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Autor Thema: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps  (Gelesen 13794 mal)

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Offline RalleGA

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Mit dem GEK Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung

Eine passende Pflegeeinrichtung kann seit September 2009 auch online mit dem
GEK- Pflege-Lotsen gefunden werden.


Diese Internet-Suchmaschine informiert über Pflegeeinrichtungen, die vollstationäre pflege, Tages- oder Nachtpflege, Kurzzeitpflege sowie pflege zu Hause anbieten.

Im Internet finden Sie den neuen GEK - Pflege-Lotsen unter www.gek.de/40934 mit dem Sie ganz einfach bundesweit über 20.000 Einrichtungen finden können.

Neben den Kontaktdaten der Einrichtung bietet der Pflege-Lotse detaillierte Informationen zu den Preisen der einzelnen Einrichtungen. So lassen sich per Mausklick die Preise vergleichen.

Die neue Hotline für schnelle Hilfe durch die GEK -                                                 
Pflegeexperten ist ab dem 19.10.2009 erreichbar unter: 0800  - 435 73 53 43*
* Der Anruf aus dem Festnetz ist kostenfrei.
  Bei Anrufen aus dem Mobilnetz können Gebühren entstehen.         
Pflege-Lotse: https://www.gek.de/service/gek-lotsen/pflege-lotse/index.html
                                 
Fundquelle: Gesundheit - konkret  Heft 4/09- Magazin der Gmünder Ersatz Kasse GEK



eingefügt am 19.04.2012
www.pflegeheim.weisse-liste.de


im Anhang eingefügt am 02.12.2012
                                 nur für Forummitglieder ersichtlich
Informationen zur gesetzlichen Pflegeversicherung Stand: 11-2012

« Letzte Änderung: 02. November 2012, 13:51:13 von RalleGA »
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung
« Antwort #1 am: 02. Februar 2010, 10:29:37 »
Pflegeheim testen:

Kurzzeitpflege nutzen


Wie gut die Betreuung in einem Pflegeheim ist, lässt sich am besten in der Praxis testen.
Hierfür bietet sich zum Beispiel die Kurzzeitpflege an.
Diese können Pflegebedürftige vorübergehend in Anspruch nehmen, wenn etwa die Angehörigen im Urlaub sind.

Bis zu vier Wochen im Jahr zahle dann die Pflegekasse für einen Heimaufenthalt.               
Maximal würden derzeit 1470 Euro erstattet, ab 2010 sind es 1510 Euro.
Die Kurzzeitpflege müssen Senioren vorher bei der Kasse beantragen.

Sie wird nur für zugelassene Einrichtungen genehmigt.
Das sei auch eine gute Gelegenheit, um die Betreuer kennenzulernen, erläutert Liedtke.
Schließlich sei nicht nur die Ausstattung eines Heims entscheidend, sondern auch die Menschen darin.

Viele Deutsche glauben aber, dass es in Heimen an guten Betreuern fehlt.
Das hat eine aktuelle Umfrage des ALLENSBACH - Instituts ergeben, für die im Auftrag der Marseille-Kliniken AG
1804 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt wurden.

Ein schlechtes Bild von Pflegeeinrichtungen haben demnach vor allem diejenigen, die noch keine Erfahrung mit ihnen haben.
Davon glaubt nur jeder Siebte (14 Prozent), dass es in Heimen genug Personal gibt.
Und nur jeder Vierte (27 Prozent) schätzt, dort auch auf gut geschulte Pfleger zu treffen.
Wer schon eine Einrichtung kennt, urteilt zwar etwas positiver - hier liegen die Werte bei 21 und 46 Prozent.
Damit sind die positiven Eindrücke immer noch in der Minderheit. Freundliches Personal steht für Befragte mit pflegebedürftigen Angehörigen aber an erster Stelle bei der Heimwahl - 96 Prozent geben das an.                 
Bietet ein Heim keine Kurzzeitpflege an, lasse sich eventuell ein Probewohnen vereinbaren.

