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Autor Thema: chronische Divertikel-Krankheit - Behandlungsmöglichkeit  (Gelesen 37 mal)

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Offline RalleGA

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chronische Divertikel-Krankheit - Behandlungsmöglichkeit
« am: 21. November 2018, 18:01:22 »
chronische Divertikel-Krankheit - Behandlungsmöglichkeit

Divertikel sind kleine Ausstülpungen am Darm


Sie bleiben häufig unbemerkt, verursachen aber manchmal Beschwerden.
Kehren diese immer wieder, spricht man von einer chronischen Divertikel-Krankheit.
Abhilfe schafft manchmal eine andere Ernährung.

Die gute Nachricht zuerst: Eine chronische Divertikel-Krankheit ist nur selten gefährlich.

Wenn kleine Ausstülpungen am Darm - sogenannte Divertikel - aber immer wieder Probleme bereiten, ist das für die Patienten unangenehm.     

Möglicherweise hilft den Betroffenen eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche Kost Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) - hier weiter -oben rechts- unter Suche: chronische Divertikel-Krankheit

Wer viel Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Obst isst, bei dem wird der Stuhl schneller durch den Darm befördert.
Dazu unbedingt ausreichend trinken.   
Während die Divertikel bei der chronischen Divertikel-Krankheit Schmerzen oder Blähungen verursachen,
ohne dass es Zeichen einer Entzündung gibt, entzünden sie sich bei der wiederkehrenden Divertikulitis immer wieder.
Gegen die Schmerzen sollten Patienten dann keine nicht-steroidalen Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac einnehmen.
Sie könnten Komplikationen begünstigen.  


Bei einer komplizierten Divertikel Entzündung kommen meist Antibiotika zum Einsatz. Manche Patienten bekommen auch ein Medikament, das eigentlich nur für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn zugelassen ist.
Die Wirkung dieser Mittel bei wiederkehrenden Divertikel-Beschwerden ist allerdings bisher nicht ausreichend belegt.

Eine Operation kommt infrage, wenn nichts anderes hilft. Sie sollte aber gut überlegt sein.
Denn erstens geht sie mit Risiken einher, und zweitens sei nicht garantiert, dass die Beschwerden danach verschwinden.
Die Wahrscheinlichkeit sei sogar eher gering.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Mai 2018
« Letzte Änderung: 22. November 2018, 10:06:42 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.