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Autor Thema: Neue Krebstherapien und Krebsforschung  (Gelesen 100340 mal)

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Offline busymouse

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #75 am: 10. April 2015, 13:26:50 »
06.03.2015
Nanopartikel bringen Wirkstoffe gezielt zum Tumor

Neue präzisere Therapiemöglichkeiten bei Lungenkrebs erhoffen sich Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München (HMGU) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU): Sie haben dazu spezielle Nanotransporter entwickelt, die Wirkstoffe gezielt an ihrem Wirkungsort in der menschlichen Lunge freisetzen. Im Tumorgewebe der Lunge führte dieser Ansatz zu einer deutlich gesteigerten Effektivität derzeitiger Wirkstoffe, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift ACS Nano (doi: 10.1021/nn5070343). ...

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11.03.2015
Neuroblastom: FDA lässt Immun-Antikörper zu

Die US-Arzneibehörde FDA hat ein neues Medikament zur Behandlung des Neuroblastoms zugelassen, einem hochmalignen embryonalen Tumor im frühen Kindesalter. Patienten mit einer Hoch-Risiko-Variante des Neuroblastoms dürfen künftig mit dem Immun-Antikörper Dinutuximab behandelt werden, den der Hersteller als Unituxin vermarkten will. Der Hersteller hat auch bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur eine Zulassung beantragt.....

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16.03.2015
Metastasiertes Pankreaskarzinom: Kombination nab-Paclitaxel/Gemcitabin als Backbone eröffnet Aussichten auf neue Therapiekonzepte

... Die Kombination nab-Paclitaxel/Gemcitabin ist nun seit einem Jahr als - explizit einzige - Firstline-Therapie beim metastasierten Pankreaskarzinom zugelassen und hält international Einzug als neuer Backbone. Nun kommt Bewegung in die Therapie, Strategien werden entwickelt und weitere Kombinationspartner für nab-Paclitaxel/Gemcitabin evaluiert. ...

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17.03.2015
Aggressiver Brustkrebs: Enzym Shp2 hebelt Zellschutzprogramm Seneszenz aus

...Jetzt hat die Forschungsgruppe von Prof. Walter Birchmeier vom Max-Delbrück-Centrum (MDC) entdeckt, dass ein Enzym, das bei Brustkrebs und Leukämien aktiv ist, dieses Schutzprogramm aushebelt und dadurch das Tumorwachstum ankurbelt. Mit einem Hemmstoff (small molecule) gelang es ihnen, bei Mäusen mit Brustkrebs das Enzym zu blockieren, damit das Schutzprogramm zu reaktivieren und das Krebswachstum zu stoppen. ...

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18.03.2015
Mifamurtid beendet die Stagnation in der Behandlung des Osteosarkoms - Verbesserung des 6-Jahres-Gesamtüberlebens von 70 auf 78%

...Einen ersten bedeutenden Fortschritt seit langem bedeutete hingegen die Einführung von Mepact® (Mifamurtid). In einer Phase-III-Adjuvanz-Studie hat der Immunmodulator unabhängig vom Chemotherapieregime das Gesamtüberleben signifikant verlängert, wie auf einem "Meet the Expert - Behandlung des Osteosarkoms" im Vorfeld der Sarkomkonferenz in Münster dargestellt wurde...

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20.03.2015
Parvoviren als Ansatz für die Krebstherapie

Eine Ursache dafür, warum Parvoviren Krebszellen zerstören, nicht aber gesunde Zellen, haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) gefunden. Sie berichten darüber in der Zeitschrift Plos Pathogen (doi 10.1371/journal.ppat.1004703).....

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22.03.2015
Morbus Hodgkin: Brentuximab konsolidiert Ergebnisse nach Stammzelltherapie

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Brentuximab, das gezielt die Sternberg-Riesenzellen des Morbus Hodgkin angreift, kann nach einer Stammzelltherapie das progressionsfreie Überleben verlängern. Dies zeigten die Ergebnisse einer interna­tionalen Studie im Lancet (2015: doi: 10.1016/S0140-6736(15)60165-9). ...

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24.03.2015
Ruxolitinib erhält EU-Zulassung zur Behandlung Erwachsener mit Polycythaemia vera

Die Europäische Arzneimittelagentur EMAA hat Jakavi® (Ruxolitinib) die Zulassung zur Behandlung erwachsener Patienten mit Polycythaemia vera (PV), die resistent oder intolerant gegenüber Hydroxycarbamid sind, erteilt ....

