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Autor Thema: Abenteuer Diagnose: Stiff-Person-Syndrom; Borreliose; Osteomalazie(FGF23)+mehr  (Gelesen 704 mal)

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Abenteuer-Diagnose:

Stiff-Person-Syndrom; Borreliose; Osteomalazie (FGF23)


Rätselhafte Beschwerden, die nicht zueinander passen wollen:
Manchmal wird die Suche nach der passenden Diagnose für Ärzte zur echten Detektivarbeit.

Abenteuer-Diagnose                       
« Letzte Änderung: 16. Februar 2018, 14:15:45 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Abenteuer Diagnose
« Antwort #1 am: 16. Februar 2018, 09:28:34 »
Abenteuer Diagnose

Visite - 13.02.2018

Wie Detektive fahnden die Ärzte nach der rettenden Diagnose, oft unter großem Zeitdruck:
Die Best-of-Ausgabe versammelt drei wahre Patientengeschichten mit dramatischen Wendungen.


« Letzte Änderung: 16. Februar 2018, 14:16:23 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Abenteuer Diagnose 

Erschöpfung kann auf Addison-Syndrom hindeuten
 


Bei der Addison-Krankheit produziert die Nebenniere zu wenig Hormone.
Die Beschwerden wie Erschöpfung sind unspezifisch.
Unbehandelt verläuft Morbus Addison tödlich.


Abenteuer Diagnose - 20.02.2018
« Letzte Änderung: 04. März 2018, 14:08:56 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Abenteuer Diagnose

Visite 06.03.2018
« Letzte Änderung: 11. März 2018, 07:32:54 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Abenteuer Diagnose

Vitamin-D-Mangel

Mindestens 60%  der Deutschen haben im Winterhalbjahr zu wenig Vitamin D im Blut.
Zeichen für einen Vitaminmangel können Abgeschlagenheit und Gliederschwäche sein.

Visite - NDR - Fernsehen 13.03.2018
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Abenteuer Diagnose 

Bei einer Gliedergürtel-Myasthenie kommen Impulse vom Gehirn nicht bei den Muskeln an.
Betroffene fühlen sich abends und nach körperlicher Belastung stark erschöpft.

NDR - Visite

« Letzte Änderung: 21. März 2018, 09:45:26 von RalleGA »
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Abenteuer Diagnose 

Schmerzen in der Leiste (weiche Leiste) kann auch Cam-Impingement hindeuten


Als der junge Mann mein Sprechzimmer betrat, sah ich ihm gleich an, dass er viel Sport trieb.
Er war schlank, durchtrainiert und machte einen fitten Eindruck.
Dann begann er zu erzählen: Ja, er fahre vor allem Rennrad.
Aber seit zwei Jahren leide er an anhaltenden Schmerzen im Bereich der Leisten - auf der linken und rechten Seite.
Vor allem beim Radfahren schössen die Schmerzen immer wieder ein.
In schlimmen Phasen hätten ihm auch beide Oberschenkel dauerhaft sehr wehgetan.

Der Anfang 20-jährige war schon bei diversen Ärzten gewesen.
Es war die Diagnose "weiche Leiste" gestellt worden, auch genannt "Sportlerhernie" - also ein Defekt der Faszien der Bauchwand im Leistenbereich. Der Mann war an beiden Leisten operiert worden.
Aber: Die Schmerzen blieben und traten immer wieder heftig auf.
Nach und nach nahmen die Beschwerden noch zu, sodass er inzwischen kaum sitzen oder Treppen steigen konnte.
 
Ich begann mit der Untersuchung. Die Narben der Operationen sahen beschwerdefrei aus.
Danach beugte ich beim liegenden Patienten das eine Hüftgelenk mehr als 90 Grad, indem ich das Knie Richtung Bauch drückte. Zeitgleich drehte ich den Fuß nach außen.
Bei diesem Manöver zuckte der Mann zusammen und stöhnte.
Auch auf der anderen Seite wiederholte sich die Szene.
Ich machte einen Ultraschall.
In beiden Hüftgelenken zeigte sich ein Erguss - Zeichen für eine Reizung.
Zudem entdeckte ich auf dem Monitor eine vorgewölbte Kontur des Hüftkopfes und -halses auf beiden Seiten.
Röntgenbilder zeigten, dass die Hüftköpfe beidseits deformiert waren: Ein knöcherner Wulst zeichnete sich ab.

