Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Neue Krebstherapien und Krebsforschung  (Gelesen 106941 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« am: 09. Juli 2007, 19:01:31 »
09.07.2007
Neuer Kinase Hemmstoff gegen fortgeschrittene Tumoren
Überprüfung in klinischer Studie (Phase 1) an zwei Zentren in Deutschland

Freiburg (idw) - Medikamente, die überaktive Kinasen hemmen, gehören zu den Hoffnungsträgern der modernen Krebsmedizin. Im Rahmen einer klinischen Studie (Phase 1) wird jetzt an zwei Zentren in Deutschland ein Wirkstoff geprüft, der die so genannte Aurora Kinase (AK) hemmt. "Im Gegensatz zu einem Zytostatikum, das alle Zellen im Körper angreift, die gesunden ebenso wie die Krebszellen, verfolgt das neue Medikament eine sehr zielgerichtete Strategie. Es greift direkt in die Kommunikation ein, welche die Zellteilung steuert und versucht so zu verhindern, dass das Tumorgewebe weiter wächst", erklärt der Studienkoordinator Privatdozent Dr. med. Klaus Mross, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. Die Kinase-Hemmstoffe gehören zu einer neuen Generation von Medikamenten, die als "Targeted therapy" (zielgerichtete Therapie) bezeichnet wird.

Da der Einsatz von Zytostatika (Chemotherapie) bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung oft nur begrenzt erfolgreich ist, konzentrieren sich die Wissenschaftler inzwischen verstärkt auf neue Therapiekonzepte. Die so genannten Kinase Hemmstoffe sind deshalb so vielversprechend, weil sie bereits bei der Zellteilung ansetzen. Das heißt sie greifen ganz gezielt in die Signalwege ein, die die Teilung der Krebszellen steuern und versuchen so, das Wachstum des Tumors zu verhindern. "In sämtlichen präklinischen Prüfungen zeigte der neue Wirkstoff, dass er in der Lage ist, die Zellteilung in genau definierten Phasen des Zellzyklus zu blockieren", so Mross. Im Rahmen einer ersten klinischen Prüfung (Phase I) wird die Studie an zwei Behandlungszentren des europäischen Netzwerks CESAR (Central European Society of Anticancer Drug Research) durchgeführt, die über große Erfahrung in Phase I Studien verfügen (Klinik für Tumorbiologie Freiburg, Tumorklinik des Universitätsklinikums Essen). Teilnehmen können Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankungen.

Stichwort: Kinase-Hemmstoffe
Derzeit sind mehr als 500 Kinasen bekannt. Kinasen leiten Zellsignale weiter und beeinflussen zahlreiche biologische Prozesse im Körper. Eine Reihe von Kinasen steht im Verdacht, bei Krebs, Entzündungsprozessen oder kardiovaskulären Erkrankungen eine zentrale Rolle zu spielen. Die Kinasen bilden ein komplexes Netzwerk, das bei diesen Erkrankungen gestört ist. Durch Medikamente, die einzelne Kinasen hemmen, kann inzwischen das Tumorwachstum therapeutisch beeinflusst werden. Der Durchbruch für diese neue Generation von Medikamenten gelang mit einem Wirkstoff, der 2001 gegen Chronisch Myeloische Leukämie und 2002 gegen Gastrointestinale Stromatumore zugelassen wurde (Proteinkinase Inhibitor: Imatinib). Inzwischen sind bereits zwei weitere Kinaseinhibitoren für die Behandlung von Krebserkrankungen (Nierenzellkrebs) zugelassen worden (Sunnitinib und Sorafenib). Der neue Wirkstoff ist der erste Aurora-Kinase-Hemmstoff, der bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in Deutschland geprüft wird.

(Pressemeldung auf idw-online.de)

_______________

Änderungen:
25.08.2009 - Titel verändert
« Letzte Änderung: 25. August 2009, 11:10:37 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Impfstoff gegen bösartigen Hirntumor
« Antwort #1 am: 10. Juli 2007, 11:37:05 »
10.07.2007
Weltweit erster therapeutischer Impfstoff gegen bösartigen Hirntumor steht Patienten in der Schweiz zur Verfügung
Schweizer Zulassung für DCVax(R)-Brain erteilt / Überlebenszeit der Patienten mit Erstdiagnose eines bösartigen Hirntumors als auch mit Tumorrezidiv mehr als verdoppelt

Bothell, Washington (ots/PRNewswire) – Die Northwest Biotherapeutics, Inc. freut sich bekannt geben zu können, dass das Unternehmen die Zulassung vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) dafür erhalten hat, DCVax(R)-Brain zur Behandlung von Patienten mit bösartigem Hirntumor in der Schweiz zu vermarkten. DCVax(R)-Brain ist als solcher der erste im Handel erhältliche therapeutische Impfstoff für diese Krebsarten. Das Unternehmen beabsichtigt, das Medikament für Patienten ab dem dritten Quartal 2007 zur Verfügung zu stellen.

Dr. Alton Boynton, Präsident und CEO von Northwest Biotherapeutics, sagte: "Wir freuen uns sehr darüber, dass wir das erste Unternehmen sind, das mit einem individualisierten Impfstoff für bösartige Hirntumoren, die mit einer sehr schlechten Prognose einhergehen, auf den Markt kommt. Wir freuen uns darauf, DCVax(R)-Brain führenden medizinischen Zentren und Krankenhäusern in der Schweiz zur Verfügung zu stellen. Die Schweiz ist ein attraktives Land für den Beginn der Vermarktung, da die Kontrolle durch die Schweizer Zulassungsbehörde einen sehr guten Ruf geniesst und auch die Erfahrungen mit Zelltherapien dort zunehmen. Auch wird die Schweiz zunehmend als ein Zielland für Medizintourismus angesehen, das für viele Medizintouristen gut erreichbar ist. Wir freuen uns darauf, DCVax(R)-Brain in weiteren Ländern zur Verfügung stellen zu können und auch unsere DCVax(R)-Technologie bei vielen anderen Krebsarten anzuwenden, wozu auch fünf Krebsarten gehören, für die uns bereits die Genehmigung der FDA für den Beginn von klinischen Studien vorliegt."

Bösartige Hirntumoren befallen Menschen jeden Alters und sind die führende Ursache von Krebstodesfällen bei Kindern jünger als 20 Jahre. Bösartige Hirntumoren zählen zu den Krebsarten mit dem schnellstem tödlichen Verlauf: mit den heute zur Verfügung stehenden eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten haben selbst neu diagnostizierte Patienten eine mediane Überlebenszeit von nur 14,6 Monaten. In klinischen Studien an Patienten, die sowohl an neu diagnostizierten, als auch an rezidivierenden bösartigen Hirntumoren litten, fand sich bei Patienten, die DCVax(R)-Brain erhielten (für bis zu über 33 Monate und laufende Studien -- Median noch nicht erreicht - für neu diagnostizierte Patienten) eine mehr als verdoppelte Überlebenszeit. Darüber hinaus verursacht DCVax(R)-Brain im Gegensatz zur Chemotherapie keine das Befinden stark beeinträchtigende Nebenwirkungen.

