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Autor Thema: Behandlungsresistente Insomnie  (Gelesen 13208 mal)

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Offline kein Schlaf

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #75 am: 15. September 2020, 13:32:10 »
Hallo Sebastian,

ich hätte auch noch mal ein paar Fragen an Dich. Bei mir wird’s auch immer schlimmer deswegen.
Also hast du auch Gedächtnisprobleme.
Ich habe starke Gedächtnisprobleme bekommen; ähnlich einer Demenz.

Außerdem kann ich kaum mehr essen.
Wenn ich Essen bekomme, habe ich so starkes Herzrasen und bin noch erschöpfter als vorher. (auch schon)
Und wenn ich mal kurz Einschlafe, dann nur ganz leicht.
Meistens ist es auch bei mir so, dass ich irgendwie Träume, aber ich schlafe nicht wirklich.
Kann das nicht beschreiben.
Schlafdruck ist trotz völlig Erschöpfung fast garnicht mehr vorhanden.

sieht’s bei DFir ähnlich aus ?
« Letzte Änderung: 15. September 2020, 17:50:41 von RalleGA »

guest2226

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #76 am: 16. September 2020, 12:24:36 »
Lieber Sebastian,

alles ähnelt sich sehr in unseren beiden Fällen.
Ich würde auch gerne persönlich mal mit Dir Telefonieren, wenn du magst.
Ich suche hier ständig die Beiträge und finde sie dann  manchmal nicht.
Ist auch mein erstes Forum in der Art.

Gib mir doch einfach Bescheid und wir können mal was ausmachen.

LG Susanne

Offline SebastianBln

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #77 am: 17. September 2020, 16:58:39 »
Hallo Sebastian,
ich hätte auch noch mal ein paar Fragen an Dich. Bei mir wird’s auch immer schlimmer deswegen.
Also hast du auch Gedächtnisprobleme.

Ja habe Probleme mit dem Kurzzeitdedächtnis.  Die Ärzte meinen ist normal wenn man zuwenig schläft, die sind sich sicher das ich keine Tödliche sporadische Schlaflosigkeit habe.
Aber es fällt mir immer Woche für Woche schwerer mich zu errinnern oder vergesse Termine. Letzte Woche schliesse mein Fahrrad  an und nach 2 std. später wusste ich nicht mehr wo ich es abgestellt hatte , dann panisch geworden weil es mir niht mehr einfiel. Oder letzte Woche ich ziehe meine Eingangstür zu und vergesse echt mein Schlüssel einzupacken (musste dann Schlüsseldienst rufen). Termine habe ich auch schon vergessen, weil ich manchmal die Tage verwechsel, ich muss mir echt alles aufschreiben in letzter Zeit. Oder sehr oft rede ich mit mit jemanden und komme ich ins stocken und vergesse was ich eingentlich sagen wollte.

Außerdem kann ich kaum mehr essen.
Wenn ich Essen bekomme, habe ich so starkes Herzrasen und bin noch erschöpfter als vorher.

Also Herzrasen habe ich nicht, aber mir fällt täglich auf ,dass wenn ich was esse dann bekomme ich aufeinmal so extremen Schweissausbruch. Aber auch das habe ich kontrollieren lassen bei einem Endokrinologen, da waren alle Laborwerte , Hormone im Blut und Urin in Ordnung. Dafür habe ich oft Muskelzuckungen.


Meistens ist es auch bei mir so, dass ich irgendwie Träume, aber ich schlafe nicht wirklich..

Ist das vielleicht so wie bei mir, ich hatte das hier im Forum schon beschrieben,  irgendwie wie Wachschlaf, man schläft nicht tief und am nächsten morgen kann man sich an alles erinnern an den Traum?

Schlafdruck ist trotz völlig Erschöpfung fast garnicht mehr vorhanden..

Genau das habe ich auch und das verstehe ich einfach nicht wie das sein kann?  Meine Augen schmerzen, sind überanstrengt.  Man fühlt sich total leer und ausgelaugt aber Müdigkeit will auch mit Medikamente nicht aufkommen. Habe auch den Tip von "Outrun" schon ausgetestet 2 wochen lang, Trimipramin hoch dosiert + Doxepin hochdosiert genommen. Aber nix scheint mich in Tiefschlaf zu bringen.

Meine behandelnden Ärzte haben mich wieder darauf angsprochen, ob ich nochmal eine Psychosomatische Klinik stationär besuchen möchte. Aber darauf habe ich einfach keine Kraft, damals musst ich in ein 4 Mannzimmer alle 3 haben schön geschnarcht und fest geschlafen und ich bin fast wahnsinnig geworden. Never tue ich mir das nochmal an.
Habe diese Woche ein Tefefongespräch geführt mit einer Ärztin des Schlafmedizinisches Zentrums ,da habe ich Sie gefragt ob Sie mir eine Untersuchung nennen kann um meine Sorge der sporadische fatale Insomnie auszuschliessen. Da wurde mir nur geantwortet ,dass Sie keine Untersuchen kennt und das man erst nach dem sterben ,es bei einer Obduktion feststellen könnte. Also könnnen wir nur das beste daraus machen und abwarten.

