Orpha Selbsthilfe

Treffpunkt für Alle => Orpha-Stammtisch => Behandlungsmethoden und Hilfsmittel => Thema gestartet von: busymouse am 09. Juli 2007, 19:01:31

Titel: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 09. Juli 2007, 19:01:31
09.07.2007
Neuer Kinase Hemmstoff gegen fortgeschrittene Tumoren
Überprüfung in klinischer Studie (Phase 1) an zwei Zentren in Deutschland

Freiburg (idw) - Medikamente, die überaktive Kinasen hemmen, gehören zu den Hoffnungsträgern der modernen Krebsmedizin. Im Rahmen einer klinischen Studie (Phase 1) wird jetzt an zwei Zentren in Deutschland ein Wirkstoff geprüft, der die so genannte Aurora Kinase (AK) hemmt. "Im Gegensatz zu einem Zytostatikum, das alle Zellen im Körper angreift, die gesunden ebenso wie die Krebszellen, verfolgt das neue Medikament eine sehr zielgerichtete Strategie. Es greift direkt in die Kommunikation ein, welche die Zellteilung steuert und versucht so zu verhindern, dass das Tumorgewebe weiter wächst", erklärt der Studienkoordinator Privatdozent Dr. med. Klaus Mross, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. Die Kinase-Hemmstoffe gehören zu einer neuen Generation von Medikamenten, die als "Targeted therapy" (zielgerichtete Therapie) bezeichnet wird.

Da der Einsatz von Zytostatika (Chemotherapie) bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung oft nur begrenzt erfolgreich ist, konzentrieren sich die Wissenschaftler inzwischen verstärkt auf neue Therapiekonzepte. Die so genannten Kinase Hemmstoffe sind deshalb so vielversprechend, weil sie bereits bei der Zellteilung ansetzen. Das heißt sie greifen ganz gezielt in die Signalwege ein, die die Teilung der Krebszellen steuern und versuchen so, das Wachstum des Tumors zu verhindern. "In sämtlichen präklinischen Prüfungen zeigte der neue Wirkstoff, dass er in der Lage ist, die Zellteilung in genau definierten Phasen des Zellzyklus zu blockieren", so Mross. Im Rahmen einer ersten klinischen Prüfung (Phase I) wird die Studie an zwei Behandlungszentren des europäischen Netzwerks CESAR (Central European Society of Anticancer Drug Research) durchgeführt, die über große Erfahrung in Phase I Studien verfügen (Klinik für Tumorbiologie Freiburg, Tumorklinik des Universitätsklinikums Essen). Teilnehmen können Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankungen.

Stichwort: Kinase-Hemmstoffe
Derzeit sind mehr als 500 Kinasen bekannt. Kinasen leiten Zellsignale weiter und beeinflussen zahlreiche biologische Prozesse im Körper. Eine Reihe von Kinasen steht im Verdacht, bei Krebs, Entzündungsprozessen oder kardiovaskulären Erkrankungen eine zentrale Rolle zu spielen. Die Kinasen bilden ein komplexes Netzwerk, das bei diesen Erkrankungen gestört ist. Durch Medikamente, die einzelne Kinasen hemmen, kann inzwischen das Tumorwachstum therapeutisch beeinflusst werden. Der Durchbruch für diese neue Generation von Medikamenten gelang mit einem Wirkstoff, der 2001 gegen Chronisch Myeloische Leukämie und 2002 gegen Gastrointestinale Stromatumore zugelassen wurde (Proteinkinase Inhibitor: Imatinib). Inzwischen sind bereits zwei weitere Kinaseinhibitoren für die Behandlung von Krebserkrankungen (Nierenzellkrebs) zugelassen worden (Sunnitinib und Sorafenib). Der neue Wirkstoff ist der erste Aurora-Kinase-Hemmstoff, der bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in Deutschland geprüft wird.

(Pressemeldung auf idw-online.de)

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Änderungen:
25.08.2009 - Titel verändert
Titel: Impfstoff gegen bösartigen Hirntumor
Beitrag von: busymouse am 10. Juli 2007, 11:37:05
10.07.2007
Weltweit erster therapeutischer Impfstoff gegen bösartigen Hirntumor steht Patienten in der Schweiz zur Verfügung
Schweizer Zulassung für DCVax(R)-Brain erteilt / Überlebenszeit der Patienten mit Erstdiagnose eines bösartigen Hirntumors als auch mit Tumorrezidiv mehr als verdoppelt

Bothell, Washington (ots/PRNewswire) – Die Northwest Biotherapeutics, Inc. freut sich bekannt geben zu können, dass das Unternehmen die Zulassung vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) dafür erhalten hat, DCVax(R)-Brain zur Behandlung von Patienten mit bösartigem Hirntumor in der Schweiz zu vermarkten. DCVax(R)-Brain ist als solcher der erste im Handel erhältliche therapeutische Impfstoff für diese Krebsarten. Das Unternehmen beabsichtigt, das Medikament für Patienten ab dem dritten Quartal 2007 zur Verfügung zu stellen.

Dr. Alton Boynton, Präsident und CEO von Northwest Biotherapeutics, sagte: "Wir freuen uns sehr darüber, dass wir das erste Unternehmen sind, das mit einem individualisierten Impfstoff für bösartige Hirntumoren, die mit einer sehr schlechten Prognose einhergehen, auf den Markt kommt. Wir freuen uns darauf, DCVax(R)-Brain führenden medizinischen Zentren und Krankenhäusern in der Schweiz zur Verfügung zu stellen. Die Schweiz ist ein attraktives Land für den Beginn der Vermarktung, da die Kontrolle durch die Schweizer Zulassungsbehörde einen sehr guten Ruf geniesst und auch die Erfahrungen mit Zelltherapien dort zunehmen. Auch wird die Schweiz zunehmend als ein Zielland für Medizintourismus angesehen, das für viele Medizintouristen gut erreichbar ist. Wir freuen uns darauf, DCVax(R)-Brain in weiteren Ländern zur Verfügung stellen zu können und auch unsere DCVax(R)-Technologie bei vielen anderen Krebsarten anzuwenden, wozu auch fünf Krebsarten gehören, für die uns bereits die Genehmigung der FDA für den Beginn von klinischen Studien vorliegt."

Bösartige Hirntumoren befallen Menschen jeden Alters und sind die führende Ursache von Krebstodesfällen bei Kindern jünger als 20 Jahre. Bösartige Hirntumoren zählen zu den Krebsarten mit dem schnellstem tödlichen Verlauf: mit den heute zur Verfügung stehenden eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten haben selbst neu diagnostizierte Patienten eine mediane Überlebenszeit von nur 14,6 Monaten. In klinischen Studien an Patienten, die sowohl an neu diagnostizierten, als auch an rezidivierenden bösartigen Hirntumoren litten, fand sich bei Patienten, die DCVax(R)-Brain erhielten (für bis zu über 33 Monate und laufende Studien -- Median noch nicht erreicht - für neu diagnostizierte Patienten) eine mehr als verdoppelte Überlebenszeit. Darüber hinaus verursacht DCVax(R)-Brain im Gegensatz zur Chemotherapie keine das Befinden stark beeinträchtigende Nebenwirkungen.

Die Schweizer Zulassung erlaubt es dem Unternehmen, DCVax(R)-Brain in den USA herzustellen und es ausgewählten Zentren in der Schweiz zur Behandlung von Patienten zur Verfügung zu stellen. Die Zulassung wurde erteilt, nachdem das Unternehmen einen entsprechenden Antrag Mitte Februar 2007 eingereicht hatte. Dieser Antrag beruhte auf den bisherigen klinischen Daten des Unternehmens und einer eingehenden Inspektion durch Swissmedic (das Schweizerische Heilmittelinstitut) im Auftrag des BAGs.

Die DCVax(R) von NWBT ist eine Plattformtechnologie, von der erwartet wird, dass sie auf die meisten Krebsarten anwendbar ist. Der Wirkmechanismus von DCVax(R) beruht auf der Mobilisierung des ganzen Spektrums sowohl der angeborenen als auch der erworbenen Immunantwort und stützt sich nicht nur auf eine Teilfunktion, wie ausschließlich Antikörper oder T-Zellen. DCVax(R) mobilisiert das Immunsystem des Patienten dazu, in seiner normalen, natürlichen Weise zu funktionieren. Dies führt sowohl zu einer verbesserten Wirksamkeit, als auch zum Fehlen problematischer toxischer Effekte. Im Gegensatz zu konventionellen Medikamenten zur Krebstherapie verursacht DCVax(R) keine das Befinden stark beeinträchtigenden Nebenwirkungen.

Bei DCVax(R)-Produkten handelt es sich um individualisierte Behandlungen, die durch eine Kombination einer patienteneigenen Hauptzelle des Immunsystems (dendritische Zellen) mit Krebs-Biomarkern, die von den Tumorzellen des  Patienten selbst gewonnen bzw. gezeigt werden, hergestellt werden. Vorläufer  der Hauptimmunzellen zirkulieren ständig im Blut eines Patienten und werden  durch eine Blutentnahme gewonnen. Die Hauptimmunzellen werden dann durch eine  Serie von firmeneigenen Schritten gereift und aktiviert, dann durch  Zusammenbringen mit den Tumorbiomarkern des Patienten " ausgebildet " und dem  Patienten mittels einer einfachen, intradermalen Injektion in den Arm bzw.  Oberschenkel, die aus nur wenigen Tropfen besteht, wieder zugeführt.

Im Gegensatz zu vielen anderen, in Entwicklung befindlichen, individualisierten Therapien werden DCVax(R)-Produkte kosteneffektiv sein. Der Schlüssel zu deren Kosteneffizienz ist ein firmeneigener Chargenherstellungsprozess, bei dessen Entwicklung über einen Zeitraum von über zehn Jahren NWBT Pionierarbeit geleistet hat. Bei diesem wird ein einziger Produktionsdurchgang verwendet, um Material für mindestens 3 Jahre individualisierte Behandlungen für einen bestimmten Patienten zu produzieren. Die Behandlungsdosen werden gefroren in Ampullen mit Einzeldosen gelagert und sind ab Lager gebrauchsfertig für diesen Patienten. Diese Art der Lagerung ist sehr verlässlich und nicht teuer. Indem nur ein Produktionsdurchlauf durchgeführt wird und danach das Produkt direkt vom Lager verfügbar ist, kann NWBT die Kosten für seine individualisierten Impfstoffe auf einem Niveau halten, das es erlaubt, die Preisgestaltung in einem mit den anderen Medikamenten zur Krebsbehandlung vergleichbaren Bereich zu halten.

Parallel zur kommerziellen Bereitstellung von DCVax(R)-Brain für Patienten in ausgewählten medizinischen Zentren in der Schweiz führt NWBT zurzeit auch eine entscheidende Studie der Phase II an 141 Patienten in den USA durch. Mit der Aufnahme von Patienten in die Studie wurde im Dezember 2006 begonnen, wobei erwartet wird, dass die Rekrutierung von Probanden gegen Ende 2008 abgeschlossen sein wird. Das Unternehmen plant, die Zulassung für das Produkt basierend auf den Ergebnissen der Schlüsselstudie der Phase II sowohl in den USA als auch in der EU Anfang 2009 zu beantragen.

DCVax(R)-Brain wurde der Status einer Orphan Drug (Arzneimittel zur Behandlung sehr seltener Krankheiten) sowohl in den USA als auch in der EU gewährt. Dieser Status erlaubt DCVax(R)-Brain 7 Jahre Marktexklusivität in den USA und 10 Jahre in der EU, falls DCVax(R)-Brain das erste Produkt seiner Art sein sollte, das die Zulassung erhält.

Klinische Studiendaten von Patienten mit bösartigen Hirntumoren haben gezeigt, dass DCVax(R)-Brain das erneute Auftreten der Erkrankung bei neu diagnostizierten Patienten um fast das Dreifache verzögert, von 6,9 Monaten auf 18,1 Monate. DCVax(R)-Brain verlängert auch das Überleben dieser Patienten von 14,6 auf über 33 Monate (und Studienfortsetzung - der Median ist noch nicht erreicht).

Man erwartet, dass die DCVax(R)-Technologieplattform auf die meisten Krebsarten anwendbar ist. NWBT hat bereits das Stadium der Schlüsselstudie der Phase III für Prostatakrebs erreicht und auch die Genehmigung der FDA zur Durchführung von klinischen Studien bei fünf anderen Krebsarten (einschliesslich Lungenkrebs, der weltweit führenden Ursache für krebsbedingte Todesfälle) erhalten. Die bisher vorliegenden klinischen Studiendaten von Patienten mit hormonunabhängigem Prostatakrebs haben verblüffende Ergebnisse, die denen bei Patienten mit bösartigen Hirntumoren ähnlich sind, ergeben.
Titel: Neue Therapieansätze
Beitrag von: busymouse am 21. Mai 2008, 19:19:31
21.05.2008 - HNPCC
Den Darmkrebs bekämpfen, bevor der Tumor entsteht
Impfung gegen "falsche" Proteine könnte Immunsystem gegen Tumorzellen sensibilisieren / Veröffentlichung in "Gastroenterology"

Heidelberg (idw) - Heidelberger Wissenschaftler haben eine neue Strategie für eine Impfung gegen bestimmte Formen von Krebs entdeckt. Sie stellten fest, dass Immunzellen auf veränderte Eiweiße in Tumorzellen stark reagieren, bei denen ein DNS-Reparaturdefekt aufgetreten ist. Man schätzt dass bei etwa 15 Prozent aller Tumoren dieser Reparaturdefekt vorliegt.

Die Wissenschaftler unter Federführung von Professor Dr. Magnus von Knebel Doeberitz, Ärztlicher Direktor der Abteilung Angewandte Tumorbiologie am Universitätsklinikum Heidelberg, untersuchten die häufigste Form von erblichem Darmkrebs, das sogenannte HNPCC-Syndrom (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer Syndrom). Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten, die in Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) durchgeführt und von der Deutschen Krebshilfe mit rund 380.000 Euro gefördert werden, sind in der Aprilausgabe der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift "Gastroenterology" erschienen.

Krebserkrankungen des Dickdarms stehen in Deutschland mit ca. 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr an dritter Stelle aller Krebserkrankungen. Bei etwa 15 Prozent dieser Tumoren liegt ein Defekt bestimmter Reparaturmechanismen der DNA vor, der vor allem zu Veränderungen in sogenannten Mikrosatelliten führt. Wie die Heidelberger Wissenschaftler jetzt herausfanden, sind diese Veränderungen in Mikrosatelliten die Ursache dafür, dass die Tumorzellen beginnen Fremdeiweiße zu bilden, die vom Immunsystem erkannt und bekämpft werden können. Warum aber kommt es trotz der Immunreaktion zur Entstehung von Tumoren? "Dafür gibt es zwei Ursachen", so Professor von Knebel Doeberitz. "Das Immunsystem reagiert oft zu langsam - und einige Tumorzellen sind in der Lage, sich zu verstecken, weil sie die Fähigkeit verloren haben, die Fremdeiweiße auf ihrer Oberfläche zu präsentieren."

Die Ergebnisse der Heidelberger Forscher legen nahe, dass man das Auswachsen von Tumoren mit Mikrosatellitenveränderungen verhindern kann, wenn man das Immunsystem rechtzeitig gegen die Fremdeiweiße aktivieren würde. Daher ist es das nächste Ziel der Forscher, aus den neuen, durch Mutationen entstanden Fremdeiweißen einen Impfstoff gegen diese Krebsformen zu entwickeln. Ist das Immunsystem durch die Impfung für den "Feind" sensibilisiert, könnte es sehr rasch und heftig reagieren, wenn tatsächlich Krebszellen oder deren Vorstufen auftauchen würden.

Die neue Impfstrategie könnte gegen 10 bis 15 Prozent aller Krebserkrankungen wirksam sein. Von besonderer Bedeutung sind die neuen Erkenntnisse für Patienten, die an der häufigsten Form von erblichem Dickdarmkrebs, dem sog. HNPCC-Syndrom (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer Syndrome) leiden. Hier sind fast alle Tumoren von den Mikrosatellitenveränderungen betroffen.

Literatur:
Yvette Schwitalle, Matthias Kloor, Susanne Eiermann, Michael Linnebacher, Peter Kienle, Hanns Peter Knaebel, Mirjam Tariverdian, Axel Benner, Magnus von Knebel Doeberitz, Immune Response Against Frameshift-Induced Neopeptides in HNPCC Patients and Healthy HNPCC Mutation Carriers, Gastroenterology 2008, 134, 988-997.
Titel: Re: Neue Therapieansätze
Beitrag von: busymouse am 09. Juli 2008, 23:16:11
09.07.2008
Hoffnung auf neue Krebstherapie
Wissenschaftler erforschen Naturstoff Argyrin

   
Hannover (idw) - Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie der Leibniz Universität Hannover arbeiten an einem neuen potentiellen Krebsmedikament. Die Hoffnungen ruhen dabei auf dem Naturstoff Argyrin. Bei der Behandlung von krebskranken Tieren mit Argyrin hat sich herausgestellt, dass der Tumor aufhört zu wachsen, um bis zu 50 Prozent schrumpft und sich beginnt, aufzulösen.
"Wir verändern die Moleküle, d.h. durch Synthese wird die Struktur des Argyrin optimiert", erklärt Prof. Markus Kalesse vom Institut für Organische Chemie der Leibniz Universität. An der Medizinischen Hochschule Hannover werden wiederum die medizinischen Tests an Mäusen durchgeführt. Anschließend werden an der Leibniz Universität die Moleküle entsprechend verbessert und der Wirkstoff erneut in der MHH getestet. Bis zu der Erforschung am Menschen ist es aber noch ein weiter Weg. "Wir betreiben zunächst eine Sicherheitsstudie, um ungewünschte Effekte auszuschließen", so Kalesse.


Die Wirkung von Argyrin entdeckten Prof. Nisar Malek von der MHH und Dr. Ronald Frank, Chemiker am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Seit gut zwei Jahren wird gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover geforscht. Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschaftler nun in der Fachzeitschrift "Cancer Cell" veröffentlicht.
Titel: Re: Neue Therapieansätze
Beitrag von: busymouse am 10. Juli 2008, 16:13:08
Neuer Ansatz zur Unterdrückung des Tumorwachstums
Berliner Wissenschaftler klären Funktionsweise von Rapamycin im Zellstoffwechsel auf

Berlin (mpg) - Bösartige Tumore zeigen häufig eine Überfunktion des sogenannten Sonic Hedgehog (SHH)-Signalweges. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik konnten jetzt in Zusammenarbeit mit Kollegen der Charité - Universitätsmedizin Berlin sowie der Universitäten in Dundee und Innsbruck zeigen, dass Rapamycin, ein Medikament, welches vielfach zur Unterdrückung der Immunabwehr nach Organtransplantationen eingesetzt wird, diesen Signalweg wirksam blockieren kann. In der Fachzeitschrift Cancer Research beschreiben Sybille Krauß und ihre Kollegen, dass Rapamycin durch Beeinflussung des Transkriptionsfaktors GLI3 die Bildung des Zellzyklus-Regulators Cyclin D1 unterdrückt. Dies führt zu einer deutlichen Verminderung des Wachstums bestimmter Tumore. Die Ergebnisse der Forscher ebnen den Weg für die Markteinführung von Rapamycin als Medikament gegen maligne Tumore [Krauß et al., Cancer Res 2008; 68(12):4658-65].

Der Sonic Hedgehog (SHH)-Signalweg ist ein Prozess, über den Zellen auf äußere Signale reagieren, diese umwandeln und in das Zellinnere weiterleiten können. Eine Fehlfunktion dieses Signalwegs zieht massive Fehlbildungen bei der Embryonalentwicklung nach sich und kann bei Erwachsenen zu Krebs führen. Überfunktionen des SHH-Signalweges wurden unter anderem bei malignen Melanomen, Ovarialkarzinomen, Glioblastomen, kleinzelligen Lungenkarzinomen, Prostatakarzinomen und bei Tumoren des Verdauungstraktes nachgewiesen.

In Säugerzellen steuert der SHH-Signalweg die Transkription des Gens Cyclin D1. Dieses Gen ist ein wichtiger Regulator des Zellwachstums und kann bei Überfunktion Krebs auslösen. Die Forscher um Sybille Krauß vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik untersuchten, auf welche Weise Rapamycin, ein Medikament, welches zur Unterdrückung der Immunabwehr nach Organtransplantationen eingesetzt wird, in den SHH-Signalweg eingreift. Sie konnten zeigen, dass GLI3, ein Transkriptionsfaktor des SHH-Signalweges, durch Rapamycin in seiner Wirkung unterdrückt wird. Dadurch sinkt die Bildung von Cyclin D1, entsprechend vermindert sich das Zell- bzw. Tumorwachstum. Die Wissenschaftler hoffen, mit der Aufklärung der Wirkungsmechanismen von Rapamycin den Weg für die Einführung des Wirkstoffes in die Therapie von SHH-abhängigen Tumorerkrankungen zu ebnen.

Originalveröffentlichung:

Krauß, S., Foerster, J., Schneider, R., Schweiger, S.: Protein Phosphatase 2A and Rapamycin Regulate the Nuclear Localization and Activity of the Transcription Factor GLI3. Cancer Research 68 (12), 4658-4665 (2008)

Kontakt (Pressestelle):

Dr. Patricia Marquardt
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Ihnestr. 63-73
14195 Berlin

Tel.: 030 - 8413 1716
Fax: 030 - 8413 1671
Email: patricia.marquardt@molgen.mpg.de

Titel: Knochenmetastasen bekämpfen
Beitrag von: busymouse am 09. August 2008, 13:12:25
09.08.2008
Neue Methode gegen Metastasen bei Brust- und Prostatakrebs

Heidelberg – Eine Methode, um die Ausbildung von Knochenmetastasen bei Brust- und Prostatakrebs bereits in einem frühen Stadium zu beurteilen, haben Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg entwickelt.

Zudem ist es den Forschern nach Angabe der Deutschen Krebshilfe erstmals gelungen, das Wachstum von Knochenmetastasen zu bremsen, indem sie die Blutgefäßneubildung hemmen.

Hier geht es zum ganzen Text: >>> aerzteblatt.de (http://aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=33304)
Titel: Kunstprotein zerstört Tumor
Beitrag von: busymouse am 14. Dezember 2008, 14:14:23
Kunstprotein zerstört Tumor
Omomyc unterbindet Wirkung anderer krebsfördernder Proteine

Rom (pte (http://www.pressetext.de/)) - Forscher an dem zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Biologia e Patologia Molecolari haben ein Kunstprotein entwickelt, das eine Rückbildung von Tumoren bewirkt. Das in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der San Francisco State University entdeckte "Omomyc" ist bei Laborversuchen mit an Lungenkrebs erkrankten Mäusen erfolgreich getestet worden.

"Das bekanntermaßen an der Entstehung der meisten Tumore beteiligte Protein 'Myc' ist von der Krebsforschung aus therapeutischer Sicht bisher nicht hinreichend beachtet worden, da es maßgeblich an der Bildung von Bindegewebe beteiligt ist", erklärten die CNR-Mitarbeiter Sergio Nasi und Laura Soucek. Die Befürchtung sei deshalb, dass seine Ausschaltung schlimme Folgen auch für gesunde Zellen und somit für den gesamten Organismus haben könne. "Da sich das Myc mit dem Schwesterprotein Max zu einen Komplex vereint und die Tätigkeit zahlreicher Gene reguliert, haben wir nach Möglichkeiten gesucht, diesen Vorgang zu unterbinden. Gelungen ist uns dies, indem wir vier verschiedene Aminosäuren an kritischen Stellen des Proteins ausgetauscht und damit einen effizienten Inhibitor geschaffen haben."

"Omomyc verhindert nicht nur die Vereinigung von Myc mit Max, sondern verwandelt Myc von einem krebserzeugenden in ein krebsvernichtendes Molekül", so die beiden italienischen Wissenschaftler weiter. "Das von uns entwickelte Verfahren zur Produktion von Omomyc hat sowohl bei gesunden als auch bei mit Lungenkrebs befallenen Labormäusen funktioniert." Auch wenn die Ausschaltung von Myc bei gesunden Tieren die Entwicklung schnell regenerierbarer Gewebe - beispielsweise der Haut - verlangsame, seien keinerlei negative Auswirkungen auf die körperliche Verfassung der Tiere festgestellt worden.

Außerdem sei die Entstehung dieser Nebeneffekte reversibel, wenn man das Omomyc absetzt. In Gegenwart des Kunstproteins jedenfalls werde nicht nur die Entstehung von Lungenkrebs unterbunden, sondern dieser sogar im fortgeschrittenen Stadium bis zu seinem völligen Verschwinden zurückgedrängt. Mit der Entdeckung der italo-amerikanischen Forschergruppe ergeben sich neue Hoffnungen auf für den menschlichen Organismus weniger schädliche Krebstherapien. Einzelheiten zu der Untersuchung sind in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht worden.

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Harald Jung
email: redaktion@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-300
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 04. Januar 2009, 21:44:11
07.11.2008
Kinase-Inhibitoren zur Behandlung von Patienten mit Dickdarmkrebs und Lebermetastasen

...Kinase-Hemmstoffe werden als innovative Medikamente bereits gegen verschiedene Tumorerkrankungen eingesetzt. An vier Zentren in Deutschland wird jetzt im Rahmen einer klinischen Studie (Phase II) ein neuer Kinase-Hemmstoff zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) geprüft.

"Der neue Wirkstoff wird als Erstlinientherapie eingesetzt und soll die Tumorangiogenese, das heißt die Gefäßneubildung und das Wachstum von Tumorgewebe hemmen, indem er über genau definierte Zielstrukturen in die komplexen Signalwege der Zellteilung eingreift"...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2879)
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16.12.2008
Pankreaskarzinom: Neuer Therapieansatz durch Hsp90-Blockade

Mainzer Wissenschaftler haben ein Protein intensiv untersucht, das den Krebszellen ihr Überleben ermöglicht: das Hitzeschock-Protein Hsp90. „Das Molekül stabilisiert und intensiviert die Signalvorgänge in Tumorzellen und hilft ihnen somit auch unter den ungünstigen Bedingungen zu wachsen“, erklärt Stöltzing. „Wir wollen Hsp90 als Zielstruktur für einen neuen Therapieansatz nutzen, indem wir das Molekül therapeutisch blockieren und so die gestressten Krebszellen gezielt zerstören.“

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2991)
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17.12.2008
Pubertät: Neurokinin B aktiviert Sexualhormonausschüttung/ Relevanz für Prostata- und Brustkrebs?

Ein spezieller Botenstoff namens Neurokinin B gibt dem Körper das Signal, das die an der Pubertät beteiligten Hormone freisetzt. Das entdeckten britische und türkische Wissenschaftler der Universitäten Cambridge und Cukurova. Bei Kindern, die nie in die Pubertät gekommen waren, fanden sie defekte Gene für die Bildung dieses Hormons oder seiner Andockstellen. Die Identifizierung des "Pubertäts-Auslösers" könnte Patienten mit abnormalem Pubertätsverlauf wie auch an Prostata- oder Brustkrebs-Erkrankten neue Behandlungswege öffnen.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2992)
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17.12.2008
EZH2-Blockade verlangsamt in vitro das Wachstum HPV-infizierter Krebszellen

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universität Jena entdeckten: Krebserregende Papillomviren beschleunigen das Zellwachstum über einen bisher noch unbekannten Mechanismus. Wirkstoffe, die an das Schlüsselmolekül EZH2 angreifen, könnten diesen Prozess möglicherweise aufhalten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2995)
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19.12.2008
Lapatinib plus Letrozol verlängert progressions-freies Überleben bei fortgeschrittenem Brustkrebs

Bei der Auswertung zeigte sich, dass Lapatinib plus Letrozol im Vergleich zu Letrozol alleine das mediane PFS bei HR+ und ErbB2-positiven Frauen um 5,2 Monate verlängert ...

Auch in der Gesamtgruppe, unabhängig vom ErbB2-Status, zeigte sich ein signifikanter Vorteil für das PFS, wenn auch weniger deutlich: 11,9 Monate unter der Kombination versus 10,9 Monate unter Letrozol alleine...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3000)

(Anm. busymouse: Ich glaube nicht, dass ich die Behandlung für 1 - 5 Monate längeres Überleben bei schlechter Lebensqualität machen lassen würde....  >:( )
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19.12.2008
MM, MDS: Neue Studienergebnisse zu Lenalidomid und 5-Azacytidin auf dem ASH vorgestellt

Neue Langzeitergebnisse der Studien MM-009 und MM-010, in denen Lenalidomid plus Dexamethason in der Therapie des rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms (MM) untersucht wird, belegen, dass eine länger als 10 Monate durchgeführte Therapie das 2-Jahresüberleben im Vergleich zu einer kürzeren Behandlungszeit fast verdoppelt und das Gesamtüberleben signifikant verlängert. Ebenfalls hervorragende Ergebnisse hinsichtlich des Überlebens bewirkt Lenalidomid in der First-Line-Therapie des MM: Wie neue Daten der ECOG E4A03-Studie zeigen, überlebten jeweils drei Viertel der Patienten unter der Kombination von Lenalidomid mit hoch- oder niedrig-dosiertem Dexamethason drei Jahre – ein bisher noch nie erreichter Therapieerfolg.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3002)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 18. Januar 2009, 13:21:56
09.01.2009
Zoledronsäure verbessert Wirkung der Chemotherapie in der Tumor-Reduktion des Mammakarzinoms

Neue Daten zeigen, dass Zoledronsäure bei Frauen mit frühem Brustkrebs, zusätzlich zur neo-adjuvanten Chemotherapie gegeben, die Größe von Brustkrebstumoren effektiver reduziert als eine alleinige Chemotherapie.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3021)
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12.01.2009
Zervixkarzinom: Tiefenhyperthermie erhöht Überlebensraten signifikant

Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie verbessert Ansprechraten sowie lokale Kontrolle vieler solider Tumoren und häufig auch die Gesamtüberlebensrate der Patienten. Zur Kombinationstherapie des lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinoms wurde zwei neue Studien publiziert.

... Bei den Frauen, die sich einer Kombinationstherapie unterzogen hatten, konnte das Tumorwachstum im kleinen Becken immerhin zu 61% unter Kontrolle gehalten werden. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3023)
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13.01.2009
Cobalthaltiger Aspirin-Komplex mit Antitumor-Potenzial

... Ein neuer Ansatz ist die Modulierung der pharmakologischen Eigenschaften etablierter Wirkstoffe durch metallorganische Fragmente. Wie ein Team von Wissenschaftlern aus Berlin, Bochum, Innsbruck (Österreich) und Leiden (Niederlande) in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, zeigen beispielsweise Cobalt-Aspririn-Komplexe ein interessantes Potenzial als Zytostatikum. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3025)
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13.01.2009
Autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation bei NHL und MM: US-Zulassung für Plerixafor

Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA (U.S. Food and Drug Administration) hat Genzyme die Zulassung für Plerixafor erteilt. Gleichzeitig erhielt Plerixafor den Status als Orphan Drug. Der Rezeptorantagonist Plerixafor mobilisiert hämatopoetische Stammzellen. In Kombination mit dem Wachstumsfaktor G-CSF (granulocyte colony stimulating factor) wird Plerixaflor im Vorfeld einer autologen Stammzelltransplantation beim Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) oder Multiplem Myelom (MM) eingesetzt, damit vermehrt Stammzellen aus dem Knochenmark in das periphere Blutsystem entlassen werden.

... In Europa hat Genzyme ebenfalls einen Zulassungsantrag für Mozobil™ gestellt. Die Zulassung wird für die zweite Jahreshälfte 2009 erwartet. ... Plerixafor ist ein sogenanntes „small molecule“, ein neuartiges kleines Molekül, das als CXCR4-Chemokin- Rezeptorantagonist fungiert. ... In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass es schnell und effektiv die Zahl der im Blut zirkulierenden Stammzellen bei Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen oder Multiplen Myelomen erhöht. Sobald die Stammzellen im Blut zirkulieren, können sie für die autologe Stammzelltransplantation gewonnen werden.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3028)
Titel: Molekül für den Kampf gegen Krebs entschlüsselt
Beitrag von: busymouse am 18. Januar 2009, 13:24:38
14.01.2009
Molekül für den Kampf gegen Krebs entschlüsselt
Proteine bestimmen, wie die Zelle Stress bewältigt

Graz (pte (http://www.pressetext.de)) - Neue Erkenntnisse für die Entstehung von Krebszellen haben Molekularbiologen am Institut für Biochemie der TU Graz gefunden. Sie untersuchten das Eiweißmolekül Chinonreduktase, das der Körper bei Stress oder krankhaften Veränderungen bildet. Das in Krebszellen vorhandene Protein dient auch zum Schutz und zur Entgiftung des Körpers, ohne dass man bisher um seine genaue Funktionsweise wusste. Die Grazer Forscher zeigten, dass außer der Chinonreduktase zwei weitere Proteine die Zellprozesse steuern. Könne man deren Wirkungsweise wie einen Schalter gezielt einsetzen, würde dies das Risiko für Krebserkrankungen deutlich verringern, hoffen die Wissenschaftler. Veröffentlicht wurde die Forschung im Report der European Molecular Biology Organization.

Das Protein Chinonreduktase registriert das Gleichgewicht in der Zelle mit Hilfe eines Kofaktors. Dieser bindet bei Entspannung der Zelle einen so genannten Transkriptionsfaktor und hält ihn in Warteposition. "Es hängt vom Zustand der Zelle ab, ob dieser Faktor gebunden ist oder nicht", so Studienleiter Peter Macheroux im Gespräch mit pressetext. Steht die Zelle unter Stress, was laut Macheroux etwa bei der Einwirkung von Giften oder Krankheitsträgern geschehen könne, so wird der wartende Transkriptionsfaktor losgelöst. Er wandert in den Zellkern und leitet dort durch die Umschreibung von Genen Mechanismen ein, die den Stress der Zelle überwinden. "Ohne diese Stressreduktion würde es zu einem Abbau der Zelle in Form einer Entzündung kommen - oder zu ihrer Umfunktionierung als Tumorzelle", so der Grazer Molekularbiologe.

"Diese Erkenntnisse bilden einen Hinweis dafür, wie Krebs entsteht", erklärt Macheroux. An nahezu allen menschlichen Tumoren sei der Transkriptionsfaktor PS3 beteiligt. "Gelingt es, die Freisetzung dieses Faktors zu beeinflussen, so kann in Zukunft auch dessen Wirkungsweise gesteuert werden", hofft der Studienleiter. Vor diesem Schritt seien jedoch noch mehrere Jahre Forschung notwendig. Als nächstes versucht das Team der TU Graz, die Proteinstrukturen aufzulösen, um die Ursachen der Freisetzung näher zu erforschen. Bisher untersucht man ein Enzym der Bäckerhefe, das den menschlichen Proteinen sehr ähnelt. "Bäckerhefe ist ein gutes Modell, da es einfach und ethisch unbedenklich ist. Für die Entwicklung von Medikamenten muss diese Forschung jedoch irgendwann an menschlichen Zellen geschehen", so Macheroux abschließend.
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 30. Januar 2009, 13:06:21
22.01.2009
Fortschritte in endoskopischer Diagnose und Therapie des Barrett-Ösophagus

Werden Veränderungen der Schleimhaut an der unteren Speiseröhre, genannt Barrett-Ösophagus, nicht erkannt und behandelt, kann sich daraus ein Speiseröhrenkarzinom entwickeln. Mitarbeiter der II. Med. Klinik am Klinikum rechts der Isar der TU München (Direktor: Prof. Roland M. Schmid) arbeiten an neuen endoskopischen Methoden, die die Treffsicherheit in der Diagnose dieser Erkrankung deutlich verbessern können. ... Mitarbeiter der II. Medizinischen Klinik erproben aktuell ein neues Therapieverfahren, die bipolare Radiofrequenz-Ablation, bei der die verbliebene Schleimhaut durch hohe Temperaturen zerstört wird. Die bislang veröffentlichten Studien sowie die eigenen Erfahrungen zeigen bereits jetzt, dass relevante Komplikationen bei der Radiofrequenzablation außerordentlich selten auftreten und die komplette Eliminierung der Barrettmukosa in der Regel erreicht wird.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3049)
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23.01.2009
Ansatzpunkt für gezielte Chemotherapie bei kindlichen Astrozytomen

Wissenschaftler der Universitätsklinika Heidelberg und Freiburg und des Deutschen Krebsforschungszentrums haben Veränderungen im Erbgut von bestimmten Hirntumoren bei Kindern im Erbgut dieser Tumoren entdeckt, die erstmals einen gezielten Ansatzpunkt für Chemotherapie bieten. Die genetischen Veränderungen in den meist gutartigen Astrozytomen lassen den normalen Wachstums- und Reifungsmechanismus der Zellen außer Kontrolle geraten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3057)
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27.01.2009
Chemoembolisation bei Darmkrebspatienten mit Metastasen

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie setzt die transarterielle Chemoembolisation (TACE) als neue, lebensverlängernde Behandlungsstrategie für Darmkrebspatienten ein. ... Auch die TACE verspricht keine vollständige Heilung der Patientengruppe mit nicht operablen oder chemotherapeutisch behandelbaren Lebermetastasen. Allerdings gelang es durch die Chemoembolisation, die Überlebenszeit der Patienten ohne wesentliche Einschränkung der Lebensqualität zu verlängern.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3061)
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02.02.2009
Kombinationstherapie gegen Krebserkrankungen in Zellkultur getestet

Eine neue Kombinationstherapie für die Behandlung des Leberzellkarzinoms und anderer Tumoren des Bauchraumes haben Heidelberger Wissenschaftler erfolgreich in der Zellkultur getestet. Die beiden Substanzen TRAIL und Bortezomib ergänzen sich optimal, da Bortezomib die Krebszellen sensibilisiert, während TRAIL ihnen dann das endgültige Signal zum Selbstmord (Apoptose) gibt. ...

Bei Tumorzellen des Bauchspeicheldrüsenkrebses und des Dickdarmkrebs wurde die Kombinationstherapie ebenfalls erfolgreich in Zellkulturen getestet. Doch bis zur Anwendung in der medizinischen Praxis ist es noch ein weiter Weg....

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3075)
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05.02.2009
Grenzen der Chemotherapie beim fortgeschrittenen Darmkrebs

Nijmegen – Auch in der Chemotherapie von Krebserkrankungen ist „mehr“ ist nicht unbedingt besser. Die eigentlich logische Erweiterung einer Dreier-Kombination um einen vierten Wirkstoff endete in einer randomisierten Studie im New England Journal of Medicine (2009; 360: 563-572) in einem Desaster für die Patienten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35319)
Titel: Darmkrebs: Präzisere Prognose mit Immunzellen?
Beitrag von: busymouse am 28. März 2009, 11:01:29
27.03.2009
Darmkrebs: Präzisere Prognose mit Immunzellen?

Heidelberg (ukh) - Anzahl der T-Zellen beeinflusst Erfolg der Chemotherapie bei Darmkrebspatienten mit Lebermetastasen / Forscher des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg publizieren erste Ergebnisse in "Cancer Immunity"
Darmkrebs-Patienten, bei denen der Tumor bereits Lebermetastasen gebildet hat, profitieren eher von einer Chemotherapie, wenn im Krebsgewebe eine erhöhte Anzahl von bestimmten Immunzellen vorhanden ist. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) im Rahmen einer ersten Analyse bei einer kleinen Anzahl von Patienten beobachtet. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass das körpereigene Abwehrsystem sowohl die Entwicklung des Tumors als auch den Erfolg einer chemotherapeutischen Behandlung beeinflusst.


Die Arbeit könnte dazu beitragen, Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg bei Darmkrebs-Patienten zukünftig besser vorherzusagen sowie für den Patienten die optimale Therapieform zu wählen. Die Ergebnisse des Teams um Professor Dr. Dirk Jäger, Leiter des Bereichs Medizinische Onkologie im NCT Heidelberg, in Kooperation mit dem Institut für Pathologie am Universitätsklinikum und dem High-Tech-Imaging-Center TIGA der Universität Heidelberg sind jetzt in der amerikanischen Fachzeitschrift "Cancer Immunity" erschienen.

Eine der häufigsten Krebserkrankungen

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Jährlich erkranken in Deutschland rund 73.000 Menschen an Darmkrebs und ca. 27.000 Menschen sterben daran. Neben den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten tragen insbesondere genetische Faktoren zur Entstehung dieser Krebsart bei.

Wird Darmkrebs früh erkannt, kann er mit einer Chance von 90 bis 100 Prozent geheilt werden. Ergänzend zur Operation wird oftmals eine Chemotherapie oder Strahlentherapie durchgeführt. "Hat der Krebs bereits Metastasen entwickelt, z.B. in der Leber, sinken die Heilungschancen dramatisch auf meist weniger als 20 Prozent", sagt Professor Dr. Dirk Jäger. Viele Patienten leiden außerdem unter den starken Nebenwirkungen einer Chemotherapie. "Deshalb ist es wichtig, diejenigen Patienten zu identifizieren, die von einer solchen Therapie nicht profitieren würden und damit unnötige Behandlungen zu vermeiden. Biologische Marker, wie z.B. die Anzahl und Art bestimmter Immunzellen im Krebsgewebe, könnten uns hierbei helfen", erklärt der Onkologe.

Wie beeinflussen Abwehrzellen die Tumorentwicklung?

Die Heidelberger Wissenschaftler untersuchten Gewebeproben von 22 Patienten, bei denen der Darmkrebs bereits Metastasen in der Leber gebildet hat, nach so genannten T-Zellen. Diese Immunzellen werden vom Körper u.a. als Abwehrzellen gegen den Tumor gebildet. "Je mehr solcher Zellen im Darmtumor waren, desto erfolgreicher verlief die Chemotherapie", fasst Professor Dirk Jäger die Ergebnisse zusammen. "Die Metastasen bildeten sich deutlich zurück und der Therapieerfolg der Chemotherapie hielt länger an." Wie genau das Immunsystem den Tumor beeinflusst, ist noch nicht bekannt. Studien haben jedoch gezeigt, dass sportliche Aktivität, gesunde Ernährung und auch psychologische Unterstützung den Krebs-Patienten stärken und sich auch positiv auf das Immunsystem auswirken können.

Im Rahmen weiterer Studien, die eine größere Anzahl von Patienten einschließen, möchten die Krebsexperten jetzt genauer untersuchen, ob sich mit Hilfe der Quantifizierung von T-Zellen im Tumor eine präzisere Prognose stellen lässt und wie diese Immunzellen den Erfolg einer Chemotherapie und die Tumorentwicklung beeinflussen.