Die Schweizer Zulassung erlaubt es dem Unternehmen, DCVax(R)-Brain in den USA herzustellen und es ausgewählten Zentren in der Schweiz zur Behandlung von Patienten zur Verfügung zu stellen. Die Zulassung wurde erteilt, nachdem das Unternehmen einen entsprechenden Antrag Mitte Februar 2007 eingereicht hatte. Dieser Antrag beruhte auf den bisherigen klinischen Daten des Unternehmens und einer eingehenden Inspektion durch Swissmedic (das Schweizerische Heilmittelinstitut) im Auftrag des BAGs.

Die DCVax(R) von NWBT ist eine Plattformtechnologie, von der erwartet wird, dass sie auf die meisten Krebsarten anwendbar ist. Der Wirkmechanismus von DCVax(R) beruht auf der Mobilisierung des ganzen Spektrums sowohl der angeborenen als auch der erworbenen Immunantwort und stützt sich nicht nur auf eine Teilfunktion, wie ausschließlich Antikörper oder T-Zellen. DCVax(R) mobilisiert das Immunsystem des Patienten dazu, in seiner normalen, natürlichen Weise zu funktionieren. Dies führt sowohl zu einer verbesserten Wirksamkeit, als auch zum Fehlen problematischer toxischer Effekte. Im Gegensatz zu konventionellen Medikamenten zur Krebstherapie verursacht DCVax(R) keine das Befinden stark beeinträchtigenden Nebenwirkungen.

Bei DCVax(R)-Produkten handelt es sich um individualisierte Behandlungen, die durch eine Kombination einer patienteneigenen Hauptzelle des Immunsystems (dendritische Zellen) mit Krebs-Biomarkern, die von den Tumorzellen des  Patienten selbst gewonnen bzw. gezeigt werden, hergestellt werden. Vorläufer  der Hauptimmunzellen zirkulieren ständig im Blut eines Patienten und werden  durch eine Blutentnahme gewonnen. Die Hauptimmunzellen werden dann durch eine  Serie von firmeneigenen Schritten gereift und aktiviert, dann durch  Zusammenbringen mit den Tumorbiomarkern des Patienten " ausgebildet " und dem  Patienten mittels einer einfachen, intradermalen Injektion in den Arm bzw.  Oberschenkel, die aus nur wenigen Tropfen besteht, wieder zugeführt.

Im Gegensatz zu vielen anderen, in Entwicklung befindlichen, individualisierten Therapien werden DCVax(R)-Produkte kosteneffektiv sein. Der Schlüssel zu deren Kosteneffizienz ist ein firmeneigener Chargenherstellungsprozess, bei dessen Entwicklung über einen Zeitraum von über zehn Jahren NWBT Pionierarbeit geleistet hat. Bei diesem wird ein einziger Produktionsdurchgang verwendet, um Material für mindestens 3 Jahre individualisierte Behandlungen für einen bestimmten Patienten zu produzieren. Die Behandlungsdosen werden gefroren in Ampullen mit Einzeldosen gelagert und sind ab Lager gebrauchsfertig für diesen Patienten. Diese Art der Lagerung ist sehr verlässlich und nicht teuer. Indem nur ein Produktionsdurchlauf durchgeführt wird und danach das Produkt direkt vom Lager verfügbar ist, kann NWBT die Kosten für seine individualisierten Impfstoffe auf einem Niveau halten, das es erlaubt, die Preisgestaltung in einem mit den anderen Medikamenten zur Krebsbehandlung vergleichbaren Bereich zu halten.

Parallel zur kommerziellen Bereitstellung von DCVax(R)-Brain für Patienten in ausgewählten medizinischen Zentren in der Schweiz führt NWBT zurzeit auch eine entscheidende Studie der Phase II an 141 Patienten in den USA durch. Mit der Aufnahme von Patienten in die Studie wurde im Dezember 2006 begonnen, wobei erwartet wird, dass die Rekrutierung von Probanden gegen Ende 2008 abgeschlossen sein wird. Das Unternehmen plant, die Zulassung für das Produkt basierend auf den Ergebnissen der Schlüsselstudie der Phase II sowohl in den USA als auch in der EU Anfang 2009 zu beantragen.

DCVax(R)-Brain wurde der Status einer Orphan Drug (Arzneimittel zur Behandlung sehr seltener Krankheiten) sowohl in den USA als auch in der EU gewährt. Dieser Status erlaubt DCVax(R)-Brain 7 Jahre Marktexklusivität in den USA und 10 Jahre in der EU, falls DCVax(R)-Brain das erste Produkt seiner Art sein sollte, das die Zulassung erhält.

Klinische Studiendaten von Patienten mit bösartigen Hirntumoren haben gezeigt, dass DCVax(R)-Brain das erneute Auftreten der Erkrankung bei neu diagnostizierten Patienten um fast das Dreifache verzögert, von 6,9 Monaten auf 18,1 Monate. DCVax(R)-Brain verlängert auch das Überleben dieser Patienten von 14,6 auf über 33 Monate (und Studienfortsetzung - der Median ist noch nicht erreicht).

Man erwartet, dass die DCVax(R)-Technologieplattform auf die meisten Krebsarten anwendbar ist. NWBT hat bereits das Stadium der Schlüsselstudie der Phase III für Prostatakrebs erreicht und auch die Genehmigung der FDA zur Durchführung von klinischen Studien bei fünf anderen Krebsarten (einschliesslich Lungenkrebs, der weltweit führenden Ursache für krebsbedingte Todesfälle) erhalten. Die bisher vorliegenden klinischen Studiendaten von Patienten mit hormonunabhängigem Prostatakrebs haben verblüffende Ergebnisse, die denen bei Patienten mit bösartigen Hirntumoren ähnlich sind, ergeben.
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Neue Therapieansätze
« Antwort #2 am: 21. Mai 2008, 19:19:31 »
21.05.2008 - HNPCC
Den Darmkrebs bekämpfen, bevor der Tumor entsteht
Impfung gegen "falsche" Proteine könnte Immunsystem gegen Tumorzellen sensibilisieren / Veröffentlichung in "Gastroenterology"

Heidelberg (idw) - Heidelberger Wissenschaftler haben eine neue Strategie für eine Impfung gegen bestimmte Formen von Krebs entdeckt. Sie stellten fest, dass Immunzellen auf veränderte Eiweiße in Tumorzellen stark reagieren, bei denen ein DNS-Reparaturdefekt aufgetreten ist. Man schätzt dass bei etwa 15 Prozent aller Tumoren dieser Reparaturdefekt vorliegt.

