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Autor Thema: Neue Krebstherapien und Krebsforschung  (Gelesen 106939 mal)

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #60 am: 17. Oktober 2011, 18:35:39 »
30.05.2011
Konsolidierende Radioimmuntherapie mit Zevalin® beim follikulären Lymphom

Patienten mit neu diagnostiziertem, fortgeschrittenem follikulären Lymphom (FL) und objektiver Remission nach Induktionstherapie profitieren von einer konsolidierenden Radioimmuntherapie (RIT) mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin®). Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der FIT-Studie. Die RIT mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan belastet die Patienten nur wenig und bietet ihnen die Chance auf eine langes progressionsfreies Überleben (PFS)..

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06.06.2011
Phase-II-Studie zeigt für Lenvatinib eine Objektive Ansprechrate von 59 % bei Radiojodrefraktärem differenzierten Schilddrüsenkarzinom

Vorläufige Ergebnisse einer Phase-II-Studie, die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt werden sollen, zeigen eine objektive Ansprechrate (Objective Response Rate - ORR) des Eisai-Wirkstoff E7080 (Lenvatinib [USAN]) von 59% (34/58, 95% CI: 45-71)[2], bei Patienten mit fortgeschrittenem Radiojodrefraktärem differenziertem Schilddrüsenkarzinom.

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10.06.2011
Leukämie: Künstliche Antikörper regen körpereigene Abwehrkräfte an

Dem Körper den richtigen Impuls geben, damit er sich selbst heilen kann, so lautet das Credo der modernen Krebsbehandlung. Forscherteams um PD Dr. Bernhard Stockmeyer und Prof. Dr. Georg Fey am Universitätsklinikum Erlangen ist es gelungen, künstliche Antikörperderivate herzustellen, die mit dem Immunsystems gezielt Tumorzellen zerstören. Diese Immuntherapiemethode eignet sich insbesondere für die Behandlung von Blutkrebs. Sie soll nun präklinisch für den zukünftigen Einsatz am Patienten weiter entwickelt werden.

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08.06.2011
ASCO 2011: Neues Hochdosis-Chemotherapie-Regime verbessert das Überleben von Kindern mit schwer behandelbaren Neuroblastomen

Die randomisierte Phase-III-Studie HR-NLB-1 zeigte, dass Kinder mit einem Hochrisiko-Neuroblastom ein besseres ereignisfreies und Gesamtüberleben hatten mit der Kombination der myeloablativen Chemotherapeutika Busulfan und Melphalan (BuMel) im Vergleich zu einem anderen myeloablativen Regime aus den 3 Chemotherapeutika Carboplatin, Etoposid und Melphalan (CEM).

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08.06.2011
ASCO 2011: Verbessertes Überleben beim fortgeschrittenen Melanom mittels BRAF-Inhibitor

Die randomisierte, internationale Phase-III-Studie BRIM3 zeigte, dass Vemurafenib (auch bekannt als PLX4032), das auf die V600E-Mutation im BRAF-Gen abzielt, als erstes Medikament das Gesamtüberleben im Vergleich zur Standard-Chemotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom verlängerte. Es ist außerdem das erste Medikament, das progressionsfreies Überleben (PFS) und Ansprechrate bei diesen Patienten verbessert.

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14.06.2011
ASCO 2011: Myelofibrose – JAK-Inhibitor INC424 zeigt signifikanten klinischen Vorteil

Eine Myelofibrose ist eine Blutkrebserkrankung, charakterisiert durch verminderte Knochenmarkfunktion, Milzvergrößerung sowie Fatigue und Schmerzen. Patienten mit dieser lebensgefährlichen Erkrankung profitieren von dem oralen Janus-Kinase-Inhibitor (JAK-Inhibitor) INC424 (Ruxolitinib). In zwei Phase-III-Studien (COMFORT-II und COMFORT-I)* reduzierte sich durch eine Behandlung mit INC424 signifikant das Milzvolumen, ebenso verbesserten sich die Symptome im Vergleich zu anderen Therapien oder keiner Therapie

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16.06.2011
ASCO 2011: Adjuvantes Imatinib verlängert das Überleben bei GIST-Patienten

... Der Vergleich einer 36-monatigen mit einer 12-monatigen adjuvanten Imatinib-Behandlung bei Hochrisiko-Patienten ergab: 5 Jahre nach Therapiebeginn blieben 65,6% der länger behandelten Patienten rezidivfrei (vs. 47,9%; HR 0,46; 95%-KI 0,32-0,65; p<0,0001). Zu diesem Zeitpunkt lebten noch 92,0% der GIST-Patienten mit 36-monatiger Therapie (vs. 81,7%; HR 0,45; 0,22-0,89; p=0,019).

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16.06.2011
Konversionstherapie mit Bevacizumab: Chance auf kurative Resektion von Lebermetastasen und hohe 2-Jahres-Gesamtüberlebensrate

In die Phase-II-Studie wurden Patienten mit ausschließlich auf die Leber beschränkter Metastasierung aufgenommen, bei denen eine Resektion initial technisch nicht möglich war und/oder bei denen die Lebermetastasen zeitgleich mit dem Primärtumor diagnostiziert wurden. Auf die Kombination Bevacizumab plus CAPOX sprachen 78 % der Patienten an, eine Tumorkontrolle konnte bei 93% der Patienten erzielt werden. 40% der primär irresektablen Patienten wurden durch die Therapie resektabel (=operierbar). Das Regime wurde allgemein gut vertragen und es wurden keine perioperativen Komplikationen vom Grad 3/4 beobachtet.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #61 am: 19. Oktober 2011, 20:12:31 »
20.06.2011
Bandwurmmittel Niclosamid stoppt Metastasen bei Mäusen mit Dickdarmkrebs – klinische Studien folgen

Ein Wirkstoff, der seit rund 60 Jahren als Medikament gegen Bandwürmer eingesetzt wird, wirkt offenbar auch gegen Metastasen bei Dickdarmkrebs. Das haben jetzt Untersuchungen mit Mäusen ergeben. Der Wirkstoff schaltet ein Gen aus, das bei Darmkrebs Metastasen auslöst. Das hat Prof. Ulrike Stein (Experimental and Clinical Research Center des Max-Delbrück-Centrums, MDC/Charité - Universitätsmedizin Berlin/) mit Prof. Robert H. Shoemaker (National Cancer Institute, NCI, Frederick, Maryland, USA) entdeckt (Journal of the National Cancer Institute, Vol. 103, Nr. 12, 2011)

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21.06.2011
EHA 2011: Mantelzell-Lymphom – Rituximab-Erhaltungstherapie verdoppelt krankheitsfreie Zeit

Die Dauer der Krankheitsremissionen, die mit einer Immunchemotherapie gegen das Mantelzell-Lymphom erzielt werden, kann durch eine Erhaltungstherapie mit dem Antikörper Rituximab mehr als verdoppelt werden. Diese ersten Ergebnisse einer europaweiten Studie zur Behandlung älterer Patienten mit Mantelzell-Lymphomen (MCL) stellte das Europäische Mantelzell-Lymphom Netzwerk (EMCLN) auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) in London vo

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29.06.2011
ASCO 2011: Hoffnung auf Heilung? Umfassender Ansatz optimiert die Therapie von aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen mit ZNS-Rezidiv

Nachdem PD Dr. Lars Fischer von der Charité Campus Benjamin Franklin, Berlin, erste Ergebnisse einer prospektiven Studie mit einem neuen multimodalen Konzept, bestehend aus intrathekaler Therapie mit liposomalem Cytarabin (DepoCyte®), systemischer Hochdosischemotherapie, und nachfolgender autologer Stammzelltransplantation (HD-ASCT) bei aggressiven Lymphomen mit ZNS-Rezidiv in der Sitzung Lymphome vorgestellt hatte, erläuterte er im Gespräch, welche Hoffungen die Forscher damit verbinden, und ob durch dieses Konzept möglicherweise eine Heilung für diese schwer zu behandelnde Erkrankung in Sicht ist.

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01.07.2011
ASCO 2011: Fortgeschrittenes NSCLC – First-Line-Therapie mit Erlotinib zeigt überlegene Wirksamkeit bei EGFR-positiven Patienten

Erlotinib (Tarceva®) verlängert signifikant das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und einer EGFR-Mutation in der First-Line-Therapie gegenüber einer Platin-basierten Chemotherapie. Das zeigen die Ergebnisse der EURTAC-Studie (European Tarceva Versus Chemotherapy Phase III Study), die auf dem diesjährigen ASCO vorgestellt wurde.

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06.07.2011
Neues System zur Therapie von Wirbelkörpermetastasen

Ärzte der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz haben weltweit erstmals ein neues System zur Behandlung von Wirbelkörpermetastasen eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination der sogenannten Radiofrequenz-Ablation – durch die Tumore mittels Hitze zerstört werden – und einer anschließenden Kyphoplastie, durch die die Wirbelsäule durch Auffüllen mit Knochenzement stabilisiert wird.