Das geht zwar nur auf eigene Kosten, kann sich aber lohnen:
In der Praxis bekommt man erst den richtigen Eindruck von einem Heim und merkt, ob man sich da wohlfühlt.                       
Manche Pflegeeinrichtungen haben hierfür inzwischen eigens Gästezimmer eingerichtet.
Ist auch kein Probewohnen möglich, sollte zumindest ein Besuchstag eingeplant werden.
Dabei können Senioren sich alles genau angucken und Bewohner danach fragen, wie es ihnen dort gefällt.
Auch für Angehörige ist ein solcher Besuch sinnvoll, um einen Eindruck von den Betreuern zu bekommen.
Dabei lässt sich auch klären, ob Pflegebedürftige auf längere Sicht einen festen Ansprechpartner im Heim haben werden.
Fast jeder Zweite (48 Prozent) mit einem Pflegefall im Familienkreis hält es nämlich für wichtig, dass das Personal nicht zu häufig wechselt.

Fazit:
Wenn jemand einem beim Besuchstag sympathisch ist, möchte ich natürlich auch, dass er länger bleibt.

Fundquelle: Auszug -  „VOLKSSTIMME“ -.10.2009   
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #2 am: 25. März 2010, 09:56:22 »
Gute Pflege ist Vertrauenssache:

Ambulante Dienste Vergleichen
Feste Ansprechpartner // Kündigungsfristen für Verträge beachten


Schwer ist die Entscheidung immer.
Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, stehen Angehörige vor vielen Fragen.
Schaffen wir die Pflege alleine, brauchen wir ambulante Hilfe und wenn ja: Wie finden wir sie?

Die Auswahl eines Pflegedienstes ist Vertrauenssache.
Deshalb lassen sich Pflegebedürftige und ihre Angehörigen besser immer von mehreren Pflegediensten beraten und entscheiden dann nach persönlichen Bedürfnissen.
Wenn jemand beispielsweise bei der Abendtoilette Hilfe braucht, aber immer erst spät ins Bett geht,
muss man fragen, ob der Pflegedienst das leisten kann.

Zudem sollte sich jemand die Wohnräume des Pflegebedürftigen anschauen.
Nur dann können individuelle Gegebenheiten bei den Leistungen berücksichtigt werden.
Insbesondere für die Pflegebedürftigen ist ein fester Ansprechpartner wichtig – und das sollte eine Fachkraft sein.
Fachkräfte sind meist Kranken- oder Altenpfleger.    
Auf diesen Punkt sollte wert gelegt werden.

Im Gespräch sollte geklärt werden, mit wie vielen Pflegern die pflegebedürftige Person in Kontakt kommt.
Mehr als zwei oder drei Personen dürften es nach Einschätzung nach nicht sein.
Die Versicherten können den gewährten Zuschuss auf einen Pflegedienst und private Helfer aufteilen.
Außerdem kann als weitere Unterstützung einmal  jährlich eine Kurzzeitpflege beantragt werden, etwa als Urlaubsvertretung für pflegende Angehörige.

Wem diese Aspekte nicht klar sind, der sollte sich von der eigenen Krankenkasse oder neutralen Beratungsstellen wie Pflegestützpunkten beraten lassen.
Pflegestützpunkte sind auch dann gute Ansprechpartner, wenn in einer Region, wie in einigen ländlichen Gegenden,
nur wenige ambulante Pflegedienste zur Auswahl stehen.
Mittlerweile sind 500 Pflegestützpunkte in Deutschland eingerichtet oder fast fertig.
Da die Einrichtung der Stützpunkte aber Ländersache sei, gebe es je nach Bundesland gravierende Unterschiede.

So zählt Baden- Württemberg bereits 135 Pflegestützpunkte, Brandenburg nur fünf.
Regionale Unterschiede gibt es auch bei den Pflegekosten, die Pflegedienste abrechnen.             
Das zeigte der Pflegereport 2009 der Gmünder Ersatzkasse.
Beispielsweise liegt die Preis spanne für das "Zubereiten einer warmen Mahlzeit" zwischen 7,39 Euro in Nordrhein-Westfalen und 20,90 in Baden-Württemberg.
Die "große Morgentoilette" kostet in Thüringen 15,75 Euro, in Hessen aber 32,16 Euro.
Die jeweiligen Entgelte setzen sich aus einem für Laien schwer verständlichen Punktesystem zusammen,
außerdem werden mitunter verschiedene Bereiche zu Leistungskomplexen zusammengefasst.
So können das morgendliche Aus" und Anziehen, das Kämmen oder die Mund" und Zahnpflege in Bayern einzeln ausgewählt werden.
In anderen Bundesländern sind sie in einem Leistungskomplex zusammen" gefasst und dürfen höchstens,
wie etwa in Hessen, einzeln abgewählt werden.