Die Wissenschaftler unter Federführung von Professor Dr. Magnus von Knebel Doeberitz, Ärztlicher Direktor der Abteilung Angewandte Tumorbiologie am Universitätsklinikum Heidelberg, untersuchten die häufigste Form von erblichem Darmkrebs, das sogenannte HNPCC-Syndrom (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer Syndrom). Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten, die in Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) durchgeführt und von der Deutschen Krebshilfe mit rund 380.000 Euro gefördert werden, sind in der Aprilausgabe der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift "Gastroenterology" erschienen.

Krebserkrankungen des Dickdarms stehen in Deutschland mit ca. 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr an dritter Stelle aller Krebserkrankungen. Bei etwa 15 Prozent dieser Tumoren liegt ein Defekt bestimmter Reparaturmechanismen der DNA vor, der vor allem zu Veränderungen in sogenannten Mikrosatelliten führt. Wie die Heidelberger Wissenschaftler jetzt herausfanden, sind diese Veränderungen in Mikrosatelliten die Ursache dafür, dass die Tumorzellen beginnen Fremdeiweiße zu bilden, die vom Immunsystem erkannt und bekämpft werden können. Warum aber kommt es trotz der Immunreaktion zur Entstehung von Tumoren? "Dafür gibt es zwei Ursachen", so Professor von Knebel Doeberitz. "Das Immunsystem reagiert oft zu langsam - und einige Tumorzellen sind in der Lage, sich zu verstecken, weil sie die Fähigkeit verloren haben, die Fremdeiweiße auf ihrer Oberfläche zu präsentieren."

Die Ergebnisse der Heidelberger Forscher legen nahe, dass man das Auswachsen von Tumoren mit Mikrosatellitenveränderungen verhindern kann, wenn man das Immunsystem rechtzeitig gegen die Fremdeiweiße aktivieren würde. Daher ist es das nächste Ziel der Forscher, aus den neuen, durch Mutationen entstanden Fremdeiweißen einen Impfstoff gegen diese Krebsformen zu entwickeln. Ist das Immunsystem durch die Impfung für den "Feind" sensibilisiert, könnte es sehr rasch und heftig reagieren, wenn tatsächlich Krebszellen oder deren Vorstufen auftauchen würden.

Die neue Impfstrategie könnte gegen 10 bis 15 Prozent aller Krebserkrankungen wirksam sein. Von besonderer Bedeutung sind die neuen Erkenntnisse für Patienten, die an der häufigsten Form von erblichem Dickdarmkrebs, dem sog. HNPCC-Syndrom (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer Syndrome) leiden. Hier sind fast alle Tumoren von den Mikrosatellitenveränderungen betroffen.

Literatur:
Yvette Schwitalle, Matthias Kloor, Susanne Eiermann, Michael Linnebacher, Peter Kienle, Hanns Peter Knaebel, Mirjam Tariverdian, Axel Benner, Magnus von Knebel Doeberitz, Immune Response Against Frameshift-Induced Neopeptides in HNPCC Patients and Healthy HNPCC Mutation Carriers, Gastroenterology 2008, 134, 988-997.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2008, 16:24:38 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Therapieansätze
« Antwort #3 am: 09. Juli 2008, 23:16:11 »
09.07.2008
Hoffnung auf neue Krebstherapie
Wissenschaftler erforschen Naturstoff Argyrin

   
Hannover (idw) - Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie der Leibniz Universität Hannover arbeiten an einem neuen potentiellen Krebsmedikament. Die Hoffnungen ruhen dabei auf dem Naturstoff Argyrin. Bei der Behandlung von krebskranken Tieren mit Argyrin hat sich herausgestellt, dass der Tumor aufhört zu wachsen, um bis zu 50 Prozent schrumpft und sich beginnt, aufzulösen.
"Wir verändern die Moleküle, d.h. durch Synthese wird die Struktur des Argyrin optimiert", erklärt Prof. Markus Kalesse vom Institut für Organische Chemie der Leibniz Universität. An der Medizinischen Hochschule Hannover werden wiederum die medizinischen Tests an Mäusen durchgeführt. Anschließend werden an der Leibniz Universität die Moleküle entsprechend verbessert und der Wirkstoff erneut in der MHH getestet. Bis zu der Erforschung am Menschen ist es aber noch ein weiter Weg. "Wir betreiben zunächst eine Sicherheitsstudie, um ungewünschte Effekte auszuschließen", so Kalesse.


Die Wirkung von Argyrin entdeckten Prof. Nisar Malek von der MHH und Dr. Ronald Frank, Chemiker am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Seit gut zwei Jahren wird gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover geforscht. Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschaftler nun in der Fachzeitschrift "Cancer Cell" veröffentlicht.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2008, 16:25:04 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Therapieansätze
« Antwort #4 am: 10. Juli 2008, 16:13:08 »
Neuer Ansatz zur Unterdrückung des Tumorwachstums
Berliner Wissenschaftler klären Funktionsweise von Rapamycin im Zellstoffwechsel auf

Berlin (mpg) - Bösartige Tumore zeigen häufig eine Überfunktion des sogenannten Sonic Hedgehog (SHH)-Signalweges. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik konnten jetzt in Zusammenarbeit mit Kollegen der Charité - Universitätsmedizin Berlin sowie der Universitäten in Dundee und Innsbruck zeigen, dass Rapamycin, ein Medikament, welches vielfach zur Unterdrückung der Immunabwehr nach Organtransplantationen eingesetzt wird, diesen Signalweg wirksam blockieren kann. In der Fachzeitschrift Cancer Research beschreiben Sybille Krauß und ihre Kollegen, dass Rapamycin durch Beeinflussung des Transkriptionsfaktors GLI3 die Bildung des Zellzyklus-Regulators Cyclin D1 unterdrückt. Dies führt zu einer deutlichen Verminderung des Wachstums bestimmter Tumore. Die Ergebnisse der Forscher ebnen den Weg für die Markteinführung von Rapamycin als Medikament gegen maligne Tumore [Krauß et al., Cancer Res 2008; 68(12):4658-65].

Der Sonic Hedgehog (SHH)-Signalweg ist ein Prozess, über den Zellen auf äußere Signale reagieren, diese umwandeln und in das Zellinnere weiterleiten können. Eine Fehlfunktion dieses Signalwegs zieht massive Fehlbildungen bei der Embryonalentwicklung nach sich und kann bei Erwachsenen zu Krebs führen. Überfunktionen des SHH-Signalweges wurden unter anderem bei malignen Melanomen, Ovarialkarzinomen, Glioblastomen, kleinzelligen Lungenkarzinomen, Prostatakarzinomen und bei Tumoren des Verdauungstraktes nachgewiesen.