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06.07.2011
EHA 2011: Bortezomib bei multiplem Myelom: Anti-Myelom-Therapie plus Förderung des Knochenaufbaus

Anlässlich des 16. Kongresses der European Hematology Association wurden aktuelle Aspekte in der Therapie des multiplen Myeloms diskutiert. In einer Vielzahl von Studien hat der Proteasom-Inhibitor Bortezomib (Velcade®) seinen Stellenwert in der Behandlung des Myeloms gezeigt, so dass er zu den Standardbehandlungen gehört. Nach neuesten Erkenntnissen zum Wirkmechanismus kann Bortezomib aber nicht nur die Myelomzellen effektiv vermindern, sondern auch den Knochenaufbau fördern. Sogar eine Heilung von Knochenläsionen ist möglich, wie bildgebende Verfahren demonstrieren konnten.

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07.07.2011
Hohe Wirksamkeit bei mehr Lebensqualität – Capecitabin in der Therapie gastrointestinaler Tumoren

In der Behandlung gastrointestinaler Tumoren ist Capecitabin (Xeloda®) eine effektive Therapieoption mit einem günstigen Nebenwirkungsprofil. Anlässlich eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG präsentierte Prof. Dr. Ralf-Dieter Hofheinz, Interdisziplinäres Tumorzentrum Mannheim, aktuelle Daten zur (neo-) adjuvanten Therapie des lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinoms (LARC) und erläuterte das vorteilhafte Therapiemanagement des oralen Fluoropyrimidins.

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11.07.2011
Malaria-Medikament Artesunat aktiviert Krebszell-spezifischen lysosomalen Zelltod

Die aus einer Heilpflanze gewonnene Wirksubstanz Artemisinin kann nicht nur in der Malaria-Behandlung, sondern möglicherweise auch in der Krebsbehandlung Anwendung finden. Die zellulären Abläufe beim Abtöten von Brustkrebszellen mit Hilfe von Artesunat, einem Derivat des Artemisinin, haben Wissenschaftler des BioQuant-Zentrums der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) untersucht. Sie konnten zeigen, dass membrangebundene Zellorganellen, die sogenannten Lysosomen, und das dort vorhandene reaktive Eisen eine zentrale Rolle beim Artesunat-induzierten programmierten Zelltod der Krebszellen spielen

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #62 am: 22. Oktober 2011, 17:02:25 »
14.07.2011
Brustkrebs: Chemokine aktivieren als Lockstoffe im Tumorgewebe die körpereigene Immunabwehr

Chemokine sind Botenstoffe, die Immunzellen zum Tumor locken können, damit diese das entartete Gewebe angreifen. Die Überlebenschance bei Brustkrebs ließe sich vermutlich erhöhen, wenn es gelänge, bestimmte Chemokine im Tumorgewebe in großer Konzentration anzusiedeln. Die Arbeitsgruppe um Dr. Holger Bronger und Prof. Dr. Manfred Schmitt an der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar untersucht in einem gemeinsamen Projekt mit dem Pathologischen Institut der TU München die molekularen Grundlagen der Bildung von CXCR3-Chemokinen im Brustkrebs.

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13.07.2011
Virus-Entzündung im Tumorgewebe ermöglicht effektive Immuntherapie

Eine effektive Immuntherapie gegen Krebs ist ein zentrales, bislang unerreichtes Ziel in der Krebsmedizin. Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gelang es jetzt, eine neuartige Immuntherapie gegen Krebs zu entwickeln. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im hochangesehenen „Journal of Clinical Investigation“.

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18.07.2011
Charité etabliert NanoTherm® Therapie bei Rückfällen von Gehirntumoren

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein neues Therapieverfahren an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Campus Virchow etabliert, welches ausgewählten Patientinnen und Patienten die Behandlung von rezidivierenden Gehirntumoren durch einen neuen nanomedizinischen Ansatz ermöglicht.

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15.07.2011
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein neues Therapieverfahren an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Campus Virchow etabliert, welches ausgewählten Patientinnen und Patienten die Behandlung von rezidivierenden Gehirntumoren durch einen neuen nanomedizinischen Ansatz ermöglicht.

Bristol-Myers Squibb gibt bekannt, dass YERVOY® (Ipilimumab) heute die Zulassung der Europäischen Kommission für die Behandlung von vorbehandelten erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenen, nicht-resezierbaren oder metastasierten Melanomen erhalten hat. YERVOY®, eine innovative Immuntherapie, zeigte in einer randomisierten doppelblinden Phase-III-Studie die Steigerung des 1- und 2-Jahres-Überlebens von 25 Prozent auf 46 Prozent bzw. von 14 Prozent auf 24 Prozent. Einige der Patienten waren noch nach drei bis vier Jahren am Leben. Die Studie wurde im Juni 2010 im New England Journal of Medicine publiziert.

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18.07.2011
JAK1/2-Inhibitor INC424 zeigt klinische Wirksamkeit bei Myelofibrose-Patienten in zwei Phase-III-Studien

Der orale JAK1/2-Inhibitor INC424 hat sich in zwei Phase-III-Studien zur Behandlung von Patienten mit Primärer oder Sekundärer Myelofibrose als wirksam erwiesen: In der europäischen Studie NCT00934544 kam es innerhalb von 48 Wochen bei 28,5% der Patienten unter INC424 zu einem Ansprechen, hingegen bei keinem Patienten unter bester verfügbarer Therapie (best available therapy, BAT) (p<0,0001).

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03.08.2011
Pankreaskarzinom: Shiga Toxin B Wirkstofftransporter

Forscher der Chirurgischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München haben eine innovative Strategie zur gezielten Behandlung von Pankreaskarzinomen mitentwickelt. Dabei konnte das Protein Shiga Toxin B als Wirkstofftransporter für Medikamente eingesetzt werden. Die Originalarbeit erscheint in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Molecular Cancer Therapeutics.

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12.08.2011
NET: Radioaktive Trojaner überlisten Knochenmetastasen

Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten. Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an neuroendokrinen Tumoren.

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16.08.2011
Winzige Magnete revolutionieren Krebstherapie

Magnete in der Größe von wenigen Millionstel Millimetern eröffnen neue Perspektiven für die Behandlung von Krebs. Diese Nanopartikel sind in der Lage, Krebsmedikamente im Tumor anzureichern oder die Geschwulst durch Wärme zu zerstören. Der Hals-Nasen Ohren-Mediziner Professor Dr. med. Christoph Alexiou aus Erlangen hat diese therapeutischen Ansätze maßgeblich erforscht.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #63 am: 30. Oktober 2011, 13:55:35 »
10.08.2011
CML: Vorteile von Nilotinib in der Erstlinientherapie

Nilotinib führte im Vergleich zu Imatinib zu einem schnelleren und tieferen Ansprechen mit einer signifikant besseren guten molekularen Remission nach 12 und 24 Monaten, die über die Zeit bestehen bleibt. Auch bei Hochrisikopatienten war ein deutlicher Unterschied zu erkennen.

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12.08.2011
Neues Verfahren zur Behandlung von Eierstockkrebs

Die autologe Immuntherapie CVacTM basiert auf der Modifikation körpereigener Immunzellen. Tumorzellen entgehen auf verschiedene Weise der Immunabwehr. Das CVac-Verfahren modifiziert spezialisierte Immunzellen des Patienten, damit diese die Tumorzellen erkennen und verschiedene Abwehrmechanismen des Immunsystems aktivieren. Diese sogenannten Dendritischen Zellen werden dabei auf ein bestimmtes Protein (Biomarker) geprägt, das ausschließlich auf den Tumorzellen vorkommt. Das Immunsystem ist som

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26.08.2011
Aspirin verringert Lungenkrebsrisiko

Durch die tägliche Aspirineinnahme halbierte sich nahezu das Risiko, innerhalb von 20 Jahren an einem Adenokarzinom der Lunge zu versterben (HR 0,55, p=0,04). Hingegen zeigt sich kein Effekt auf das Plattenepithelkarzinomrisiko (HR 1,26, p=0,49) oder das Risiko für ein kleinzelliges Lungenkarzinom (HR 0,85, p=0,56). Da das Adenokarzinom der Lunge der häufigste Lungenkrebs ist, könnte Aspirin eine signifikante chemopräventive Wirkung haben.

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05.09.2011
T-ALL: Stopp-Signal für Leukämiestammzellen

Ein internationales Krebsforscherteam, dem auch Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum angehören, entdeckte, dass überaktive Signale eines Wachstumsfaktors die akute T-Zell-Leukämie fördern. Blockierten die Forscher den als IGF1 bezeichneten Faktor, stellten die Blutkrebszellen ihr Wachstum ein. Darüber hinaus verloren auch die besonders gefährlichen Krebsstammzellen ihre Fähigkeit, sich selbst zu erneuern. Bereits verfügbare Hemmstoffe des Wachstumsfaktors könnten dabei helfen, diese Form der Leukämie besser zu behandeln und Rückfälle zu vermeiden.