Literatur:
The localization and density of immune cells in primary tumors of human metastatic colorectal cancer shows an association with response to chemotherapy. Niels Halama, Sara Michel, Matthias Kloor, Inka Zoernig, Thora Pommerencke, Magnus von Knebel Doeberitz, Peter Schirmacher, Jürgen Weitz, Niels Grabe and Dirk Jäger. Cancer Immunity, Vol. 9, p. 1 (19 February 2009)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 06. April 2009, 14:37:44
05.02.2009
SIRT-Therapie: Mit winzigen Mikrokügelchen gegen den Krebs

Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen, jedoch hochwirksam im Kampf gegen den Krebs: Mit kleinsten radioaktiven Kügelchen geht ein interdisziplinäres Ärzteteam am Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main gezielt gegen bösartige Tumoren und Metastasen in der Leber vor. Im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung werden bei der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) die Krebsherde nicht von außen, sondern direkt in der Leber bestrahlt.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3086)
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06.02.2009
Metastasiertes Pankreaskarzinom: Hautausschlag unter Erlotinib – deutliche Überlebensverlängerung

...Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom, die unter der Therapie mit Gemcitabin plus Erlotinib einen Hautausschlag („rash“) entwickeln, leben signifikant länger als Patienten, die keinen Ausschlag entwickeln. Die Überlebensverlängerung konnte auch für Patienten mit nur leichtem Hautausschlag (Grad 1) nachgewiesen werden. Damit unterstreicht diese Studie die bisherige Empfehlung, Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom mit der Kombination Gemcitabin plus Erlotinib anzubehandeln und diese Behandlung fortzusetzen, wenn nach 4-8 Wochen ein Hautausschlag auftritt. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3090)
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16.02.2009
"Gefahren-Rezeptor" DNGR-1 erkennt Zelltod und aktiviert das Immunsystem

Wissenschaftler des London Research Institute haben einen "Gefahren-Rezeptor" entdeckt, der eine Immunreaktion des Körpers auf Krebs "kickstarten" könnte. Der DNGR-1-Rezeptor nimmt Signale eines durch eine Verletzung oder Tumore hervorgerufenen Zelltodes auf und mobilisiert laut Nature die Abwehrmechanismen. Diese Forschungsergebnisse könnten erklären, warum manche Tumor zerstörende Medikamente teilweise aufgrund einer Immunreaktion wirken. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3105)
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16.02.2009
Krebszellen gezielt töten mit Organometallkomplexen

In der Nachwuchsgruppe von Dr. Ulrich Schatzschneider, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Forschergruppe 630 "Biologische Funktion von Organometallverbindungen" gefördert wird, werden Metallcarbonyl-Komplexe entwickelt, die beim Belichten Kohlenmonoxid freisetzen und dadurch zeitlich und räumlich präzise kontrolliert Krebszellen abtöten können. "Die lichtinduzierte Reduktion der Zellbiomasse ist dabei ähnlich effizient wie bei 5-Fluoruracil, einem seit langem in der Klinik angewandten Tumortherapeutikum", berichtet Dr. Schatzschneider. Ein Problem bei vielen chemotherapeutischen Ansätzen ist jedoch die fehlende Selektivität...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3107)
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26.02.2009
Fluoreszenzgestütze OP-Methode bei Glioblastom

Das Glioblastom ist der häufigste bösartige Hirntumor bei Erwachsenen, jährlich erkranken zwischen 2000 und 3000 Menschen daran. Die vollständige Entfernung des Tumors ist schwierig, weil unter normalem Mikroskoplicht kleine Reste des Tumorgewebes manchmal kaum zu erkennen sind. Seit Anfang 2007 wird in der Neurochirurgie eine neue Methode für die vollständigere Resektion eines Glioblastoms - die so genannte fluoreszenzgestütze Operationstechnik vermehrt eingesetzt. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3129)
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26.02.2009
Neuroendokrine Tumoren: Studien belegen Kontrolle des Tumorwachstums mit Octreotid LAR sowie hohe Wirksamkeit des oralen mTOR-Inhibitors RAD001

... Da NET häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden, sind sie dann meist nicht mehr operabel und ihre Therapie gilt als schwierig.

Mit dem oralen mTOR-Inhibitor RAD001 gelingt es sowohl in der Monotherapie als auch in Kombination mit Octreotid LAR das Tumorwachstum bei den meisten Patienten mit gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) zu kontrollieren, wie die RADIANT**-1 Studie und weiterer Studien belegen.   ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3134)
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03.04.2009
Ergebnisse einer Phase-III-Studie in der Erstlinientherapie mit Cetuximab bei mCRC-Patienten

Daten der Phase-III-Studie CRYSTAL(a), die den Nutzen einer zusätzlichen Gabe von Cetuximab zu einer irinotecanbasierten Standardchemotherapie (FOLFIRI) bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom belegen, wurden im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3214)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 06. April 2009, 15:06:48
02.03.2009
Glioblastom: Neue Therapie mit Temozolomid plus Lomustin erfolgreich

Durch Kombination zweier Medikamente lässt sich die Therapie bestimmter Hirntumore entscheidend verbessern. Das zeigen Forscher der Universität Bonn zusammen mit deutschen und Schweizer Kollegen in einer aktuellen Studie. Sie behandelten 39 Patienten, bei denen ein so genanntes Glioblastom diagnostiziert worden war. Die Betroffenen überlebten durchschnittlich 23 Monate; bei der Standardtherapie beträgt diese Frist im Schnitt 14,6 Monate.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3136)
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04.03.2009
EMEA erteilt Zulassung in Europa für GnRH-Rezeptor-Blocker Degarelix

Am 19. Februar 2009 hat die EMEA (European Medicines Agency) dem GnRH-Blocker Degarelix die Zulassung für die Einführung in ganz Europa erteilt. Die Markteinführung des Medikaments mit dem voraussichtlichen Handelsnamen Firmagon® von Ferring Arzneimittel wird im Juni 2009 erwartet.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3142) (wirksam gegen Prostatakarzinom)
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05.03.2009
Antikörper L19 gegen maligne Lymphome

ETH-Forschern vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften ist es gelungen, Lymphdrüsentumore zu eliminieren. Sie entwickelten dafür den Antikörper L19, der spezifisch Blutgefäße in Tumorgewebe erkennt. Gleich zwei Studien belegen die außerordentliche Wirkung von L19.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3146)
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06.03.2009 - Brustkrebs
AGO empfiehlt Aromatasehemmer auch nach Therapiepause: Letrozol mit Gesamtüberlebensvorteil

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) empfiehlt in ihren aktuellen Leitlinien den Einsatz von Aromatasehemmern wie Letrozol in der erweiterten adjuvanten Therapie (EAT) nach fünf Jahren Tamoxifen (1). Besonders der Therapiebeginn im Anschluss an ein langes Tamoxifen-freies Intervall wurde aufgewertet.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3149)
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09.03.2009
Immuntherapie gegen Hautkrebs und Pankreaskarzinom

Die Immuntherapie von Tumoren benutzt das körpereigene Immunsystem, um Tumorzellen zu erkennen und abzutöten. Damit solche vielversprechenden Behandlungsansätze funktionieren können, muss das Immunsystem Merkmale des Tumors, sogenannte Antigene, sehen und angreifen können.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3153)
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12.03.2009
Lebermetastasen: höhere Überlebensraten durch minimal-invasive Behandlung

Frankfurter Mediziner zeigen zum ersten Mal, dass minimal-invasive Behandlungsmethoden bei Patienten mit Lebermetastasen das Immunsystem stimulieren und damit zu höheren Überlebensraten führen können.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3162)
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16.03.2009
Nanotechnologie ermöglicht gezielte Zerstörung von Krebszellen

Wissenschaftler der School of Pharmacy haben erstmals Nanotechnologie für die Zerstörung von Krebszellen mittels einer sehr zielgerichteten Einheit von den Tumor zerstörenden Genen eingesetzt. Dieses Verfahren, das die gesunden Zellen nicht beeinträchtigt, könnte Hoffnung für schwer behandelbare Krebspatienten bedeuten, die nicht operiert werden können.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3158)
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24.03.2009
Studie: Cilengitid in geringer Dosis krebsfördernd

Eine Art von Medikamenten, die das Tumorwachstum hemmen soll, fördert es bei einer zu geringen Dosis.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3183)
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25.03.2009
Tumorimmunologie: Impfstoffentwicklung gegen Glioblastome

Die Kinderärzte des Uniklinikums Rostock sind an einem internationalen Netzwerk zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen eine besonders gefährliche Art von Hirntumoren beteiligt: des Glioblastoms. Ziel ist es, einen Wirkstoff zu entwickeln, der das körpereigene Immunsystem aktiviert und es befähigt, den Hirntumor eigenständig zu bekämpfen. ...

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3186)
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25.03.2009
Osteologie: Zoledronsäure reduziert und verzögert Skelettkomplikationen bei Knochenmetastasen

Bisphosphonate sind essentieller Bestandteil in der Therapie von Knochenmetastasen. Auch unter Progress der Erkrankung wird von der AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) eine Grad A (++)-Empfehlung ausgesprochen. Zoledronsäure, die das breiteste Zulassungsspektrum besitzt, hat in vielen klinischen Studien den Nachweis erbracht, Skelettkomplikationen wirksam zu reduzieren und zu verzögern.

Lesen Sie hier den ganzen Text: www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3187)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 15. April 2009, 13:39:32
07.04.2009
Freisetzung zellulären Eisens treibt Tumore in den Tod

Viele Tumorzellen erweisen sich als resistent gegenüber klassischen Tumortherapien, so dass der Suche nach alternativen Behandlungswegen besondere Bedeutung zukommt. Wie die internationale Fachzeitschrift "Cancer Research" in ihrer neusten Ausgabe berichtet, haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gezeigt, dass eine gezielte Freisetzung von zellulärem Eisen zu einem massiven Absterben von Tumorzellen führt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3216)
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14.04.2009
Prostatakarzinom: Neue Antiandrogene wirken auch bei Resistenz

Los Angeles – US-Wissenschaftler haben ein Antiandrogen der zweiten Generation entdeckt, das in einer ersten klinischen Studie (Science 2009; doi: 10.1126/science.1168175) selbst bei Männern mit einem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (CRPC) noch den PSA-Wert senken kann. Welchen klinischen Stellenwert der Wirkstoff hat, soll jetzt eine Phase-III-Studie zeigen.

>>> aerzteblatt.de (http://aerzteblatt.de/nachrichten/36172/Prostatakarzinom_Neue_Antiandrogene_wirken_auch_bei_Resistenz.htm)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 20. April 2009, 17:19:06
16.04.2009
Bendamustin hat das Potenzial zur zukünftigen Standardtherapie bei hämatologischen Neoplasien

Das Potenzial von Bendamustin (B) ist noch lange nicht ausgeschöpft. Der multiple Wirkungsmechanismus, die hohe Effektivität als Monotherapeutikum bei schwer zu behandelnden rezidivierten oder refraktären hämatologischen Tumoren sowie die gute Kombinationsfähigigkeit sowohl mit Zytostatika als auch Immuntherapeutika und das günstige Toxizitätsprofil verleihen Bendamustin laut Prof. Dr. Dieter Hoelzer, Frankfurt, das Potenzial, die zukünftige Standardtherapie bei hämatologischen Neoplasien zu werden.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3229)
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17.04.2009
EMEA hebt Einschränkung auf: Bevacizumab nun auch Patienten mit unbehandelten ZNS-Metastasen

Ab sofort können auch Patienten von der Therapie mit Bevacizumab profitieren, wenn bereits Metastasen im zentralen Nervensystem (ZNS) vorliegen. Die bisher gültige Einschränkung für diese Patientengruppe wurde jetzt von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) aufgehoben.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3233)
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20.04.2009
Auch niereninsuffiziente Myelom-Patienten können von einer Erstbehandlung mit VMP profitieren

Mit der Kombination aus Bortezomib und Melphalan/Prednison (VMP) steht seit August 2008 unvorbehandelten, nicht für eine Stammzelltransplantation geeigneten Myelom-Patienten eine effektive Therapie zur Verfügung: Nach drei Jahren lebten im Rahmen der zulassungsrelevanten Studie noch 72 Prozent aller so behandelten Erkrankten vs. 59 Prozent unter dem bisherigen Standard Melphalan/Prednison (MP). (1) Dass dabei auch niereninsuffiziente Patienten unter entsprechender medizinischer Überwachung von dem Dreierregime profitieren können, zeigt eine Kohortenanalyse der VISTA-Studie. (2) Demnach war das VMP-Schema nicht nur ähnlich verträglich, sondern auch ebenso wirksam wie bei nierengesunden Patienten.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3236)
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20.04.2009
Medikament soll mehrere Krebsarten bekämpfen
CRT0066101 zielt auf Tumorwachstum ab

London (>>> pte (http://pressetext.de)) - Frühe, viel versprechende Testergebnisse eines Medikaments gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs hat ein Team britischer und amerikanischer Wissenschaftler gemeldet. Das Medikament, das auf das Molekül PKD abzielt, das eine Rolle beim Wachstum von Tumoren spielt, erwies sich in Tierversuchen auch als gegen Lungenkrebs wirksam. Diese Ergebnisse sind besonders ermutigend, da derzeit nur wenige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und die Überlebenschanchen schlecht sind. Tests mit Patienten sollen innerhalb von 18 Monaten beginnen, wie es auf einer Konferenz der American Association for Cancer Research heißt.

PKD gehört zu einer Molekülfamilie, den so genannten Kinasen, die eine Signalfunktion zwischen dem Äußeren und dem Inneren der Zelle gewährleisten. Es spielt aber auch beim Überleben der Zellen und der Bildung neuer Blutgefäße eine Rolle. Als potenziell entscheidendes Ziel bei Tumoren wurde es vor einigen Jahren von britischen Wissenschaftlern identifiziert. Ein Team von Cancer Research Technology Ltd entwickelte in der Folge Moleküle, die PKD in seiner Funktion blockierten.

Die aktuellen Ergebnisse für das daraus entstandene Medikament, bekannt als CRT0066101, zeigen, dass es das Wachstum von Bauchspeicheldrüsentumoren bei Mäusen verhindert und auch bei Modellen gegen Lungenkrebs funktioniert. Laut BBC könnten weitere Studien zeigen, dass das Medikament auch bei anderen Krebsarten wirksam sein kann. Tests mit Menschen sollen laut den Wissenschaftlern beginnen, sobald die Sicherheit des Medikaments nachgewiesen ist.

Hamish Ryder, Direktor des CRT-Entwicklungslabors, erklärte, dass das Team sich auf Tumore bei Bauchspeicheldrüsen- und Lungenkrebs konzentriert habe, da bei diesen Krebsarten ein großer Bedarf an medizinischen Behandlungsansätzen besteht. Sushovan Guha, Leiter des Labors am MD Anderson Cancer Center, zeigte sich in Hinblick auf das Potenzial des gemeinsam entwickelten Medikaments optimistisch. Neben der Abtötung von Krebszellen soll das Medikament auch das Tumorwachstum stoppen und die weitere Ausbreitung durch das Blockieren des Wachstums von Blutgefäßen verhindern.
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 16. Mai 2009, 14:04:43
24.04.2009
Phase-II-Studie zur Radioembolisation beim fortgeschrittenen HCC

Radioembolisation mit Yttrium-90 stellt eine sichere und effektive Behandlung für Patienten mit fortgeschrittenem Leberzellkarzinom mit oder ohne Venenthrombose dar, laut neuer Forschungsergebnisse, die heute auf dem EASL in Copenhagen vorgestellt wurden.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3248)
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27.04.2009
Pivotale Phase-III-Studie SAPPHIRE mit Trabedersen bei rekurrentem/refraktärem anaplastischen Astrozytom

Im März hat die Behandlung von Patienten mit rekurrentem oder refraktärem anaplastischem Astrozytom im Rahmen der klinischen Phase-III-Studie SAPPHIRE begonnen.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3252)

siehe dazu auch:
>>> Orpha Selbsthilfe:Studien zur Antisense-Technologie (http://orpha-selbsthilfe.de/forum/index.php?topic=311.0)
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04.05.2009
Europa-Zulassung für Gefitinib zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten NSCLC für alle Therapielinien empfohlen

Das für Humanarzneimittel zuständige Komitee CHMP der Europäischen Zulassungsbehörde EMEA hat sich für eine Zulassung von Gefitinib zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC im Stadium IIIb/IV mit aktivierenden Mutationen der EGFR-TK für alle Therapielinien ausgesprochen. .

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3267)
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04.05.2009
VEGF-Hemmer Bevacizumab verdoppelt progressionsfreies Überleben und Ansprechrate beim Mammakarzinom

Der Antikörper Bevacizumab erhöht in Kombination mit einer Paclitaxel-Chemotherapie in der First-Line-Therapie des metastasierten Mammakarzinoms das progressionsfreie Überleben bei Patientinnen signifikant.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3270)
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14.05.2009
Ovarialkarzinom: Cisplatin-Resistenz durch IGF 1R

Forscher konnten erstmals nachweisen, dass der körpereigene Eiweißstoff IGF 1R in Eierstockkrebszellen das Medikament Cisplatin unwirksam werden lässt. Ein Wissenschaftsverbund der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Bonner Forschungszentrums "caesar" und der Berliner Charité klärt einen Mechanismus der Resistenz von Eierstockkrebs gegen Chemotherapie auf. Ein neuer Ansatzpunkt für die Ovarialkarzinomtherapie.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3289)
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15.05.2009
Androgenrezeptor neues Target bei triple-negativem Brustkrebs

Neue Ergebnisse, die bei der ersten IMPAKT Breast Cancer Conference präsentiert wurden, könnten bei der Entwicklung von Therapien bei Frauen mit triple-negativem Brustkrebs, der nicht auf targeted Therapien anspricht, helfen.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3294)
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15.05.2009
Zulassung für Kombination Lapatinib/Letrozol bei metastasiertem Brustkrebs beantragt

GlaxoSmithKline (GSK) hat für den Wirkstoff Lapatinib in Europa und den USA eine Zulassungserweiterung beantragt. Lapatinib soll danach bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+) metastasiertem Brustkrebs in Kombination mit einer antihormonellen Behandlung als First-Line-Therapie zum Einsatz kommen können.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3295)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 18. Mai 2009, 10:27:01
18.05.2009
Veilchenduft stoppt Prostatakrebs
JBC: Bochumer Forscher „enttarnen“ Riechrezeptor
Hormonmetaboliten blockieren Zellvermehrung


Bochum (rub) - Ein Protein mit bislang unbekannter Funktion, das in Prostatakrebszellen massenhaft hergestellt wird, haben Bochumer Biologen um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt jetzt als Riechrezeptor für Veilchenduft „enttarnt“. Zwar kommt in der Prostata der Blumenduft nicht vor, dafür aber ein sehr ähnlich aufgebautes Molekül als Stoffwechselprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron. Weitere Untersuchungen ergaben, dass dieses Steroidhormon ebenfalls den Riechrezeptor aktivieren kann und der Zelle auf einem neu entdeckten Signalweg das Kommando gibt, die Zellteilung zu stoppen. „Das heißt praktisch, dass man mit Veilchenduft das Prostatakrebswachstum anhalten kann“, spitzt Prof. Hatt die Ergebnisse zu. Weitere Tests sollen zeigen, ob die Erkenntnisse therapeutisch anwendbar sind. Die Studie ist online im Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.

Spermien riechen Maiglöckchen, Prostatazellen Veilchen
Nachdem sie bereits Riechrezeptoren für Maiglöckchenduft in menschlichen Spermien nachgewiesen hatten, stießen die Bochumer Forscher jetzt auf einen weiteren dieser Rezeptoren, der auch außerhalb der Nase vorkommt: den Rezeptor für Veilchenduft in Prostatazellen. Um seine Funktion zu ergründen, statteten sie zunächst Nierenzellen mit dem genetischen Bauplan für das Rezeptorprotein aus und konfrontierten sie mit einer komplexen Mischung von Duftstoffen, um festzustellen, welcher von ihnen an den Rezeptor andockt und ihn aktiviert. Die Zellantwort – eine vermehrte Calcium-Ausschüttung – konnten sie mittels Calcium-sensitiven Farbstoffen beobachten. Ergebnis: Der Rezeptor hOR 51 E2 reagierte auf beta- Ionon, den klassischen Veilchenduft, und auf Steroidhormone (z.B. Dihydro-Testosteron), die in ihrer Molekülstruktur Ähnlichkeit mit dem Veilchenduft-Molekül haben. Tests mit gesunden Prostatazellen bestätigten die Ergebnisse, auch sie konnten die Substanzen „riechen“. Die Forscher machten auch die Gegenprobe, indem sie in die Prostatazellen eine Gensequenz einschleusten, die die Rezeptorherstellung unterbindet. Diese Zellen reagierten nicht mehr auf den Duft oder das Steroidhormon.

Zellwachstum nahe Null
„Die Frage war dann natürlich: Welche Funktion hat der Rezeptor in der Prostatazelle? Und welchen Signalweg löst er aus?“, erklärt Prof. Hatt. Die Forscher stießen auf eine ältere Studie, die ein Protein unbekannter Struktur beschrieb, das vor allem in Prostatakrebszellen verstärkt gebildet wird. Bei näherem Hinsehen entpuppte es sich als genau der Veilchenduftrezeptor, den die Bochumer Wissenschaftler untersuchten. Aus der Urologischen Klinik Herne der Ruhr-Universität (Prof. Dr. Joachim Noldus) besorgten sie sich daher aus Operationsmaterial Prostatakarzinomzellen für weitere Untersuchungen. Die Zellantwort auf Veilchenduft oder das Steroidhormon war erwartungsgemäß hoch, da der Rezeptor in großen Mengen vorkommt: Das Zellwachstum nahm signifikant ab und sank gegen Null. Weitere Tests zeigten, dass der Signalweg ein völlig anderer ist als bei Riechzellen. Das Rezeptorsignal wird direkt an den Zellkern übermittelt, der dann dafür sorgt, dass die Zellteilungsrate reduziert wird. Untersuchungen an Mäusen sollen jetzt zeigen, ob das, was in Zellkulturen entdeckt wurde, auch im Organismus funktioniert. „Dann wird man die Erkenntnis irgendwann vielleicht therapeutisch gegen Prostatakrebs einsetzen können“, hofft Prof. Hatt.

Titelaufnahme
Eva M. Neuhaus, Weiyi Zhang, Lian Gelis, Ying Deng, Joachim Noldus and Hanns Hatt: ACTIVATION OF AN OLFACTORY RECEPTOR INHIBITS PROLIFERATION OF PROSTATE CANCER CELLS. In: The Journal of Biological Chemistry, doi: 10.1074/jbc.M109.012096, http://www.jbc.org/cgi/doi/10.1074/jbc.M109.012096

(Pressemeldung der Ruhr-Universität Bochum (http://www.ruhr-uni-bochum.de))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 29. Mai 2009, 09:50:44
15.05.2009
Brustkrebs: Gentest reduziert Notwendigkeit weiterer OP mit Lymphknotendissektion

Ein neuer Test kann schnell und akkurat bestätigen, dass der Brustkrebs höchstwahrscheinlich nicht in die angrenzenden Lymphknoten gestreut hat. Dadurch wird die Notwendigkeit einer weiteren Operation reduziert, so die Forscher. Der Test dauert 35 Minuten und kann somit während der ersten OP zur Resektion des Primärtumors vorgenommen werden.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3297)
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18.05.2009
Genanalyse schafft Grundlage für maßgeschneiderte Therapie von Hirntumoren bei Kindern

... Stefan Pfister entdeckte bei bösartigen Hirntumoren von Kindern bestimmte Veränderungen des Erbguts, die eine Vorhersage des Krankheitsverlaufs ermöglichen. So kann die Behandlungsmethode der individuellen Erkrankung angepasst werden. Die Ergebnisse eröffnen außerdem neue Ansätze für spezifische und zielgerichtete Behandlungsmöglichkeiten.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3305)
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19.05.2009
Leberkrebs mit radioaktiven Mikropartikeln besiegen

Ein neuer Ansatz zur Krebstherapie basiert auf radioaktiven Mikropartikeln, deren Strahlung direkt vor Ort die Krebszellen in der Leber vernichten und das gesunde Gewebe schonen soll. ... Man sucht noch nach Trägerstoffen, um ein Krebsmedikament entwickeln zu können.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3302)
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19.05.2009
Studie: Cetuximab verlängert in der Erstlinie signifikant das Gesamtüberleben von NSCLC-Patienten

... „Die Ergebnisse der FLEX-Studie haben uns sehr begeistert“, kommentierte Professor Robert Pirker, Leiter der FLEX-Studie und Professor für klinische Onkologie an der Universität Wien, Österreich. „Zum ersten Mal konnte in einer Phase-III-Studie, in die alle histologischen Subgruppen eingeschlossen waren, ein signifikanter Überlebensvorteil für den Einsatz einer zielgerichteten Therapie belegt werden. Darüber hinaus erreichten Patienten, die während des ersten Cetuximab-Zyklus einen Hautausschlag entwickelten, ein beeindruckendes Gesamtüberleben von 15 Monaten.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3310)
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22.05.2009
Kurztest für Prostatakrebs in Aussicht/Biopsien sollen überflüssig werden

Wissenschaftler der Durham University arbeiten derzeit an der Entwicklung eines Tests für Prostatakrebs, der in nur drei Minuten ein Ergebnis liefern soll.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3308)
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22.05.2009
Multiples Myelom: Früher Einsatz von Lenalidomid plus Dexamethason verlängert signifikant das Gesamtüberleben und TTP

Wie die kürzlich im „European Journal of Haematology“ veröffentlichten Ergebnisse einer Subgruppenanalyse der beiden Zulassungsstudien MM-009 und MM-010 von Lenalidomid zeigen, kann die kombinierte Gabe von Lenalidomid und Dexamethason früh – nach nur einer Vortherapie – eingesetzt bei Patienten mit rezidiviertem oder therapierefraktärem multiplem Myelom (MM) die Zeit bis zum Progress um mehr als sechs Monate gegenüber einem Einsatz in späteren Therapielinien verlängern.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3315)
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26.05.2009
Frühzeitige Therapie des hormonrefraktären Prostatakarzinoms (HRPC) mit Docetaxel

... Patienten, die nach Docetaxel-Gabe einen deutlichen PSA-Abfall aufweisen, leben fast drei Jahre länger als Patienten, bei denen dies nicht der Fall ist. Ebenso profitieren die Patienten, bei denen die PSA-Verdopplungszeit lang ist, deutlich von einer Chemotherapie.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3321)
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27.05.2009
Aktuelle Auswertung der BIG 1-98-Studie mit Letrozol: Überlebensvorteil für nodalpositive Patientinnen

Die aktuellen 76-Monatsdaten der BIG 1-98-Studie, die auf der Brustkrebskonferenz in St. Gallen vorgestellt wurden, weisen auf ein verlängertes Gesamtüberleben durch eine Therapie mit Letrozol hin. Nach dem Studienleiter der BIG 1-98-Studie Professor Beat Thürlimann wurde für Patientinnen mit nodalpositivem Brustkrebs in der Primary Core Analyse (PCA) sogar ein signifikanter Überlebensvorteil durch die initiale Therapie mit Letrozol festgestellt. Bereits frühere Daten haben gezeigt: Im Vergleich zu Tamoxifen verlängert Letrozol (Femara®) in der Upfront-Therapie signifikant das rezidivfreie und fernmetastasenfreie Überleben.

>>> www.jouranlonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3323)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 03. Juni 2009, 12:41:30
28.05.2009
Barrett-Ösophagus: Katheterablation als Alternative zur Operation

Chapel Hill – Eine Radiofrequenzablation mit einem Spezialkatheter kann die Läsionen eines Barrett-Ösophagus in den meisten Fällen beseitigen. Nach einer randomisierten Studie im New England Journal of Medicine (2009; 360:2277-2288) ist die Behandlung in allen Stadien effektiv. Sie könnte eine Alternative zu chirurgischen Eingriffen sein.

>>> aerzteblatt.de (http://aerzteblatt.de/nachrichten/36745/Barrett-Oesophagus_Katheterablation_als_Alternative_zur_Operation.htm)
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Medical Tribune, Mai 2009
Maligne Gliome: Neuer Wirkstoff für „targeted therapy“
Trabedersen hat seine Wirksamkeit bereits unter Beweis gestellt, jetzt startet die Zulassungsstudie

REGENSBURG – Mit dem zielgerichteten Wirkstoff Trabedersen konnte bei Patienten mit rezidiviertem oder therapieresistentem anaplastischem Astrozytom ein Überlebensvorteil erreicht werden, belegte eine Phase-IIb-Studie. Jetzt ist eine weltweite Phase-III-Studie angelaufen.

>>> Medical Tribune (lest den 2. Artikel auf dieser Seite) (http://www.antisense-pharma.com/zr-kom-deutsch/pdf/medicaltribune_0905.pdf)
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02.06.2009
Medikament erhöht Lebenserwartung bei Hautkrebs
PLX4032 erkennt und zerstört Tumorzellen mit BRAF-Mutation

Orlando (pte) - Wissenschaftler haben laut eigenen Angaben ein Medikament entwickelt, mit dem die tödlichste Form von Hautkrebs in den fortgeschrittensten Stadien behandelt werden kann. Das Medikament PLX4032 (R7204) könnte vielen Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung helfen, länger mit einer kontrollierten Erkrankung zu leben. Zu diesem Ergebnis sind erste Testergebnisse gekommen, die die Pharmafirmen Roche und Plexxikon auf der Jahreshauptversammlung der American Society of Clinical Oncology in Orlando der Öffentlichkeit präsentierten.

Die Wirkung von PLX4032 beruht auf der Erkennung und Zerstörung von Tumorzellen, die über die so genannte BRAF-Mutation verfügen. Diese Mutation wird mit 60 Prozent der malignen Melanome in Verbindung gebracht. Damit könnte nicht nur die Schwere der Erkrankungen gelindert, sondern auch die Ausbreitung verzögert werden. Derzeit leben nach mehr als zwei Jahren weniger als fünf Prozent der Patienten noch, wenn sich der Krebs erst einmal im Körper ausgebreitet hat. Bei einer Phase-I-Studie mit 16 an BRAF-positiven Melanomen erkrankten Patienten konnte bei mehr als der Hälfte das Ausmaß der Erkrankung um mindestens 30 Prozent verringert werden.

Mit PLX4032 behandelte Patienten erlebten durchschnittlich sechs Monate ohne eine Verschlechterung der Krankheit. Bei mehr als der Hälfte kam es zu einer deutlichen Verkleinerung der Tumore. Dazu gehörten auch Patienten, bei denen sich der Krebs bereits auf Leber, Lunge und Knochen ausgebreitet hatte. Roche und Plexxikon gaben auf der Jahreshauptversammlung bekannt, dass weitere Tests geplant seien. Untersucht werden sollen die Sicherheit des Medikaments und die optimale Dosierung. Zusätzlich soll ein Test zur Diagnose entwickelt werden, der die Erkennung von BRAF-positiven Melanomen erleichtern soll.

Allein in Großbritannien erkranken laut BBC jährlich mehr als 10.000 Menschen an malignen Melanomen. Behandlungsmöglichkeiten für fortgeschrittene Erkrankungen wie Chemotherapie können die Symptome erleichtern und die Lebensqualität verbessern. Die Lebenserwartung kann jedoch nicht entscheidend erhöht werden. Manche Menschen leiden unter den Nebenwirkungen der Behandlung, ohne ausreichend davon zu profitieren. Aus diesem Grund sucht die Wissenschaft verstärkt nach neuen Behandlungsformen. Andere Teams erforschen Impfstoffe, die das Immunsystem dazu anregen sollen, die Krebszellen zu zerstören.

(Aussender: pressetext.austria (http://pressetext.at/))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 04. Juni 2009, 12:24:13
02.06.2009
ASCO: Trabedersen vielversprechend bei Pankreaskarzinom, malignem Melanom und CRC

Trabedersen (AP 12009) zeigte ein gutes Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil und ermutigende Überlebensdaten bei Patienten mit Pankreaskarzinom, malignem Melanom und Kolorektalkarzinom. Ergebnisse einer Phase I/II-Studie mit 33 Patienten zeigte als Hauptnebenwirkung eine selbst-limitierende, moderate Thrombozytopenie. Die maximal tolerable Dosis wurde mit 160 mg/m²/d festgelegt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3341)
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02.06.2009
Metastasiertes Nierenzellkarzinom: CHMP empfiehlt RAD001 (Everolimus) zur EU-weiten Zulassung

Novartis hat von der CHMPA eine positive Empfehlung zur EU-weiten Zulassung von RAD001 beim metastasierten Nierenzellkarzinom nach Versagen der Therapie mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor erhalten. RAD001 ist die einzige orale Krebstherapie, die gezielt mTORB, ein Schlüsselprotein des Zellwachstums, hemmt. Es zeichnet sich sowohl durch Anti-Tumor- als auch durch Anti-Angiogenese-Wirkung aus.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3339)
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02.06.2009
ASCO: PLX4032 erkennt und zerstört Melanomzellen mit BRAF-Mutation

Wissenschaftler haben laut eigenen Angaben ein Medikament entwickelt, mit dem die tödlichste Form von Hautkrebs in den fortgeschrittensten Stadien behandelt werden kann. Das Medikament PLX4032 (R7204) könnte vielen Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung helfen, länger mit einer kontrollierten Erkrankung zu leben.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3340)
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02.06.2009
ASCO: Phase-II-Daten zu BIBW 2992 bei NSCLC und BIBF 1120 beim Ovarialkarzinom

Auf der diesjährigen Tagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Orlando, USA, präsentiert Boehringer Ingelheim neue Daten zu den beiden am weitesten in der Entwicklung fortgeschrittenen onkologischen Wirkstoffen des Unternehmens, BIBW 2992 und BIBF 1120. Zwei Studien des klinischen LUX-Lung-Studienprogramms zeigen das Potenzial von BIBW 2992 in der individualisierten Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (Non Small Cell Lung Cancer, NSCLC). Zu BIBF 1120 werden erstmals Daten einer Phase-II-Studie zu Patientinnen mit Ovarialkarzinom vorgestellt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3343)
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03.06.2009
ASCO: PARP-Inhibitoren bei triple-negativem und BRCA-negativem Brustkrebs vielversprechend

Krebszellen nutzen das Enzym PARP zur Reparatur von DNA-Schäden. Durch die PARP-Inhibition wird dieser Mechanismus außer Kraft gesetzt, die Krebszellen werden empfindlicher und erleiden den Zelltod. Frauen mit triple-negativem Brustkrebs, die zu ihrer Standardchemotherapie den PARP-Inhibitor BSI-201 erhielten, hatten laut einer auf dem ASCO präsentierten Phase-II-Studie einen größeren Benefit.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3345)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 05. Juni 2009, 12:25:09
04.06.2009
Diabetes-Medikament optimiert Krebs-Impfstoffe
Metformin verbessert die Wirksamkeit der T-Zellen

Montreal/Philadelphia (pte) - Ein verbreitetes Medikament gegen Diabetes könnte die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Krebs verbessern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der McGill University und der University of Pennsylvania gekommen. Tests mit Mäusen haben gezeigt, dass Metformin den T-Zellen hilft, besser zu arbeiten. Metformin wird normalerweise zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. T-Zellen "erinnern" sich an frühere Infektionen oder Impfungen und können so folgende Erkrankungen besser abwehren. Die Wissenschaftler schreiben in Nature, dass das Medikament diese wichtige Gedächtnisfunktion der Zellen zu verbessern scheint.

Dieses Erinnern an Krankheiten war bereits vielfach Gegenstand der Forschung. Es gab bisher jedoch nur wenige Erkenntnisse über die grundlegenden zellularen Mechanismen. Das Team nutzte jetzt einen Impfstoff gegen Krebs, der erst getestet wird. Wurde er Mäusen verabreicht, schien das Diabetes-Medikament die Wirksamkeit der Impfung zu erhöhen.

Mehrere Studien haben in den vergangenen Jahren nachgewiesen, dass Diabetiker eher an bestimmten Formen von Krebs erkranken. Der genaue Zusammenhang ist derzeit noch nicht erforscht. Typ-2-Diabetes steht zum Beispiel auch mit Übergewicht in Verbindung. Es gibt jedoch anscheinend Ähnlichkeiten bei den grundlegenden chemischen Reaktionen, die eintreten, wenn Zellen von einer der beiden Krankheiten betroffen sind. Laut Russell Jones vom McGill's Goodman Cancer Centre, einem der Autoren der Studie, spielen viele Gene, die bei der Regulierung von Diabetes wichtig sind, auch eine Rolle beim Verlauf einer Krebserkrankung.

Laut Jones ist die aktuelle Studie die erste, die nahelegt, dass durch das Abzielen auf die gleichen Stoffwechselwege, die eine Rolle bei Diabetes spielen, auch die Funktionen des Immunsystems verändert werden können. Impfstoffe gegen Krebs befinden sich laut BBC noch immer in einem frühen Forschungsstadium. Idealerweise sollten sie nicht nur die Krankheit stoppen, sondern auch ihre Entstehung verhindern können.

(Aussender: pressetext.austria (http://pressetext.at/))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 10. Juni 2009, 14:05:59
04.06.2009
ASCO: Radioaktive Harz-Mikrosphären verzögern Krankheitsverlauf bei Lebermetastasen nach Ausschöpfung aller Chemotherapie-Optionen

Die Zeit bis zum Fortschreiten der Krankheit bei Patienten mit Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms, bei denen alle Möglichkeiten der Chemotherapie ausgeschöpft sind, kann durch den Einsatz radioaktiver Harz-Mikrosphären mehr als verdoppelt werden.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3349)
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05.06.2009
EHA: Hohe Ansprechrate mit Ofatumomab-Monotherapie bei Fludarabin- oder Alemtuzumab-refraktärer CLL

Patienten mit CLL, die gegenüber Fludarabin-basierter Therapie resistent sind und deren Prognose durch Alemtuzumab-Resistenz oder Nichteignung für Alemtuzumab (bei stark vergrößerten Lymphknoten)weiter verschlechtert wird, profitieren mit Ofatumomab: in einer auf dem EHA präsentierten Studie zeigte sich ein 47-58%iges Ansprechen bei diesen poor-prognosis-Patienten.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3351)
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10.06.2009
Integrin-Blocker sollen Gehirntumore stoppen
Konkrete Behandlungsmöglichkeiten aber noch in weiter Ferne

Oxford (pte) - Wissenschaftler der University of Oxford wollen einen Weg gefunden haben, wie die Ausbreitung von Krebs im Gehirn gestoppt und das tödliche Ende der Krankheit verhindert werden kann. Krebszellen überfallen die Blutgefäße des Gehirns, um an all jene Nährstoffe zu gelangen, die sie für ihre Ausbreitung brauchen. Entscheidend dafür ist ein Protein auf der Oberfläche der Krebszellen, das so genannte Integrin, das es ihnen ermöglicht, sich an die Blutgefäße anzubinden. Medikamente, die dieses Integrin blockieren, könnten laut dem in PLoS ONE veröffentlichten Bericht der Forscher auch die Ausbreitung des Krebses stoppen.

Bei einem Fünftel der Krebspatienten hat sich laut BBC die Krankheit bis ins Gehirn ausgebreitet. Gehirnmetastasen gehören zu den am meisten verbreiteten bösartigen Tumoren des zentralen Nervensystems. Sie treten zehn Mal häufiger auf als jene, die ihren Ursprung im Gehirn selbst haben. Hat der Krebs einmal das Gehirn erreicht, ist die Prognose eher schlecht. Auch bei intensivster Behandlung liegt die mittlere Überlebensdauer bei nur neun Monaten.

Das Team um Shawn Carbonell untersuchte, wie genau sich der Krebs ausbreitet. Bisher wurde allgemein angenommen, dass Tumorzellen auf den Zellen der grauen und weißen Gehirnmasse wachsen. Diese Substanz besteht aus Neuronen und Gliazellen. Jetzt wurde nachgewiesen, dass in über 95 Prozent der Fälle die Metastasen an den Wänden der Blutgefäße zu wachsen beginnen. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf eine Reihe verschiedener Arten von Krebszellen bei Menschen und Mäusen.

Auf diesem Weg entdeckten sie auch, dass das Entfernen des Integrin verhinderte, dass sich die Krebszellen an die Blutgefäße anbanden und zu wachsen begannen. Carbonell betonte, dass es noch ein langer Weg bis zu einer konkreten Behandlungsmöglichkeit für Gehirnmetastasen sei. Trotzdem seien die neuen Forschungsergebnisse extrem aufregend.

(Aussender: pressetext.austria (http://pressetext.at/))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 29. Juni 2009, 11:05:12
10.06.2009
EHA: Fortschritte in der Therapie der CML mit Nilotinib

Aktuelle 2-Jahresdaten zu Nilotinib (1), die auf dem diesjährigen EHA erstmals präsentiert wurden, bestätigen die hohe Wirksamkeit in der Zweitlinientherapie der CML in chronischer Phase: Nach 24 Monaten erreichten 59% der 321 Patienten unter Nilotinib eine gute zytogenetische Remission (MCyR), 44% eine komplette zytogenetische Remission (CCyR).

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3362)
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19.06.2009
Forschung: Phyto-Östrogen Tectorigenin wirksam bei Prostatakarzinom?

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Wenn der Tumor der Vorsteherdrüse früh genug erkannt wird, sind die Heilungschancen meist sehr gut. Doch sobald sich Metastasen gebildet haben, gibt es nur noch wenige Therapieoptionen. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Göttingen untersuchen jetzt, ob ein pflanzlicher Wirkstoff aus einem Liliengewächs beim metastasierten Prostatakarzinom wirkungsvoll eingesetzt werden kann.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3381)
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29.06.2009
RNA-Interferenz in der Krebstherapie

Wissenschaftler der University of Queensland haben eine Möglichkeit zur Verabreichung von Medikamenten entwickelt, die gezielt krebsauslösende Gene in Tumorzellen abschalten und gleichzeitig das gesunde Gewebe verschonen können.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3404)
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24.06.2009
ASCO: Tegafur Uracil erhöht signifikant die pathologische komplette Remissionsrate beim rektalen Adenokarzinom

Während der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden die Ergebnisse der ersten randomisierten Phase-III-Studie zum neoadjuvanten Einsatz von UFT in Kombination mit einer Strahlentherapie und Leukovorin bei Patienten mit rektalem Adenokarzinom vorgestellt. Sie belegen eine erhöhte pathologische komplette Remissionsrate (pCR) und ein verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS) im Vergleich zur Strahlentherapie bei akzeptablem Nebenwirkungsprofil.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3411)
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25.06.2009
Phase-I-Studie: PARP-Inhibitor Olaparib zerstört Tumore bei Patienten mit BRCA1-oder BRCA2-Mutation

Ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung des britischen Institute of Cancer Research hat nach eigenen Angaben mit einer neuen Art von Krebsmedikament sehr vielversprechende erste Ergebnisse erzielt. Im Rahmen einer Phase-I-Studie wurde das Medikament Olaparib 19 Patienten mit vererbten Formen von fortgeschrittenem Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs verabreicht. Diese waren durch Mutationen der Gene BRCA1 und BRCA2 verursacht worden.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3412)
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 08. Juli 2009, 10:34:29
07.07.2009
Thalidomide CelgeneTM zur Behandlung des multiplen Myeloms zum 6. Juli 2009 eingeführt

Die Celgene GmbH hat mit der Einführung von Thalidomide CelgeneTM in Deutschland beginnen. Nachdem das Präparat bereits im April letzten Jahres in Kombination mit Melphalan und Prednison von der EU-Kommision zur Erstlinientherapie des multiplen Myeloms zugelassen wurde, hat nun auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seine Zustimmung zur nationalen Umsetzung eines von der EMEA geforderten EU-weiten Sicherheitsprogramms, mit dem Fehl- und Missbildungen durch Thalidomid bei Neugeborenen sowie weitere wirkstofftypische Risiken verhindert werden sollen, erteilt. Dieses umfassende Sicherheitsprogramm ist zwingender Bestandteil der Zulassung von Thalidomid CelgeneTM durch die EMEA.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3422)
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08.07.2009
Metalle in Wirkstoffen - neue Medikamente gegen Krebs in Sicht

Frankfurt/Main (gdch) - Viele Krebsmedikamente wirken mit Metallatomen. Wissenschaftler forschen daher vermehrt an metallhaltigen Verbindungen, um neue Mittel gegen Krebs zu finden. Der Erfolg gibt ihnen recht: Einige wirken. Die aktuelle Ausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" stellt neue Wirkstoffe vor, die Metalle enthalten und die teilweise bereits am Patienten erprobt werden.

