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Autor Thema: Neue Krebstherapien und Krebsforschung  (Gelesen 109450 mal)

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #45 am: 22. Juni 2010, 11:01:22 »
01.04.2010
Weiteres BPH-Medikament beugt Prostatakrebs vor

St. Louis – Der 5-Reduktase-Inhibitor Dutasterid hat in einer randomisierten klinischen Studie im New England Journal of Medicine (2010; 362:1192-1202) die Häufigkeit von bioptisch gesicherten Prostatakarzinomen signifikant gesenkt.

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06.04.2010
Senkt Dutasterid Prostata-Krebsrisiko?

Ein Medikament, das bei Männern mit einer vergrößerten Prostata zum Einsatz kommt, scheint auch das Risiko von Prostata-Krebs zu senken. Das jedenfalls hat eine vier Jahre dauernde Untersuchung der Washington University School of Medicine mit mehr als 6.500 Männern ergeben.

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06.04.2010
Nano-Chips entdecken Tumoren im Mundbereich

Houston – Mithilfe von Nano-Chips könnten Ärzte in Zukunft Mundhöhlenkrebs erkennen und behandeln. Das berichten Wissenschaftler der Rice University in Houston. Sie veröffentlichten ihre Studie im Journal Cancer Prevention Research (10.1158/1940-6207.CAPR-09-0139).

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06.04.2010
Hirntumoren: Gewebestammzelle wird zur Tumorstammzelle

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum wiesen zum ersten Mal nach, dass bösartige Hirntumoren direkt aus Hirn-Stammzellen entstehen. Das Protein Tlx sorgt im erwachsenen Gehirn dafür, dass aus Gewebe-Stammzellen neue Nervenzellen entstehen. Zuviel Tlx regt bei Mäusen die Bildung bösartiger Hirntumoren aus Hirn-Stammzellen an. Auch beim Glioblastom, dem bösartigsten Hirntumor des Menschen, spielt Tlx eine Rolle. Mit Tlx ist daher erstmalig ein möglicher Angriffspunkt für zielgerichtete Therapien gegen das gefährliche Glioblastom entdeckt.

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06.04.2010
Beta-Interferon als Wächter des Immunsystems gegen Krebs

...Wissenschaftler des HZI in Braunschweig konnten jetzt eine völlig unerwartete Funktion eines immunologischen Botenstoffes bei der Tumorbekämpfung zeigen: Das Molekül Beta-Interferon hindert den Tumor daran, sich an das Blutsystem anzuschließen. Dazu hemmt es die Produktion von Wachstumsfaktoren, die die Bildung neuer Adern unterstützen. Die Folge: Der Tumor kann nicht wachsen.

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06.04.2010
POLQ-Gen-Blockade erhöht Erfolg der Strahlenbehandlung

Wissenschaftler der University of Oxford haben ein Gen entdeckt, das die Fähigkeit der Strahlenbehandlung, Krebszellen abzutöten, einschränkt. Das Team um Geoff Higgins wies nach, dass das Blockieren des Gens POLQ die Strahlentherapie wirksamer machen kann. Dieses Gen spielt bei der Reparatur von beschädigter DNA eine entscheidende Rolle.

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12.04.2010
Ovarialkarzinom: "Widerstand gegen die Resistenz" mit AD5-10 -Antikörper

Die Entwicklung eines neuen Therapeutikums zur Behandlung von besonders aggressivem Eierstockkrebs zeigt erste vielversprechende Ergebnisse. Mit einem monoklonalen Antikörper ist es in Laborversuchen gelungen, die Resistenz der Tumorzellen gegen einen natürlichen Abwehrmechanismus zu schwächen.

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13.04.2010
Austherapierte Patienten mit Kopf-Hals-Krebs profitieren von Photodynamischer Therapie mit Temoporfin

Patienten mit Kopf-Hals-Krebs, bei denen sonst keine Behandlung mehr zum Erfolg führt, profitieren in hohem Maße von der Behandlung mit der Photodynamischen Therapie (PDT) und dem Medikament Temoporfin.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #46 am: 22. Juni 2010, 11:20:26 »
16.04.2010
DKK 2010: Unvorbehandelte Myelom-Patienten profitieren von Bortezomib

Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib hat die Perspektiven von nicht für eine Stammzelltransplantation geeigneten unvorbehandelten Patienten mit multiplen Myelom stark verbessert.

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19.04.2010
Lungenkrebs: Erste Erfolge einer personalisierten Therapie

Houston – Der Nachweis bestimmter Biomarker in der Biopsie erlaubt beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) eine gezielte Therapie. Sie könnte nach den Ergebnissen einer auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) vorgestellten Studie die Prognose der Patienten verbessern.

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19.04.2010
ZNS-Lymphome: Langjährige Tumorkontrolle bei hoher Lebensqualität

Einen großen Fortschritt bei der Therapie von Primären Lymphomen des Zentralen Nervensystems vermeldet ein Team deutscher Neurologen und Onkologen in der Fachzeitschrift Annals of Neurology: Mehr als acht Jahre nachdem 65 Patienten mit einer speziellen Form der Chemotherapie behandelt wurden, scheinen etwa ein Drittel aller Studienteilnehmer und etwa die Hälfte der unter 60jährigen geheilt.

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23.04.2010
Therapie des NSCLC: Histologie und molekulare Marker gewinnen zunehmend an Bedeutung

Die individualisierte Therapie ist in den letzten Jahren auch beim Lungenkrebs Realität geworden. Einen hohen Stellenwert haben dabei die histologischen Merkmale des Tumors gewonnen. Ein Ansatzpunkt für die individualisierte Therapie des NSCLC zeigte sich in der Studie von Scagliotti et al., in der Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinomen (Adeno- und großzellige Karzinome) von der Kombination Pemetrexed (Alimta®)/Cisplatin im Vergleich zur Standardtherapie einen signifikanten Überlebensvorteil hatten.

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30.04.2010
FDA: „Impfstoff” gegen Prostatakarzinom zugelassen

Rockville/Maryland – In den USA wurde erstmals eine therapeutische Vakzine gegen eine Krebserkrankung zugelassen. Ärzte dürfen Sipuleucel-T dort bei asymptomatischen oder minimal symptomatischen Patienten mit hormon-refraktärem Prostatakarzinom (CRPC) einsetzen. Wegen begrenzter Ressourcen bleibt die Anwendung auf wenige Patienten beschränkt.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #47 am: 22. Juni 2010, 12:19:01 »
03.05.2010
Finale Phase II-Daten zu uPA-Inhibitor bestätigen eindrucksvolle Verlängerung des Gesamtüberlebens von Patienten mit Pankreaskarzinom

Die klinische Phase II-Kombinationsstudie mit dem oral verabreichbaren Arzneimittelkandidaten MESUPRON® in der Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde erfolgreich abgeschlossen. Die finalen Auswertungen bestätigen die im September 2009 veröffentlichten vorläufigen Daten, u.a. die Verbesserung des Tumoransprechens und die Verlängerung des Gesamtüberlebens.