In jedem Fall sollten die Preise vor Vertragsabschluss genau besprochen werden.
Im Pflegevertrag müssen alle Kosten ersichtlich sein - die Kosten, die von den Krankenkassen übernommen werden und der Eigenanteil.
Insbesondere der privat zu zahlende Eigenanteil könne sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.
Ein Vergleich sei deshalb unerlässlich.

Kündigungsfrist beachten


Vor Abschluss eines Pflegevertrages ist darauf zu achten, dass nur der Eigenanteil privat,
die übrigen Kosten aber mit der Pflegekasse abgerechnet werden.

Bei Kündigungsfristen gilt: Der Pflegedienst sollte mindestens eine dreiwöchige Frist einhalten,
der Kunde dagegen möglichst ohne Frist kündigen dürfen
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Pflege = Selbstständig bleiben

Hilfsmittel als Lösung bei Handicaps


Kompetente Ansprechpartner finden sich u.a. unter: www.ot-forum.de

Fundquelle: „ALTMARK-ZEITUNG“ Sprechstunde vom 01.05.2010     
               
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #4 am: 01. Januar 2011, 18:24:59 »
Pflegegesetz-Dschungel:

Hilfs- oder Pflegehilfsmittel? (1)


Sich im Pflegegesetz-Dschungel zu Recht zu finden, ist nicht einfach.
   
                                 
Zum Beispiel, wenn es um Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel geht:     
Was sind die Voraussetzungen für den Anspruch?                                                                             
Welche Kasse ist zuständig?                                                                                                           
Wie viel muss der Versicherte zahlen?


Für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sind die vielen gesetzlichen Bestimmungen oft verwirrend.                                                                                                                                   
Da fällt es zum Beispiel schwer, herauszufinden, ob ein Pflegebett ein Hilfsmittel oder ein Pflegehilfsmittel ist
und wer für welche Kosten aufkommt.

Grundsätzlich lässt sich sagen:

Hilfsmittel sind Produkte, die den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern,
einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen.     
                                                                                                                                   
Zu den gängigsten Hilfsmitteln gehören Inkontinenzartikel, also zum Beispiel Windeln.
Häufig verordnet werden auch Kompressionsstrümpfe, orthopädische Schuhe und Rollatoren.

Pflegehilfsmittel hingegen dienen dazu, die Pflege zu erleichtern, zur Linderung von Beschwerden eines Pflegebedürftigen beizutragen oder ihm eine selbständigere Lebensführung zu ermöglichen. 
                                                                                                 

Die bekanntesten technischen Pflegehilfsmittel sind Pflegebetten.
Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind beispielsweise Betteinlagen, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe.                                                                                   
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #5 am: 03. Januar 2011, 17:48:29 »
Pflegegesetz-Dschungel:

Hilfs- oder Pflegehilfsmittel? (2)


Wer ist zuständig?

Für Hilfsmittel ist in der Regel die Krankenkasse zuständig, für Pflegehilfsmittel die Pflegekasse.

Der Anspruch auf ein Hilfsmittel hat eine Voraussetzung:
Der Arzt muss die dringende Erforderlichkeit eines Hilfsmittels feststellen.
Der Arzt verordnet ein Hilfsmittel per Rezept.
Je konkreter und detaillierter diese Verordnung formuliert ist, umso besser.
Hat der Versicherte seine Verordnung in der Hand, muss er bei seiner Krankenkasse erfragen,
mit welchen Hilfsmittellieferanten in seiner Nähe sie einen Liefervertrag hat, und einen Anbieter auswählen.
Dieser wählt dann das für den Versicherten passende Produkt aus, nimmt gegebenenfalls Maß und erstellt in vielen Fällen auch einen Kostenvoranschlag, den er dann zusammen mit der Verordnung bei der Krankenkasse einreicht.
Die Krankenkasse prüft daraufhin die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit - und erteilt, wenn alles in Ordnung ist,
die Kostenzusage.

Nur wenn die Pflegebedürftigkeit eines Patienten festgestellt
wurde, dieser zu Hause gepflegt wird und keine Leistungspflicht der Krankenkasse besteht, trägt die Pflegekasse die Kosten.