In den Kernspin-Aufnahmen, die ich anfertigen ließ, waren diese Veränderungen rechts und links noch deutlicher zu erkennen. Die Gelenklippe aus Faserknorpel, die das Hüftgelenk umschließt, hatte noch keinen Schaden. Nun war mir klar, woran der Mann litt:
an einem wulstartig veränderten Knochen des Hüftkopfs.

Durch diese Ausbuchtung klemmte und blockierte das Gelenk schmerzhaft bei bestimmten Bewegungen.
In der Fachsprache wird das Krankheitsbild mit dem englischen Ausdruck "Cam - Impingement" bezeichnet.

Erst seit etwa sechs, sieben Jahren ist dieses Phänomen bekannt.
Klassische Symptome sind Schmerzen beim Beugen der Hüfte, also z.B. beim Radfahren.
Treppensteigen oder Sitzen.
Warum es zu der knöchernen Veränderung kommt, ist bislang nicht genau geklärt.

Häufig sind junge Männer davon betroffen.
Immer wieder werden Menschen. die über diese Art Schmerzen klagen, an der Leisten operiert

Eingriffe, die in diesem Fall nichts bringen. Die Erkrankung ist eine Präarthrose, also eine Vorstufe zum Gelenkverschleiß.
Besteht die Fehlfunktion über Jahre, wird der Knorpel im Gelenk nach und nach abgeledert.
Dann bekommen-die Betroffenen schon verhältnismäßig jung eine Prothese.
Wird sie aber rechtzeitig erkannt und der Patient chirurgisch mit einer Umformung des Hüftkopfs versorgt,
kann es gelingen, dass sich der Knorpel nicht noch mehr abnutzt.
Ich operierte den Mann minimalinvasiv.
Mit einem  sichelförmigen Meißel trug ich den Knochenwulst ab, formte den Hüftkopf wieder zu einer Kugel und modellierte einen taillierten Hüfthals.
30 Minuten dauerte der Eingriff pro Seite. Jetzt passten Hüftkopf und Pfanne wieder genau ineinander. Derartige Eingriffe führen wir etwa 150-mal pro Jahr in unserer Klinik durch.   

Nach der Operation wurde der Patient mithilfe unserer Krankengymnasten zügig wieder mobilisiert.
Schon einen Tag nach dem Eingriff waren die Schmerzen beim Durchbewegen des Beins während der klassischen Beugemanöver  nicht mehr vorhanden.
Nach fünf Tagen entließen wir den Patienten. Und nach sechs Wochen, in denen er mithilfe von Gehstützen lief und Physiotherapie bekam, hatte er keine Schmerzen mehr und konnte seine Beine voll belasten.
Ich hoffe, dass bald mehr Ärzte von dem Krankheitsbild wissen.
Denn in diesem Fall bewahrheitet sich der Spruch:

Man erkennt nur, was man kennt.


Fundquelle: Auszug - „Patientenberichtsakte“ Orthopädische Uni-Klinik Regensburg im Asklepios Klinikum BAD ABBACH
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Abenteuer Diagnose 

Hitzewallungen, HAE, Luftröhre


NDR - Visite 11.03.2018

« Letzte Änderung: 01. April 2018, 09:27:23 von RalleGA »
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Abenteuer Diagnose 

Nervenkrieg -25.03.2018


Wie Detektive müssen Ärzte mit falschen Fährten und unerklärlichen Symptomen kämpfen.
Abenteuer Diagnose erzählt in dieser Ausgabe drei wahre Geschichten mit dramatischen Wendungen.
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Abenteuer Diagnose

Erektionsstörung kann auch auf Parodontitis hindeuten


Vor einiger Zeit saß ein Patient besorgt in meiner Sprechstunde.
Ich will nicht die nächsten 40 Jahre eine Pille schlucken müssen, um Sex zu haben" klagte er, sagen Sie mir, was bei mir los ist."
In unserer Spezialambulanz sehen wir jedes Jahr Tausende Männer mit diesem Problem: Erektionsstörung. 

Der Anfang 50- Jährige war seit Langem glücklich liiert, seine Frau und er schliefen mehrmals die Woche miteinander.
Doch seit über einem Jahr hatte er Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen.
Ein Urologe hatte ihn untersucht und nichts gefunden.
Zwei weitere Urologen waren ratlos gewesen und hatten Viagra verschrieben:
ein Medikament, das dazu führt, dass sich die Gefäße im Penis weiten und er mehr durchblutet wird.
Obwohl ihm die Tablette half, ließ der Mann nicht locker: Er wollte den Grund für seine Probleme herausfinden.