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Offline RalleGA

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #76 am: 05. Dezember 2015, 10:41:43 »
Krebs wird mit Roboterhilfe entfernt

Neue Therapien


Tumore im Dick- und Enddarm werden meist ohne großen Bauchschnitt entfernt


Hier mehr über Sicherheit und Qualität der Verfahren:           
Zu den häufigsten Krebserkrankungen in Sachsen-Anhalt zählt der Darmkrebs.
Rund 2.000 Neuerkrankungen diagnostizierten Ärzte im vergangenen Jahr.
Meist tritt der Tumor im unteren Darmdrittel auf – in Dick- und Enddarm.
Eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen ist die operative Entfernung des betroffenen Verdauungsabschnitts inklusive der naheliegenden Lymphknoten.

Bis vor etwa einem Jahrzehnt erforderte der Eingriff noch einen großen Bauchschnitt.
Inzwischen – das bestätigen viele Chirurgen auf der diesjährigen Tagung in Magdeburg –
können Tumoren im Bauchraum mit der gleichen Sicherheit auch minimalinvasiv entfernt werden.
Unterstützt werden die Ärzte dabei von modernster Robotertechnik.
„Über 50% der Operationen von Dick- und Enddarmkrebs erfolgten bei uns minimalinvasiv und mit Unterstützung modernster Robotertechnik“, informierte Prof. Dr. Karsten Ridwelski, Leiter des Darmkrebszentrums am Klinikum Magdeburg und diesjähriger wissenschaftlicher Tagungspräsident.

Entscheidend für den Erfolg des minimalinvasiven Eingriffs ist aber, dass dieser problemlos zu Ende gebracht werden kann. Ein Wechsel zur offenen Chirurgie nach Beginn des minimalinvasiven mit Robotertechnologie unterstützten Eingriffs erhöht hingegen das Risiko, dass der Tumor nicht vollständig entfernt wird.
Damit das nicht geschieht, ist vor jedem geplanten Eingriff eine umfassende Diagnostik erforderlich,
zu der neben Ultraschall und Computertomographie beim Enddarmtumor unbedingt auch ein MRT (Magnetresonanz-Tomogramm) gehören muss. Bei vielen Patienten wird die Operation zudem mit einer Strahlen- und Chemotherapie kombiniert – und das meist schon Wochen vor dem Eingriff. Diese sogenannte neoadjuvante Behandlung hat zum Ziel, den Tumor zu schrumpfen und ihn auf seine Entfernung im Rahmen einer Schlüsselloch-OP vorzubereiten. Das genaue Vorgehen wird meist in einer klinischen „Tumorkonferenz“ mit Strahlentherapeuten, Onkologen und Chirurgen festgelegt.                                                               

Bei einem akuten Darmverschluss oder bei inneren Blutungen durch den Tumor müssen die Chirurgen nach wie vor eine offene Operation durchführen. Sitzt der Tumor bei einem Enddarmkrebs sehr nah am Schließmuskel, müssen die Ärzte außerdem vorübergehend einen künstlichen Darmausgang (Stoma) legen.
Für die Dauer von 3-6 Monaten wird der Darminhalt dabei in einen Wechselbeutel am Bauch entleert.
Meist kann der Darmausgang nach der Heilung des Enddarms zurückverlegt werden,
so dass die Stuhlentleerung wieder auf natürlichem Wege möglich ist. Eine Ausnahme sind sehr tiefe am Schließmuskel gelegene Tumoren. Dann ist eine Operation mit einem endgültigen künstlichen Darmausgang unverändert notwendig.   

Die Ärzte auf der Mitteldeutschen Chirurgen-Tagung plädierten für eine schonende Darmspiegelung im Erwachsenenalter, auch wenn keine Symptome vorhanden sind. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Darmspiegelungen von Männern und Frauen ab dem 55. Lebensjahr. Sollte bei Verwandten ersten Grades ein Darmkrebs aufgetreten sein, sind frühere Kontrollen ratsam.                 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2015
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2015, 10:46:20 von RalleGA »
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Offline busymouse

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #77 am: 16. Februar 2018, 11:47:37 »
Hallo @all,

an dieser Stelle ist lange nichts geschehen. Ich beginne, die Lücke, die sich hier bis heute ergeben hat, zu schließen.  ;-)

25.03.2015
XCR1-Rezeptor an dendritischer Zelle: Forscher entwickeln Impfverfahren gegen Tumoren

Impfen gegen schon bestehende Tumoren war bisher nicht erfolgreich - jetzt ist es einer Arbeitsgruppe am Robert-Koch-Institut Berlin gelungen, bestimmte Immunzellen so zu verändern, dass sie Tumorzellen eliminieren, wie es nach einer Impfung Viren im Körper geschieht. Die Impfung gegen Krebserkrankungen scheint jetzt in greifbarer Nähe. ...