In Säugerzellen steuert der SHH-Signalweg die Transkription des Gens Cyclin D1. Dieses Gen ist ein wichtiger Regulator des Zellwachstums und kann bei Überfunktion Krebs auslösen. Die Forscher um Sybille Krauß vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik untersuchten, auf welche Weise Rapamycin, ein Medikament, welches zur Unterdrückung der Immunabwehr nach Organtransplantationen eingesetzt wird, in den SHH-Signalweg eingreift. Sie konnten zeigen, dass GLI3, ein Transkriptionsfaktor des SHH-Signalweges, durch Rapamycin in seiner Wirkung unterdrückt wird. Dadurch sinkt die Bildung von Cyclin D1, entsprechend vermindert sich das Zell- bzw. Tumorwachstum. Die Wissenschaftler hoffen, mit der Aufklärung der Wirkungsmechanismen von Rapamycin den Weg für die Einführung des Wirkstoffes in die Therapie von SHH-abhängigen Tumorerkrankungen zu ebnen.

Originalveröffentlichung:

Krauß, S., Foerster, J., Schneider, R., Schweiger, S.: Protein Phosphatase 2A and Rapamycin Regulate the Nuclear Localization and Activity of the Transcription Factor GLI3. Cancer Research 68 (12), 4658-4665 (2008)

Kontakt (Pressestelle):

Dr. Patricia Marquardt
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Ihnestr. 63-73
14195 Berlin

Tel.: 030 - 8413 1716
Fax: 030 - 8413 1671
Email: patricia.marquardt@molgen.mpg.de

« Letzte Änderung: 10. Juli 2008, 16:25:21 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Knochenmetastasen bekämpfen
« Antwort #5 am: 09. August 2008, 13:12:25 »
09.08.2008
Neue Methode gegen Metastasen bei Brust- und Prostatakrebs

Heidelberg – Eine Methode, um die Ausbildung von Knochenmetastasen bei Brust- und Prostatakrebs bereits in einem frühen Stadium zu beurteilen, haben Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg entwickelt.

Zudem ist es den Forschern nach Angabe der Deutschen Krebshilfe erstmals gelungen, das Wachstum von Knochenmetastasen zu bremsen, indem sie die Blutgefäßneubildung hemmen.

Hier geht es zum ganzen Text: >>> aerzteblatt.de
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Kunstprotein zerstört Tumor
« Antwort #6 am: 14. Dezember 2008, 14:14:23 »
Kunstprotein zerstört Tumor
Omomyc unterbindet Wirkung anderer krebsfördernder Proteine

Rom (pte) - Forscher an dem zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Biologia e Patologia Molecolari haben ein Kunstprotein entwickelt, das eine Rückbildung von Tumoren bewirkt. Das in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der San Francisco State University entdeckte "Omomyc" ist bei Laborversuchen mit an Lungenkrebs erkrankten Mäusen erfolgreich getestet worden.

"Das bekanntermaßen an der Entstehung der meisten Tumore beteiligte Protein 'Myc' ist von der Krebsforschung aus therapeutischer Sicht bisher nicht hinreichend beachtet worden, da es maßgeblich an der Bildung von Bindegewebe beteiligt ist", erklärten die CNR-Mitarbeiter Sergio Nasi und Laura Soucek. Die Befürchtung sei deshalb, dass seine Ausschaltung schlimme Folgen auch für gesunde Zellen und somit für den gesamten Organismus haben könne. "Da sich das Myc mit dem Schwesterprotein Max zu einen Komplex vereint und die Tätigkeit zahlreicher Gene reguliert, haben wir nach Möglichkeiten gesucht, diesen Vorgang zu unterbinden. Gelungen ist uns dies, indem wir vier verschiedene Aminosäuren an kritischen Stellen des Proteins ausgetauscht und damit einen effizienten Inhibitor geschaffen haben."

"Omomyc verhindert nicht nur die Vereinigung von Myc mit Max, sondern verwandelt Myc von einem krebserzeugenden in ein krebsvernichtendes Molekül", so die beiden italienischen Wissenschaftler weiter. "Das von uns entwickelte Verfahren zur Produktion von Omomyc hat sowohl bei gesunden als auch bei mit Lungenkrebs befallenen Labormäusen funktioniert." Auch wenn die Ausschaltung von Myc bei gesunden Tieren die Entwicklung schnell regenerierbarer Gewebe - beispielsweise der Haut - verlangsame, seien keinerlei negative Auswirkungen auf die körperliche Verfassung der Tiere festgestellt worden.

Außerdem sei die Entstehung dieser Nebeneffekte reversibel, wenn man das Omomyc absetzt. In Gegenwart des Kunstproteins jedenfalls werde nicht nur die Entstehung von Lungenkrebs unterbunden, sondern dieser sogar im fortgeschrittenen Stadium bis zu seinem völligen Verschwinden zurückgedrängt. Mit der Entdeckung der italo-amerikanischen Forschergruppe ergeben sich neue Hoffnungen auf für den menschlichen Organismus weniger schädliche Krebstherapien. Einzelheiten zu der Untersuchung sind in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht worden.

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Harald Jung
email: redaktion@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-300
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Krebstherapien
« Antwort #7 am: 04. Januar 2009, 21:44:11 »
07.11.2008
Kinase-Inhibitoren zur Behandlung von Patienten mit Dickdarmkrebs und Lebermetastasen

...Kinase-Hemmstoffe werden als innovative Medikamente bereits gegen verschiedene Tumorerkrankungen eingesetzt. An vier Zentren in Deutschland wird jetzt im Rahmen einer klinischen Studie (Phase II) ein neuer Kinase-Hemmstoff zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) geprüft.

"Der neue Wirkstoff wird als Erstlinientherapie eingesetzt und soll die Tumorangiogenese, das heißt die Gefäßneubildung und das Wachstum von Tumorgewebe hemmen, indem er über genau definierte Zielstrukturen in die komplexen Signalwege der Zellteilung eingreift"...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
_________________________________

16.12.2008
Pankreaskarzinom: Neuer Therapieansatz durch Hsp90-Blockade

Mainzer Wissenschaftler haben ein Protein intensiv untersucht, das den Krebszellen ihr Überleben ermöglicht: das Hitzeschock-Protein Hsp90. „Das Molekül stabilisiert und intensiviert die Signalvorgänge in Tumorzellen und hilft ihnen somit auch unter den ungünstigen Bedingungen zu wachsen“, erklärt Stöltzing. „Wir wollen Hsp90 als Zielstruktur für einen neuen Therapieansatz nutzen, indem wir das Molekül therapeutisch blockieren und so die gestressten Krebszellen gezielt zerstören.“

