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Autor Thema: Krankenversicherung - Thematik, Richtlinien für Chronisch kranke und mehr Info`s  (Gelesen 29334 mal)

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Offline RalleGA

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So kommen Sie zur Haushaltshilfe

aber, nur unter bestimmten Voraussetzungen


Kann sich im Krankheitsfall niemand um Haushalt und Kinder kümmern, finanziert die Krankenkasse eine Unterstützung.

Hinweise
« Letzte Änderung: 04. Februar 2020, 09:26:52 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Laser-Epilation - bei Jugendlichen -

bei starker Beinbehaarung ist keine Kassenleistung


LSG Niedersachsen-Bremen (Az. L 4 KR 457/16)                              
« Letzte Änderung: 25. März 2020, 09:51:19 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Krankenkasse muss rechtzeitig antworten - oder zahlen

Antrag ausfüllen, abschicken, und dann erstmal warten.
Ein Papierkrieg mit der Krankenkasse ist nichts für Ungeduldige.
Ewig Zeit lassen darf sich die Kasse aber nicht - sonst wird es teuer. 

Krankenkassen haben fünf Wochen Zeit, um über Anträge ihrer Mitglieder zu entscheiden.
Wird diese Frist überschritten, gilt der Antrag als genehmigt.
Ein Aufschub ist zwar möglich, muss aber begründet sein und die Form wahren.

Urteil des SG Heilbronn (Az.: S 14 KR 3166/18)

In dem Fall ging es um eine Frau, die nach einer Magenbypass-Operation mehr als 40 Kilogramm abgenommen hatte.
Deshalb beantragte sie nun mehrere Operationen zur Hautstraffung - an Bauch, Brüsten, Oberarmen und Oberschenkeln.     

Den Antrag stellte sie Mitte April 2018.
Ende Mai, also nach mehr als fünf Wochen, teilte die Krankenkasse der Frau mit, dass sie nur für die Hautstraffung am Bauch bezahlen werde.
Die Frau klagte - und gewann.   

Überschreitet eine Krankenkasse die gesetzliche Fünf-Wochen-Frist, gilt eine sogenannte Genehmigungsfiktion
, so das Gericht.
Die Kasse hatte der Frau zwar schon einmal innerhalb der Frist geantwortet und ihr mitgeteilt, dass eine Entscheidung innerhalb der fünf Wochen nicht möglich sei.     

So ein Aufschub sei zwar möglich, so das Gericht.
Allerdings habe die Kasse die nötige Schriftform nicht eingehalten:
Auf dem Schreiben fehlten die Unterschrift und der Name des zuständigen Sachbearbeiters.                               

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2020
« Letzte Änderung: 03. April 2020, 09:25:58 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.