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06.09.2011
Hemmung der JAK-Kinase: Erste medikamentöse Therapieoption bei Myelofibrose

Die Myelofibrose ist eine chronische, klonale Stammzellerkrankung mit schlechter Prognose und zählt zu den seltenen Erkrankungen mit einer Inzidenz von 0,5 bis 15 pro 100.000 Einwohner/Jahr. Im Initialstadium meist asymptomatisch, kommt es im Verlauf zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Den ersten medikamentösen Therapieansatz bietet der JAK-1/2-Inhibitor INC424, der in zwei Phase-III-Studien bei Myelofibrose-Patienten eine klinische Wirksamkeit gezeigt hat.

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08.09.2011
Votubia® (Everolimus) zugelassen zur Therapie bei Tuberöser Sklerose assoziiert mit Subependymalem Riesenzellastrozytom

Die Europäische Kommission hat die EU-weite Zulassung für Votubia® (Everolimus; Studiencode RAD001) zur Behandlung von Patienten ab drei Jahren mit Tuberöser Sklerose assoziiert mit Subependymalem Riesenzellastrozytom (TSC SEGA) erteilt, die eine therapeutische Maßnahme benötigen, für die aber ein chirurgischer Eingriff nicht angemessen ist. Diese Entscheidung basiert auf Daten einer prospektiven Phase-II-Studie: Nach sechsmonatiger Therapie mit dem oral verfügbaren mTOR-Inhibitor Everolimus zeigten 75% der Patienten eine signifikante Reduktion des SEGA-Volumens von mindestens 30% (p<0,001). Bei 32% der Betroffenen verringerte sich das Tumorvolumen sogar um mindestens 50%.

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12.09.2011
Pflanzeninhaltsstoff senkt Sterblichkeit an ER-negativem Brustkrebs

Viele Untersuchungen schreiben den Phytoöstrogenen krebshemmende Eigenschaften zu. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum konnten nun erstmals nachweisen, dass die Substanzen bei Brustkrebs nach den Wechseljahren auch das Sterblichkeitsrisiko sowie das Risiko, Metastasen oder Zweittumoren zu entwickeln, um bis zu 40 Prozent verringern.

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27.09.2011
Medulloblastom: Regulatorisches Protein neuer Ansatzpunkt für Therapie

Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Der Krebs entsteht aus unreifen embryonalen Zellen und kann bislang nicht kausal behandelt werden. Wissenschaftler um Privatdozent Ulrich Schüller vom Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung der LMU konnten nun zeigen, dass das regulatorische Protein FoxM1 essentiell für das Wachstum der Tumorzellen ist. Dabei korreliert der FoxM1-Level signifikant mit der Überlebensdauer der Patienten

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Änderungen:
31.10.2011 - Formatierung korrigiert
« Letzte Änderung: 01. November 2011, 19:46:58 von busymouse »
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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #64 am: 01. November 2011, 20:19:28 »
27.09.2011
Abwehrzellen gegen Hautkrebs rüsten: Zelltherapie als Alternative zu Operation, Bestrahlung und Chemotherapie

Ärzte behandeln Krebstumoren bislang meist chirurgisch, mit Strahlentherapie, Medikamenten oder in einer Kombination dieser drei Verfahren. Wissenschaftler forschen intensiv an neuen Behandlungsmöglichkeiten. Die Zelltherapie könnte Basis neuer therapeutischer Strategien für die Zukunft werden: Gentechnisch veränderte Blutzellen können gezielt Krebszellen im Körper aufspüren und zerstören.

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28.09.2011
EMCC: BOLERO-2-Studie – Fortgeschrittener postmenopausaler Brustkrebs/ 7 Monate längeres PFS mit Everolimus plus Exemestan

Frauen mit fortgeschrittenem menopausalen Mammakarzinom, die resistent gegen Hormontherapie sind, können ihr Outcome signifikant verbessern, wenn zusätzlich zu Exemestan Everolimus gegeben wird, so das Ergebnis der BOLERO-2-Studie...

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07.10.2011
AML: Bessere Rezidivprophylaxe durch immuntherapeutisch wirksame Kombination

In der Therapie der AML gibt es nach wie vor einen großen Bedarf an neuen Therapien, um eine effektivere Rezidivprophylaxe zu erzielen. Dabei steht im Fokus die noch vorhandene minimale Resterkrankung (MRD) zu eradizieren. Dies gelingt offensichtlich durch die Kombination von Histamindihydrochlorid (HDC/Ceplene®) und IL-2 besser, denn diese Therapie kann immunvermittelt die restlichen myeloischen Leukämiezellen zerstören und dadurch ein Rezidiv der Leukämie verhindern.

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17.10.2011
Temsirolimus beim MCL: Praxisalltag bestätigt gute Studienergebnisse

Bei Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem Mantelzell-Lymphom ist die Wahl der Therapie entscheidend für den weiteren Verlauf der Erkrankung. Der Einsatz von Temsirolimus (Torisel®) könnte hier aufgrund der in Studien nachgewiesenen Wirksamkeit und Sicherheit, die sich im Praxisalltag bestätigt, zu einer Verbesserung der Behandlungssituation von Patienten beitragen, so das Fazit der Experten bei dem von Pfizer Oncology veranstalteten Pressegespräch anlässlich der diesjährigen DGHO in Basel

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24.10.2011
Onkolytische Viren und Immunzellen

Jeder dritte Krebspatient stirbt nach wie vor an seiner Krankheit. Daher werden neue Strategien zur Behandlung von Krebs dringend benötigt. Die Virotherapie ist eine neue therapeutische Strategie, bei der sogenannte onkolytische, also „krebsauflösende“, Viren die Tumorzellen gezielt infizieren und zerstören. Erste Untersuchungen in Patienten haben bereits gezeigt, dass diese neue Form der Therapie gut verträglich ist. Allerdings muss ihre Wirksamkeit noch verbessert werden.

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24.10.2011
Erfolgreiche Therapieansätze für triple-negative Mammakarzinome

Sorgenkinder unter den Mammakarzinomen sind vor allem die triple-negativen Tumoren. Denn sie haben keinen der klassischen therapeutischen Angriffspunkte. ... Vor allem triple-negative Tumoren scheinen nach Studienergebnissen in der neoadjuvanten Therapie auch durch zusätzliche Gabe von Neoangiogenesehemmern wie Bevacizumab zusätzlich zur Chemotherapie zu profitieren ...

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28.10.2011
Aspirin verhindert Darmkrebs

Was hilft Patienten gegen Kopfschmerz? ASS. Und wenn Ärzte sie gegen Darmkrebs wappnen möchten? Auch ASS verordnen, sagen jetzt Forscher. Ihr Ratschlag gilt aber nur für eine bestimmte Personengruppe. (Anm: Patienten mit HNPCC, Lynch-Syndrom!)

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31.10.2011
Viren gegen Hirntumoren - Brückenschlag zwischen Forschung und klinischer Anwendung

Parvoviren können Krebszellen befallen und abtöten, verursachen aber beim Menschen keine Krankheit. Seit 1992 erforschen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum diese Viren mit dem Ziel, eine Virustherapie gegen gefährliche und kaum behandelbare Hirntumoren zu entwickeln. Diese Woche startete in der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg eine klinische Studie der Phase I/IIa, die erstmals die Sicherheit der Parvovirus-Therapie erprobt.

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Änderungen:
19.05.2012 - Formatierungsfehler behoben
« Letzte Änderung: 19. Mai 2012, 16:33:04 von busymouse »
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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #65 am: 19. Mai 2012, 17:24:35 »
11.11.2011
Neue Ansätze für frühe Therapien bei Leberkrebs

Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München sind maßgeblich an zwei Studien beteiligt, die die medizinische Behandlung von Leberkrebs grundlegend verändern könnten: Mediziner können den Aggressivitätsgrad des Tumors nun in sehr frühen Stadien bestimmen – und dadurch individuell therapieren. Die zweite Studie zeigt, durch welchen Mechanismus das Immunsystem prämaligne Leberzellen aus dem Körper entfernt – und eröffnet so eine Möglichkeit für einen neuen Therapieansatz.

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18.11.2011
Klinische Studie testet Sicherheit von Parvoviren bei bösartigem Hirntumor

An der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hat eine klinische Studie begonnen, bei der erstmals Krebspatienten in Deutschland mit vermehrungsfähigen, onkoloytischen Viren behandelt werden. Die klinische Studie der Phase I/IIa, für die ausschließlich Patienten mit einem Glioblastom-Rezidiv in Frage kommen, untersucht die Sicherheit der Virus-Therapie und hofft auf erste Hinweise für eine Wirksamkeit. Zum Einsatz kommen Parvoviren: Diese können Krebszellen befallen und zerstören; eine schädliche Wirkung beim Menschen ist nicht bekannt.