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
__________________________

17.12.2008
Pubertät: Neurokinin B aktiviert Sexualhormonausschüttung/ Relevanz für Prostata- und Brustkrebs?

Ein spezieller Botenstoff namens Neurokinin B gibt dem Körper das Signal, das die an der Pubertät beteiligten Hormone freisetzt. Das entdeckten britische und türkische Wissenschaftler der Universitäten Cambridge und Cukurova. Bei Kindern, die nie in die Pubertät gekommen waren, fanden sie defekte Gene für die Bildung dieses Hormons oder seiner Andockstellen. Die Identifizierung des "Pubertäts-Auslösers" könnte Patienten mit abnormalem Pubertätsverlauf wie auch an Prostata- oder Brustkrebs-Erkrankten neue Behandlungswege öffnen.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
_________________________________

17.12.2008
EZH2-Blockade verlangsamt in vitro das Wachstum HPV-infizierter Krebszellen

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universität Jena entdeckten: Krebserregende Papillomviren beschleunigen das Zellwachstum über einen bisher noch unbekannten Mechanismus. Wirkstoffe, die an das Schlüsselmolekül EZH2 angreifen, könnten diesen Prozess möglicherweise aufhalten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
__________________________________

19.12.2008
Lapatinib plus Letrozol verlängert progressions-freies Überleben bei fortgeschrittenem Brustkrebs

Bei der Auswertung zeigte sich, dass Lapatinib plus Letrozol im Vergleich zu Letrozol alleine das mediane PFS bei HR+ und ErbB2-positiven Frauen um 5,2 Monate verlängert ...

Auch in der Gesamtgruppe, unabhängig vom ErbB2-Status, zeigte sich ein signifikanter Vorteil für das PFS, wenn auch weniger deutlich: 11,9 Monate unter der Kombination versus 10,9 Monate unter Letrozol alleine...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de

(Anm. busymouse: Ich glaube nicht, dass ich die Behandlung für 1 - 5 Monate längeres Überleben bei schlechter Lebensqualität machen lassen würde....  >:( )
______________________________________

19.12.2008
MM, MDS: Neue Studienergebnisse zu Lenalidomid und 5-Azacytidin auf dem ASH vorgestellt

Neue Langzeitergebnisse der Studien MM-009 und MM-010, in denen Lenalidomid plus Dexamethason in der Therapie des rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms (MM) untersucht wird, belegen, dass eine länger als 10 Monate durchgeführte Therapie das 2-Jahresüberleben im Vergleich zu einer kürzeren Behandlungszeit fast verdoppelt und das Gesamtüberleben signifikant verlängert. Ebenfalls hervorragende Ergebnisse hinsichtlich des Überlebens bewirkt Lenalidomid in der First-Line-Therapie des MM: Wie neue Daten der ECOG E4A03-Studie zeigen, überlebten jeweils drei Viertel der Patienten unter der Kombination von Lenalidomid mit hoch- oder niedrig-dosiertem Dexamethason drei Jahre – ein bisher noch nie erreichter Therapieerfolg.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
« Letzte Änderung: 18. Januar 2009, 13:03:10 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Krebstherapien
« Antwort #8 am: 18. Januar 2009, 13:21:56 »
09.01.2009
Zoledronsäure verbessert Wirkung der Chemotherapie in der Tumor-Reduktion des Mammakarzinoms

Neue Daten zeigen, dass Zoledronsäure bei Frauen mit frühem Brustkrebs, zusätzlich zur neo-adjuvanten Chemotherapie gegeben, die Größe von Brustkrebstumoren effektiver reduziert als eine alleinige Chemotherapie.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

12.01.2009
Zervixkarzinom: Tiefenhyperthermie erhöht Überlebensraten signifikant

Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie verbessert Ansprechraten sowie lokale Kontrolle vieler solider Tumoren und häufig auch die Gesamtüberlebensrate der Patienten. Zur Kombinationstherapie des lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinoms wurde zwei neue Studien publiziert.

... Bei den Frauen, die sich einer Kombinationstherapie unterzogen hatten, konnte das Tumorwachstum im kleinen Becken immerhin zu 61% unter Kontrolle gehalten werden. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
_______________________

13.01.2009
Cobalthaltiger Aspirin-Komplex mit Antitumor-Potenzial

... Ein neuer Ansatz ist die Modulierung der pharmakologischen Eigenschaften etablierter Wirkstoffe durch metallorganische Fragmente. Wie ein Team von Wissenschaftlern aus Berlin, Bochum, Innsbruck (Österreich) und Leiden (Niederlande) in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, zeigen beispielsweise Cobalt-Aspririn-Komplexe ein interessantes Potenzial als Zytostatikum. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
______________________

13.01.2009
Autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation bei NHL und MM: US-Zulassung für Plerixafor

Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA (U.S. Food and Drug Administration) hat Genzyme die Zulassung für Plerixafor erteilt. Gleichzeitig erhielt Plerixafor den Status als Orphan Drug. Der Rezeptorantagonist Plerixafor mobilisiert hämatopoetische Stammzellen. In Kombination mit dem Wachstumsfaktor G-CSF (granulocyte colony stimulating factor) wird Plerixaflor im Vorfeld einer autologen Stammzelltransplantation beim Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) oder Multiplem Myelom (MM) eingesetzt, damit vermehrt Stammzellen aus dem Knochenmark in das periphere Blutsystem entlassen werden.

... In Europa hat Genzyme ebenfalls einen Zulassungsantrag für Mozobil™ gestellt. Die Zulassung wird für die zweite Jahreshälfte 2009 erwartet. ... Plerixafor ist ein sogenanntes „small molecule“, ein neuartiges kleines Molekül, das als CXCR4-Chemokin- Rezeptorantagonist fungiert. ... In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass es schnell und effektiv die Zahl der im Blut zirkulierenden Stammzellen bei Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen oder Multiplen Myelomen erhöht. Sobald die Stammzellen im Blut zirkulieren, können sie für die autologe Stammzelltransplantation gewonnen werden.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Molekül für den Kampf gegen Krebs entschlüsselt
« Antwort #9 am: 18. Januar 2009, 13:24:38 »
14.01.2009
Molekül für den Kampf gegen Krebs entschlüsselt
Proteine bestimmen, wie die Zelle Stress bewältigt

Graz (pte) - Neue Erkenntnisse für die Entstehung von Krebszellen haben Molekularbiologen am Institut für Biochemie der TU Graz gefunden. Sie untersuchten das Eiweißmolekül Chinonreduktase, das der Körper bei Stress oder krankhaften Veränderungen bildet. Das in Krebszellen vorhandene Protein dient auch zum Schutz und zur Entgiftung des Körpers, ohne dass man bisher um seine genaue Funktionsweise wusste. Die Grazer Forscher zeigten, dass außer der Chinonreduktase zwei weitere Proteine die Zellprozesse steuern. Könne man deren Wirkungsweise wie einen Schalter gezielt einsetzen, würde dies das Risiko für Krebserkrankungen deutlich verringern, hoffen die Wissenschaftler. Veröffentlicht wurde die Forschung im Report der European Molecular Biology Organization.