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25.03.2015
Englerin-A aus der Rinde des Phyllanthus-Baums erhöht Kalziumkonzentration in Nierenkrebszellen und tötet diese ab

Amerikanische Wissenschaftler haben 2009 mehr als 30 Substanzen aus Phyllanthus engleri gewonnen und ihre Wirksamkeit auf Krebszellen analysiert. Demnach ist eine Variante von Englerin-A aus der Rinde des Baumes, das sogenannte (-)-Englerin-A, besonders wirksam gegen Nierenkrebszellen und einige andere Krebsformen. Im selben Jahr hat die Gruppe von Mathias Christmann, der heute an der Freien Universität in Berlin forscht, diese komplexe Verbindung synthetisch hergestellt. Dafür diente ein Inhaltsstoff des Öls der Katzenminze (Nepeta cataria) als Ausgangsstoff: das Nepetalacton - eine Substanz, die bei Katzen rauschhafte Erregungszustände auslöst. Das Nepetalacton ist also ein nachwachsender Rohstoff aus einer Pflanze, die leichter verfügbar ist als Phyllantus engleri...

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07.04.2015
DNA-Reparatur macht Krebszellen gegen Therapien resistent

Therapieresistente Tumoren sind die häufigste Todesursache bei Patienten mit metastasierten Krebserkrankungen. Ein Forscherteam unter Berner Leitung hat herausgefunden, wie gewisse Krebsarten diese Resistenz aufbauen - und wie man dies unterbinden kann. Damit könnte die Effektivität von Chemotherapien bei Brust- und Eierstockkrebs erhöht werden. ...

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07.04.2015
Nebennierenkarzinom-Studie: Linsitinib hilft bei nur sehr wenigen Patienten, diesen jedoch extrem gut

In einer vom Universitätsklinikum Würzburg und der University of Michigan in Ann Arbor/USA geleiteten Studie wurde das experimentelle Medikament Linsitinib bei 90 Patienten mit Nebennierenkrebs getestet. Nur vier der Patienten sprachen auf die Behandlung an - allerdings bemerkenswert gut. ...

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13.05.2015
Starthilfe für die körpereigene Tumorabwehr durch Bakterien

Bereits vor rund 150 Jahren beobachteten Mediziner einen positiven Einfluss von bakteriellen Infektionen auf Krebspatienten. Trotz vieler Fortschritte in den letzten Jahrzehnten blieb der große Durchbruch dieses Therapieansatzes noch aus. Ungeklärt war bislang, wie genau die Bakterien gegen den Tumor wirken und was die Rolle des Immunsystems in diesem komplexen Gefüge ist. Forschern am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist es jetzt gelungen, dies genauer zu beleuchten. ...

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10.06.2015
Individualisierte Immuntherapie: Neue immunologische Erkenntnisse und technologische Fortschritte ebnen den Weg

Mainzer Wissenschaftler haben auf dem Weg hin zu einer individualisierten Immuntherapie bei Krebs bedeutende Fortschritte erzielt: Sie identifizierten relevante genetische Veränderungen in verschiedenen Krebsarten - sogenannte Mutationen - und bestimmten deren Bauplan. Dies versetzt sie in die Lage, mit vertretbarem Aufwand maßgeschneiderte Krebsimpfstoffe zu produzieren. Diese ließen sich im Tiermodell bereits erfolgreich anwenden. Es kam zu einer effektiven Rückbildung und Heilung des Tumors...

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23.06.2015
Prostatakarzinom: G-BA bestätigt erneut beträchtlichen Zusatznutzen für Enzalutamid

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner gestrigen Sitzung die Entscheidung zum Zusatznutzen von Enzalutamid (XTANDI™) für den Einsatz bei erwachsenen Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom mit asymptomatischem oder mild symptomatischem Verlauf nach Versagen der Androgenentzugstherapie, bei denen eine Chemotherapie klinisch noch nicht indiziert ist, getroffen. Der Beschluss lautet: Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. ...