PS: da ich jetzt über 1 Jahr krankgeschrieben bin mit dieser Erkrankung hat mich das Arbeitsamt aufgefordert nun eine Überprüfung vom MED durchzuführen zu lassen, heißt für mich ich werde wohl EU Rente beantragen müssen, da das Jobcenter nicht weiter zahlen möchte.
Ich habe mich damit langsam abgefunden, das es kein Ausweg gibt.


@ Ennasus (Susanne)
Du hast hier im Forum  Privaten Nachrrichten empfangen ausgeschaltet !!!
da kommt immer:
"Ennasus kann keine Privaten Mitteilungen empfangen."
Darum habe ich dir direkt auf deine emailadresse geantwortet.
« Letzte Änderung: 22. September 2020, 11:19:59 von SebastianBln »

Offline Stefan4u

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #78 am: 30. September 2020, 14:38:46 »
Schildkröte = Schilddrüse

Die Werte wurden bei mir gleich zu der Beginn der Erkrankung überprüft. Ist eigentlich normales bekanntes Prozedere bei den Symptomen. Ich gehe im November in eine Klinik zur Schlafrestriktion, wenn ich denn noch so lange durchhalte. Einzelzimmer ist gebucht.
Ansonsten endet bei mir das Krankengeld Anfang 2021, also dann ALG beantragen. Wenn es bis dahin nicht besser wird, beantrage ich parallel eine Erwerbsminderungsrente.
Augenbrennen, Muskelzuckungen und Reizüberforderung sind auch meine Symptome. Das mit dem mangelnden Schlafdruck kenne ich auch. Trotz 3 Stunden Sport in der Muckibude mit exzessiven Kardiotraining keine Erhöhung des Schlafdrucks.

Offline kein Schlaf

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #79 am: 09. Oktober 2020, 11:59:29 »
Hallo Leute

bei mir sieht’s sehr schlecht aus, ich Kriege mittlerweile keinen Schlaf mehr, mein Gedächtnis ist komplett durchlöchert,
kann mich nur noch Bruchstückartig an Ereignisse der letzten Tage erinnern.
Habe mittlerweile 25kg abgenommen, bin völlig erschöpft aber einschlafen funktioniert nicht auch nicht mit Benzos in hohen Mengen.
Kopfschmerzen und ohrenrauschen werden immer schlimmer schmerztabletten helfen auch nicht.
Denke mein Körper wird nicht mehr lange mit machen.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2020, 09:03:55 von RalleGA »

Offline rnetheone

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #80 am: 11. Oktober 2020, 08:35:16 »
Moin alle zusammen,

habe über längere Zeit nichts von mir hören lassen mir geht es zurzeit trotz der Insomnie so halbwegs gut.
Erholt fühle ich mich allerdings nicht.

Ich habe meine Medikamente wieder etwas hoch dosiert, trimipramin und doxepin jeweils 200mg doxepin u. Trimipramin ebenfalls 200mg.

Ohne Medikation schlafe ich überhaupt nicht mehr.
Der ganze Leidensweg begleitet mich schon seit Ende 2011 und dauert bis heute an.
Ich bin mir sicher, würde ich die Medikamente nicht einnehmen wäre ich schon 2012 gestorben.

Ich habe so lange Recherche im Internet betrieben ausprobiert gehofft so das ich jedem hier wirklich nur diese zwei Medikamente ans Herz legen kann.
Ich werde auch nicht müde, habe keinerlei Sedierung aber mit Ohropax und der Kombination klappt es dann doch.
Mein Kollege aus Österreich (outrun) der knapp 3 Monate ohne Schlaf dahin weilte hat auf mein anraten die Kombination probiert - erfolgreich.

Bitte versucht folgende Kombi Trimipramin mit Doxepin dazu Ohropax das man nicht so schnell wieder erwacht und wenn möglich eine Schlafbrille.
Ich bin auch des öfteren nach 3 Tagen ohne Schlaf weg gedämmert aber wieder erwacht weil ich keine Ohropax und Schlafbrille benutzt habe.
Schlafbrille, Ohropax, Doxepin und Trimipramin halte ich für eine sehr gute Lösung.

Hoffe ich konnte helfen.
 :+
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2020, 08:52:37 von rnetheone »

Offline kein Schlaf

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #81 am: 12. Oktober 2020, 12:22:02 »
Hi  ;)

Also ich weiß wirklich nicht, wie man das auf Dauer aushalten soll.
Ich bin wirklich am Ende.
Das Schlimmste ist, dass trotz extremer Erschöpfung, einfach keine Müdigkeit Schlafdruck vorhanden ist.

