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Autor Thema: Wie erkennt man bullöse Autoimmundermatosen? (Diagnostik)  (Gelesen 4745 mal)

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Wie erkennt man bullöse Autoimmundermatosen? (Diagnostik)
« am: 09. September 2007, 14:02:06 »
Diagnostik und Therapie bullöser Autoimmunerkrankungen der Haut

Pemphiguserkrankungen und Subepidermal Blasen bildende Autoimmundermatosen (u. a. Lineare IgA-Dermatose) mit Abbildungen und Kurzbeschreibung:

Dt Ärztebl 2001; 98: A 1320–1325 [Heft 20]
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

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Re: Wie erkennt man bullöse Autoimmundermatosen? (Diagnostik)
« Antwort #1 am: 01. Oktober 2007, 14:24:31 »
Bullöse Autoimmundermatosen

Der klinische Verdacht auf das Vorliegen einer bullösen Autoimmundermatose ergibt sich durch das Auftreten meist schmerzhafter Blasen bzw. Erosionen an Haut- und Schleimhäuten, die eine geringe oder fehlende Abheilungstendenz aufweisen. Bei den Erkrankungen der Pemphigusgruppe sind die schlaffen Blasen meist nicht mehr nachweisbar; es imponieren häufig krustig belegte Erosionen.

Bei der häufigsten blasenbildenden Autoimmundermatose, dem bullösen Pemphigoid, sind dagegen meist pralle Blasen am Körperstamm und den Extremitäten vorzufinden. Dem Auftreten von Blasen kann beim bullösen Pemphigoid zunächst eine Prodromalphase mit Juckreiz und papulovesikulösen bzw. urtikariellen Plaques vorangehen.

Die wichtigsten Differentialdiagnosen der bullösen Autoimmundermatosen umfassen a) infektiöse Erkrankungen im Rahmen bakterieller bzw. viraler Infektionen, b) immunologische Ursachen wie z.B. bullöse Arzneimittelexantheme oder das Erythema exsudativum multiforme und c) die Gruppe der hereditären blasenbildenden Dermatosen.

Diese und weitere Informationen sowie vergleichende Gegenüberstellungen (Tabellen) der diagnostischen Besonderheiten der jeweiligen Erkrankung findet Ihr hier:


Link-Aktualisierung am 30.05.2009
« Letzte Änderung: 30. Mai 2009, 14:29:00 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)