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Autor Thema: 6.6 Wiedereingliederung Übergangsgeld  (Gelesen 999 mal)

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Offline RalleGA

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6.6 Wiedereingliederung Übergangsgeld
« am: 16. November 2014, 10:13:37 »
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

6.6 Wiedereingliederung Übergangsgeld

Für: Behinderte Menschen

Zuständig: Rehabilitationsträger nach § 6 SGB IX

Rechtsquelle/Fundstelle: §§ 160 ff. SGB III

Leistungen während der Teilnahme an Maßnahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie Hilfen zur dauerhaften Teilnahme am Arbeitsleben werden vorrangig nach den allgemeinen Förderungsbedingungen des SGB III erbracht (Arbeitslosengeld bei Weiterbildung nach § 124 a SGB III).

Reichen die allgemeinen Leistungen wegen Art und Schwere der Behinderung nicht aus,
können Leistungen zum Lebensunterhalt (Übergangsgeld) erbracht werden.

Dieser Anspruch besteht grundsätzlich, wenn der behinderte Mensch innerhalb der letzten drei Jahre vor Beginn der Teilnahme mindestens zwölf Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat oder Anspruch auf Arbeitslosengeld hat und Leistungen beantragt hat.
Behinderte Menschen können, unabhängig davon ob sie die Voraussetzungen einer vorherigen Beschäftigung erfüllen, Übergangsgeld erhalten, wenn sie innerhalb vor Beginn des letzten Jahres vor Beginn der Maßnahme einen Berufsausbildungsabschluss auf Grund einer Prüfungszulassung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerkskammer erworben haben, oder ihr Prüfungszeugnis dem Zeugnis über das Bestehen der Abschlussprüfung in einem nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberuf gleichgestellt wurde.

Der Zeitraum von einem Jahr verlängert sich um die Zeiten, in denen der behinderte Mensch nach dem Erwerb des Prüfungszeugnisses bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet war.
Berechnungsgrundlage für das Übergangsgeld sind 80 Prozent des erzielten regelmäßigen Arbeitsentgelts,
soweit es der Beitragsberechnung unterliegt, höchstens jedoch das Nettoarbeitsentgelt.

mehr unter: alle Nachteilsausgleiche - Stand:  01-2014
« Letzte Änderung: 16. November 2014, 10:18:02 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Re: 6.6 Wiedereingliederung Übergangsgeld
« Antwort #1 am: 16. Dezember 2017, 07:50:04 »
Übergangsgeld gibt es nur auf Antrag

Eine lange Krankheit ist für einen Arbeitnehmer mit vielen Komplikationen verbunden.
Wer eine Reha-Maßnahme zur Rehabilitation beginnt, kann dafür Geld beantragen.

Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. 

Wer wegen einer Reha-Maßnahme nicht arbeiten kann, bekommt eventuell das sogenannte Übergangsgeld.
Das läuft allerdings nicht automatisch.
Betroffene müssen die Zahlung stets beantragen.
Grundsätzlich gibt es Übergangsgeld nur, wenn Arbeitnehmer kein Geld mehr von ihrem Arbeitgeber erhalten und die sogenannte Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall also ausgelaufen ist.   

An wen der Antrag geht, ist von Fall zu Fall unterschiedlich:

Die Rentenversicherung zahlt Übergangsgeld bei allen Reha-Maßnahmen, die Erwerbstätigkeit wiederherstellen sollen.

Die Gesetzliche Unfallversicherung ist den Angaben nach zuständig, wenn ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit Ursache der Reha-Leistungen war.

Und die Agentur für Arbeit zahlt bei allen Maßnahmen, die behinderten Menschen die Teilnahme am Berufsleben ermöglichen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2017

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