Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Für Gehörlose + des Hörens beeinträchtigte Menschen  (Gelesen 22715 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.958
  • Ich bin: : selbst betroffen
Re: Für Gehörlose + des Hörens beeinträchtigte Menschen
« Antwort #45 am: 02. Juli 2019, 11:18:42 »
Das BGG in Gebärdensprache

Ein wichtiger Meilenstein für die Rechte gebärdensprachiger Menschen wurde unter Führung des Behindertenbeauftragten Jürgen Dusel erreicht: Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) gibt es jetzt auch in Deutscher Gebärdensprache.

Für das gehörlose Übersetzerteam war es eine besondere Herausforderung, den komplizierten juristischen Text zu übersetzen,
da dafür noch keine feste Konventionen existieren.
HIER das Video zum BGG

www.behindertenbeauftragter.de         
« Letzte Änderung: 02. Juli 2019, 11:20:28 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.958
  • Ich bin: : selbst betroffen
Re: Für Gehörlose + des Hörens beeinträchtigte Menschen
« Antwort #46 am: 08. Oktober 2019, 09:14:23 »
SMS-Notruf für Hörgeschädigte in der ALTMARK möglich

Ab sofort ist der barrierefreie Notruf in der Altmark möglich.

Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen können im Notfall die Feuerwehr oder den Rettungsdienst per Textnachricht alarmieren.
Die SMS- Notrufnummer für die Altmark lautet: 03931 – 19222.
Der Landkreis Stendal weist darauf hin: Eine Speicherung der SMS-Notrufnummer auf dem Handy von Hörgeschädigten sichert in lebensbedrohlichen Situationen schnelle Hilfe.
Der Notruf per SMS macht es uns möglich, direkt Kontakt mit der Leitstelle aufzunehmen.
Jeder Zwischenschritt kostet Zeit und kann für uns Hörgeschädigte bedrohlich sein.
Die Kommunikation mit der Leitstelle erfolgt textbasiert.
Die Notruf-SMS trifft in der Notrufzentrale (ILS) ein, die notwendigen Einsatzkräfte werden alarmiert.
Nach der Alarmierung erhält der Absender der SMS eine Empfangsbestätigung und die Information darüber,
welche Hilfeleistungen eingeleitet wurden.

Die Notruf-SMS muss folgende Angaben enthalten:
Nachname, Vorname; Wo ist es passiert (Ort, Straße, Hausnummer);
Was ist passiert (Unfall, Brand, Einbruch, verletzte Person),
Hinweis Hör- oder Sprachbehinderung.


Gebärdendolmetschende Unterstützung, so heißt es in der Pressemitteilung des Landeskreises Stendal,
wird im Verlauf der Rettungskette im Krankenhaus organisiert.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Oktober 2019
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2019, 09:17:05 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline Evelynn

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 3
  • Ich bin: : Angehörige
  • Krankheit: Waardenburg-Syndrom
Re: Für Gehörlose + des Hörens beeinträchtigte Menschen
« Antwort #47 am: 22. Oktober 2019, 13:14:33 »
Hallo @all,

wir haben in unserem Youtube-Kanal zwei Playlists aufgemacht, in denen wir wichtige oder auch einfach nur nette Beiträge für Gehörlose einstellen. Hier könnt ihr sie finden:

Toller Kanal mit großartigen Videos, danke Euch!!
Liebe Grüße
Birgit

Offline RalleGA

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 5.958
  • Ich bin: : selbst betroffen
Re: Für Gehörlose + des Hörens beeinträchtigte Menschen
« Antwort #48 am: 03. März 2020, 11:12:53 »
Zum Welttag des Hörens 

Eine Ode an die Ohren25.000 Haarzellen auf Hochbetrieb


Unsere Ohren schlafen nie.
Sie wecken uns, wenn Gefahr droht.
Doch diese Multitalente können noch viel mehr als nur Schallwellen aufnehmen.

Das Hören, unser Sinn der niemals ruht.
Im Ohr werden aber nicht nur die akustischen Reize aus der Umgebung verarbeitet.
Im Organ steckt ein weiteres Organ. Es sorgt dafür, dass wir im Gleichgewicht bleiben.