Das Protein Chinonreduktase registriert das Gleichgewicht in der Zelle mit Hilfe eines Kofaktors. Dieser bindet bei Entspannung der Zelle einen so genannten Transkriptionsfaktor und hält ihn in Warteposition. "Es hängt vom Zustand der Zelle ab, ob dieser Faktor gebunden ist oder nicht", so Studienleiter Peter Macheroux im Gespräch mit pressetext. Steht die Zelle unter Stress, was laut Macheroux etwa bei der Einwirkung von Giften oder Krankheitsträgern geschehen könne, so wird der wartende Transkriptionsfaktor losgelöst. Er wandert in den Zellkern und leitet dort durch die Umschreibung von Genen Mechanismen ein, die den Stress der Zelle überwinden. "Ohne diese Stressreduktion würde es zu einem Abbau der Zelle in Form einer Entzündung kommen - oder zu ihrer Umfunktionierung als Tumorzelle", so der Grazer Molekularbiologe.

"Diese Erkenntnisse bilden einen Hinweis dafür, wie Krebs entsteht", erklärt Macheroux. An nahezu allen menschlichen Tumoren sei der Transkriptionsfaktor PS3 beteiligt. "Gelingt es, die Freisetzung dieses Faktors zu beeinflussen, so kann in Zukunft auch dessen Wirkungsweise gesteuert werden", hofft der Studienleiter. Vor diesem Schritt seien jedoch noch mehrere Jahre Forschung notwendig. Als nächstes versucht das Team der TU Graz, die Proteinstrukturen aufzulösen, um die Ursachen der Freisetzung näher zu erforschen. Bisher untersucht man ein Enzym der Bäckerhefe, das den menschlichen Proteinen sehr ähnelt. "Bäckerhefe ist ein gutes Modell, da es einfach und ethisch unbedenklich ist. Für die Entwicklung von Medikamenten muss diese Forschung jedoch irgendwann an menschlichen Zellen geschehen", so Macheroux abschließend.
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Krebstherapien
« Antwort #10 am: 30. Januar 2009, 13:06:21 »
22.01.2009
Fortschritte in endoskopischer Diagnose und Therapie des Barrett-Ösophagus

Werden Veränderungen der Schleimhaut an der unteren Speiseröhre, genannt Barrett-Ösophagus, nicht erkannt und behandelt, kann sich daraus ein Speiseröhrenkarzinom entwickeln. Mitarbeiter der II. Med. Klinik am Klinikum rechts der Isar der TU München (Direktor: Prof. Roland M. Schmid) arbeiten an neuen endoskopischen Methoden, die die Treffsicherheit in der Diagnose dieser Erkrankung deutlich verbessern können. ... Mitarbeiter der II. Medizinischen Klinik erproben aktuell ein neues Therapieverfahren, die bipolare Radiofrequenz-Ablation, bei der die verbliebene Schleimhaut durch hohe Temperaturen zerstört wird. Die bislang veröffentlichten Studien sowie die eigenen Erfahrungen zeigen bereits jetzt, dass relevante Komplikationen bei der Radiofrequenzablation außerordentlich selten auftreten und die komplette Eliminierung der Barrettmukosa in der Regel erreicht wird.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
____________________________

23.01.2009
Ansatzpunkt für gezielte Chemotherapie bei kindlichen Astrozytomen

Wissenschaftler der Universitätsklinika Heidelberg und Freiburg und des Deutschen Krebsforschungszentrums haben Veränderungen im Erbgut von bestimmten Hirntumoren bei Kindern im Erbgut dieser Tumoren entdeckt, die erstmals einen gezielten Ansatzpunkt für Chemotherapie bieten. Die genetischen Veränderungen in den meist gutartigen Astrozytomen lassen den normalen Wachstums- und Reifungsmechanismus der Zellen außer Kontrolle geraten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
__________________________

27.01.2009
Chemoembolisation bei Darmkrebspatienten mit Metastasen

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie setzt die transarterielle Chemoembolisation (TACE) als neue, lebensverlängernde Behandlungsstrategie für Darmkrebspatienten ein. ... Auch die TACE verspricht keine vollständige Heilung der Patientengruppe mit nicht operablen oder chemotherapeutisch behandelbaren Lebermetastasen. Allerdings gelang es durch die Chemoembolisation, die Überlebenszeit der Patienten ohne wesentliche Einschränkung der Lebensqualität zu verlängern.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

02.02.2009
Kombinationstherapie gegen Krebserkrankungen in Zellkultur getestet

Eine neue Kombinationstherapie für die Behandlung des Leberzellkarzinoms und anderer Tumoren des Bauchraumes haben Heidelberger Wissenschaftler erfolgreich in der Zellkultur getestet. Die beiden Substanzen TRAIL und Bortezomib ergänzen sich optimal, da Bortezomib die Krebszellen sensibilisiert, während TRAIL ihnen dann das endgültige Signal zum Selbstmord (Apoptose) gibt. ...

Bei Tumorzellen des Bauchspeicheldrüsenkrebses und des Dickdarmkrebs wurde die Kombinationstherapie ebenfalls erfolgreich in Zellkulturen getestet. Doch bis zur Anwendung in der medizinischen Praxis ist es noch ein weiter Weg....

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
___________________________

05.02.2009
Grenzen der Chemotherapie beim fortgeschrittenen Darmkrebs

Nijmegen – Auch in der Chemotherapie von Krebserkrankungen ist „mehr“ ist nicht unbedingt besser. Die eigentlich logische Erweiterung einer Dreier-Kombination um einen vierten Wirkstoff endete in einer randomisierten Studie im New England Journal of Medicine (2009; 360: 563-572) in einem Desaster für die Patienten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: aerzteblatt.de
« Letzte Änderung: 06. April 2009, 14:08:12 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Darmkrebs: Präzisere Prognose mit Immunzellen?
« Antwort #11 am: 28. März 2009, 11:01:29 »
27.03.2009
Darmkrebs: Präzisere Prognose mit Immunzellen?

Heidelberg (ukh) - Anzahl der T-Zellen beeinflusst Erfolg der Chemotherapie bei Darmkrebspatienten mit Lebermetastasen / Forscher des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg publizieren erste Ergebnisse in "Cancer Immunity"
Darmkrebs-Patienten, bei denen der Tumor bereits Lebermetastasen gebildet hat, profitieren eher von einer Chemotherapie, wenn im Krebsgewebe eine erhöhte Anzahl von bestimmten Immunzellen vorhanden ist. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) im Rahmen einer ersten Analyse bei einer kleinen Anzahl von Patienten beobachtet. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass das körpereigene Abwehrsystem sowohl die Entwicklung des Tumors als auch den Erfolg einer chemotherapeutischen Behandlung beeinflusst.


