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Autor Thema: Patientenstudien  (Gelesen 3267 mal)

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Offline busymouse

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Patientenstudien
« am: 31. Oktober 2011, 22:10:52 »
Übertrag aus dem alten Pouch-Forum:

Operations-Technik bei Colitis

An der chirurgischen Uniklinik Heidelberg wird in einer Studie mit CED-Patienten geprüft, ob eine notwendige Entfernung des Dickdarms auch minimal-invasiv möglich ist. Und ob minimal-invasiv oder mit konventionellem Bauchschnitt die besseren Ergebnisse erzielt werden können. An der Studie sind Zentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter der Ägide der Uni Heidelberg beteiligt.

Hier weiterlesen: Ärztezeitung.de
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20.05.07 - Dickdarmentfernung durch Bauchschnitt oder Schlüsselloch??

Studie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg vergleicht Operationsverfahren bei Familiärer Dickdarmerkrankung und Chronischer Darmentzündung / Teilnehmer gesucht

Muss der Dickdarm entfernt werden, stehen zwei Verfahren zur Verfügung: der klassische Bauchschnitt oder die minimal invasive Technik, die mit kleinen Schnitten auskommt. Ob die "Schlüssellochtechnik" der klassischen Methode überlegen ist, prüft nun eine Studie des Klinischen Studienzentrums Chirurgie (KSC) der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg (Geschäftsführender Direktor: Professor Dr. Markus W. Büchler). Untersucht wird, welche Operationsmethode mit einem geringeren Blutverlust und weniger Komplikationen verbunden ist, bei welchem Verfahren die Patienten anschließend weniger Schmerzen haben und wann sie das Krankenhaus verlassen können.

Für die Studie werden insgesamt 160 Patienten - Männer und Frauen im Alter von mindestens 14 Jahren - gesucht. Ziel ist es, die Therapie von zwei schweren Erkrankungen des Dickdarms, der Colitis Ulcerosa, einer chronischen Darmentzündung, und der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP), eines Erbleidens, bei dem zahlreiche Polypen im Darm wachsen, die bösartig werden können, zu verbessern. Im Verlauf beider Erkrankungen kann eine Entfernung des gesamten Dickdarms notwendig werden. Geprüft wird, bei welchem Verfahren während des Eingriffs seltener Blutungen oder Komplikationen auftreten und wie schnell die Patienten das Krankenhaus anschießend wieder verlassen können. Für die Studie, die im Oktober 2004 gestartet wurde, werden noch Patienten als Teilnehmer gesucht.

Die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg betreut weltweit die meisten Patienten auf diesem Gebiet. Die Chirurgen entfernen den Dickdarm einschließlich des Enddarmes vollständig und bilden aus dem letzten Stück des Dünndarmes ein Ersatzreservoir (Pouch), welches am After angenäht wird. So bleiben die Patienten kontinent und bedürfen keines permanenten künstlichen Darmausgangs.

Bisher wurde der Eingriff in der Regel über einen Bauchschnitt durchgeführt; inzwischen ist die Operation auch mit minimal invasiver Technik (Schlüssellochtechnik, Laparoskopie) möglich. Dabei werden über kleine Schnitte eine Kamera und die Operationsinstrumente in die Bauchhöhle eingebracht und der Dickdarm entfernt. Vorteile der Laparoskopie sind die kleineren Narben und dass ein Narbenbruch vermieden werden kann. Dagegen ist die offene Technik einfacher durchführbar und die Operationszeit kürzer.

Das Klinische Studienzentrum Chirurgie (KSC) ist eine Einrichtung der Chirurgischen Universitätsklinik, die den Auftrag hat, Patienten in Studien protokollgerecht zu behandeln, um die Krankenversorgung der Zukunft zu verbessern.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Teilnahme an der Studie bei:

Hier weiterlesen: idw-online.de
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2007: Hallo zusammen !

Hier ein Aufruf vom 22.06.2007 zu einer Teilnahme an einer Studie bzgl. einer kollagenen Kolitis:


Studientitel:

Doppelblinde, doppeldummy, randomisierte, Placebo-kontrollierte multizentrische Phase III klinische Studie über die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Budesonid Kapseln im Vergleich zu Mesalazin Granulat und im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit kollagener Kolitis


Wer kann an dieser Studie teilnehmen?