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31.07.2015
Morbus Gaucher Typ 1: Langzeitergebnisse bestätigen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Velaglucerase

Die Enzymersatztherapie (EET) mit Velaglucerase alfa (VPRIV®) hat sich in den vergangenen 5 Jahren als gut wirksame und gut verträgliche Behandlung des Morbus Gaucher Typ 1 bewährt. Wie neue Follow-up-Daten zeigen, können mit Velaglucerase alfa behandelte Patienten im Langzeitverlauf eine Stabilisierung und in vielen Fällen eine zusätzliche Verbesserung der Symptome erwarten ...

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Offline busymouse

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #78 am: 16. Februar 2018, 12:23:30 »
... wir schließen die Lücke...

04.08.2015
Oligometastasierung: Lokale Therapieverfahren bei Patienten mit limitierter Fernmetastasierung – eine Chance auf Heilung?

Die Diagnose Krebs ist besonders schwerwiegend, wenn sich bereits Metastasen im Körper gebildet haben. Durch neue und deutlich gezieltere Medikamente und Chemotherapien befinden sich Patienten heutzutage jedoch immer häufiger im sogenannten oligometastasierten Zustand. Darunter versteht man Krebspatienten mit einer limitierten Anzahl von Metastasen in wenigen Organen (zum Beispiel Leber und Lunge). ... Neue Studienergebnisse zeigen, dass bei Oligometastasierung die Überlebenswahrscheinlichkeit durch die Addition lokal-kurativer Behandlungskonzepte möglicherweise deutlich verbessert werden kann ...

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17.09.2015
Eltrombopag als neue Therapieoption für vorbehandelte Patienten mit schwerer Aplastischer Anämie

Mit der EU-Zulassung von Eltrombopag (Revolade®) steht erwachsenen Patienten mit erworbener schwerer Aplastischer Anämie, die entweder gegenüber einer vorangegangenen Therapie mit Immunsuppressiva refraktär oder stark vorbehandelt und für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, eine neue Behandlungsoption zur Verfügung. ...

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22.09.2015
Pankreaskarzinom: Neues Therapiekonzept basiert auf epigenetischen Mechanismen

Das Pankreaskarzinom ist eine der aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Tumorarten. Vor allem bei fortgeschrittenen Tumoren ist die hohe Therapieresistenz ein großes Problem. Forscher am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) haben hierzu in Kollaboration mit einem Team der Stanford Universität einen konzeptionell neuen Therapieansatz untersucht, der vor allem epigenetische Mechanismen einbezieht. Er zeigte Wirkung gegen Pankreas- sowie Lungenkarzinome im tierexperimentellen Ansatz.  ...

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29.10.2015
Tumortherapiefelder: Mit Strom gegen das Glioblastom?

Ein neuartiges Konzept zur Behandlung bösartiger Hirntumoren ist kürzlich in den USA zugelassen worden und darf gemäß EU-Bestimmungen auch in Deutschland zum Einsatz kommen. Einer ersten positiven Studie zufolge könnte das haubenartige Gerät, das auf der Kopfhaut getragen wird und Wechselstromfelder erzeugt, das Überleben von Patienten verbessern. „Von einem Durchbruch zu sprechen wäre allerdings übertrieben“, urteilt Prof. Wolfgang Wick von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Die bislang vorliegenden Daten seien zwar prinzipiell erfreulich, sie müssten aber in weiteren Studien bestätigt werden. ...

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30.10.2015
Starthilfe für die körpereigene Tumorabwehr durch Bakterien

Auf der Jahrestagung der DGHO sowie der österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie 2015 in Basel wurden auf einem von Eisai veranstalteten Pressegespräch zwei Medikamente diskutiert, die bei seltenen Krebserkrankungen zum Einsatz kommen können. Lenvatinib ist in der EU seit Mitte 2015 zugelassen für die Behandlung des fortgeschrittenen, radiojod-refraktären Schilddrüsenkarzinoms. Eribulin hat in einer Studie an Patienten mit Weichteilsarkom einen im Vergleich zu Dacarbazin signifikanten Gesamtüberlebensvorteil erzielt. Das nicht-taxanbasierte Zytostatikum Eribulin ist bereits zugelassen für lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs. Eine entsprechende Zulassungserweiterung ist beantragt. ...