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06.05.2010
Neue Zielstrukturen für die Tumortherapie: Ephrin-B2 reguliert VEGFR2-Funktion

Solide Tumoren bilden ab einer bestimmten Größe ein mitwachsendes Kapillarnetz von Blutgefäßen, die sie mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Ein Ansatz in der Therapie besteht darin, das Wachstum der Blutgefäße zu unterdrücken und den Tumor gewissermaßen auszuhungern.

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06.05.2010
Washington gibt Marihuana für medizinische Behandlung frei

Washington – In Washington ist der Konsum von Marihuana zu medizinischen Zwecken künftig erlaubt. Der Stadtrat der US-Hauptstadt stimmte am Dienstag einstimmig dafür, das Rauschmittel zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs oder Aids zuzulassen.

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06.05.2010
Fettsäure verbessert Krebsmedikament 5-Azacytidin

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten, dass sich die Bioverfügbarkeit und das Wirkspektrum des Blutkrebs-Medikaments Azacytidin verbessert, wenn der Wirkstoff an eine Fettsäure gekoppelt wird.

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07.05.2010
Bayer beginnt Phase-III-Studie mit Regorafenib bei fortgeschrittenem Darmkrebs

Die Bayer Schering Pharma AG hat eine internationale Phase-III-Studie zur Untersuchung des Wirkstoffs Regorafenib (BAY 73-4506) bei Darmkrebs begonnen. In die Studie aufgenommen werden Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (colorectal cancer, CRC), deren Erkrankung trotz vorheriger Standardbehandlungen weiter fortschreitet. Regorafenib ist ein neuartiger, oral wirksamer Multi-Kinase-Inhibitor, der verschiedene Enzyme (Kinasen) des Tumorwachstums hemmt.

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07.05.2010
Weichteilsarkom: Hitze unterstützt Chemotherapie

München – Eine lokale Erwärmung des Gewebes kann Krebszellen abtöten. Dies macht sich die regionale Hyperthermie zunutze, die in einer randomisierten Phase-III-Studie in Lancet Oncology (2010 doi: 10.1016/S1470-2045(10)70071-1) erfolgreich bei Weichteilsarkomen angewendet wurde.

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07.05.2010
Krebsforschung: Einwanderung von Immunzellen in Tumore fördern

Tumore mit der körpereigenen Immunabwehr zu bekämpfen, scheint sich als vielversprechende Methode in der Krebstherapie abzuzeichnen. Ein großer Vorteil sind die geringeren Nebenwirkungen im Vergleich zur Chemotherapie. Mit dieser sogenannten immunologischen Tumortherapie konnten Mediziner bereits erste Erfolge in der klinischen Erprobung vorweisen.

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10.05.2010
FIT-Studie beim follikulären Lymphom: neue PCR-Analyse

Der Vorteil der Konsolidierungstherapie mit 90Yttrium-Ibritumomab-Tiuxetan beim follikulären Lymphom (FL) wurde in der FIT-Studie anhand der Verbesserung des progressionsfreien Überlebens belegt. Eine quantitative PCR-Analyse (qPCR) der Studie zeigt nun einen weiteren Vorteil der Zevalin®-Konsolidierung: Der Antikörper führt bei 90 Prozent der initial bcl-2-positiven Patienten zur bcl-2-Negativität und parallel zu einer Verlängerung des progressionsfreien Überlebens auf über 40 Monate.

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11.05.2010
Ein Amino-Bisphosphonat reduziert Knochenmetastasen signifikant

Maligne epitheliale Tumorentitäten wie das Mammakarzinom metastasieren häufig in das Skelett. In dieser palliativen Situation ist nicht nur ein interdisziplinäres, sondern auch ein multimodales Therapiekonzept gefragt. Dabei spielt das Amino-Bisphosphonat Zoledronsäure (Zometa®) dank seiner evidenzbasierten Wirksamkeit und seines breiten Wirkspektrums in der systemischen Therapie ossärer Metastasen eine zentrale Rolle.

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31.05.2010
Prototyp eines Brustkrebs-Impfstoffs

Cleveland – US-Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der Mäuse vor einem Mammakarzinom schützte und bereits existente Tumore verkleinerte. Dies geht aus einer Publikation in Nature Medicine (2010; doi: 10.1038/nm.2161) hervor. Die Forscher hoffen, bereits im nächsten Jahr mit klinischen Studien beginnen zu können.

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« Letzte Änderung: 22. Juni 2010, 12:27:49 von busymouse »
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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #48 am: 22. Juni 2010, 12:46:47 »
01.06.2010
Pflanzenbiochemie: Wirkstoffe gegen Krebs aus Algen

Algen sind in vielfacher Hinsicht lohnenswerte Objekte für die Suche nach neuen Ressourcen zur Gewinnung von Biomasse, Energie und bioaktiven Naturstoffen. Sie können unabhängig von Umwelteinflüssen und unter definierten Bedingungen in Bioreaktoren kultiviert werden. Dort wachsen sie das ganze Jahr über und - je nach Art - bis zu zwanzigmal schneller als Landpflanzen. Darüberhinaus produzieren sie eine enorme Vielfalt an biologisch wirksamen Sekundärstoffen, die andere Lebewesen nur ingeringer Menge oder gar nicht herstellen. Bisher fand man Substanzen in Algen, die entweder das Zellwachstum hemmen (Antikrebswirkung), die Bakterien, Viren oder Pilze abtöten oder Entzündungen heilen.

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02.06.2010
EAU-Kongress 2010: Histrelinacetat als erstes Jahres-Implantat bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom

Mit seinen zuverlässig niedrigen Testosteronspiegeln von unter 20 ng/dl kommt das Histrelin-Implantat Vantas® dem Therapieziel der maximalen medikamentösen Testosteronsuppression einen entscheidenden Schritt näher. ... Der erreichte Zielwert von 20ng/dl ist vergleichbar mit einer chirurgischen Kastration und blieb mit dem ersten verfügbaren Jahres-Implantat sogar über einen mehrjährigen Behandlungszeitraum zuverlässig konstant.

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07.06.2010
ASCO 2010: Phase II-Studie mit uPA-Inhibitor plus Gemcitabin beim Pankreaskarzinom

... Die Tumoransprechrate betrug in der Gruppe Gemcitabine allein 15,4 % und wurde durch die zusätzliche Verabreichung von 200 mg MESUPRON® auf 21,4 % und von 400 mg MESUPRON® auf 35,5 % erhöht. Das progressionsfreie Überleben konnte insgesamt um 66 % verbessert werden. In der Gruppe Gemcitabine allein waren nach 12 Monaten 16,2 % der Patienten auf Basis eines radiologischen Befundes nicht progredient. Durch die zusätzliche Verabreichung von 200 mg MESUPRON® erhöhte sich die progressionsfreie Überlebensrate auf 22,5 % und von 400 mg MESUPRON® auf 26,9 %. Die 1-Jahres-Überlebensrate stieg insgesamt um 49 %. ...