Cisplatin ist ein effektives Medikament gegen Krebs und wirkt aufgrund von Platinionen. Es ist seit Jahrzehnten in der Chemotherapie etabliert und rettete den Radsportprofi Lance Armstrong vor dem Tod durch Hodenkrebs. Jedoch verursacht der Wirkstoff starke Nebenwirkungen und es treten Resistenzen auf, insbesondere, wenn die Therapie länger dauert. Wissenschaftler suchen daher nach Alternativen zu Cisplatin, die genauso wirksam sind, aber weniger Nachteile haben.

Bei den Metallen muss es sich jedoch nicht unbedingt um Platin handeln. Die Wissenschaftler ersetzen Platin durch Ruthenium, Cobalt oder Gold, um zu neuen Wirkstoffen zu gelangen. Viele dieser metallhaltigen Medikamente wirken dabei ganz unterschiedlich gegen Krebs: Sie hemmen beispielsweise Enzyme, rufen den Zelltod hervor oder hindern den Tumor daran, sich in andere Organe auszubreiten. Ein neu entwickelter rutheniumhaltiger Wirkstoff namens Nami-A hemmt die Neubildung von Blutgefäßen. Indem er so die Versorgung des Tumorgewebes mit Nährstoffen unterdrückt, hungert er den Tumor buchstäblich aus.

(Pressemeldung der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) (http://www.gdch.de) )
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 23. Juli 2009, 17:25:25
14.07.2009
Leukämie: Signalmolekül Stat5 als Angriffspunkt

Auf der Jagd nach der Achillesferse von Leukämie-Zellen ist der Forschergruppe um die Wiener Pharmakologin Veronika Sexl von der Medizinischen Universität Wien ein entscheidender Durchbruch gelungen. Die Wissenschaftler konnten einen zentralen neuralgischen Punkt in Leukämiezellen identifizieren. Es handelt sich um ein Zielmolekül - den Transkriptionsfaktor Stat5 - dessen Ausschalten zum Verschwinden der leukämischen Zellen führte.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3427)
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14.07.2009
Sorafenib auch bei AML/ FDA prüft Fast Track Zulassung

Marburger Onkologen haben nachgewiesen, dass Sorafenib, das gegen Leber- und Nierenkrebs eingesetzt wird, auch bei akuter myeloischer Leukämie (AML) einen Nutzen hat.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3432)
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21.07.2009
Simulierte Vireninfektion könnte Hautkrebs gezielt bekämpfen

... Ein Forscherteam unter der Leitung des LMU-Pharmazeuten Privatdozent Dr. Robert Besch hat nun ein Verfahren entwickelt, das die Krebszellen in die Apoptose treibt, also in den programmierten Zelltod. Dazu wird synthetische Erbinformation von Viren in die Krebszellen eingeschleust, die sich daraufhin selbst vernichten. Gleichzeitig aktiviert diese Behandlung das Immunsystem, das dann die Krebszellen erkennt und zusätzlich bekämpft.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3458)
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23.07.2009
Histrelin-Implantat neuer Ansatz in der Behandlung des Prostatakarzinoms

Das Histrelin-Implantat ist ein neuer Therapieansatz in der Behandlung des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms. Im Gegensatz zu den anderen GnRH-Analoga, die eine maximal sechsmonatige Anwendungsdauer besitzen, wird Histrelin kontinuierlich über einen Zeitraum von 12 Monate freigesetzt, sodass konstant niedrige Testosteronspiegel erreicht werden, im Durchschnitt unter 20 ng/dl. Mithilfe eines mitgelieferten Applikators wird das nicht-abbaubare Hydrogel-Implantat in einem einfachen lokalen Eingriff unter die Haut des Oberarms eingesetzt und nach 12 Monaten problemlos entfernt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3466)
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23.07.2009
Neue Luftröhre aus menschlichem Gewebe

Stuttgart (idw) - Ein Ärzteteam an der Klinik Schillerhöhe, Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart, hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB ein Verfahren entwickelt, Patienten mit schweren Luftröhrenverletzungen künstlich hergestelltes körpereigenes Gewebe zu implantieren. Dabei werden größere Teile der menschlichen Luftröhre nachgezüchtet und operativ eingesetzt.

"Das neue Verfahren ist ein Durchbruch bei der Behandlung von Luftröhrenverletzungen", erklärt Priv.-Doz. Dr. Godehard Friedel, Chefarzt der Abteilung für Thoraxchirurgie an der Klinik Schillerhöhe, der in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Heike Mertsching, Abteilungsleiterin Zellsysteme am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart, das Verfahren federführend entwickelt hat. "Bislang konnten ausschließlich kleine Luftröhrendefekte chirurgisch behandelt werden. Da in der Luftröhre keine künstlichen Prothesen oder Spenderorgane einsetzbar sind, waren große Verletzungen dagegen nicht behandelbar. Bei dem neuen Verfahren entwickeln wir die Implantate aus dem körpereigenen Gewebe des Patienten, so dass es hier zu keiner Abstoßungsreaktion kommt."

Ausgangsbasis ist ein Stück Schweinedarm, aus dem alle tierischen Zellen entfernt werden. Zurück bleibt eine zellfreie Trägerstruktur, deren Zusammensetzung derjenigen menschlichen Gewebes ähnelt. "Auf dieser Trägerstruktur siedeln wir Zellen aus dem Oberschenkel des Patienten an und kultivieren diese in speziellen Zellgewächshäusern, so genannten Bioreaktoren", erklärt Dr. Mertsching. Innerhalb von vier bis fünf Wochen entsteht so ein körpereigenes Gewebe des Patienten. Dieses wird mit einem eigenen Blutgefäßsystem ausgestattet, so dass es bei der Transplantation an den Blutkreislauf des Patienten angeschlossen werden kann.

"Für Patienten mit schweren Luftröhrenverletzungen - etwa nach Unfällen oder Tumorerkrankungen - gab es bislang keine Perspektive, ohne dauerhafte intensive Krankenhausbehandlung zu überleben", so Dr. Thorsten Walles, der als Arzt an der Klinik Schillerhöhe die Entwicklung gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut vorantreibt. "Der erste Patient, bei dem wir das Verfahren nach einer schweren Luftröhrenverätzung angewandt haben, konnte acht Tage nach der Operation die Klinik verlassen und kann seither wieder ohne Luftröhrenschnitt atmen und sprechen. Die Nachsorgeuntersuchungen haben gezeigt, dass das künstlich hergestellte Luftröhrengewebe unproblematisch angenommen wurde. Unser Ziel ist es, das neue Behandlungsverfahren auch anderen Patienten anzubieten, denen über die etablierten medizinischen Behandlungsverfahren bisher nicht geholfen werden kann."

Ärzte des Robert-Bosch-Krankenhauses arbeiten gemeinsam mit Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart seit 2004 an der Entwicklung dieses Verfahrens zur Behandlung von Luftröhrendefekten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert seit dem 1. Juli 2009 die klinische Studie der Klinik Schillerhöhe über sein Förderprogramm "Entwicklung und Validierung von Methoden und Verfahren der Regenerationstechnologien für den Einsatz in der Medizin". Weltweit forschen seit den 90er Jahren Ärzte zusammen mit Biologen, Ingenieuren und weiteren Wissenschaftlern an der Entwicklung verschiedener so genannter Tissue-Engineering-Behandlungsverfahren, bei denen menschliche Gewebe für die Reparatur oder den Ersatz geschädigter Körpergewebe künstlich hergestellt werden.

(Pressemeldung des Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB (http://www.igb.fraunhofer.de/))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 30. Juli 2009, 23:13:54
23.07.2009
Zellen können ihren Tod «umprogrammieren»

Proteine, die den programmierten Zelltod von krankhaft wuchernden Zellen verhindern, spielen bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Diese Proteine können chemisch unterdrückt werden, um das Abtöten von Tumoren zu erleichtern. Dies gilt als neuer, vielversprechender Weg in der Krebstherapie. Eine internationale Forschergruppe mit Berner Beteiligung hat nun weitere Hinweise darauf gefunden, dass dieser Weg wirksam ist.

Fast jede Zelle im menschlichen Körper enthält ein «Selbstzerstörungsprogramm» und wartet sozusagen auf das Signal, das ihren Tod auslöst. Krebszellen jedoch haben einen Weg gefunden, dieses Programm auszuschalten. Normalerweise wird der programmierte Zelltod (Apoptose) durch Signale innerhalb oder ausserhalb der Zelle ausgelöst. Innerhalb etwa durch eine Schädigung der DNA durch UV- oder Röntgenstrahlung. Ausserhalb, indem externe Signale wie ein Schlüssel auf ein genau passendes Schloss, sogenannte Todesrezeptoren auf der Zelloberfläche, einwirken. Dieser Schlüssel-Schloss-Mechanismus ist für das Immunsystem äusserst wichtig, um Zellen mit bestimmten Rezeptoren gezielt abtöten zu können.

Bestimmte Zellen sind nun aber für ihre Selbstzerstörung auf einen kombinierten Signal-Weg innerhalb und ausserhalb zugleich angewiesen. Dazu gehören Leberzellen und insulinproduzierende Zellen der Bauchspeicheldrüse. Eine internationale Forschergruppe um Prof. Dr. Andreas Strasser vom «Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research» in Melbourne (Australien) und Prof. Dr. Thomas Kaufmann vom Institut für Pharmakologie der Universität Bern hat nun herausgefunden, warum diese Zellen einen eigenen Weg beim Zelltod beschreiten. Durch ihre Untersuchungen haben sie zudem weitere Grundlagen geliefert, die zu einer neuartigen und vielversprechenden medikamentösen Therapie gegen Krebs beitragen könnten. Die Ergebnisse der Studie wurden nun im Fachjournal «Nature» publiziert.

Protein als Auslöser

Ein einziges Protein ist dafür verantwortlich, wenn sich Leber- und bestimmte Bauchspeicheldrüsenzellen «umprogrammieren» – von einem relativ einfachen, extern ausgelösten Zelltod auf einen komplexeren, sowohl extern als auch intern ausgelösten Zelltod. Das entsprechende Protein, XIAP, gehört zur Familie der «inhibitor of apoptosis proteins» (IAP), welche den programmierten Zelltod unterdrücken. Wird XIAP nun selber in Leberzellen und Zellen der Bauchspeicheldrüse unterdrückt, ändert sich der Ablauf des Zelltods. Dies wurde durch genetische Versuche in der Maus gezeigt und durch Versuche mit einem neuartigen pharmakologischen IAP-Unterdrücker, welcher unter anderem XIAP hemmt, bestätigt. Leber- und Bauchspeicheldrüsen-Zellen, in denen wegen dieses Unterdrückers XIAP inaktiv war, schalteten vom «komplexen» auf den «einfachen» Zelltod. Diese Wirkung von solchen IAP-Unterdrückern auf die Zelltod-Hemmer könnte in Zukunft für die Bekämpfung von Krebs von grosser Bedeutung sein.

Den Zelltod-Unterdrücker unterdrücken

Viele Krebszellen weisen erhöhte Mengen an IAP-Proteinen auf und sind deshalb resistent gegenüber Strahlen- oder Chemotherapie. Chemische IAP-Hemmer, die als «Unterdrücker der Zelltod-Unterdrücker» eingesetzt werden, gelten daher als vielversprechender neuer Weg in der Krebstherapie. «Unsere Studie liefert einen weiteren Hinweis darauf, dass IAP-Hemmer für den Zelltod-Start in bestimmten Zellen sehr wirksam sind», erklärt Thomas Kaufmann. Man müsse sie aber vorsichtig einsetzen, da sie auch gesunde Zellen für Zelltod sensibilisieren können. Dies scheint gerade in Leberzellen der Fall zu sein, weshalb Vorsicht geboten sei bei bereits bestehenden Leberschäden: «IAP-Proteine verhindern den Zelltod von Leberzellen – hemmt man sie, könnte dies gefährlich werden für Personen, die bereits unter Leberproblemen leiden», so Kaufmann.

Quellenangabe:
Philipp J. Jost, Stephanie Grabow, Daniel Gray, Mark D. McKenzie, Ueli
Nachbur, David C.S. Huang, Philippe Bouillet, Helen E. Thomas, Christoph
Borner, John Silke, Andreas Strasser, and Thomas Kaufmann: XIAP discriminates between type I and type II FAS-induced apoptosis, Nature, 22. Juli 2009, doi: 10.1038/nature08229

(Pressemeldung der Universität Bern (http://www.unibe.ch/))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 04. August 2009, 09:01:18
24.07.2009
ASCO 2009: Sequenz Bevacizumab/IFN firstline gefolgt von TKI – Gesamtüberleben von mehr als 3 Jahren beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO) wurden die abschließenden Analysen der beiden Phase-III-Studien zum Einsatz des Angiogenesehemmers Bevacizumab beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom präsentiert. Das wichtigste Ergebnis: Wird in der First-line Bevacizumab plus Interferon-alpha2a (IFN) gegeben, gefolgt von einem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI), lässt sich erstmals ein medianes Gesamtüberleben von mehr als 3 Jahren erzielen.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3468)
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27.07.2009
EMEA empfiehlt Zulassung von Temsirolimus zur Therapie des fortgeschrittenen Mantelzell-Lymphoms

Das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) der europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMEA (European Medicines Agency) hat den Wirkstoff Temsirolimus zur Zulassung für die Behandlung des rezidivierten oder refraktären Mantelzell-Lymphoms (MCL) empfohlen. Grundlage sind Daten einer Phase-III-Studie, in der das progressionsfreie Überleben von MCL-Patienten signifikant um 153 Prozent gegenüber dem Kontrollarm verlängert werden konnte.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3473)
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03.08.2009
Studie belegt Sicherheit und Effektivität der Cyberknife-Behandlung von Beckentumoren

Behandlungen von Tumoren am Kreuzbein und dem knöchernen Becken zählen zu den schwierigsten Probleme der onkologischen Therapie des Muskel- und Skelettsystems. Vor allem die komplizierte Anatomie und die vielfältigen biomechanischen Funktionen erschweren die Behandlung. ... Die schmerzfreie, strahlenchirurgische Cyberknife-Behandlung kann hier eine Alternative sein, wie eine Studie gemeinsam mit der Abteilung für Tumororthopädie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) belegt, die aktuell in der angesehenen Fachzeitschrift Radiotherapy and Oncology (online 22 Juni 2009) veröffentlicht wurde.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3478)
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28.07.2009
Rituximab erhält in Europa positive Empfehlung zur Behandlung der rezidivierten chronisch-lymphatischen Leukämie

Roche gab bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Union eine positive Empfehlung für die Anwendung von Rituximab bei Patienten mit rezidivierter oder refraktärer chronisch-lymphatischer Leukämie ausgesprochen hat.  ... Diese Empfehlung basiert auf den Daten der REACH-Studie, der größten randomisierten klinischen Studie bei vorbehandelter CLL. Nach diesen Ergebnissen lebten Patienten mit rezidivierter oder refraktärer CLL, die Rituximab (MabThera®) in Kombination mit einer Chemo-therapie erhielten, im Durchschnitt zehn Monate länger ohne Fortschreiten ihrer Krebserkrankung als Patienten, die nur mit einer Chemotherapie behandelt wurden.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3480)
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28.07.2009
NSCLC: Individualisierung der Krebstherapie

Die Individualisierung der Therapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) gewinnt im Praxisalltag zunehmend an Bedeutung.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3482)
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30.07.2009
NSCLC: EU-Kommission erteilt Zulassung für IRESSATM

Die Europäische Kommission hat für das Krebsmedikament Gefitinib die Genehmigung zur Vermarktung in Europa einschließlich Deutschland erteilt. ... Die Behandlung mit IRESSATM richtet sich an erwachsene Patienten, die an der lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Form des NSCLC leiden und bei denen aktivierende Mutationen der EGFR-TK (Epidermaler Wachstumsfaktor Rezeptor Tyrosin Kinase) nachgewiesen sind.


>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3485)
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03.08.2009
Molekularbiologin entschlüsselt Grundmechanismus der Hautkrebsentstehung

Wien (idw) - Manuela Baccarini, Professorin für zelluläre Signalübertragung am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Wien (Max F. Perutz Laboratories), gelang es, die Funktion eines Proteins im so genannten Ras-Signalweiterleitungsweg aufzuklären. Damit legt sie auch den Grundstein zur Erforschung neuer Therapieansätze in bestimmten Hautkrebsarten, wie z.B. dem Melanom. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit sind in der renommierten Fachzeitschrift "Cancer Cell" nachzulesen.

"Ras" ist ein sogenanntes Proto-Onkogen, ein Protein, das in seiner normalen Form als Hauptregulator vieler Signalweiterleitungsprozesse in der Zelle wirkt. Ist das Protein jedoch durch Mutationen oder äußere Einflüsse gestört, trägt es zur Krebsentstehung, u.a. zur Entstehung von Melanomen und anderen Hautkrebsarten bei. Damit Hautkrebs entstehen kann, muss sich eine Hautzelle (Keratinozyt) ungehindert vermehren können (Proliferation) und darf nicht aus den tieferen Hautschichten (Stratum basale) an die Oberfläche (Stratum corneum) wandern, um sich dabei zur spezialisierten Hautzelle auszubilden (Differenzierung). Eine Krebszelle hat gegenüber einer normalen Zelle auch die Fähigkeit verloren, auf so genannte Zell-Selbstmord-Signale (Apoptose) zu hören.

Bisher ging man davon aus, dass der entscheidende Prozess der Hautkrebsentstehung die Proliferation, also die Vermehrung der Vorläufer-Zellen sei. Baccarini bewies nun zum ersten Mal mit ihren Experimenten im Mausmodell, dass bei Hautkrebs die Signalweiterleitung des Ras-Onkogens an das Protein Raf-1 gekoppelt ist. Unerwartet jedoch war, dass Raf-1 im Prozess der Differenzierung und nicht - wie bisher angenommen - in der Proliferation die Schlüsselrolle spielt. Hatten Mäuse Tumore an der Hautoberfläche, bildeten sich diese vollständig zurück, sobald man das Raf-1 Protein experimentell unterdrückte. Mäuse, denen Raf-1 in der Haut fehlte, bildeten gar keine Hauttumore aus und das, obwohl der Ras-Signalweg auf vollen Touren lief.

Ist die Differenzierung der Keratinozyten gehemmt, kann Krebs entstehen. "Wir haben gezeigt, dass Raf-1 einen Enzymkomplex mit dem Protein Rok bildet. Dieser Komplex hemmt die Differenzierung der Hautzelle und der Weg für die Hautkrebsbildung ist frei", erklärt Manuela Baccarini die Details. Hier sieht die Professorin auch einen möglichen Therapieansatz: "In der Leukämie-Therapie werden bereits Präparate verabreicht, die die Zellen zur Differenzierung anregen, kombiniert mit einer Chemotherapie." Dies wäre auch zur Behandlung von Hautkrebs denkbar, wenn man eine Substanz findet, die den Raf-Rok-Komplex zerstört und so die Differenzierung ermöglicht. "Die Suche nach solchen Substanzen bis hin zur klinischen Anwendung ist ein langer Weg", bremst Baccarini die Euphorie. Mit dem Verständnis des Grundmechanismus hat Manuela Baccarini vorerst den Grundstein für die Entwicklung neuer Therapieansätze gelegt.

Originalpublikation:
Ehrenreiter K, Kern F, Velamoor V, Meissl K, Galabova-Kovacs G, Sibilia M, Baccarini M. Raf-1 Addiction in Ras-Induced Skin Carcinogenesis, Cancer Cell (2009), doi:10.1016/
j.ccr.2009.06.008

(Pressemeldung der Univerität Wien auf >>> idw-online.de (http://idw-online.de))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 08. August 2009, 10:16:06
06.08.2009
Zulassungserweiterung für Bevacizumab mit Docetaxel in der First-Line-Therapie des metastasierten Mammakarzinoms

Auf Basis der Daten der AVADO-Studie hat die Europäische Arzneimittelagentur EMEA jetzt die Einsatzmöglichkeiten für den Angiogenese-Hemmer erweitert: Sie erteilte die Zulassung für Bevacizumab auch in Kombination mit Docetaxel. Bekommen Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs zusätzlich zur Taxantherapie Bevacizumab, lässt sich das Rezidivrisiko um 45-50% reduzieren.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3498)
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07.08.2009
Von Zyklopen und Lilien
Neue Synthesestrategie zur Herstellung von Cyclopamin, eines potenziellen Krebs-Therapeutikums

Frankfurt am Main (idw) - Fressen trächtige Schafe Lilien der Gattung Veratrum californicum (Kalifornischer Germer), tragen ihre neugeborenen Lämmchen nur ein Auge mitten auf der Stirn, wie bei einem Zyklopen, entdeckten Schafhirten in Idaho (USA) 1957. Als Auslöser konnte das Alkaloid Cyclopamin identifiziert werden. Bei erwachsenen Menschen hat sich Cyclopamin als wirksamer Kandidat für die Krebs-Therapie erwiesen und befindet nun in der klinischen Test-Phase. Ein Forscherteam von den Universitäten Leipzig und Thessaloniki hat nun einen neuen Syntheseweg zur Herstellung von Cyclopamin entwickelt. Wie Wissenschaftler um Athanassios Giannis in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, sind sie zuversichtlich, dass ihre Forschungsergebnisse helfen werden, das Wissen um die Struktur-Wirkungs-Beziehungen des Cyclopamins zu erweitern und Cyclopamin-Analoga mit einer abgestimmten Bioaktivität zu entwickeln.

Cyclopamin ist der erste Inhibitor des so geannten Hedgehog-Signaltransduktionsweges. Zellen können damit auf äußere Signale reagieren. Der Signalweg ist nach seinem Liganden "Hedgehog" benannt, einem Signalprotein, das eine wichtige Funktion bei der Embryonalentwicklung ausübt. Eine Fehlfunktion dieses Signalwegs führt zu massiven Fehlbildungen im Laufe der Embryonalentwicklung, wie der Zyklopie, und kann bei Erwachsenen Krebs verursachen. Die Inhibierung dieses Weges ist eine neue Möglichkeit der Krebs-Therapie.

Bisher existierte noch keine effiziente Synthese für Cyclopamin. Die Struktur dieses ungewöhnlichen Steroidalkaloids birgt eine Vielzahl von Besonderheiten, die eine Synthese erschweren. Das deutsch-griechischen Team hat diese Schwierigkeiten gemeistert und eine effiziente 20-stufige Synthesestrategie ausgehend von kommerziell erhältlichem Dehydroepiandrosteron, einem natürlichen Steroid-Hormon, entwickelt, die auf biomimetischen und diastereoselektiven Transformationen basiert. Die Forscher erreichten eine Gesamtausbeute von 1%, was für eine derart knifflige Synthese ein gutes Ergebnis ist. Durch kleine Abwandlungen der verwendeten Reagenzien lassen sich nach dieser neuen Strategie darüber hinaus Cyclopamin-Analoga herstellen, die nicht in der Natur vorkommen. Mit diesen Analoga wollen die Wissenschaftler die biologische Aktivität des interessanten Naturstoffs weiter untersuchen und so anpassen, dass auf dieser Basis ein neuer Antitumor-Wirkstoff entwickelt werden kann.

(Pressemeldung von der Gesellschaft Deutscher Chemiker auf idw-online.de (http://idw-online.de))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 12. August 2009, 18:46:05
11.08.2009
Multiples Myelom: Updates der VISTA-Studie mit Bortezomib zeigen signifikanten Überlebensvorteil auch nach dreijähriger Nachbeobachtung

Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib hat in den letzten Jahren einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zur Chronifizierung des multiplen Myeloms geleistet: Dies ist das einhellige Expertenfazit im Rahmen einer Pressekonferenz, die während der diesjährigen Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Berlin stattfand.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3508)
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11.08.2009
Neuer Behandlungsansatz bei akuter myeloischer Leukämie

Für den neuen Behandlungsansatz wird ein Antikörper verwendet, um gezielt AML-auslösende Zellen anzugreifen. Dieser Ansatz könnte sich auch als wirksam erweisen, andere Leukämie-Erkrankungen mit weniger Nebenwirkungen zu behandeln.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3510)
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12.08.2009
Neue Hautkrebs-Therapie im Mausversuch erfolgreich
Kombination dreier Verfahren bringt selbst Metastasen zum Verschwinden

Bonn (uni) - Eine neue Kombinationstherapie kann augenscheinlich sogar gegen weit fortgeschrittenen Hautkrebs Erstaunliches ausrichten - zumindest in Mäusen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, die in der Zeitschrift Cancer Research erschienen ist (doi:10.1158/0008-5472.CAN-09-0579). Die Forscher konnten selbst schwerkranke Tiere erfolgreich behandeln: Sowohl die Primär-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen verschwanden vollständig. Eine Studie mit menschlichen Patienten steht noch aus.

Mit kombinierten Chemoimmuntherapien konnten in den USA bereits Menschen mit fortgeschrittenem Hautkrebs erfolgreich behandelt werden. Dies erfolgte jedoch im Rahmen von sehr aufwändigen und teueren wissenschaftlichen Studien. Diese sind derzeit weltweit nur an ganz wenigen Zentren möglich. Die Bonner Wissenschaftler haben nun eine neue Form von Chemoimmuntherapie entwickelt. Sie kombinierten dazu drei verschiedene Ansätze: Zunächst unterzogen sie die krebskranken Mäuse einer Chemotherapie. Im Anschluss spritzten sie den Tieren Killerzellen des Immunsystems in die Blutbahn, die Hautkrebszellen spezifisch erkennen können. Zusätzlich injizierten die Forscher künstlich hergestelltes Viren-Erbgut, um die natürliche Immunabwehr in Alarmbereitschaft zu versetzen. Alle Komponenten waren für den Erfolg der Therapie notwendig.

"Um erfolgreiche Kombinationstherapien zu finden, braucht man vor allem neue experimentelle Modelle, die die Situation beim Menschen simulieren", erklärt der Bonner Hautkrebsforscher Professor Dr. Thomas Tüting. Hierzu haben die Bonner Forscher einen besonderen genetisch veränderten Mausstamm verwandt. Diese Tiere bekommen Melanome, die in ihrer Entstehung und Morphologie den menschlichen Tumoren verblüffend ähnlich sind. Bei der Behandlung waren alleinige Chemo- oder Immuntherapien weitgehend unwirksam. Durch ihre Dreierstrategie konnten die Forscher jedoch sowohl die Primär-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen gezielt zerstören.

Tumor in die Zange genommen

Ein Schlüssel zum Erfolg war die Nutzung eines uralten körpereigenen Abwehrsystems: Normalerweise macht unser Immunsystem Krebszellen den Garaus. In vielen Fällen erkennt es jedoch die entarteten Tumorzellen nicht als Feind. Durch den Einsatz von künstlicher Erbsubstanz lassen sich diese Tumoren gewissermaßen enttarnen. "Wir nutzen dabei einen Abwehrmechanismus unseres Körpers gegen Viren", sagt Professor Dr. Gunther Hartmann, Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Pharmakologie. "Unsere Zellen erkennen das Erbgut von Viren mit Hilfe spezifischer Rezeptoren. Dies führt zur Aktivierung der körpereigenen Abwehr. Mit neuen Designer-Molekülen können wir diese Rezeptoren sowohl in Immunzellen als auch direkt in Tumorzellen gezielt stimulieren. Dieses neue Therapieprinzip nimmt Tumorzellen in die Zange und treibt sie in den Selbstmord."

Gefährlichster Hauttumor

Der schwarze Hautkrebs, fachsprachlich auch "malignes Melanom" genannt, bildet sehr schnell Tochtergeschwülste (Metastasen) in Lymphknoten und inneren Organen. Daher gilt er als der bösartigste Hauttumor. Lässt er sich chirurgisch entfernen, ist eine Heilung möglich. Im fortgeschrittenen Stadium versagen jedoch etablierte Behandlungsmethoden wie die Chemo- und Strahlentherapie. In den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler weltweit untersucht, wie das Immunsystem zur Bekämpfung von Hautkrebszellen aktiviert werden kann. "Unsere Experimente in einem dem Menschen ähnlichen Tiermodell könnten uns helfen, diese neuen Therapieformen besser zu verstehen und zu vereinfachen", meint Professor Tüting. Die klinische Entwicklung ist mit enormen Kosten verbunden und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

(Pressemeldung der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (http://www3.uni-bonn.de/))
Titel: Re: Neue Krebstherapien
Beitrag von: busymouse am 18. August 2009, 11:08:28
13.08.2009
Fortgeschrittenes NSCLC: Gefitinib zugelassen zur Erstlinientherapie

Die Europäische Kommission hat IRESSATM die Marktzulassung für alle Therapielinien beim NSCLC erteilt. Die Behandlung richtet sich an erwachsene Patienten, die an der lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Form des NSCLC leiden und bei denen aktivierende Mutationen der EGFR-TK (Epidermaler Wachstumsfaktor Rezeptor Tyrosinkinase) nachgewiesen sind. In Europa sind dies, so Expertenschätzungen, 10-15% aller Lungenkrebspatienten.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3515)
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14.08.2009
Mammakarzinom: Erstmals Wirkstoff gegen Tumorstammzellen

Cambridge – US-Forscher haben erstmals ein Mittel entdeckt, das Stammzellen von Krebserkrankungen vernichtet. Nach der Publikation in Cell (2009; doi:10.1016/j.cell.2009.06.034) handelt es sich um ein in der Viehzucht eingesetztes Antibiotikum.

>>> aerzteblatt.de (http://aerzteblatt.de/nachrichten/37719/Mammakarzinom_Erstmals_Wirkstoff_gegen_Tumorstammzellen.htm)
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17.08.2009
Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: Zulassung für Everolimus nach Therapie mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor

Die Europäische Kommission hat Everolimus (Entwicklungscode RAD001, Afinitor®) zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen es während oder nach einer gegen VEGFA gerichteten Therapie zu einer Krankheitsprogression kommt, zugelassen.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3519)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 25. August 2009, 11:21:42
24.08.2009
Rücknahme des europäischen Zulassungsanstrags von Mepolizumab

GlaxoSmithKline (GSK) hat den Antrag auf Marktzulassung von Mepolizumab zur Behandlung des Hypereosinophilen Syndroms (HES) bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA zurückgezogen. Die Entscheidung wurde getroffen aufgrund der Rückmeldung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP), nach der zusätzliche klinische Daten erforderlich wären, um den Antrag auf Zulassung weiter zu untermauern.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3531)
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25.08.2009
Mit dem Teufel gegen Beelzebub

Wissenschaftler des HZI erforschen, wie Salmonellen Tumore abtöten.

Braunschweig (idw) - Salmonellen haftet ein schlechtes Image an. Kaum ein Sommer vergeht ohne eine Zeitungsmeldung von schweren Salmonellen-Infektionen durch Eierspeisen oder Hühnerfleisch. Aber Salmonellen machen uns nicht nur krank - sie könnten uns in Zukunft auch helfen, Krebs zu bekämpfen. Die Bakterien wandern nämlich in Tumore ein und helfen dabei, sie zu zerstören. Außerdem finden sie eigenständig Metastasen im Körper von Labormäusen und können auch hier zur Heilung führen.

In der Fachzeitschrift "PLoS ONE" zeigen Sara Bartels und Siegfried Weiß vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) jetzt, wie die Bakterien in die Tumore einwandern. Ein Botenstoff des Immunsystems verschafft ihnen den Zutritt: Er macht die Blutgefäße im Krebsgewebe durchlässig, die Bakterien können einwandern und den Tumor besiedeln. Gleichzeitig sammelt sich das Blut im Gewebe und es bildet sich eine so genannte Nekrose - der Tumor stirbt ab. "Der Bluteinstrom in das Tumorgewebe war der Ausgangspunkt für unsere Suche nach dem Mechanismus", sagt Siegfried Weiß, Leiter der Arbeitsgruppe "Molekulare Immunologie" am HZI. "Es gibt einen Botenstoff bei Entzündungen, der genau so eine Reaktion auslöst. Den haben wir zunächst gesucht - und gefunden." Dieser Botenstoff ist nach einer seiner Aufgaben im Körper benannt: Tumornekrosefaktor, kurz TNF-alpha. Die Immunzellen senden TNF-alpha aus, wenn sie beispielsweise Salmonellen im Körper entdecken und alarmieren damit andere Zellen des Immunsystems. Durch die Entzündungsreaktion lösen sich aber auch Blutgefäße auf. Das gleiche passiert auch in einem Tumor: Hier hat TNF-alpha ein leichtes Spiel, denn die Blutgefäße in einem Krebsgeschwür unterscheiden sich grundlegend von einer gesunden Arterie oder Vene. Die Gefäße im Tumor sind ungleichmäßig gebaut, porös und haben teilweise tote Enden. So reicht nur wenig des Faktors aus, um die Wände der Blutbahnen im Tumor aufzulösen und das Blut in das Gewebe einströmen zu lassen.

Die Hoffnung der Forscher: Sie wollen Salmonellen so verändern, dass diese für die Krebstherapie nutzbar werden. Die Bakterien sollen in Krebspatienten gezielt in Tumore einwandern und diesen zum Absterben bringen. Der große Reiz dieser Art Tumore abzutöten, liegt in den Lebensgewohnheiten der Salmonellen. Sie fühlen sich nahezu überall wohl - egal ob ihnen Sauerstoff in schlecht durchbluteten Geweben zur Verfügung steht oder nicht. Genau diese schlecht versorgten Zonen in einem Geschwulst erreichen jedoch traditionelle Krebstherapien nicht, denn dort wo kein Blut mehr strömt, werden auch keinen Chemotherapeutika hin transportiert. Und selbst Strahlentherapie benötigt Sauerstoff für die Reaktionen im Gewebe.

Das Phänomen, dass Tumore von Bakterien angegriffen werden, kennen Wissenschaftler schon länger. Allerdings war eine Krebstherapie mit Krankheitserregern bislang undenkbar. Zu groß wäre das Risiko für die Patienten an der Infektion zu sterben. "Wir haben jetzt einen wichtigen Hinweis bekommen wie Salmonellen in den Tumor eindringen und nun können wir versuchen, die Bakterien entsprechend so zu manipulieren, dass sie für die Krebstherapie nutzbar werden ohne gefährliche Infektionen auszulösen", sagt Sara Bartels.

Dabei helfen vor allem die Ergebnisse ihrer Studie. Die hat gezeigt, dass die Ausschüttung von TNF-alpha dazu beiträgt, dass die Salmonellen den Tumor effizient besiedeln können. Folglich könnten zu stark abgeschwächte Salmonellen nicht mehr in der Lage sein, den Tumor zu besiedeln, da das Immunsystem nicht stark genug auf sie reagiert und zu wenig des Nekrosefaktors ausschüttet. "Wir müssen jetzt das richtige Maß an Aggressivität der Bakterien finden, so dass der Tumor besiedelt und zerstört, der Patient aber nicht gefährdet wird", erklärt die Wissenschaftlerin. Gelingt den Forschern aus Braunschweig dieses Kunststück, können sie sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Salmonellen dazu nutzen, therapeutische Stoffe im Tumor freizusetzen, die zu dessen effektiver Zerstörung beitragen. Die würden dann mit den Salmonellen in den Tumor gelangen und auch noch die letzten Krebszellen abtöten - und das wäre eine Revolution in der Tumortherapie. "Es handelt sich hierbei aber noch um absolute Grundlagenforschung und Versuche mit Labormäusen", sagt Siegfried Weiß, "es kann noch Jahre dauern, bis diese Methode für den Menschen einsetzbar ist."

Hier zeigt Ihnen Sara Bartels, wie Salmonellen in Tumore einwandern, im Film:

>>> www.helmholtz-hzi.de (http://www.helmholtz-hzi.de/de/presse_und_oeffentlichkeit/medienangebot/tvfootage/detail/film/show/heilende_krankheitserreger/)

(Pressemeldung des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) auf idw-online.de (http://idw-online.de))
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 03. September 2009, 22:15:48
26.08.2009
EMEA erteilt Zulassungserweiterung für Temsirolimus beim fortgeschrittenen Mantelzell-Lymphom

Erstmals steht für die Behandlung eines Lymphoms mit Temsirolimus das Therapieprinzip der mTOR-Inhibition zur Verfügung. ... In der größten randomisierten Phase-III-Studie zum MCL konnte Temsirolimus das progressionsfreie Überleben der vorbehandelten Patienten statistisch und klinisch signifikant mehr als verdoppeln.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3538)
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27.08.2009
Hormonrefraktäres Prostatakarzinom: Neuer Theapieansatz mit Histrelin-freisetzendem Implantat

Ein neuer Ansatz in der Therapie des hormonrefraktären Prostatakarzinoms ist die Behandlung mit Vantas®-Implantat, das den Wirkstoff Histrelin enthält, der kontinuierlich und sehr gleichmäßig über einen Zeitraum von 12 Monaten freigesetzt wird. Dadurch lassen sich konstant niedrige Testosteronspiegel erzielen, die durchschnittlich unter 20 ng/dl liegen.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3540)
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31.08.2009
Optimierung der Stammzelltransplantation durch neuen Mobilisierungsfaktor Plerixafor

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Rezeptor-Antagonisten Plerixafor erteilt. Plerixafor wird bei Patienten mit Lymphom und Multiplem Myelom (MM) in Kombination mit dem Wachstumsfaktor GCSF eingesetzt, um bei der autologen Stammzelltransplantation die Mobilisierung von hämatopoetischen Stammzellen in das periphere Blutsystem zu verstärken.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3549)
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03.09.2009
Auf Radium 223 basierender Alpha-Strahler in Entwicklung für Patienten mit Knochenmetastasen

... Alpharadin ist ein neuartiger Alpha-Strahlung freisetzender radiopharmazeutischer Wirkstoff, der auf Radium 223 basiert. Die Substanz wird derzeit in einer weltweiten Phase-III-Studie bei Patienten mit Prostatakrebs untersucht, die auf eine Hormonbehandlung nicht mehr ansprechen (hormon-refraktär) und bei denen sich Knochenmetastasen gebildet haben.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3555)
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03.09.2009
Neue Krebstherapie bei Basaliom wirksam – Erste Resistenzen bei Medulloblastom

San Francisco/Baltimore – Eine neue Form der Krebstherapie, die den Hedgehog-Stoffwechselweg in den Tumorzellen blockiert, hat sich in einer ersten klinischen Studie beim fortgeschrittenen Basaliom als wirksam erwiesen. Beim Medulloblastom kam es nach anfänglichem Erfolg gleich beim ersten Patienten zu einer Resistenzentwicklung.

>>> aerzteblatt.de (http://aerzteblatt.de/nachrichten/37968/Neue_Krebstherapie_bei_Basaliom_wirksam_-_Erste_Resistenzen_bei_Medulloblastom.htm)
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Änderungen:
04.09.2009 - Artikel hinzugefügt
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 19. September 2009, 13:05:29
04.09.2009
Rituximab ist in Europa zur Anwendung bei Patienten mit vorbehandelter CLL zugelassen

Rituximab (MabThera®) in Kombination mit einer Chemotherapie von der Europäischen Kommission (EMEA) hat die Zulassung zur Anwendung bei Patienten mit rezidivierter oder refraktärer chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) erhalten hat.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3559)
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09.09.2009
Ofatumumab-Studie: Wirksamkeit bei Rituximab-refraktärem follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom

Eine internationale multizentrische Studie zum Einsatz des monoklonalen Antikörpers Ofatumumab bei stark vorbehandelten Patienten mit follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) hat ermutigende Ergebnisse gezeigt. Der Antikörper zeigte Erfolge bei Patienten, die auf Rituximab, Standard-Chemotherapien oder Kombinationen von beiden nicht angesprochen hatten.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3565)
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11.09.2009
Positive Phase-II-Ergebnisse mit Ofatumumab firstline bei CLL

Eine Phase-II-Studie mit Ofatumumab hat bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) ermutigende Ergebnisse gezeigt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3570)
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16.09.2009
Immunsuppression des Tumors aushebeln – neuer Ansatz gegen Krebs

Krebs entsteht durch unkontrolliertes Wachstum von normalen Körperzellen. Im Prinzip kann das Immunsystem das Wachstum von Tumorzellen erkennen und sie über natürliche Killerzellen und zytotoxische T-Lymphozyten direkt zerstören. Die Tumoren verfügen jedoch über ein Arsenal von Waffen, mit dem sie die Immunattacke erfolgreich unterdrücken können. Prof. Dr. Kingston Mills vom Trinity College Dublin hat einen neuen Ansatz entwickelt, bei dem die tumorbedingte Immunsuppression aufgehoben und damit die Wirksamkeit gezielter Immuntherapien erhöht wird.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3577)
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18.09.2009
Gefäßversorgung des Tumors modulieren

Lebensbedrohliche Tumoren gedeihen durch das unkontrollierte Wachstum von Blutgefäßen, die gleichzeitig den Eintritt von Immunzellen in den Tumor erfolgreich abwehren. Eine Normalisierung oder Aktivierung dieser Blutgefässe, gepaart mit speziellen Immunstrategien gegen den Tumor, ist ein vielversprechender neuer Ansatz zur Krebsbehandlung ... Ziel ist die Entwicklung einer Kombinationstherapie, bei der Immunzellen aktiviert und gleichzeitig die Tumorgefäße so verändert werden, dass die Immunzellen in den Tumor eintreten und ihn dann zerstören können.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3581)
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18.09.2009
Temsirolimus verlängert Gesamtüberleben bei Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko

Für Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko hat Temsirolimus (Torisel®) einen signifikanten Überlebensvorteil von 49 Prozent gegenüber der bisherigen Standardtherapie mit Interferon-alfa gezeigt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3585)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 24. September 2009, 18:24:15
21.09.2009
Glioblastom: Mit Immunzellen heilen

Das Glioblastom ist ein bösartiger Hirntumor, der sowohl im Erwachsenen- als auch im Kindesalter vorkommt. Trotz einer Kombinationstherapie aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie haben diese Patienten immer noch eine sehr schlechte Prognose. Neue Therapieansätze werden deshalb dringend benötigt. Die Immuntherapie könnte ein solcher, viel versprechender Ansatz sein.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3590)
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22.09.2009
Bevacizumab plus Interferon firstline gefolgt von TKI: 3 Jahre Überleben beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom

abschließende Analyse der Phase-III-Studie AVOREN zum Einsatz des Angiogenese-Hemmers Bevacizumab beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (mRCC) zeigt: Wird in der First-line Bevacizumab plus Interferon-alpha2a (IFN) gegeben, gefolgt von einem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI), lässt sich erstmals beim mRCC ein medianes Gesamtüberleben von mehr als 3 Jahren erzielen.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3593)
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22.09.2009
Phase-II-Studie zum Nierenzellkarzinom: Regorafenib stoppt bei 81 Prozent der Patienten das Tumorwachstum

Das neuartige Bayer-Krebsmittel Regorafenib (BAY 73-4506) hat in einer Phase-II-Studie zu Nierenkrebs positive Ergebnisse gezeigt. Den Daten zufolge konnte Regorafenib bei 81 Prozent der Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (Renal Cell Carcinoma =RCC) das Tumorwachstum zum Stillstand bringen oder sogar den Tumor verkleinern. Darunter erzielten 31 Prozent der Teilnehmer eine partielle Remission, bei weiteren 50 Prozent schritt die Erkrankung nicht weiter fort.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3597)
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23.09.2009
ESMO: Phase-II-Studie beim fortgeschrittenen Mammakarzinom: Sorafenib in Kombination mit Chemotherapie verlängert PFS bei Brustkrebs um 74%

Eine Phase-II-Studie bei fortgeschrittenem Brustkrebs zeigt, dass Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin die progressionsfreie Überlebenszeit signifikant um 74 Prozent verlängert.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3601)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 05. Oktober 2009, 12:13:29
25.09.2009
Transarterielle Chemoembolisation: Lebenserwartung bei Lebermetastasen deutlich erhöht

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums der J. W. Goethe-Universität unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Thomas Vogl hat die Wirksamkeit von Medikamentenkombinationen im Rahmen der Transarteriellen Chemoembolisation (TACE) untersucht. Im Zuge dieser Studie wurden über 200 Patientinnen behandelt, die unter durch Brustkrebs verursachten Lebermetastasen leiden. Ergebnis der Untersuchung: Die innovative Behandlungsmethode kann die Lebenserwartung von Patienten deutlich erhöhen und hilft ebenso als Überbrückungstherapie für Erkrankte, die vor weiteren Therapien stehen. Außerdem bestätigte die Studie, dass durch die neue Behandlungsmethode Lebertumore in vielen Fällen verkleinert und die Metastasenanzahl deutlich verringert werden kann.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3606)
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28.09.2009
ECCO/ESMO: Tumorschrumpfung unter PLX4032 bei Melanomen

Die Behandlung des fortgeschrittenen schwarzen Hautkrebs' könnte in Zukunft deutlich einfacher werden... Paul Chapman und sein Team hatten in ihrer Hautkrebs-Studie herausgefunden, dass der Tumor bei jenen Patienten geschrumpft ist, die mit 960mg PLX4032 zweimal täglich behandelt worden waren... Das neue Präparat blockiert die Aktivität der kanzerogenen Mutation des BRAF-Gens. Das BRAF-Gen ist an der Ausbildung von rund 50% der Melanome und 5% der kolorektalen Karzinome beteiligt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3613)
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02.10.2009
Methadon als neuer Ansatz gegen Hirntumoren

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 5.500 Menschen neu an einem bösartigen Hirntumor. Die Heilungschancen für Patienten mit dieser Diagnose haben sich in den letzten Jahrzehnten kaum verbessert. Ein neuer Therapieansatz verspricht nun Hoffnung: Wissenschaftler vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Ulm konnten zeigen, dass Methadon Hirntumoren bekämpft.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3620)
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02.10.2009
Verlängerung des Gesamtüberlebens von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs unter uPA-Hemmer MESUPRON® plus Gemcitabin

Das Unternehmen WILEX AG hat vorläufige Daten aus der klinischen Phase II-Studie mit dem oral verabreichbaren Arzneimittelkandidaten MESUPRON® in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Gemcitabine bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs bekannt gegeben. Prof. Dr. Volker Heinemann, Klinikum Großhadern, Universität München, Leiter der klinischen Prüfung, fasst die unabhängige Auswertung der vorliegenden Daten wie folgt zusammen: "Die bisherigen Daten zeigen einen eindrucksvollen Effekt von MESUPRON® und geben nicht nur Patienten, sondern auch Ärzten Hoffnung auf eine sichere, gut verträgliche und neuartige Therapie."