Der Patient muss das Pflegehilfsmittel formlos bei ihr beantragen -
am besten mit detaillierter Beschreibung und Benennung des Einsatzzweckes.
Der Arzt kann keine Verordnung ausstellen.
Aber:
Seine medizinische Stellungnahme kann bei der Beantragung eines Pflegehilfsmittels eine wichtige Argumentationshilfe sein.

Wie hoch ist die Eigenbeteiligung?
Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln beträgt die Zuzahlung zehn Prozent und höchstens 10 Euro für den Monatsbedarf, bei nicht zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln ebenfalls zehn Prozent, mindestens 5 und höchstens 10 Euro.
Für manche Hilfsmittel, etwa Hörgeräte, wurden Festbeträge festgelegt.
Bei Pflegehilfsmitteln übernimmt die Pflegekasse die Kosten unabhängig von der Pflegestufe.
Für ein Pflegehilfsmittel hat der Versicherte lediglich eine Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent des Abgabe-/Vertragspreises zu tragen, maximal jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel.                                                   
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #6 am: 04. Januar 2011, 19:36:38 »
Pflegegesetz-Dschungel:

Hilfs- oder Pflegehilfsmittel? (3)

Wo gibt es Informationen?

Auf dem Weg zum Hilfs- oder Pflegehilfsmittel lauern verschiedene Fallstricke.
Sie beginnen bei der Abgrenzung zwischen beiden. So kann eine wieder verwendbare Bettschutzeinlage oder ein Einmalhandschuh sowohl Hilfsmittel als auch Pflegehilfsmittel sein.
Damit sind Patienten und Angehörige oft überfordert.
Infotelefone der Kassen, Unabhängige Patientenberatung, Pflegestützpunkte und Landesverbände des VdK helfen weiter.

Details zum Nachschlagen
Die gesetzlichen Grundlagen für Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel sind im Sozialgesetzbuch (SGB) festgehalten - und zwar im SGB V Paragraf 33 Absatz 1, beziehungsweise SGB XI Paragraf 40 Absatz 1.
Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben ein online einsehbares Hilfsmittelverzeichnis erstellt.
In den Produktgruppen 1 bis 34 sind Hilfsmittel zu finden.
In den Produktgruppen 50 bis 54 sind Pflegehilfsmittel aufgelistet.

Mehr Informationen unter:
Hilfsmittelverzeichnis -
http://db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS                                               
Webseite des Sozialverbandes - VdK - http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de1               
Unabhängige Patientenberatung - http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME“ – Oktober 2010
                                 
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #7 am: 20. September 2011, 10:47:57 »
Probetermin

– Pflegedienst umsichtig auswählen


Worauf Betroffene bei der Auswahl eines ambulanten Pflegedienstes achten sollten:

Leistungen gewichten:
Die Gesamtnote für den Pflegedienst ist nur ein erster Hinweis.
Angehörige sollten sich insbesondere die Einzelnoten für "pflegerische Leistungen" anschauen.

Termin vereinbaren:
Um sich einen Eindruck zu verschaffen, sollten verschiedene Pflegedienste besucht werden.
Hilfreich ist es auch, einen Unverbindlichen Hausbesuch bei der pflegebedürftigen Person zu vereinbaren.

Prioritäten setzen:
Angehörige fragen am besten nach einer Preisliste, auf der die einzelnen Posten für die Pflege genau aufgeschlüsselt sind.
Danach kann genauer ausgesiebt werden:
Welche Leistungen sind wirklich notwendig, und welche können unter Umständen selbst übernommen werden?

Erreichbarkeit prüfen:

Zu klären ist auch die Frage, ob der Pflegedienst rund um die Uhr und somit in Notfällen stets erreichbar ist.

