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Autor Thema: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden  (Gelesen 5074 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden
« Antwort #30 am: 09. März 2019, 13:42:38 »
Fasten beginnt im Kopf

Am Aschermittwoch begann die Fastenzeit.
Viele Menschen starten nun eine Fastenkur, in der sie eine gewisse Zeit lang auf bestimmte Speisen, Getränke oder Genussmittel verzichten, um den Körper zu regenerieren oder bewusst zu leben.

"Der entscheidende Schlüssel für erfolgreiches Fasten ist, dass man es wirklich will
und sich darauf einlässt
"
, sagt Dr. Anja Lud, Ernährungsexpertin der KKH.
Hierbei sei es egal ob man sich für Heil-, Intervallfasten oder Fasten mit Säften entscheidet.

Fragen und Antworten von Frau Dr. Luci:

Was passiert während des Fastens im Körper?

Der Körper fährt bei starker Nahrungsumstellung wie beim Heilfasten von 100 auf null runter.
Das kann anfangs als sehr zehrend und anstrengend erlebt werden. Grund dafür ist, dass sich der Energiekreislauf ändert.
Der Körper wird gezwungen, benötigte Glukose selbst zu produzieren.
Erst bedient er sich der Proteinspeicher in der Muskulatur, dann baut er Fett ab.
So verliert man an Gewicht. Auch das Hungergefühl lässt nach.
An seine Stelle tritt ein Hochgefühl, da das Gehirn mehr Serotonin produziert, das gute Laune macht.

Kann ich von heute auf morgen mit dem Fasten loslegen?

Bei einigen Fastenarten wie, dem klassischen Heilfasten oder dem Saftfasten ist das keine gute Idee.  :?\
Hierfür sollte der Körper unbedingt auf den Nahrungsentzug vorbereitet werden.
Für die sogenannten Entlastungstage empfehle ich wenig Fleisch, Fett und Salz und möglichst keinen Zucker,
kein Weißmehl, Koffein und Nikotin.
Stattdessen Leichtverdauliches auf den Speiseplan setzen wie gedünstetes Gemüse, Reis und Obst.
Während der Fastenkur gibt es dann nur Flüssiges - maximal 500 Kalorien pro Tag
in Form von Wasser, Kräutertees, Obst- und Gemüsesäften sowie Brühe.

Viele fasten, um dauerhaft ein paar Kilo abzunehmen. Ist das erfolgversprechend?

Auch hier kommt es auf die Methode an.
Beim Heil- oder Saftfasten können ein paar Pfunde purzeln.
Die sind jedoch meist schnell wieder auf den Hüften.
Nachhaltig Gewicht zu verlieren, klappt am besten mit einer konsequenten Ernährungsumstellung.
Das Intervallfasten kann ein guter Einstieg sein.
Beim Intervallfasten muss man weder auf sein Lieblingsgericht noch auf Süßes verzichten.

Eine empfehlenswerte Fastenart, Frau Luci?

Der wesentliche Vorteil des Intervallfastens gegenüber anderen Methoden, die sich über maximal zehn Tage erstrecken, ist:
Es lässt sich unkompliziert und langfristig in den Alltag integrieren.
Dabei darf man in einem bestimmten Zeitfenster wie gewohnt essen, danach folgt eine längere Essenspause,
in der unser Körper Fett abbaut.

Am beliebtesten ist - die 16:8-Methode, bei der man wechselweise acht Stunden isst und 16 Stunden pausiert.
Wer z.B. um sieben Uhr frühstückt, muss sich ab 15 Uhr enthalten und aufs Abendbrot verzichten.
Wichtig ist, während des verkürzten Mahlzeitenfensters nicht öfters oder größere Mengen zu essen.

Wie schafft man es, Versuchungen zu widerstehen und durchzuhalten?

Fasten muss man wirklich wollen.
Hilfreich ist es, gemeinsam zu fasten, dann auch reichlich Wasser und ungesüßten Tee zu trinken,
wenn einen der Hunger überkommt, zu zuckerfreien Kaugummis zu greifen und sich zu bewegen.
Das lenkt ab und ist obendrein gesund.