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3625)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 15. Oktober 2009, 12:52:33
06.10.2009
DGHO: Temsirolimus verlängert progressionsfreies Überleben beim Mantelzell-Lymphom

Das progressionsfreie Überleben von Patienten mit Mantelzell-Lymphom konnte in der Zulassungsstudie durch Temsirolimus mehr als verdoppelt werden.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3629)
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06.10.2009
DGU: Neue Wege in der Hormonbehandlung des Prostatakarzinoms mit dem Histrelin-Implantat

Mit Vantas® von Orion Pharma steht seit Juli 2009 eine optimierte Form der Androgenentzugstherapie bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom zur Verfügung. Das Jahresimplantat setzt den Wirkstoff Histrelin über einen Zeitraum von 12 Monaten kontinuierlich frei.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3635)
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07.10.2009
DGHO: Update der Dosisoptimierungsstudie mit Dasatinib

In einem Update der Dosisoptimierungsstudie 034 wurde die gute Wirksamkeit von Dasatinib in der Therapie der Chronischen Myeloischen Leukämie (CML) nach Versagen der Erstlinientherapie erneut bestätigt.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3640)
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12.10.2009
Updates der VISTA-Studie verdeutlichen Fortschritte in der Therapie des multiplen Myeloms mit Bortezomib

... Bei unvorbehandelten, nicht für eine Stammzelltransplantation geeigneten Myelom-Patienten ist Bortezomib in Kombination mit Melphalan/ Prednison (VMP) der Zweierkombination Melphahaln/Prednison (MP) überlegen. VMP erzielt hier mit 72 vs. 59 Prozent ein signifikant höheres Dreijahres-Überleben.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3641)
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12.10.2009
Octreotid in den NCCN-Guidelines/ Daten-Update der RADIANT-1-Studie mit RAD001 und Octreotid

PROMID-Studie: Octreotid LAR verlängert die Zeit bis zur Tumorprogression bei Patienten mit gut differenzierten metastasierten neuroendokrinen Tumoren des mitteldarms signifikant von 5,9 Monaten auf 15,6 Monate.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3646)
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14.10.2009
"Stealth"-Strategie von Krebszellen aufgeklärt

München (idw) Das menschliche Immunsystem kann mit seinen sogenannten Natürlichen Killerzellen (kurz: NK Zellen) Tumorzellen erkennen und zerstören. Ein wichtiger "molekularer Spürhund" auf der Oberfläche von NK Zellen ist der Rezeptor NKG2D. Seine Bindungspartner, die NKG2D-Liganden, sind kaum auf "gesunden" Zellen, wohl aber of auf Krebszellen und Virus-infizierten Zellen zu finden und markieren diese somit für die Zerstörung durch NK Zellen. In dem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt untersuchte ein Forscherteam um Alexander Steinle an der Universität Tübingen die molekularen Mechanismen, mit denen sich Tumorzellen dieser NKG2D-Liganden entledigen, um von NK Zellen unerkannt zu bleiben.

Seit gut dreißig Jahren ist bekannt, dass die NK Zellen des menschlichen Immunsystems die Fähigkeit besitzen Tumorzellen abzutöten. Dabei sind insbesondere solche Tumorzellen im Visier der NK Zellen, die durch Mutationen ihre Erkennungsstrukturen für eine andere Gruppe von Immunzellen, den T Killerzellen, verloren haben. Lange Zeit war unbekannt, wie NK Zellen bösartige Tumorzellen von gesunden Körperzellen unterscheiden können. Die Entdeckung des Rezeptors NKG2D auf NK Zellen und dessen molekularen Zielstrukturen, den NKG2D-Liganden, die vor allem auch auf Tumorzellen vorhanden sind, brachte hier einen entscheidenden Fortschritt. Infolgedessen konnten mehrere Forschergruppen zeigen, dass Tumorzellen, die auf ihrer Oberfläche NKG2D-Liganden tragen, von dem Immunsystem mittels des NKG2D-Rezeptors erkannt und abgestoßen werden können.

Diese Befunde untermauerten die in Fachkreisen kontrovers diskutierte Hypothese, wonach das körpereigene Immunsystem Tumorzellen in Schach halten kann ("tumor immunosurveillance hypothesis").

Der Mensch besitzt acht verschiedene NKG2D-Liganden und damit eine außergewöhnlich hohe Zahl von Bindungspartnern für den NKG2D-Rezeptor. Derzeit ist unklar, warum NKG2D mit so vielen verschiedenen Molekülen wechselwirkt, wie sich die NKG2D-Liganden in ihrer Funktion voneinander unterscheiden, welche NKG2D-Liganden für eine Tumorimmunüberwachung besonders wichtig sind und warum diese Immunkontrolle bei Krebs versagt. Alexander Steinle und seine Mitarbeiter versuchten im Rahmen eines von der Stiftung geförderten Projekts diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Sie konnten zeigen, dass sich Tumorzellen dem "Immundetektor" NKG2D dadurch entziehen, indem sie die NKG2D-Liganden von ihrer Oberfläche abwerfen. Im letzten Jahr gelang ihnen nun auch der Nachweis wie der Abwurf dieser Tumormarker erfolgt, nämlich durch die sogenannten ADAM-Proteasen, die sich auf der Oberfläche von Tumorzellen befinden und wie ein molekularer Rasenmäher Proteine von der Zelloberfläche abschneiden. Gelänge es nun diesen Abschneidevorgang gezielt durch chemische Substanzen oder Antikörper zu blockieren, könnte dadurch die Immunabwehr von Tumoren vermutlich verbessert werden.

Genau diesen Ansatz möchten nun Alexander Steinle und sein Team in den kommenden Jahren verfolgen, um neue Therapieoptionen für Krebserkrankungen zu entwickeln. So ist das Fernziel der Tübinger Forscher durch eine Steigerung der NKG2D-vermittelten Tumorimmunabwehr im Verbund mit anderen immuntherapeutischen Maßnahmen die Immunität gegen Krebs bei Krebspatienten wirkungsvoll zu mobilisieren.

>>> Pressemeldung der Wilhelm Sander-Stiftung auf idw-online.de (http://idw-online.de)
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15.10.2009
Ofatumumab: Phase-II-Studiendaten bei unbehandeltem follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom

Die Gesamtansprechrate betrug bei Patienten in der 500-mg-Gruppe 90 %, mit 24 % kompletter Remissionen und 45 % unbestätigten kompletten Remissionen (nach den Kriterien des National Cancer Institute von 1999)2. Bei Patienten der 1.000-mg-Gruppe betrug die Gesamtansprechrate sogar 100% (38 % komplette Remissionen und 17 % unbestätigte komplette Remissionen).

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3657)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. November 2009, 22:12:10
Geplante Ernährungsstudie "Brokkolischrot als begleitende Therapie des Pankreaskarzinoms"

... In jüngster Zeit hat man die aktiven Wirkstoffe der verschiedenen Kohlgewächse identifiziert, darunter das Sulforaphan, welches wir in unseren experimentellen Studien getestet haben. Eine Wirkung von Sulforaphan gegen Krebs ist schon seit längerem bekannt. Neu an unseren Daten ist, dass Sulforaphan auch die sogenannten Krebsstammzellen empfindlich macht: im Labor und an Mäusen bewirkte die Zugabe von Sulforaphan, dass  Krebsstammzellen des Pankreaskarzinoms absterben. In Kombination mit einer Krebsstherapie war dieser Effekt noch deutlicher zu sehen. ...

... Sulforaphan können Sie begleitend zur konventionellen Therapie probieren: es ist kein Medikament, sondern eine Nahrungsergänzung, die bei Versuchstieren das Wachstum des Pankreaskarzinoms stark verzögert hat. Im Gegensatz zur Standardchemotherapie hat Sulforaphan bei Laborversuchen und Versuchstieren auch die so genannten Krebsstammzellen angegriffen, welche als verantwortlich für die Tumorentstehung und Streuung angesehen werden. Aus Ernährungsstudien an Gesunden weiß man, dass Sulforaphan krebsvorbeugend wirkt, was das Pankreaskarzinom mit einschließt. ...

>>> Klinikum Uni Heidelberg (http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fuer-Patienten.111688.0.html)
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03.11.2009
Krebs in der Leber mit Viren bekämpfen

Deutsche Krebsforscher wollen Patienten mit Viren behandeln, die Krebszellen abtöten. Nach dem erfolgreichen Abschluss von Tierversuchen, ist eine klinische Studie bei Patienten mit Krebserkrankungen in der Leber geplant.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3691)
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03.11.2009
Neue Therapieprinzipien in der Osteo-Onkologie: Durch zielgenauen Antikörperangriff den Knochenabbau verhindern

Mit dem neuen Antikörper Denosumab gelingt es, den RANK-Liganden so spezifisch zu hemmen, dass positive Effekte im Knochenstoffwechsel induziert werden. Sowohl bei der Tumortherapie-induzierten Osteoporose beim Mammakarzinom und Prostatakarzinom als auch bei der Therapie von Knochenmetastasen konnte in Studien eine hohe Effektivität des vollhumanen Antikörpers belegt werden.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3692)
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12.11.2009
Brustkrebs mit Lymphknotenbefall: Strahlentherapie verbessert die Überlebenschancen

Erhalten Brustkrebspatientinnen mit befallenen Lymphknoten nach einer Operation eine Strahlentherapie, so verbessern sich ihre Überlebenschancen. Dies gilt unabhängig von der Anzahl der betroffenen Lymphknoten sowie davon, ob die Ärzte nur Teile oder die gesamte Brust entfernt haben. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich neuerer Untersuchungen hin.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3703)
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19.11.2009
Mantelzell-Lymphom und follikuläres Lymphom: Bendamustin bewährt sich im klinischen Alltag

Bendamustin ist beim Mantelzell-Lymphom und beim follikulären Lymphom sowohl als Monotherapie und insbesondere in Kombination mit dem Antikörper Rituximab effektiv, wobei es sich durch ein sehr günstiges Nebenwirkungsspektrum auszeichnet.

>>> www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3713)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 04. Januar 2010, 22:45:51
24.11.2009
Mammakarzinom: Bevacizumab jetzt in Kombination mit beiden Taxanen zugelassen

Die Daten der randomisierten Phase-III-Studie AVADO (Avastin-Docetaxel) bestätigten den Therapieerfolg des Angiogenese-Hemmers: Erhalten Patientinnen mit metastasiertem HER2-negativem Mammakarzinom im Rahmen der First-Line-Therapie zusätzlich zur Taxantherapie Bevacizumab, lässt sich das Rezidivrisiko um 40-50% reduzieren. Dabei ist der Therapieerfolg unabhängig vom Alter der Patientin, dem Hormonrezeptorstatus des Tumors, der Anzahl der Metastasenlokalisationen oder einer gegebenenfalls vorausgegangenen adjuvanten Chemotherapie.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3726)
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27.11.2009
Autologe Stammzelltransplantation bei Weichteilsarkom: Therapie ist nicht ausreichend untersucht

Mangels geeigneter Studien ist unklar, ob Patientinnen und Patienten mit Weichteilsarkomen von einer sogenannten autologen Stammzelltransplantation profitieren können.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3731)
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03.12.2009
Botenstoffe entscheidend für Immunabwehr von Krebs

Ob Krebs entsteht und sich ausbreitet, ist unter anderem abhängig von der körpereigenen Abwehrlage.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3746)
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04.12.2009
Bone Morphogenetic Proteine - neue Therapieoptionen für das Nebennierenkarzinom?

... Die Arbeitsgruppe am Klinikum Innenstadt konnte in jüngeren Arbeiten zeigen, dass Hormone aus der Familie der den Bone Morphogenetic Proteine (BMPs) an der Entstehung und Ausprägung der Nebennierenkarzinome wichtigen Anteil haben. ... In einem von der Wilhelm-Sander Stiftung geförderten Projekt sollen daher nun die neu entdeckten Mechanismen an verschiedenen Tumormodellen in der Zellkultur und im Mausmodell getestet werden. Ziel ist die Nutzung der Erkenntnisse für eine lokale oder systemische Therapie von Nebennieren-Karzinomen, um auf lange Sicht die Lebensqualität betroffener Patienten und den klinischen Verlauf dieser Erkrankung zu verbessern.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3741)
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04.12.2009
Hochpräzise Strahlentherapie kann Wachstum von Lungentumoren stoppen

Für Menschen mit Lungenkrebs, die aufgrund ihres Alters oder schwerer Begleiterkrankungen nicht operiert werden können, steht mit der stereotaktischen Strahlentherapie eine wirksame Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung. Dieses hochpräzise Verfahren kann das Wachstum kleinerer Tumoren in der Lunge stoppen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3743)
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08.12.2009
Sensation beim ASH 2009: Bendamustin - Rituximab schlägt CHOP-R um Längen

... In dieser randomisierten, multizentrischen Phase-III-Studie wurde eine Kombination aus Bendamustin und Rituximab (B-R) mit dem als Standard für indolente Lymphome geltenden CHOP-R- Schema direkt verglichen. ... B-R war deutlich besser verträglich als CHOP-R, was die Tendenzen aus Zwischenanalysen nun endgültig bestätigt. Doch in der finalen Analyse stellte sich nun zudem heraus, dass B-R auch im Hinblick auf das primäre Studienziel, das progressionsfreie Überleben (PFS), das CHOP-R Schema um Längen hinter sich lässt. ... Dies bedeutet eine 43%-ige Risikoreduktion für eine Progression durch die B-R-Therapie. Auch die Rate an kompletten Remissionen war unter B-R signifikant höher.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3756)
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08.12.2009
Zulassung von Pazopanib in den USA zur Behandlung des Nierenzellkarzinoms

Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA hat das orale Medikament Pazopanib (geplanter Handelsname Votrient™) in den USA zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms zugelassen. ... Der ODAC hatte Daten einer klinischen Phase-III-Studie bewertet, nach denen Pazopanib das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom im Vergleich zu Placebo deutlich verlängerte.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3760)
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08.12.2009
Nilotinib zeigt signifikant bessere Therapieergebnisse als der Standard Imatinib bei Patienten mit neu diagnostizierter CML in der chronischen Phase

Nilotinib ist signifikant wirksamer als Imatinib bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (Ph+ CML) in der chronischen Phase (CP). Dies belegen die Daten der Phase-III-Studie ENESTndii, der weltweit größten randomisierten Studie bei neu diagnostizierten Patienten mit Ph+ CML.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 04. Januar 2010, 23:12:52
14.12.2009
Krebstherapie mit Ionenstrahlen - kaum Spätfolgen zu erwarten

Die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen nach einer Therapie mit Ionenstrahlen ist geringer als bei herkömmlicher Strahlentherapie. Dies konnten Wissenschaftler am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung durch Blutuntersuchungen von Patienten mit Prostata-Tumoren nachweisen. Damit haben sie die bisherigen Risiko-Abschätzungen experimentell bestätigt. Die Therapie mit Ionenstrahlen zeichnet sich durch hohe Heilungsraten und geringe Nebenwirkungen aus.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3766)
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14.12.2009
Katzenminze gegen Nierenkrebs: Chemiker synthetisieren neuen Wirkstoff

Das Öl der Katzenminze (Nepeta Cataria) kann bei Katzen rauschhafte Erregungszustände auslösen. Die gleiche chemische Verbindung ist aber auch Startmaterial für die Synthese eines vielversprechenden Wirkstoffs zur Bekämpfung von Nierenkrebs.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3770)
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14.12.2009
S3-Leitlinie der DGU empfiehlt Einsatz von Zoledronsäure zur Prävention von Skelettkomplikationen bei metastasiertem Prostatakarzinom

Zoledronsäure ist das einzige Amino-Bisphosphonat, das bei Knochenmetastasen aller soliden Tumoren zugelassen ist und Skelettkomplikationen (SREs) sowohl bei osteolytischen als auch bei osteoblastischen Metastasen reduziert. Zahlreiche klinische Studien zeigten, dass Zoledronsäure SREs beim Prostatakarzinom nicht nur verringert, sondern deren Auftreten sogar verhindert.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3773)
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15.12.2009
Konversionstherapie beim kolorektalen Karzinom: Präoperative Bevacizumab-Gabe erhöht Chance auf Lebermetastasenresektion

Die prospektive BOXER-Studie und die G.O.N.O.-Studie stärken die bereits publizierte Evidenz für den Einsatz von Bevacizumab bei Patienten mit potentiell resektablen Lebermetastasen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3783)
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17.12.2009
Brustkrebspatienten mit Knochenmetastasen profitieren von Ibandronat

Von den vier in der Onkologie zugelassenen Bisphosphonaten – Clodronat, Pamidronat, Ibandronat und Zoledronat – sind lediglich Clodronat und Ibandronat sowohl oral als auch i.v. verfügbar. Die AGO (Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie) empfiehlt die vier Bisphosphonate gleichermaßen, da sie evidenzbasiert eine vergleichbare Wirksamkeit bei der Behandlung osteolytischer, osteoblastischer und gemischtförmiger Knochenmetastasen bewiesen haben. ... Im Gegensatz zu anderen Bisphosphonaten ist unter Ibandronat-Therapie aufgrund der renalen Verträglichkeit kein regelmäßiges Kreatinin-Monitoring laut Fachinformation verlangt. Auch Kieferosteonekrosen, die eine seltene, jedoch überaus therapierefraktäre Nebenwirkung einer Bisphosphonat-Therapie darstellen können, sind unter der Behandlung mit Ibandronat deutlich seltener als unter den Vergleichssubstanzen...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3791)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. Februar 2010, 15:22:48
18.12.2009
Fulvestrant 500mg verlängert signifikant die Zeit bis zur Progression beim Hormonrezeptor-positiven, fortgeschrittenen Mammakarzinom in der Postmenopause

... Die Zeit bis zur Progression verlängerte sich signifikant mit einer 20%igen relativen Risikoreduktion. Weiterhin waren nach einem Jahr absolut 9% mehr Patientinnen progressionsfrei. Dabei war die im Vergleich zu anderen Therapieoptionen gute Verträglichkeit unverändert.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3796)
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13.01.2010
ASH 2009: Wichtige Ergebnisse zu Lenalidomid und Azacitidin vorgestellt
... vorgestellte Daten belegen den Stellenwert einer möglichst frühzeitigen und kontinuierlichen Therapie mit Revlimid (Lenalidomid). So zeigen erste Interimsergebnisse der Phase-III-Studie MM-015, dass die kontinuierliche Gabe von Lenalidomid im Anschluss an eine First-Line-Induktionstherapie mit Lenalidomid, Melphalan und Prednison, das progressionsfreie Überleben älterer Patienten mit multiplem Myelom (MM) gegenüber einer auf neun Zyklen begrenzt verabreichten Standard-Therapie mit Melphalan und Prednisolon signifikant verlängert. Wie erste Ergebnisse zum Einsatz des IMiDs® bei Hochrisiko-Patienten mit smouldering (schwelendem) Myelom zeigen, kann Lenalidomid offenbar zudem die Progression der Erkrankung in ein aktives Myelom deutlich verzögern und möglicherweise sogar ganz verhindern. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3821)
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15.01.2010
Europäische Zulassung von Eltrombopag für chronische Immunthrombozytopenie (ITP) empfohlen

...Diese so genannte „Positive Opinion“ gilt für die orale Behandlung der Thrombozytopenie bei Erwachsenen mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) nach Splenektomie, die auf die üblichen Behandlungen mit Corticosteroiden und/oder Immunglobulinen nicht oder nicht mehr ansprechen. Außerdem kann Eltrombopag als Second-Line-Therapie in Erwägung gezogen werden, wenn eine Splenektomie nicht angezeigt ist.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3824)
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21.01.2010
B-R schlägt CHOP-R um Längen bei indolenten Lymphomen

Bei unvorbehandelten follikulären, indolenten und Mantelzell-Lymphomen ist die Kombination Bendamustin-Rituximab (B-R) als First-line-Therapie signifikant effektiver und dabei bekannt besser verträglich als das konventionelle CHOP-R-Schema. Mit einem um 20,1 Monate längeren medianen progressionsfreien Überleben unter B-R von 54,9 Monaten versus 34,8 Monaten unter CHOP-R (p=0,00012) und einer signifikant höheren Komplettremissionsrate (39,6% vs. 30,0%, p=0,0262) hat B-R das Potenzial, ein neuer Standard für diese Lymphom-Entitäten zu werden.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3833)
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29.01.2010
Non-Hodgkin-Lymphom: klinische Phase-I-Studie mit personalisiertem Impfstoff aus Tabakpflanzen

Die Bayer Innovation GmbH hat mit der Aufnahme eines Patienten-spezifischen Impfstoffs in die klinische Entwicklung einen Meilenstein erreicht. Nach Genehmigung der Phase-I-Studie durch die FDA (Food & Drug Administration) in den USA wird der Impfstoff nun an Probanden getestet. Damit befinden sich zum ersten Mal Proteine, die mittels magICON®-Technologie in Tabakpflanzen produziert wurden, in der klinischen Erprobung. Die Patienten-spezifischen Impfstoffe aus der Pilotanlage der Bayer-Tochter Icon Genetics in Halle sollen zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) - einer Krebserkrankung der Lymphozyten - eingesetzt werden. Die Behandlung soll das eigene Immunsystem aktivieren, so dass es die bösartigen Zellen erkennt und gezielt durch die körpereigenen Abwehrkräfte zerstören kann.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3853)
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29.01.2010
Eisenüberladung bei myelodysplastischen Syndromen (MDS): Eisenchelat-Therapie verlängert signifikant das mediane Gesamtüberleben

Eine aktuelle Analyse des Düsseldorfer MDS-Registers belegt eine signifikante Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens, wenn MDS-Patienten mit Eisenüberladung eine Eisenchelat-Therapie erhalten (1). Die mediane Gesamtüberlebenszeit in der Eisenchelat-Therapie-Gruppe betrug 75 Monate vs. 49 Monate in der Gruppe ohne Chelation (p=0,002).

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3855)
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05.02.2010
EMA akzeptiert die Einreichung von Zoledronsäure für die adjuvante Therapie bei Frauen mit Brustkrebs in Kombination mit einer antihormonellen Therapie

Die Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency; EMA) hat das Zulassungsdossier für die adjuvante Therapie von prämenopausalen Brustkrebspatientinnen mit Zometa® (4 mg Zoledronsäure) in Kombination zur endokrinen Therapie akzeptiert. ... Mit den Ergebnissen der ABCSG-12-Studie demonstrierte Zoledronsäure (4 mg alle 6 Monate) erstmals für ein parenterales Bisphosphonat eine signifikante Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens (DFS) bei 1.803 prämenopausalen Frauen mit hormonsensitivem, frühem Brustkrebs und endokriner Therapie um 36% (p=0,011).

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3866)
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08.02.2010
Hautkrebs mit Lymphknotenbefall: Strahlentherapie verhindert erneute Metastasen

Haben sich schon Metastasen in den Lymphknoten gebildet, sollte nach der Operation eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen. ... Die Studie umfasste insgesamt 217 Patienten und wurde von Wissenschaftlern aus Australien und den Niederlanden durchgeführt. Bei allen teilnehmenden Patienten hatte der Tumor einen oder mehrere Lymphknoten befallen. Ärzte entfernten diese – ebenso wie den Primärtumor – zunächst operativ. Die Hälfte der Betroffenen erhielt in den Wochen nach der Operation eine Strahlentherapie. Der Anteil jener, bei denen der Krebs innerhalb der folgenden drei Jahre wieder Lymphknoten befiel, sank dadurch von 31 auf 19 Prozent.

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11.02.2010
CML: neues Konzept – Induktionsbehandlung mit Imatinib/Interferon alfa-2a

Heilungserfolge bei Leukämie lassen sich verstetigen, wenn ein neues Therapiekonzept zum Einsatz kommt, das Resistenzen gegen Krebsmedikamente verhindert. ... Die Mediziner verabreichten zunächst das Standardmedikament Imatinib in Kombination mit dem Protein Interferon, das das Immunsystem stimuliert. Nach Erreichen einer Remission reichte die Einnahme von Interferon alleine aus, um einen Rückfall zu verhindern.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: RalleGA am 18. März 2010, 09:29:35
Mit Pistazien das Krebsrisiko senken

Der tägliche Verzehr von Pistazien schützt möglicherweise vor Lungenkrebs und anderen Krebsarten.
Denn die Nüsse enthalten viel Gamma-Tocopherol, eine Form von Vitamin E, erklärt die Deutsche Lungenstiftung in Hannover.

Das Vitamin gilt als Radikalenfänger beziehungsweise Antioxidans, das vor Zellalterung schützt.
Diese Schutzfunktion könne das Risiko für die Entwicklung eines Krebsleidens senken.
Pistazien haben allerdings einen hohen Fettgehalt. Wer sie in größeren Mengen isst, nimmt also leicht zu.
Die Stiftung beruft sich auf eine aktuelle US-amerikanische Untersuchung.

Die Studienteilnehmer aßen sechs Wochen lang 68 Gramm Pistazien pro Tag - zusätzlich zu ihrer gewohnten Ernährung.
Dadurch stieg ihre Zufuhr an Gamma-Tocopherol deutlich an.
Eine Überdosierung von Vitamin E sei nicht zu befürchten, da es im Gegensatz zu anderen fettlöslichen Vitaminen nicht im Fettgewebe des Körpers angereichert wird.
Vielmehr scheiden Leber und Niere es rasch aus, so die Stiftung.

Mehr Information:
Ergebnisse der US-amerikanischen Untersuchung (englisch): www.dpaq.de/pistazien
Informationen von Experten: www.lungenaerzte-im-netz.de

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ 02-2010                                  
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Juni 2010, 09:41:36
15.02.2010
Therapeutischer Impfstoff zur Behandlung von Leberkrebs

Tübinger Wissenschaftler um Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee vom Interfakultären Institut für Zellbiologie (IFIZ), Abteilung Immunologie, der Eberhard Karls Universität entwickeln den weltweit ersten therapeutischen Impfstoff zur Behandlung von Leberkrebs.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3888)
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17.02.2010
CHMP empfiehlt Zulassung von Fulvestrant 500mg beim fortgeschrittenen Brustkrebs

Das Komitee für medizinische Produkte (CHMP, Committee for Medicinal Products for Human Use) der europäischen Arzneimittelagentur EMEA (European Medicines Agency) hat die Therapie mit 500mg Fulvestrant für die Behandlung postmenopausaler Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs empfohlen. Auf Basis dieser Empfehlung entscheidet im nächsten Schritt die EMEA über die Zulassung der neuen Dosierung für Europa. Für den deutschen Markt wird die Zulassung für April 2010 erwartet.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3890)
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17.02.2010
Hodgkin-Lymphom und multiples Myelom: Vielversprechender Deacetylasehemmer

Ein neuer, molekular zielgerichteter Ansatz in der Tumortherapie ist die Hemmung von Deacetylasen (DACs). DACs sind intrazelluläre Enzyme, welche die Transkription beeinflussen und an der Kontrolle des Zellzyklus beteiligt sind. Sie regulieren diese Vorgänge, indem sie Acetylgruppen von Zielproteinen entfernen. Der Wirkstoff Panobinostat (LBH589) ist ein potenter Pan-Deacetylaseinhibitor, der in ersten Studien bei verschiedenen onkologischen Indikationen vielversprechende Antitumoreffekte erzielte.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3891)
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19.02.2010
Positive Opinion der EMEA für Ofatumumab für den Einsatz bei refraktärer CLL

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMEA hat unter Auflagen eine Positive Opinion für die Zulassung für Ofatumumab zur Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die refraktär auf Fludarabin und Alemtuzumab sind, ausgesprochen. Refraktär bedeutet in diesem Fall, dass die Erkrankung nicht auf Vortherapien mit Fludarabin und Alemtuzumab angesprochen hat oder innerhalb von sechs Monaten nach der letzten Behandlung eine Progression der Krankheit aufgetreten ist.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3898)
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24.02.2010
Europäischer Forschungsrat fördert Projekt zur Wiederaktivierung stillgelegter Gene in der Zelle

Mit 2,4 Millionen Euro fördert der Europäische Forschungsrat über vier Jahre ein Vorhaben von Christof Niehrs im Deutschen Krebsforschungszentrum. Niehrs untersucht, wie stillgelegte Gene in der Zelle wieder aktiviert werden. Ist dieser Mechanismus gestört, kann dies Krebs und andere Erkrankungen auslösen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3886)
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26.02.2010
Bittermelone als Therapieoption bei Brustkrebs

Philadelphia – Das Extrakt der Bitter-Melone hemmt das Zellwachstum bei Brustkrebs und könnte sogar präventiv wirken. Diese Erkenntnisse gewannen Forscher um Ratna Ray von der Universität Saint Louis. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cancer Research (10.1158/0008-5472.CAN-09-3438).

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40229)
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26.02.2010
DKK 2010: Neue therapeutische Optionen beim NSCLC und Ovarialkarzinom in Sicht

Neben der Chemotherapie erhalten sogenannte „targeted“ Therapien mit zielgerichteter Wirkung auf tumorspezifische Eigenschaften einen immer höheren Stellenwert in der klinischen Onkologie. Dies betonten aktuell die Beiträge im Rahmen eines Symposiums, mit dem sich Boehringer Ingelheim (BI) auf dem 29. Deutschen Krebskongress (DKK) erstmals mit der eigenen Onkologiemöglichkeiten aktueller Substanzen, die spezifisch die Gefäßneubildung zur Versorgung des Tumors und bestimmte Signaltransduktionsprozesse der Zelle hemmen, die zu einem unkontrollierten Wachstum von Zellen beitragen können.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3908)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Juni 2010, 10:16:16
01.03.2010
Chemie: Totalsynthese von Myrtucommulon A geglückt

Die Myrte gilt seit der Antike als Heilpflanze. Neben einer Reihe von ätherischen Ölen enthält sie Myrtucommulon A, eine pharmakologisch interessante Substanz, die unter anderem antibakteriell, schmerzlindernd und stark entzündungshemmend wirkt.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3895)
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04.03.2010
Mesotheliom: Impfstoff gegen Asbest-Krebs

Rotterdam – Niederländische Forscher haben eine Immuntherapie des Pleuramesothelioms entwickelt. Nachdem der “Impfstoff” bei Mäusen eine lebensverlängernde Wirkung erzielt hat, wurden jetzt im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2010; doi:10.1164/rccm.200909-1465OC) erste klinische Ergebnisse vorgestellt.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40311)
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09.03.2010
Ofatumumab: Viel versprechende Ergebnisse bei chronischer lymphatischer Leukämie

Der monoklonale CD20-Antikörper Ofatumumab (geplanter Handelsname Arzerra®) erwies sich bei Patienten mit stark vorbehandelter, refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) als erstaunlich wirksam. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMA hat auf Grundlage der entsprechenden Studiendaten im Januar 2010 die EU-weite Zulassung des Präparats zur Behandlung von Patienten mit CLL, die refraktär auf Fludarabin und Alemtuzumab sind, mit Auflagen empfohlen

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3915)
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09.03.2010
Aktivierungsmechanismus von zytotoxischen T-Zellen entdeckt

Bonn – Dendritische Zellen aktivieren zytotoxische T-Zellen mithilfe von T-Helferzellen und Natürlichen Killer-T-Zellen. Die zytotoxischen T-Zellen können daraufhin infizierte Körperzellen oder auch Krebszellen zerstören. Diese Zusammenhänge entdeckten Forscher um Christian Kurts von der Universität Bonn. Sie veröffentlichen ihre Ergebnisse in der kommenden Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Immunolgy (doi: 10.1038/ni.1848).

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40356)
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10.03.2010
DKK 2010: Cetuximab setzt neue Standards in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren

Beim 29. Deutschen Krebskongress in Berlin wurden im Rahmen des Symposiums „Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren“ die gegenwärtigen Fortschritte in der Therapie von Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und des Halses (squamous cell carcinoma of the head and neck, SCCHN) durch den monoklonalen EGFR-Antikörper Cetuximab erörtert. Die aktuellen Ergebnisse der EXTREME-Studie und der Phase-III-Studie von Bonner et al. belegen den hohen klinischen Nutzen von Erbitux sowohl in der Therapie von rezidivierten und/oder metastasierten als auch von lokal fortgeschrittenen SCCHN.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3917)
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10.03.2010
Krebs in Speiseröhre, Magen und Enddarm ohne Operation entfernen

Krebserkrankungen in Magen, Speiseröhre und Enddarm lassen sich auch ohne Operation entfernen. Mit einer in Japan entwickelten Technik, die derzeit auch in Deutschland Fuß fasst, können selbst größere Schleimhauttumore mit Hilfe eines Endoskops abgetrennt werden.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3918)
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10.03.2010
Mifamurtid neuer Wirkstoff zur Behandlung des Osteosarkoms

Mifamurtid ist jetzt in der EU auf dem Markt, seit über 20 Jahren der erste neu zugelassene Wirkstoff für die Behandlung des Osteosarkoms, der die Überlebenszeit der Patienten verlängern kann.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3919)
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10.03.2010
Cabazitaxel verlängert das Überleben bei Patienten mit fortgeschrittenem, hormontherapierefraktärem Prostatakrebs

Sanofi-aventis hat heute Ergebnisse einer Phase-3-Studie zu Cabazitaxel, einer in der klinischen Erprobung befindlichen Substanz, bekannt gegeben. Diese belegen eine signifikante Verbesserung, des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens für die Kombination von Cabazitaxel mit Prednison/Prednisolon bei Patienten mit metastasiertem (fortgeschrittenem), hormontherapierefraktärem Prostatakrebs, deren Erkrankung nach docetaxelbasierter Chemotherapie trotzdem weiter fortgeschritten war.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3921)
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12.03.2010
Neue therapeutische Optionen beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs und Ovarialkarzinom in Sicht

Neben der Chemotherapie erhalten sogenannte „targeted“ Therapien mit zielgerichteter Wirkung auf tumorspezifische Eigenschaften einen immer höheren Stellenwert in der klinischen Onkologie.

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16.03.2010
ITP: Erster oraler Thrombopoetin-Rezeptor-Agonist Eltrombopag verfügbar

Die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMA hat Eltrombopag am 11. März 2010 zugelassen für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) nach Splenektomie, die auf andere Therapien wie z.B. Kortikosteroide oder Immunglobuline refraktär sind. Außerdem kann Eltrombopag als Second-Line-Therapie in Erwägung gezogen werden, wenn eine Splenektomie kontraindiziert ist.

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16.03.2010
Bevacizumab zeigt positive Resultate bei Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs

Wie Roche bekannt gab, hat eine Phase-III-Studie gezeigt, dass Bevacizumab plus Chemotherapie mit anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie verlängerte.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Juni 2010, 10:39:03
18.03.2010
Neue Fachrichtung Komplementäre Onkologie integriert Naturheilverfahren in die schulmedizinische Krebsbehandlung

Das Klinikum der J.W. Goethe-Universität baut als erstes Onkologisches Spitzenzentrum in Deutschland den Bereich Komplementäre Onkologie aus. Schulmedizinische und natürliche Therapieformen werden in der so genannten Komplementären Onkologie am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) zusammengeführt.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3954)
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18.03.2010
Nierentumor: Teilresektion prognostisch so günstig wie Komplettresektion

Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3956)
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22.03.2010
Melanom: Nanopartikel bringt Krebsgen zum Schweigen

Pasadena – US-Forschern ist es erstmals gelungen, die sogenannte RNA-Interferenz (auch RNA-Silencing genannt) klinisch anzuwenden. Die dazu erforderlichen kurzen doppelsträngigen RNA-Moleküle wurden laut Nature (2010; doi: 10.1038/nature08956) mit Hilfe von intravenös-injizierten Nanopartikeln in die Krebszellen verfrachtet. Weitere klinische Ergebnisse der Phase-I-Studie sollen demnächst vorgestellt werden.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40541)
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24.03.2010
Zulassung von Fulvestrant 500mg beim fortgeschrittenen Brustkrebs

Die europäische Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency, ehemals EMEA) hat die Zulassung für Fulvestrant in der 500 mg-Dosierung für die Behandlung postmenopausaler Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs bekanntgegeben. Die 500 mg-Dosierung wird in zwei 250 mg Injektionen verabreicht und ersetzt die bisher zugelassene 250mg-Dosierung.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3972)
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26.03.2010
Leukämie : Ausschalten der Signalweiterleitung Stat5 treibt Krebszellen in den Selbstmord

Der Behandlung von Leukämie könnte es in Zukunft gelingen, die Krankheit nicht nur in Schach zu halten, sondern sie sogar völlig zu besiegen. Hoffnung darauf gibt eine Entdeckung eines internationalen Forscherteams rund um Veronika Sexl vom Institut für Pharmakologie der Medizinischen Universität Wien. In der Fachzeitschrift "EMBO Molecular Medicine" berichten die Wissenschaftler, dass sie die Kommunikation der Tumorzellen entschlüsseln konnten. „Auf dieser Grundlage gelang es, Leukämiezellen von Mäusen in den Selbstmord zu treiben“.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3962)
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26.03.2010
Brustkrebs: Können Betablocker Metastasen verhindern?

Witten-Herdecke/Nottingham – Betablocker könnten Frauen mit Brustkrebs möglicherweise vor der Bildung von Metastasen schützen. In einer Studie, die auf der siebten European Breast Cancer Conference in Barcelona vorgestellt wurde, reduzierte das Antihypertonikum die Metastasenbildung, und es war mit einer erhöhten Überlebenszeit der Brustkrebspatientinnen assoziiert.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40631)
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26.03.2010
Schützt neuartige Medikamentenkombination Gesichts- und Hörnerv bei Tumoroperationen?

Das Universitätsklinikum Halle (Saale) und das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig prüfen mit einer klinischen Studie die Wirksamkeit einer prophylaktischen medikamentösen Therapie bei Akustikusneurinomoperationen.

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29.03.2010
Familiäre adenomatöse Polyposis: Ansatz zur Chemoprävention

Houston – Eine gezielte Chemoprävention könnte bei der familiären adenomatösen Polyposis (FAP) die Entwicklung von Polypen verhindern. Ob die Experimente an Mäusen und menschlichen Zelllinien in Nature (2010; doi:10.1038/nature08871) auf die Klinik übertragbar sind, ist aber noch nicht bekannt.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Juni 2010, 11:01:22
01.04.2010
Weiteres BPH-Medikament beugt Prostatakrebs vor

St. Louis – Der 5-Reduktase-Inhibitor Dutasterid hat in einer randomisierten klinischen Studie im New England Journal of Medicine (2010; 362:1192-1202) die Häufigkeit von bioptisch gesicherten Prostatakarzinomen signifikant gesenkt.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40705)
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06.04.2010
Senkt Dutasterid Prostata-Krebsrisiko?

Ein Medikament, das bei Männern mit einer vergrößerten Prostata zum Einsatz kommt, scheint auch das Risiko von Prostata-Krebs zu senken. Das jedenfalls hat eine vier Jahre dauernde Untersuchung der Washington University School of Medicine mit mehr als 6.500 Männern ergeben.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3991)
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06.04.2010
Nano-Chips entdecken Tumoren im Mundbereich

Houston – Mithilfe von Nano-Chips könnten Ärzte in Zukunft Mundhöhlenkrebs erkennen und behandeln. Das berichten Wissenschaftler der Rice University in Houston. Sie veröffentlichten ihre Studie im Journal Cancer Prevention Research (10.1158/1940-6207.CAPR-09-0139).