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11.06.2010
Pankreaskarzinom: Brokkoli-Inhaltsstoff Sulforaphan unterstützt wirksam die Krebstherapie mit Sorafenib

Sorafenib wird bei fortgeschrittenem Leber- und Nierenkrebs eingesetzt und scheint auch gegen Krebsstammzellen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs wirksam zu sein. Die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Ingrid Herr, Leiterin der Abteilung Molekulare OnkoChirurgie, einer Kooperationsgruppe der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, hat den neuen Wirkstoff an Mäusen und Pankreaskrebszellen getestet. Er hemmt die widerstandsfähigen Tumorstammzellen und zeigt sich besonders effektiv in Kombination mit Sulforaphan, einem pflanzlichen Inhaltsstoff des Brokkolis. Die Ergebnisse werden online in der Fachzeitschrift „Cancer Research“ veröffentlicht.

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14.06.2010
Intraoperative Radiotherapie bei Brustkrebs: einmalige Bestrahlung ausreichend

Langzeitdaten bestätigen den Erfolg der schonenden Behandlung. ... Bei der IORT wird noch während der Operation, nachdem der Tumor aus der Brust entfernt wurde, das Gewebe im Tumorbett einer einmaligen, relativ hoch dosierten und sehr gezielten Strahlentherapie unterzogen. ... Die Ergebnisse sind mit denen der Standard-Therapie – einer sechswöchigen Bestrahlung von außen – vergleichbar. Aufgrund der guten Behandlungsergebnisse erwarten die Ärzte, dass die Therapie für viele Patientinnen mit frühen Brustkrebsstadien langfristig deutlich schonender wird,...

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14.06.2010
T-Zellen greifen Tumore an

Cambridge – Die Ausschaltung eines Gens verwandelt Thymuszellen in universelle „Krebskiller“-Zellen, die in einer tierexperimentellen Studie in Science (2010; doi: 10.1126/science.1188063) Melanommetastasen verhinderten.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #49 am: 28. November 2010, 17:14:46 »
14.06.2010
Intraoperative Radiotherapie bei Brustkrebs: einmalige Bestrahlung ausreichend

Bei den im Rahmen der Studie behandelten Patientinnen – ältere Frauen mit kleinen Tumoren in der Brust – trat nur in einem Prozent der Fälle innerhalb der ersten vier Jahre nach dem Eingriff am gleichen Ort erneut ein Tumor auf.

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18.06.2010
Potenzial für Brachytherapie bei Brustkrebs

... Es gibt allerdings Daten, die darauf schließen lassen, dass eine Bestrahlung der gesamten Brust bei ausgewählten Patientinnen nicht notwendig ist. Die sog. "Accelerated Partial Breast Irradiation (APBI)", eine partielle Bestrahlung der Brust, wird daher in klinischen Studien untersucht und könnte sogar durch eine Monotherapie ersetzt werden, welche die Brachytherapie mit Permanentimplantaten nutzt. Für die Patientin birgt die Behandlung mit Brachytherapie im Vergleich zur EBRT einen praktischen Vorteil: eine Verkürzung der Behandlungsdauer. ...

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18.06.2010
IgA-Antikörper für die Krebstherapie als neue Perspektive

Ob sich IgA-Antikörper auch für therapeutische Zwecke eignen, wurde bisher kaum untersucht, weil deren molekulare Struktur und das chemische Verhalten komplexer ist als bei den IgG-Antikörpern. Die Kieler Forscher wollen diese Lücke schließen und IgA-Antikörper für die Tumortherapie entwickeln.

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21.06.2010
Phase I-Studie mit dem MEK-Inhibitor WX-554 erfolgreich abgeschlossen

Der MEK-Signalweg ist in mehr als 30 % der Krebsarten außer Kontrolle. Das führt dazu, dass diese Tumorzellen unreguliert wachsen und sich ausbreiten können. Die Hemmung des MEK-Signaltransduktionsweges war dosisabhängig und wurde mit 1 mg WX-554 pro kg Körpergewicht vollständig blockiert.

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30.06.2010
Behandlung des ‚triple negativen’ Mammakarzinoms: PARP-Inhibitoren als neue Hoffnungsträger
er PARP-Inhibitor BSI-201 (PARP = Poly-ADP-Ribose-Polymerase) zeigte in der klinischen Phase II-Studie bei Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom bereits vielversprechende Ergebnisse und befindet sich aktuell in der Phase III-Prüfung.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #50 am: 28. November 2010, 17:42:12 »
05.07.2010
Erfolgreiche Behandlung der therapieresistenten chronischen Leukämie mit allogener Stammzelltransplantation

Die Transplantation von Stammzellen eines gesunden Spenders (allogen) bietet eine Heilungschance für Patienten mit einer aggressiven Form der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL), und zwar unabhängig von genetischen Prognosefaktoren und dem bisherigen Verlauf der Erkrankung.

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06.07.2010
Neuronale Stammzellen greifen Glioblastome an

... Die Entdeckung der Tumorstammzellen hat auch zu neuen Konzepten in der Therapie von Glioblastomen gefüehrt. Die „normalen Krebszellen“ können mit Hilfe herkömmlicher Therapien (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) zerstört werden, was bei Tumorstammzellen kaum gelingt. Ziel ist es daher, Therapiekonzepte zu entwickeln, die diese Tumorstammzellen zerstören. Die Erkenntnisse aus den Mausexperimenten der Forscher in Berlin könnten einen neuen Weg aufzeigen, Tumorstammzellen in harmlosere Zellen umzuprogrammieren, die mit einer Therapie zerstört werden können.

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19.07.2010
Sorafenib: Prognosefaktoren und Kombinationsstrategien bei Leberkrebs / Vielversprechende Langzeitdaten bei Nierenkrebs

Die 2. Interimsanalyse der Studie START zeigt, dass die Kombination von TACE mit Sorafenib sicher und gut verträglich ist. Eingeschlossen waren 63 Patienten mit HCC vorwiegend Child-Pugh A. Sie wurden behandelt mit TACE (Tag 1) gefolgt von 400 mg bid Sorafenib (Tag +4 bis Tag -4). Bei 50 Patienten konnte das Ansprechen ausgewertet werden: Eine komplette Remission erzielten 18 Patienten, 30 eine partielle Remission oder Krankheitsstabilisierung, 2 Patienten waren progredient.

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28.07.2010
Protein aus Bakterien bekämpft Darmkrebs

Argyrin, ein Protein aus so genannten Myxobakterien, stoppt das Tumorwachstum und löst das Signal zum freiwilligen Selbstmord der Krebszellen aus. Derzeit läuft das Zulassungsverfahren, um den Wirkstoff in Zukunft als Medikament einsetzen zu können.