Fundquelle: Auszug - „ALTMARK-ZEITUNG“ 20.08.2011
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #8 am: 07. Januar 2012, 10:07:31 »
Pflegestützpunkte in Niedersachsen                                                                                                               

Unter diesem Link gibt es Informationen, über die Pflegestützpunkte für das Bundesland Niedersachsen.
Pfegestützpunkte in NDS
 
                             
« Letzte Änderung: 07. Januar 2012, 10:10:33 von RalleGA »
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #9 am: 17. Februar 2012, 09:17:03 »
Pflegebedürftige können Pflegedienstvertrag jederzeit kündigen                                                                                                          
Ein Pflegebedürftiger kann seinen Pflegedienstvertrag jederzeit fristlos kündigen,
wenn er sein Vertrauen in die Tätigkeit des Pflegedienstes verloren hat.
Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Das Urteil stärkt die Rechte der Pflegebedürftigen erheblich. Darauf weist Gisela Rohmann von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin.
Bisher war umstritten, ob der Pflegebedürftige bei einer Kündigung des Pflegedienstvertrages Fristen einhalten muss.
Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz, die Fragen rund um das Thema Pflege haben,
können sich an das Informations- und Beschwerdetelefon Pflege und Wohnen in Einrichtungen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz wenden.     
                                   
Die Expertinnen sind montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 06131 - 28 48 41 zu erreichen.

Mehr unter:
Koninet-Nachrichten vom 30.11.2011   
« Letzte Änderung: 17. Februar 2012, 09:20:24 von RalleGA »
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #10 am: 22. Juli 2012, 16:20:49 »
Die Wahl des richtigen Pflegeheims

Hunderttausende Bewohner von Pflegeheimen werden nicht ausreichend gepflegt.
Das zeigt ein aktueller Qualitätsbericht zur Pflege in Deutschland.
Die Wahl des richtigen Heims ist deshalb nicht leicht.

Diese Punkte sollten Angehörige kennen:

Gewichtsverlust:
Verlieren alte Menschen im Pflegeheim Gewicht, sollten Angehörige aufmerksam werden.
Seien Gürtel und Kleidung plötzlich zu weit, könne das ein Warnsignal dafür sein,
dass sich das Pflegepersonal nicht gut genug um den Bewohner kümmert.
Jeder fünfte (20,5%) Pflegebedürftige mit Schluckstörungen erhält in einer Pflegeeinrichtung nicht genügend Unterstützung beim Essen und magert deshalb ab.

Das ergab der neue Qualitätsbericht zur Pflege in Deutschland, den der Medizinische Dienst des Spitzenverbands der Krankenkassen (MDS) am 24. 04.12 veröffentlicht hat.

Müdigkeit:
Auch Schläfrigkeit könne ein Anzeichen für schlechte Zustände in der Einrichtung sein.
Denn sie deute möglicherweise darauf hin, dass der Angehörige nicht genug trinkt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn empfiehlt für den gesunden Älteren eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2,25 Liter, wobei rund 0,75 Liter auf feste Nahrung wie Obst, Gemüse, Salate und Milchprodukte und 1,5 Liter auf Getränke entfallen können.

Interesse und Information:
Ob ein Demenz-Patient in seinem Pflegeheim gut versorgt werde, könnten Angehörige daran erkennen,
wie viel das Personal über den Bewohner wissen möchte.
Eine gute Einrichtung interessiert sich für die Biografie des Angehörigen.
Menschen mit Demenz ließen sich am besten über ihre Angehörigen kennenlernen.
Selbst einfache Rituale aus der Vergangenheit - etwa das Radiohören beim Frühstück - täten dem Patienten gut.
"Interessieren sie sich nicht für ihn, dann ist die Versorgung aufgrund ganz banaler Dinge nicht sichergestellt."

Wundliegen:
Besuchen Angehörige einen Bettlägerigen, sollten sie ein Auge auf die Liegeposition haben.
Ruhe er immer auf dem Rücken oder immer auf derselben Seite, steige das Risiko für Druckgeschwüre.
Das Personal müsse einen Bettlägerigen regelmäßig umlagern.
Fesseln oder Gitter seien nach Ansicht des Experten heute kaum noch vertretbar - auf jeden Fall nicht dauerhaft.
Alternativen zum Schutz eines sehr unruhigen Patienten seien zum Beispiel besonders niedrige Pflegebetten.

Zentrale Punkte der Pflegereform
Infolge der Pflegereform soll der Beitrag zum 1. Januar 2013 von 1,95 auf 2,05% steigen, bei Kinderlosen auf 2,3%.