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40711)
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06.04.2010
Hirntumoren: Gewebestammzelle wird zur Tumorstammzelle

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum wiesen zum ersten Mal nach, dass bösartige Hirntumoren direkt aus Hirn-Stammzellen entstehen. Das Protein Tlx sorgt im erwachsenen Gehirn dafür, dass aus Gewebe-Stammzellen neue Nervenzellen entstehen. Zuviel Tlx regt bei Mäusen die Bildung bösartiger Hirntumoren aus Hirn-Stammzellen an. Auch beim Glioblastom, dem bösartigsten Hirntumor des Menschen, spielt Tlx eine Rolle. Mit Tlx ist daher erstmalig ein möglicher Angriffspunkt für zielgerichtete Therapien gegen das gefährliche Glioblastom entdeckt.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3992)
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06.04.2010
Beta-Interferon als Wächter des Immunsystems gegen Krebs

...Wissenschaftler des HZI in Braunschweig konnten jetzt eine völlig unerwartete Funktion eines immunologischen Botenstoffes bei der Tumorbekämpfung zeigen: Das Molekül Beta-Interferon hindert den Tumor daran, sich an das Blutsystem anzuschließen. Dazu hemmt es die Produktion von Wachstumsfaktoren, die die Bildung neuer Adern unterstützen. Die Folge: Der Tumor kann nicht wachsen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3995)
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06.04.2010
POLQ-Gen-Blockade erhöht Erfolg der Strahlenbehandlung

Wissenschaftler der University of Oxford haben ein Gen entdeckt, das die Fähigkeit der Strahlenbehandlung, Krebszellen abzutöten, einschränkt. Das Team um Geoff Higgins wies nach, dass das Blockieren des Gens POLQ die Strahlentherapie wirksamer machen kann. Dieses Gen spielt bei der Reparatur von beschädigter DNA eine entscheidende Rolle.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3996)
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12.04.2010
Ovarialkarzinom: "Widerstand gegen die Resistenz" mit AD5-10 -Antikörper

Die Entwicklung eines neuen Therapeutikums zur Behandlung von besonders aggressivem Eierstockkrebs zeigt erste vielversprechende Ergebnisse. Mit einem monoklonalen Antikörper ist es in Laborversuchen gelungen, die Resistenz der Tumorzellen gegen einen natürlichen Abwehrmechanismus zu schwächen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4002)
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13.04.2010
Austherapierte Patienten mit Kopf-Hals-Krebs profitieren von Photodynamischer Therapie mit Temoporfin

Patienten mit Kopf-Hals-Krebs, bei denen sonst keine Behandlung mehr zum Erfolg führt, profitieren in hohem Maße von der Behandlung mit der Photodynamischen Therapie (PDT) und dem Medikament Temoporfin.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4004)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Juni 2010, 11:20:26
16.04.2010
DKK 2010: Unvorbehandelte Myelom-Patienten profitieren von Bortezomib

Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib hat die Perspektiven von nicht für eine Stammzelltransplantation geeigneten unvorbehandelten Patienten mit multiplen Myelom stark verbessert.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4017)
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19.04.2010
Lungenkrebs: Erste Erfolge einer personalisierten Therapie

Houston – Der Nachweis bestimmter Biomarker in der Biopsie erlaubt beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) eine gezielte Therapie. Sie könnte nach den Ergebnissen einer auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) vorgestellten Studie die Prognose der Patienten verbessern.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40888)
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19.04.2010
ZNS-Lymphome: Langjährige Tumorkontrolle bei hoher Lebensqualität

Einen großen Fortschritt bei der Therapie von Primären Lymphomen des Zentralen Nervensystems vermeldet ein Team deutscher Neurologen und Onkologen in der Fachzeitschrift Annals of Neurology: Mehr als acht Jahre nachdem 65 Patienten mit einer speziellen Form der Chemotherapie behandelt wurden, scheinen etwa ein Drittel aller Studienteilnehmer und etwa die Hälfte der unter 60jährigen geheilt.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4020)
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23.04.2010
Therapie des NSCLC: Histologie und molekulare Marker gewinnen zunehmend an Bedeutung

Die individualisierte Therapie ist in den letzten Jahren auch beim Lungenkrebs Realität geworden. Einen hohen Stellenwert haben dabei die histologischen Merkmale des Tumors gewonnen. Ein Ansatzpunkt für die individualisierte Therapie des NSCLC zeigte sich in der Studie von Scagliotti et al., in der Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinomen (Adeno- und großzellige Karzinome) von der Kombination Pemetrexed (Alimta®)/Cisplatin im Vergleich zur Standardtherapie einen signifikanten Überlebensvorteil hatten.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4032)
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30.04.2010
FDA: „Impfstoff” gegen Prostatakarzinom zugelassen

Rockville/Maryland – In den USA wurde erstmals eine therapeutische Vakzine gegen eine Krebserkrankung zugelassen. Ärzte dürfen Sipuleucel-T dort bei asymptomatischen oder minimal symptomatischen Patienten mit hormon-refraktärem Prostatakarzinom (CRPC) einsetzen. Wegen begrenzter Ressourcen bleibt die Anwendung auf wenige Patienten beschränkt.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=41052)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Juni 2010, 12:19:01
03.05.2010
Finale Phase II-Daten zu uPA-Inhibitor bestätigen eindrucksvolle Verlängerung des Gesamtüberlebens von Patienten mit Pankreaskarzinom

Die klinische Phase II-Kombinationsstudie mit dem oral verabreichbaren Arzneimittelkandidaten MESUPRON® in der Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde erfolgreich abgeschlossen. Die finalen Auswertungen bestätigen die im September 2009 veröffentlichten vorläufigen Daten, u.a. die Verbesserung des Tumoransprechens und die Verlängerung des Gesamtüberlebens.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4041)
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06.05.2010
Neue Zielstrukturen für die Tumortherapie: Ephrin-B2 reguliert VEGFR2-Funktion

Solide Tumoren bilden ab einer bestimmten Größe ein mitwachsendes Kapillarnetz von Blutgefäßen, die sie mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Ein Ansatz in der Therapie besteht darin, das Wachstum der Blutgefäße zu unterdrücken und den Tumor gewissermaßen auszuhungern.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4045)
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06.05.2010
Washington gibt Marihuana für medizinische Behandlung frei

Washington – In Washington ist der Konsum von Marihuana zu medizinischen Zwecken künftig erlaubt. Der Stadtrat der US-Hauptstadt stimmte am Dienstag einstimmig dafür, das Rauschmittel zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs oder Aids zuzulassen.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=41123)
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06.05.2010
Fettsäure verbessert Krebsmedikament 5-Azacytidin

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten, dass sich die Bioverfügbarkeit und das Wirkspektrum des Blutkrebs-Medikaments Azacytidin verbessert, wenn der Wirkstoff an eine Fettsäure gekoppelt wird.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4048)
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07.05.2010
Bayer beginnt Phase-III-Studie mit Regorafenib bei fortgeschrittenem Darmkrebs

Die Bayer Schering Pharma AG hat eine internationale Phase-III-Studie zur Untersuchung des Wirkstoffs Regorafenib (BAY 73-4506) bei Darmkrebs begonnen. In die Studie aufgenommen werden Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (colorectal cancer, CRC), deren Erkrankung trotz vorheriger Standardbehandlungen weiter fortschreitet. Regorafenib ist ein neuartiger, oral wirksamer Multi-Kinase-Inhibitor, der verschiedene Enzyme (Kinasen) des Tumorwachstums hemmt.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4049)
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07.05.2010
Weichteilsarkom: Hitze unterstützt Chemotherapie

München – Eine lokale Erwärmung des Gewebes kann Krebszellen abtöten. Dies macht sich die regionale Hyperthermie zunutze, die in einer randomisierten Phase-III-Studie in Lancet Oncology (2010 doi: 10.1016/S1470-2045(10)70071-1) erfolgreich bei Weichteilsarkomen angewendet wurde.

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=41151)
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07.05.2010
Krebsforschung: Einwanderung von Immunzellen in Tumore fördern

Tumore mit der körpereigenen Immunabwehr zu bekämpfen, scheint sich als vielversprechende Methode in der Krebstherapie abzuzeichnen. Ein großer Vorteil sind die geringeren Nebenwirkungen im Vergleich zur Chemotherapie. Mit dieser sogenannten immunologischen Tumortherapie konnten Mediziner bereits erste Erfolge in der klinischen Erprobung vorweisen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4053)
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10.05.2010
FIT-Studie beim follikulären Lymphom: neue PCR-Analyse

Der Vorteil der Konsolidierungstherapie mit 90Yttrium-Ibritumomab-Tiuxetan beim follikulären Lymphom (FL) wurde in der FIT-Studie anhand der Verbesserung des progressionsfreien Überlebens belegt. Eine quantitative PCR-Analyse (qPCR) der Studie zeigt nun einen weiteren Vorteil der Zevalin®-Konsolidierung: Der Antikörper führt bei 90 Prozent der initial bcl-2-positiven Patienten zur bcl-2-Negativität und parallel zu einer Verlängerung des progressionsfreien Überlebens auf über 40 Monate.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4057)
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11.05.2010
Ein Amino-Bisphosphonat reduziert Knochenmetastasen signifikant

Maligne epitheliale Tumorentitäten wie das Mammakarzinom metastasieren häufig in das Skelett. In dieser palliativen Situation ist nicht nur ein interdisziplinäres, sondern auch ein multimodales Therapiekonzept gefragt. Dabei spielt das Amino-Bisphosphonat Zoledronsäure (Zometa®) dank seiner evidenzbasierten Wirksamkeit und seines breiten Wirkspektrums in der systemischen Therapie ossärer Metastasen eine zentrale Rolle.

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31.05.2010
Prototyp eines Brustkrebs-Impfstoffs

Cleveland – US-Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der Mäuse vor einem Mammakarzinom schützte und bereits existente Tumore verkleinerte. Dies geht aus einer Publikation in Nature Medicine (2010; doi: 10.1038/nm.2161) hervor. Die Forscher hoffen, bereits im nächsten Jahr mit klinischen Studien beginnen zu können.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Juni 2010, 12:46:47
01.06.2010
Pflanzenbiochemie: Wirkstoffe gegen Krebs aus Algen

Algen sind in vielfacher Hinsicht lohnenswerte Objekte für die Suche nach neuen Ressourcen zur Gewinnung von Biomasse, Energie und bioaktiven Naturstoffen. Sie können unabhängig von Umwelteinflüssen und unter definierten Bedingungen in Bioreaktoren kultiviert werden. Dort wachsen sie das ganze Jahr über und - je nach Art - bis zu zwanzigmal schneller als Landpflanzen. Darüberhinaus produzieren sie eine enorme Vielfalt an biologisch wirksamen Sekundärstoffen, die andere Lebewesen nur ingeringer Menge oder gar nicht herstellen. Bisher fand man Substanzen in Algen, die entweder das Zellwachstum hemmen (Antikrebswirkung), die Bakterien, Viren oder Pilze abtöten oder Entzündungen heilen.

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02.06.2010
EAU-Kongress 2010: Histrelinacetat als erstes Jahres-Implantat bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom

Mit seinen zuverlässig niedrigen Testosteronspiegeln von unter 20 ng/dl kommt das Histrelin-Implantat Vantas® dem Therapieziel der maximalen medikamentösen Testosteronsuppression einen entscheidenden Schritt näher. ... Der erreichte Zielwert von 20ng/dl ist vergleichbar mit einer chirurgischen Kastration und blieb mit dem ersten verfügbaren Jahres-Implantat sogar über einen mehrjährigen Behandlungszeitraum zuverlässig konstant.

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07.06.2010
ASCO 2010: Phase II-Studie mit uPA-Inhibitor plus Gemcitabin beim Pankreaskarzinom

... Die Tumoransprechrate betrug in der Gruppe Gemcitabine allein 15,4 % und wurde durch die zusätzliche Verabreichung von 200 mg MESUPRON® auf 21,4 % und von 400 mg MESUPRON® auf 35,5 % erhöht. Das progressionsfreie Überleben konnte insgesamt um 66 % verbessert werden. In der Gruppe Gemcitabine allein waren nach 12 Monaten 16,2 % der Patienten auf Basis eines radiologischen Befundes nicht progredient. Durch die zusätzliche Verabreichung von 200 mg MESUPRON® erhöhte sich die progressionsfreie Überlebensrate auf 22,5 % und von 400 mg MESUPRON® auf 26,9 %. Die 1-Jahres-Überlebensrate stieg insgesamt um 49 %. ...

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11.06.2010
Pankreaskarzinom: Brokkoli-Inhaltsstoff Sulforaphan unterstützt wirksam die Krebstherapie mit Sorafenib

Sorafenib wird bei fortgeschrittenem Leber- und Nierenkrebs eingesetzt und scheint auch gegen Krebsstammzellen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs wirksam zu sein. Die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Ingrid Herr, Leiterin der Abteilung Molekulare OnkoChirurgie, einer Kooperationsgruppe der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, hat den neuen Wirkstoff an Mäusen und Pankreaskrebszellen getestet. Er hemmt die widerstandsfähigen Tumorstammzellen und zeigt sich besonders effektiv in Kombination mit Sulforaphan, einem pflanzlichen Inhaltsstoff des Brokkolis. Die Ergebnisse werden online in der Fachzeitschrift „Cancer Research“ veröffentlicht.

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14.06.2010
Intraoperative Radiotherapie bei Brustkrebs: einmalige Bestrahlung ausreichend

Langzeitdaten bestätigen den Erfolg der schonenden Behandlung. ... Bei der IORT wird noch während der Operation, nachdem der Tumor aus der Brust entfernt wurde, das Gewebe im Tumorbett einer einmaligen, relativ hoch dosierten und sehr gezielten Strahlentherapie unterzogen. ... Die Ergebnisse sind mit denen der Standard-Therapie – einer sechswöchigen Bestrahlung von außen – vergleichbar. Aufgrund der guten Behandlungsergebnisse erwarten die Ärzte, dass die Therapie für viele Patientinnen mit frühen Brustkrebsstadien langfristig deutlich schonender wird,...

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14.06.2010
T-Zellen greifen Tumore an

Cambridge – Die Ausschaltung eines Gens verwandelt Thymuszellen in universelle „Krebskiller“-Zellen, die in einer tierexperimentellen Studie in Science (2010; doi: 10.1126/science.1188063) Melanommetastasen verhinderten.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 28. November 2010, 17:14:46
14.06.2010
Intraoperative Radiotherapie bei Brustkrebs: einmalige Bestrahlung ausreichend

Bei den im Rahmen der Studie behandelten Patientinnen – ältere Frauen mit kleinen Tumoren in der Brust – trat nur in einem Prozent der Fälle innerhalb der ersten vier Jahre nach dem Eingriff am gleichen Ort erneut ein Tumor auf.

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18.06.2010
Potenzial für Brachytherapie bei Brustkrebs

... Es gibt allerdings Daten, die darauf schließen lassen, dass eine Bestrahlung der gesamten Brust bei ausgewählten Patientinnen nicht notwendig ist. Die sog. "Accelerated Partial Breast Irradiation (APBI)", eine partielle Bestrahlung der Brust, wird daher in klinischen Studien untersucht und könnte sogar durch eine Monotherapie ersetzt werden, welche die Brachytherapie mit Permanentimplantaten nutzt. Für die Patientin birgt die Behandlung mit Brachytherapie im Vergleich zur EBRT einen praktischen Vorteil: eine Verkürzung der Behandlungsdauer. ...

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18.06.2010
IgA-Antikörper für die Krebstherapie als neue Perspektive

Ob sich IgA-Antikörper auch für therapeutische Zwecke eignen, wurde bisher kaum untersucht, weil deren molekulare Struktur und das chemische Verhalten komplexer ist als bei den IgG-Antikörpern. Die Kieler Forscher wollen diese Lücke schließen und IgA-Antikörper für die Tumortherapie entwickeln.

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21.06.2010
Phase I-Studie mit dem MEK-Inhibitor WX-554 erfolgreich abgeschlossen

Der MEK-Signalweg ist in mehr als 30 % der Krebsarten außer Kontrolle. Das führt dazu, dass diese Tumorzellen unreguliert wachsen und sich ausbreiten können. Die Hemmung des MEK-Signaltransduktionsweges war dosisabhängig und wurde mit 1 mg WX-554 pro kg Körpergewicht vollständig blockiert.

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30.06.2010
Behandlung des ‚triple negativen’ Mammakarzinoms: PARP-Inhibitoren als neue Hoffnungsträger
er PARP-Inhibitor BSI-201 (PARP = Poly-ADP-Ribose-Polymerase) zeigte in der klinischen Phase II-Studie bei Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom bereits vielversprechende Ergebnisse und befindet sich aktuell in der Phase III-Prüfung.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 28. November 2010, 17:42:12
05.07.2010
Erfolgreiche Behandlung der therapieresistenten chronischen Leukämie mit allogener Stammzelltransplantation

Die Transplantation von Stammzellen eines gesunden Spenders (allogen) bietet eine Heilungschance für Patienten mit einer aggressiven Form der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL), und zwar unabhängig von genetischen Prognosefaktoren und dem bisherigen Verlauf der Erkrankung.

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06.07.2010
Neuronale Stammzellen greifen Glioblastome an

... Die Entdeckung der Tumorstammzellen hat auch zu neuen Konzepten in der Therapie von Glioblastomen gefüehrt. Die „normalen Krebszellen“ können mit Hilfe herkömmlicher Therapien (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) zerstört werden, was bei Tumorstammzellen kaum gelingt. Ziel ist es daher, Therapiekonzepte zu entwickeln, die diese Tumorstammzellen zerstören. Die Erkenntnisse aus den Mausexperimenten der Forscher in Berlin könnten einen neuen Weg aufzeigen, Tumorstammzellen in harmlosere Zellen umzuprogrammieren, die mit einer Therapie zerstört werden können.

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19.07.2010
Sorafenib: Prognosefaktoren und Kombinationsstrategien bei Leberkrebs / Vielversprechende Langzeitdaten bei Nierenkrebs

Die 2. Interimsanalyse der Studie START zeigt, dass die Kombination von TACE mit Sorafenib sicher und gut verträglich ist. Eingeschlossen waren 63 Patienten mit HCC vorwiegend Child-Pugh A. Sie wurden behandelt mit TACE (Tag 1) gefolgt von 400 mg bid Sorafenib (Tag +4 bis Tag -4). Bei 50 Patienten konnte das Ansprechen ausgewertet werden: Eine komplette Remission erzielten 18 Patienten, 30 eine partielle Remission oder Krankheitsstabilisierung, 2 Patienten waren progredient.

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28.07.2010
Protein aus Bakterien bekämpft Darmkrebs

Argyrin, ein Protein aus so genannten Myxobakterien, stoppt das Tumorwachstum und löst das Signal zum freiwilligen Selbstmord der Krebszellen aus. Derzeit läuft das Zulassungsverfahren, um den Wirkstoff in Zukunft als Medikament einsetzen zu können.

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03.08.2010
FDA stimmt Anwendung von Trabedersen bei hochgradigen Gliomen zu

Diese Genehmigung berechtigt das Unternehmen unter anderem zur Durchführung der Phase III-Studie SAPPHIRE an US-amerikanischen Kliniken. Darüber hinaus erlaubt sie auch weitere Studien mit Trabedersen bei anderen Formen des hochgradigen Glioms in den USA. Ziel der internationalen, randomisierten, aktiv kontrollierten Zulassungsstudie SAPPHIRE ist es, die vielversprechenden Ergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des Antisense-Wirkstoffes Trabedersen an Patienten mit rekurrentem oder refraktärem anaplastischem Astrozytom (bösartiger Hirntumor, WHO Grad III) aus vorangegangenen klinischen Studien zu bestätigen.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 28. November 2010, 18:33:53
09.08.2010
Forschung: Anti-Krebs-Gen für das Immunsystem

Eine Arbeitsgruppe um Prof. Thomas Blankenstein und Dr. Liang-Ping Li vom Institut für Immunologie am Campus Benjamin Franklin und dem Max-Delbrück-Centrum hat einen Weg gefunden, die Antennen bestimmter Immunzellen, der so genannten T-Zellen, zu schärfen. „Diese T-Zell-Rezeptoren sollen die Krebszellen künftig nicht mehr unerkannt links liegen lassen, sondern gezielt aufspüren“, erklärt Prof. Blankenstein. Nur dann kann das Immunsystem die Krebszellen zerstören. Die Forscher entwickelten ein Modell mit einem ganzen Arsenal von Antennen dieser Immunzellen des Menschen.

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23.08.2010
Impfstoff mit Medikamentenkombination bekämpft Melanome

Es handelt sich um eine Mischung aus mehreren Molekülarten, die in ihrer Kombination eine Melanom hemmende Wirkung entfalten. ... Enrico Garaci: "Bei unseren Tests haben wir festgestellt, dass sie nicht nur die Melanombildung hemmen, sondern gleichzeitig auch das menschliche Immunsystem unterstützen."

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17.09.2010
Photoaktivierbare Cytostatika: Platin plus Licht gegen Krebs

Nach wie vor ist die Forschung auf der Suche nach einer Krebstherapie, die effektiv Tumorzellen zerstört, umgebendes gesundes Gewebe und den Organismus aber schont. Ein interessanter Ansatz wäre ein lichtaktivierter Wirkstoff: Eine inaktive Vorstufe wird verabreicht, das kranke Gewebe gezielt bestrahlt und das Pharmakon so nur lokal in seine cytotoxische Form gebracht.

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28.09.2010
Klinische Phase-III-Studie mit neuartigem oralen Wirkstoff Afatinib beim fortgeschrittenen Brustkrebs

LUX-Breast 1 ist eine globale, offene, randomisierte Phase-III-Studie an Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom nach vorheriger Behandlung mit Trastuzumab, die eine Überexpression des HER2-Proteins aufweisen (HER2-positive Patientinnen). Die Studie untersucht, ob eine Behandlung mit Afatinib die Lebenserwartung bis zur Krankheitsprogression (progressionsfreies Überleben) gegenüber einer anhaltenden Behandlung mit Trastuzumab verlängern kann; ...

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 28. November 2010, 20:39:41
06.10.2010
Ausschalten der Treg-Zellen schaltet Immunsystem im Kampf gegen Krebs wieder scharf

Krebszellen locken Regulatorische T-Zellen (kurz: Tregs) an, die in der Lage sind, Immunantworten zu unterdrücken – und verhindern so, dass der Körper die bösartigen Tumorzellen erkennt und bekämpft. Die zielgenaue Ausschaltung dieser unterdrückenden Immunzellen hilft, Tumore in Mäusen zurückzudrängen.

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03.11.2010
Vielfältige potenzielle Einsatzmöglichkeiten für Azacitidin bei Myelodysplastischen Syndromen: Längere Dauer der epigenetischen Therapie verbessert Ergebnisse

... So verlängerte Vidaza® das Gesamtüberleben im Vergleich zur CCR-Gruppe signifikant um 9,4 Monate und verdoppelte beinahe den Anteil an Patienten, die zwei Jahre überlebten. Ein Überlebensvorteil bestand dabei in allen untersuchten Subgruppen (Alter, MDS-Subtyp, IPSS, Karyotyp, Zytopenie, Blastenanteil). Neben der Verlängerung der Zeit bis zur Transformation in eine AML, beruhte diese Überlegenheit auch auf einer deutlichen Verbesserung von Zytopenien, was sich z. B. im Anteil der Patienten widerspiegelte, die transfusions-unabhängig wurden ...

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12.11.2010
Brustkrebs: uPa/PAI-1-Test kann Chemotherapie ersparen

Ein tumorbiologischer Test könne dabei vielen Patientinnen, die keinen Lymphknotenbefall in der Achsel aufwiesen, eine Chemotherapie mit all ihren Nebenwirkungen ersparen. Die Zuverlässigkeit dieses sogenannten uPa/PAI-1-Test sei seit 2007 weltweit anerkannt. Doch bislang werde er in Deutschland nur von wenigen Krankenhäuser angeboten, vielen Frauen sei er nicht bekannt. Die Kosten für den Test von rund 400 Euro werden bislang von den Krankenkassen nicht übernommen.

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12.11.2010
Neues Verfahren zur Behandlung von Gallengangtumoren mit Lichttherapie

An der Klinik für Innere Medizin A des Universitätsklinikums Greifswald wurde Anfang des Jahres eine neue Behandlungsmethode eingeführt, die Tumorzellen direkt im Gallengang angreifen soll. Diese so genannte photodynamische Therapie (PDT) durch Laserlicht ist ein noch relativ neues Behandlungsprinzip, das insbesondere Patienten mit Gallengangkrebs besser helfen soll.

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24.11.2010
Krebsmedikament auf Basis körpereigener Proteine

Diese körpereigenen Proteine sind Bestandteile des angeborenen Immunsystems und töten sowohl Krebszellen als auch eingedrungene Mikroorganismen. Eine klinische Studie mit 22 Leukämie-Patienten (Akute Myeloische Leukämie) in der Klinik für Innere Medizin I im Universitätsklinikum Homburg/Saar mit dem Medikament „Oncohist“ zeigte bereits erste therapeutische Wirkungen und eine gute Verträglichkeit.

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25.11.2010
Tuberöse Sklerose-assoziierte subependymale Riesenzellastrozytome (TS SEGA): Zulassung für RAD001 bei der EMA beantragt

Der Antrag basiert auf den herausragenden Ergebnissen einer kürzlich im NEJMC veröffentlichten Phase-II-Studie, in der RAD001 das SEGA-Volumen und die Krampfanfall-Rate nach 6 Monaten Therapiedauer signifikant reduzierte. In den USA wurde die Substanz bereits durch die FDAD für die therapeutische Behandlung von TS-Patienten zugelassen, bei denen keine kurative chirurgische SEGA-Resektion möglich ist . In Europa steht TS-Patienten bislang noch keine zugelassene, medikamentöse Therapieoption zur Verfügung, die sich gezielt gegen die Ursache der Erkrankung richtet.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 09. Januar 2011, 12:57:08
29.11.2010
Deutsche Studie mit weltweit einzigartigen Ergebnissen für Hochrisiko-Patientinnen mit Mammakarzinom

Eine aufsehenerregende deutsche Studie konnte zeigen, dass es auch für Patientinnen in einer Hochrisikosituation mit mehr als 4 tumorös befallenen Lymphknoten mit einer intelligenten Therapiestrategie (ETC-Regime) hervorragende Heilungschancen gibt. Erst kürzlich wurden die Ergebnisse im renommierten Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

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01.12.2010
Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie: Radioaktive "Trojaner" zerstören aggressive Tumore

Eine vergleichsweise neue Methode der Krebsbekämpfung ist augenscheinlich erfolgreicher als gedacht: Einer aktuellen Studie zufolge lassen sich mit radioaktiven „trojanischen Pferden“ auch relativ rasch wachsende Tumore zerstören. Das zeigen Mediziner der Universität Bonn in einer Publikation, die in Kürze im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging erscheint. Die Ergebnisse sind bereits online abrufbar (doi: 10.1007/s00259-010-1610-2). Die so genannte Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie eigne sich allerdings nur im Kampf gegen bestimmte Krebsarten, ... (Anmerkung: Die guten Ergebnisse wurden bei neuroendokrinen Tumoren erzielt, teilweise auch bei als aussichtslos geltenden Fällen.)

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09.12.2010
Romiplostim reduziert Häufigkeit des Therapieversagens und Splenektomierate bei Patienten mit chronischer ITP signifikant

Amgen Inc. gab die Veröffentlichung der Ergebnisse der ersten Open-Label-Studie zum Vergleich von Romiplostim und Standardbehandlungen (SB) bei der Therapie von nicht splenektomierten erwachsenen Patienten mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) bekannt. Die Studienergebnisse, die am 10. November im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht wurden, zeigen, dass sowohl die Häufigkeit des Therapieversagens als auch die Notwendigkeit einer Splenektomie bei den mit Romiplostim behandelten Patienten geringer waren.

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13.12.2010
Kontinuierliche Behandlung mit Lenalidomid verbessert Primär- und Rezidivtherapie des Multiplen Myeloms wesentlich

...Wie Privatdozent Dr. Martin Kropff, Münster, erläuterte, hat die Kombination des Standardregimes aus Melphalan und Prednison (MP) mit den neueren Wirkstoffen Thalidomid (MPT) oder Bortezomib (MPV) zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens bei älteren und für eine ASCT ungeeigneten Myelom-Patienten geführt. Wie schon die Zulassungsstudien zeigten, kommt es unter beiden Regimen jedoch nicht selten zum Auftreten peripherer Neuropathien... In der Studie MM-0153 wurde daher Lenalidomid, das keine relevante Neurotoxizität aufweist, als kontinuierliche Therapie bei neu diagnostizierten Myelom-Patienten ≥65 Jahren untersucht. ...

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16.12.2010
Tumorimmunologie: Impfung bei Glioblastom entwickeln

Hirntumore gehören zu den besonders gefürchteten Krebsarten. Bei dem sogenannten Glioblastom überlebt nicht einmal die Hälfte der Betroffenen nach der Diagnose fünf Jahre oder länger. „Manche Hirntumoren haben noch immer ganz schlechte Heilungschancen“, bestätigt Privatdozent Dr. med. Carl Friedrich Classen, Oberarzt der kinderonkologischen Station der Rostocker Universitäts-Kinder- und Jugendklinik. Seit mehreren Jahren erforschen Dr. Classen und die Diplom-Biologin Christina Susanne Mullins deshalb mit ihrem Team die Möglichkeiten der so genannten Tumorimmunologie: Dabei geht es darum, körpereigene Kräfte gegen den Krebs zu mobilisieren. 

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16.12.2010
Strahlentherapie verhindert Rückfälle bei Mastdarmkrebs

Erhalten Patienten mit Mastdarmkrebs vor der Operation eine Strahlentherapie, sinkt die Rückfallrate deutlich. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie aus den Niederlanden hin. Durch eine präoperative Strahlentherapie verringerte sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor wiederkehrt, um mehr als die Hälfte.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4479)
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17.12.2010
Chronische Myeloische Leukämie: Nilotinib als neue Erstlinientherapie – Zulassung wird erwartet

Noch im Dezember 2010 wird mit der Zulassung von Nilotinib (Tasigna®) zur Behandlung von erwachsenen, neu diagnostizierten Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (Ph+ CML) in der chronischen Phase gerechnet. ... In der zulassungsrelevanten Studie ENESTnd (Evaluating Nilotinib Efficacy and Safety in Clinical Trials of Newly Diagnosed Ph+ CML Patients) hat sich Nilotinib im Vergleich zu Imatinib in wesentlichen Parametern als wirksamer erwiesen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4485)
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20.12.2010
Aufgerüstete Immunzellen sollen Krebszellen wirksam bekämpfen

Ausgestattet mit künstlichen Erkennungssystemen sollen Immunzellen an Schlagkraft im Kampf gegen Krebs gewinnen. Die Arbeitsgruppe um Niels Schaft und Jan Dörrie an der Hautklinik Erlangen hat dafür eine raffinierte Methode entwickelt: Nicht die künstlichen Erkennungssysteme selbst, sondern deren Bauplan, die sogenannte mRNA, schleusen sie in die T-Zellen des Immunsystems ein. Bislang erproben die Forscher die Methode noch an Modellsystemen.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4474)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 09. Januar 2011, 13:19:03
04.01.2011
Möglicher neuer Angriffspunkt gegen Metastasen entdeckt

Houston – Ein Protein, welches einen Phosphatrest an ein bestimmtes Enzym namens EZH2 anhängt, kann Metastasen einer Krebserkrankung verhindern. Derselbe Prozess verhindert jedoch nicht nur Karzinommetastasen, sondern ist auch für die Ausbildung von Stammzellen zu Knochenzellen verantwortlich. Die Autoren unter der Leitung von Mien-Chien Hung publizierten ihre Studie im Fachjournal Nature Cell Biology (doi:10.1038/ncb2139).

aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44123/Moeglicher_neuer_Angriffspunkt_gegen_Metastasen_entdeckt.htm)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 05. April 2011, 17:23:58
17.01.2011
Sunitinib erhält EU-Zulassung für fortgeschrittene pankreatische neuroendokrine Tumoren (pNET) bei Erwachsenen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA (European Medicines Agency) hat Sutent® (Wirkstoff Sunitinib Malat) am 29. November 2010 die Zulassung zur Behandlung nicht resezierbarer und/oder metastasierter, gut differenzierter pankreatischer neuroendokriner Tumoren (pNET) mit Krankheitsprogression bei Erwachsenen erteilt. (1) Damit ist Sunitinib seit 25 Jahren das erste Medikament, das bei dieser seltenen Krebsart (Inzidenz von zwei bis vier pro eine Million jährlich (2,3), eine EU-Zulassung erhält.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4523)
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18.01.2011
Malignes Melanom: Natürliche Killerzellen sollen Tumoren effektiv bekämpfen

Das Maligne Melanom ist die aggressivste Form des Hautkrebses. ... Doch die körpereigene Abwehr ist möglicherweise der Schlüssel zur Genesung: Die Wissenschaftler um Dr. Adelheid Cerwenka vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg möchten durch eine gezielte Stimulation des Immunsystems die Heilungsaussichten verbessern. So genannte Natürliche Killerzellen (NK-Zellen), eine besondere Form der weißen Blutkörperchen, sollen zum Tumor gelockt werden und diesen zerstören.

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20.01.2011
Morbus Cushing: Pasireotid könnte eine wirksame Therapieoption darstellen

Ursache eines Morbus Cushing ist Hypophysenadenom, das mit 2 Neuerkrankungen pro Million Einwohner und Jahr zu den seltenen Tumorerkrankungen zählt. Betroffen sind in 70% der Fälle Frauen. Aufgrund der Seltenheit und der zum Teil unspezifischen Symptomatik dauert es oft sehr lange (im Durchschnitt 6 Jahre) bis die Diagnose feststeht. Unbehandelt hat Morbus Cushing schwere kardiovaskuläre- und Stoffwechselstörungen zur Folge und führt zum Tod. Die aktuellen Ergebnisse der Phase-III-Studie PASPORT-CUSHINGS haben gezeigt, dass das Somatostatin-Analogon SOM230 (Pasireotid) die ACTH-Produktion und somit die Cortisolbildung effektiv hemmt und dadurch ein viel versprechender Wirkstoff zur Behandlung von Morbus Cushing ist.

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21.01.2011
Tuberöse Sklerose: Wirksamkeit von Everolimus in Phase-II-Studie bestätigt

Die Tuberöse Sklerose (TS) ist eine komplexe Systemerkrankung, die zur Ausbildung von Fehlbildungen und Tumoren in fast allen Organen führen kann. Die Symptomatik ist oft sehr unterschiedlich, wodurch die Diagnostik erschwert wird. Meist kommt es schon früh zu therapieresistenten Epilepsien, geistigen Behinderungen und zu Angiomyolipomen der Nieren. Die Inzidenz für TS beträgt in Deutschland 1:6000 Geburten. Bisherige Therapien beschränken sich auf die Behandlung der Symptome. Die Ergebnisse einer Phase-II-Studie haben gezeigt, dass der mTOR-Inhibitor RAD001 (Everolimus) eine erste zielgerichtete Therapieoption darstellt. Zwei Phase-III-Studien untersuchen nun weitergehend dessen Wirkung.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4534)
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24.01.2011
Ovarialkarzinom: Verlängerung des platinfreien Intervalls und Gesamtüberlebens mit Trabectedin

Durch eine Behandlung mit dem ursprünglich in marinen Seescheiden entdeckten Wirkstoff Trabectedin kann bei Frauen mit rezidiviertem Ovarialkarzinom das platinfreie Therapieintervall signifikant verlängert werden.

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26.01.2011
Salmonellen als Tumor-Killer

Salmonellen könnten zukünftig im Kampf gegen Krebs zu Verbündeten des Menschen werden. Denn die gefürchteten Krankheitserreger sind in der Lage, Tumorzellen abzutöten. Dr. Siegfried Weiß und seine Kollegen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig haben herausgefunden, wie die Bakterien in Tumoren einwandern und diese zerstören. Nun wollen die Forscher die immunologischen Botenstoffe identifizieren, die für diese Mechanismen verantwortlich sind, um die Einwanderung von Salmonellen in das Krebsgewebe gezielt stimulieren zu können.

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26.01.2011
ASH: Deferasirox beeinflusst myelodysplastische Syndrome positiv

Auf der 52. Jahrestagung der American Society of Haematology (ASH) in Orlando, Florida, USA, wurden die neuen Studienergebnisse der EPIC-Studie vorgestellt. Zum ersten Mal konnte in dieser großen Studie der positive Einfluss einer Therapie mit Deferasirox (Exjade®) auf das blutbildende System bei MDS-Patienten mit Eisenüberladung belegt werden.

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02.02.2011
ASH: Update der FIT-Studie beim follikulären Lymphom/ 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan-Konsolidierung verlängert progressionsfreies Überleben

Patienten mit fortgeschrittenem follikulären Lymphom haben von der First-line-Konsolidierungstherapie mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin®) einen anhaltenden Vorteil: Sie profitieren langfristig mit einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens um fast drei Jahre.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 05. April 2011, 17:48:46
31.01.2011
Amgen übernimmt BioVex/ Impfstoff für die Behandlung von fortgeschrittenen Melanomen und malignen Tumoren im Kopf- und Halsbereich

BioVex hat mit OncoVEXGM-CSF einen neuartigen onkolytischen Impfstoff in Phase III der klinischen Entwicklung, der sich als innovativer Ansatz zur Behandlung von Melanomen und malignen Tumoren im Kopf- und Halsbereich erweisen könnte. Die Übernahme umfasst auch einen Impfstoff für die Behandlung von fortgeschrittenen Melanomen und malignen Tumoren im Kopf- und Halsbereich, der sich in Phase III der klinischen Prüfung befindet.

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08.02.2011
pNET: Sunitinib verlängert progressionsfreies Überleben

Der Tyrosinkinasehemmer Sunitinib (Sutent®) wurde Ende November 2010 von der EU-Kommission für die Behandlung von Erwachsenen mit nicht resezierbaren und/oder metastasierten gut differenzierten pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) mit Krankheitsprogression zugelassen.

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23.02.2011
Kontinuierliche Gabe von Lenalidomid nach First-Line-Behandlung oder als Erhaltungstherapie nach ASCT reduziert Risiko für Progression oder Tod beim Multiplen Myelom um mindestens 50%

Die Erhaltungstherapie mit Lenalidomid nach einer autologen Stammzelltransplantation (ASCT) sowie die kontinuierliche Gabe nach einer First-Line-Therapie reduziert das Risiko für Progression oder Tod bei Patienten mit Multiplem Myelom (MM) um 50-60 Prozent. Dies belegen die aktualisierten Ergebnisse dreier Studien, die auf der 52. Jahrestagung der American Society of Hematology in Orlando vorgestellt wurden.

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01.03.2011
Rituximab-Erhaltungstherapie beim Follikulären Lymphom in allen Therapielinien zugelassen

Die Ergebnisse der PRIMA-Studie haben jüngst zur Zulassung des monoklonalen Antikörpers Rituximab (MabThera®) für die Erstlinien-Erhaltungstherapie des Follikulären Lymphoms durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA geführt. Die positiven ersten Resultate dieser internationalen Studie wurden Anfang Dezember 2010 durch aktualisierte Daten bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando untermauert. Sie zeigen, dass die Gabe von MabThera alle 2 Monate über 2 Jahre die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) signifikant verlängert und dabei das Rezidiv-Risiko etwa halbiert.

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04.03.2011
Sapphire-Studie rekrutiert Patienten zur Behandlung mit Trabedersen bei anaplastischem Astrozytom

Anaplastische Astrozytome sind schnellwachsende, bösartige Hirntumoren, die schwer zu bekämpfen sind. Die Klinik für Neurochirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sucht jetzt Patienten für die Teilnahme an der so genannten Sapphire-Studie. Teilnehmen können Patienten, die zwischen 18 und 70 Jahre alt sind, bei denen ein anaplastisches Astrozytom (WHO-Grad III) festgestellt wurde und deren Erkrankung nach Operation, Strahlenbehandlung oder Chemotherapie wieder auftrat oder trotz Behandlung weiter voranschreitet. „Mittels der so genannten Antisense-Technologie ist es heute möglich, die Bildung besonders tumorfördernder Eiweiße zu hemmen, die für den aggressiven Verlauf verantwortlich zu sein scheinen...

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09.03.2011
Virotherapie gegen Leberkrebs und Leberfibrose

Forscher der II. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der TU München (Direktor: Prof. Roland Schmid) haben eine Möglichkeit entdeckt, Leberzellkarzinome und Leberfibrosen gleichzeitig zu behandeln: Dr. Oliver Ebert und Dr. Jennifer Altomonte entwickelten die transarterielle VSV-Onkolyse, bei der ein für den Menschen unschädliches Virus verwendet wird, um Tumorzellen aufzulösen und gleichzeitig die chronisch geschädigte Leber zu behandeln.

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09.03.2011
Kombination von Chemotherapie mit Imatinib ist gut wirksame Alternative für Kinder mit akuter lymphatischer Leukämie ohne Stammzellspender

Pädiatrische Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver ALL erreichten im Rahmen einer Studie ein signifikant besseres ereignisfreies 3-Jahres-Überleben mit der Kombination Chemotherapie plus Imatinib im Vergleich zu Chemotherapie allein.

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14.03.2011
Rituximab-Erhaltungstherapie beim Follikulären Lymphom in allen Therapielinien zugelassen

Die Ergebnisse der PRIMA-Studie haben jüngst zur Zulassung des monoklonalen Antikörpers Rituximab (MabThera®) für die Erstlinien-Erhaltungstherapie des Follikulären Lymphoms durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA geführt. Die positiven ersten Resultate dieser internationalen Studie wurden Anfang Dezember 2010 durch aktualisierte Daten bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando untermauert. Sie zeigen, dass die Gabe von Rituximab alle 2 Monate über 2 Jahre die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) signifikant verlängert und dabei das Rezidiv-Risiko etwa halbiert.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: RalleGA am 14. September 2011, 19:34:55
Neue Krebs-Bestrahlungstherapie vorgestellt

Die Berliner Charité bietet als erste deutsche Uni-Klinik eine Bestrahlungstherapie für schwer zugängliche Tumore an.
Diese verspricht eine schnelle und präzise Behandlung.
Die Charité hat eine neue Krebs-Behandlungstherapie vorgestellt.
Bei dem CyberKnife genannten, robotergesteuerten Linearbeschleuniger trifft der Strahl das krebskranke Gewebe millimetergenau.
Deshalb könnten auch Tumore, die direkt neben dem Sehnerv oder nah am Rückenmark liegen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen mit hohen Dosen bestrahlt werden, erläutert der Radioonkologe Prof. Volker Budach.

Statt wochenlanger Bestrahlungszyklen seien oft nur ein bis drei Sitzungen von etwa einer Stunde Dauer nötig.
Das System ist in der Lage, selbst kleinste Bewegungen des Patienten oder des Tumors - zum Beispiel beim Atmen - nahezu zeitgleich zu berücksichtigen und den Behandlungsstrahl automatisch anzupassen.
Bislang beteiligen sich in Berlin aber die gesetzlichen Kassen nicht an den Kosten.

Weitere CyberKnife-Systeme sind in München, Güstrow und Soest in Privatpraxen im Einsatz.                                                                 

Fundquelle: Auszug -  „VOLKSSTIMME“ – September  2011                       
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. Oktober 2011, 23:06:46
21.03.2011
Komplementäre Tumortherapie - Modifiziertes Zitruspektin bei PSA-Rezidiv
Für Männer mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation und Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie prüfen Wissenschaftler der Klinik für Tumorbiologie Freiburg jetzt, ob sich für diese Patienten durch die komplementäre Behandlung mit modifiziertem Zitruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation erreichen lässt. Ziel ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern, Metastasen zu verhindern und die Überlebenszeit zu verlängern

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29.03.2011
Neuer Ansatz für die Therapie des Prostatakarzinoms mittels Nanotechnologie

Ein internationales Forscherteam um Dr. Rutledge Ellis-Behnke, Leiter des „Nanomedicine Translational Think Tank“ der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, hat eine Methode entwickelt, mit der Krebsstammzellen möglicherweise daran gehindert werden können, sich zu vermehren und zu metastasieren. Der Trick: Nanomaterialien, die die Krebsstammzellen in Gewahrsam nehmen.

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30.03.2011
Neue Therapieoptionen bei indolenten und Mantelzell-Lymphomen
Die Immunochemotherapie gilt heute als First-line-Standard bei indolenten Lymphomen. Bendamustin hat durch seine hohe Effektivität bei moderatem Nebenwirkungsprofil entscheidend zur Optimierung der Chemotherapie beigetragen. Dies gilt insbesondere bei den indolenten Lymphomen (iNHL) sowie bei Mantelzell-Lymphomen. In München stellten Experten die aktuelle Datenlage vor. Es hat sich gezeigt, dass Bendamustin plus Rituximab (B-R) im direkten Vergleich in randomisierten Studien anderen Immunochemotherapien wie CHOP-R oder F-R in der Primärtherapie sowie im Rezidiv überlegen ist. Interessanterweise profitieren jüngere Patienten mindestens genauso gut von B-R wie ältere.