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03.08.2010
FDA stimmt Anwendung von Trabedersen bei hochgradigen Gliomen zu

Diese Genehmigung berechtigt das Unternehmen unter anderem zur Durchführung der Phase III-Studie SAPPHIRE an US-amerikanischen Kliniken. Darüber hinaus erlaubt sie auch weitere Studien mit Trabedersen bei anderen Formen des hochgradigen Glioms in den USA. Ziel der internationalen, randomisierten, aktiv kontrollierten Zulassungsstudie SAPPHIRE ist es, die vielversprechenden Ergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des Antisense-Wirkstoffes Trabedersen an Patienten mit rekurrentem oder refraktärem anaplastischem Astrozytom (bösartiger Hirntumor, WHO Grad III) aus vorangegangenen klinischen Studien zu bestätigen.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #51 am: 28. November 2010, 18:33:53 »
09.08.2010
Forschung: Anti-Krebs-Gen für das Immunsystem

Eine Arbeitsgruppe um Prof. Thomas Blankenstein und Dr. Liang-Ping Li vom Institut für Immunologie am Campus Benjamin Franklin und dem Max-Delbrück-Centrum hat einen Weg gefunden, die Antennen bestimmter Immunzellen, der so genannten T-Zellen, zu schärfen. „Diese T-Zell-Rezeptoren sollen die Krebszellen künftig nicht mehr unerkannt links liegen lassen, sondern gezielt aufspüren“, erklärt Prof. Blankenstein. Nur dann kann das Immunsystem die Krebszellen zerstören. Die Forscher entwickelten ein Modell mit einem ganzen Arsenal von Antennen dieser Immunzellen des Menschen.

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23.08.2010
Impfstoff mit Medikamentenkombination bekämpft Melanome

Es handelt sich um eine Mischung aus mehreren Molekülarten, die in ihrer Kombination eine Melanom hemmende Wirkung entfalten. ... Enrico Garaci: "Bei unseren Tests haben wir festgestellt, dass sie nicht nur die Melanombildung hemmen, sondern gleichzeitig auch das menschliche Immunsystem unterstützen."

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17.09.2010
Photoaktivierbare Cytostatika: Platin plus Licht gegen Krebs

Nach wie vor ist die Forschung auf der Suche nach einer Krebstherapie, die effektiv Tumorzellen zerstört, umgebendes gesundes Gewebe und den Organismus aber schont. Ein interessanter Ansatz wäre ein lichtaktivierter Wirkstoff: Eine inaktive Vorstufe wird verabreicht, das kranke Gewebe gezielt bestrahlt und das Pharmakon so nur lokal in seine cytotoxische Form gebracht.

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28.09.2010
Klinische Phase-III-Studie mit neuartigem oralen Wirkstoff Afatinib beim fortgeschrittenen Brustkrebs

LUX-Breast 1 ist eine globale, offene, randomisierte Phase-III-Studie an Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom nach vorheriger Behandlung mit Trastuzumab, die eine Überexpression des HER2-Proteins aufweisen (HER2-positive Patientinnen). Die Studie untersucht, ob eine Behandlung mit Afatinib die Lebenserwartung bis zur Krankheitsprogression (progressionsfreies Überleben) gegenüber einer anhaltenden Behandlung mit Trastuzumab verlängern kann; ...

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #52 am: 28. November 2010, 20:39:41 »
06.10.2010
Ausschalten der Treg-Zellen schaltet Immunsystem im Kampf gegen Krebs wieder scharf

Krebszellen locken Regulatorische T-Zellen (kurz: Tregs) an, die in der Lage sind, Immunantworten zu unterdrücken – und verhindern so, dass der Körper die bösartigen Tumorzellen erkennt und bekämpft. Die zielgenaue Ausschaltung dieser unterdrückenden Immunzellen hilft, Tumore in Mäusen zurückzudrängen.

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03.11.2010
Vielfältige potenzielle Einsatzmöglichkeiten für Azacitidin bei Myelodysplastischen Syndromen: Längere Dauer der epigenetischen Therapie verbessert Ergebnisse

... So verlängerte Vidaza® das Gesamtüberleben im Vergleich zur CCR-Gruppe signifikant um 9,4 Monate und verdoppelte beinahe den Anteil an Patienten, die zwei Jahre überlebten. Ein Überlebensvorteil bestand dabei in allen untersuchten Subgruppen (Alter, MDS-Subtyp, IPSS, Karyotyp, Zytopenie, Blastenanteil). Neben der Verlängerung der Zeit bis zur Transformation in eine AML, beruhte diese Überlegenheit auch auf einer deutlichen Verbesserung von Zytopenien, was sich z. B. im Anteil der Patienten widerspiegelte, die transfusions-unabhängig wurden ...

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12.11.2010
Brustkrebs: uPa/PAI-1-Test kann Chemotherapie ersparen

Ein tumorbiologischer Test könne dabei vielen Patientinnen, die keinen Lymphknotenbefall in der Achsel aufwiesen, eine Chemotherapie mit all ihren Nebenwirkungen ersparen. Die Zuverlässigkeit dieses sogenannten uPa/PAI-1-Test sei seit 2007 weltweit anerkannt. Doch bislang werde er in Deutschland nur von wenigen Krankenhäuser angeboten, vielen Frauen sei er nicht bekannt. Die Kosten für den Test von rund 400 Euro werden bislang von den Krankenkassen nicht übernommen.

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12.11.2010
Neues Verfahren zur Behandlung von Gallengangtumoren mit Lichttherapie

An der Klinik für Innere Medizin A des Universitätsklinikums Greifswald wurde Anfang des Jahres eine neue Behandlungsmethode eingeführt, die Tumorzellen direkt im Gallengang angreifen soll. Diese so genannte photodynamische Therapie (PDT) durch Laserlicht ist ein noch relativ neues Behandlungsprinzip, das insbesondere Patienten mit Gallengangkrebs besser helfen soll.

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24.11.2010
Krebsmedikament auf Basis körpereigener Proteine

Diese körpereigenen Proteine sind Bestandteile des angeborenen Immunsystems und töten sowohl Krebszellen als auch eingedrungene Mikroorganismen. Eine klinische Studie mit 22 Leukämie-Patienten (Akute Myeloische Leukämie) in der Klinik für Innere Medizin I im Universitätsklinikum Homburg/Saar mit dem Medikament „Oncohist“ zeigte bereits erste therapeutische Wirkungen und eine gute Verträglichkeit.