Welche positiven Effekte hat Fasten für unseren Körper?
Fasten tut Körper und Geist nachweislich gut.
Der Blutdruck sinkt, der Blutzuckerspiegel stabilisiert sich, Cholesterin- und Entzündungswerte verbessern sich,
Rheumabeschwerden werden gelindert, das Gewicht geht runter und die Stimmung rauf.
Fasten lehrt darüber hinaus, andere Prioritäten zu setzen und mit weniger zufrieden zu sein.

Kann und sollte jeder fasten?
Das strenge Heilfasten sollte immer ärztlich begleitet werden.
Kindern, Untergewichtigen, Kranken, Schwangeren und Stillenden rate ich generell vorn Fasten ab.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  März 2019                                          
« Letzte Änderung: 09. März 2019, 13:48:41 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Re: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden
« Antwort #31 am: 17. März 2019, 09:29:41 »
Eisenmangel

Zu einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung zählen vor allem die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn.

Beide Erkrankungen zeichnen sich durch wiederkehrende Entzündungen im Magen-Darm-Bereich aus.
Das führt bei vielen Betroffenen zu einer verminderten Aufnahme wichtiger Nährstoffe über den Darm, unter anderem von Eisen.
Zudem kommt es bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen häufig zu Verletzungen der Darmschleimhäute und Blutungen im Darm,
was ebenfalls zur Entstehung eines Eisenmangels und einer Anämie beiträgt.
Eine entzündungsbedingte gestörte Eisenaufnahme im Darm und Blockade der Eisenspeicher erschweren häufig eine Aufnahme von Eisen aus der Nahrung oder eine Therapie mit oralen (über den Mund aufgenommenen) Eisenpräparaten.
Betroffene benötigen deshalb in der Regel eine intravenöse (mit einer Spritze oder Infusion in die Blutbahn verabreichte) Eisengabe.
www.eisen-netzwerk.de
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Offline RalleGA

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Re: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden
« Antwort #32 am: 26. März 2019, 09:37:24 »
Die Ernährungs-Docs


chronische Bronchitis, kindliches Übergewicht, Arthrose im Sprunggelenk


Folge 31
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden
« Antwort #33 am: 04. April 2019, 14:22:42 »
Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel unnötig

Statt Kapseln mit Vitaminen oder anderen Nährstoffen zu schlucken, sollten Gesundheitsbewusste auf eine abwechslungsreiche Kost setzen.

Winterzeit ist Erkältungszeit.
Um sich zu wappnen, greift manch einer zu Vitaminpräparaten.
Ist das sinnvoll?
Oder geht es auch mit ganz natürlichen Nährstofflieferanten wie Obst und Gemüse?

Brausetabletten, Pillen, Kapseln - die Bandbreite der Nahrungsergänzungsmittel ist groß.
Aber brauchen wir Extra-Vitamine in Tablettenform, um gesund zu bleiben und uns wohlzufühlen? "Nein".

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE):
Gesunde Menschen würden nicht zusätzlich vor Krankheiten geschützt, wenn sie solche Mittel einnehmen.

Mit einer ausgewogenen Ernährung bekomme man in der Regel alle wichtigen Nährstoffe.

Ausgewogene Ernährung unersetzbar 

Aber was, wenn man sich eben nicht ganz so ausgewogen ernährt?
Können die Pillen dann helfen?
Nahrungsergänzungsmittel könnten eine unausgewogene Ernährung nicht ersetzen.

Nahrungsergänzung ist kein Nahrungsersatz
Wer etwa eine Paprika isst, nimmt weit mehr zu sich als nur Vitamin C.
Denn in dem Gemüse stecken auch Folsäure, Magnesium und Eisen sowie sekundäre Pflanzenstoffe.
Sorgen darum, dass Gemüse und Obst heute gar nicht mehr so viele Nährstoffe enthalten, müssten sich Verbraucher auch nicht machen.
Wer sich abwechslungsreich mit frischen Produkten ernährt, ist in der Regel gut versorgt.