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01.04.2011
Strahlentherapie beim Prostatakarzinom

Die Diagnose Prostatakrebs bedeutet heute für die Betroffenen nicht mehr automatisch eine Operation. In vielen Fällen können die Patienten durch Strahlenbehandlung geheilt werden.

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04.04.2011
Meningeosis neoplastica: Management einer permanenten Herausforderung

Die Aussaat von Tumorzellen in den Liquor ist bei Lymhomen und Leukämien sowohl bei Primärdiagnose als auch im Rezidiv mit einer schlechten Prognose und einem schlechten Behandlungsergebnis der Grunderkrankung verbunden. ... Mit liposomalem Cytarabin (DepoCyte®), das nur einmal in zwei Wochen intrathekal appliziert werden muss, steht eine effektive und patientenfreundliche Option zur Prophylaxe und Therapie einer Meningeosis neoplastica zu Verfügung.

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06.04.2011
EANM: Nuklearmedizin bietet neue Diagnose- und Behandlungsmethoden für Patienten mit neuroendokrinen Tumoren

... Neue nuklearmedizinische Methoden sorgen für eine verbesserte Diagnose und effiziente Behandlungsmöglichkeiten, teilt die European Association of Nuclear Medicine (EANM) mit. ... „Aktuellen Studien zufolge bewirkt diese Behandlungsmethode bei 70-80 % der Patienten einen Stillstand der Erkrankung oder sogar ein Schrumpfen des Tumors und einen Rückgang von Symptomen wie Durchfall und Schmerz. Wir können daher davon ausgehen, dass die Patienten sehr bald von weiteren Fortschritten in der nuklearmedizinischen Diagnose und Therapie profitieren werden“, versichert Prof. Buscombe.

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13.04.2011
Großzelliges Lungenkarzinom: Die Histologie steuert die Therapiewahl

Bei der Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) ist der histologische Befund entscheidend: Handelt es sich um ein Nicht-Plattenepithelkarzinom (Adeno- oder großzelliges Karzinom), rückt die Kombination Pemetrexed (Alimta®) plus Cisplatin in den Fokus. Denn mit dieser Zweifachkombination konnte eine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit erreicht werden, die sich bei Patienten mit Adenokarzinom auf mehr als ein Jahr erstreckte. Aber auch Patienten mit großzelligem Karzinom profitieren mit einem Zeitgewinn von plus 55 Prozent deutlich von der pemetrexedhaltigen Therapie.

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14.04.2011
Den Tumor enttarnen: Zuckerähnliches Molekül soll Aufbau einer Sialinsäure-Schutzschicht verhindern

In der Regel umgeben sich Tumore mit einer Art Tarnkappe. So sind sie für das körpereigene Immunsystem unsichtbar und vor Angriffen und Abbau geschützt. Prof. Dr. Werner Reutter und sein Forscherteam an der Charité Berlin wollen dem Tumor einen entscheidenden Baustein für diese Verschleierungstaktik entziehen – die Sialinsäure.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. Oktober 2011, 23:34:28
20.04.2011
Hirntumor im Kindesalter – Operation als Schlüssel zum Therapieerfolg

Hirntumoren sind nach der Leukämie die zweithäufigste Krebserkrankung im Kindesalter. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 300 bis 350 Kinder an einem Hirntumor. Sie haben die besten Heilungschancen, wenn es gelingt, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Die Operation sollte deshalb in Zentren mit einer hohen Expertise in der Chirurgie von Hirntumoren durchgeführt werden.

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27.04.2011
Stammzelltransplantation: bessere Überlebenschancen mit Qualitätsmanagementsystem

Die Transplantation blutbildender Stammzellen ist eine etablierte und erfolgreiche medizinische Behandlungsart. Sie ist komplex und immer noch mit einem substantiellen Risiko der Morbidität und Mortalität verbunden. Forschende des Kompetenzzentrums für Stammzelltransplantationen der Universität Basel («Basel Stem Cell Network») konnten im Rahmen eines Projekts zur Erarbeitung eines verbindlichen QMS in Europa und Nordamerika zusammen mit Kollegen der Europäischen Gruppe für Stammzelltransplantation in einer gemeinsamen Analyse von mehr als 100 000 Transplantationen zeigen, dass sich mit der Einführung eines QMS in Europa die Überlebenschancen der Patienten in akkreditierten Zentren um 10-15 % verbessern.

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05.05.2011
Mammakarzinom-Therapie: Genomischer Test erspart unnötige Chemotherapien

Mit dem genomischen Test Oncotype DX® lässt sich der potentielle Nutzen einer zusätzlichen Chemotherapie zu einer Antihormontherapie bei Patientinnen mit Östrogenrezeptor-positivem, nodalnegativem Mammakarzinom im Frühstadium ermitteln. Des Weiteren kann die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls bestimmt werden.

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09.05.2011
Neue Wirkstoffklasse Combretastatin-A -Analoga zur nachhaltigen Therapie bisher resistenter Tumorarten

Eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Rainer Schobert, Inhaber des Lehrstuhls für Organische Chemie I an der Universität Bayreuth, hat aufbauend auf der Grundlagenforschung zu pflanzlichen Naturstoffen eine konzeptionell neue Wirkstoffklasse entwickelt. Diese ist nach allen bisherigen, in Tier- und Laborversuchen gewonnenen Erkenntnissen geeignet, die medikamentöse Bekämpfung von besonders resistenten Krebsarten erheblich voranzubringen.

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13.05.2011
Kommunikation in Selbsthilfeforen fördert Therapieentscheidung bei Prostatakrebs

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs stehen verschiedene Therapien offen. Wenn sich Patienten über Internetforen austauschen, hilft ihnen das, sich für die individuell richtige Therapie zu entscheiden. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber, Assistenzarzt an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. med. Markus Hohenfellner) und seine Kollegen haben den Informationsaustausch im Internetforum einer Selbsthilfegruppe ausgewertet und analysiert, welche Faktoren dazu beitragen, den Patienten bei seiner Entscheidung zu unterstützen. Die Ergebnisse sind auch für die behandelnden Ärzte interessant: Sie können sie nutzen, um ihre Patienten besser zu beraten. Die Studie wurde im „British Journal of Urology International“ veröffentlicht.

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19.05.2011
Bortezomib bei multiplem Myelom: Durch gute Response zum längeren Therapie-freien Intervall

Experten aus aller Welt diskutierten auf dem 13. Internationalen Myeloma Workshop in Paris kürzlich Fortschritte in der Behandlung des multiplen Myeloms. Es wurde deutlich, dass der Proteasom-Inhibitor Bortezomib (Velcade®) eine zentrale Rolle in der Therapie des multiplen Myeloms spielt. Entscheidend für den langfristigen Therapieerfolg ist die Qualität des Ansprechens, die bei der Primärtherapie erzielt wird.

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23.05.2011
Immuntherapie: Innovatives Verfahren zur Behandlung von Glioblastomen

Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI entwickelt mit dem amerikanischen Unternehmen Northwest Biotherapeutics Inc. Herstellungsprozesse, um in Europa ein innovatives Therapieverfahren zur Behandlung von Glioblastomen zu etablieren.

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26.05.2011
Mit strahlenden Mikrosphären gegen Leberkrebs

Mit einem neuen Behandlungsverfahren wollen die Ärzte des Universitätsklinikums Jena den Leberkrebs bekämpfen: Kleine radioaktiv strahlende Kügelchen greifen den Tumor direkt im Körper an und sollen dort das weitere Wachstum aufhalten. Das innovative Verfahren der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) wurde jetzt erstmalig am UKJ angewandt.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 17. Oktober 2011, 18:35:39
30.05.2011
Konsolidierende Radioimmuntherapie mit Zevalin® beim follikulären Lymphom

Patienten mit neu diagnostiziertem, fortgeschrittenem follikulären Lymphom (FL) und objektiver Remission nach Induktionstherapie profitieren von einer konsolidierenden Radioimmuntherapie (RIT) mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin®). Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der FIT-Studie. Die RIT mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan belastet die Patienten nur wenig und bietet ihnen die Chance auf eine langes progressionsfreies Überleben (PFS)..

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06.06.2011
Phase-II-Studie zeigt für Lenvatinib eine Objektive Ansprechrate von 59 % bei Radiojodrefraktärem differenzierten Schilddrüsenkarzinom

Vorläufige Ergebnisse einer Phase-II-Studie, die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt werden sollen, zeigen eine objektive Ansprechrate (Objective Response Rate - ORR) des Eisai-Wirkstoff E7080 (Lenvatinib [USAN]) von 59% (34/58, 95% CI: 45-71)[2], bei Patienten mit fortgeschrittenem Radiojodrefraktärem differenziertem Schilddrüsenkarzinom.

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10.06.2011
Leukämie: Künstliche Antikörper regen körpereigene Abwehrkräfte an

Dem Körper den richtigen Impuls geben, damit er sich selbst heilen kann, so lautet das Credo der modernen Krebsbehandlung. Forscherteams um PD Dr. Bernhard Stockmeyer und Prof. Dr. Georg Fey am Universitätsklinikum Erlangen ist es gelungen, künstliche Antikörperderivate herzustellen, die mit dem Immunsystems gezielt Tumorzellen zerstören. Diese Immuntherapiemethode eignet sich insbesondere für die Behandlung von Blutkrebs. Sie soll nun präklinisch für den zukünftigen Einsatz am Patienten weiter entwickelt werden.

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08.06.2011
ASCO 2011: Neues Hochdosis-Chemotherapie-Regime verbessert das Überleben von Kindern mit schwer behandelbaren Neuroblastomen

Die randomisierte Phase-III-Studie HR-NLB-1 zeigte, dass Kinder mit einem Hochrisiko-Neuroblastom ein besseres ereignisfreies und Gesamtüberleben hatten mit der Kombination der myeloablativen Chemotherapeutika Busulfan und Melphalan (BuMel) im Vergleich zu einem anderen myeloablativen Regime aus den 3 Chemotherapeutika Carboplatin, Etoposid und Melphalan (CEM).

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08.06.2011
ASCO 2011: Verbessertes Überleben beim fortgeschrittenen Melanom mittels BRAF-Inhibitor

Die randomisierte, internationale Phase-III-Studie BRIM3 zeigte, dass Vemurafenib (auch bekannt als PLX4032), das auf die V600E-Mutation im BRAF-Gen abzielt, als erstes Medikament das Gesamtüberleben im Vergleich zur Standard-Chemotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom verlängerte. Es ist außerdem das erste Medikament, das progressionsfreies Überleben (PFS) und Ansprechrate bei diesen Patienten verbessert.

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14.06.2011
ASCO 2011: Myelofibrose – JAK-Inhibitor INC424 zeigt signifikanten klinischen Vorteil

Eine Myelofibrose ist eine Blutkrebserkrankung, charakterisiert durch verminderte Knochenmarkfunktion, Milzvergrößerung sowie Fatigue und Schmerzen. Patienten mit dieser lebensgefährlichen Erkrankung profitieren von dem oralen Janus-Kinase-Inhibitor (JAK-Inhibitor) INC424 (Ruxolitinib). In zwei Phase-III-Studien (COMFORT-II und COMFORT-I)* reduzierte sich durch eine Behandlung mit INC424 signifikant das Milzvolumen, ebenso verbesserten sich die Symptome im Vergleich zu anderen Therapien oder keiner Therapie

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16.06.2011
ASCO 2011: Adjuvantes Imatinib verlängert das Überleben bei GIST-Patienten

... Der Vergleich einer 36-monatigen mit einer 12-monatigen adjuvanten Imatinib-Behandlung bei Hochrisiko-Patienten ergab: 5 Jahre nach Therapiebeginn blieben 65,6% der länger behandelten Patienten rezidivfrei (vs. 47,9%; HR 0,46; 95%-KI 0,32-0,65; p<0,0001). Zu diesem Zeitpunkt lebten noch 92,0% der GIST-Patienten mit 36-monatiger Therapie (vs. 81,7%; HR 0,45; 0,22-0,89; p=0,019).

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16.06.2011
Konversionstherapie mit Bevacizumab: Chance auf kurative Resektion von Lebermetastasen und hohe 2-Jahres-Gesamtüberlebensrate

In die Phase-II-Studie wurden Patienten mit ausschließlich auf die Leber beschränkter Metastasierung aufgenommen, bei denen eine Resektion initial technisch nicht möglich war und/oder bei denen die Lebermetastasen zeitgleich mit dem Primärtumor diagnostiziert wurden. Auf die Kombination Bevacizumab plus CAPOX sprachen 78 % der Patienten an, eine Tumorkontrolle konnte bei 93% der Patienten erzielt werden. 40% der primär irresektablen Patienten wurden durch die Therapie resektabel (=operierbar). Das Regime wurde allgemein gut vertragen und es wurden keine perioperativen Komplikationen vom Grad 3/4 beobachtet.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 19. Oktober 2011, 20:12:31
20.06.2011
Bandwurmmittel Niclosamid stoppt Metastasen bei Mäusen mit Dickdarmkrebs – klinische Studien folgen

Ein Wirkstoff, der seit rund 60 Jahren als Medikament gegen Bandwürmer eingesetzt wird, wirkt offenbar auch gegen Metastasen bei Dickdarmkrebs. Das haben jetzt Untersuchungen mit Mäusen ergeben. Der Wirkstoff schaltet ein Gen aus, das bei Darmkrebs Metastasen auslöst. Das hat Prof. Ulrike Stein (Experimental and Clinical Research Center des Max-Delbrück-Centrums, MDC/Charité - Universitätsmedizin Berlin/) mit Prof. Robert H. Shoemaker (National Cancer Institute, NCI, Frederick, Maryland, USA) entdeckt (Journal of the National Cancer Institute, Vol. 103, Nr. 12, 2011)

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21.06.2011
EHA 2011: Mantelzell-Lymphom – Rituximab-Erhaltungstherapie verdoppelt krankheitsfreie Zeit

Die Dauer der Krankheitsremissionen, die mit einer Immunchemotherapie gegen das Mantelzell-Lymphom erzielt werden, kann durch eine Erhaltungstherapie mit dem Antikörper Rituximab mehr als verdoppelt werden. Diese ersten Ergebnisse einer europaweiten Studie zur Behandlung älterer Patienten mit Mantelzell-Lymphomen (MCL) stellte das Europäische Mantelzell-Lymphom Netzwerk (EMCLN) auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) in London vo

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29.06.2011
ASCO 2011: Hoffnung auf Heilung? Umfassender Ansatz optimiert die Therapie von aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen mit ZNS-Rezidiv

Nachdem PD Dr. Lars Fischer von der Charité Campus Benjamin Franklin, Berlin, erste Ergebnisse einer prospektiven Studie mit einem neuen multimodalen Konzept, bestehend aus intrathekaler Therapie mit liposomalem Cytarabin (DepoCyte®), systemischer Hochdosischemotherapie, und nachfolgender autologer Stammzelltransplantation (HD-ASCT) bei aggressiven Lymphomen mit ZNS-Rezidiv in der Sitzung Lymphome vorgestellt hatte, erläuterte er im Gespräch, welche Hoffungen die Forscher damit verbinden, und ob durch dieses Konzept möglicherweise eine Heilung für diese schwer zu behandelnde Erkrankung in Sicht ist.

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01.07.2011
ASCO 2011: Fortgeschrittenes NSCLC – First-Line-Therapie mit Erlotinib zeigt überlegene Wirksamkeit bei EGFR-positiven Patienten

Erlotinib (Tarceva®) verlängert signifikant das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und einer EGFR-Mutation in der First-Line-Therapie gegenüber einer Platin-basierten Chemotherapie. Das zeigen die Ergebnisse der EURTAC-Studie (European Tarceva Versus Chemotherapy Phase III Study), die auf dem diesjährigen ASCO vorgestellt wurde.

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06.07.2011
Neues System zur Therapie von Wirbelkörpermetastasen

Ärzte der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz haben weltweit erstmals ein neues System zur Behandlung von Wirbelkörpermetastasen eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination der sogenannten Radiofrequenz-Ablation – durch die Tumore mittels Hitze zerstört werden – und einer anschließenden Kyphoplastie, durch die die Wirbelsäule durch Auffüllen mit Knochenzement stabilisiert wird.

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06.07.2011
EHA 2011: Bortezomib bei multiplem Myelom: Anti-Myelom-Therapie plus Förderung des Knochenaufbaus

Anlässlich des 16. Kongresses der European Hematology Association wurden aktuelle Aspekte in der Therapie des multiplen Myeloms diskutiert. In einer Vielzahl von Studien hat der Proteasom-Inhibitor Bortezomib (Velcade®) seinen Stellenwert in der Behandlung des Myeloms gezeigt, so dass er zu den Standardbehandlungen gehört. Nach neuesten Erkenntnissen zum Wirkmechanismus kann Bortezomib aber nicht nur die Myelomzellen effektiv vermindern, sondern auch den Knochenaufbau fördern. Sogar eine Heilung von Knochenläsionen ist möglich, wie bildgebende Verfahren demonstrieren konnten.

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07.07.2011
Hohe Wirksamkeit bei mehr Lebensqualität – Capecitabin in der Therapie gastrointestinaler Tumoren

In der Behandlung gastrointestinaler Tumoren ist Capecitabin (Xeloda®) eine effektive Therapieoption mit einem günstigen Nebenwirkungsprofil. Anlässlich eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG präsentierte Prof. Dr. Ralf-Dieter Hofheinz, Interdisziplinäres Tumorzentrum Mannheim, aktuelle Daten zur (neo-) adjuvanten Therapie des lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinoms (LARC) und erläuterte das vorteilhafte Therapiemanagement des oralen Fluoropyrimidins.

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11.07.2011
Malaria-Medikament Artesunat aktiviert Krebszell-spezifischen lysosomalen Zelltod

Die aus einer Heilpflanze gewonnene Wirksubstanz Artemisinin kann nicht nur in der Malaria-Behandlung, sondern möglicherweise auch in der Krebsbehandlung Anwendung finden. Die zellulären Abläufe beim Abtöten von Brustkrebszellen mit Hilfe von Artesunat, einem Derivat des Artemisinin, haben Wissenschaftler des BioQuant-Zentrums der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) untersucht. Sie konnten zeigen, dass membrangebundene Zellorganellen, die sogenannten Lysosomen, und das dort vorhandene reaktive Eisen eine zentrale Rolle beim Artesunat-induzierten programmierten Zelltod der Krebszellen spielen

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 22. Oktober 2011, 17:02:25
14.07.2011
Brustkrebs: Chemokine aktivieren als Lockstoffe im Tumorgewebe die körpereigene Immunabwehr

Chemokine sind Botenstoffe, die Immunzellen zum Tumor locken können, damit diese das entartete Gewebe angreifen. Die Überlebenschance bei Brustkrebs ließe sich vermutlich erhöhen, wenn es gelänge, bestimmte Chemokine im Tumorgewebe in großer Konzentration anzusiedeln. Die Arbeitsgruppe um Dr. Holger Bronger und Prof. Dr. Manfred Schmitt an der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar untersucht in einem gemeinsamen Projekt mit dem Pathologischen Institut der TU München die molekularen Grundlagen der Bildung von CXCR3-Chemokinen im Brustkrebs.

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13.07.2011
Virus-Entzündung im Tumorgewebe ermöglicht effektive Immuntherapie

Eine effektive Immuntherapie gegen Krebs ist ein zentrales, bislang unerreichtes Ziel in der Krebsmedizin. Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gelang es jetzt, eine neuartige Immuntherapie gegen Krebs zu entwickeln. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im hochangesehenen „Journal of Clinical Investigation“.

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18.07.2011
Charité etabliert NanoTherm® Therapie bei Rückfällen von Gehirntumoren

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein neues Therapieverfahren an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Campus Virchow etabliert, welches ausgewählten Patientinnen und Patienten die Behandlung von rezidivierenden Gehirntumoren durch einen neuen nanomedizinischen Ansatz ermöglicht.

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15.07.2011
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein neues Therapieverfahren an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Campus Virchow etabliert, welches ausgewählten Patientinnen und Patienten die Behandlung von rezidivierenden Gehirntumoren durch einen neuen nanomedizinischen Ansatz ermöglicht.

Bristol-Myers Squibb gibt bekannt, dass YERVOY® (Ipilimumab) heute die Zulassung der Europäischen Kommission für die Behandlung von vorbehandelten erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenen, nicht-resezierbaren oder metastasierten Melanomen erhalten hat. YERVOY®, eine innovative Immuntherapie, zeigte in einer randomisierten doppelblinden Phase-III-Studie die Steigerung des 1- und 2-Jahres-Überlebens von 25 Prozent auf 46 Prozent bzw. von 14 Prozent auf 24 Prozent. Einige der Patienten waren noch nach drei bis vier Jahren am Leben. Die Studie wurde im Juni 2010 im New England Journal of Medicine publiziert.

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18.07.2011
JAK1/2-Inhibitor INC424 zeigt klinische Wirksamkeit bei Myelofibrose-Patienten in zwei Phase-III-Studien

Der orale JAK1/2-Inhibitor INC424 hat sich in zwei Phase-III-Studien zur Behandlung von Patienten mit Primärer oder Sekundärer Myelofibrose als wirksam erwiesen: In der europäischen Studie NCT00934544 kam es innerhalb von 48 Wochen bei 28,5% der Patienten unter INC424 zu einem Ansprechen, hingegen bei keinem Patienten unter bester verfügbarer Therapie (best available therapy, BAT) (p<0,0001).

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03.08.2011
Pankreaskarzinom: Shiga Toxin B Wirkstofftransporter

Forscher der Chirurgischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München haben eine innovative Strategie zur gezielten Behandlung von Pankreaskarzinomen mitentwickelt. Dabei konnte das Protein Shiga Toxin B als Wirkstofftransporter für Medikamente eingesetzt werden. Die Originalarbeit erscheint in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Molecular Cancer Therapeutics.

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12.08.2011
NET: Radioaktive Trojaner überlisten Knochenmetastasen

Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten. Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an neuroendokrinen Tumoren.

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16.08.2011
Winzige Magnete revolutionieren Krebstherapie

Magnete in der Größe von wenigen Millionstel Millimetern eröffnen neue Perspektiven für die Behandlung von Krebs. Diese Nanopartikel sind in der Lage, Krebsmedikamente im Tumor anzureichern oder die Geschwulst durch Wärme zu zerstören. Der Hals-Nasen Ohren-Mediziner Professor Dr. med. Christoph Alexiou aus Erlangen hat diese therapeutischen Ansätze maßgeblich erforscht.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 30. Oktober 2011, 13:55:35
10.08.2011
CML: Vorteile von Nilotinib in der Erstlinientherapie

Nilotinib führte im Vergleich zu Imatinib zu einem schnelleren und tieferen Ansprechen mit einer signifikant besseren guten molekularen Remission nach 12 und 24 Monaten, die über die Zeit bestehen bleibt. Auch bei Hochrisikopatienten war ein deutlicher Unterschied zu erkennen.

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12.08.2011
Neues Verfahren zur Behandlung von Eierstockkrebs

Die autologe Immuntherapie CVacTM basiert auf der Modifikation körpereigener Immunzellen. Tumorzellen entgehen auf verschiedene Weise der Immunabwehr. Das CVac-Verfahren modifiziert spezialisierte Immunzellen des Patienten, damit diese die Tumorzellen erkennen und verschiedene Abwehrmechanismen des Immunsystems aktivieren. Diese sogenannten Dendritischen Zellen werden dabei auf ein bestimmtes Protein (Biomarker) geprägt, das ausschließlich auf den Tumorzellen vorkommt. Das Immunsystem ist som

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26.08.2011
Aspirin verringert Lungenkrebsrisiko

Durch die tägliche Aspirineinnahme halbierte sich nahezu das Risiko, innerhalb von 20 Jahren an einem Adenokarzinom der Lunge zu versterben (HR 0,55, p=0,04). Hingegen zeigt sich kein Effekt auf das Plattenepithelkarzinomrisiko (HR 1,26, p=0,49) oder das Risiko für ein kleinzelliges Lungenkarzinom (HR 0,85, p=0,56). Da das Adenokarzinom der Lunge der häufigste Lungenkrebs ist, könnte Aspirin eine signifikante chemopräventive Wirkung haben.

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05.09.2011
T-ALL: Stopp-Signal für Leukämiestammzellen

Ein internationales Krebsforscherteam, dem auch Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum angehören, entdeckte, dass überaktive Signale eines Wachstumsfaktors die akute T-Zell-Leukämie fördern. Blockierten die Forscher den als IGF1 bezeichneten Faktor, stellten die Blutkrebszellen ihr Wachstum ein. Darüber hinaus verloren auch die besonders gefährlichen Krebsstammzellen ihre Fähigkeit, sich selbst zu erneuern. Bereits verfügbare Hemmstoffe des Wachstumsfaktors könnten dabei helfen, diese Form der Leukämie besser zu behandeln und Rückfälle zu vermeiden.

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06.09.2011
Hemmung der JAK-Kinase: Erste medikamentöse Therapieoption bei Myelofibrose

Die Myelofibrose ist eine chronische, klonale Stammzellerkrankung mit schlechter Prognose und zählt zu den seltenen Erkrankungen mit einer Inzidenz von 0,5 bis 15 pro 100.000 Einwohner/Jahr. Im Initialstadium meist asymptomatisch, kommt es im Verlauf zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Den ersten medikamentösen Therapieansatz bietet der JAK-1/2-Inhibitor INC424, der in zwei Phase-III-Studien bei Myelofibrose-Patienten eine klinische Wirksamkeit gezeigt hat.

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08.09.2011
Votubia® (Everolimus) zugelassen zur Therapie bei Tuberöser Sklerose assoziiert mit Subependymalem Riesenzellastrozytom

Die Europäische Kommission hat die EU-weite Zulassung für Votubia® (Everolimus; Studiencode RAD001) zur Behandlung von Patienten ab drei Jahren mit Tuberöser Sklerose assoziiert mit Subependymalem Riesenzellastrozytom (TSC SEGA) erteilt, die eine therapeutische Maßnahme benötigen, für die aber ein chirurgischer Eingriff nicht angemessen ist. Diese Entscheidung basiert auf Daten einer prospektiven Phase-II-Studie: Nach sechsmonatiger Therapie mit dem oral verfügbaren mTOR-Inhibitor Everolimus zeigten 75% der Patienten eine signifikante Reduktion des SEGA-Volumens von mindestens 30% (p<0,001). Bei 32% der Betroffenen verringerte sich das Tumorvolumen sogar um mindestens 50%.

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12.09.2011
Pflanzeninhaltsstoff senkt Sterblichkeit an ER-negativem Brustkrebs

Viele Untersuchungen schreiben den Phytoöstrogenen krebshemmende Eigenschaften zu. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum konnten nun erstmals nachweisen, dass die Substanzen bei Brustkrebs nach den Wechseljahren auch das Sterblichkeitsrisiko sowie das Risiko, Metastasen oder Zweittumoren zu entwickeln, um bis zu 40 Prozent verringern.

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27.09.2011
Medulloblastom: Regulatorisches Protein neuer Ansatzpunkt für Therapie

Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Der Krebs entsteht aus unreifen embryonalen Zellen und kann bislang nicht kausal behandelt werden. Wissenschaftler um Privatdozent Ulrich Schüller vom Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung der LMU konnten nun zeigen, dass das regulatorische Protein FoxM1 essentiell für das Wachstum der Tumorzellen ist. Dabei korreliert der FoxM1-Level signifikant mit der Überlebensdauer der Patienten

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Änderungen:
31.10.2011 - Formatierung korrigiert
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 01. November 2011, 20:19:28
27.09.2011
Abwehrzellen gegen Hautkrebs rüsten: Zelltherapie als Alternative zu Operation, Bestrahlung und Chemotherapie

Ärzte behandeln Krebstumoren bislang meist chirurgisch, mit Strahlentherapie, Medikamenten oder in einer Kombination dieser drei Verfahren. Wissenschaftler forschen intensiv an neuen Behandlungsmöglichkeiten. Die Zelltherapie könnte Basis neuer therapeutischer Strategien für die Zukunft werden: Gentechnisch veränderte Blutzellen können gezielt Krebszellen im Körper aufspüren und zerstören.

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28.09.2011
EMCC: BOLERO-2-Studie – Fortgeschrittener postmenopausaler Brustkrebs/ 7 Monate längeres PFS mit Everolimus plus Exemestan

Frauen mit fortgeschrittenem menopausalen Mammakarzinom, die resistent gegen Hormontherapie sind, können ihr Outcome signifikant verbessern, wenn zusätzlich zu Exemestan Everolimus gegeben wird, so das Ergebnis der BOLERO-2-Studie...

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07.10.2011
AML: Bessere Rezidivprophylaxe durch immuntherapeutisch wirksame Kombination

In der Therapie der AML gibt es nach wie vor einen großen Bedarf an neuen Therapien, um eine effektivere Rezidivprophylaxe zu erzielen. Dabei steht im Fokus die noch vorhandene minimale Resterkrankung (MRD) zu eradizieren. Dies gelingt offensichtlich durch die Kombination von Histamindihydrochlorid (HDC/Ceplene®) und IL-2 besser, denn diese Therapie kann immunvermittelt die restlichen myeloischen Leukämiezellen zerstören und dadurch ein Rezidiv der Leukämie verhindern.

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17.10.2011
Temsirolimus beim MCL: Praxisalltag bestätigt gute Studienergebnisse

Bei Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem Mantelzell-Lymphom ist die Wahl der Therapie entscheidend für den weiteren Verlauf der Erkrankung. Der Einsatz von Temsirolimus (Torisel®) könnte hier aufgrund der in Studien nachgewiesenen Wirksamkeit und Sicherheit, die sich im Praxisalltag bestätigt, zu einer Verbesserung der Behandlungssituation von Patienten beitragen, so das Fazit der Experten bei dem von Pfizer Oncology veranstalteten Pressegespräch anlässlich der diesjährigen DGHO in Basel

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24.10.2011
Onkolytische Viren und Immunzellen

Jeder dritte Krebspatient stirbt nach wie vor an seiner Krankheit. Daher werden neue Strategien zur Behandlung von Krebs dringend benötigt. Die Virotherapie ist eine neue therapeutische Strategie, bei der sogenannte onkolytische, also „krebsauflösende“, Viren die Tumorzellen gezielt infizieren und zerstören. Erste Untersuchungen in Patienten haben bereits gezeigt, dass diese neue Form der Therapie gut verträglich ist. Allerdings muss ihre Wirksamkeit noch verbessert werden.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5147)
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24.10.2011
Erfolgreiche Therapieansätze für triple-negative Mammakarzinome

Sorgenkinder unter den Mammakarzinomen sind vor allem die triple-negativen Tumoren. Denn sie haben keinen der klassischen therapeutischen Angriffspunkte. ... Vor allem triple-negative Tumoren scheinen nach Studienergebnissen in der neoadjuvanten Therapie auch durch zusätzliche Gabe von Neoangiogenesehemmern wie Bevacizumab zusätzlich zur Chemotherapie zu profitieren ...

www.aerztezeitung.de (http://www.aerztezeitung.de/medizin/med_specials/brustkrebs2011/article/675380/erfolgreiche-therapieansaetze-triple-negative-mammakarzinome.html)
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28.10.2011
Aspirin verhindert Darmkrebs

Was hilft Patienten gegen Kopfschmerz? ASS. Und wenn Ärzte sie gegen Darmkrebs wappnen möchten? Auch ASS verordnen, sagen jetzt Forscher. Ihr Ratschlag gilt aber nur für eine bestimmte Personengruppe. (Anm: Patienten mit HNPCC, Lynch-Syndrom!)

www.aerztezeitung.de (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/article/676395/aspirin-verhindert-darmkrebs.html)
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31.10.2011
Viren gegen Hirntumoren - Brückenschlag zwischen Forschung und klinischer Anwendung

Parvoviren können Krebszellen befallen und abtöten, verursachen aber beim Menschen keine Krankheit. Seit 1992 erforschen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum diese Viren mit dem Ziel, eine Virustherapie gegen gefährliche und kaum behandelbare Hirntumoren zu entwickeln. Diese Woche startete in der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg eine klinische Studie der Phase I/IIa, die erstmals die Sicherheit der Parvovirus-Therapie erprobt.

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Änderungen:
19.05.2012 - Formatierungsfehler behoben
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 19. Mai 2012, 17:24:35
11.11.2011
Neue Ansätze für frühe Therapien bei Leberkrebs

Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München sind maßgeblich an zwei Studien beteiligt, die die medizinische Behandlung von Leberkrebs grundlegend verändern könnten: Mediziner können den Aggressivitätsgrad des Tumors nun in sehr frühen Stadien bestimmen – und dadurch individuell therapieren. Die zweite Studie zeigt, durch welchen Mechanismus das Immunsystem prämaligne Leberzellen aus dem Körper entfernt – und eröffnet so eine Möglichkeit für einen neuen Therapieansatz.

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18.11.2011
Klinische Studie testet Sicherheit von Parvoviren bei bösartigem Hirntumor

An der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hat eine klinische Studie begonnen, bei der erstmals Krebspatienten in Deutschland mit vermehrungsfähigen, onkoloytischen Viren behandelt werden. Die klinische Studie der Phase I/IIa, für die ausschließlich Patienten mit einem Glioblastom-Rezidiv in Frage kommen, untersucht die Sicherheit der Virus-Therapie und hofft auf erste Hinweise für eine Wirksamkeit. Zum Einsatz kommen Parvoviren: Diese können Krebszellen befallen und zerstören; eine schädliche Wirkung beim Menschen ist nicht bekannt.

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23.11.2011
Neue Perspektiven für die Behandlung von Knochen- und Weichteiltumoren

Wissenschaftler der Kinderklinik des Klinikums rechts der Isar der TU München sind bei der Behandlung von bösartigen Knochen- und Weichteilsarkomen einen wichtigen Schritt vorangekommen. Ihnen ist es gelungen, T-Zellen aus gesunden Spendern zu entnehmen und zu vermehren. Diese Zellen sind in der Lage, eine spezifische Immunreaktion auszulösen, die sich gegen Tumorzellen des Ewing-Sarkoms richtet. Die Forschergruppe, die zur Wilhelm Sander-Therapieeinheit für Knochen- und Weichteilsarkome gehört, konnte in einem präklinischen Modell zeigen, dass die Tumore dadurch abgetötet werden.

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08.12.2011
Neuer Impfstoff gegen die Akute Myeloische Leukämie wird klinisch getestet

...Münchner Wissenschaftler haben erstmals das neue Wissen um beide Entdeckungen in die Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs gegen die akute myeloische Leukämie (AML) einfließen lassen. Dieser Impfstoff wird am Klinikum der Universität München von Mai 2012 an erstmals in einer Studie an Patienten nach einer Chemotherapie eingesetzt...

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14.12.2011
Komplementäre Tumortherapie - Modifiziertes Zitruspektin bei PSA-Rezidiv

Für Männer mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation und Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie prüfen Wissenschaftler der Klinik für Tumorbiologie Freiburg derzeit, ob sich für diese Patienten durch die komplementäre Behandlung mit modifiziertem Zitruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation erreichen lässt. ... An der Studie teilnehmen können Patienten mit einem biochemischen PSA-Rezidiv, das heißt Patienten, deren PSA-Wert auch nach Lokaltherapie weiter ansteigt.

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20.12.2011
Update Lebertumortherapie

Die Lebertumortherapie hat in den letzten Jahren dank moderner Verfahren eine starke Dynamik entwickelt. Mit der chirurgischen Resektion, Transplantation, interventionellen Verfahren sowie neuen systemischen Ansätzen steht ein breites Spektrum an Therapieoptionen zur Verfügung. Die verschiedenen Methoden sind als komplementär anzusehen und setzen daher eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit voraus. Auf der Fortbildungsveranstaltung „Update Lebertumortherapie“ des Universitätsklinikums Regensburg berichteten die Referenten über den aktuellen Stand, neue Forschungsergebnisse und klinische Interventionen sowie über die anzustrebenden Ziele und notwendigen Verbesserungen, damit das komplette Arsenal optimal zum Einsatz kommen kann.  ...

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09.01.2012
Abirateron: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen für Männer mit metastasiertem hormonrefraktären Prostatakrebs, für die Docetaxel nicht mehr in Frage kommt

Abirateron (Handelsname Zytiga®) ist seit September 2011 für Männer mit metastasiertem Prostatakrebs zugelassen, bei denen der Krebs durch eine Hormontherapie nicht mehr beeinflusst werden kann und während oder nach einer Therapie mit dem Zytostatikum Docetaxel weiter fortschreitet. ...

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11.01.2012
Wie Immunzellen Krebszellen zerstören - Forscher entschlüsseln Mechanismus

Wie effektiv ist eine Krebstherapie mit maßgeschneiderten Zellen des Immunssystems im Vergleich zu einer medikamentösen Therapie? ... Sie (Anm.: die Forscher) konnten zeigen, dass beide Methoden in Mäusen große Tumoren abtöten, doch zerstören die Immunzellen (T-Zellen) auch die Blutgefäße und so die Nahrungszufuhr der Tumoren. Dabei werden auch die Krebszellen abgetötet, die einer medikamentösen Therapie entkommen und für ein Wiederauftreten des Tumors verantwortlich sind. (Cancer Cell, doi10.1016/j.ccr.2011.10.019)*.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 19. Mai 2012, 18:09:12
11.01.2012
Studie zur Schluckimpfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs: Veränderte Bakterien stimulieren Immunsystem

Die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg bietet im Rahmen einer Studie erstmals eine Schluckimpfung zur Behandlung von Krebs an. Teilnehmen können Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom), der nicht operiert werden kann oder bereits Metastasen gebildet hat.

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11.01.2012
Catumaxomab – Zulassung für verkürzte Infusion

Als erster Antikörper einer neuen Generation machte Removab® (Catumaxomab) erstmals im April 2009 von sich reden, als er zur intraperitonealen Behandlung des malignen Aszites bei Patienten mit EpCAM-positiven Karzinomen zugelassen wurde. ... Jetzt hat die Europäische Kommission den Antikörper auch zur verkürzten Infusion bei der Behandlung des malignen Aszites zugelassen. Die Infusionsdauer reduziert sich dadurch auf die Hälfte. „Diese Verkürzung erlaubt, dass die Therapie problemlos ambulant durchgeführt werden kann“, betont Priv.-Doz. Helmut Oettle ...

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18.01.2012
Positive Phase-III-Daten zu Regorafenib bei mCRC zeigen signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit

Positive Daten der Phase-III-Studie CORRECT (Colorectal cancer treated with regorafenib or placebo after failure of standard therapy) zeigen, dass das Entwicklungspräparat Regorafenib von Bayer die Gesamtüberlebenszeit von Patienten mit metastasiertem Darmkrebs signifikant um 29% verlängern kann (HR=0,77, p=0,0052).

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09.02.2012
Anti-CD20-Antikörper-Einsatz bei metastasiertem Melanom zeigt bei erstem Patienten Erfolg

Es ist die Art von Entwicklung, die sich wohl jeder Wissenschaftler wünscht: Nach vier Jahren experimenteller Arbeit veröffentlichten Forscher der Uniklinik Köln und der Universität zu Köln im Februar 2011 ihre ersten Ergebnisse zu einer neuen effektiveren Therapieform bei Hautkrebs. Ein Krebs, an dem jährlich etwa 14.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Etwa ein halbes Jahr später begannen sie erstmals, einen Patienten mit der neuen Immuntherapie zu behandeln – mit äußerst vielversprechendem Ergebnis, wie sich jetzt herausstellt. ...

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21.02.2012
Pankreaskarzinom: MRK003 in Kombination mit Gemcitabin bewirkt Tumor-Nekrose im Maus-Modell

Wissenschaftler der University of Cambridge haben eigenen Angaben nach vielleicht eine neue Waffe im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs gefunden. Erste Tests einer experimentellen Kombination von Medikamenten sind vielversprechend verlaufen. Gemcitabin, ein in der Chemotherapie eingesetztes Medikament, setzt gemeinsam mit dem neuen Medikament MRK003 eine Reihe von Ereignissen in Gang, die zumindest bei Studien mit Mäusen am Ende zum Absterben der Krebszellen führen.

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24.02.2012
Vielseitige Nanopartikel gegen Krebs

Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus sieben europäischen Ländern erforschen Radiologen des Universitätsklinikums Jena die Anwendung von multifunktionellen magnetischen Nanopartikeln zur Detektion und Bekämpfung von Krebs. Versehen mit speziellen Antikörpern sollen die Eisenoxidteilchen die Krebszellen erkennen und sich zielgerichtet an sie anlagern, so dass zum einen auch kleinste Absiedlungen im MRT sichtbar werden. Zum anderen sollen die Partikel durch äußere Magnetfelder für eine Überhitzung der Zellen sorgen und mit zusätzlichen Wirkstoffen ausgestattet werden. Das auf vier Jahre angelegte Projekt zur vorklinischen Forschung wird mit knapp 10 Millionen Euro von der EU gefördert. ...

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27.02.2012
DKK 2012: Therapie metastasierter pankreatischer NET

... Everolimus verlängerte im Vergleich zu Plazebo signifikant das mediane PFS um das 2,4-fache – jeweils in Kombination mit Best Supportive Care (11,0 vs. 4,6 Monate; p < 0,0001). Darüber hinaus wurde das Risiko der Tumorprogression signifikant um 65% gesenkt (HR = 0,35; 95%-KI 0,27-0,45; p < 0,0001). (5) Unabhängig von einer vorangegangenen Chemotherapie verlängerte Everolimus signifikant das mediane PFS auf mehr als das Doppelte (11,4 vs. 5,4 Monate; p < 0,001). ...

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07.03.2012
Vandetanib zur Behandlung des aggressiven und symptomatischen medullären Schilddrüsenkarzinoms (MTC) in der EU zugelassen

...Die Marktzulassung von CAPRELSA® erfolgte auf Grundlage von Daten aus dem klinischen Studienprogramm der Phase III zu CAPRELSA®, darunter die Studie ZETA, eine doppelblinde Studie mit 331 Patienten (in einer 2:1 Randomisierung) mit fortgeschrittenem MTC, das progredient war und in andere Körperareale gestreut hatte. In dieser Studie wurde eine Reduktion von 54 % bezüglich des Risikos einer Krankheitsprogression im Vergleich zu Placebo nachgewiesen (Hazard Ratio 0,46; 95 % KI, 0,31–0,69; P<0,001). Häufig beobachtete Nebenwirkungen waren Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Bluthochdruck....

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 23. Mai 2012, 17:26:38
08.03.2012
Chemo-Staubsauger bekämpft Leberkrebs

Am Klinikum der J.W. Goethe-Universität sind Ende Februar zwei Patientinnen mit der Chemosaturation-Therapie behandelt worden. Die in den USA gemeinsam mit der Firma Delcath entwickelte Anwendung wurde zum ersten Mal in Deutschland und erst am zweiten Standort in Europa durchgeführt. Es handelt sich bei dem Verfahren um eine lokal begrenzte Chemotherapie. Das chemisch behandelte Blut der Leber wird über ein Kathetersystem abgesaugt, in einem Filter außerhalb des Körpers gereinigt und dann der Leber wieder zugeführt. Durch diese Vorgehensweise kann die Chemotherapie sehr hoch dosiert eingesetzt werden.

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14.03.2012
Bisher nicht operable sehr große Lebertumore oder mehrere verteilte Tumorknoten erstmals operativ entfernbar

Dem Universitätsklinikum Regensburg ist ein Durchbruch bei der Behandlung von Lebertumoren gelungen. Prof. Dr. Hans J. Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie, und seine Arbeitsgruppe haben eine Methode entwickelt, mit der sich bisher nicht operable sehr große Lebertumore oder mehrere verteilte Tumorknoten erstmals operativ entfernen lassen. In der März-Ausgabe der wichtigsten chirurgischen Fachzeitschrift „Annals of Surgery“ wird dieses Verfahren erstmals beschrieben.