Patienten zwischen 18 und 80 Jahren mit kollagener Kolitis.
Zudem sollten Sie die chronisch wässrigen Durchfälle seit mindestens 3 Monaten haben.


Werde ich mit Placebo behandelt?

Ja. Sie erhalten Mesalazin (Salofalk® 1,5 g Granulat) oder Budesonid (Budenofalk® 3 mg Kapseln) oder Placebo. Weder Ihr Arzt noch Sie sollen wissen, wie Sie behandelt werden: deshalb doppelblind/double-dummy. Nur so können neutrale Studienergebnisse entstehen.
Aber: Sollte die Studienbehandlung nach 4 Wochen nicht ansprechen, so haben Sie die Möglichkeit, auf Budenofalk® umgestellt zu werden.


Wie lange werde ich behandelt?

Die doppelblinde Phase der Studie dauert 8 Wochen und entspricht somit der normalen Behandlungsdauer Ihrer Erkrankung. Es folgt eine Nachbeobachtung von 4 Monaten.


Führt die Behandlung zu den klassischen Nebenwirkungen von Kortikosteroiden?

Nein. Budesonid wird geschluckt/oral eingenommen und erreicht daher nach seiner Freisetzung und Wirkung im Darm nur in sehr geringer Menge den Körperkreislauf.


In Deutschland selbst nehmen über 30 Zentren an der Studie teil.

(Quelle: www.dccv.de)


Interessiert Ihr Euch für diese Studie, dann könnt Ihr unter folgendem Link auf den Seiten der DCCV weitere Infos und Ansprechpartner finden:

Hier gehts zur DCCV
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Hallo zusammen!

Hier ein Aufruf vom 03.08.2007 aus Heidelberg zu einer Studie. Es werden noch Teilnehmer gesucht.

03.08.2007 - Thema:
Bauchschnitt oder Schlüsselloch - Total laparoskopische oder konventionelle ileoanale Pouchoperation

Was wird in der Studie untersucht?

Muss der Dickdarm entfernt werden, stehen zwei Verfahren zur Verfügung: der klassische Bauchschnitt oder die minimal invasive Technik, die mit kleinen Schnitten auskommt. Ob die "Schlüssellochtechnik" der klassischen Methode überlegen ist, prüft nun eine Studie des Klinischen Studienzentrums Chirurgie (KSC) der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg.

Wer kann teilnehmen?

Für die Studie werden insgesamt 160 Patienten im Alter von mindestens 14 Jahren gesucht. Ziel ist es, die Therapie von zwei schweren Erkrankungen des Dickdarms, der Colitis Ulcerosa, einer chronischen Darmentzündung, und der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP), eines Erbleidens, bei dem zahlreiche Polypen im Darm wachsen, die bösartig werden können, zu verbessern. Für die Studie, die 2004 gestartet wurde, werden noch Patienten als Teilnehmer gesucht.
 
Was passiert bei der OP?

Die Chirurgen entfernen den Dickdarm einschließlich des Enddarmes vollständig und bilden aus dem letzten Stück des Dünndarmes ein Ersatzreservoir (Pouch), welches am After angenäht wird. So bleiben die Patienten kontinent und bedürfen keines permanenten künstlichen Darmausgangs.

Bisher wurde der Eingriff in der Regel über einen Bauchschnitt durchgeführt; inzwischen ist die Operation auch mit minimal invasiver Technik (Schlüssellochtechnik, Laparoskopie) möglich. Dabei werden über kleine Schnitte eine Kamera und die Operationsinstrumente in die Bauchhöhle eingebracht und der Dickdarm entfernt. Vorteile der Laparoskopie sind die kleineren Narben und dass ein Narbenbruch vermieden werden kann. Dagegen ist die offene Technik einfacher durchführbar und die Operationszeit kürzer.

(Quelle: dccv.de)

Weitere Infos zu der Studie sowie die Ansprechpartner findet Ihr unter folgendem Link auf den Seiten der DCCV:

Hier gehts zum Studienaufruf


Eure Adminnie
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November 2007: Hier ein Aufruf bzgl. einer Studie mit Stoma-Trägern aus Kaiserslautern:


Thema:

Metabolisierungsstudien von Lebensmittelinhaltsstoffen mit Ileostoma- bzw. Kolostomainhalten


Was ist das Ziel der Studie?