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25.11.2010
Tuberöse Sklerose-assoziierte subependymale Riesenzellastrozytome (TS SEGA): Zulassung für RAD001 bei der EMA beantragt

Der Antrag basiert auf den herausragenden Ergebnissen einer kürzlich im NEJMC veröffentlichten Phase-II-Studie, in der RAD001 das SEGA-Volumen und die Krampfanfall-Rate nach 6 Monaten Therapiedauer signifikant reduzierte. In den USA wurde die Substanz bereits durch die FDAD für die therapeutische Behandlung von TS-Patienten zugelassen, bei denen keine kurative chirurgische SEGA-Resektion möglich ist . In Europa steht TS-Patienten bislang noch keine zugelassene, medikamentöse Therapieoption zur Verfügung, die sich gezielt gegen die Ursache der Erkrankung richtet.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #53 am: 09. Januar 2011, 12:57:08 »
29.11.2010
Deutsche Studie mit weltweit einzigartigen Ergebnissen für Hochrisiko-Patientinnen mit Mammakarzinom

Eine aufsehenerregende deutsche Studie konnte zeigen, dass es auch für Patientinnen in einer Hochrisikosituation mit mehr als 4 tumorös befallenen Lymphknoten mit einer intelligenten Therapiestrategie (ETC-Regime) hervorragende Heilungschancen gibt. Erst kürzlich wurden die Ergebnisse im renommierten Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

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01.12.2010
Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie: Radioaktive "Trojaner" zerstören aggressive Tumore

Eine vergleichsweise neue Methode der Krebsbekämpfung ist augenscheinlich erfolgreicher als gedacht: Einer aktuellen Studie zufolge lassen sich mit radioaktiven „trojanischen Pferden“ auch relativ rasch wachsende Tumore zerstören. Das zeigen Mediziner der Universität Bonn in einer Publikation, die in Kürze im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging erscheint. Die Ergebnisse sind bereits online abrufbar (doi: 10.1007/s00259-010-1610-2). Die so genannte Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie eigne sich allerdings nur im Kampf gegen bestimmte Krebsarten, ... (Anmerkung: Die guten Ergebnisse wurden bei neuroendokrinen Tumoren erzielt, teilweise auch bei als aussichtslos geltenden Fällen.)

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09.12.2010
Romiplostim reduziert Häufigkeit des Therapieversagens und Splenektomierate bei Patienten mit chronischer ITP signifikant

Amgen Inc. gab die Veröffentlichung der Ergebnisse der ersten Open-Label-Studie zum Vergleich von Romiplostim und Standardbehandlungen (SB) bei der Therapie von nicht splenektomierten erwachsenen Patienten mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) bekannt. Die Studienergebnisse, die am 10. November im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht wurden, zeigen, dass sowohl die Häufigkeit des Therapieversagens als auch die Notwendigkeit einer Splenektomie bei den mit Romiplostim behandelten Patienten geringer waren.

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13.12.2010
Kontinuierliche Behandlung mit Lenalidomid verbessert Primär- und Rezidivtherapie des Multiplen Myeloms wesentlich

...Wie Privatdozent Dr. Martin Kropff, Münster, erläuterte, hat die Kombination des Standardregimes aus Melphalan und Prednison (MP) mit den neueren Wirkstoffen Thalidomid (MPT) oder Bortezomib (MPV) zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens bei älteren und für eine ASCT ungeeigneten Myelom-Patienten geführt. Wie schon die Zulassungsstudien zeigten, kommt es unter beiden Regimen jedoch nicht selten zum Auftreten peripherer Neuropathien... In der Studie MM-0153 wurde daher Lenalidomid, das keine relevante Neurotoxizität aufweist, als kontinuierliche Therapie bei neu diagnostizierten Myelom-Patienten ≥65 Jahren untersucht. ...

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16.12.2010
Tumorimmunologie: Impfung bei Glioblastom entwickeln

Hirntumore gehören zu den besonders gefürchteten Krebsarten. Bei dem sogenannten Glioblastom überlebt nicht einmal die Hälfte der Betroffenen nach der Diagnose fünf Jahre oder länger. „Manche Hirntumoren haben noch immer ganz schlechte Heilungschancen“, bestätigt Privatdozent Dr. med. Carl Friedrich Classen, Oberarzt der kinderonkologischen Station der Rostocker Universitäts-Kinder- und Jugendklinik. Seit mehreren Jahren erforschen Dr. Classen und die Diplom-Biologin Christina Susanne Mullins deshalb mit ihrem Team die Möglichkeiten der so genannten Tumorimmunologie: Dabei geht es darum, körpereigene Kräfte gegen den Krebs zu mobilisieren. 

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16.12.2010
Strahlentherapie verhindert Rückfälle bei Mastdarmkrebs

Erhalten Patienten mit Mastdarmkrebs vor der Operation eine Strahlentherapie, sinkt die Rückfallrate deutlich. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie aus den Niederlanden hin. Durch eine präoperative Strahlentherapie verringerte sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor wiederkehrt, um mehr als die Hälfte.

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17.12.2010
Chronische Myeloische Leukämie: Nilotinib als neue Erstlinientherapie – Zulassung wird erwartet

Noch im Dezember 2010 wird mit der Zulassung von Nilotinib (Tasigna®) zur Behandlung von erwachsenen, neu diagnostizierten Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (Ph+ CML) in der chronischen Phase gerechnet. ... In der zulassungsrelevanten Studie ENESTnd (Evaluating Nilotinib Efficacy and Safety in Clinical Trials of Newly Diagnosed Ph+ CML Patients) hat sich Nilotinib im Vergleich zu Imatinib in wesentlichen Parametern als wirksamer erwiesen.

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20.12.2010
Aufgerüstete Immunzellen sollen Krebszellen wirksam bekämpfen

Ausgestattet mit künstlichen Erkennungssystemen sollen Immunzellen an Schlagkraft im Kampf gegen Krebs gewinnen. Die Arbeitsgruppe um Niels Schaft und Jan Dörrie an der Hautklinik Erlangen hat dafür eine raffinierte Methode entwickelt: Nicht die künstlichen Erkennungssysteme selbst, sondern deren Bauplan, die sogenannte mRNA, schleusen sie in die T-Zellen des Immunsystems ein. Bislang erproben die Forscher die Methode noch an Modellsystemen.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #54 am: 09. Januar 2011, 13:19:03 »
04.01.2011
Möglicher neuer Angriffspunkt gegen Metastasen entdeckt

Houston – Ein Protein, welches einen Phosphatrest an ein bestimmtes Enzym namens EZH2 anhängt, kann Metastasen einer Krebserkrankung verhindern. Derselbe Prozess verhindert jedoch nicht nur Karzinommetastasen, sondern ist auch für die Ausbildung von Stammzellen zu Knochenzellen verantwortlich. Die Autoren unter der Leitung von Mien-Chien Hung publizierten ihre Studie im Fachjournal Nature Cell Biology (doi:10.1038/ncb2139).

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #55 am: 05. April 2011, 17:23:58 »
17.01.2011
Sunitinib erhält EU-Zulassung für fortgeschrittene pankreatische neuroendokrine Tumoren (pNET) bei Erwachsenen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA (European Medicines Agency) hat Sutent® (Wirkstoff Sunitinib Malat) am 29. November 2010 die Zulassung zur Behandlung nicht resezierbarer und/oder metastasierter, gut differenzierter pankreatischer neuroendokriner Tumoren (pNET) mit Krankheitsprogression bei Erwachsenen erteilt. (1) Damit ist Sunitinib seit 25 Jahren das erste Medikament, das bei dieser seltenen Krebsart (Inzidenz von zwei bis vier pro eine Million jährlich (2,3), eine EU-Zulassung erhält.

