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Autor Thema: Mögliche Auslöser/Ursachen - Linksammlung  (Gelesen 5804 mal)

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Offline busymouse

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Mögliche Auslöser/Ursachen - Linksammlung
« am: 06. Januar 2008, 13:29:53 »
Hallo @all,

einigen Betroffenen mögen Web-Fundstücke zum Thema "Mögliche Ursachen und Auslöser" bullöser Autoimmundermatosen helfen. Ich weise darauf hin, dass die hier entstehende Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und keinesfalls bedeutet, dass die Ursache für die Entstehung dieser Erkrankungen geklärt ist. Allerdings gibt es einige Umstände, von denen bekannt ist, dass sie das Auftreten dieser Erkrankungen begünstigen können. Dazu gehören beispielsweise u. a. Nebenwirkungen einiger Medikamente:

Zitat

Antidepressiva - MAO-Hemmer

    * Moclobemid
    * Tranylcypromin
    * Lithiumsalze

Allergologische Relevanz

Patienten unter lang andauernder Lithium-Therapie entwickeln häufig kutane Nebenwirkungen, die jedoch nicht allergisch bedingt sind. Hauttestungen mit Lithium sind negativ. Am häufigsten sind akneiforme Veränderungen zu beobachten. Auch die Exazerbation einer bekannten Psoriasis vulgaris, eine de-novo-Psoriasis oder psoriasiforme Hautveränderungen können ausgelöst werden, daneben auch pustulöse und ekzematöse Veränderungen. Follikulitiden in unterschiedlichem Verteilungsmuster können auftreten. Auch ein Lupus erythematodes kann induziert werden. Als weitere kutane Nebenwirkungen wurden morbilliforme Exantheme, EEM, eine Dermatitis-herpetiformis-artige Eruption, eine lineare IgA-Dermatose und eine generalisierte exfoliative Reaktion aufgeführt. Ebenfalls können Zehennagel-Dystrophien und Haarausfall beobachtet werden.

Quelle: www.alles-zur-allergologie.de

Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

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Re: Mögliche Auslöser/Ursachen - Linksammlung
« Antwort #1 am: 15. Dezember 2008, 19:03:40 »
Zitat
Die Induktion des bullösen Pemphigoids durch Medikamente ist insgesamt weniger gut belegt als beim Pemphigus [Smith et al, 1993; Venning et al, 1995]. Im Rahmen mehrerer Studien wurde eine Assoziation zwischen dem Auftreten eines bullösen Pemphigoids und der Einnahme von Neuroleptika, Aldosteronantagonisten, Furosemid [Fellner et al, 1976; Koch et al, 1996] und nach Impfungen [Fournier et al, 1996] beobachtet [Bastuji-Garin et al, 1996]. Dagegen ist die Induktion eines bullösen Pemphigoids durch eine PUVA-Therapie [George PM 1996, Perl et al, 1996], durch UV-Licht [Pfau et al, 1994] und durch Röntgenstrahlen [Remy et al, 1975] besser belegt.
Quelle: Julius-Maximilians-Universität zu Würzburg, Dissertation von Robert Kraensel, Mai 2006: Retrospektive Untersuchung über Effektivität und Nebenwirkung einer Therapie mit Dapson, Methylprednisolon und topischem Clobetasolpropionat bei Patienten mit bullösem Pemphigoid
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Re: Mögliche Auslöser/Ursachen - Linksammlung
« Antwort #2 am: 26. September 2009, 12:03:30 »
Medikamente, nach deren Gabe die Auslösung eines Pemphigus foliaceus beschrieben wurde:

Amoxicillin (?), Azapropazon, Captopril, Carbidopa, Ceftazidim, Enalpril, Goldverbindungen (Natriumaurothiomalat), Heroin = Diamorphin, Levodopa, Meprobramat, Mercaptopropionylglycin, Nifedipin, D-Penicillamin, Piroxicam, Propanolol, Pyritinol, Rifampicin, Telecobalt, Tiopropin

Medikamente, die in Einzelfällen Pemphigus foliaceus oder einen Pemphigus erythematosus auslösen können:

Medikamente, die ein Sulfathydrilradikal enthalten, wie bspw. Pyritinol, Goldnatriumthiomalat, Piroxicam, Mercaptopropionylglycin, Thiopronin. Captopril.

Verlauf

Meistens bilden sich die ersten Erosionen erst nach Monaten, bzw. innerhalb von 6 bis 12 Monaten. In vielen Fällen bildet sich die Symptomatik nach einigen Wochen von selber wieder zurück. Medikamente, nach deren Gabe die Auslösung eines Pemphigus foliaceus beschrieben wurde:

Amoxicillin (?), Azapropazon, Captopril, Carbidopa, Ceftazidim, Enalpril, Goldverbindungen (Natriumaurothiomalat), Heroin = Diamorphin, Levodopa, Meprobramat, Mercaptopropionylglycin, Nifedipin, D-Penicillamin, Piroxicam, Propanolol, Pyritinol, Rifampicin, Telecobalt, Tiopropin

Medikamente, die in Einzelfällen Pemphigus foliaceus oder einen Pemphigus erythematosus auslösen können:

Medikamente, die ein Sulfathydrilradikal enthalten, wie bspw. Pyritinol, Goldnatriumthiomalat, Piroxicam, Mercaptopropionylglycin, Thiopronin. Captopril.

Meistens bilden sich die ersten Erosionen erst nach Monaten, bzw. innerhalb von 6 bis 12 Monaten. In vielen Fällen bildet sich die Symptomatik nach einigen Wochen von selber wieder zurück. Auch nach Abheilung können langzeitlich noch zirkulierende Antikörper nachgewiesen werden. In einigen Fällen manifestiert sich ein Autoimmunmechanismus, der einen chronischen Verlauf bedingt. Über letale Ausgänge eines medikamentös bedingten Pemphigus ist mehr fach berichtet worden.

Quelle: Konrad Bork: Arzneimittelnebenwirkungen an der Haut. Schattauer, F.K. Verlag; Auflage: 2., überarb. u. erw. A. (1999)
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