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23.11.2011
Neue Perspektiven für die Behandlung von Knochen- und Weichteiltumoren

Wissenschaftler der Kinderklinik des Klinikums rechts der Isar der TU München sind bei der Behandlung von bösartigen Knochen- und Weichteilsarkomen einen wichtigen Schritt vorangekommen. Ihnen ist es gelungen, T-Zellen aus gesunden Spendern zu entnehmen und zu vermehren. Diese Zellen sind in der Lage, eine spezifische Immunreaktion auszulösen, die sich gegen Tumorzellen des Ewing-Sarkoms richtet. Die Forschergruppe, die zur Wilhelm Sander-Therapieeinheit für Knochen- und Weichteilsarkome gehört, konnte in einem präklinischen Modell zeigen, dass die Tumore dadurch abgetötet werden.

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08.12.2011
Neuer Impfstoff gegen die Akute Myeloische Leukämie wird klinisch getestet

...Münchner Wissenschaftler haben erstmals das neue Wissen um beide Entdeckungen in die Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs gegen die akute myeloische Leukämie (AML) einfließen lassen. Dieser Impfstoff wird am Klinikum der Universität München von Mai 2012 an erstmals in einer Studie an Patienten nach einer Chemotherapie eingesetzt...

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14.12.2011
Komplementäre Tumortherapie - Modifiziertes Zitruspektin bei PSA-Rezidiv

Für Männer mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation und Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie prüfen Wissenschaftler der Klinik für Tumorbiologie Freiburg derzeit, ob sich für diese Patienten durch die komplementäre Behandlung mit modifiziertem Zitruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation erreichen lässt. ... An der Studie teilnehmen können Patienten mit einem biochemischen PSA-Rezidiv, das heißt Patienten, deren PSA-Wert auch nach Lokaltherapie weiter ansteigt.

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20.12.2011
Update Lebertumortherapie

Die Lebertumortherapie hat in den letzten Jahren dank moderner Verfahren eine starke Dynamik entwickelt. Mit der chirurgischen Resektion, Transplantation, interventionellen Verfahren sowie neuen systemischen Ansätzen steht ein breites Spektrum an Therapieoptionen zur Verfügung. Die verschiedenen Methoden sind als komplementär anzusehen und setzen daher eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit voraus. Auf der Fortbildungsveranstaltung „Update Lebertumortherapie“ des Universitätsklinikums Regensburg berichteten die Referenten über den aktuellen Stand, neue Forschungsergebnisse und klinische Interventionen sowie über die anzustrebenden Ziele und notwendigen Verbesserungen, damit das komplette Arsenal optimal zum Einsatz kommen kann.  ...

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09.01.2012
Abirateron: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen für Männer mit metastasiertem hormonrefraktären Prostatakrebs, für die Docetaxel nicht mehr in Frage kommt

Abirateron (Handelsname Zytiga®) ist seit September 2011 für Männer mit metastasiertem Prostatakrebs zugelassen, bei denen der Krebs durch eine Hormontherapie nicht mehr beeinflusst werden kann und während oder nach einer Therapie mit dem Zytostatikum Docetaxel weiter fortschreitet. ...

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11.01.2012
Wie Immunzellen Krebszellen zerstören - Forscher entschlüsseln Mechanismus

Wie effektiv ist eine Krebstherapie mit maßgeschneiderten Zellen des Immunssystems im Vergleich zu einer medikamentösen Therapie? ... Sie (Anm.: die Forscher) konnten zeigen, dass beide Methoden in Mäusen große Tumoren abtöten, doch zerstören die Immunzellen (T-Zellen) auch die Blutgefäße und so die Nahrungszufuhr der Tumoren. Dabei werden auch die Krebszellen abgetötet, die einer medikamentösen Therapie entkommen und für ein Wiederauftreten des Tumors verantwortlich sind. (Cancer Cell, doi10.1016/j.ccr.2011.10.019)*.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #66 am: 19. Mai 2012, 18:09:12 »
11.01.2012
Studie zur Schluckimpfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs: Veränderte Bakterien stimulieren Immunsystem

Die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg bietet im Rahmen einer Studie erstmals eine Schluckimpfung zur Behandlung von Krebs an. Teilnehmen können Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom), der nicht operiert werden kann oder bereits Metastasen gebildet hat.

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11.01.2012
Catumaxomab – Zulassung für verkürzte Infusion

Als erster Antikörper einer neuen Generation machte Removab® (Catumaxomab) erstmals im April 2009 von sich reden, als er zur intraperitonealen Behandlung des malignen Aszites bei Patienten mit EpCAM-positiven Karzinomen zugelassen wurde. ... Jetzt hat die Europäische Kommission den Antikörper auch zur verkürzten Infusion bei der Behandlung des malignen Aszites zugelassen. Die Infusionsdauer reduziert sich dadurch auf die Hälfte. „Diese Verkürzung erlaubt, dass die Therapie problemlos ambulant durchgeführt werden kann“, betont Priv.-Doz. Helmut Oettle ...

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18.01.2012
Positive Phase-III-Daten zu Regorafenib bei mCRC zeigen signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit

Positive Daten der Phase-III-Studie CORRECT (Colorectal cancer treated with regorafenib or placebo after failure of standard therapy) zeigen, dass das Entwicklungspräparat Regorafenib von Bayer die Gesamtüberlebenszeit von Patienten mit metastasiertem Darmkrebs signifikant um 29% verlängern kann (HR=0,77, p=0,0052).

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09.02.2012
Anti-CD20-Antikörper-Einsatz bei metastasiertem Melanom zeigt bei erstem Patienten Erfolg

Es ist die Art von Entwicklung, die sich wohl jeder Wissenschaftler wünscht: Nach vier Jahren experimenteller Arbeit veröffentlichten Forscher der Uniklinik Köln und der Universität zu Köln im Februar 2011 ihre ersten Ergebnisse zu einer neuen effektiveren Therapieform bei Hautkrebs. Ein Krebs, an dem jährlich etwa 14.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Etwa ein halbes Jahr später begannen sie erstmals, einen Patienten mit der neuen Immuntherapie zu behandeln – mit äußerst vielversprechendem Ergebnis, wie sich jetzt herausstellt. ...

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21.02.2012
Pankreaskarzinom: MRK003 in Kombination mit Gemcitabin bewirkt Tumor-Nekrose im Maus-Modell

Wissenschaftler der University of Cambridge haben eigenen Angaben nach vielleicht eine neue Waffe im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs gefunden. Erste Tests einer experimentellen Kombination von Medikamenten sind vielversprechend verlaufen. Gemcitabin, ein in der Chemotherapie eingesetztes Medikament, setzt gemeinsam mit dem neuen Medikament MRK003 eine Reihe von Ereignissen in Gang, die zumindest bei Studien mit Mäusen am Ende zum Absterben der Krebszellen führen.

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24.02.2012
Vielseitige Nanopartikel gegen Krebs

Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus sieben europäischen Ländern erforschen Radiologen des Universitätsklinikums Jena die Anwendung von multifunktionellen magnetischen Nanopartikeln zur Detektion und Bekämpfung von Krebs. Versehen mit speziellen Antikörpern sollen die Eisenoxidteilchen die Krebszellen erkennen und sich zielgerichtet an sie anlagern, so dass zum einen auch kleinste Absiedlungen im MRT sichtbar werden. Zum anderen sollen die Partikel durch äußere Magnetfelder für eine Überhitzung der Zellen sorgen und mit zusätzlichen Wirkstoffen ausgestattet werden. Das auf vier Jahre angelegte Projekt zur vorklinischen Forschung wird mit knapp 10 Millionen Euro von der EU gefördert. ...

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27.02.2012
DKK 2012: Therapie metastasierter pankreatischer NET

... Everolimus verlängerte im Vergleich zu Plazebo signifikant das mediane PFS um das 2,4-fache – jeweils in Kombination mit Best Supportive Care (11,0 vs. 4,6 Monate; p < 0,0001). Darüber hinaus wurde das Risiko der Tumorprogression signifikant um 65% gesenkt (HR = 0,35; 95%-KI 0,27-0,45; p < 0,0001). (5) Unabhängig von einer vorangegangenen Chemotherapie verlängerte Everolimus signifikant das mediane PFS auf mehr als das Doppelte (11,4 vs. 5,4 Monate; p < 0,001). ...

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07.03.2012
Vandetanib zur Behandlung des aggressiven und symptomatischen medullären Schilddrüsenkarzinoms (MTC) in der EU zugelassen

...Die Marktzulassung von CAPRELSA® erfolgte auf Grundlage von Daten aus dem klinischen Studienprogramm der Phase III zu CAPRELSA®, darunter die Studie ZETA, eine doppelblinde Studie mit 331 Patienten (in einer 2:1 Randomisierung) mit fortgeschrittenem MTC, das progredient war und in andere Körperareale gestreut hatte. In dieser Studie wurde eine Reduktion von 54 % bezüglich des Risikos einer Krankheitsprogression im Vergleich zu Placebo nachgewiesen (Hazard Ratio 0,46; 95 % KI, 0,31–0,69; P<0,001). Häufig beobachtete Nebenwirkungen waren Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Bluthochdruck....

