Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Pflege am Boden - es war zwar so nicht geplant, aber es hat sich so ergeben  (Gelesen 1776 mal)

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Offline RalleGA

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Offline sophia65

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Danke Ralf, dass hier über den Flashmob geschrieben und gelesen werden kann.
Ich habe dazu aus dem Netz einen Text, der das Anliegen schön erklärt.
Dieser Text ist nicht von mir.
Danke an Simmsen Feld, dass ich ihn verwenden darf

Wer sich ganz sicher ist, dass es in Ordnung ist, wenn…
- ein privater oder stationärer Anbieter für Pflege von Menschen eine in Minuten getaktete Tätigkeit abrechnen
  muss, wie beim Reparaturservice einer Werkstatt für Maschinen, …
- eine Pflegekraft 300 Überstunden weder abfeiern kann noch ausbezahlt bekommt, weil sonst die Arbeit
  liegen bleibt, da niemand ihre Arbeit übernehmen kann oder einfach kein Geld da ist, …
- 12 Bewohner in einem Altenheim von einer Pflegekraft gepflegt werden, …
- 30-50 Patienten im Krankenhaus von einer Fachkraft versorgt werden, …
- sich Ärzte für ihre Gehaltsforderungen erfolgreich einsetzen und die Krankenhäuser dieses Geld auch übrig
  haben, aber nicht für die Einstellung von Pflegepersonal und deren gerechte Bezahlung, ….
- der MDK nur die Akten von Bewohnern kontrolliert und nicht die Bewohner anschaut, …
- eine Krankenkasse nicht freiwillig und offen darlegt, was einem Pflegebedürftigen zusteht und ein
  Angehöriger darum kämpfen muss, ein Hilfsmittel zu beantragen, …
- Angehörige ihre pflegebedürftigen Eltern nicht höher stufen lassen können, weil sie es sich nicht leisten
  können, ….
- die Ausführung einer Dienstleistung vom Personal erwartet wird, die von der Pflegestufe nicht abgedeckt 
  wird und somit quasi nur mit dem persönlichen Einsatz einer guten Pflegekraft abgedeckt wird, …
- kein Fachpersonal mehr ausgebildet werden will, weil der jetzige Status des Pflegeberufs keine Zukunft für
  junge Leute aufzeigt, …
- Kollegen aus Furcht vor Repressalien von Vorgesetzten oder Kollegen nicht trauen einen friedlichen und
  aufweckenden Widerstand zu leisten, …
- Pflegepersonal mit dem Helfersyndrom tituliert belächelt werden, ….

… der darf und muss auch nicht am 14.12 2013 am bundesweiten Flashmob teilnehmen und
   sich 10 Minuten still den Boden legen, um einen Missstand in der Pflege von Menschen in Krankenhäusern   
   oder Pflegeheimen aufzuzeigen.

… der kann gemütlich sein Leben genießen, weil es gar keinen Missstand gibt und weil er großes Vertrauen 
   zur Politik und zum Gesundheitswesen des Staates hat, denn dieser kümmert sich um uns und unsere 
   Kinder im Alter, nicht wahr?


In vielen Städten von 16.00 bis 16.10 Uhr.  :welcome
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2013, 09:22:11 von RalleGA »

Offline RalleGA

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Die Karawane der Pflegerinnen
 
Immer mehr Frauen aus Osteuropa kommen nach Deutschland, um sich um alte Menschen in deren Haushalt zu kümmern.
Zwischen 150.000 und 400.000 sollen es jährlich sein.
Umgangssprachlich heißt das 24-Stunden-Betreuung oder -Pflege.

Die Dokumentation zeigt damit verbundene Probleme wie Schwarzarbeit,
fragwürdige Beschäftigungsmodelle und schlechte Arbeitsbedingungen und geht der Frage nach,
wie man den wachsenden Bedarf in den reichen EU-Staaten decken kann,
ohne die Rechte und die Würde der Frauen aus den ärmeren osteuropäischen Ländern zu verletzen.

Ein Film von Ingo Dell 


« Letzte Änderung: 17. Juli 2018, 10:20:23 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Gewalt in der Pflege

Neues Online-Portal verspricht Hilfe


www.pflege-gewalt.de

Die Pflege in Deutschland hat keinen guten Ruf.
Es gibt zu wenig Personal, keine angemessene Bezahlung und immer wieder negative Schlagzeilen.
Dazu gehört auch Gewalt in der Pflege.
Die betrifft Pflegebedürftige, Angehörige sowie Pflegekräfte und ist offenbar kein Einzelfall.

In einer Untersuchung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) gab etwa ein Drittel der Befragten mit Pflegeerfahrung an,
sich schon unangemessen in der Pflege verhalten zu haben.
40% berichteten, mit aggressivem Verhalten von Pflegebedürftigen konfrontiert worden zu sein.
Von interviewten Pflegekräften äußerten 47%, dass Pflegeheime durch Gewalt und Aggression vor ganz besondere Herausforderungen gestellt sind.

Gewalt in der Pflege hat viele Gesichter und fängt nicht erst beim Schlagen an.
Wir haben es dabei mit einem immensen Problemfeld zu tun, über das ungern gesprochen wird.
Dabei könnte vieles verhindert werden, wenn die notwendige Sensibilität und das Wissen über das Thema stärker ausgeprägt wären.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ März 2018

« Letzte Änderung: 22. September 2018, 07:20:23 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Pflegeheime reagieren extrem

Grund dafür: Kritik bei Pflegemängel


Zunehmend erteilen Pflegeeinrichtungen Angehörigen ein Hausverbot.
Statt sich damit gründlich auseinanderzusetzen, reagieren Heime extrem.
Nicht ohne Folgen für die Beteiligten. 

Hausverbote in Pflegeheimen
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