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Autor Thema: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur  (Gelesen 13625 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur
« Antwort #15 am: 27. Juni 2016, 11:01:13 »
Nike erweitert Schuhserie

FLYEASE


Der Schuhhersteller bietet jetzt weitere Modelle mit einfachem Reißverschlusssystem an.
Auch in Österreich.

Aufgrund des Schlaganfalls eines Nike-Mitarbeiters und des Briefes eines Studenten,
der aufgrund seiner Behinderung die gängigen Nike Schuhe nicht selbst binden kann,
wurde der Nike Zoom Soldier 8 FLYEASE entwickelt.
BIZEPS berichtete: Nike entwickelt Sportschuh für behinderte Kundinnen und Kunden
Dieser Schuh wird mit einem Reißverschluss hinter der Ferse geschlossen.
Dies funktioniert auch mit nur einer Hand.
Bisher war das Modell nur in den USA erhältlich.

Neue Modelle
Nike erweiterte die Modellserie mit dem innovativen Reißverschluss um weitere Modelle wie dem Nike Air Zoom Pegasus 32 FLYEASE.
Sie sind jetzt auch in Österreich erhältlich – im Online-Shop von Nike in Österreich

Die Entwicklung des Schuhs - Video in englisch

https://www.youtube.com/watch?v=TaNM_T1d1as
« Letzte Änderung: 27. Juni 2016, 11:14:45 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur
« Antwort #16 am: 28. Juni 2017, 08:35:49 »
Tag des Fußes: letzter Mittwoch im Juni - jedes Jahr

Eine tragende Rolle – Regelmäßige Fußpflege ist äußerst wichtig


Alljährlich am letzten Mittwoch im Juni ist Tag des Fußes.
Die Füße verdienen es, beachtet zu werden, legen sie doch im Laufe eines Lebens schätzungsweise 120.000 Km zurück. Um die Belastung bewältigen zu können, ist eine komplexe Struktur nötig:
26 Knochen sind über 33 Gelenke miteinander verbunden.
Dazu kommen 100 stabilisierende Bänder und 20 Muskeln mit starken Sehnen sowie eine
Vielzahl von Blutgefäßen und Nerven.    

Die richtige Pflege beginnt mit der sorgfältigen Reinigung.
Um die Haut nicht aufzuweichen, genügt ein tägliches fünfminütiges warmes Fußbad.
Damit ist die Hornhaut so gut vorbereitet, dass man sie mit einem Bimsstein abreiben kann.
Nach dem Bad müssen die Füße gut abgetrocknet werden - vor allem zwischen den Zehen.
Eine rückfettende Creme macht die rauen Stellen wieder geschmeidig.
Das Fußbad weicht auch die Fußnägel auf, sodass sie geschnitten werden können.
Etwa alle drei Wochen sind sie an der Reihe und werden gerade, aber nicht zu kurz abgeschnitten.

Gesunde Füße benötigen ein trockenes und warmes Fußklima sowie viel Luftaustausch.
Daher sind Strümpfe und Schuhe aus Naturmaterialien empfehlenswert - genau wie häufiges Barfußlaufen.

Dem Vernehmen nach von Podologen und Fußpfleger ist es um die Gesundheit der Füße nicht gut gestellt.
80% der Deutschen sehen klagen über Fußprobleme - von störender Hornhaut über quälende Hühneraugen bis hin zu Fußpilz. Diese durch Faden- oder Hefepilze hervorgerufene Erkrankung führt zu juckender, schmerzender Fußhaut,
häufig verbunden mit kleinen Bläschen zwischen den Zehen.

Die Ansteckung kann überall erfolgen - besondere Gefahrenquellen sind Schwimmbäder, Saunen und Umkleideräume.       

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Juni 2017     
« Letzte Änderung: 28. Juni 2017, 08:37:42 von RalleGA »
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Re: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur
« Antwort #17 am: 07. September 2017, 09:47:13 »
Fuß - Ein starker Auftritt

mit richtigen Einlagen und Schuhen Schmerzen lindern


Die Füße gehören zu den Körperteilen, die tagtäglich am meisten beansprucht werden.
Im Laufe eines Lebens tragen sie uns rund 3x um die Welt.
Und neben unserem Gewicht müssen die laufenden Schwerarbeiter auch oft noch zu hohe oder zu enge Schuhe aushalten,
was mit der Zeit zu Deformationen führen kann.

