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Autor Thema: Informationen zu Krebs- und Blutkrankheiten bei Kindern und Jugendlichen  (Gelesen 2534 mal)

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Offline busymouse

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Informationen zu Krebs- und Blutkrankheiten bei Kindern und Jugendlichen

für Kinder, Jugendliche, Familien, Studenten, Ärzte, Wissenschaftler, das medizinische Fachpersonal, die interessierte Öffentlichkeit und alle auf unterschiedliche Weise Betroffenen:

www.kinderkrebsinfo.de
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline RalleGA

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Wenn ein Kind an Krebs erkrankt

Der Kampf um Normalität 


Krebs bei Kindern ist ein schwerer Schicksalsschlag für die ganze Familie.
Doch es gibt Hoffnung: Vier von fünf kleinen Patienten überleben die Krankheit inzwischen -
dank gut vernetzter Spezialisten und engagierter Betreuung. 

Jedes Jahr erkranken etwa 2.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland an Krebs.
Nach Verkehrsunfällen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache bei Minderjährigen.
Das ist schrecklich.
Aber gleichzeitig sind die Heilungschancen inzwischen relativ gut – und sie werden immer besser.
Etwa 80% der jungen Patienten in Deutschland überleben heute ihre Krebserkrankung, bei manchen Krebsarten sind es über 90%.

Enge Abstimmung der Ärzte

Ein Grund dafür sei die Organisation der Kinderonkologie: Unter dem Dach der Fachgesellschaft GPOH (Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) arbeiten behandelnde Ärzte und Kliniken eng zusammen, fast alle Patienten werden in sogenannten Therapieoptimierungs-Studien beobachtet.
Erkrankte Kinder und ihre Familien müssen sich so nicht nur auf das Urteil des Arztes vor Ort verlassen,
sondern können sicher sein, dass die Behandlung auch mit den Experten abgestimmt ist.

Bei der Häufigkeit verschiedener Krebserkrankungen gibt es große Unterschiede zu Erwachsenen:
Die häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind Leukämien, die ungefähr ein Drittel der Krebserkrankungen ausmachen. Die bei Erwachsenen am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen – Darmkrebs, Brustkrebs und Lungenkrebs etwa –
sind bei Kindern extrem selten.

Therapie und Normalität

Die Behandlung von Krebserkrankungen funktioniert bei Kindern nicht grundlegend anders als bei Erwachsenen.
Häufig sind die Medikamente und Bestrahlungen aber noch stärker als bei Erwachsenen.
Kinder tolerieren in der Regel sehr viel intensivere Therapien.
Die medizinische Therapie ist aber nur eine Seite der Krebsbehandlung.
Ganz wesentlich für Kinder ist, dass ihr Alltag weitergeht.
Dazu gehören auch die Schule und die Freunde.
Insgesamt wird großen Wert darauf gelegt, dass die Normalität des Familienlebens ein Stück erhalten werden kann.

In Kliniken ist normales Familienleben zwar kaum möglich, trotzdem - oder gerade darum - bekommen die kleinen Patienten und ihre Angehörigen aber viel Unterstützung.
Für die erfolgreiche Behandlung von erkrankten Kindern ist die psychosoziale Unterstützung auf den Stationen sehr wichtig.

Unterstützung durch Vereine und Initiativen
Da spielen Elternvereine und Selbsthilfeorganisationen eine große Rolle.
Ohne private Initiativen wären die meisten Angebote gar nicht möglich. Psychologen und Sozialarbeiter sind z.B. im Einsatz,
auch Kunst- oder Musiktherapien können Kindern beim Umgang mit der Erkrankung helfen.
Dazu gibt es digitale Projekte, durch die sie weiter am Schulunterricht teilnehmen können.

Wichtig sind auch Angebote für die Geschwister der jungen Patienten:

Es ist in den meisten Familien natürlich häufig so, dass das erkrankte Kind im Mittelpunkt steht und Geschwister in der Aufmerksamkeit in den Hintergrund rücken. Deshalb kann es vorkommen, dass Geschwisterkinder sogar verhaltensauffälliger sind als die Patientenkinder.
Um das abzufangen, gibt es für die Geschwister Betreuungs- und Gesprächsangebote,
außerdem werden gemeinsame Freizeitaktivitäten angeboten.

Ursache und Verlauf der Krankheit
Woher kommt Krebs bei Kindern?

Da tappen die Forscher noch im Dunkeln, zumindest teilweise.
Krebserkrankungen bei Erwachsen brauchen oft sehr lange, bis sie entstehen.
Hier spielt Lebensstil und Ernährung eine Rolle.
Bei Kindern kann dies natürlich nicht der Fall sein - denn Kinder haben noch nicht so lange gelebt.
Ausschlaggebender Grund für die Erkrankung sind oft Fehlbildungen:
Die Krebszelle hat sich schon sehr früh, meist im Mutterleib, gebildet.

Sie kommt später im jungen Leben des Kindes zum Ausbruch.
Welche Ursache zu diesem Ausbruch führen, ist bisher noch unbekannt.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar 2019

« Letzte Änderung: 18. April 2019, 07:42:24 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.