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Autor Thema: Schmerzen - Behandlungsmethoden - Schmerzkliniken- u.Therapeuten; Links/Infos  (Gelesen 98819 mal)

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Offline RalleGA

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Fibromyalgie

rätselhafte Schmerzen

Fibromyalgie ist eine tückische Krankheit.

Nicht nur wegen der Symptome, sondern vor allem, weil sie nur schwer zu diagnostizieren ist.
Ein Allheilmittel gibt es ebenfalls nicht.
Stattdessen müssen Betroffene lernen, auf sich selbst zu hören.

Starke Schmerzen, Schlafstörungen, körperliche und geistige Erschöpfung.
Die Symptome des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) sind vielfältig.
Und die Krankheit zu erkennen ist alles andere als einfach.
Es gibt keinen spezifischen Bluttest und keine Röntgenuntersuchungen für die Diagnose FMS,
erklärt Winfried Häuser von der Klinik für Innere Medizin 1 am Klinikum Saarbrücken.
Um Fibromyalgie festzustellen, müssen sich Mediziner die Vorgeschichte des Patienten gründlich ansehen und eine komplette körperliche Untersuchung sowie mehrere Labortests machen.

Wörtlich übersetzt bedeutet Fibromyalgie Faser-Muskel-Schmerz

Die Patienten leiden z.B. unter langandauernden Schmerzen, Ein- und Durchschlafstörungen und Erschöpfung.
Hinzu kommen psychische Probleme:
"So erfüllen etwa 60-80% von ihnen die Kriterien einer depressiven oder Angststörung.
Die Ursachen für die Erkrankung können vielfaltig sein. Experten gehen davon aus, dass eine genetische Veranlagung sowie verschiedene biologische und psychische Faktoren für das Fibromyalgie-Syndrom verantwortlich sind.
Auffällig ist zudem, dass viele Betroffene ähnliche Persönlichkeitsmerkmale haben:
Die meisten Fibromyalgie-Patienten sind sehr sensibel, leistungsbereit und ehrgeizig.

Häufig kommt im Laufe des Lebens eine Überforderung dazu, die Personen geraten an ihre Grenzen -
und dann geschieht etwas, das für sie schwer verständlich ist.
Plötzlich schlafen die Betroffenen nicht mehr gut, sie reagieren empfindlicher auf Reize und haben vegetative Beschwerden, Nervosität etwa.
"Wir gehen davon aus, dass die Körper der Patienten die Reizschwelle herunterfahren, was in stressigen Situationen
evolutionsbedingt ein sinnvolles Verhalten ist", sagt der Mediziner.
Nachts nicht mehr zu schlafen war früher z.B. mal notwendig - als Schutz vor Gefahren.
Den Patienten kann diese Erklärung vielleicht helfen, die Erkrankung zu verstehen.
Die Symptome beseitigt sie nicht.

Zur Behandlung häufig gibt es sehr niedrig dosierte Antidepressiva.
Das soll nicht bedeuten, dass es sich bei Fibromyalgie um eine verkappte Depression handelt,
aber die Mittel haben eine leicht schmerzstillende Wirkung.
Und so schwer es Patienten bei starken Schmerzen und permanenter Erschöpfung oft fällt:
Bewegung kann helfen, Symptome zu lindern.


Erfahrung:

Man war vorher für längere Zeit wegen Rücken- und Muskelschmerzen krankgeschrieben, aber kein Arzt hatte eine Erklärung.
Erst ein dreiwöchiger Klinikaufenthalt brachte mir eine Diagnose Fibromyalgie.   

In einer Reha begann man dann, sich wieder viel zu bewegen.
Man hat mit Nordic Walken und Fahrradfahren begonnen, außerdem bin ich viel geschwommen.
Die Symptome wurden besser und verschwanden schließlich weitgehend. Phasenweise ist sie inzwischen komplett schmerzfrei.
Heute weiß man: Jede/r Patient/in müsse für sich selbst herausfinden, was hilft.

Es ist sehr wichtig, auf sich zu hören und so zu erkennen, was einem guttut.
Wichtig ist es nach Ansicht von Medizinern aber, es bei der Bewegung nicht zu übertreibt.
Training mit mittlerer und hoher Belastung führt bei vielen Patienten zur oft Schmerzzunahme.
Ausnahmen seien nur Personen, die bereits vor Beginn der Erkrankung eine sehr gute Ausdauer hatten. 

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Januar 2019
« Letzte Änderung: 10. April 2019, 13:58:34 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Rückentraining darf anfangs wehtun

Mit Muskelkater rechnen



Viele Menschen leiden regelmäßig unter Rückenproblemen. Schuld sind oft mangelnde Bewegung oder eine Fehlbelastung.
Mit einem gezielten Training lässt sich der Rücken meist wieder in Form bringen.
Allerdings muss er sich erst daran gewöhnen.

Regelmäßige Bewegung ist eines der besten Mittel gegen wiederkehrende Rückenschmerzen.
Mit dem richtigen Training können Betroffene die Zahl der Schmerzattacken um rund die Hälfte senken. 
Besonders geeignet sind spezielle Trainingsprogramme, die Muskeln rund um den unteren Rücken stärken und stabilisieren.

Trainings-Bewegung(en) bei Rückenschmerzen

noch mehr unter: www.Gesundheitsinformation.de

Tai-Chi, Pilates und Yoga sind ebenfalls gut für den Rücken.
Und selbst Spaziergänge, an jedem zweiten Tag für 30 bis 60 Minuten, können schon eine Hilfe sein.
Die ersten paar Trainingseinheiten sind allerdings oft anstrengend und sogar schmerzhaft.
Denn zu Beginn reagiert der Körper auf die ungewohnte Belastung womöglich mit Muskelkater.
Nach ein paar Wochen sollte diese Gewöhnungsphase aber vorbei sein.

Ernsthaften Schaden kann sinnvolles Training bei Rückenschmerzen in der Regel nicht anrichten.
Denn der Grund für unspezifische, wiederkehrende Rückenschmerzen ist meist eine Mischung verschiedener Faktoren:
Schwache Rückenmuskulatur etwa, Fehlbelastungen,
Stress und andere psychische Belastung

- Bewegung hilft in solchen Fällen nahezu immer.
Darauf verzichten sollten Rückenpatienten daher nur, wenn der Arzt ausdrücklich davon abrät.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2019        
« Letzte Änderung: 14. Mai 2019, 09:13:24 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.