Hammerzeh, Fersensporn oder Hallux valgus sind nur einige der Fußfehlstellungen,
von denen vor allem Frauen betroffen sind.
Hinzu kommen schmerzhafte Fußerkrankungen, die Folge verschiedener Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma sein können.

Wirksame Abhilfe schaffen hier z.B. individuell angepasste Einlagen und gut sitzende Schuhe.
Gerade im Sommer, wenn man sich nach luftigen und leichten Schuhen sehnt, stehen Fußgeplagte dabei allerdings häufig vor einem Problem. Die Auslagen der Schuhgeschäfte machen zwar Lust auf die neue Mode, doch vor allem offene Schuhe sind kaum für persönliche Einlagen geeignet.
Wer orthopädische Einlagen trägt, sollte beim Schuhkauf auf Wechselfußbetten achten.
Der Innenraum des Schuhs bietet dann genügend Platz, um orthopädische Fußeinlagen unterzubringen.
Inzwischen gibt es auch modische Sandalen und Pantoletten für persönliche Einlagen.
Ideal ist es, wenn Schuhe in verschiedenen Weiten angeboten werden, denn gerade deformierte Füße benötigen oftmals größere Weiten. Für an- und abschwellende Füße sind Modelle mit Klettverschlüssen zu empfehlen, die sich dem Fuß optimal anpassen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Juni 2017
« Letzte Änderung: 07. September 2017, 09:49:26 von RalleGA »
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Re: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur
« Antwort #18 am: 07. März 2018, 10:59:24 »
Barfuß laufen und viel Bewegung

Kinderfüße gesund halten   


Die Füße tragen den Menschen durchs Leben.
Darum ist es wichtig, von Anfang an auf sie Acht zu geben.
Kinder lernen am besten barfuß laufen.


Spezielle Lauflernschuhe, wie sie heute gern beworben werden, brauchen Kinder nicht.
Drinnen laufen sie barfuß oder mit Stoppersocken, draußen sollten es - wenn überhaupt - leichte, atmungsaktive Schuhe sein.
Am wichtigsten ist, dass sie passen.
Etwa eineinhalb Zentimeter Platz nach vorne sind beim Kauf von Schuhen ideal.
Am Strand oder auf Wiesen bleiben die Lauflern-Kinder im Sommer am besten ebenfalls barfuß.

Ob das Kind eine Fußfehlstellung entwickelt, hängt aber nicht nur vom richtigen Schuhwerk ab.
"Füße sind Genetik".
Die Eltern schauen also am besten auf die eigenen Füße, wenn sie wissen wollen, ob ihr Kind gefährdet ist.

Beobachten sie bei ihrem Nachwuchs Unregelmäßigkeiten – z.B. einen Fuß, der zum Innenknöchel hin abgeknickt ist,
sollten sie ihren Kinderarzt darauf ansprechen oder einen Termin beim Orthopäden machen.
Am besten passiert das bis zum vierten Lebensjahr.
Betroffene Kinder bekommen in der Regel eine Verordnung für Physiotherapie, in schweren Fällen eventuell auch für spezielle Schuheinlagen. Gemeinsam mit dem Therapeuten lernen sie, ihre Fußmuskulatur gezielt zu kräftigen.
Wichtig ist, dass das zu Hause fortgesetzt wird.
Zum Beispiel kann das Kind mit den Zehen Murmeln greifen oder sich auf ein Tuch stellen und es zusammenziehen.
Auch auf den Hacken oder Zehenspitzen laufen ist auch eine sehr gute Übung. 

Überhaupt sei Bewegung immer noch die beste Medizin.
Lassen Sie Ihre Kinder draußen spielen und herumtoben.
Dann entwickeln sich die kleinen Füße so gut, wie es die genetischen Voraussetzungen eben zulassen.

