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Autor Thema: Fersensporn und Achillessehne  (Gelesen 4286 mal)

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Offline RalleGA

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Fersensporn und Achillessehne
« am: 11. Oktober 2012, 09:20:58 »
Fersensporn – entgegenwirken – kräftige Fußmuskeln schonen die Sehnen

Eigentlich keine Krankheit, sondern ein Folge einer Krankheit


Stechender Schmerz beim Auftreten und das Gefühl mit der Ferse in etwas Spitzes getreten zu sein -
dahinter steckt häufig ein Fersensporn.
Jeder Zehnte ist von diesem Knochenauswuchs betroffen der durch Kalkablagerungen an der Sehne entsteht.
Die meisten Patienten seien zwischen 40 und 60 Jahren alt.
In diesem Alter nähmen viele Menschen zu und belasteten damit ihre Füße stärker.

Kalkablagerungen kitten Risse in den Sehnen - Am Anfang stehe immer eine Sehnenentzündung   
Entweder an der Unterseite des Fersenbeins (unterer Fersensporn) oder am Ansatz der Achillessehne
(oberer Fersensporn).
Wird ein Fuß dauerhaft überlastet.
Etwa durch Übergewicht, langes Stehen oder auch Fehlstellungen, bekommt die Sehne winzige Risse.
Um sie zu kitten, lagert der Körper Kalk ab.
So entsteht nach und nach der „knochenähnliche Auswuchs."

Bereitet solch ein Auswuchs Schmerzen, versucht die Ärztin oder der Arzt zunächst, die Entzündung mit Hilfe von Schmerzmitteln, Kortison oder Ultraschall-Bestrahlung zum Abklingen zu bringen.
Gleichzeitig sollten Fersenpolster den Fuß beim Laufen entlasten und Fußbäder ihn anschließend entspannen.
Erst nach dieser Erstversorgung beginnt die langfristige Therapie.
Viele denken, wenn der Schmerz weg ist, ist wieder alles in Ordnung. Das ist falsch.
Nur wer die Fußmuskeln gut dehnbar und kräftig hält, kann dauerhaft verhindern, dass sich die Sehne erneut entzündet.
Tipp: täglich einmal jeweils einmal eine Ferse mit einen Hand festzuhalten und mit der anderen die Zehen in Richtung Schienbeinkante zu ziehen. Das dehnt und entlastet die Sehne.
Auch die klassische Wadendehnung aus dem Sport hilft:
Hier dehnt man in SchrittsteIlung die Wadenmuskulatur des hinteren Unterschenkels die Ferse sollte dabei Bodenkontakt haben:
Achten Sie darauf, dass Sie den Fuß dabei nicht nach außen drehen, um der Dehnung auszuweichen.

Grundsätzlich gilt für derartige Dehnungsübungen:
Es darf nicht wehtun, aber ein starkes Ziehen ist erwünscht.
Sonst stimmt etwas nicht mit der Übung.

Unbedingt ablassen sollten Betroffene dagegen von der verbreiteten Gewohnheit, beim Sitzen die Füße unter dem Tisch „einzuklappen oder beim Tragen hinten offener Schuhe die Zehen einzukrallen.
Das verkürze auf Dauer die Fußmuskulatur.
Auch Schuhe mit dünnen Sohlen seien Gift für die Füße.
Das stoßdämpfende Fettpolster unter der Ferse schwindet ohnehin mit den Jahren - da werden gut gefederte Schuhe immer wichtiger.
Um den Fuß wieder belastbar und schmerzfrei zu machen, setzt man vor allem auf Gymnastik und Schuheinlagen.
Nur wenn sie über Monate kaum etwas bewirken, greife man öfters zum Mittel der Stoßwellentherapie.
Dabei richtet man gebündelte Energie auf die schmerzende Stelle, um so einen Heilungsprozess in Gang zu setzen.
Versagt auch diese Therapie, könne der knöcherne Fersensporn durch eine Operation abgetragen und die Sehnenplatte entlastet werden.

Fundquelle: Auszug - „GENERAL-ANZEIGER“ - ALTMARK

« Letzte Änderung: 21. Oktober 2018, 18:43:21 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Fersensporn
« Antwort #1 am: 28. September 2018, 09:42:00 »
Diese Übungen helfen bei Fersenschmerzen

Bisher gingen Experten davon aus, dass der Fersensporn den Schmerz in der Ferse auslöse und deshalb entfernt werden müsse.

Doch inzwischen weiß man:
Zu den Schmerzen kommt es durch eine chronisch entzündete Sehnenplatte (Plantarfaszitis).

Ist die Sehnenplatte entzündet, versucht der Körper durch Kalkeinlagerungen, die empfindliche Region zu entlasten. 

Fersensporn erkennen und behandeln

Was hilft gegen einen Fersensporn?
« Letzte Änderung: 28. September 2018, 09:44:51 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Fersensporn und Achillessehne
« Antwort #2 am: 21. Oktober 2018, 18:42:45 »
Achillessehne entlasten 

effektive Maßnahmen für erfolgreiche Therapien


Einzig an der Ferse war der griechische Sagenheld Achill verletzbar - genau dort traf ihn ein Pfeil.
Wie vom Pfeil getroffen - so beschreiben Menschen auch den Schmerz beim Gehen, wenn die Achillessehne oder
das umgebende Gewebe gereizt oder entzündet ist.
Eine Bandage kann in diesem Fall entlasten und die Heilung fördern.     

Die Achillessehne ist unsere kräftigste Sehne, sie überträgt bei jedem Schritt die Kraft von der Wadenmuskulatur auf den Fuß.
Beschwerden entstehen meist durch Überlastung beim Sport, durch Übergewicht oder Fußfehlstellungen.
Eine Bandage mit einem kompressiven Gestrick und integrierter Silikonpelotte wie etwa die „ACHIMED“ von MEDI stabilisiert das Sprunggelenk, massiert sanft die Achillessehne und fördert die Durchblutung, um Reizungen und Schmerzen zu lindern.
In der Akutphase entlasten Fersenkeile zusätzlich die Achillessehne, sie liegen der Bandage bei.   

Eine effektive Achillessehnen-Therapie kann weitere Bestandteile umfassen. 

So können z.B. gezielte Übungen die Achillessehne und die Beinmuskulatur stärken, kalte Kompressen auf Kühlschranktemperatur und entzündungshemmende Salben können Schmerzen und Schwellungen lindern.
Orthopädische Einlagen verbessern die Fußfehlstellung, Wärme fördert die Durchblutung.

Zusätzliche Therapieoptionen sind auch eine Physiotherapie, Ultraschall, eine Elektrotherapie (TENS), Massage,
eine Stoßwellentherapie und die Akupunktur.

HIER z.B. gelangen Patienten zu einem Physioprogramm,
das die Achillessehne kräftigt, welches gemeinsam mit einem Laufexperten entwickelt wurde.
Die Übungen können nach vorheriger Abstimmung mit dem Arzt einfach zu Hause ausgeführt werden,
idealerweise drei- bis viermal pro Woche.
Der Arzt kann bei Notwendigkeit die erforderlichen Gelenkbandagen verordnen.
Im medizinischen Fachhandel erhältlich. 

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ April 2018
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2018, 18:53:45 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.