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04.11.2015
Die Therapie des Multiplen Myeloms - Neue Substanzen, neue Optionen

In der Therapie des Multiplen Myeloms ändert sich gerade einiges, wie auf einem Satellitensymposium der Firma Janssen auf dem DGHO-Kongress deutlich wurde. Ein besseres Verständnis des Krankheitsgeschehens und der zugrunde liegenden Genetik haben zum einen zu einer aktualisierten Klassifikation der Multiplen Myelome geführt – davon berichtete PD Dr. Jens Hillengaß, Heidelberg. Und zum anderen hat das erweiterte Wissen die Entwicklung neuer Medikamente v.a. in der Rezidivtherapie ermöglicht. Hier stehen neben Proteasom-Inhibitoren wie Carfilzomib und Ixazomib, dem HDAC-Inhibitor Panobinostat, hauptsächlich die monoklonalen Antikörper Elotuzumab, Daratumumab oder Isatuximab im Fokus des Interesses...

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11.11.2015
Liquid Biopsy schon bald Standard – Flexible Anpassung der Therapie an den Tumor

Tumordiagnostik anhand von Blutproben ist ein rasant wachsendes Forschungsfeld. Therapeutisch besonders relevant ist die kontinuierliche Tumorkontrolle durch Liquid Biopsy, was eine frühzeitige Anpassung der Therapie erlaubt. Bösartige Tumoren setzen einzelne Tumorzellen sowie Teile ihrer Erbmoleküle (DNA, RNA) in das Blut frei. Diese Erbmoleküle sind je nach Tumortyp spezifisch verändert. Damit lässt sich in einer Blutprobe die genetische Signatur des Tumors nachweisen, die sich im Laufe einer Krebserkrankung ändern kann.. ...

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16.11.2015
Bengamide: Potenzielle Krebsmittel verfügbar

Ein terrestrisches Myxobakterium haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums jetzt als aussichtsreiche Quelle für die ursprünglich aus marinen Schwämmen isolierten Bengamid-Wirkstoffe identifiziert. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, bieten die nun neu zugänglichen Bengamid-Derivate ein großes Potenzial als Krebstherapeutika und vielleicht als Wirkstoff gegen Fettleibigkeit. ...

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #79 am: 16. Februar 2018, 13:26:43 »
25.11.2015
FDA-Zulassung für Ixazomib zur Behandlung des Multiplen Myeloms

Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat NINLARO® (Ixazomib) zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen. Die Entscheidung der FDA basiert unter anderem auf Daten der Phase-III-Studie TOURMALINE-MM1 mit 722 Patienten in bislang 26 Ländern. ...

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Nachtrag: Seit dem 16. Januar 2017 auch in Deutschland verfügbar. Es verlängert das progresssionsfreie Überleben bei Erhalt der Lebensqualität um ca. 6 Monate. Siehe: www.journalonko.de (PDF)
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08.01.2016
EU-Zulassung für Talimogen laherparepvec bei nicht resezierbarem, metastasiertem Melanom

Am 16.12.2015 hat die Europäische Kommission die Zulassung für IMLYGIC® (Talimogen laherparepvec, kurz T-VEC) zur Behandlung von Erwachsenen mit nicht resezierbarem, lokal oder entfernt metastasiertem Melanom (Stadium IIIB, IIIC und IVM1a) ohne Knochen-, Hirn-, Lungen- oder andere viszerale Beteiligung erteilt. Talimogen laherparepvec ist die erste onkolytische Immuntherapie, die in einer klinischen Phase III-Studie bei Patienten mit metastasiertem Melanom einen therapeutischen Nutzen gezeigt hat.  ...

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12.01.2016
Darmkrebs: Biomarker-gesteuerte Studien vielversprechend

In Abhängigkeit von ihrer Lage weisen Kolorektalkarzinome verschiedene Biomarker auf und sprechen möglicherweise unterschiedlich auf eine Immuntherapie an. Hinweise darauf lieferte eine Phase-II-Studie, die auf dem letzten ASCO für viel Aufsehen sorgte. Die internationale Studie MODUL untersucht jetzt Wirksamkeit und Sicherheit einer Biomarker-gesteuerten Erhaltungstherapie bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom in Abhängigkeit von ihrem Ansprechen auf eine Erstlinienchemotherapie.  ...