Aktion Orthofit "Zeigt her Eure Füße" www.aktion-orthofit.de       

Tipps für Herbst- und Winterschuhe

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2017
« Letzte Änderung: 07. März 2018, 11:04:35 von RalleGA »
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Re: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur
« Antwort #19 am: 30. Juli 2018, 09:42:55 »
Kinderfüße sollten GE(H)SUND Groß werden 

Wissenswertes rund um kleine Füße und Schuhe


Individuelle Einlagenkonzepte + Beratung für Kinderfüße
Um Deutschlands Kinderfüße steht es nicht zum Besten.
98% aller Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt.
Trotzdem haben grade mal 40 % der Erwachsenen gesunde Füße -

Mehr als 70% der Kinder tragen zu kurze Schuhe...
Weniger als 10% der Eltern wissen, wie lange passende Schuhe sein sollten...
Zu kleine Schuhe, falsches Schuhwerk, Übergewicht, fehlende natürliche Bewegungsabläufe ...

die Liste ließe sich fast endlos erweitern.
Ebenso wie die der entsprechenden Fehlstellungen.
Von Gelenkschmerzen über Muskelverkürzungen oder Durchblutungsstörungen bis zu Kopf-,
Nacken- und/oder Rückenschmerzen findet sich alles, was wir einer gestörten Körperstatik verdanken dürfen.

Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Schuhe ihres Kindes noch passen!
Gesunde Füße von Anfang an!


Da wir uns Füße und deren Wohlbefinden zur Lebensaufgabe gemacht haben, möchten wir Ihnen unser Wissen und unsere langjährigen Erfahrungen, wie Sie die gesunde Entwicklung der Füße Ihres Kindes schon im ersten Lebensjahr fördern können, weitergeben:

- Vermeiden Sie zu enge und zu kleine Strampelhosen oder Strümpfe,
 damit die Füße ausreichend Platz zum freien Muskelspiel haben.
- Informieren Sie sich über die Auswirkungen von Bauch- und Rückenlage auf die Füße.
  Fragen Sie am besten Ihren Kinderarzt.
- Beziehen Sie die Füße Ihres Kindes in das tägliche Spiel mit ein.
- Versuchen Sie nicht zu früh, Ihr Kind zum Stehen oder Laufen zu bringen; es weiß von alleine den  richtigen Zeitpunkt,
  wann Knochen, Gelenke, Bänder und Muskeln belastet werden können.
- Warten Sie mit dem ersten Schuh so lange wie möglich, damit sich die Füße frei bewegen können und sich 
  die Muskulatur gut entwickeln kann. Lassen Sie sich nicht von den Großeltern verunsichern, die gerne
  behaupten, dass das Kind nur mit Schuhen richtig laufen lernt.
- Kommen Sie zu uns und lassen Sie sich von einem unserer geprüften Orthopädieschuhmacher über den
  richtigen Zeitpunkt des ersten Schuhes beraten.

          Alter des Kindes                                 Überprüfung
1 – 3 Jahre alle 2 Monate, 3 – 4 Jahre alle 4 Monate, 4 – 6 Jahre alle 6 Monate

Was Sie beim Schuhkauf beachten sollten:

Barfußlaufen ist für Kinderfüße das Gesündeste, die Füße und Zehen können sich dabei am besten bewegen und entwickeln.
Schuhe braucht Ihr Kind erst, wenn es sicher frei laufen kann und erste Ausflüge zu Fuß im Freien unternimmt.

Achten Sie beim Schuhkauf darauf, dass die Füße Ihres Kindes mit einem Messgerät ausgemessen werden.

Bei zu engen, zu spitzen Schuhen werden so die Zehen von oben und seitlich gedrückt, das kann später zu Fehlstellungen führen.
Deshalb soll der Zehenraum breit und hoch genug sein.

Kaufen Sie Schuhe immer erst am Nachmittag, denn die Füße vergrößern und verbreitern sich im Laufe des Tages um einige Millimeter.
Der Schuh muss um die Zugabe länger sein als der Fuß.
Diese Schuhinnenlänge darf auf keinen Fall unterschritten werden.

KINDERFÜSSE SIND EMPFINDLICH UND MÜSSEN SICH GESUND ENTWICKELN.
Bei Fußproblemen und Fehlstellungen ist besonders bei Kindern Feingefühl gefordert.
Korrekturmaßnahmen in Form von Einlagen müssen sich den besonderen Eigenschaften und Entwicklungen anpassen.
Die KYDDYTEC-Einlage wird daher absolut individuell aus einem ganz besonderen dauerelastischen Spezialdämpfungsschaum gefertigt, so dass der empfindliche Kinderfuß korrigiert wird, ohne dabei die plantare Fußmuskulatur zu beeinträchtigten.
Außerdem unterstützt die KIDDYTEC-Einlage das natürliche Abrollverhalten des Fußes.