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #67 am: 23. Mai 2012, 17:26:38 »
08.03.2012
Chemo-Staubsauger bekämpft Leberkrebs

Am Klinikum der J.W. Goethe-Universität sind Ende Februar zwei Patientinnen mit der Chemosaturation-Therapie behandelt worden. Die in den USA gemeinsam mit der Firma Delcath entwickelte Anwendung wurde zum ersten Mal in Deutschland und erst am zweiten Standort in Europa durchgeführt. Es handelt sich bei dem Verfahren um eine lokal begrenzte Chemotherapie. Das chemisch behandelte Blut der Leber wird über ein Kathetersystem abgesaugt, in einem Filter außerhalb des Körpers gereinigt und dann der Leber wieder zugeführt. Durch diese Vorgehensweise kann die Chemotherapie sehr hoch dosiert eingesetzt werden.

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14.03.2012
Bisher nicht operable sehr große Lebertumore oder mehrere verteilte Tumorknoten erstmals operativ entfernbar

Dem Universitätsklinikum Regensburg ist ein Durchbruch bei der Behandlung von Lebertumoren gelungen. Prof. Dr. Hans J. Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie, und seine Arbeitsgruppe haben eine Methode entwickelt, mit der sich bisher nicht operable sehr große Lebertumore oder mehrere verteilte Tumorknoten erstmals operativ entfernen lassen. In der März-Ausgabe der wichtigsten chirurgischen Fachzeitschrift „Annals of Surgery“ wird dieses Verfahren erstmals beschrieben.

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19.03.2012
Epigenetischer Behandlungsansatz: Antidepressivum Tranylcypromin plus Vitamin-A-Säure als neue Leukämie-Therapie?

Ein Antidepressivum in Kombination mit einem dem Vitamin A verwandten Wirkstoff kann als Therapie bei Leukämie wirksam sein. Dies hat eine internationale Forschungsgruppe herausgefunden, in der Einrichtungen aus London, Münster und Toronto kooperieren. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Medicine“ veröffentlicht.

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19.03.2012
Fortschritt im Kampf gegen Brustkrebs: Bei Früherkennung kann schonende intraoperative Einmalbestrahlung ausreichend sein

Die Deutsche Krebsgesellschaft verwies unlängst auf regelmäßige Untersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung. Fakt ist: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Besonders ältere Patientinnen mit frühem Brustkrebs haben nun weltweit die Chance auf eine neue und schonendere Therapieoption, bei der noch während der operativen Entfernung des Tumors punktgenau bestrahlt wird.

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20.03.2012
DKK 2012: Vandetanib beim medullären Schilddrüsenkarzinom zugelassen

Das medulläre Schilddrüsenkarzinom (MTC) zählt zu den seltenen Erkrankungen, jährlich gibt es in der EU nur etwa 500 Fälle. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Prognose für die Betroffenen sehr schlecht. Mit Vandetanib (Caprelsa®) gibt es nun seit kurzem die erste zugelassene Therapieoption für das lokal fortgeschrittene oder metastasierte MTC.

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23.03.2012
Glioblastome erfolgreicher behandeln mit einer Kombination aus Vitamin C und Strahlentherapie

Wissenschaftler der University of Otago in Wellington, Neuseeland, haben kürzlich herausgefunden, dass Hirntumorzellen wesentlich empfänglicher für Bestrahlung sind, wenn ihnen hochdosiertes Vitamin C verabreicht wird. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Malaghan Institute in Wellington durchgeführt und in der Wissenschaftszeitschrift "Free Radical Biology and Medicine" veröffentlicht.

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20.03.2012
DKK 2012: Aktuelle und zukünftige Ansätze in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren

Für die Behandlung von Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich stehen mehrere Therapieoptionen zur Verfügung. Wie bei vielen anderen Tumorerkrankungen kann die interdisziplinäre Zusammenarbeit das Therapieergebnis und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Über aktuelle und zukünftige Ansätze beim operablen Tumor sowie in der rezidivierten/metastasierten Situation diskutierten Experten auf dem diesjährigen 30. Krebskongress in Berlin.

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02.04.2012
Darmkrebs: Körperliche Aktivität verbessert die Heilungschancen

Erste epidemiologische Studien weisen darauf hin, dass sich die Überlebensprognose der Betroffenen, die an einem maßgeschneiderten Bewegungsprogramm teilnahmen, zwischen 14 und 47 Prozent verbessert. „Bisher existiert keine vergleichbare zusätzliche medikamentöse Behandlung, die diese Erfolgsraten aufweist“, erläutert Professor Dr. Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin an der Technischen Universität München. In weiteren Studien soll dies nun wissenschaftlich bestätigt werden.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #68 am: 24. Mai 2012, 11:15:02 »
03.04.2012
Ruxolitinib bietet neue Chance für Myelofibrose-Patienten

Tyrosinkinase-Hemmer bieten Patienten mit Myelofibrose eine neue Behandlungschance. Das zeigt eine aktuell im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichte internationale klinische Studie, an der die Hämatologie und internistische Onkologie des Universitätsklinikums Leipzig maßgeblich beteiligt war.

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03.04.2012
Aktuelle AGO-Leitlinien: dreimal höchster Empfehlungsgrad für Vinorelbin

Zeigt sich nach zwei Zyklen mit dem sogenannten TAC-Schema (Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid) kein frühes Ansprechen, empfiehlt die AGO-Kommission einen Wechsel zu vier Zyklen Vinorelbin + Capecitabin. Diese neue Bewertung stützt sich auf die Daten der GeparTrio, eine Phase III-Studie, die auf dem SABCS 2011 vorgestellt wurde. So konnte in dieser Situation mit vier Zyklen Vinorelbin + Capecitabin gegenüber vier weiteren Zyklen TAC ein signifikant besseres krankheitsfreies Überleben bei besserer Verträglichkeit erzielt werden, was als Therapieoption in der Neoadjuvanz zu einem höheren therapeutischen Nutzen führt.

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04.04.2012
Weniger ist besser: Reduzierung der Chemotherapie für Patienten mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom

Wissenschaftler der Uniklinik Köln zeigen in einem heute "Online First" publizierten Artikel der Zeitschrift "The Lancet", dass Patienten mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom effektiver und nebenwirkungsärmer behandelt werden können, wenn man die bisherige Standardchemotherapie BEACOPPeskaliert von acht auf sechs Zyklen reduziert.

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10.04.2012
Dickdarmkrebs: Tumorwachstum durch RNA Interferenz-Technologie zum Stillstand gebracht

Eine wesentliche Schwierigkeit bei der Therapie von Krebserkrankungen besteht darin, gezielt das Tumorgewebe zu treffen, ohne dabei gesundes Gewebe zu schädigen. Dieses Problem geht Professor Jürgen Behrens an der Universität Erlangen-Nürnberg mit seinem Team an, indem er die molekularen Unterschiede zwischen gesunden und Tumorzellen nutzt. Den Forschern ist es gelungen, ein in Dickdarmtumoren verändertes Eiweiß, das APC, mithilfe der RNA Interferenz Technologie zielgerichtet auszuschalten. Das Wachstum der Tumorzellen kam dadurch zum Stillstand.

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11.04.2012
Gen hemmt Tumorwachstum

Hannover – Ein Gen mit bislang unbekannter Funktion hemmt offenbar das Wachstum von Glioblastomen. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Ruthild Weber von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in der Zeitschrift Brain (doi: 10.1093/brain/aws045).

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16.04.2012
Chemotherapie statt Stammzelltransplantation - Studie zur Therapie von Hochrisiko-Leukämie

...Die Überlebenschancen schwanken in Abhängigkeit bestimmter Charakteristika zwischen 15 und etwa 70 Prozent. Ganz neu war die Erkenntnis, dass etwa ein Viertel aller Erkrankten mit „anfänglichem Therapieversagen“ eine zehnjährige Überlebensrate von 72 Prozent allein mit Chemotherapie erreichen kann. Das war deutlich günstiger, als wenn die Blutstammzelltransplantation zum Einsatz kam.... Das renommierte „New England Journal of Medicine“ hat die Ergebnisse der Studie in der aktuellen Ausgabe (12. April 2012) veröffentlicht.

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17.04.2012
Prostatakarzinom: „Lumpektomie“ per Ultraschall

London – Die Erwärmung des Gewebes durch hochfrequente Ultraschallwellen kann genutzt werden, um Tumoren gezielt zu zerstören. In einer offenen Studie in Lancet Oncology (2012; doi: 10.1016/S1470-2045(12)70121-3) wurde die Therapie erfolgreich zur Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt, wobei nur Abschnitte des Organs behandelt wurden.