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11.02.2016
Midgut-NET: 177Lu-DOTATATE verbessert PFS und ORR

Eine erste Interimsanalyse der multizentrischen, randomisierten Phase-III-Studie NETTER-1, die auf dem Gastrointestinal Cancers Symposium (ASCO GI) 2016 präsentiert wurde, konnte zeigen, dass Patienten mit inoperablen, progredienten, Somatostatin-Rezeptor-positiven neuroendokrinen Tumoren des Mitteldarms (Midgut-NET) unter dem Somatostatin-Analogon 177Lu-DOTA0-Tyr3-Octreotate (177Lu-DOTATATE, Lutathera®*) plus 30 mg Octreotid LAR ein verlängertes progressionsfreies Überleben und eine höhere Ansprechrate hatten als unter Behandlung mit Octreotid LAR in einer Dosierung von 60 mg. Auch ein Trend hin zu einem verbesserten Gesamtüberleben zeichnete sich in der Zwischenauswertung der Studie ab. ...

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10.03.2016
Aktinische Keratosen: Frühe Feldtherapie bietet Schutz
Patienten mit aktinischen Keratosen (AK) sollten bereits im frühen Stadium und auch bei Einzelläsionen konsequent mittels Feldtherapie behandelt werden, um einen Übergang der AK`s in ein invasives Plattenepithelkarzinom zu verhindern. Nationale und internationale Leitlinien empfehlen den Einsatz des topischen Zytostatikums Ingenolmebutat (Picato®) sowohl bei multiplen Läsionen und Feldkanzerisierung als auch bei Einzelläsionen. Hauptziel ist hierbei die Minderung des Progressionsrisikos. Neben der Langzeiteffektivität zeichnet sich das Therapieprinzip durch eine gute Verträglichkeit und insbesondere durch eine adhärenzfördernde, kurze Therapiedauer aus. ...

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16.03.2016
Sport zeigt positive Wirkung bei Krebserkrankungen

Dass Sport sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt, ist allgemein bekannt. Ebenso kann Sport der Entstehung von Krebs entgegenwirken und sogar das Befinden von krebskranken Patienten während einer Strahlentherapie verbessern....

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31.03.2016
Thrombozytopenie: Bei TRPM7-Gendefekt Magnesium geben

Magnesium verbesserte die Blutgerinnung bei einem genetisch bedingten Defekt der Thrombozytopoese. Ein internationales Team von Wissenschaftlern konnte in Maus- und Patientenstudien nachweisen, wie Magnesium die Bildung von Thrombozyten beeinflusst und dass hierfür die TRPM7-Kanalfunktion von zentraler Bedeutung ist. ...

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03.05.2016
HIV-Medikament Maraviroc aktiviert Makrophagen auch bei metastasiertem Darmkrebs

Neue Immuntherapie bei metastasiertem Darmkrebs nutzt erstmals das angeborene Immunsystem: Wissenschaftler und Ärzte haben die Wirkung des HIV-Medikaments Maraviroc in präklinischen Laborversuchen und in einer anschließenden Studie an 14 Patienten mit metastasiertem Darmkrebs erfolgreich getestet....

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #80 am: 10. April 2018, 08:51:17 »
Kann Fasten eine Chemotherapie unterstützen?

Dass Fasten bei Rheumaleiden  und chronischen Zivilisationskrankheiten mitunter wie ein Medikament wirkt und die Therapie mit Arzneimitteln unterstützen kann, ist bereits seit einiger Zeit Gegenstand der Forschung.

Bei Krebsleiden galt Nahrungsverzicht dagegen bisher als tabu - nicht zuletzt, weil viele Krebspatienten gar nicht an der Krankheit selbst sterben, sondern an Mangelernährung.

Doch nun gibt es neue Hinweise, dass ein Nahrungsverzicht über wenige Tage die Verträglichkeit der Chemotherapie steigern könnte.
So zeigt eine aktuelle Studie an Frauen mit Brust- und Eierstockkrebs, dass eine Chemotherapie von den meisten Patientinnen besser vertragen wird, wenn sie 36 Stunden vor und 24 Stunden nach der Verabreichung der Chemotherapie fasten.

Fundquelle: NDR – Visite 27.03.2018
« Letzte Änderung: 10. April 2018, 08:54:31 von RalleGA »
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