Die anatomisch geformten Außenränder und Fersenrundungen garantieren einen sicheren Halt und bieten eine gute Führung des Fußes in der Bewegung. Durch eine spezielle Längsgewölbeabstützung in elastischer, besonders rückstellfähiger Ausführung wird nicht nur die Belastung unter der Fußsohle optimal verteilt, sondern auch ein positiver Effekt auf das Gangmuster und die Muskelaktivierung des Kindes erzielt.

Die dynamische und korrigierende Wirkweise der KIDDYTEC-Einlage ist zudem in einer wissenschaftlichen Studie des Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Steffen Müller nachgewiesen worden. Auch bei vorhandenen Fußproblemen, wie z.B. Knick-Senk-Füßen dürfen  SCHUHEINLAGEN die kleinen Füße beim Wachsen nicht behindern.

Fundquelle: University of Freiburg (Germany)


Mehr unter: www.orthofit-schuhtechnik.de
« Letzte Änderung: 30. Juli 2018, 10:00:54 von RalleGA »
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Re: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur
« Antwort #20 am: 24. September 2018, 10:11:14 »
Wann eine Fußfehlstellung behandelt werden muss

Ein bisschen abgeknickt, breiter als sonst oder platt auf dem Boden:
Viele Menschen haben formal gesehen Füße mit Fehlstellungen.
Behandelt werden sollte aber nicht die Kosmetik - entscheidend ist, ob der Patient Schmerzen hat.

Der perfekte Fuß hat drei Belastungspunkte: die Ballen unter dem großen und dem kleinen Zeh sowie die Ferse.
Im Verhältnis zum Unterschenkel knickt er von hinten betrachtet ganz leicht ab.
Der perfekte Fuß hat außerdem hübsche Wölbungen, einen Spann und einigermaßen gerade aufliegende Zehen.
Das Problem ist nur: Kaum einer hat so einen Fuß. Die Natur, so scheint es, hält sich nicht immer an ihren eigenen Bauplan.
Und so laufen viele Menschen mit Knick-, Spreiz- oder Senkfüßen herum. Behandlungsbedürftig sind diese Fehlstellungen nicht immer.

Überblick:


Plattfuß - Plattfüße sind im Kindesalter keine Seltenheit.
Insofern handelt es sich eigentlich nicht um eine Fehlstellung, sondern um eine Art Durchgangsstadium.
Statt auf den üblichen drei Belastungspunkten vorn und hinten liegt bei Plattfüßen der ganze Fuß auf dem Boden auf.
Man kann das gut am Strand im nassen Sand sehen.
Die Abdrücke von Kindern sehen dann ganz anders aus als die von Erwachsenen.
Sorgen müssen Eltern sich deshalb nicht machen - es sei denn, das Kind klagt über Schmerzen.
Bis ungefähr zum sechsten Lebensjahr bildet sich das Fußgewölbe aus.
Voraussetzung dafür ist aber, dass die Füße auch benutzt werden.
Das hört sich banal an, wird aber von allen Experten betont: Kinder müssen draußen herumtoben dürfen.
Und sie sollten dabei - wenn es Wetter und Untergrund zulassen - so viel wie möglich barfuß laufen.