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18.01.2011
Malignes Melanom: Natürliche Killerzellen sollen Tumoren effektiv bekämpfen

Das Maligne Melanom ist die aggressivste Form des Hautkrebses. ... Doch die körpereigene Abwehr ist möglicherweise der Schlüssel zur Genesung: Die Wissenschaftler um Dr. Adelheid Cerwenka vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg möchten durch eine gezielte Stimulation des Immunsystems die Heilungsaussichten verbessern. So genannte Natürliche Killerzellen (NK-Zellen), eine besondere Form der weißen Blutkörperchen, sollen zum Tumor gelockt werden und diesen zerstören.

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20.01.2011
Morbus Cushing: Pasireotid könnte eine wirksame Therapieoption darstellen

Ursache eines Morbus Cushing ist Hypophysenadenom, das mit 2 Neuerkrankungen pro Million Einwohner und Jahr zu den seltenen Tumorerkrankungen zählt. Betroffen sind in 70% der Fälle Frauen. Aufgrund der Seltenheit und der zum Teil unspezifischen Symptomatik dauert es oft sehr lange (im Durchschnitt 6 Jahre) bis die Diagnose feststeht. Unbehandelt hat Morbus Cushing schwere kardiovaskuläre- und Stoffwechselstörungen zur Folge und führt zum Tod. Die aktuellen Ergebnisse der Phase-III-Studie PASPORT-CUSHINGS haben gezeigt, dass das Somatostatin-Analogon SOM230 (Pasireotid) die ACTH-Produktion und somit die Cortisolbildung effektiv hemmt und dadurch ein viel versprechender Wirkstoff zur Behandlung von Morbus Cushing ist.

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21.01.2011
Tuberöse Sklerose: Wirksamkeit von Everolimus in Phase-II-Studie bestätigt

Die Tuberöse Sklerose (TS) ist eine komplexe Systemerkrankung, die zur Ausbildung von Fehlbildungen und Tumoren in fast allen Organen führen kann. Die Symptomatik ist oft sehr unterschiedlich, wodurch die Diagnostik erschwert wird. Meist kommt es schon früh zu therapieresistenten Epilepsien, geistigen Behinderungen und zu Angiomyolipomen der Nieren. Die Inzidenz für TS beträgt in Deutschland 1:6000 Geburten. Bisherige Therapien beschränken sich auf die Behandlung der Symptome. Die Ergebnisse einer Phase-II-Studie haben gezeigt, dass der mTOR-Inhibitor RAD001 (Everolimus) eine erste zielgerichtete Therapieoption darstellt. Zwei Phase-III-Studien untersuchen nun weitergehend dessen Wirkung.

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24.01.2011
Ovarialkarzinom: Verlängerung des platinfreien Intervalls und Gesamtüberlebens mit Trabectedin

Durch eine Behandlung mit dem ursprünglich in marinen Seescheiden entdeckten Wirkstoff Trabectedin kann bei Frauen mit rezidiviertem Ovarialkarzinom das platinfreie Therapieintervall signifikant verlängert werden.

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26.01.2011
Salmonellen als Tumor-Killer

Salmonellen könnten zukünftig im Kampf gegen Krebs zu Verbündeten des Menschen werden. Denn die gefürchteten Krankheitserreger sind in der Lage, Tumorzellen abzutöten. Dr. Siegfried Weiß und seine Kollegen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig haben herausgefunden, wie die Bakterien in Tumoren einwandern und diese zerstören. Nun wollen die Forscher die immunologischen Botenstoffe identifizieren, die für diese Mechanismen verantwortlich sind, um die Einwanderung von Salmonellen in das Krebsgewebe gezielt stimulieren zu können.

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26.01.2011
ASH: Deferasirox beeinflusst myelodysplastische Syndrome positiv

Auf der 52. Jahrestagung der American Society of Haematology (ASH) in Orlando, Florida, USA, wurden die neuen Studienergebnisse der EPIC-Studie vorgestellt. Zum ersten Mal konnte in dieser großen Studie der positive Einfluss einer Therapie mit Deferasirox (Exjade®) auf das blutbildende System bei MDS-Patienten mit Eisenüberladung belegt werden.

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02.02.2011
ASH: Update der FIT-Studie beim follikulären Lymphom/ 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan-Konsolidierung verlängert progressionsfreies Überleben

Patienten mit fortgeschrittenem follikulären Lymphom haben von der First-line-Konsolidierungstherapie mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin®) einen anhaltenden Vorteil: Sie profitieren langfristig mit einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens um fast drei Jahre.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #56 am: 05. April 2011, 17:48:46 »
31.01.2011
Amgen übernimmt BioVex/ Impfstoff für die Behandlung von fortgeschrittenen Melanomen und malignen Tumoren im Kopf- und Halsbereich

BioVex hat mit OncoVEXGM-CSF einen neuartigen onkolytischen Impfstoff in Phase III der klinischen Entwicklung, der sich als innovativer Ansatz zur Behandlung von Melanomen und malignen Tumoren im Kopf- und Halsbereich erweisen könnte. Die Übernahme umfasst auch einen Impfstoff für die Behandlung von fortgeschrittenen Melanomen und malignen Tumoren im Kopf- und Halsbereich, der sich in Phase III der klinischen Prüfung befindet.

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08.02.2011
pNET: Sunitinib verlängert progressionsfreies Überleben

Der Tyrosinkinasehemmer Sunitinib (Sutent®) wurde Ende November 2010 von der EU-Kommission für die Behandlung von Erwachsenen mit nicht resezierbaren und/oder metastasierten gut differenzierten pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) mit Krankheitsprogression zugelassen.

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23.02.2011
Kontinuierliche Gabe von Lenalidomid nach First-Line-Behandlung oder als Erhaltungstherapie nach ASCT reduziert Risiko für Progression oder Tod beim Multiplen Myelom um mindestens 50%

Die Erhaltungstherapie mit Lenalidomid nach einer autologen Stammzelltransplantation (ASCT) sowie die kontinuierliche Gabe nach einer First-Line-Therapie reduziert das Risiko für Progression oder Tod bei Patienten mit Multiplem Myelom (MM) um 50-60 Prozent. Dies belegen die aktualisierten Ergebnisse dreier Studien, die auf der 52. Jahrestagung der American Society of Hematology in Orlando vorgestellt wurden.

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01.03.2011
Rituximab-Erhaltungstherapie beim Follikulären Lymphom in allen Therapielinien zugelassen

Die Ergebnisse der PRIMA-Studie haben jüngst zur Zulassung des monoklonalen Antikörpers Rituximab (MabThera®) für die Erstlinien-Erhaltungstherapie des Follikulären Lymphoms durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA geführt. Die positiven ersten Resultate dieser internationalen Studie wurden Anfang Dezember 2010 durch aktualisierte Daten bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando untermauert. Sie zeigen, dass die Gabe von MabThera alle 2 Monate über 2 Jahre die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) signifikant verlängert und dabei das Rezidiv-Risiko etwa halbiert.