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25.04.2012
Tuberöse Sklerose: Everolimus greift als erste und einzige medikamentöse Therapie an der Ursache an

...75% der Patienten erreichten eine Verringerung des SEGA-Volumens um mindestens 30% und 32% der Patienten sogar um mindestens 50%. Alle Patienten profitierten von der Behandlung... Während der Behandlung musste bezüglich der SEGA keine Operation erfolgen und es traten keine neuen Läsionen auf. Auch kam es weder zu einer Verschlechterung noch zur Neubildung eines Hydrozephalus und es gab keine Anzeichen für erhöhten Hirndruck. Weiterhin wurde eine Besserung faszialer Angiofibrome und eine signifikante Reduktion epileptischer Anfälle beobachtet. Eine weitere Auswertung während der zeitlich unbegrenzten Extensionsphase der Studie zeigte, dass die Wirksamkeit von Everolimus auch nach einer medianen Therapiedauer von etwa drei Jahren erhalten blieb.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #69 am: 24. Mai 2012, 11:39:26 »
25.04.2012
ASS könnte Heilung bei Darmkrebs unterstützen

Leiden – Acetylsalicylsäure (ASS) ist seit einigen Jahren als Mittel zur Krebsprävention in der Diskussion. Epidemiologen schreiben dem Mittel jetzt im British Journal of Cancer (2012; 106: 1564–1570) beim Kolonkarzinom sogar eine therapeutische Wirkung zu.

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04.05.2012
FIRM-ACT-Studie: Viererkombination neuer Therapiestandard für Nebennierenkrebs

Die Ergebnisse der Studie sind jetzt online im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Resultat: Eine Chemotherapie mit einer Kombination aus den vier Medikamenten Mitotane, Etoposid, Doxorubicin und Cisplatin erwies sich als deutlich effektiver als die Behandlung mit einer Zweierkombination aus Mitotane und Streptozotocin. Mit der Viererkombination lebten ein Jahr nach dem Beginn der Behandlung noch 26 Prozent der Patienten, ohne dass die Erkrankung in dieser Zeit weiter voranschritt. Mit der Zweierkombi waren es nur sieben Prozent. Bei der Viererkombination war zudem die Zahl der Patienten, bei denen sich die Tumormasse verkleinerte, deutlich größer.

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07.05.2012
EU-Zulassung für Pasireotid: Erste medikamentöse Therapie für Patienten mit Morbus Cushing

Eine Normalisierung des UFC-Wertes nach sechs Monaten erreichten 14,6% der Patienten im Studienarm mit 0,6 mg Pasireotid und 26,3% der Patienten mit der höheren Dosierung. Bei 34% der Patienten unter 0,6 mg und 41% der Patienten unter 0,9 mg Pasireotid kam es zu einer mindestens 50%igen Reduktion der UFC-Werte. Im Median wurde nach zwölf Monaten der UFC-Wert um zwei Drittel gegenüber dem Ausgangswert gesenkt (67,6% in der 0,6 mg bzw. 62,4% in der 0,9 mg Dosisgruppe). Unabhängig von der Dosierung zeigte sich ein schnelles Ansprechen: So konnten bereits nach ein bis zwei Monaten die Patienten identifiziert werden, die nicht auf die Therapie ansprachen. Einhergehend mit der Senkung der UFC-Werte verbesserten sich signifikant die klinischen Symptome der Patienten: So verringerten sich nach sechs Monaten Blutdruck und Körpergewicht. Zusätzlich reduzierten sich die Werte von Cholesterin und Triglyceriden. Mit sinkendem UFC-Wert verbesserte sich maßgeblich auch die Lebensqualität der Patienten.

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08.05.2012
Abnehmen bremst krebsfördernde Entzündungen

Übergewicht begünstigt Entzündungen, die als krebsfördernd gelten. Gemeinsam mit amerikanischen Kollegen untersuchte Cornelia Ulrich aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem NCT Heidelberg an übergewichtigen Frauen, ob sich die Entzündungswerte durch Sport und/oder Kalorienreduktion reduzieren lassen. Beide Lebensstilveränderungen waren hochwirksam: Kalorienreduktion allein oder in Kombination mit Sport senkte die Entzündungsparameter um mehr als ein Drittel und damit in vergleichbarem Umfang wie entzündungshemmende Medikamente. Gewichtsabnahme kann daher als wirkungsvoller Beitrag zur Krebsprävention angesehen werden.

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16.05.2012
Organerhaltende Behandlung von fortgeschrittenem Blasenkrebs: Radiochemotherapie weit wirksamer als alleinige Bestrahlung

An der britischen Untersuchung nahmen insgesamt 360 Patienten teil, deren Tumor schon in die Muskulatur der Blase vorgedrungen war. Sie wurden entweder nur bestrahlt oder erhielten zusätzlich noch eine Chemotherapie. Mit der Radiochemotherapie lebten zwei Jahre danach erfreulicherweise gut zwei Drittel der Patienten tumorfrei. Durch die kombinierte Therapie können die Ergebnisse gegenüber der alleinigen Bestrahlung um mehr als zehn Prozent weiter verbessert werden. Allerdings führte die zusätzliche Chemotherapie etwas häufiger zu Nebenwirkungen. Diese blieben jedoch auf die Dauer der Behandlung beschränkt, wie die Mediziner im „New England Journal of Medicine“ berichten. Die Harnblase konnte bei den meisten Patienten (nämlich bei etwa 85 Prozent) erhalten werden.

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Offline RalleGA

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #70 am: 04. Juni 2012, 13:41:47 »
Neue Therapie:

Die heißen Nadeln zerstören Krebszellen an der Wirbelsäule


Ärzte stellen in Magdeburg moderne Möglichkeiten der Behandlung bei Knochenmetastasen vor Krebsmetastasen in der Wirbelsäule können sehr schmerzhaft sein.
Linderung versprechen neue schonende Verfahren, über die niedergelassene und klinisch tätige Ärzte
aus Sachsen-Anhalt gestern auf einer Tagung im Universitätsklinikum Magdeburg diskutierten.

Wenn Menschen nach ihren größten Krankheitssorgen befragt werden, ergeben sich seit vielen Jahren prinzipiell ähnliche Ergebnisse.
Die Angst vor Krebs rangiert oftmals an vorderster Stelle.
Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Gebiet der Krebsmedizin viele Fortschritte erzielt.
Bessere Diagnostik und Kombinationstherapien erhöhen die Überlebenschancen bei einer ganzen Reihe von Tumorarten.
Und auch in den Fällen fortgeschrittener Krebserkrankungen, in denen keine Heilung mehr wahrscheinlich ist,
gibt es neue Therapien, welche die Lebensqualität verbessern.

Eine Operation ist nicht in jedem Fall möglich
Ein Beispiel dafür ist die Behandlung von Tumor-Absiedelungen (Metastasen).
Besonders oft von Metastasen betroffen ist die Wirbelsäule.
Die Krebszellen verdrängen das Knochenmark und zerstören schließlich das verkalkte Knochengerüst.
Der Knochen verliert dadurch seine Festigkeit und Tragfähigkeit und vor allem die Wirbel brechen unter dem Körpergewicht zusammen.
Die Folge können schmerzhafte Quetschungen der Nerven und des Rückenmarks bis hin zur QS-Lähmung sein.
Um das zu verhindern, wenden Mediziner seit vielen Jahren operative und strahlentherapeutische Verfahren an.
Vorteil der chirurgischen Intervention ist neben der Entlastung des Rückenmarks die Möglichkeit zur gleichzeitigen, schnellen Stabilisierung der Wirbel.
Doch nicht immer erlauben der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten und die Lage der Metastasen eine Operation.

Mögliche Alternativen sind dann eine mehrfache Strahlentherapie bzw. ein neues schonendes Verfahren -
die sogenannte Radiofrequenzablation.
Bei dieser Therapie wird unter Bildkontrolle dünne Nadeln durch die Haut an den Tumor heran geführt  und zerstören ihn durch Hitze von bis zu etwa 90° C.
Die Behandlung erfolgt unter Narkose und dauert nur etwa eine halbe Stunde.
Danach kann der betroffene Wirbelkörper durch Auffüllung mit sogenanntem Knochenzement -
einem bioverträglichen Kunststoff - wieder stabilisiert werden.
Nach durchschnittlich drei bis vier Tagen kann der Patient die Klinik schon wieder verlassen.
Die Radiofrequenzablation ist eine moderne Therapie, mit der wir bereits vielen Patienten geholfen werden konnten.
Wenn erforderlich, lassen sich so auch mehrere Wirbelgelenke in einer Sitzung behandeln.
Die Therapie kann Krebs, der bereits in den Körper gestreut hat, zwar nicht endgültig heilen,
wohl aber eine drohende Querschnittslähmung verhindern, lokale Beschwerden lindern und so zu einer besseren Lebensqualität beitragen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ April 2012
« Letzte Änderung: 04. Juni 2012, 13:47:44 von RalleGA »
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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #71 am: 28. April 2014, 09:53:13 »
Mehr Eiweiß und Fett:

Ernährungstipps für Krebspatienten


Eine Chemotherapie zermürbt - und lässt Betroffene oftmals viele Kilos verlieren.
Krebspatienten sollten etwas mehr Eiweiß und Fett zu sich nehmen als üblich,
wenn sie sich einer Chemotherapie unterziehen.
Denn der Stoffwechsel verändere sich durch die Therapie.
Der Körper könne in dieser Situation Eiweiße und Fette besser verwerten,
Kohlenhydrate hingegen nicht so gut wie sonst.