Ich verstehe es nicht, da kein Medikament hilft.
Michael Jackson muss es ja ähnlich ergangen sein. 
Auch ihm hat auch nur noch Propofol geholfen.

https://m.focus.de/panorama/vermischtes/michael-jackson-verzweifelt-und-schlaflos-_aid_413135.html
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2020, 15:58:06 von RalleGA »

Offline rnetheone

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #82 am: 17. Oktober 2020, 06:51:00 »
Guten Morgen allen vielleicht hilft der Beitrag vielen:

https://youtu.be/zj2dpfLOscY

Liebe Grüße
René

Offline snowslidy

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #83 am: 24. Oktober 2020, 14:44:28 »
Hallo, ich habe auch seit Feb 2018 schwerste Schlafstörungen die einfach nicht besser werden. Nehme Quetiatepin 400 mg und Mirtazepin 15 mg, dazu noch Zopiclon 7,5 mg das nehme ich auch schon die doppelte Menge. Ich hatte auch schon alle Untersuchungen hinter mir und ohne Ergebnis. Ich höre nur immer von Ärzten und Psychologen ich habe die FFI nicht, wenn ich die hätte wäre ich schon längst tot. Im Internet steht auch was von dieser Positronen-Emmisons Tomographie aber bin bis jetzt überall abgewiesen wurden. Die meisten wissen nicht mal was von der Krankheit oder von Prionen. Weiß so langsam nicht mehr weiter. Meine Beschwerden sind: Nasenbluten, hoher Puls manchmal habe ich das Gefühl von Ohnmacht, Extremer Haarausfall usw. Tagsüber fühle ich mich erschöpft aber schlafen tue ich nicht. Möchte irgendwie gar nicht mehr leben, denn mein Leben so stark beeinträchtigt ist. Fahr kein Auto mehr oder habe ich Angst das Haus zu verlassen wegen dem Ohnmachtsanfall. Lg Snowslidy

Offline Thomas78

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Sehr starke Schlafstörungen
« Antwort #84 am: Gestern um 20:55:09 »
Hallo zusammen,

erst einmal tut es mir furchtbar leid, was vielen hier widerfahren ist. Ich wünsche euch eine gute Genesung.

Meine Schlafkrankheit würde ich auch als extrem bezeichnen, wenn auch nicht so extrem wie bei einigen hier. Ich bin 42 Jahre alt, habe zwei Kinder, bin schlank und sehr sportlich. Seit 15 Jahren laufe ich 3-4 mal die Woche für je 40-60 min.

Geschichte:

Vor 5 Jahre stand ich beruflich ziemlich unter Druck. Ich habe im Vorfeld schon einmal eine Nacht nicht geschlafen, wenn am nächsten Tag ein aufregender Termin bevorstand. Konnte dann aber wieder normal einschlafen.

Vor 5 Jahren gab es dann einen Auslöser. Ich bin beruflich ziemlich gescheitert und habe mich dann frisch in eine Umschulung gestürzt. Einen Tag vor der Umschulung kam dann der Zusammenbruch. Ich konnte auf einmal nicht mehr schlafen. Ich habe 3 Tage nicht geschlafen bevor mein Arzt mir das Medikament Trazodon aufgeschrieben hat. Sobald das Medikament aus dem Blutkreislauf war, konnte ich in den fünf Jahren jedoch kaum mehr einschlafen. Es gab 2-3 Momente im Sommer, wo ich kurz mal weggenickt bin. Das Medikament funktionierte super, bis jetzt. Es scheint sich aber eine Toleranz zu entwickeln und ich muss die Dosis erhöhen.

Am 11.10.20 hatte ich eine sehr schöne Erfahrung. Ich bin freikirchlicher Christ und an dem Tag hatten zwei Bekannte für mich gebetet. Ohne, dass ich groß Hoffnungen auf das Gebet gesetzt habe, bin ich doch tatsächlich an dem Abend ohne Medikamente eingeschlafen. Der Einschlafprozess fühlte sich vollständiger an. Das war so wichtig zu wissen, dass mein Körper das noch kann. Leider hat sich das nicht wiederholt. Aber das war wie ein Geschenk.

Ich will mich nicht verrückt machen lassen und ich weiß auch nicht, was passiert wenn die Medis nicht mehr wirken aber mein Glaube hilft mir sehr.

Jetzt weiß ich nicht, was passiert. Schlaf ich wieder ein oder nicht...Es könnte mir Angst und Bange werden und es gibt Momente, da könnte das passieren. Aber ich fühle mich irgendwie getragen. Ich will die Medis nicht weiter erhöhen und es drauf ankommen lassen. Ich begebe mich in Gottes Hände und schaue was passiert.

Das sind nur meine Erfahrungen und ich will niemanden meine Vorstellungen aufdrängen. Trotzdem würde ich mich über eine Einschätzung von euch sehr freuen.

Macht es gut.
« Letzte Änderung: Gestern um 20:59:40 von Thomas78 »