Dafür soll es verschiedene Verbesserungen geben:

Leistungen:
Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz ohne Pflegestufe erhalten ab 2013 monatlich ein Pflegegeld von 120 € oder Pflegesachleistungen von bis zu 225 €.
Pflegebedürftige in Pflegestufe I erhalten 305 € Pflegegeld oder Pflegesachleistungen von bis zu 665 €. Pflegebedürftige in Pflegestufe II bekommen 525 € Pflegegeld oder Sachleistungen von bis zu 1.250 €.

Betreuung:
Ambulante Pflegedienste sollen künftig neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung auch gezielt Betreuungsleistungen anbieten.

Angehörige:
Pflegende Angehörige sollen leichter eine Auszeit nehmen können. Künftig wird das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt, wenn sie eine Kurzzeit- oder Verhinderungspflege für ihren Pflegebedürftigen in Anspruch nehmen.

Pflege-WGs:
Wohnformen zwischen der ambulanten und stationären Betreuung werden zusätzlich gefördert.

Private Pflege-Zusatzversicherungen:
Sie sollen mit einem eigenen Gesetz durch 100 Millionen Euro vom Bund gefördert werden.
Wie das Programm ausgestaltet wird, ist weiter offen.

Auswahl eines Pflegeheims (pdf)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ April 2012

« Letzte Änderung: 22. Juli 2012, 16:25:58 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #11 am: 22. Oktober 2012, 16:05:09 »
Pflegenoten erteilen

weiterhin online erlaubt


Berichte über die Qualität von Pflegeheimen dürfen von den Pflegekassen im Internet veröffentlich werden.
Das hat das LSG Nordrhein-Westfalen entschieden. (Aktenzeichen: L 10 P 137/11).

Pflegenoten online zu publizieren, bleibt erlaubt.
Eine Pflegeeinrichtung aus Köln gegen die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung,
genannt Pflege-TÜV, geklagt 
Das Unternehmen hatte verfassungsrechtliche Bedenken angemeldet und sich gegen die Bewertung mit Schulnoten gewehrt, obwohl es die sehr gute Note 1.1 erhalten hatte.
Die Noten würden die tatsächliche Lebensqualität in Heimen nicht zutreffen wiedergeben.

Das sah der 10. Senat des Gerichtes anders.
Die Darstellung im Internet, die Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen eine vergleichbare Übersicht von Pflegeangeboten liefert, bleibt damit grundsätzlich zulässig.
Das Landessozialgericht ließ Revision beim Bundessozialgericht zu. 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ August 2012

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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #12 am: 27. September 2013, 15:39:40 »
So findet man das passende Pflegeheim  -

Angehörige auf der Suche nach einer Einrichtung für Mutter oder Vater
können sich an einfachen Punkten orientieren


Angehörigen fällt es nicht leicht, das passende Pflegeheim für Mutter oder Vater zu finden.
Im Schnitt schauen sich Angehörige etwa drei Heime an, bevor sie sich entscheiden.
Um eine gute Einrichtung zu finden, können sich Betroffene an fünf Punkten orientieren.

Individuelle Bedürfnisse berücksichtigen:

Das ideale Heim für alle gibt es nicht.
Angehörige sollten sich überlegen, was für ihre Mutter oder ihren Vater wichtig ist.
Sind sie Naturliebhaber?
Dann kommen sie in einem ruhigen Heim mit großem Garten wahrscheinlich besser zurecht als in einem Haus mitten in der Stadt.
Entscheidend ist auch, warum ein älterer Mensch ins Pflegeheim muss.
Hat er eine Demenz, profitiert er von einer Einrichtung, die sich auf den Umgang damit spezialisiert hat.
Zu vernachlässigen sei dagegen der Aspekt:
Wird der Essensplan veröffentlicht?
Wenn das Essen nicht schmecke, helfe es auch nicht, wenn der Plan an der Wand hänge.

Auf Transparenz achten:
Dafür sollte der Pflege-TÜV sorgen. Experten bewerten dabei Heime aufgrund von 82 Kriterien,
am Ende werden Noten vergeben.
Am besten werten Angehörige die Noten nur als Anhaltspunkte.
Es müsse ins Detail geschaut werden:
Gibt es in dem Heim z.B. bestimmte Vorkehrungen, um das Wundliegen der Bewohner zu vermeiden?
Wie ist die Benotung bei der Flüssigkeitsversorgung?
Wird regelmäßig überprüft, ob freiheitseinschränkende Maßnahmen nötig sind?