Knick-Senk-Fuß - So heißt die extreme Form des Plattfußes.
Ihm fehlt nicht nur ein ausgeprägtes Längsgewölbe - er knickt auch am Knöchel nach innen ein.
Bei Erwachsenen muss diese Fehlstellung häufig behandelt werden.
Die Statik des Beins ist gestört, was z..B. eine Überlastung des Kniegelenks nach sich ziehen kann.
Auch Weichteile und Sehnen können darunter leiden.
Eine Fußspezialistin verschreibt Patienten, die Beschwerden haben, meist spezielle Einlagen.
Durch kleine Polster lässt sich z.B. der Innenrand von den Zehen bis zur Ferse leicht angeben.
Ein Polster im vorderen Drittel der Einlage hebt die Mittelfußköpfchen in die richtige Position und entlastet sie auf diese Weise.
Eventuell kommt auch Physiotherapie infrage.
Eine Operation ist nur der letzte Ausweg - wenn alles andere keine Linderung bringt.
Patienten in der Physiotherapiepraxis zeigt man als erstes, wie die Füße richtig stehen müssen.
Dafür setzt sich der Patient erstmal aufrecht hin und stellt die Füße auf.
Dann versucht er, die Position zu halten. Ziel ist, das irgendwann auch im Stehen zu schaffen.
Dauerhaft gelingt das zwar nicht - es hilft den Patienten aber, ein Gefühl für den optimalen Stand zu bekommen.
Kräftigungsübungen stärken zusätzlich die Fußmuskulatur.

Spreizfuß - Von einem Spreizfuß sprechen Ärzte, wenn das Quergewölbe des Fußes gewissermaßen durchgetreten ist.
Der vordere Teil des Fußes liegt dann komplett auf dem Boden auf.
Statt unter den Ballen des großen und kleinen Zehs liegt die Belastung in der Mitte des Vorfußes.
Die Mittelfußknochen reagieren darauf manchmal mit Schmerzen.
Sie sind für diese Belastung nicht ausgelegt.

Wie alle Fußfehlstellungen geht die Entstehung eines Spreizfußes auf mehrere Faktoren zurück. Forciert wird sie unter anderem durch das Tragen von hochhackigen und zu engen Schuhen, die die Füße häufig in eine ungünstige Position zwingen.

Wer Schmerzen im Mittelfuß hat, sollte also als erstes den Schuhschrank kritisch unter die Lupe nehmen.
Vielleicht hilft es schon, auf breite und gut gepolsterte Turnschuhe umzusteigen.
Bei stärkeren Beschwerden werden meist Einlagen angepasst.
Eine Erhebung in der Mitte der Einlage z.B. entlastet den Mittelfuß, so dass die Belastung sich wieder besser verteilt.
Außerdem ist der vordere Teil des Fußes durch die Einlage weich gebettet.
 
Auch beim Spreizfuß ist es sinnvoll, die Fußmuskeln zu stärken.
So sind sie besser in der Lage, den Fuß in der richtigen Position zu halten.
Ein  Podologe empfiehlt meist die Fußsohle über einen Igelball zu rollen.
Die Zehen zu krallen und dann auseinanderzuspreizen mobilisiert die kleinen Gelenke. Das kann auch jeder am Schreibtisch machen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2018

« Letzte Änderung: 24. September 2018, 10:40:33 von RalleGA »
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Re: Fußfibel: Der Fuß – ein Wunderweg der Natur
« Antwort #21 am: 27. Dezember 2018, 15:18:11 »
Barfußlaufen beugt Ballenzeh vor

Beschwerden beim Hallux valgus mit Schienen verbessern   


Wer viel barfuß läuft, beugt einem Ballenzeh vor:
Barfußlaufen stärke die Fußmuskulatur und fordere die natürliche Stellung des Fußes und der Zehen. Auch bequeme, flache Schuhe sind sinnvoll, allerdings sind enge Stöckelschuhe nicht der Hauptauslöser für den sogenannten Hallux valgus.
Manche Menschen sind anfälliger dafür als andere. Auch ein schwaches Bindegewebe, Gelenkerkrankungen oder verkürzte Sehnen und Muskeln begünstigen den Ballenzeh. Manche Ärzte empfehlen orthopädische Einlagen zur Vorbeugung.   

Beim Ballenzeh verschiebt sich der erste Mittelfußknochen nach außen.
Auch die anderen Zehen können sich dadurch verformen und Nerven geschädigt werden.

Unsicheres Laufen erhöht das Sturzrisiko.
Schmerzen bereitet der Hallux valgus vor allem, wenn  der Schuh drückt.
Auch ein ausgeprägter Ballenzeh muss aber nicht unbedingt wehtun.
Behandelt wird er je nach den Beschwerden mit Schienen, entsprechenden Schuhen.
Krankengymnastik oder Schmerzmitteln.
Korrigieren kann man ihn nur mit einer Operation.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Juni 2018
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2018, 15:21:03 von RalleGA »
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