Die Arbeit könnte dazu beitragen, Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg bei Darmkrebs-Patienten zukünftig besser vorherzusagen sowie für den Patienten die optimale Therapieform zu wählen. Die Ergebnisse des Teams um Professor Dr. Dirk Jäger, Leiter des Bereichs Medizinische Onkologie im NCT Heidelberg, in Kooperation mit dem Institut für Pathologie am Universitätsklinikum und dem High-Tech-Imaging-Center TIGA der Universität Heidelberg sind jetzt in der amerikanischen Fachzeitschrift "Cancer Immunity" erschienen.

Eine der häufigsten Krebserkrankungen

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Jährlich erkranken in Deutschland rund 73.000 Menschen an Darmkrebs und ca. 27.000 Menschen sterben daran. Neben den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten tragen insbesondere genetische Faktoren zur Entstehung dieser Krebsart bei.

Wird Darmkrebs früh erkannt, kann er mit einer Chance von 90 bis 100 Prozent geheilt werden. Ergänzend zur Operation wird oftmals eine Chemotherapie oder Strahlentherapie durchgeführt. "Hat der Krebs bereits Metastasen entwickelt, z.B. in der Leber, sinken die Heilungschancen dramatisch auf meist weniger als 20 Prozent", sagt Professor Dr. Dirk Jäger. Viele Patienten leiden außerdem unter den starken Nebenwirkungen einer Chemotherapie. "Deshalb ist es wichtig, diejenigen Patienten zu identifizieren, die von einer solchen Therapie nicht profitieren würden und damit unnötige Behandlungen zu vermeiden. Biologische Marker, wie z.B. die Anzahl und Art bestimmter Immunzellen im Krebsgewebe, könnten uns hierbei helfen", erklärt der Onkologe.

Wie beeinflussen Abwehrzellen die Tumorentwicklung?

Die Heidelberger Wissenschaftler untersuchten Gewebeproben von 22 Patienten, bei denen der Darmkrebs bereits Metastasen in der Leber gebildet hat, nach so genannten T-Zellen. Diese Immunzellen werden vom Körper u.a. als Abwehrzellen gegen den Tumor gebildet. "Je mehr solcher Zellen im Darmtumor waren, desto erfolgreicher verlief die Chemotherapie", fasst Professor Dirk Jäger die Ergebnisse zusammen. "Die Metastasen bildeten sich deutlich zurück und der Therapieerfolg der Chemotherapie hielt länger an." Wie genau das Immunsystem den Tumor beeinflusst, ist noch nicht bekannt. Studien haben jedoch gezeigt, dass sportliche Aktivität, gesunde Ernährung und auch psychologische Unterstützung den Krebs-Patienten stärken und sich auch positiv auf das Immunsystem auswirken können.

Im Rahmen weiterer Studien, die eine größere Anzahl von Patienten einschließen, möchten die Krebsexperten jetzt genauer untersuchen, ob sich mit Hilfe der Quantifizierung von T-Zellen im Tumor eine präzisere Prognose stellen lässt und wie diese Immunzellen den Erfolg einer Chemotherapie und die Tumorentwicklung beeinflussen.

Literatur:
The localization and density of immune cells in primary tumors of human metastatic colorectal cancer shows an association with response to chemotherapy. Niels Halama, Sara Michel, Matthias Kloor, Inka Zoernig, Thora Pommerencke, Magnus von Knebel Doeberitz, Peter Schirmacher, Jürgen Weitz, Niels Grabe and Dirk Jäger. Cancer Immunity, Vol. 9, p. 1 (19 February 2009)
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Krebstherapien
« Antwort #12 am: 06. April 2009, 14:37:44 »
05.02.2009
SIRT-Therapie: Mit winzigen Mikrokügelchen gegen den Krebs

Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen, jedoch hochwirksam im Kampf gegen den Krebs: Mit kleinsten radioaktiven Kügelchen geht ein interdisziplinäres Ärzteteam am Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main gezielt gegen bösartige Tumoren und Metastasen in der Leber vor. Im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung werden bei der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) die Krebsherde nicht von außen, sondern direkt in der Leber bestrahlt.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

06.02.2009
Metastasiertes Pankreaskarzinom: Hautausschlag unter Erlotinib – deutliche Überlebensverlängerung

...Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom, die unter der Therapie mit Gemcitabin plus Erlotinib einen Hautausschlag („rash“) entwickeln, leben signifikant länger als Patienten, die keinen Ausschlag entwickeln. Die Überlebensverlängerung konnte auch für Patienten mit nur leichtem Hautausschlag (Grad 1) nachgewiesen werden. Damit unterstreicht diese Studie die bisherige Empfehlung, Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom mit der Kombination Gemcitabin plus Erlotinib anzubehandeln und diese Behandlung fortzusetzen, wenn nach 4-8 Wochen ein Hautausschlag auftritt. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
____________________________

16.02.2009
"Gefahren-Rezeptor" DNGR-1 erkennt Zelltod und aktiviert das Immunsystem

Wissenschaftler des London Research Institute haben einen "Gefahren-Rezeptor" entdeckt, der eine Immunreaktion des Körpers auf Krebs "kickstarten" könnte. Der DNGR-1-Rezeptor nimmt Signale eines durch eine Verletzung oder Tumore hervorgerufenen Zelltodes auf und mobilisiert laut Nature die Abwehrmechanismen. Diese Forschungsergebnisse könnten erklären, warum manche Tumor zerstörende Medikamente teilweise aufgrund einer Immunreaktion wirken. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
_________________________

16.02.2009
Krebszellen gezielt töten mit Organometallkomplexen

In der Nachwuchsgruppe von Dr. Ulrich Schatzschneider, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Forschergruppe 630 "Biologische Funktion von Organometallverbindungen" gefördert wird, werden Metallcarbonyl-Komplexe entwickelt, die beim Belichten Kohlenmonoxid freisetzen und dadurch zeitlich und räumlich präzise kontrolliert Krebszellen abtöten können. "Die lichtinduzierte Reduktion der Zellbiomasse ist dabei ähnlich effizient wie bei 5-Fluoruracil, einem seit langem in der Klinik angewandten Tumortherapeutikum", berichtet Dr. Schatzschneider. Ein Problem bei vielen chemotherapeutischen Ansätzen ist jedoch die fehlende Selektivität...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

26.02.2009
Fluoreszenzgestütze OP-Methode bei Glioblastom

Das Glioblastom ist der häufigste bösartige Hirntumor bei Erwachsenen, jährlich erkranken zwischen 2000 und 3000 Menschen daran. Die vollständige Entfernung des Tumors ist schwierig, weil unter normalem Mikroskoplicht kleine Reste des Tumorgewebes manchmal kaum zu erkennen sind. Seit Anfang 2007 wird in der Neurochirurgie eine neue Methode für die vollständigere Resektion eines Glioblastoms - die so genannte fluoreszenzgestütze Operationstechnik vermehrt eingesetzt. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

26.02.2009
Neuroendokrine Tumoren: Studien belegen Kontrolle des Tumorwachstums mit Octreotid LAR sowie hohe Wirksamkeit des oralen mTOR-Inhibitors RAD001

... Da NET häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden, sind sie dann meist nicht mehr operabel und ihre Therapie gilt als schwierig.