Allerdings: Es geht nicht ums Verzichten.
Patienten sollten also nicht versuchen, Kohlenhydrate ganz zu vermeiden.
Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Müsli oder Hülsenfrüchte seien weiterhin empfehlenswert.                                                             

Wichtig sei, dem Gewichtsverlust entgegenzuwirken, mit dem viele Betroffene während der Chemo- oder Strahlentherapie kämpfen.
Dazu gehörten eben mehr Eiweiße und Fette auf dem Speiseplan als bei gesunden Menschen.
Das bedeute z. B.: Nicht die Sahne weglassen, mit Walnuss- oder Rapsöl kochen und fettreiche Fische wie Makrele oder Lachs wählen.                                                                                                                   
Außerdem viel Obst und Gemüse essen.
Denn nicht nur die Vitamine darin sind wichtig:
Auch die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe.
Das sind Farb-, Geruchs- und Aromastoffe.
Diese Stoffe hätten eine stoffwechselschützende Wirkung, sie unterstützten das Reparatursystem des Körpers.                                                                                                       
Solche Stoffe werden auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten.
Davon ist aber abzuraten.
Die isolierte Einnahme dieser Pflanzenstoffe ist nicht empfehlenswert, denn es sei nicht nachgewiesen,
welche Wirkung sie in dieser Form hätten.         
 Nahrungsergänzungmittel sehen die Ernährungsexperten ohnehin skeptisch.
Denn sie können Wechselwirkungen mit der Therapie haben.
Deshalb sollten Patienten sie nur nach Absprache mit dem Arzt nehmen, falls z.B. ein Mangel an einem Nährstoff besteht.
Das größte Problem für Patienten in Chemotherapie ist jedoch nicht, was sie essen, sondern dass sie essen.
Oft kämpfen sie mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schluckbeschwerden.
Wenn es Essensgerüche sind, die Übelkeit bereiten, sollten Angehörige die Mahlzeit an einem anderen Ort zubereiten.
                                                                                   
Die beiden Ratgeber als Download
"Wie ernähre ich mich bei Krebs?"   und
"Wundermittel gegen Krebs?"

können Verbraucher für jeweils 9,90 Euro zuzüglich Porto und Versand online unter www.vzhh.de
oder per Telefon 040 – 24832 104 bestellen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar 2014

« Letzte Änderung: 28. April 2014, 09:58:12 von RalleGA »
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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #72 am: 15. März 2015, 12:10:28 »
10.12.2014
Studie zur Schluckimpfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs: Veränderte Bakterien stimulieren Immunsystem

Die Europäische Kommission erteilte am 19. November 2014 die europaweite Zulassung für Signifor® (Pasireotid) zur  Behandlung von erwachsenen Patienten mit Akromegalie, für die ein chirurgischer Eingriff keine Option ist oder nicht kurativ erfolgreich war, und die unter der Behandlung mit einem anderen Somatostatin-Analogon unzureichend kontrolliert sind. Die Ergebnisse von zwei großen, randomisierten, zulassungsrelevanten Phase-III-Studien zeigten für das Multirezeptor-Liganden-Somatostatin-Analogon Pasireotid eine überlegene Wirksamkeit gegenüber Somatostatin-Analoga der ersten Generation.

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10.12.2014
ASH 2014: JAK-Inhibitor bessert Symptome bei Polycythaemia vera 

Der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) ist nicht nur bei der Myelofibrose (für die er bereits seit über zwei Jahren zugelassen ist), sondern auch bei der Polycythaemia vera einer herkömmlichen Therapie überlegen, wie die bereits beim ASCO-Kongress im Sommer vorgestellten ersten Ergebnisse der RESPONSE-Studie zeigen. Mittlerweile ist Ruxolitinib in den USA für Patienten mit Polyzythaemie zugelassen, die auf Hydroxyharnstoff nicht ausreichend ansprechen oder ihn nicht vertragen. ...

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15.12.2014
ASH 2014: EURO-SKI: Hohe Rate an therapiefreien Remissionen nach Absetzen von TKI bei CML

Die Einführung von Tyrosinkinaseinhibitoren hat die Prognose der chronischen myeloischen Leukämie dramatisch verbessert. Derzeit wird in mehreren kontrollierten Studien untersucht, unter welchen Bedingungen man die Therapie absetzen kann, ohne eine tiefe molekulare Remission wieder zu verlieren. Erste Interims-Ergebnisse der EURO-SKI-Studie (Stop TKI) des European LeukemiaNet zeigen, dass das offenbar bei mehr als der Hälfte der Patienten funktioniert, die lange genug in einer MR4 waren....

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13.12.2014
ALL: 78% der mit Blinatumomab behandelten Patienten ohne minimale Resterkrankung nach einem Behandlungszyklus

Amgen gab Daten aus der Phase 2-Studie BLAST bekannt, in der die bispezifische T-Zell-aktivierende (BiTE®) Immuntherapie BLINCYTOTM (Blinatumomab) bei Patienten mit minimaler Resterkrankung (minimal residual disease, MRD) einer akuten lymphatischen B-Zell-Vorläufer-Leukämie (ALL) untersucht wurde. 78% der Patienten, die im Rahmen der Studie mit BLINCYTOTM behandelt worden waren, erreichten nach einem Behandlungszyklus ein vollständiges MRD-Ansprechen (95% KI: 69-85%), ein Maß für die Beseitigung der Resterkrankung auf molekularer Ebene. Nahezu das gesamte vollständige Ansprechen (98%) ereignete sich im ersten Behandlungszyklus. ...

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15.12.2014
Komplette Remission mit Vismodegib bei jedem dritten Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom

Einen weiteren Beleg für die gute klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Erivedge® (Vismodegib) von Roche liefert eine aktuelle Interimsanalyse der globalen Sicherheitsstudie STEVIE mit Behandlungsdaten von mittlerweile 500 Patienten. Das zentrale Ergebnis: Etwa neun von zehn Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom sprechen auf die Behandlung mit Vismodegib an - bei etwa jedem dritten Patienten wird sogar eine komplette Remission erreicht. ...

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20.12.2014
Entwicklung an Uniklinik Würzburg: Anti-Leukämie-Wirkstoff Blinatumomab für den US-Markt zugelassen

Blinatumomab ist ein gentechnisch erzeugter Antikörper, der dem Immunsystem von Krebspatienten hilft, Tumorzellen zu erkennen und zu vernichten. Im Dezember dieses Jahres wurde er von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde Food and Drug Administration als reguläres Medikament zugelassen. ... Durch die FDA-Zulassung können jetzt Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie, die auf herkömmliche Chemotherapie nicht ansprechen oder einen Rückfall erleiden, in den USA auch außerhalb von Studien mit Blinatumomab behandelt werden.

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07.01.2015
ASH 2014: Erwachsene ALL-Patienten profitieren von pädiatrischen Chemotherapieregimen

Eine Intergroup-Studie weist darauf hin, dass erwachsene ALL-Patienten ein besseres Gesamtüberleben und ereignisfreies Überleben aufweisen, wenn sie mit den Regimen behandelt werden, die bei Kindern mit ALL eingesetzt werden. ...

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07.01.2015
Immunthrombozytopenie: Antrag auf Zulassungserweiterung für Eltrombopag bei FDA eingereicht

GSK hat für Eltrombopag (Promacta™) einen Antrag auf Zulassungserweiterung bei der FDA eingereicht zur Behandlung pädiatrischer Patienten ab 6 Jahren mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP), die auf Kortikosteroide, Immunglobuline oder Splenektomie ungenügend angesprochen haben.....

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #73 am: 15. März 2015, 12:34:18 »
08.01.2015
ASH 2014: Neue Langzeitdaten zu Brentuximab Vedotin bei rezidiviertem/refraktärem sALCL

... Fast vier Jahre nach der ersten Dosis lag die geschätzte Überlebensrate bei 64%. 50% der Patienten mit kompletter Remission zeigten keinerlei Anzeichen einer Progression. Inzwischen wird der Einsatz von Brentuximab Vedotin in früheren Therapielinien bei CD30-positiven reifen T-Zell-Lymphomen, unter anderem bei sALCL, in klinischen Studien untersucht. ...

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09.01.2015
Sunitinib attackiert gezielt Tumorzellen im Gehirn

Neurochirurgen des Universitätsklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben eine neue Funktion eines Krebsmedikaments entdeckt: Bisher wird der Wirkstoff Sunitinib bei Bindegewebstumoren im Verdauungstrakt, sogenannten gastrointestinalen Karzinomen, und weit fortgeschrittenen Nierenkarzinomen eingesetzt. Die Ärzte stellten nun fest, dass das Medikament auch bei Hirntumoren wirksam ist. ...