Die Studie gehört in den Bereich der Grundlagenforschung zur Prävention entzündlicher Darmerkrankungen. Es geht darum herauszufinden, in welcher Form und in welcher Menge welche Nahrungsmittelinhaltsstoffe an die Darmzellen gelangen und wie sie dort wirken.
Die Nahrungsbestandteile, die an den Darm gelangen, werden in dieser Studie anhand der Inhalte von Stomabeuteln untersucht.   


Wer kann teilnehmen?

Gesucht werden Personen mit einem Stoma des terminalen Ileums oder Kolons, die im Raum Kaiserslautern/Pirmasens/Ludwigshafen wohnen. Die Untersuchungen sind nicht invasiv; für die Studien werden nur die Inhalte des Stomabeutels benötigt.


Wie läuft die Studie ab?

Die Patienten werden gebeten, sich für etwa zwei Tage an bestimmte dietätische Vorgaben zu halten. D.h. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen bestimmte Lebensmittel (Tee, Kaffee, Frucht- und Gemüsesäfte) meiden und stattdessen andere Nahrungsmittel (Milch, Käse, Honig, Butter, und Mineralwasser) zu sich nehmen.
Nach der Entfernung ihres Stomabeutels werden die Beutelinhalte im Labor untersucht.
Die Daten werden anonymisiert, also nicht personenbezogen, verarbeitet.

(Quelle: dccv.de)


Weitere Infos sowie die Ansprechpartner findet Ihr unter folgendem Link auf den Seiten der DCCV:

Hier gehts zum Studienaufruf

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16.01.2008 - Hier ein ganz aktueller Aufruf zur Teilnahme an einer Studie bzgl. der Krebsvorsorge bei Colitis ulcerosa Erkrankung im Rahmen von Koloskopien:


Thema:

Vergleich der ungezielten Stufenbiopsieentnahme mit der gezielten Biopsie auffälliger Läsionen mit Videokoloskopen mit oder ohne NBI-Technologie in der Überwachungskoloskopie zur Krebsvorsorge bei Patienten mit langjähriger Colitis ulcerosa


Was soll untersucht werden?

Die langjährige Colitis ulcerosa geht mit einem erhöhten Risiko der Entstehung eines Dickdarmkrebs einher. Daher empfiehlt die Behandlungsleitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) regelmäßige Dickdarmspiegelungen (Koloskopien) zur Krebsfrüherkennung.

Oft ist es allerdings für den Untersucher nicht leicht, Vorstufen der Krebsentwicklung bei der Darmspiegelung zu erkennen, da der Krebs aus Schleimhautgebieten entstehen kann, die schwierig von der Umgebung abzugrenzen sind.

In der Studie soll nun untersucht werden, welche Methode am besten geeignet ist, um Frühformen der Krebsentstehung zu entdecken. Dadurch sollen die Betroffenen schon eine Therapie erhalten können, bevor eine mögliche Krebserkrankung entsteht oder gefährlich fortschreitet. Für die Studie ist es notwendig, zwei getrennte Darmspiegelungen mit einem Abstand von wenigstens 3 Wochen und höchstens 3 Monaten durchzuführen. Die Darmspiegelungen erfolgen hierbei mit der neuesten Generation von Koloskopen, einmal mit NBI und einmal ohne NBI-Licht. Unter NBI-Licht werden gezielte Gewebeproben entnommen, ohne NBI-Licht werden so genannte Stufenbiopsien entnommen. Alle Gewebeproben werden von zwei sehr erfahrenen Pathologen untersucht. Und dann werden die Ergebnisse von beiden Untersuchungen miteinander verglichen.


Was spricht dafür, an der Studie teilzunehmen?

Mit den beiden Spiegelungen soll für die Betroffenen eine hohe Sicherheit der Krebsvorsorge erreicht werden. Diese Sicherheit wird durch modernste Gerätetechnik, erfahrene Untersucher und pathologische Begutachtung der Gewebeproben durch zwei Experten erreicht.