Auszeichnungen skeptisch sehen:
Viele Heime schmücken sich im Eingangsbereich mit Siegeln und Zertifikaten, z.B. zum Qualitätsmanagement.
Darauf könnten Angehörige aber nichts geben.
Denn wissenschaftlich gebe es keine Hinweise dafür, dass diese Auszeichnungen die Qualität in der Pflege besser machen.
Viele Fragen stellen:
Angehörige nehmen sich am besten mindestens eine Stunde Zeit für ein Gespräch mit der Heimleitung oder den Pflegern.
Dabei sollten Dinge zur Sprache kommen wie:
"Kann meine Mutter oder mein Vater persönliche Dinge mitnehmen?",
"Gibt es die Möglichkeit, den alten Hausarzt zu besuchen?"    oder
"Was für Freizeitbeschäftigungen bieten Sie an?

Auf seine Sinne vertrauen:
Gehen Sie mit offenen Augen, Nase und Ohren durch das Haus.

Der erste Eindruck zähle.
Und schon nach kurzer Zeit könnten Angehörige beurteilen, ob das Heim hell und freundlich wirke,
ob es gut rieche und das Pflegepersonal einen entspannten Eindruck mache.
Auch ein Blick auf die Bewohner spricht Bände:
Wird Wert auf individuelle Kleidung gelegt oder sitzen alle einheitlich im Jogginganzug herum?

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2013

« Letzte Änderung: 27. September 2013, 15:42:52 von RalleGA »
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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #13 am: 28. September 2013, 08:57:15 »
Noten sind nur Anhaltspunkte:

Wie Angehörige ein gutes Heim finden

Im Umgang mit Beschwerden eine 1,0, bei der Vorbeugung zum Wundliegen nur eine 3,2.
Die Noten des Pflege-TÜVs sind dazu gedacht, Angehörigen bei der Wahl eines Heims weiterzuhelfen.
Für sich betrachtet, sind sie aber nicht aussagekräftig genug.
Angehörigen fällt es nicht leicht, das passende Pflegeheim für Mutter oder Vater zu finden.
Sie stehen bei der Suche oft unter einem großen Zeitdruck, Z.B., weil ein Elternteil einen Schlaganfall erlitten hat.
"Im Schnitt schauen sich Angehörige etwa drei Heime an, bevor sie sich entscheiden",
sagt Ralf Suhr, Vorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).

Mit Heimbeirat sprechen:
Eine weitere gute Möglichkeit ist es, mit dem Heimbeirat zu sprechen.
Ihm gehören beispielsweise andere Angehörige oder auch Bewohner an.
Bei ihnen lasse sich schnell herausfinden, ob die von der Heimleitung angepriesenen Leistungen
auch in die Realität umgesetzt würden.

Austausch mit anderen Betroffenen wichtig

Für Angehörige ist die Pflege kranker Menschen psychisch in mehrfacher Weise belastend.
Oft fehlen ihnen Rückzugsmöglichkeiten und Anerkennung für ihre Arbeit.
Um sich zu entlasten, sollten sie auf einen Mix aus verschiedenen Unterstützungsangeboten setzen.

Zum einen bieten sich Angehörigengruppen an:
Darin ist das Verständnis und die Toleranz gegenüber Problemen groß, so dass Angehörige oft besser mit Krisensituationen umgehen können.
Außerdem kann Angehörigen die stundenweise Betreuung durch einen Pflegedienst helfen.
Das verschafft ihnen Zeit, sich um eigene Dinge zu kümmern und ihre Batterien wieder aufzuladen.
Darüber hinaus ist es günstig, für andere Möglichkeiten offen zu sein.
Träger der Altenhilfe, der Gemeinde oder der Kirche vermitteln häufig ehrenamtliche Helfer.
Sie übernehmen zwar keine direkten Pflegeaufgaben, können sich aber mit dem Pflegebedürftigen beschäftigen oder Angehörigen beratend zur Seite stehen.

Checkliste für Angehörige

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2013

« Letzte Änderung: 28. September 2013, 08:59:23 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Mit dem Pflegelotsen zur passenden Pflegeeinrichtung und mehr Tipps
« Antwort #14 am: 15. Januar 2014, 09:00:59 »
Pflegende Angehörige entlasten

Info-Telefon:
Tel. 0800 – 33206073 1694

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Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.