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19.03.2012
Epigenetischer Behandlungsansatz: Antidepressivum Tranylcypromin plus Vitamin-A-Säure als neue Leukämie-Therapie?

Ein Antidepressivum in Kombination mit einem dem Vitamin A verwandten Wirkstoff kann als Therapie bei Leukämie wirksam sein. Dies hat eine internationale Forschungsgruppe herausgefunden, in der Einrichtungen aus London, Münster und Toronto kooperieren. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Medicine“ veröffentlicht.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5534)
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19.03.2012
Fortschritt im Kampf gegen Brustkrebs: Bei Früherkennung kann schonende intraoperative Einmalbestrahlung ausreichend sein

Die Deutsche Krebsgesellschaft verwies unlängst auf regelmäßige Untersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung. Fakt ist: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Besonders ältere Patientinnen mit frühem Brustkrebs haben nun weltweit die Chance auf eine neue und schonendere Therapieoption, bei der noch während der operativen Entfernung des Tumors punktgenau bestrahlt wird.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5539)
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20.03.2012
DKK 2012: Vandetanib beim medullären Schilddrüsenkarzinom zugelassen

Das medulläre Schilddrüsenkarzinom (MTC) zählt zu den seltenen Erkrankungen, jährlich gibt es in der EU nur etwa 500 Fälle. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Prognose für die Betroffenen sehr schlecht. Mit Vandetanib (Caprelsa®) gibt es nun seit kurzem die erste zugelassene Therapieoption für das lokal fortgeschrittene oder metastasierte MTC.

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23.03.2012
Glioblastome erfolgreicher behandeln mit einer Kombination aus Vitamin C und Strahlentherapie

Wissenschaftler der University of Otago in Wellington, Neuseeland, haben kürzlich herausgefunden, dass Hirntumorzellen wesentlich empfänglicher für Bestrahlung sind, wenn ihnen hochdosiertes Vitamin C verabreicht wird. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Malaghan Institute in Wellington durchgeführt und in der Wissenschaftszeitschrift "Free Radical Biology and Medicine" veröffentlicht.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5550)
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20.03.2012
DKK 2012: Aktuelle und zukünftige Ansätze in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren

Für die Behandlung von Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich stehen mehrere Therapieoptionen zur Verfügung. Wie bei vielen anderen Tumorerkrankungen kann die interdisziplinäre Zusammenarbeit das Therapieergebnis und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Über aktuelle und zukünftige Ansätze beim operablen Tumor sowie in der rezidivierten/metastasierten Situation diskutierten Experten auf dem diesjährigen 30. Krebskongress in Berlin.

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02.04.2012
Darmkrebs: Körperliche Aktivität verbessert die Heilungschancen

Erste epidemiologische Studien weisen darauf hin, dass sich die Überlebensprognose der Betroffenen, die an einem maßgeschneiderten Bewegungsprogramm teilnahmen, zwischen 14 und 47 Prozent verbessert. „Bisher existiert keine vergleichbare zusätzliche medikamentöse Behandlung, die diese Erfolgsraten aufweist“, erläutert Professor Dr. Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin an der Technischen Universität München. In weiteren Studien soll dies nun wissenschaftlich bestätigt werden.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 24. Mai 2012, 11:15:02
03.04.2012
Ruxolitinib bietet neue Chance für Myelofibrose-Patienten

Tyrosinkinase-Hemmer bieten Patienten mit Myelofibrose eine neue Behandlungschance. Das zeigt eine aktuell im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichte internationale klinische Studie, an der die Hämatologie und internistische Onkologie des Universitätsklinikums Leipzig maßgeblich beteiligt war.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5578)
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03.04.2012
Aktuelle AGO-Leitlinien: dreimal höchster Empfehlungsgrad für Vinorelbin

Zeigt sich nach zwei Zyklen mit dem sogenannten TAC-Schema (Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid) kein frühes Ansprechen, empfiehlt die AGO-Kommission einen Wechsel zu vier Zyklen Vinorelbin + Capecitabin. Diese neue Bewertung stützt sich auf die Daten der GeparTrio, eine Phase III-Studie, die auf dem SABCS 2011 vorgestellt wurde. So konnte in dieser Situation mit vier Zyklen Vinorelbin + Capecitabin gegenüber vier weiteren Zyklen TAC ein signifikant besseres krankheitsfreies Überleben bei besserer Verträglichkeit erzielt werden, was als Therapieoption in der Neoadjuvanz zu einem höheren therapeutischen Nutzen führt.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5582)
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04.04.2012
Weniger ist besser: Reduzierung der Chemotherapie für Patienten mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom

Wissenschaftler der Uniklinik Köln zeigen in einem heute "Online First" publizierten Artikel der Zeitschrift "The Lancet", dass Patienten mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom effektiver und nebenwirkungsärmer behandelt werden können, wenn man die bisherige Standardchemotherapie BEACOPPeskaliert von acht auf sechs Zyklen reduziert.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5591)
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10.04.2012
Dickdarmkrebs: Tumorwachstum durch RNA Interferenz-Technologie zum Stillstand gebracht

Eine wesentliche Schwierigkeit bei der Therapie von Krebserkrankungen besteht darin, gezielt das Tumorgewebe zu treffen, ohne dabei gesundes Gewebe zu schädigen. Dieses Problem geht Professor Jürgen Behrens an der Universität Erlangen-Nürnberg mit seinem Team an, indem er die molekularen Unterschiede zwischen gesunden und Tumorzellen nutzt. Den Forschern ist es gelungen, ein in Dickdarmtumoren verändertes Eiweiß, das APC, mithilfe der RNA Interferenz Technologie zielgerichtet auszuschalten. Das Wachstum der Tumorzellen kam dadurch zum Stillstand.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5601)
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11.04.2012
Gen hemmt Tumorwachstum

Hannover – Ein Gen mit bislang unbekannter Funktion hemmt offenbar das Wachstum von Glioblastomen. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Ruthild Weber von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in der Zeitschrift Brain (doi: 10.1093/brain/aws045).

www.aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49791)
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16.04.2012
Chemotherapie statt Stammzelltransplantation - Studie zur Therapie von Hochrisiko-Leukämie

...Die Überlebenschancen schwanken in Abhängigkeit bestimmter Charakteristika zwischen 15 und etwa 70 Prozent. Ganz neu war die Erkenntnis, dass etwa ein Viertel aller Erkrankten mit „anfänglichem Therapieversagen“ eine zehnjährige Überlebensrate von 72 Prozent allein mit Chemotherapie erreichen kann. Das war deutlich günstiger, als wenn die Blutstammzelltransplantation zum Einsatz kam.... Das renommierte „New England Journal of Medicine“ hat die Ergebnisse der Studie in der aktuellen Ausgabe (12. April 2012) veröffentlicht.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5616)
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17.04.2012
Prostatakarzinom: „Lumpektomie“ per Ultraschall

London – Die Erwärmung des Gewebes durch hochfrequente Ultraschallwellen kann genutzt werden, um Tumoren gezielt zu zerstören. In einer offenen Studie in Lancet Oncology (2012; doi: 10.1016/S1470-2045(12)70121-3) wurde die Therapie erfolgreich zur Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt, wobei nur Abschnitte des Organs behandelt wurden.

www.aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49873)
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25.04.2012
Tuberöse Sklerose: Everolimus greift als erste und einzige medikamentöse Therapie an der Ursache an

...75% der Patienten erreichten eine Verringerung des SEGA-Volumens um mindestens 30% und 32% der Patienten sogar um mindestens 50%. Alle Patienten profitierten von der Behandlung... Während der Behandlung musste bezüglich der SEGA keine Operation erfolgen und es traten keine neuen Läsionen auf. Auch kam es weder zu einer Verschlechterung noch zur Neubildung eines Hydrozephalus und es gab keine Anzeichen für erhöhten Hirndruck. Weiterhin wurde eine Besserung faszialer Angiofibrome und eine signifikante Reduktion epileptischer Anfälle beobachtet. Eine weitere Auswertung während der zeitlich unbegrenzten Extensionsphase der Studie zeigte, dass die Wirksamkeit von Everolimus auch nach einer medianen Therapiedauer von etwa drei Jahren erhalten blieb.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5634)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 24. Mai 2012, 11:39:26
25.04.2012
ASS könnte Heilung bei Darmkrebs unterstützen

Leiden – Acetylsalicylsäure (ASS) ist seit einigen Jahren als Mittel zur Krebsprävention in der Diskussion. Epidemiologen schreiben dem Mittel jetzt im British Journal of Cancer (2012; 106: 1564–1570) beim Kolonkarzinom sogar eine therapeutische Wirkung zu.

www.aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49985)
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04.05.2012
FIRM-ACT-Studie: Viererkombination neuer Therapiestandard für Nebennierenkrebs

Die Ergebnisse der Studie sind jetzt online im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Resultat: Eine Chemotherapie mit einer Kombination aus den vier Medikamenten Mitotane, Etoposid, Doxorubicin und Cisplatin erwies sich als deutlich effektiver als die Behandlung mit einer Zweierkombination aus Mitotane und Streptozotocin. Mit der Viererkombination lebten ein Jahr nach dem Beginn der Behandlung noch 26 Prozent der Patienten, ohne dass die Erkrankung in dieser Zeit weiter voranschritt. Mit der Zweierkombi waren es nur sieben Prozent. Bei der Viererkombination war zudem die Zahl der Patienten, bei denen sich die Tumormasse verkleinerte, deutlich größer.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5665)
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07.05.2012
EU-Zulassung für Pasireotid: Erste medikamentöse Therapie für Patienten mit Morbus Cushing

Eine Normalisierung des UFC-Wertes nach sechs Monaten erreichten 14,6% der Patienten im Studienarm mit 0,6 mg Pasireotid und 26,3% der Patienten mit der höheren Dosierung. Bei 34% der Patienten unter 0,6 mg und 41% der Patienten unter 0,9 mg Pasireotid kam es zu einer mindestens 50%igen Reduktion der UFC-Werte. Im Median wurde nach zwölf Monaten der UFC-Wert um zwei Drittel gegenüber dem Ausgangswert gesenkt (67,6% in der 0,6 mg bzw. 62,4% in der 0,9 mg Dosisgruppe). Unabhängig von der Dosierung zeigte sich ein schnelles Ansprechen: So konnten bereits nach ein bis zwei Monaten die Patienten identifiziert werden, die nicht auf die Therapie ansprachen. Einhergehend mit der Senkung der UFC-Werte verbesserten sich signifikant die klinischen Symptome der Patienten: So verringerten sich nach sechs Monaten Blutdruck und Körpergewicht. Zusätzlich reduzierten sich die Werte von Cholesterin und Triglyceriden. Mit sinkendem UFC-Wert verbesserte sich maßgeblich auch die Lebensqualität der Patienten.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5669)
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08.05.2012
Abnehmen bremst krebsfördernde Entzündungen

Übergewicht begünstigt Entzündungen, die als krebsfördernd gelten. Gemeinsam mit amerikanischen Kollegen untersuchte Cornelia Ulrich aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem NCT Heidelberg an übergewichtigen Frauen, ob sich die Entzündungswerte durch Sport und/oder Kalorienreduktion reduzieren lassen. Beide Lebensstilveränderungen waren hochwirksam: Kalorienreduktion allein oder in Kombination mit Sport senkte die Entzündungsparameter um mehr als ein Drittel und damit in vergleichbarem Umfang wie entzündungshemmende Medikamente. Gewichtsabnahme kann daher als wirkungsvoller Beitrag zur Krebsprävention angesehen werden.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5671)
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16.05.2012
Organerhaltende Behandlung von fortgeschrittenem Blasenkrebs: Radiochemotherapie weit wirksamer als alleinige Bestrahlung

An der britischen Untersuchung nahmen insgesamt 360 Patienten teil, deren Tumor schon in die Muskulatur der Blase vorgedrungen war. Sie wurden entweder nur bestrahlt oder erhielten zusätzlich noch eine Chemotherapie. Mit der Radiochemotherapie lebten zwei Jahre danach erfreulicherweise gut zwei Drittel der Patienten tumorfrei. Durch die kombinierte Therapie können die Ergebnisse gegenüber der alleinigen Bestrahlung um mehr als zehn Prozent weiter verbessert werden. Allerdings führte die zusätzliche Chemotherapie etwas häufiger zu Nebenwirkungen. Diese blieben jedoch auf die Dauer der Behandlung beschränkt, wie die Mediziner im „New England Journal of Medicine“ berichten. Die Harnblase konnte bei den meisten Patienten (nämlich bei etwa 85 Prozent) erhalten werden.

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: RalleGA am 04. Juni 2012, 13:41:47
Neue Therapie:

Die heißen Nadeln zerstören Krebszellen an der Wirbelsäule


Ärzte stellen in Magdeburg moderne Möglichkeiten der Behandlung bei Knochenmetastasen vor Krebsmetastasen in der Wirbelsäule können sehr schmerzhaft sein.
Linderung versprechen neue schonende Verfahren, über die niedergelassene und klinisch tätige Ärzte
aus Sachsen-Anhalt gestern auf einer Tagung im Universitätsklinikum Magdeburg diskutierten.

Wenn Menschen nach ihren größten Krankheitssorgen befragt werden, ergeben sich seit vielen Jahren prinzipiell ähnliche Ergebnisse.
Die Angst vor Krebs rangiert oftmals an vorderster Stelle.
Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Gebiet der Krebsmedizin viele Fortschritte erzielt.
Bessere Diagnostik und Kombinationstherapien erhöhen die Überlebenschancen bei einer ganzen Reihe von Tumorarten.
Und auch in den Fällen fortgeschrittener Krebserkrankungen, in denen keine Heilung mehr wahrscheinlich ist,
gibt es neue Therapien, welche die Lebensqualität verbessern.

Eine Operation ist nicht in jedem Fall möglich
Ein Beispiel dafür ist die Behandlung von Tumor-Absiedelungen (Metastasen).
Besonders oft von Metastasen betroffen ist die Wirbelsäule.
Die Krebszellen verdrängen das Knochenmark und zerstören schließlich das verkalkte Knochengerüst.
Der Knochen verliert dadurch seine Festigkeit und Tragfähigkeit und vor allem die Wirbel brechen unter dem Körpergewicht zusammen.
Die Folge können schmerzhafte Quetschungen der Nerven und des Rückenmarks bis hin zur QS-Lähmung sein.
Um das zu verhindern, wenden Mediziner seit vielen Jahren operative und strahlentherapeutische Verfahren an.
Vorteil der chirurgischen Intervention ist neben der Entlastung des Rückenmarks die Möglichkeit zur gleichzeitigen, schnellen Stabilisierung der Wirbel.
Doch nicht immer erlauben der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten und die Lage der Metastasen eine Operation.

Mögliche Alternativen sind dann eine mehrfache Strahlentherapie bzw. ein neues schonendes Verfahren -
die sogenannte Radiofrequenzablation.
Bei dieser Therapie wird unter Bildkontrolle dünne Nadeln durch die Haut an den Tumor heran geführt  und zerstören ihn durch Hitze von bis zu etwa 90° C.
Die Behandlung erfolgt unter Narkose und dauert nur etwa eine halbe Stunde.
Danach kann der betroffene Wirbelkörper durch Auffüllung mit sogenanntem Knochenzement -
einem bioverträglichen Kunststoff - wieder stabilisiert werden.
Nach durchschnittlich drei bis vier Tagen kann der Patient die Klinik schon wieder verlassen.
Die Radiofrequenzablation ist eine moderne Therapie, mit der wir bereits vielen Patienten geholfen werden konnten.
Wenn erforderlich, lassen sich so auch mehrere Wirbelgelenke in einer Sitzung behandeln.
Die Therapie kann Krebs, der bereits in den Körper gestreut hat, zwar nicht endgültig heilen,
wohl aber eine drohende Querschnittslähmung verhindern, lokale Beschwerden lindern und so zu einer besseren Lebensqualität beitragen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ April 2012
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: RalleGA am 28. April 2014, 09:53:13
Mehr Eiweiß und Fett:

Ernährungstipps für Krebspatienten


Eine Chemotherapie zermürbt - und lässt Betroffene oftmals viele Kilos verlieren.
Krebspatienten sollten etwas mehr Eiweiß und Fett zu sich nehmen als üblich,
wenn sie sich einer Chemotherapie unterziehen.
Denn der Stoffwechsel verändere sich durch die Therapie.
Der Körper könne in dieser Situation Eiweiße und Fette besser verwerten,
Kohlenhydrate hingegen nicht so gut wie sonst.

Allerdings: Es geht nicht ums Verzichten.
Patienten sollten also nicht versuchen, Kohlenhydrate ganz zu vermeiden.
Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Müsli oder Hülsenfrüchte seien weiterhin empfehlenswert.                                                             

Wichtig sei, dem Gewichtsverlust entgegenzuwirken, mit dem viele Betroffene während der Chemo- oder Strahlentherapie kämpfen.
Dazu gehörten eben mehr Eiweiße und Fette auf dem Speiseplan als bei gesunden Menschen.
Das bedeute z. B.: Nicht die Sahne weglassen, mit Walnuss- oder Rapsöl kochen und fettreiche Fische wie Makrele oder Lachs wählen.                                                                                                                   
Außerdem viel Obst und Gemüse essen.
Denn nicht nur die Vitamine darin sind wichtig:
Auch die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe.
Das sind Farb-, Geruchs- und Aromastoffe.
Diese Stoffe hätten eine stoffwechselschützende Wirkung, sie unterstützten das Reparatursystem des Körpers.                                                                                                       
Solche Stoffe werden auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten.
Davon ist aber abzuraten.
Die isolierte Einnahme dieser Pflanzenstoffe ist nicht empfehlenswert, denn es sei nicht nachgewiesen,
welche Wirkung sie in dieser Form hätten.         
 Nahrungsergänzungmittel sehen die Ernährungsexperten ohnehin skeptisch.
Denn sie können Wechselwirkungen mit der Therapie haben.
Deshalb sollten Patienten sie nur nach Absprache mit dem Arzt nehmen, falls z.B. ein Mangel an einem Nährstoff besteht.
Das größte Problem für Patienten in Chemotherapie ist jedoch nicht, was sie essen, sondern dass sie essen.
Oft kämpfen sie mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schluckbeschwerden.
Wenn es Essensgerüche sind, die Übelkeit bereiten, sollten Angehörige die Mahlzeit an einem anderen Ort zubereiten.
                                                                                   
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Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar 2014

Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 15. März 2015, 12:10:28
10.12.2014
Studie zur Schluckimpfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs: Veränderte Bakterien stimulieren Immunsystem

Die Europäische Kommission erteilte am 19. November 2014 die europaweite Zulassung für Signifor® (Pasireotid) zur  Behandlung von erwachsenen Patienten mit Akromegalie, für die ein chirurgischer Eingriff keine Option ist oder nicht kurativ erfolgreich war, und die unter der Behandlung mit einem anderen Somatostatin-Analogon unzureichend kontrolliert sind. Die Ergebnisse von zwei großen, randomisierten, zulassungsrelevanten Phase-III-Studien zeigten für das Multirezeptor-Liganden-Somatostatin-Analogon Pasireotid eine überlegene Wirksamkeit gegenüber Somatostatin-Analoga der ersten Generation.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7890)
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10.12.2014
ASH 2014: JAK-Inhibitor bessert Symptome bei Polycythaemia vera 

Der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) ist nicht nur bei der Myelofibrose (für die er bereits seit über zwei Jahren zugelassen ist), sondern auch bei der Polycythaemia vera einer herkömmlichen Therapie überlegen, wie die bereits beim ASCO-Kongress im Sommer vorgestellten ersten Ergebnisse der RESPONSE-Studie zeigen. Mittlerweile ist Ruxolitinib in den USA für Patienten mit Polyzythaemie zugelassen, die auf Hydroxyharnstoff nicht ausreichend ansprechen oder ihn nicht vertragen. ...

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15.12.2014
ASH 2014: EURO-SKI: Hohe Rate an therapiefreien Remissionen nach Absetzen von TKI bei CML

Die Einführung von Tyrosinkinaseinhibitoren hat die Prognose der chronischen myeloischen Leukämie dramatisch verbessert. Derzeit wird in mehreren kontrollierten Studien untersucht, unter welchen Bedingungen man die Therapie absetzen kann, ohne eine tiefe molekulare Remission wieder zu verlieren. Erste Interims-Ergebnisse der EURO-SKI-Studie (Stop TKI) des European LeukemiaNet zeigen, dass das offenbar bei mehr als der Hälfte der Patienten funktioniert, die lange genug in einer MR4 waren....

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13.12.2014
ALL: 78% der mit Blinatumomab behandelten Patienten ohne minimale Resterkrankung nach einem Behandlungszyklus

Amgen gab Daten aus der Phase 2-Studie BLAST bekannt, in der die bispezifische T-Zell-aktivierende (BiTE®) Immuntherapie BLINCYTOTM (Blinatumomab) bei Patienten mit minimaler Resterkrankung (minimal residual disease, MRD) einer akuten lymphatischen B-Zell-Vorläufer-Leukämie (ALL) untersucht wurde. 78% der Patienten, die im Rahmen der Studie mit BLINCYTOTM behandelt worden waren, erreichten nach einem Behandlungszyklus ein vollständiges MRD-Ansprechen (95% KI: 69-85%), ein Maß für die Beseitigung der Resterkrankung auf molekularer Ebene. Nahezu das gesamte vollständige Ansprechen (98%) ereignete sich im ersten Behandlungszyklus. ...

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15.12.2014
Komplette Remission mit Vismodegib bei jedem dritten Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom

Einen weiteren Beleg für die gute klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Erivedge® (Vismodegib) von Roche liefert eine aktuelle Interimsanalyse der globalen Sicherheitsstudie STEVIE mit Behandlungsdaten von mittlerweile 500 Patienten. Das zentrale Ergebnis: Etwa neun von zehn Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom sprechen auf die Behandlung mit Vismodegib an - bei etwa jedem dritten Patienten wird sogar eine komplette Remission erreicht. ...

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20.12.2014
Entwicklung an Uniklinik Würzburg: Anti-Leukämie-Wirkstoff Blinatumomab für den US-Markt zugelassen

Blinatumomab ist ein gentechnisch erzeugter Antikörper, der dem Immunsystem von Krebspatienten hilft, Tumorzellen zu erkennen und zu vernichten. Im Dezember dieses Jahres wurde er von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde Food and Drug Administration als reguläres Medikament zugelassen. ... Durch die FDA-Zulassung können jetzt Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie, die auf herkömmliche Chemotherapie nicht ansprechen oder einen Rückfall erleiden, in den USA auch außerhalb von Studien mit Blinatumomab behandelt werden.

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07.01.2015
ASH 2014: Erwachsene ALL-Patienten profitieren von pädiatrischen Chemotherapieregimen

Eine Intergroup-Studie weist darauf hin, dass erwachsene ALL-Patienten ein besseres Gesamtüberleben und ereignisfreies Überleben aufweisen, wenn sie mit den Regimen behandelt werden, die bei Kindern mit ALL eingesetzt werden. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7939)
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07.01.2015
Immunthrombozytopenie: Antrag auf Zulassungserweiterung für Eltrombopag bei FDA eingereicht

GSK hat für Eltrombopag (Promacta™) einen Antrag auf Zulassungserweiterung bei der FDA eingereicht zur Behandlung pädiatrischer Patienten ab 6 Jahren mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP), die auf Kortikosteroide, Immunglobuline oder Splenektomie ungenügend angesprochen haben.....

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7941)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 15. März 2015, 12:34:18
08.01.2015
ASH 2014: Neue Langzeitdaten zu Brentuximab Vedotin bei rezidiviertem/refraktärem sALCL

... Fast vier Jahre nach der ersten Dosis lag die geschätzte Überlebensrate bei 64%. 50% der Patienten mit kompletter Remission zeigten keinerlei Anzeichen einer Progression. Inzwischen wird der Einsatz von Brentuximab Vedotin in früheren Therapielinien bei CD30-positiven reifen T-Zell-Lymphomen, unter anderem bei sALCL, in klinischen Studien untersucht. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7946)
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09.01.2015
Sunitinib attackiert gezielt Tumorzellen im Gehirn

Neurochirurgen des Universitätsklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben eine neue Funktion eines Krebsmedikaments entdeckt: Bisher wird der Wirkstoff Sunitinib bei Bindegewebstumoren im Verdauungstrakt, sogenannten gastrointestinalen Karzinomen, und weit fortgeschrittenen Nierenkarzinomen eingesetzt. Die Ärzte stellten nun fest, dass das Medikament auch bei Hirntumoren wirksam ist. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7949)
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13.01.2015
Nicht-kleinzelliges Plattenepithelkarzinom der Lunge: CheckMate -017-Studie wegen Überlegenheit von Nivolumab gegenüber Docetaxel frühzeitig beendet

... Damit liegt für Lungenkrebs erstmals ein Beweis für einen Überlebensvorteil durch einen anti-PD1 Immun-Checkpoint-Inhibitor vor.

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7961)
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20.01.2015
Duftrezeptor in Leberkrebszellen nachgewiesen

Terpene als Hauptbestandteil ätherischer Öle können das Wachstum verschiedener Krebszellen hemmen. Wie genau sie das tun, haben Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt jetzt an Leberkrebszellen genau untersucht. Sie konnten die molekularen Mechanismen aufklären, die bei Anwendung von (-)-Citronellal zu einem Wachstumsstopp der Krebszellen führten und wiesen nach, dass der Duftrezeptor OR1A2 die entscheidende Schaltstelle dafür ist. Der Duftrezeptor könnte künftig als Ziel für Diagnostik und Therapie des Leberkrebses dienen....

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7972)
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22.01.2015
Sekundärer Pflanzenstoff Sulforaphan könnte therapeutische Bedeutung bei bestimmten Krebsarten haben

Forscher sagen, dass Sulforaphan, das beispielsweise in Brokkoli enthalten ist, in einer pharmakologischen Dosierung durch selektives Abtöten von Krebszellen einen therapeutischen Wert sogar bei metastasierten Karzinomen haben könnte, so die Autoren in Oncogenesis. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7980)
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23.01.2015
Die Förderung der Sauerstoffzufuhr zum Tumor als neuer radikaler Weg der Tumorbekämpfung vorgestellt

Um Tumore zu behandeln, reduzieren gängige Krebstherapien die Sauerstoffzufuhr zum kranken Gewebe. Nun gehen Ärzte des Schweizer Zentrums für Leber- und Pankreaskrankheiten am "UniversitätsSpital Zürich" (USZ) im Rahmen einer Studie einen völlig neuen Weg: Sie fördern die Sauerstoffzufuhr zum Tumor, statt sie zu verhindern. Ein von einem Nobelpreisträger mitentwickeltes vielversprechendes Medikament kommt dabei erstmals weltweit bei Patienten zum Einsatz. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7986)
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23.01.2015
ASCO GI 2015: Patienten mit gutem Vitamin-D-Status vor Beginn der Erstlinientherapie des mCRC leben länger

Prospektive epidemiologische Daten weisen darauf hin, dass hohe Spiegel von 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D) - der Vorstufe von biologisch aktivem Vitamin D im Körper - mit einem besseren Überleben der Patienten mit kolorektalem Karzinom (CRC) verbunden sind. Nach einer Analyse der Phase-III-Studie CALBG/SWOG 80405 leben auch Patienten mit bereits metastasiertem CRC länger, wenn sie vor Therapiebeginn hohe 25(OH)D-Plasmaspiegel aufweisen. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7989)
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27.01.2015
Aderhautmelanom: Immunstimulation wird in klinischer Studie getestet

Ein neuartiges Impfverfahren soll zukünftig die Heilungschancen von Patienten mit Aderhautmelanom bessern, bei dem sich sehr schnell neue Tumorabsiedlungen in anderen Organen entwickeln, die sich kaum noch behandeln lassen. Wissenschaftler der Universität Erlangen haben nun einen Impfstoff entwickelt, der das Immunsystem der Betroffenen dazu animiert, Jagd auf Tumoren zu machen. Derzeit untersuchen sie die Wirksamkeit ihres Verfahrens in einer klinischen Studie.....

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7995)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 15. März 2015, 13:15:37
30.01.2015
EMA gewährt Carfilzomib bei Multiplem Myelom ein beschleunigtes Verfahren sowie den Orphan Drug-Statu

Amgen und sein Tochterunternehmen Onyx Pharmaceuticals geben die Einreichung eines Zulassungsantrags bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für den Wirkstoff Carfilzomib zur Injektion (Kyprolis®) zur Behandlung von Erwachsenen mit rezidiviertem Multiplem Myelom, die mindestens eine Vortherapie erhalten haben, bekannt. Carfilzomib erhielt den Orphan Drug-Status für die Europäische Union, darüber hinaus gewährt die EMA eine beschleunigte Bearbeitung des Verfahrens. ...

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11.02.2015
Morbus Cushing: Silibinin aus der Mariendistel als neue, nicht-invasive Behandlungsstrategie

Silibinin ist für Menschen ausgesprochen gut verträglich und wird derzeit zur Behandlung von Lebervergiftung durch den Knollenblätterpilz verwendet. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München haben nun in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München entdeckt, dass Silibinin sowohl in der Zellkultur, in Tiermodellen als auch in menschlichem Tumorgewebe bei der Behandlung von Morbus Cushing erfolgreich ist. ... Künftig könnten die Patienten dank der neuen Behandlungsmöglichkeit auf eine Hirn-Operation verzichten....

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25.02.2015
Präzisionsgenfähren für gezieltes Ansteuern von therapierelevanten Zellen nach Injektion ins Blut

Der Transfer therapeutischer Gene gilt als vielversprechender Ansatz für die erfolgreiche Behandlung von genetischen Erkrankungen und Krebs. Bisher werden hierfür dem Patienten meist vorab die Zielzellen entnommen und nach Gentransfer wieder verabreicht. Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts ist es gemeinsam mit Kollegen aus Köln und Zürich gelungen, Gentransfer-Vehikel zu entwickeln, die im Organismus den therapierelevanten Zelltyp ansteuern und ein therapeutisches Gen übertragen. Dabei erfolgt der Gentransfer mit extrem hoher Selektivität. ...

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25.02.2015
Krebszellen mit Farbe besiegen/ Verbesserte Wirksamkeit von Antitumormitteln

Photodynamische Therapien haben sich als wirksame Alternative zur konventionellen Entfernung von Tumoren bewährt. In einer aktuellen Forschungsarbeit ist es einem internationalen Team vom Institut für Theoretische Chemie der Universität Wien gelungen, die Anlagerung von Methylenblau, eine der gängigsten Substanzen der Photodynamischen Therapie, an die DNA von Krebszellen zu simulieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse können dabei helfen, die Wirksamkeit des Stoffes zu erhöhen und damit den Heilungserfolg zu optimieren. ...

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02.03.2015
Romiplostim: Schnelles medianes Ansprechen und anhaltende Remissionen bei ITP

Aktuelle Studiendaten bestätigen die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Romiplostim (Nplate®) bei der Behandlung der chronischen immun-(idiopathischen) thrombozytopenischen Purpura (ITP) (1,2). Die Thrombozytenbildung wurde gesteigert und die Patienten, deren ITP-Diagnose ausnahmslos seit höchstens sechs Monaten bestand, erreichten hohe Ansprechraten von 93%. Parallel war auch die Chance auf anhaltende Remissionen erhöht, die nach Absetzen der Therapie von rund einem Drittel der Patienten (32%) erreicht wurden ...

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05.03.2015
Kann eine Krebsimpfung wirken? Neuer Test gibt Antwort

Viele Tumorimpfungen, die derzeit entwickelt werden, sollen das Immunsystem gegen veränderte Proteine der Krebszellen lenken. Jedoch können solche Impfungen nur dann wirken, wenn die Tumorzellen das krebstypisch veränderte Protein passend zurechtgeschnitten dem Immunsystem präsentieren. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg beschreiben nun einen Test, mit dem sie diese Grundvoraussetzung für die Wirksamkeit einer Tumorimpfung vorab überprüfen können....

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05.03.2015
Phase-III-Studie des Krebsmedikaments Eribulin bei Weichteilsarkomen zeigt positive Wirkung auf den primären Endpunkt "Gesamtüberleben"

Eisai gibt heute bekannt, dass die Phase-III-Studie (Studie 309) für Eribulin (Eribulin) bei Patienten mit Weichteilsarkom im Vergleich mit Dacarbazin eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens (primärer Endpunkt der Studie) aufweist. Bei keiner anderen systemischen Behandlung des lokal fortgeschrittenen bzw. metastasierten Weichteilsarkoms wurde bisher im Rahmen einer Phase-III-Studie eine Verlängerung des Gesamtüberlebens nachgewiesen. ...

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11.03.2015
Osteosarkom: Chemo- plus aktive Immuntherapie bessert die Prognose

Osteosarkome sind sehr selten und hochmaligne. Für die meist jugendlichen Patienten ist die Diagnose mit einer verheerenden Prognose verbunden. Dabei erhöhen sich ihre Chancen auf  Überlebensverlängerung deutlich, wenn sie nach Resektion des Tumors eine Chemotherapie in Kombination mit einer aktiven Immuntherapie erhalten.....

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 10. April 2015, 13:26:50
06.03.2015
Nanopartikel bringen Wirkstoffe gezielt zum Tumor

Neue präzisere Therapiemöglichkeiten bei Lungenkrebs erhoffen sich Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München (HMGU) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU): Sie haben dazu spezielle Nanotransporter entwickelt, die Wirkstoffe gezielt an ihrem Wirkungsort in der menschlichen Lunge freisetzen. Im Tumorgewebe der Lunge führte dieser Ansatz zu einer deutlich gesteigerten Effektivität derzeitiger Wirkstoffe, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift ACS Nano (doi: 10.1021/nn5070343). ...

www.aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62061/Nanopartikel-bringen-Wirkstoffe-gezielt-zum-Tumor)
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11.03.2015
Neuroblastom: FDA lässt Immun-Antikörper zu

Die US-Arzneibehörde FDA hat ein neues Medikament zur Behandlung des Neuroblastoms zugelassen, einem hochmalignen embryonalen Tumor im frühen Kindesalter. Patienten mit einer Hoch-Risiko-Variante des Neuroblastoms dürfen künftig mit dem Immun-Antikörper Dinutuximab behandelt werden, den der Hersteller als Unituxin vermarkten will. Der Hersteller hat auch bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur eine Zulassung beantragt.....

www.aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62114/Neuroblastom-FDA-laesst-Immun-Antikoerper-zu)
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16.03.2015
Metastasiertes Pankreaskarzinom: Kombination nab-Paclitaxel/Gemcitabin als Backbone eröffnet Aussichten auf neue Therapiekonzepte

... Die Kombination nab-Paclitaxel/Gemcitabin ist nun seit einem Jahr als - explizit einzige - Firstline-Therapie beim metastasierten Pankreaskarzinom zugelassen und hält international Einzug als neuer Backbone. Nun kommt Bewegung in die Therapie, Strategien werden entwickelt und weitere Kombinationspartner für nab-Paclitaxel/Gemcitabin evaluiert. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=8112)
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17.03.2015
Aggressiver Brustkrebs: Enzym Shp2 hebelt Zellschutzprogramm Seneszenz aus

...Jetzt hat die Forschungsgruppe von Prof. Walter Birchmeier vom Max-Delbrück-Centrum (MDC) entdeckt, dass ein Enzym, das bei Brustkrebs und Leukämien aktiv ist, dieses Schutzprogramm aushebelt und dadurch das Tumorwachstum ankurbelt. Mit einem Hemmstoff (small molecule) gelang es ihnen, bei Mäusen mit Brustkrebs das Enzym zu blockieren, damit das Schutzprogramm zu reaktivieren und das Krebswachstum zu stoppen. ...

www.journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=8116)
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18.03.2015
Mifamurtid beendet die Stagnation in der Behandlung des Osteosarkoms - Verbesserung des 6-Jahres-Gesamtüberlebens von 70 auf 78%

...Einen ersten bedeutenden Fortschritt seit langem bedeutete hingegen die Einführung von Mepact® (Mifamurtid). In einer Phase-III-Adjuvanz-Studie hat der Immunmodulator unabhängig vom Chemotherapieregime das Gesamtüberleben signifikant verlängert, wie auf einem "Meet the Expert - Behandlung des Osteosarkoms" im Vorfeld der Sarkomkonferenz in Münster dargestellt wurde...

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20.03.2015
Parvoviren als Ansatz für die Krebstherapie

Eine Ursache dafür, warum Parvoviren Krebszellen zerstören, nicht aber gesunde Zellen, haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) gefunden. Sie berichten darüber in der Zeitschrift Plos Pathogen (doi 10.1371/journal.ppat.1004703).....

www.aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62211/Parvoviren-als-Ansatz-fuer-die-Krebstherapie)
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22.03.2015
Morbus Hodgkin: Brentuximab konsolidiert Ergebnisse nach Stammzelltherapie

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Brentuximab, das gezielt die Sternberg-Riesenzellen des Morbus Hodgkin angreift, kann nach einer Stammzelltherapie das progressionsfreie Überleben verlängern. Dies zeigten die Ergebnisse einer interna­tionalen Studie im Lancet (2015: doi: 10.1016/S0140-6736(15)60165-9). ...

www.aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62242/Morbus-Hodgkin-Brentuximab-konsolidiert-Ergebnisse-nach-Stammzelltherapie)
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24.03.2015
Ruxolitinib erhält EU-Zulassung zur Behandlung Erwachsener mit Polycythaemia vera

Die Europäische Arzneimittelagentur EMAA hat Jakavi® (Ruxolitinib) die Zulassung zur Behandlung erwachsener Patienten mit Polycythaemia vera (PV), die resistent oder intolerant gegenüber Hydroxycarbamid sind, erteilt ....

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: RalleGA am 05. Dezember 2015, 10:41:43
Krebs wird mit Roboterhilfe entfernt –

Neue Therapien


Tumore im Dick- und Enddarm werden meist ohne großen Bauchschnitt entfernt


Hier mehr über Sicherheit und Qualität der Verfahren:           
Zu den häufigsten Krebserkrankungen in Sachsen-Anhalt zählt der Darmkrebs.
Rund 2.000 Neuerkrankungen diagnostizierten Ärzte im vergangenen Jahr.
Meist tritt der Tumor im unteren Darmdrittel auf – in Dick- und Enddarm.
Eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen ist die operative Entfernung des betroffenen Verdauungsabschnitts inklusive der naheliegenden Lymphknoten.

Bis vor etwa einem Jahrzehnt erforderte der Eingriff noch einen großen Bauchschnitt.
Inzwischen – das bestätigen viele Chirurgen auf der diesjährigen Tagung in Magdeburg –
können Tumoren im Bauchraum mit der gleichen Sicherheit auch minimalinvasiv entfernt werden.
Unterstützt werden die Ärzte dabei von modernster Robotertechnik.
„Über 50% der Operationen von Dick- und Enddarmkrebs erfolgten bei uns minimalinvasiv und mit Unterstützung modernster Robotertechnik“, informierte Prof. Dr. Karsten Ridwelski, Leiter des Darmkrebszentrums am Klinikum Magdeburg und diesjähriger wissenschaftlicher Tagungspräsident.

Entscheidend für den Erfolg des minimalinvasiven Eingriffs ist aber, dass dieser problemlos zu Ende gebracht werden kann. Ein Wechsel zur offenen Chirurgie nach Beginn des minimalinvasiven mit Robotertechnologie unterstützten Eingriffs erhöht hingegen das Risiko, dass der Tumor nicht vollständig entfernt wird.
Damit das nicht geschieht, ist vor jedem geplanten Eingriff eine umfassende Diagnostik erforderlich,
zu der neben Ultraschall und Computertomographie beim Enddarmtumor unbedingt auch ein MRT (Magnetresonanz-Tomogramm) gehören muss. Bei vielen Patienten wird die Operation zudem mit einer Strahlen- und Chemotherapie kombiniert – und das meist schon Wochen vor dem Eingriff. Diese sogenannte neoadjuvante Behandlung hat zum Ziel, den Tumor zu schrumpfen und ihn auf seine Entfernung im Rahmen einer Schlüsselloch-OP vorzubereiten. Das genaue Vorgehen wird meist in einer klinischen „Tumorkonferenz“ mit Strahlentherapeuten, Onkologen und Chirurgen festgelegt.                                                               

Bei einem akuten Darmverschluss oder bei inneren Blutungen durch den Tumor müssen die Chirurgen nach wie vor eine offene Operation durchführen. Sitzt der Tumor bei einem Enddarmkrebs sehr nah am Schließmuskel, müssen die Ärzte außerdem vorübergehend einen künstlichen Darmausgang (Stoma) legen.
Für die Dauer von 3-6 Monaten wird der Darminhalt dabei in einen Wechselbeutel am Bauch entleert.
Meist kann der Darmausgang nach der Heilung des Enddarms zurückverlegt werden,
so dass die Stuhlentleerung wieder auf natürlichem Wege möglich ist. Eine Ausnahme sind sehr tiefe am Schließmuskel gelegene Tumoren. Dann ist eine Operation mit einem endgültigen künstlichen Darmausgang unverändert notwendig.   

Die Ärzte auf der Mitteldeutschen Chirurgen-Tagung plädierten für eine schonende Darmspiegelung im Erwachsenenalter, auch wenn keine Symptome vorhanden sind. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Darmspiegelungen von Männern und Frauen ab dem 55. Lebensjahr. Sollte bei Verwandten ersten Grades ein Darmkrebs aufgetreten sein, sind frühere Kontrollen ratsam.                 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2015
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. Februar 2018, 11:47:37
Hallo @all,

an dieser Stelle ist lange nichts geschehen. Ich beginne, die Lücke, die sich hier bis heute ergeben hat, zu schließen.  ;-)

25.03.2015
XCR1-Rezeptor an dendritischer Zelle: Forscher entwickeln Impfverfahren gegen Tumoren

Impfen gegen schon bestehende Tumoren war bisher nicht erfolgreich - jetzt ist es einer Arbeitsgruppe am Robert-Koch-Institut Berlin gelungen, bestimmte Immunzellen so zu verändern, dass sie Tumorzellen eliminieren, wie es nach einer Impfung Viren im Körper geschieht. Die Impfung gegen Krebserkrankungen scheint jetzt in greifbarer Nähe. ...

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25.03.2015
Englerin-A aus der Rinde des Phyllanthus-Baums erhöht Kalziumkonzentration in Nierenkrebszellen und tötet diese ab

Amerikanische Wissenschaftler haben 2009 mehr als 30 Substanzen aus Phyllanthus engleri gewonnen und ihre Wirksamkeit auf Krebszellen analysiert. Demnach ist eine Variante von Englerin-A aus der Rinde des Baumes, das sogenannte (-)-Englerin-A, besonders wirksam gegen Nierenkrebszellen und einige andere Krebsformen. Im selben Jahr hat die Gruppe von Mathias Christmann, der heute an der Freien Universität in Berlin forscht, diese komplexe Verbindung synthetisch hergestellt. Dafür diente ein Inhaltsstoff des Öls der Katzenminze (Nepeta cataria) als Ausgangsstoff: das Nepetalacton - eine Substanz, die bei Katzen rauschhafte Erregungszustände auslöst. Das Nepetalacton ist also ein nachwachsender Rohstoff aus einer Pflanze, die leichter verfügbar ist als Phyllantus engleri...

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07.04.2015
DNA-Reparatur macht Krebszellen gegen Therapien resistent

Therapieresistente Tumoren sind die häufigste Todesursache bei Patienten mit metastasierten Krebserkrankungen. Ein Forscherteam unter Berner Leitung hat herausgefunden, wie gewisse Krebsarten diese Resistenz aufbauen - und wie man dies unterbinden kann. Damit könnte die Effektivität von Chemotherapien bei Brust- und Eierstockkrebs erhöht werden. ...