Eine Ausnahme können z.B. ältere Menschen sein, die gar nicht mehr nach draußen gehen, Schwangere, Stillende oder Säuglinge.

Lebensmittelunverträglichkeiten oder eine vegane Ernährung sowie bestimmte Krankheiten
sind eventuell  Gründe für die zusätzliche Zufuhr von Nährstoffen.


Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2019

« Letzte Änderung: 04. April 2019, 14:27:44 von RalleGA »
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Re: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden
« Antwort #34 am: 13. April 2019, 13:23:23 »
Intervallfasten

neuer ErnährungstrendWas steckt dahinter? 


Beim Intervallfasten ist der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme entscheidend.
Es gibt unterschiedliche Formen, sodass die individuell passende Methode flexibel ausgewählt werden kann.

Besonders die Methoden 16:8 und 5:2 sowie das alternierende Fasten sind derzeit beliebt.

Bei der 16:8-Methode wird für 16 Stunden am Tag nichts gegessen.
In dieser Fastenphase wird vollständig auf Nahrung verzichtet, so dass nur Wasser und ungesüßte Getränke, wie z.B.  Tee, erlaubt sind.
In den restlichen acht Stunden kann wie gewohnt gegessen werden.
Ob das Frühstück oder das Abendessen weggelassen wird, ist jedem selbst überlassen.

Die 5:2-Methode bedeutet, dass an fünf Tagen ganz normal gegessen und an zwei Tagen die Kalorienzufuhr auf etwa 500 Kilokalorien bei Frauen bzw. 600 Kilokalorien bei Männern gesenkt wird.
Die Fastentage müssen dabei nicht aufeinander folgen und können von Woche zu Woche variieren.

Beim alternierenden Fasten wird jeden zweiten Tag gefastet, wobei die Kalorienzufuhr wie bei der 5:2-Methode an diesen Tagen deutlich reduziert ist. In den Fastenphasen, bzw. den Phasen mit geringer Kalorienaufnahme, steht der bewusste Verzicht im Vordergrund.

Fettige, zuckerreiche und stark gesalzene Speisen sind ganz tabu.
Geeignet  sind unter anderem ballaststoffreiche Nahrungsmittel, wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte.
Zum Teil werden aber auch nur flüssige Lebensmittel, z.B. Suppen, gegessen.       

An den fastenfreien Tagen gibt es hingegen keine speziellen Empfehlungen hinsichtlich der Energiezufuhr, Lebensmittelauswahl sowie der Zubereitungsart. Vorteilhaft ist, auch an diesen Tagen, auf eine ausgewogene Ernährung nach der Ernährungspyramide zu achten.           

Viele Menschen beschreiben, dass sich der Nahrungsverzicht positiv auf ihr Wohlbefinden sowie ihre Konzentrationsfähigkeit auswirkt und dabei hilft, Gewicht zu verlieren. Manche fühlen sich fitter, leichter und wacher als zuvor.
Ausreichend wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es dazu jedoch nicht.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist das Intervallfasten zur langfristigen Gewichtsregulation ungeeignet, da der Körper vor allem Muskelmasse abbaut und Wasser verliert.
Das Intervallfasten führt in der Regel auch nicht zu einer gesünderen und ausgewogeneren Lebensmittelauswahl.
Wer dass Intervallfasten ausprobieren möchte, sollte sich dafür Zeit nehmen und die Fastentage eher am Wochenende planen.
Das erleichtert den Einstieg.   
Vor jedem Fasten sollte mit einem Arzt geklärt werden, ob ein Fasten möglich und welche Methode geeignet ist.
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte hingegen nicht gefastet werden.
Dies gilt auch bei Untergewicht oder Erkrankungen.