Wer kann teilnehmen?

Alle erwachsenen Patienten, die bereit sind zwei Darmspiegelungen zur Krebsfrüherkennung durchführen zu lassen und die vorgesehenen Kriterien für Vorsorgekoloskopien bei langjähriger Colitis ulcerosa erfüllen:

Alter > 18 Jahre
Pancolitis ulcerosa, mit Erkrankungsdauer > 8 Jahre oder Linksseitencolitis ulcerosa mit Erkrankungsdauer > 15 Jahren
letzte Vorsorge Koloskopie vor mehr als 10 Monaten
die Colitis ulcerosa befindet sich klinisch in Remission


Wie kann ich teilnehmen?

Wenn Sie sich für die Teilnahme an dieser Studie interessieren, können Sie sich an eines der unten genannten Studienzentren wenden.

(Quelle: dccv.de)


Weitere Infos sowie Ansprechpartner und teilnehmende Kliniken findet Ihr unter folgendem Link auf den Seiten der DCCV:

Hier gehts zum Studienaufruf


Eure Adminnie

Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline RalleGA

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Re: Patientenstudien
« Antwort #1 am: 01. Dezember 2016, 09:12:50 »
Wissenschaftliche Befragung:

Patientenzufriedenheit im Krankenhaus


Hallo @
sehr gern würde ich eine wissenschaftliche Befragung in Ihrem Forum teilen, um so Betroffene ansprechen zu können, die in den letzten 10 Jahren stationär in einem Krankenhaus behandelt wurden und die sich daher zum Thema der Patientenzufriedenheit im Krankenhaus äußern können.

Ziel dieser Studie ist es, die Patientenversorgung und Zimmersituation in Krankenhäusern zu verbessern.

Ich würde mich sehr über Ihre Unterstützung freuen.

freundliche Grüße

Mariebwg  ;)
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2016, 09:17:04 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Patientenstudien
« Antwort #2 am: 01. Dezember 2016, 15:05:29 »
Sehr geehrte Betroffene & Interessierte!

Im Rahmen meiner Masterarbeit an der Universität Rostock am Lehrstuhl für ABWL:
Dienstleistungsmanagement
untersuche ich die Zufriedenheit mit dem Krankenhausaufenthalt aus Patientensicht.

Ich selber bin Studentin des Studienganges Dienstleistungsmanagement an der Universität Rostock.

Worum es geht: 
Ziel dieser Befragung ist es, Patientenzufriedenheit zu erfassen und Ansatzpunkte für eine optimierte Patientenversorgung zu ermitteln.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Zufriedenheit mit der Zimmersituation.
Aus diesem Grund möchte ich Ihr Zufriedenheitsurteil zu Ihrem letzten Krankenhausaufenthalt ermitteln.

Sehr gerne möchte ich Sie darum bitten, aufgrund eigener Erfahrungen ein Urteil über Ihre Zimmersituation abzugeben, um Krankenhausaufenthalte in Zukunft optimaler gestalten zu können.

Wer mitmachen kann:
Die Umfrage ist an alle Personen gerichtet, die in den letzten 10 Jahren im Krankenhaus waren und mindestens einen Bettnachbarn hatten.
Die Umfrage/Abfrage dauert ca. 10-15 Minuten.

Ihre Sicherheit: 
Die Befragung ist freiwillig und erfolgt selbstverständlich anonym.
Die Daten werden im Rahmen meiner Masterarbeit berücksichtigt,
Rückschlüsse auf Ihre Person sind weder beabsichtigt noch möglich.

Ihre Daten werden unter keinen Umständen an Dritte weitergegeben.
Für Fragen bezüglich der Umfrage können Sie mich gern kontaktieren marie.bierwagen@uni-rostock.de

Umfrage:
Bitte folgen Sie diesem Link, zum Fragebogen

Ich hoffe sehr, dass Sie mich tatkräftig unterstützen können, um zusammen mit der Universität Rostock Fortschritte in der stationären Pflege und bei stationären Krankenhausaufenthalten zu ermöglichen.

Vielen Dank im Voraus   :anbet   :guckstdu & freundliche Grüße

Marie Bierwagen  :supi
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2016, 15:09:38 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.