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04.03.2011
Sapphire-Studie rekrutiert Patienten zur Behandlung mit Trabedersen bei anaplastischem Astrozytom

Anaplastische Astrozytome sind schnellwachsende, bösartige Hirntumoren, die schwer zu bekämpfen sind. Die Klinik für Neurochirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sucht jetzt Patienten für die Teilnahme an der so genannten Sapphire-Studie. Teilnehmen können Patienten, die zwischen 18 und 70 Jahre alt sind, bei denen ein anaplastisches Astrozytom (WHO-Grad III) festgestellt wurde und deren Erkrankung nach Operation, Strahlenbehandlung oder Chemotherapie wieder auftrat oder trotz Behandlung weiter voranschreitet. „Mittels der so genannten Antisense-Technologie ist es heute möglich, die Bildung besonders tumorfördernder Eiweiße zu hemmen, die für den aggressiven Verlauf verantwortlich zu sein scheinen...

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09.03.2011
Virotherapie gegen Leberkrebs und Leberfibrose

Forscher der II. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der TU München (Direktor: Prof. Roland Schmid) haben eine Möglichkeit entdeckt, Leberzellkarzinome und Leberfibrosen gleichzeitig zu behandeln: Dr. Oliver Ebert und Dr. Jennifer Altomonte entwickelten die transarterielle VSV-Onkolyse, bei der ein für den Menschen unschädliches Virus verwendet wird, um Tumorzellen aufzulösen und gleichzeitig die chronisch geschädigte Leber zu behandeln.

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09.03.2011
Kombination von Chemotherapie mit Imatinib ist gut wirksame Alternative für Kinder mit akuter lymphatischer Leukämie ohne Stammzellspender

Pädiatrische Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver ALL erreichten im Rahmen einer Studie ein signifikant besseres ereignisfreies 3-Jahres-Überleben mit der Kombination Chemotherapie plus Imatinib im Vergleich zu Chemotherapie allein.

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14.03.2011
Rituximab-Erhaltungstherapie beim Follikulären Lymphom in allen Therapielinien zugelassen

Die Ergebnisse der PRIMA-Studie haben jüngst zur Zulassung des monoklonalen Antikörpers Rituximab (MabThera®) für die Erstlinien-Erhaltungstherapie des Follikulären Lymphoms durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA geführt. Die positiven ersten Resultate dieser internationalen Studie wurden Anfang Dezember 2010 durch aktualisierte Daten bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando untermauert. Sie zeigen, dass die Gabe von Rituximab alle 2 Monate über 2 Jahre die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) signifikant verlängert und dabei das Rezidiv-Risiko etwa halbiert.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #57 am: 14. September 2011, 19:34:55 »
Neue Krebs-Bestrahlungstherapie vorgestellt

Die Berliner Charité bietet als erste deutsche Uni-Klinik eine Bestrahlungstherapie für schwer zugängliche Tumore an.
Diese verspricht eine schnelle und präzise Behandlung.
Die Charité hat eine neue Krebs-Behandlungstherapie vorgestellt.
Bei dem CyberKnife genannten, robotergesteuerten Linearbeschleuniger trifft der Strahl das krebskranke Gewebe millimetergenau.
Deshalb könnten auch Tumore, die direkt neben dem Sehnerv oder nah am Rückenmark liegen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen mit hohen Dosen bestrahlt werden, erläutert der Radioonkologe Prof. Volker Budach.

Statt wochenlanger Bestrahlungszyklen seien oft nur ein bis drei Sitzungen von etwa einer Stunde Dauer nötig.
Das System ist in der Lage, selbst kleinste Bewegungen des Patienten oder des Tumors - zum Beispiel beim Atmen - nahezu zeitgleich zu berücksichtigen und den Behandlungsstrahl automatisch anzupassen.
Bislang beteiligen sich in Berlin aber die gesetzlichen Kassen nicht an den Kosten.

Weitere CyberKnife-Systeme sind in München, Güstrow und Soest in Privatpraxen im Einsatz.                                                                 

Fundquelle: Auszug -  „VOLKSSTIMME“ – September  2011                       
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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #58 am: 16. Oktober 2011, 23:06:46 »
21.03.2011
Komplementäre Tumortherapie - Modifiziertes Zitruspektin bei PSA-Rezidiv
Für Männer mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation und Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie prüfen Wissenschaftler der Klinik für Tumorbiologie Freiburg jetzt, ob sich für diese Patienten durch die komplementäre Behandlung mit modifiziertem Zitruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation erreichen lässt. Ziel ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern, Metastasen zu verhindern und die Überlebenszeit zu verlängern

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29.03.2011
Neuer Ansatz für die Therapie des Prostatakarzinoms mittels Nanotechnologie

Ein internationales Forscherteam um Dr. Rutledge Ellis-Behnke, Leiter des „Nanomedicine Translational Think Tank“ der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, hat eine Methode entwickelt, mit der Krebsstammzellen möglicherweise daran gehindert werden können, sich zu vermehren und zu metastasieren. Der Trick: Nanomaterialien, die die Krebsstammzellen in Gewahrsam nehmen.

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30.03.2011
Neue Therapieoptionen bei indolenten und Mantelzell-Lymphomen
Die Immunochemotherapie gilt heute als First-line-Standard bei indolenten Lymphomen. Bendamustin hat durch seine hohe Effektivität bei moderatem Nebenwirkungsprofil entscheidend zur Optimierung der Chemotherapie beigetragen. Dies gilt insbesondere bei den indolenten Lymphomen (iNHL) sowie bei Mantelzell-Lymphomen. In München stellten Experten die aktuelle Datenlage vor. Es hat sich gezeigt, dass Bendamustin plus Rituximab (B-R) im direkten Vergleich in randomisierten Studien anderen Immunochemotherapien wie CHOP-R oder F-R in der Primärtherapie sowie im Rezidiv überlegen ist. Interessanterweise profitieren jüngere Patienten mindestens genauso gut von B-R wie ältere.

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01.04.2011
Strahlentherapie beim Prostatakarzinom

Die Diagnose Prostatakrebs bedeutet heute für die Betroffenen nicht mehr automatisch eine Operation. In vielen Fällen können die Patienten durch Strahlenbehandlung geheilt werden.

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04.04.2011
Meningeosis neoplastica: Management einer permanenten Herausforderung

Die Aussaat von Tumorzellen in den Liquor ist bei Lymhomen und Leukämien sowohl bei Primärdiagnose als auch im Rezidiv mit einer schlechten Prognose und einem schlechten Behandlungsergebnis der Grunderkrankung verbunden. ... Mit liposomalem Cytarabin (DepoCyte®), das nur einmal in zwei Wochen intrathekal appliziert werden muss, steht eine effektive und patientenfreundliche Option zur Prophylaxe und Therapie einer Meningeosis neoplastica zu Verfügung.