Er ging sogar ein Dreivierteljahr zum Psychologen. Dank der Gespräche kam er besser damit klar, dass es im Bett nicht mehr so gut lief, aber Viagra musste er trotzdem vor dem Sex schlucken.
Der Patient sah fit aus: Er war schlank, joggte, ernährte sich gesund und wirkte jünger, als er war.
Rein äußerlich war er nicht der typische Impotenz Patient. Viele der Männer, die mich deshalb aufsuchen,
sind übergewichtig, haben einen erhöhten Blutzucker, Herzprobleme oder eine Prostata-OP hinter sich.

Bis vor 20 Jahren glaubte man, dass Erektionsstörungen meist eine psychische Ursache haben.
Mittlerweile aber finden wir in neun von zehn Fällen einen organischen Grund: etwa verkalkte Arterien durch Übergewicht oder verletzte Gefäße oder Nerven aufgrund einer OP im Becken.

Ich machte eine ausführliche Anamnese und ließ ihn spezielle Fragebögen ausfüllen.
Dann prüfte ich die Funktion der Penisgefäße mithilfe einer speziellen Ultraschalluntersuchung.
Die Gefäße im Penis, die auf dessen Oberseite und in der Tiefe des Gewebes verlaufen, sind die leistungsstärksten des männlichen Körpers. Damit sich im Geschlechtsorgan genug Blut für eine Erektion sammelt, rauscht in Spitzenzeiten die 40- bis 100-fache Menge hindurch.
Wegen des Durchmessers von ein bis zwei Millimetern sind die Arterien sehr empfindlich.
Deshalb kann eine Gefäßerkrankung frühzeitig Erektionsstörungen auslösen - lange bevor der Patient andere Anzeichen wie etwa Herzschmerzen bemerkt.    

Die Untersuchung zeigte, dass der Penis auch im Normalzustand zu wenig durblutet war.
Der Patient bekam einer; Fragebogen, mit dem wir nach andere; Durchblutungsstörungen sowie nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie forschen.

Seit 2010 gibt es in dem Bogen acht Fragen zur Zahngesundheit Wissenschaftler entdeckten,
dass chronische Erkrankungen des Zahnfleischs die Potenz mindern können.
Je gravierender die Zahnbetterkrankung oder Parodontitis, desto schlimmer sind die Beeinträchtigungen.
Eine Parodontitis wird durch Bakterien in den Zahnfleischtaschen ausgelöst - das kann Folgen im gesamten Organismus haben: Experten sehen einen Zusammenhang zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, einem erhöhten Risiko für Frühgeburten - und Impotenz. 

Die Antworten des Patienten waren alarmierend:
Er nutzte weder Zahnseide noch Zwischenraumbürsten, sein Zahnfleisch war stark entzündet und blutete häufig.
Potenzprobleme und Zahnfleisch standen offenbar in Zusammenhang.
Die Parodontalkeime bilden Giftstoffe, die das Abwehrsystem des Körpers befeuern.
Die Immunantwort kann gesundes Gewebe angreifen - wie etwa die feinen Penisgefäße.
Seitdem wir unser Augenmerk auch auf die Gesundheit im Mund legen, finden wir jedes Jahr ein oder zwei Patienten mit diesem Zusammenhang. Wir schickten den Mann zum Zahnarzt, dort wurde ein halbes Jahr lang sein Zahnfleisch behandelt.
Als ich ein Jahr später erneut in unserer Ambulanz traf, hatte wieder erfüllten Sex, ganz ohne Medikamente.
Seitdem geht er zweimal jährlich zur Zahnreinigung.
« Letzte Änderung: 13. Juni 2018, 09:44:23 von RalleGA »
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Mineralienmangel, Clippers-Syndrom, Autoimmune Pangastritis


Abenteuer Diagnose - Sendung vom 26.06.2018

« Letzte Änderung: 16. Juli 2018, 09:30:18 von RalleGA »
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geplatztes Lungenbläschen, DDPX – Antikörper-assoziierte Enzephalitis, Pyroderma gangraenosum   
Abenteuer Diagnose – Sendung vom 26.06.2018
« Letzte Änderung: 29. Juli 2018, 06:32:04 von RalleGA »
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Cushing-Syndrom, Bakterien in der Herzklappe - Endokarditis,
Überbeweglichkeit der Gelenke – Hypermobilität


Abenteuer Diagnose – Sendung vom 22.04.2018

« Letzte Änderung: 29. Juli 2018, 06:31:34 von RalleGA »
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