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07.04.2015
Nebennierenkarzinom-Studie: Linsitinib hilft bei nur sehr wenigen Patienten, diesen jedoch extrem gut

In einer vom Universitätsklinikum Würzburg und der University of Michigan in Ann Arbor/USA geleiteten Studie wurde das experimentelle Medikament Linsitinib bei 90 Patienten mit Nebennierenkrebs getestet. Nur vier der Patienten sprachen auf die Behandlung an - allerdings bemerkenswert gut. ...

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13.05.2015
Starthilfe für die körpereigene Tumorabwehr durch Bakterien

Bereits vor rund 150 Jahren beobachteten Mediziner einen positiven Einfluss von bakteriellen Infektionen auf Krebspatienten. Trotz vieler Fortschritte in den letzten Jahrzehnten blieb der große Durchbruch dieses Therapieansatzes noch aus. Ungeklärt war bislang, wie genau die Bakterien gegen den Tumor wirken und was die Rolle des Immunsystems in diesem komplexen Gefüge ist. Forschern am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist es jetzt gelungen, dies genauer zu beleuchten. ...

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10.06.2015
Individualisierte Immuntherapie: Neue immunologische Erkenntnisse und technologische Fortschritte ebnen den Weg

Mainzer Wissenschaftler haben auf dem Weg hin zu einer individualisierten Immuntherapie bei Krebs bedeutende Fortschritte erzielt: Sie identifizierten relevante genetische Veränderungen in verschiedenen Krebsarten - sogenannte Mutationen - und bestimmten deren Bauplan. Dies versetzt sie in die Lage, mit vertretbarem Aufwand maßgeschneiderte Krebsimpfstoffe zu produzieren. Diese ließen sich im Tiermodell bereits erfolgreich anwenden. Es kam zu einer effektiven Rückbildung und Heilung des Tumors...

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23.06.2015
Prostatakarzinom: G-BA bestätigt erneut beträchtlichen Zusatznutzen für Enzalutamid

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner gestrigen Sitzung die Entscheidung zum Zusatznutzen von Enzalutamid (XTANDI™) für den Einsatz bei erwachsenen Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom mit asymptomatischem oder mild symptomatischem Verlauf nach Versagen der Androgenentzugstherapie, bei denen eine Chemotherapie klinisch noch nicht indiziert ist, getroffen. Der Beschluss lautet: Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. ...

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31.07.2015
Morbus Gaucher Typ 1: Langzeitergebnisse bestätigen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Velaglucerase

Die Enzymersatztherapie (EET) mit Velaglucerase alfa (VPRIV®) hat sich in den vergangenen 5 Jahren als gut wirksame und gut verträgliche Behandlung des Morbus Gaucher Typ 1 bewährt. Wie neue Follow-up-Daten zeigen, können mit Velaglucerase alfa behandelte Patienten im Langzeitverlauf eine Stabilisierung und in vielen Fällen eine zusätzliche Verbesserung der Symptome erwarten ...

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. Februar 2018, 12:23:30
... wir schließen die Lücke...

04.08.2015
Oligometastasierung: Lokale Therapieverfahren bei Patienten mit limitierter Fernmetastasierung – eine Chance auf Heilung?

Die Diagnose Krebs ist besonders schwerwiegend, wenn sich bereits Metastasen im Körper gebildet haben. Durch neue und deutlich gezieltere Medikamente und Chemotherapien befinden sich Patienten heutzutage jedoch immer häufiger im sogenannten oligometastasierten Zustand. Darunter versteht man Krebspatienten mit einer limitierten Anzahl von Metastasen in wenigen Organen (zum Beispiel Leber und Lunge). ... Neue Studienergebnisse zeigen, dass bei Oligometastasierung die Überlebenswahrscheinlichkeit durch die Addition lokal-kurativer Behandlungskonzepte möglicherweise deutlich verbessert werden kann ...

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17.09.2015
Eltrombopag als neue Therapieoption für vorbehandelte Patienten mit schwerer Aplastischer Anämie

Mit der EU-Zulassung von Eltrombopag (Revolade®) steht erwachsenen Patienten mit erworbener schwerer Aplastischer Anämie, die entweder gegenüber einer vorangegangenen Therapie mit Immunsuppressiva refraktär oder stark vorbehandelt und für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, eine neue Behandlungsoption zur Verfügung. ...

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22.09.2015
Pankreaskarzinom: Neues Therapiekonzept basiert auf epigenetischen Mechanismen

Das Pankreaskarzinom ist eine der aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Tumorarten. Vor allem bei fortgeschrittenen Tumoren ist die hohe Therapieresistenz ein großes Problem. Forscher am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) haben hierzu in Kollaboration mit einem Team der Stanford Universität einen konzeptionell neuen Therapieansatz untersucht, der vor allem epigenetische Mechanismen einbezieht. Er zeigte Wirkung gegen Pankreas- sowie Lungenkarzinome im tierexperimentellen Ansatz.  ...

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29.10.2015
Tumortherapiefelder: Mit Strom gegen das Glioblastom?

Ein neuartiges Konzept zur Behandlung bösartiger Hirntumoren ist kürzlich in den USA zugelassen worden und darf gemäß EU-Bestimmungen auch in Deutschland zum Einsatz kommen. Einer ersten positiven Studie zufolge könnte das haubenartige Gerät, das auf der Kopfhaut getragen wird und Wechselstromfelder erzeugt, das Überleben von Patienten verbessern. „Von einem Durchbruch zu sprechen wäre allerdings übertrieben“, urteilt Prof. Wolfgang Wick von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Die bislang vorliegenden Daten seien zwar prinzipiell erfreulich, sie müssten aber in weiteren Studien bestätigt werden. ...

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30.10.2015
Starthilfe für die körpereigene Tumorabwehr durch Bakterien

Auf der Jahrestagung der DGHO sowie der österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie 2015 in Basel wurden auf einem von Eisai veranstalteten Pressegespräch zwei Medikamente diskutiert, die bei seltenen Krebserkrankungen zum Einsatz kommen können. Lenvatinib ist in der EU seit Mitte 2015 zugelassen für die Behandlung des fortgeschrittenen, radiojod-refraktären Schilddrüsenkarzinoms. Eribulin hat in einer Studie an Patienten mit Weichteilsarkom einen im Vergleich zu Dacarbazin signifikanten Gesamtüberlebensvorteil erzielt. Das nicht-taxanbasierte Zytostatikum Eribulin ist bereits zugelassen für lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs. Eine entsprechende Zulassungserweiterung ist beantragt. ...

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04.11.2015
Die Therapie des Multiplen Myeloms - Neue Substanzen, neue Optionen

In der Therapie des Multiplen Myeloms ändert sich gerade einiges, wie auf einem Satellitensymposium der Firma Janssen auf dem DGHO-Kongress deutlich wurde. Ein besseres Verständnis des Krankheitsgeschehens und der zugrunde liegenden Genetik haben zum einen zu einer aktualisierten Klassifikation der Multiplen Myelome geführt – davon berichtete PD Dr. Jens Hillengaß, Heidelberg. Und zum anderen hat das erweiterte Wissen die Entwicklung neuer Medikamente v.a. in der Rezidivtherapie ermöglicht. Hier stehen neben Proteasom-Inhibitoren wie Carfilzomib und Ixazomib, dem HDAC-Inhibitor Panobinostat, hauptsächlich die monoklonalen Antikörper Elotuzumab, Daratumumab oder Isatuximab im Fokus des Interesses...

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11.11.2015
Liquid Biopsy schon bald Standard – Flexible Anpassung der Therapie an den Tumor

Tumordiagnostik anhand von Blutproben ist ein rasant wachsendes Forschungsfeld. Therapeutisch besonders relevant ist die kontinuierliche Tumorkontrolle durch Liquid Biopsy, was eine frühzeitige Anpassung der Therapie erlaubt. Bösartige Tumoren setzen einzelne Tumorzellen sowie Teile ihrer Erbmoleküle (DNA, RNA) in das Blut frei. Diese Erbmoleküle sind je nach Tumortyp spezifisch verändert. Damit lässt sich in einer Blutprobe die genetische Signatur des Tumors nachweisen, die sich im Laufe einer Krebserkrankung ändern kann.. ...

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16.11.2015
Bengamide: Potenzielle Krebsmittel verfügbar

Ein terrestrisches Myxobakterium haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums jetzt als aussichtsreiche Quelle für die ursprünglich aus marinen Schwämmen isolierten Bengamid-Wirkstoffe identifiziert. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, bieten die nun neu zugänglichen Bengamid-Derivate ein großes Potenzial als Krebstherapeutika und vielleicht als Wirkstoff gegen Fettleibigkeit. ...

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. Februar 2018, 13:26:43
25.11.2015
FDA-Zulassung für Ixazomib zur Behandlung des Multiplen Myeloms

Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat NINLARO® (Ixazomib) zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen. Die Entscheidung der FDA basiert unter anderem auf Daten der Phase-III-Studie TOURMALINE-MM1 mit 722 Patienten in bislang 26 Ländern. ...

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Nachtrag: Seit dem 16. Januar 2017 auch in Deutschland verfügbar. Es verlängert das progresssionsfreie Überleben bei Erhalt der Lebensqualität um ca. 6 Monate. Siehe: www.journalonko.de (PDF) (http://www.myelom-deutschland.de/wp-content/uploads/2017/01/20170117_JO-Ixazomib-beim-Multiplen-Myelom-in-Deutschland-verfu%CC%88gbar-.pdf)
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08.01.2016
EU-Zulassung für Talimogen laherparepvec bei nicht resezierbarem, metastasiertem Melanom

Am 16.12.2015 hat die Europäische Kommission die Zulassung für IMLYGIC® (Talimogen laherparepvec, kurz T-VEC) zur Behandlung von Erwachsenen mit nicht resezierbarem, lokal oder entfernt metastasiertem Melanom (Stadium IIIB, IIIC und IVM1a) ohne Knochen-, Hirn-, Lungen- oder andere viszerale Beteiligung erteilt. Talimogen laherparepvec ist die erste onkolytische Immuntherapie, die in einer klinischen Phase III-Studie bei Patienten mit metastasiertem Melanom einen therapeutischen Nutzen gezeigt hat.  ...

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12.01.2016
Darmkrebs: Biomarker-gesteuerte Studien vielversprechend

In Abhängigkeit von ihrer Lage weisen Kolorektalkarzinome verschiedene Biomarker auf und sprechen möglicherweise unterschiedlich auf eine Immuntherapie an. Hinweise darauf lieferte eine Phase-II-Studie, die auf dem letzten ASCO für viel Aufsehen sorgte. Die internationale Studie MODUL untersucht jetzt Wirksamkeit und Sicherheit einer Biomarker-gesteuerten Erhaltungstherapie bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom in Abhängigkeit von ihrem Ansprechen auf eine Erstlinienchemotherapie.  ...

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11.02.2016
Midgut-NET: 177Lu-DOTATATE verbessert PFS und ORR

Eine erste Interimsanalyse der multizentrischen, randomisierten Phase-III-Studie NETTER-1, die auf dem Gastrointestinal Cancers Symposium (ASCO GI) 2016 präsentiert wurde, konnte zeigen, dass Patienten mit inoperablen, progredienten, Somatostatin-Rezeptor-positiven neuroendokrinen Tumoren des Mitteldarms (Midgut-NET) unter dem Somatostatin-Analogon 177Lu-DOTA0-Tyr3-Octreotate (177Lu-DOTATATE, Lutathera®*) plus 30 mg Octreotid LAR ein verlängertes progressionsfreies Überleben und eine höhere Ansprechrate hatten als unter Behandlung mit Octreotid LAR in einer Dosierung von 60 mg. Auch ein Trend hin zu einem verbesserten Gesamtüberleben zeichnete sich in der Zwischenauswertung der Studie ab. ...

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10.03.2016
Aktinische Keratosen: Frühe Feldtherapie bietet Schutz
Patienten mit aktinischen Keratosen (AK) sollten bereits im frühen Stadium und auch bei Einzelläsionen konsequent mittels Feldtherapie behandelt werden, um einen Übergang der AK`s in ein invasives Plattenepithelkarzinom zu verhindern. Nationale und internationale Leitlinien empfehlen den Einsatz des topischen Zytostatikums Ingenolmebutat (Picato®) sowohl bei multiplen Läsionen und Feldkanzerisierung als auch bei Einzelläsionen. Hauptziel ist hierbei die Minderung des Progressionsrisikos. Neben der Langzeiteffektivität zeichnet sich das Therapieprinzip durch eine gute Verträglichkeit und insbesondere durch eine adhärenzfördernde, kurze Therapiedauer aus. ...

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16.03.2016
Sport zeigt positive Wirkung bei Krebserkrankungen

Dass Sport sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt, ist allgemein bekannt. Ebenso kann Sport der Entstehung von Krebs entgegenwirken und sogar das Befinden von krebskranken Patienten während einer Strahlentherapie verbessern....

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31.03.2016
Thrombozytopenie: Bei TRPM7-Gendefekt Magnesium geben

Magnesium verbesserte die Blutgerinnung bei einem genetisch bedingten Defekt der Thrombozytopoese. Ein internationales Team von Wissenschaftlern konnte in Maus- und Patientenstudien nachweisen, wie Magnesium die Bildung von Thrombozyten beeinflusst und dass hierfür die TRPM7-Kanalfunktion von zentraler Bedeutung ist. ...

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03.05.2016
HIV-Medikament Maraviroc aktiviert Makrophagen auch bei metastasiertem Darmkrebs

Neue Immuntherapie bei metastasiertem Darmkrebs nutzt erstmals das angeborene Immunsystem: Wissenschaftler und Ärzte haben die Wirkung des HIV-Medikaments Maraviroc in präklinischen Laborversuchen und in einer anschließenden Studie an 14 Patienten mit metastasiertem Darmkrebs erfolgreich getestet....

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=9404)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: RalleGA am 10. April 2018, 08:51:17
Kann Fasten eine Chemotherapie unterstützen?

Dass Fasten bei Rheumaleiden (http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Rheuma-Fruehe-Behandlung-entscheidend,rheuma208.html)  und chronischen Zivilisationskrankheiten mitunter wie ein Medikament wirkt und die Therapie mit Arzneimitteln unterstützen kann, ist bereits seit einiger Zeit Gegenstand der Forschung.

Bei Krebsleiden galt Nahrungsverzicht dagegen bisher als tabu - nicht zuletzt, weil viele Krebspatienten gar nicht an der Krankheit selbst sterben, sondern an Mangelernährung.

Doch nun gibt es neue Hinweise, dass ein Nahrungsverzicht über wenige Tage die Verträglichkeit der Chemotherapie steigern könnte.
So zeigt eine aktuelle Studie an Frauen mit Brust- und Eierstockkrebs, dass eine Chemotherapie von den meisten Patientinnen besser vertragen wird, wenn sie 36 Stunden vor und 24 Stunden nach der Verabreichung der Chemotherapie fasten.

Fundquelle: NDR – Visite 27.03.2018  (http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Kann-Fasten-eine-Chemotherapie-unterstuetzen,fasten260.html)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. September 2018, 14:12:38
21.06.2016
CML: Erste Ergebnisse der Absetzstudien ENESTfreedom und ENESTop vielversprechend

In der ENESTfreedom-Studie konnten 51,6% der CML-Patienten mit Erstlinientherapie Nilotinib eine behandlungsfreie Remission (Treatment-free Remission, TFR) über 48 Wochen aufrechterhalten. Insgesamt 57,9% der CML-Patienten der ENESTop-Studie, die von Imatinib auf Nilotinib gewechselt hatten, waren 48 Wochen nach Absetzen der Behandlung therapiefrei.
www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=9600)
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21.07.2016
Brustkrebs im Frühstadium: Erhöht brusterhaltende Therapie lokales Rezidivrisiko?

Brustkrebspatientinnen unter 45 Jahre im Frühstadium, die brusterhaltend operiert und bestrahlt wurden, hatten ein um 13% höheres Risiko, ein lokales Rezidiv zu entwickeln als gleichaltrige Frauen mit Mastektomie ohne Bestrahlung, so das Ergebnis einer auf der ESTRO präsentierten, dänischen 20-Jahres-Daten-Studie. ... Das erhöhte auch das Mortalitätsrisiko. Bei Frauen über 45 Jahren zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=9716)
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22.07.2016
Fortgeschrittene systemische Mastozytose: 60% Ansprechen auf Midostaurin

In einer der größten und längsten Studien zur fortgeschrittenen systemischen Mastozytose (SM) erreichten 60% der Patienten unter Midostaurin eine vollständige oder teilweise Verbesserung krankheitsbedingter Organschäden ....

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=9717)
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06.09.2016
Ganzhirnbestrahlung zeigt bei Lungenkrebs-Patienten mit Hirnmetastasen lediglich unerwünschte Wirkungen

Bei Lungenkrebs-Patienten mit Hirnmetastasen ist eine Ganzhirnbestrahlung (WBRT) ineffektiv, so das Ergebnis einer Nichtunterlegenheitsstudie der Phase III, QUARTZ, mit 538 Patienten, die Forscher der Medical Research Council Clinical Trials Unit in Lancet veröffentlicht haben. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=9796)

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18.10.2016
Fortgeschrittenes Melanom: Langzeitüberlebensvorteil durch Dabrafenib und Trametinib

In der aktuellen 3-Jahres-Follow-up-Analyse der COMBI-v-Studie lebten noch 45% der mit  Dabrafenib (Tafinlar®) und Trametinib (Mekinist®) behandelten Melanom-Patienten gegenüber 31% der Patienten unter BRAFa-Inhibitor-Monotherapie ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=9956)
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17.11.2016
IQWiG: Beträchtlicher Zusatznutzen von Pembrolizumab beim NSCLC

... Aus der Studie KEYNOTE 010 ergeben sich beim patientenrelevanten Endpunkt Gesamtüberleben ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen, in der Endpunktkategorie Morbidität (Alopezie, Mundschmerzen und periphere Neuropathie) ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen und in der Kategorie Nebenwirkungen mehrere Anhaltspunkte für einen erheblich bzw. beträchtlich geringeren Schaden durch den neuen Wirkstoff.  ...

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17.11.2016
Immuntherapie: Erster Mensch mittels CRISPR-Cas9-editierter Zellen behandelt

Ein chinesisches Team hat am 28. Oktober 2016 einem Patienten mit metastasiertem NSCLC modifizierte Immunzellen verabreicht, bei denen zuvor mittels CRISPR-Cas9-Technik das für Protein PD-1-kodierende Gen ausgeschaltet worden war. Dies ist der erste Einsatz der CRISPR-Cas9-Technik beim Menschen. Die Zellen ohne PD-1 sollen den Krebs nun angreifen. Insgesamt sollen 10 Patienten in der Sicherheitsstudie 2-4 derartige Injektionen erhalten. ...

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25.11.2016
Zuverlässiger Genexpressionstest mit prognostischer und prädiktiver Sicherheit
70% der Brustkrebspatientinnen haben Luminal-A- oder -B-Tumoren, d.h. sie sind hormonrezeptorpositiv (HR+) und HER2-negativ (HER2-). Bei ihnen stellt sich die Frage, ob nach der Operation wirklich eine Chemotherapie erforderlich ist oder nicht. ...

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. September 2018, 14:41:37
22.12.2016
Studie verdeutlicht Bedarf eines rechtzeitigen Therapiebeginns bei Myelofibrose

Aktuelle Studiendaten, die anlässlich des 58. Jahrestreffens der American Society of Hematology (ASH) präsentiert wurden, liefern neue Erkenntnisse zu Krankheitslast, Risikofaktoren und zur Bedeutung einer effektiven Therapie dieser Erkrankungen; weiterhin stützen sie die Evidenz zur Wirksamkeit von Ruxolitinib ...

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11.01.2017
Krebsbekämpfung mit Diabetes- und Bluthochdruckmedikamenten

Mit einer Kombination aus dem Diabetesmedikament Metformin und Blutdrucksenker Syrosingopine konnten Krebszellen in vitro (Anm.: im Reagenzglas, nicht im lebenden Organismaus) effektiv bekämpft werden. ...

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16.01.2017
Mistelextrakt für die begleitende onkologische Therapie

... Eine aktuelle Studie belegt die positiven Effekte von Mistelextrakt auf die Parameter Schlaf, Schmerz und Fatiguen ....

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15.03.2017
Impfstoff gegen argentinisches Fieber bekämpft auch Tumoren

... Der verwendete Impfstoff wurde ursprünglich für eine Infektionserkrankung, das „argentinische hämorrhagische Fieber", entwickelt. „Wenn man ihn verabreicht, vermehrt er sich in den Tumorzellen und lockt die Immunzellen zum Tumor. Dann behindern sie dessen Wachstum; teilweise bildet er sich sogar ganz zurück ...

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28.04.2017
Malignes Melanom: Dendritische Zellen mit Tumorantigenen als Impfansatz vielversprechend

Wissenschaftler haben in einer klinischen Langzeitstudie einen immunologischen Impfstoff gegen metastasierenden schwarzen Hautkrebs erfolgreich getestet. Zum Einsatz kamen dabei dendritische Zellen, die mittels einer in Erlangen entwickelten Technik in großer Zahl aus dem Blut der Patienten gewonnen und mit speziellen Tumor-Erkennungsmerkmalen beladen wurden. ...

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29.06.2017
HSZT: Langzeitergebnisse bestätigen Anti-Human-T-Lymphozyten-Immunglobulin

... Vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) von passenden Fremdspendern erhielten die  Patienten eine myeloablative Konditionierung. Die Ergebnisse geben, bezogen auf einen Zeitraum von acht Jahren, Aufschluss über die Überlebenswahrscheinlichkeit und die  Wahrscheinlichkeit, dass keine immunsuppressive Therapie benötigt wird. In der Anti-Human-T-Lymphozyten-Immunglobulin(ATLG)-Gruppe lag diese bei 47%, in der Nicht-ATLG-Gruppe bei 11%.  ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=10834)
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14.07.2017
(r/r) cHL: Langzeitüberleben mit Hilfe von Brentuximab Vedotin

... Mit Brentuximab Vedotin können auch erwachsene Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem (r/r) cHL nach ASCT langfristig überleben oder haben möglicherweise sogar eine Chance auf Heilung, wie Experten bei einem von Takeda Oncology geförderten Symposium beim ICML 2017 in Lugano zeigten. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=10903)
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27.07.2017
AML: Midostaurin steht kurz vor der Zulassung in Europa
... Eine Einschränkung gibt es allerdings: „Midostaurin ist nur für Patienten zugelassen, bei denen Mutationen des FLT3-Gens vorliegen. Hiervon sind ungefähr 25 bis 30% der AML-Erkrankten betroffen“, so Döhner. Das vielversprechende Arzneimittel wurde im Rahmen der RATIFY-Studie unter Federführung von Prof. Döhner und Prof. Richard Stone vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston geprüft. In dieser Studie konnten die Autoren zeigen, dass sich die mittlere Überlebenserwartung von 25,6 Monaten auf 74,7 Monate verbessert, wenn das neue Medikament Midostaurin mit einer Chemotherapie kombiniert wird. ...

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. September 2018, 14:54:10
06.09.2017
Optimierte Planung für Radioembolisation beim Leberzellkarzinom

Die Radioembolisation ist eine Therapie beim Hepatozelluläre Karzinom (HCC), die sich weder operieren noch mit Chemotherapie erfolgreich behandeln lässt. Wichtig für ihren Erfolg ist eine möglichst fundierte Planung der Behandlung.  ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11000)
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18.09.2017
Orphan Designation für die orale T-Zell-Immuntherapie VXM01 zur Behandlung des Glioms

VXM01 hat von der Europäischen Kommission und der Behörde für Lebens- und Arzneimittel der Vereinigten Staaten (Food and Drug Administration, FDA) die Orphan Designation (Arzneimittel für seltene Leiden) für die Behandlung von Gliomen erhalten.  ...

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04.10.2017
CLL: Protein NFAT2 kann Übergang in aggressives Lymphom verhindern

Forscher am Universitätsklinikum Tübingen konnten das Protein NFAT2 als einen entscheidenden Faktor für den Verlauf der Chronisch-Lymphatische Leukämie (CLL) identifizieren. ....

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18.10.2017
Nilotinib-Absetzstudien zeigen Weg zur möglichen Therapiefreien Remission für CML-Patienten

Nilotinib (Tasigna®) bietet mehr Patienten hohe Remissionstiefen und damit die Möglichkeit zum Absetzen der Therapie: die Therapiefreie Remission (TFR) (1-3). Aktuelle Daten der Nilotinib-Absetzstudien ENESTfreedom* und ENESTop** unterstreichen, dass CML-Patienten eine TFR langfristig aufrecht erhalten können ...

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20.10.2017
NSCLC: G-BA erkennt beträchtlichen Zusatznutzen für Osimertinib an

... Die AURA3-Studie bestätigt Osimertinib aufgrund überzeugender Wirksamkeit und Verträglichkeit als neuen Behandlungsstandard in der Zweitlinientherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC und einer positiven T790M-Mutation des EGFR-Rezeptors. Ab dem 1. November 2017 wird Tagrisso® auf dem deutschen Markt wieder regulär verfügbar sein. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11163)
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29.06.2017
HSZT: Langzeitergebnisse bestätigen Anti-Human-T-Lymphozyten-Immunglobulin

... Vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) von passenden Fremdspendern erhielten die  Patienten eine myeloablative Konditionierung. Die Ergebnisse geben, bezogen auf einen Zeitraum von acht Jahren, Aufschluss über die Überlebenswahrscheinlichkeit und die  Wahrscheinlichkeit, dass keine immunsuppressive Therapie benötigt wird. In der Anti-Human-T-Lymphozyten-Immunglobulin(ATLG)-Gruppe lag diese bei 47%, in der Nicht-ATLG-Gruppe bei 11%.  ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=10834)
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05.12.2017
Dauerhaftes Ansprechen von genetisch veränderten Tumoren bei an Krebs erkrankten Kindern durch Larotrectinib

...  "Die nahezu 100%ige Ansprechrate von Larotrectinib und die überzeugende Dauer des Ansprechens bei an Krebs erkrankten Kindern, deren Tumore TRK-Fusionen aufweisen, wird wahrscheinlich die Behandlung nachhaltig verändern. Darüber hinaus unterstreicht das erstmalige Ansprechen eines TRK-Inhibitors überhaupt bei einem Patienten mit TRK-fusionsbedingten Glioblastom das Potenzial von Larotrectinib bei der Behandlung von TRK-fusionsbedingten Tumoren des zentralen Nervensystems." ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11302)
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18.12.2017
Wirkt die zirkadiane Uhr als Tumorsuppressor?
Sie steuert unseren Schlaf, unser Appetitgefühl und unsere Temperatur – die biologische Uhr gibt unserem Körper den Takt vor. Doch welche Rolle spielt sie in der Behandlung von Krebs? Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin fanden jetzt heraus, dass die innere Uhr die Zellvermehrung reduzieren kann. ...

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Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. September 2018, 15:29:11
20.12.2017
Neuroblastom: Immuntherapie mit Dinutuximab beta jetzt in Deutschland verfügbar

Gerade wurde bekannt gegeben, dass Dinutuximab beta (Qarziba®) zur Behandlung des Hochrisiko-Neuroblastoms in Deutschland für Patienten ab einem Alter von 12 Monaten allgemein verfügbar ist. In einem Therapiebereich mit begrenzten Behandlungsoptionen ist Qarziba® für deutsche Patienten in Kliniken dies nun die einzige zugelassene Immuntherapie für diese seltene Krebsart.  ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11374)
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10.01.2018
Ovarialkarzinom: Niraparib in der EU zugelassen

Bei der Einführungspressekonferenz für Niraparib (Zejula®) wurde durch die Vorträge namhafter Referenten und die anschließende Podiumsdiskussion deutlich, dass Niraparib die Versorgung von Patientinnen mit rezidiviertem Ovarialkarzinoms erheblich verbessert.  ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11401)
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14.02.2018
Erste Ergebnisse zu MRT-gesteuerten Kryotherapie

Schneller und noch präziser als zuvor ist die neue Gerätegeneration für die Behandlung von Tumoren mittels Kryotherapie am Universitätsklinikum Marburg. Das Verfahren der Vereisung von Tumoren kann für beinahe jede Körperregion angewendet werden. ....

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26.03.2018
Neue Ära bei ALK-positivem NSCLC: First-Line-Therapie mit Alecensa überzeugt

... Die First-Line-Zulassung von Alecensa ist im Vergleich zu Crizotinib eine effektivere und verträglichere Therapie von Anfang an. Neben der sehr guten systemischen Wirksamkeit ist der hohe protektive Effekt auf das ZNS ein entscheidendes Kriterium für den Einsatz von Alecensa. Denn bei Patienten ohne Hirnmetastasen zu Behandlungsbeginn entwickelten sich unter einer Alecensa-Therapie deutlich seltener Metastasen im ZNS. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11618)

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04.04.2018
GvHD: Komplikationsrisiko nach Stammzelltransplantation frühzeitig erkennen

Biomarker im Blut von Stammzelltransplantierten zeigen an, bei wem das Risiko einer unerwünschten, im Extremfall lebensbedrohlichen Immunreaktion besteht. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11659)
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05.04.2018
Ösophaguskarzinom: Amplifikation des ERBB2-Gens beeinflusst Überleben

... Gegen Zellen mit dieser Onkogenveränderung gibt es eine sehr wirksame Therapie, die aber beim frühen Ösophaguskarzinom nicht zum Therapiestandard gehört. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11667)
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09.04.2018
Molekulare Testung bei Lungenkrebs wird viel zu selten durchgeführt

... Entscheidend für den Einsatz einer personalisierten innovativen Therapiewahl beim NSCLC ist es, die betroffenen Patienten auf bestimmte Genmutationen molekulardiagnostisch zu testen. Hierdurch lässt sich in bestimmten Fällen eine eher unspezifische Chemotherapie ersparen und eine um Monate und Jahre verlängerte Lebensdauer erzielen. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11674)
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11.04.2018
r/r CLL: Venetoclax in Kombination mit Rituximab wirksamer als Chemoimmuntherapie
... Bei 83,5% der Patienten unter der Kombination aus Venetoclax und Rituximab gegenüber 23,1% unter der aus Bendamustin und Rituximab konnte eine nicht nachweisbare minimale Resterkrankung (MRD-Negativität) im peripheren Blut erreicht werden ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11679)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. September 2018, 15:52:21
13.04.2018
Urothelkarzinom: Überlebensvorteil durch Pembrolizumab gegenüber Chemotherapie

Beim ASCO-GUA (American Society of Clinical Oncology Genitourinary Cancers) wurden die 2-Jahres-Follow-up-Daten zur zulassungsrelevanten Phase-III-Studie KEYNOTE-045* bekannt gegeben. Diese zeigten bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Urothelkarzinom, die während oder nach einer Platin-basierten Therapie progredient waren, ein Überleben von 27% unter Pembrolizumab** (KEYTRUDA®). Im Vergleich dazu waren unter einer prüferbestimmten Chemotherapie (Paclitaxel, Docetaxel, Vinflunin) nach 2 Jahren nur rund 14% der Patienten am Leben. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11693)
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Dtsch Arztebl 2018; 115(12): A-534 / B-466 / C-466
Fatigue bei Krebserkrankungen: Bewegungstherapie ist effektiver als eine Behandlung mit Medikamenten

... Fazit: „Bewegungstraining wirkt gegen Fatigue mindestens so gut wie eine psychologische Betreuung und deutlich besser als Arzneimittel“  ...

www.aerzteblatt.de (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Krebstherapie?aid=196938)
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25.04.2018
Bestrahlungserfolg beim Glioblastom lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen

... Der Tracer reichert sich in den Krebszellen an und das Tumorgewebe wird dadurch auf dem Untersuchungsbild sichtbar. „Auf diese Weise lassen sich Patienten, bei denen der Tumor mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückkehrt, schon vor Beginn der Radiochemotherapie identifizieren“, beschreibt Krause den Vorteil dieses Verfahrens für Therapieentscheidungen. „In Zukunft wäre bei den Betroffenen beispielsweise eine Behandlung mit einer erhöhten Strahlendosis denkbar. Gleichzeitig sehen wir aber jetzt auch Gruppen von Patienten mit dieser eigentlich als unheilbar geltenden Krankheit, die ihren Hirntumor mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit viele Jahre überleben ....

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11729)
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26.04.2018
Brustkrebs: Verlängerung des PFS durch Palbociclib bleibt in Folgetherapien erhalten

... Demnach konnten bei den mit Palbociclib behandelten Patientinnen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, HER2**-negativem metastasierten Brustkrebs sowohl eine nachfolgende endokrine Therapie als auch eine Chemotherapie im Median um mindestens zehn Monate verzögert werden. Auch die Wirksamkeit der Folgetherapien blieb unverändert. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11732)

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22.05.2018
Fortgeschrittenes RCC: Zulassung für Cabozantinib zur Erstlinientherapie bei mittlerem oder hohem Risiko

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat Cabozantinib 20, 40, 60 mg von Ipsen (Cabometyx®) zur Erstlinientherapie von Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) bei mittlerem oder hohem Risiko zugelassen. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11807)
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31.05.2018
Einzelne CAR-T-Zelle heilte Leukämie

Eine einzige CAR-T-Zelle hat bei einem Patienten mit einer zuvor therapieresistenten Leukämie eine langfristige Remission erzielt, was die Forscher in Nature (2018; doi: 10.1038/s41586-018-0178-z) auf eine Serie von glücklichen Zufällen zurückführen, die die Chancen, aber auch die Risiken der neuartigen Immuntherapie aufzeigen. ...

www.aerzteblatt.de (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Krebstherapie?nid=96169)
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04.06.2018
Bei MSI-H/MMR-D-Tumoren Keimbahntestung auf Lynch-Syndrom vornehmen

Der Erfolg der Immuntherapie bei Mikrosatelliten-instabilen (MSI-H) und/oder DNA-Mismatch-Reparatur-defizienten (MMR-D)-Tumoren führte zu einer mittlerweile routinemäßigen MSI-H/MMR-D-Testung bei fortgeschrittenen soliden Tumoren. Anders als beim Kolorektal- und Endometriumkarzinom, wo dies schon lange gemacht wird, wird eine Charakterisierung des Lynch-Syndroms (LS) bei heterogenen MSI-H/MMR-D-Tumoren jedoch bislang nicht vorgenommen. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11864)
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12.06.2018
Genetisch veränderte Adenoviren sollen Tumorwachstum beim Glioblastom stoppen

Das Glioblastom ist der häufigste bösartige Hirntumor bei Erwachsenen. Nun macht ein neuer Therapieansatz Hoffnung, das gefährliche Tumorwachstum eindämmen zu können. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11895)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 16. September 2018, 16:30:06
17.06.2018
CAR-T-Zellen: Lebensqualität von Kindern und jungen Erwachsenen der ELIANA-Studie verbessert sich „dramatisch“

... 3 Monate nach Therapie mit Tisagenlecleucel wurde eine Rate kompletter Remissionen (CR/iCR; ohne minimale Restererkrankung) von 81% erreicht ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=11924)
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25.07.2018
G-BA: Rituximab-Biosimilar für den Off-Label-Use beim Mantelzell-Lymphom verordnungsfähig

Auch für die Behandlung von Patienten mit Mantelzell-Lymphom, einer selteneren malignen Lymphom-Erkrankung, steht mit Truxima® jetzt ein erstes Rituximab-Biosimilar zur Verfügung.  ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=12048)

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28.08.2018
Erstmals CAR-T-Zellen in Europa zugelassen

... Die Zulassung gilt für die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 25 Jahre) mit rezidivierter oder therapierefraktärer akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie (r/r ALL) und zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) nach mindestens zwei systemischen Behandlungslinien..

www.aerzteblatt.de (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Krebstherapie?nid=97455)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: busymouse am 06. November 2018, 12:40:26
03.09.2018
Zulassung für Larotrectinib zur Behandlung von TRK-Fusionstumoren beantragt

Indikation: „Behandlung von Erwachsenen und Kindern mit lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren, in denen eine NTRK-Genfusion nachgewiesen wurde.... Dieser neue Ansatz richtet sich gegen die Veränderung im Genom, die das Krebswachstum fördert, unabhängig davon, an welcher Stelle im Körper der Krebs entstanden ist“

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/anzeigen/?id=12121)
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07.09.2018
Follikuläres Lymphom: Behandlung ohne Zytostatika möglich

... In einer randomisierten klinischen Studie im New England Journal of Medicine (2018; 379: 934–947) erzielte eine Kombination aus Rituximab und Lenalidomid eine gleich gute Wirkung bei Vermeidung vieler Nebenwirkungen der Zytostatika...

www.aerzteblatt.de (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Krebstherapie?nid=97703)
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19.09.2018
CRISPR/Cas: Präzise Genreparatur mit hoher Effizienz

...Mit der Anwendung eines neuen Ansatzes am Modellorganismus Medaka haben Heidelberger Forscher die Grundlage geschaffen, um auf einfache Weise die Reparaturkopie eines defekten Gens in die DNA einzuschleusen ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/lesen//?id=12127)
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08.10.2018
Akromegalie: NIS ACRONIS zu Wirksamkeit und Sicherheit von lang-wirksamem Pasireotid

Retrospektive Interimsdaten der multizentrischen Beobachtungsstudie ACRONIS spiegeln erstmals den Behandlungsalltag bei Akromegalie-Patienten unter lang-wirksamem Pasireotid (Signifor®) in Europa wider. Die Ergebnisse bestätigen das aus den Zulassungsstudien bereits bekannte Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Pasireotid. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/lesen//?id=12238)
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09.10.2018
Erbliches Melanom: Immuntherapie effektiv

...In einer Studie wurde die Wirksamkeit einer immunologischen Checkpoint-Therapie bei Patienten mit einer vererbten CDKN2A-Mutation und einem metastasierten Melanom untersucht. Die Mutationsträger mit metastasiertem Melanom sprachen erstaunlich gut auf die Immuntherapie an. ...

www.journalonko.de (https://www.journalonko.de/news/lesen//?id=12240)
Titel: Re: Neue Krebstherapien und Krebsforschung
Beitrag von: RalleGA am 13. April 2019, 10:06:09
Krebs frei – und dann? 

Krebstherapien bringen seit Jahren Behandlungserfolge


Doch nach einer überstandenen Erkrankung werden viele Menschen von Spätfolgen geplagt.
Kinder trifft es besonders häufig.

In den Videos von Blogger Jules (26) dreht sich alles um Krebs.
Wie fing die Krankheit an?
Was isst man als Patient? Hilft
Cannabis gegen Krebs?
Wann wachsen mir wieder Haare?

So lauten die Titel der Videos auf seinem Youtube-Kanal „Chemoblog", der sich an andere Betroffene und Angehörige richtet.
Der Mainzer ist einer von zahlreichen Bloggern, die ihre Krankheitsgeschichte mit der Öffentlichkeit teilen.

Kürzlich lädt er wieder ein Video hoch: Er ist jetzt krebsfrei und fragt, wie es jetzt weitergeht. 

Mit dieser Frage ist Jules nicht allein. In der Bundesrepublik leben nach Zahlen Zentrums für Krebsregisterdaten mehr als eine Million Menschen, die ihre Krebsdiagnose um mindestens zehn Jahre überlebt haben.
Gesund fühlten sich ehemalige Krebspatienten nach ihrer Erfahrung nicht.
Die Gruppe wurde vor 40 Jahren gegründet.

Bei der Organisation kommen Krebspatientinnen - und seit einigen Jahren auch männliche Patienten –
 in bundesweit über 300 Gruppen zusammen, um sich über ihre Erkrankung auszutauschen.
Auch wenn ein Viertel der Mitglieder als krebsfrei gelte, berichteten viele über Spätfolgen:
Sie seien wenig leistungsfähig, klagten über Schwindel, Erschöpfung und Empfindungsstörungen in Armen und Beinen.

Die Onkologin Georgia Schilling kennt diese Symptome bei Krebspatienten zur Genüge. Die Oberärztin, die an der Asklepios Klinik Altona in Hamburg auch am Tumorzentrum arbeitet, stimmen die Fortschritte in der Krebstherapie erst einmal optimistisch.
Trotzdem seien sie ein zweischneidige Schwert.
"Wir erkaufen uns den Erfolg mit Nebenwirkungen".


Wenn Chermo- und Immuntherapie und Bestrahlung  kombiniert würden, komme am Ende ein Cocktail   aus Nebenwirkungen zusammen,
die die Patienten auch nach der Krebserkrankung nicht loswürden und einschränkten.

Zum Beispiel im Arbeitsalltag:
Zwar stünden 60% der an Krebs erkrankten Menschen nach durchschnittlich 150 Tagen Therapiepause wieder im Berufsleben.
"Man weiß aber, dass sehr viele Patienten ihren Job wieder aufgeben, weil sie es eben nicht schaffen", sagt Schilling.
Blogger Jules ist es langsam angegangen. Ende 2018 hatte er die letzte Chemotherapie.
Der selbstständige Kameramann arbeitet wieder regelmäßig, wenn auch deutlich weniger als vor dem Krebs.   

Von Spätfolgen spürt er nach eigenen Angaben nichts - außer der Angst, dass sie kommen könnten.  Besonders stark treffen Nebenwirkungen Kinder. "Je jünger der Mensch, desto sensibler z.B. gegenüber Bestrahlung.
Die-Zahlen des Registers stimmen auf den ersten Blick positiv:
Ein Großteil der an Krebs erkrankten Kinder wird demnach mittlerweile geheilt, zehn Jahre nach der Therapie leben noch 83% der Kinder.

Am Deutschen Kinderkrebsregister sind etwa 30.000 dieser Kinder bekannt.
Das Register erfasst Fälle seit 1980 in Westdeutschland und seit 1991 auch für die östlichen Bundesländer.

Viele der erfassten Patienten haben Spätfolgen durch die Therapie:
Es gibt berichte von herzschädigenden Medikamenten gegen Leukämie, die bei geheilten Patienten im jungen Erwachsenenalter mitunter sogar eine Herztransplantation nötig machten.

Ein weiteres Beispiel: Ärzte behandelten an Lymphdrüsenkrebs erkrankte Mädchen früher häufig mit Bestrahlungen im Brustbereich -
diese würden als erwachsene Frauen dann häufig zur Brustkrebspatientin.


Bei Kinderkrebs verzichte man darum mittlerweile wenn möglich auf Bestrahlungen
- ein Bewusstsein für die Spätfolgen gebe es aber erst seit den 2000er Jahren.

Tatsache: Für betroffene Menschen gebe es immer noch zu wenig Beratungsangebote.
Es müsste Nachsprechstunden für erwachsene ehemalige Kinderkrebspatienten geben.
Die Angebote, die es gibt; würden größtenteils von Eltern finanziert- da sollten die Krankenkassen mit ins Boot geholt werden.
Auch Georgia Schilling sieht "viel zur wenig Aufmerksamkeit" für das Thema und ist überzeugt, dass das richtige Unterstützungsangebot vielen Betroffenen den Weg in ihren neuen Alltag erleichtern könnte.

"Eins ist sicher: Alle haben Angst, wieder anzufangen mit dem Alltag"
, sagt Youtuber Jules.
Für ihn heißt es in den kommenden Monaten erst einmal: Nachsorge.
Alle drei bis sechs Monate stehen Untersuchungen an.
"Die Krankheit endet nicht."
Ob er auch das mit der Öffentlichkeit teilen will, weiß er noch nicht.
Lange in die Zukunft plant er nicht. "

Denn ich weiß nie was kommt."

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Januar 2019