Tipps für das Fasten
1. Auswahl der richtigen Methode: Die persönlich passende Fastenvariante, die sich gut in den Alltag integrieren lässt, erleichtert das Fasten.
2. Geduldig sein: Es kann eine gewisse Zeit dauern, bis sich der Körper an das Fasten gewöhnt.
3. Maß halten: Auch in den fastenfreien Phasen sollte nicht ungehemmt geschlemmt werden,
    sodass das Kaloriendefizit der Fastentage nicht gleich wieder ausgeglichen wird.
4. Ausreichend bewegen und Stress reduzieren: Ein gemütlicher Spaziergang oder andere leicht Aktivitäten,
    wie Yoga, können die perfekte Ablenkung sein.
5. Genügend schlafen: Sieben bis acht Stunden pro Nacht sollten es sein. Übermüdete Menschen nehmen mehr zu sich, als nötig.

Fundquelle: Auszug – „GENARAL-ANZEIGER“  - Altmark Januar 2019
« Letzte Änderung: 13. April 2019, 13:37:10 von RalleGA »
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Re: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden
« Antwort #35 am: 15. April 2019, 07:48:39 »
NAFL Ernährungstipps gegen die nichtalkoholische Fettleber

Zuckerfrei und mit Pausen


Sie wird oft lange nicht bemerkt, verursacht irgendwann aber Diabetes:
Die nichtalkoholische Fettleber hat für Betroffene ernste Konsequenzen.
Verhindern lässt sich das mit einer Ernährungsumstellung - eine Diät muss aber nicht sein.   

Zu viel falsches Essen bei zu wenig Bewegung: So entsteht die nichtalkoholische Fettleber.
Die NAFL abgekürzte Erkrankung ist inzwischen eine Volkskrankheit, warnt Ökotrophologe Nicolai Worm.
"Das liegt an unserem Lebensstil - der Kombination von kalorienreicher und kohlenhydratbetonter Ernährung mit einem chronischen Bewegungsmangel.
Der Körper bekommt durch diese Form der Ernährung viel energiereichen Treibstoff, den er mangels Bewegung aber gar nicht braucht -
und deshalb zu Fett umwandelt."

Wird das Fettgewebe aber nicht ordentlich mit Blut versorgt, und zwar wieder durch einen Mangel an Bewegung, verliert es seine Speicherfähigkeit. Der Körper sucht dann einen anderen Speicherplatz für das überschüssige Fett - und findet ihn in der Bauchhöhle.
Damit verfetten die darin gelagerten Organe. An erster Stelle die Leber. 
Zu spät entdeckt, kann die Fettleber Krankheiten wie Diabetes Typ 2 oder eine Leberzirrhose verursachen.
Wer sich in dem genannten Lebensstil wiedererkennt, sollte sich daher auf eine Fettleber untersuchen lassen.
Das gilt auch dann, wenn jemand gar nicht übergewichtig ist, sondern nur am Bauch zunimmt:
Die Anzeichen für eine Fettleber sind für Ärzte eigentlich relativ leicht zu entdecken, leider werden die entsprechenden Untersuchungen aber noch viel zu wenig gemacht. 

Medikamente gibt es gegen die NAFL nicht, bestes Gegenmittel ist eine Ernährungsumstellung.
Dabei geht es nicht zuerst ums Abnehmen - obwohl ein paar Kilo natürlich nicht schaden.
Wichtiger ist aber: "Weniger Zucker, auch Fruchtzucker, also keine Säfte, keine Smoothies, und weniger stärkereiche Nahrungsmittel."

Vermeiden sollten Betroffene vor allem ballaststoffarme und raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehl.


Tipp: lange Pausen zwischen den Mahlzeiten.    Siehe auch Beiträge zum Fasten

Vier oder fünf Stunden sollten es mindestens sein.
Denn bei Fettleber-Patienten sei der Insulinspiegel nach dem Essen viel zu hoch.
Die nüchternen Stunden zwischen den Mahlzeiten braucht der Körper dann, um den Spiegel wieder zu senken.

Literatur:
Nicolai Worm, Melanie Teutsch: Die 4-Wochen-Kur gegen Fettleber:
Leberfasten nach Dr. Worm. Trias Verlag, 14,99 Euro. ISBN: 978-3432107592.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2019
« Letzte Änderung: 15. April 2019, 08:00:31 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Ratschläge zur Ernährung = Heilung von Beschwerden
« Antwort #36 am: 05. Mai 2019, 08:01:52 »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.