Mit dem oralen mTOR-Inhibitor RAD001 gelingt es sowohl in der Monotherapie als auch in Kombination mit Octreotid LAR das Tumorwachstum bei den meisten Patienten mit gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) zu kontrollieren, wie die RADIANT**-1 Studie und weiterer Studien belegen.   ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
____________________

03.04.2009
Ergebnisse einer Phase-III-Studie in der Erstlinientherapie mit Cetuximab bei mCRC-Patienten

Daten der Phase-III-Studie CRYSTAL(a), die den Nutzen einer zusätzlichen Gabe von Cetuximab zu einer irinotecanbasierten Standardchemotherapie (FOLFIRI) bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom belegen, wurden im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
« Letzte Änderung: 06. April 2009, 15:13:55 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Krebstherapien
« Antwort #13 am: 06. April 2009, 15:06:48 »
02.03.2009
Glioblastom: Neue Therapie mit Temozolomid plus Lomustin erfolgreich

Durch Kombination zweier Medikamente lässt sich die Therapie bestimmter Hirntumore entscheidend verbessern. Das zeigen Forscher der Universität Bonn zusammen mit deutschen und Schweizer Kollegen in einer aktuellen Studie. Sie behandelten 39 Patienten, bei denen ein so genanntes Glioblastom diagnostiziert worden war. Die Betroffenen überlebten durchschnittlich 23 Monate; bei der Standardtherapie beträgt diese Frist im Schnitt 14,6 Monate.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

04.03.2009
EMEA erteilt Zulassung in Europa für GnRH-Rezeptor-Blocker Degarelix

Am 19. Februar 2009 hat die EMEA (European Medicines Agency) dem GnRH-Blocker Degarelix die Zulassung für die Einführung in ganz Europa erteilt. Die Markteinführung des Medikaments mit dem voraussichtlichen Handelsnamen Firmagon® von Ferring Arzneimittel wird im Juni 2009 erwartet.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (wirksam gegen Prostatakarzinom)
________________________

05.03.2009
Antikörper L19 gegen maligne Lymphome

ETH-Forschern vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften ist es gelungen, Lymphdrüsentumore zu eliminieren. Sie entwickelten dafür den Antikörper L19, der spezifisch Blutgefäße in Tumorgewebe erkennt. Gleich zwei Studien belegen die außerordentliche Wirkung von L19.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

06.03.2009 - Brustkrebs
AGO empfiehlt Aromatasehemmer auch nach Therapiepause: Letrozol mit Gesamtüberlebensvorteil

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) empfiehlt in ihren aktuellen Leitlinien den Einsatz von Aromatasehemmern wie Letrozol in der erweiterten adjuvanten Therapie (EAT) nach fünf Jahren Tamoxifen (1). Besonders der Therapiebeginn im Anschluss an ein langes Tamoxifen-freies Intervall wurde aufgewertet.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

09.03.2009
Immuntherapie gegen Hautkrebs und Pankreaskarzinom

Die Immuntherapie von Tumoren benutzt das körpereigene Immunsystem, um Tumorzellen zu erkennen und abzutöten. Damit solche vielversprechenden Behandlungsansätze funktionieren können, muss das Immunsystem Merkmale des Tumors, sogenannte Antigene, sehen und angreifen können.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

12.03.2009
Lebermetastasen: höhere Überlebensraten durch minimal-invasive Behandlung

Frankfurter Mediziner zeigen zum ersten Mal, dass minimal-invasive Behandlungsmethoden bei Patienten mit Lebermetastasen das Immunsystem stimulieren und damit zu höheren Überlebensraten führen können.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

16.03.2009
Nanotechnologie ermöglicht gezielte Zerstörung von Krebszellen

Wissenschaftler der School of Pharmacy haben erstmals Nanotechnologie für die Zerstörung von Krebszellen mittels einer sehr zielgerichteten Einheit von den Tumor zerstörenden Genen eingesetzt. Dieses Verfahren, das die gesunden Zellen nicht beeinträchtigt, könnte Hoffnung für schwer behandelbare Krebspatienten bedeuten, die nicht operiert werden können.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

24.03.2009
Studie: Cilengitid in geringer Dosis krebsfördernd

Eine Art von Medikamenten, die das Tumorwachstum hemmen soll, fördert es bei einer zu geringen Dosis.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

25.03.2009
Tumorimmunologie: Impfstoffentwicklung gegen Glioblastome

Die Kinderärzte des Uniklinikums Rostock sind an einem internationalen Netzwerk zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen eine besonders gefährliche Art von Hirntumoren beteiligt: des Glioblastoms. Ziel ist es, einen Wirkstoff zu entwickeln, der das körpereigene Immunsystem aktiviert und es befähigt, den Hirntumor eigenständig zu bekämpfen. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
________________________

25.03.2009
Osteologie: Zoledronsäure reduziert und verzögert Skelettkomplikationen bei Knochenmetastasen

Bisphosphonate sind essentieller Bestandteil in der Therapie von Knochenmetastasen. Auch unter Progress der Erkrankung wird von der AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) eine Grad A (++)-Empfehlung ausgesprochen. Zoledronsäure, die das breiteste Zulassungsspektrum besitzt, hat in vielen klinischen Studien den Nachweis erbracht, Skelettkomplikationen wirksam zu reduzieren und zu verzögern.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2.947
    • Orpha Selbsthilfe
  • Ich bin: : selbst betroffen
  • Krankheit: Lynch-Syndrom (HNPCC) und Tarlovzysten
Re: Neue Krebstherapien
« Antwort #14 am: 15. April 2009, 13:39:32 »
07.04.2009
Freisetzung zellulären Eisens treibt Tumore in den Tod

Viele Tumorzellen erweisen sich als resistent gegenüber klassischen Tumortherapien, so dass der Suche nach alternativen Behandlungswegen besondere Bedeutung zukommt. Wie die internationale Fachzeitschrift "Cancer Research" in ihrer neusten Ausgabe berichtet, haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gezeigt, dass eine gezielte Freisetzung von zellulärem Eisen zu einem massiven Absterben von Tumorzellen führt.

>>> www.journalonko.de
___________________

14.04.2009
Prostatakarzinom: Neue Antiandrogene wirken auch bei Resistenz

Los Angeles – US-Wissenschaftler haben ein Antiandrogen der zweiten Generation entdeckt, das in einer ersten klinischen Studie (Science 2009; doi: 10.1126/science.1168175) selbst bei Männern mit einem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (CRPC) noch den PSA-Wert senken kann. Welchen klinischen Stellenwert der Wirkstoff hat, soll jetzt eine Phase-III-Studie zeigen.

>>> aerzteblatt.de
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)