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13.01.2015
Nicht-kleinzelliges Plattenepithelkarzinom der Lunge: CheckMate -017-Studie wegen Überlegenheit von Nivolumab gegenüber Docetaxel frühzeitig beendet

... Damit liegt für Lungenkrebs erstmals ein Beweis für einen Überlebensvorteil durch einen anti-PD1 Immun-Checkpoint-Inhibitor vor.

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20.01.2015
Duftrezeptor in Leberkrebszellen nachgewiesen

Terpene als Hauptbestandteil ätherischer Öle können das Wachstum verschiedener Krebszellen hemmen. Wie genau sie das tun, haben Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt jetzt an Leberkrebszellen genau untersucht. Sie konnten die molekularen Mechanismen aufklären, die bei Anwendung von (-)-Citronellal zu einem Wachstumsstopp der Krebszellen führten und wiesen nach, dass der Duftrezeptor OR1A2 die entscheidende Schaltstelle dafür ist. Der Duftrezeptor könnte künftig als Ziel für Diagnostik und Therapie des Leberkrebses dienen....

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22.01.2015
Sekundärer Pflanzenstoff Sulforaphan könnte therapeutische Bedeutung bei bestimmten Krebsarten haben

Forscher sagen, dass Sulforaphan, das beispielsweise in Brokkoli enthalten ist, in einer pharmakologischen Dosierung durch selektives Abtöten von Krebszellen einen therapeutischen Wert sogar bei metastasierten Karzinomen haben könnte, so die Autoren in Oncogenesis. ...

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23.01.2015
Die Förderung der Sauerstoffzufuhr zum Tumor als neuer radikaler Weg der Tumorbekämpfung vorgestellt

Um Tumore zu behandeln, reduzieren gängige Krebstherapien die Sauerstoffzufuhr zum kranken Gewebe. Nun gehen Ärzte des Schweizer Zentrums für Leber- und Pankreaskrankheiten am "UniversitätsSpital Zürich" (USZ) im Rahmen einer Studie einen völlig neuen Weg: Sie fördern die Sauerstoffzufuhr zum Tumor, statt sie zu verhindern. Ein von einem Nobelpreisträger mitentwickeltes vielversprechendes Medikament kommt dabei erstmals weltweit bei Patienten zum Einsatz. ...

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23.01.2015
ASCO GI 2015: Patienten mit gutem Vitamin-D-Status vor Beginn der Erstlinientherapie des mCRC leben länger

Prospektive epidemiologische Daten weisen darauf hin, dass hohe Spiegel von 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D) - der Vorstufe von biologisch aktivem Vitamin D im Körper - mit einem besseren Überleben der Patienten mit kolorektalem Karzinom (CRC) verbunden sind. Nach einer Analyse der Phase-III-Studie CALBG/SWOG 80405 leben auch Patienten mit bereits metastasiertem CRC länger, wenn sie vor Therapiebeginn hohe 25(OH)D-Plasmaspiegel aufweisen. ...

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27.01.2015
Aderhautmelanom: Immunstimulation wird in klinischer Studie getestet

Ein neuartiges Impfverfahren soll zukünftig die Heilungschancen von Patienten mit Aderhautmelanom bessern, bei dem sich sehr schnell neue Tumorabsiedlungen in anderen Organen entwickeln, die sich kaum noch behandeln lassen. Wissenschaftler der Universität Erlangen haben nun einen Impfstoff entwickelt, der das Immunsystem der Betroffenen dazu animiert, Jagd auf Tumoren zu machen. Derzeit untersuchen sie die Wirksamkeit ihres Verfahrens in einer klinischen Studie.....

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #74 am: 15. März 2015, 13:15:37 »
30.01.2015
EMA gewährt Carfilzomib bei Multiplem Myelom ein beschleunigtes Verfahren sowie den Orphan Drug-Statu

Amgen und sein Tochterunternehmen Onyx Pharmaceuticals geben die Einreichung eines Zulassungsantrags bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für den Wirkstoff Carfilzomib zur Injektion (Kyprolis®) zur Behandlung von Erwachsenen mit rezidiviertem Multiplem Myelom, die mindestens eine Vortherapie erhalten haben, bekannt. Carfilzomib erhielt den Orphan Drug-Status für die Europäische Union, darüber hinaus gewährt die EMA eine beschleunigte Bearbeitung des Verfahrens. ...

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11.02.2015
Morbus Cushing: Silibinin aus der Mariendistel als neue, nicht-invasive Behandlungsstrategie

Silibinin ist für Menschen ausgesprochen gut verträglich und wird derzeit zur Behandlung von Lebervergiftung durch den Knollenblätterpilz verwendet. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München haben nun in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München entdeckt, dass Silibinin sowohl in der Zellkultur, in Tiermodellen als auch in menschlichem Tumorgewebe bei der Behandlung von Morbus Cushing erfolgreich ist. ... Künftig könnten die Patienten dank der neuen Behandlungsmöglichkeit auf eine Hirn-Operation verzichten....

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25.02.2015
Präzisionsgenfähren für gezieltes Ansteuern von therapierelevanten Zellen nach Injektion ins Blut

Der Transfer therapeutischer Gene gilt als vielversprechender Ansatz für die erfolgreiche Behandlung von genetischen Erkrankungen und Krebs. Bisher werden hierfür dem Patienten meist vorab die Zielzellen entnommen und nach Gentransfer wieder verabreicht. Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts ist es gemeinsam mit Kollegen aus Köln und Zürich gelungen, Gentransfer-Vehikel zu entwickeln, die im Organismus den therapierelevanten Zelltyp ansteuern und ein therapeutisches Gen übertragen. Dabei erfolgt der Gentransfer mit extrem hoher Selektivität. ...

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25.02.2015
Krebszellen mit Farbe besiegen/ Verbesserte Wirksamkeit von Antitumormitteln

Photodynamische Therapien haben sich als wirksame Alternative zur konventionellen Entfernung von Tumoren bewährt. In einer aktuellen Forschungsarbeit ist es einem internationalen Team vom Institut für Theoretische Chemie der Universität Wien gelungen, die Anlagerung von Methylenblau, eine der gängigsten Substanzen der Photodynamischen Therapie, an die DNA von Krebszellen zu simulieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse können dabei helfen, die Wirksamkeit des Stoffes zu erhöhen und damit den Heilungserfolg zu optimieren. ...

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02.03.2015
Romiplostim: Schnelles medianes Ansprechen und anhaltende Remissionen bei ITP

Aktuelle Studiendaten bestätigen die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Romiplostim (Nplate®) bei der Behandlung der chronischen immun-(idiopathischen) thrombozytopenischen Purpura (ITP) (1,2). Die Thrombozytenbildung wurde gesteigert und die Patienten, deren ITP-Diagnose ausnahmslos seit höchstens sechs Monaten bestand, erreichten hohe Ansprechraten von 93%. Parallel war auch die Chance auf anhaltende Remissionen erhöht, die nach Absetzen der Therapie von rund einem Drittel der Patienten (32%) erreicht wurden ...

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05.03.2015
Kann eine Krebsimpfung wirken? Neuer Test gibt Antwort

Viele Tumorimpfungen, die derzeit entwickelt werden, sollen das Immunsystem gegen veränderte Proteine der Krebszellen lenken. Jedoch können solche Impfungen nur dann wirken, wenn die Tumorzellen das krebstypisch veränderte Protein passend zurechtgeschnitten dem Immunsystem präsentieren. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg beschreiben nun einen Test, mit dem sie diese Grundvoraussetzung für die Wirksamkeit einer Tumorimpfung vorab überprüfen können....

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05.03.2015
Phase-III-Studie des Krebsmedikaments Eribulin bei Weichteilsarkomen zeigt positive Wirkung auf den primären Endpunkt "Gesamtüberleben"

Eisai gibt heute bekannt, dass die Phase-III-Studie (Studie 309) für Eribulin (Eribulin) bei Patienten mit Weichteilsarkom im Vergleich mit Dacarbazin eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens (primärer Endpunkt der Studie) aufweist. Bei keiner anderen systemischen Behandlung des lokal fortgeschrittenen bzw. metastasierten Weichteilsarkoms wurde bisher im Rahmen einer Phase-III-Studie eine Verlängerung des Gesamtüberlebens nachgewiesen. ...

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11.03.2015
Osteosarkom: Chemo- plus aktive Immuntherapie bessert die Prognose

Osteosarkome sind sehr selten und hochmaligne. Für die meist jugendlichen Patienten ist die Diagnose mit einer verheerenden Prognose verbunden. Dabei erhöhen sich ihre Chancen auf  Überlebensverlängerung deutlich, wenn sie nach Resektion des Tumors eine Chemotherapie in Kombination mit einer aktiven Immuntherapie erhalten.....

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