility gene RNASEL and age of onset of hereditary non-polyposis colorectal cancer: a case-control study. Lancet Oncol 2005; 6: 566-572

S. Krüger - Abteilung Chirurgische Forschung, Technische Universität Dresden, Dresden, Deutschland; Institut für Klinische Genetik, Technische Universität Dresden, Dresden, Deutschland
C. Engel - Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Universität Leipzig, Leipzig, Deutschland
A. Bier - Institut für Klinische Genetik, Technische Universität Dresden, Dresden, Deutschland
AS. Silber - Abteilung Chirurgische Forschung, Technische Universität Dresden, Dresden, Deutschland
H. Görgens - Abteilung Chirurgische Forschung, Technische Universität Dresden, Dresden, Deutschland
E. Mangold - Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
C. Pagenstecher - Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
H.K. Schackert - Abteilung Chirurgische Forschung, Technische Universität Dresden, Dresden, Deutschland


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« Letzte Änderung: 08. April 2019, 13:26:43 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Re: Erkrankungsalter - Forschungsergebnisse - Prostata
« Antwort #1 am: 08. April 2019, 13:26:12 »
Prostata-Entzündung

neue Therapie bei (chronischer) Erkrankung


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Inzwischen ist die Erkrankung in den meisten Fällen dank einer neuartigen Kombination natürlicher Wirkstoffe gut therapierbar.

Eine Prostata-Entzündung kann diffuse Unterleibsschmerzen mit Ziehen und Stechen in der Leiste verursachen, Erektionsstörungen und Libidoverlust, Druckgefühle im Dammbereich und Schmerzen in der Blasenregion nach dem Wasserlassen.

In mehr als 90% der Fälle werden die chronischen oder akuten Beckenschmerzen nicht bakteriell ausgelöst,
sondern durch entzündungsbedingte Verspannungen.

Eine neue Wirkstoffkombination PROSTUROL-Zäpfchen
, (rezeptfrei in der Apotheke) setzt genau hier an und lindert das schmerzhafte Druckgefühl. Um die Beschwerden in der Prostata-Region effektiv zu lindern, bringen die Zäpfchen eine Vielzahl bewährt entspannender,
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Die größte Bedeutung messen Experten jedoch der enthaltenen Hyaluronsäure bei.
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Hier hilft sie dem Gewebe in der Umgebung der Prostata, seine Struktur wieder zu normalisieren.
Dank ihrer Wirkung können spezialisierte Zellen leichter in die bisher durch die Entzündung belastete Umgebung einwandern und für eine nachhaltige Regeneration sorgen.

Wie nachhaltig damit die Linderung der schmerzhaften Beschwerden im Umfeld der Prostata unterstützt werden kann, zeigte eine aktuelle Studie. In deren Verlauf konnte bereits nach einer vierwöchigen Unterstützungskur - und der Anwendung von jeweils nur einem Zäpfchen abends vor dem Schlafengehen - eine signifikante Reduktion des Druck- und Spannungsschmerzes nachgewiesen werden.

Die von Experten auch als "chronisches Beckenschmerz-Syndrom" bezeichnete Erkrankung kann ohne geeignete Therapie recht langwierig sein. Die Kombination von Hyaluronsäure mit bewährten pflanzlichen Inhaltsstoffen jedoch hilft dem Gewebe, seine Struktur zu normalisieren, wirkt entspannend und dadurch deutlich schmerzlindernd. 

Fundquelle: Auszug – „GENARAL-ANZEIGER“  - Altmark Januar 2019

« Letzte Änderung: 08. April 2019, 13:32:02 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.