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06.04.2011
EANM: Nuklearmedizin bietet neue Diagnose- und Behandlungsmethoden für Patienten mit neuroendokrinen Tumoren

... Neue nuklearmedizinische Methoden sorgen für eine verbesserte Diagnose und effiziente Behandlungsmöglichkeiten, teilt die European Association of Nuclear Medicine (EANM) mit. ... „Aktuellen Studien zufolge bewirkt diese Behandlungsmethode bei 70-80 % der Patienten einen Stillstand der Erkrankung oder sogar ein Schrumpfen des Tumors und einen Rückgang von Symptomen wie Durchfall und Schmerz. Wir können daher davon ausgehen, dass die Patienten sehr bald von weiteren Fortschritten in der nuklearmedizinischen Diagnose und Therapie profitieren werden“, versichert Prof. Buscombe.

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13.04.2011
Großzelliges Lungenkarzinom: Die Histologie steuert die Therapiewahl

Bei der Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) ist der histologische Befund entscheidend: Handelt es sich um ein Nicht-Plattenepithelkarzinom (Adeno- oder großzelliges Karzinom), rückt die Kombination Pemetrexed (Alimta®) plus Cisplatin in den Fokus. Denn mit dieser Zweifachkombination konnte eine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit erreicht werden, die sich bei Patienten mit Adenokarzinom auf mehr als ein Jahr erstreckte. Aber auch Patienten mit großzelligem Karzinom profitieren mit einem Zeitgewinn von plus 55 Prozent deutlich von der pemetrexedhaltigen Therapie.

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14.04.2011
Den Tumor enttarnen: Zuckerähnliches Molekül soll Aufbau einer Sialinsäure-Schutzschicht verhindern

In der Regel umgeben sich Tumore mit einer Art Tarnkappe. So sind sie für das körpereigene Immunsystem unsichtbar und vor Angriffen und Abbau geschützt. Prof. Dr. Werner Reutter und sein Forscherteam an der Charité Berlin wollen dem Tumor einen entscheidenden Baustein für diese Verschleierungstaktik entziehen – die Sialinsäure.

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Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
« Antwort #59 am: 16. Oktober 2011, 23:34:28 »
20.04.2011
Hirntumor im Kindesalter – Operation als Schlüssel zum Therapieerfolg

Hirntumoren sind nach der Leukämie die zweithäufigste Krebserkrankung im Kindesalter. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 300 bis 350 Kinder an einem Hirntumor. Sie haben die besten Heilungschancen, wenn es gelingt, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Die Operation sollte deshalb in Zentren mit einer hohen Expertise in der Chirurgie von Hirntumoren durchgeführt werden.

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27.04.2011
Stammzelltransplantation: bessere Überlebenschancen mit Qualitätsmanagementsystem

Die Transplantation blutbildender Stammzellen ist eine etablierte und erfolgreiche medizinische Behandlungsart. Sie ist komplex und immer noch mit einem substantiellen Risiko der Morbidität und Mortalität verbunden. Forschende des Kompetenzzentrums für Stammzelltransplantationen der Universität Basel («Basel Stem Cell Network») konnten im Rahmen eines Projekts zur Erarbeitung eines verbindlichen QMS in Europa und Nordamerika zusammen mit Kollegen der Europäischen Gruppe für Stammzelltransplantation in einer gemeinsamen Analyse von mehr als 100 000 Transplantationen zeigen, dass sich mit der Einführung eines QMS in Europa die Überlebenschancen der Patienten in akkreditierten Zentren um 10-15 % verbessern.

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05.05.2011
Mammakarzinom-Therapie: Genomischer Test erspart unnötige Chemotherapien

Mit dem genomischen Test Oncotype DX® lässt sich der potentielle Nutzen einer zusätzlichen Chemotherapie zu einer Antihormontherapie bei Patientinnen mit Östrogenrezeptor-positivem, nodalnegativem Mammakarzinom im Frühstadium ermitteln. Des Weiteren kann die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls bestimmt werden.

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09.05.2011
Neue Wirkstoffklasse Combretastatin-A -Analoga zur nachhaltigen Therapie bisher resistenter Tumorarten

Eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Rainer Schobert, Inhaber des Lehrstuhls für Organische Chemie I an der Universität Bayreuth, hat aufbauend auf der Grundlagenforschung zu pflanzlichen Naturstoffen eine konzeptionell neue Wirkstoffklasse entwickelt. Diese ist nach allen bisherigen, in Tier- und Laborversuchen gewonnenen Erkenntnissen geeignet, die medikamentöse Bekämpfung von besonders resistenten Krebsarten erheblich voranzubringen.

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13.05.2011
Kommunikation in Selbsthilfeforen fördert Therapieentscheidung bei Prostatakrebs

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs stehen verschiedene Therapien offen. Wenn sich Patienten über Internetforen austauschen, hilft ihnen das, sich für die individuell richtige Therapie zu entscheiden. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber, Assistenzarzt an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. med. Markus Hohenfellner) und seine Kollegen haben den Informationsaustausch im Internetforum einer Selbsthilfegruppe ausgewertet und analysiert, welche Faktoren dazu beitragen, den Patienten bei seiner Entscheidung zu unterstützen. Die Ergebnisse sind auch für die behandelnden Ärzte interessant: Sie können sie nutzen, um ihre Patienten besser zu beraten. Die Studie wurde im „British Journal of Urology International“ veröffentlicht.

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19.05.2011
Bortezomib bei multiplem Myelom: Durch gute Response zum längeren Therapie-freien Intervall

Experten aus aller Welt diskutierten auf dem 13. Internationalen Myeloma Workshop in Paris kürzlich Fortschritte in der Behandlung des multiplen Myeloms. Es wurde deutlich, dass der Proteasom-Inhibitor Bortezomib (Velcade®) eine zentrale Rolle in der Therapie des multiplen Myeloms spielt. Entscheidend für den langfristigen Therapieerfolg ist die Qualität des Ansprechens, die bei der Primärtherapie erzielt wird.

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23.05.2011
Immuntherapie: Innovatives Verfahren zur Behandlung von Glioblastomen

Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI entwickelt mit dem amerikanischen Unternehmen Northwest Biotherapeutics Inc. Herstellungsprozesse, um in Europa ein innovatives Therapieverfahren zur Behandlung von Glioblastomen zu etablieren.

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26.05.2011
Mit strahlenden Mikrosphären gegen Leberkrebs

Mit einem neuen Behandlungsverfahren wollen die Ärzte des Universitätsklinikums Jena den Leberkrebs bekämpfen: Kleine radioaktiv strahlende Kügelchen greifen den Tumor direkt im Körper an und sollen dort das weitere Wachstum aufhalten. Das innovative Verfahren der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) wurde jetzt erstmalig am UKJ angewandt.

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« Letzte Änderung: 17. Oktober 2011, 17:47:21 von busymouse »
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