Am heutigen Welttag des Hörens appelliert die Weltgesundheitsorganisation (WHO), auf unsere Ohren zu achten -
und macht auf Auswirkungen von Hörschäden aufmerksam.

Voller Einsatz     "Wir hören besser als wir sehen".
Der Hörsinn verarbeitet 50 Eindrücke pro Sekunde und damit doppelt so viele wie das Auge.
Das Ohr ist in der Lage, rund 400.000 Töne zu unterscheiden und präzise zu bestimmen, woher sie genau kommen.
24 Stunden am Tag laufen etwa 25.000 Haarzellen auf Hochtouren.
Organ im Organ Etwas versteckt hinter dem Gehörgang findet sich über dem Innenohr ein weiteres Organ.
Dort bestimmen drei kleine, ineinander geschachtelte Bögen unser körperliches Gleichgewicht.
Sie sagen uns etwa, wo oben und unten ist.
Dazu werden in den Bogengängen feine Härchen von einer Flüssigkeit umgebogen.
Dieser Reiz geht als Nervensignal ans Gehirn.
Gute Dosis Nicht zu laut und nicht zu leise sollte unsere Umgebung sein.
Zu viel Lautstärke macht uns krank.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab dauerhaft mehr als 65 Dezibel,
was etwa einem Fernseher in Zimmerlautstärke entspricht.
Absolute Stille tut aber auch nicht gut.

Der HNO-Arzt aus der Schwindelambulanz im baden-württembergischen Sinsheim, Bodo Schiffmann, erklärt:
"Im  Gefangenenlager Guantanamo setzten Wachen das Konzept zur Folter ein."

Schlechteres Männerohr
Mit dem Alter lässt das Gehör nach.
Eine Studie der Hochschule Aalen hat wissenschaftlich belegt, dass Männer früher betroffen sind als Frauen.
Demnach hört im Mittel ein 55-jähriger Mann so schlecht wie eine 70-jährige Frau.
Der Unterschied beim Hörverlust zwischen den Geschlechtern betrage im Alter von 70 Jahren 20 Dezibel.
Einige Wissenschaftler vermuten, das könnte weiblichem Hormon Östrogen liegen.

Lebenslanges Wachstum

Untersuchungen zeigen, dass die Ohren offenbar ein Leben lang wachsen und bei älteren Menschen besonders groß sind.
Während des Erwachsenenlebens legen sie um gut einen Zentimeter zu.
Der Berliner Medizinprofessor Carsten Niemitz und sein Team von der Freien Universität stellten bei der Vermessung von 1.500 Berliner Ohren fest, dass der äußere Teil der Ohrmuschel noch bis ins hohe Alter hinein breiter und länger wird.
Manche Forscher sagen, es liege daran, dass die Haut mit der Zeit weicher und elastischer werde.
Andere behaupten: Das Ohr wächst, weil das Gehör schlechter wird.
So könne die Größe der Ohrmuschel den Hörverlust ausgleichen.

Einzigartige Form
Den Fingerabdruck kennt fast jeder. Kriminalfälle können aber auch über die Ohren gelöst werden.
"Mittels Ohrabdruck ist es möglich, einen Menschen zu identifizieren", heißt es im "Handbuch der Kriminalistik".
Möglich mache dies die biometrische Struktur.
Die Ohrmuschel behalte ein Leben lang ein Grundmuster bei.

Weitere Alleinstellungsmerkmale

sind demnach die Außenleiste und das Ohrläppchen.
Unendlicher Ohrwurm Die Melodie der Lieblingsserie, der Jingle, aus der Werbung oder der Song aus den Charts:
Sie alle können zu Ohrwürmern werden. Um diese lästige Kopfmusik loszuwerden, solle sich der Betroffene den Song in voller Länge anhören, rät HNO-Arzt Schiffmann.
Denn das Gehirn neigt dazu, Unerledigtes immer wieder in Erinnerung zu rufen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  März  2020 
« Letzte Änderung: 03. März 2020, 11:21:38 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.