Orpha Selbsthilfe

Treffpunkt für Alle => Behinderung und Pflege => Links und Infos => Thema gestartet von: RalleGA am 15. August 2008, 15:55:53

Titel: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. August 2008, 15:55:53
Gericht billigt Abschläge bei Invalidenrenten

Vor Erreichen des 60. Lebensjahres/ Kürzung bis zu 10,8 Prozent

Das Bundessozialgericht in Kassel (B 4 RA 22/05R) bestätigte gestern(14.08.2008) die seit 2001 gültige Praxis, Erwerbsminderungsrenten um bis zu 10,8 Prozent zu kürzen, wenn die Invaliden sie vor ihrem
60. Geburtstag in Anspruch nehmen.
Auch Hinterbliebene müssen Abschläge hinnehmen, wenn der Ehepartner vor dem  60. Geburtstag stirbt.
Betroffen sind 926.000 Erwerbsminderungs- und etwa 700.000 Hinterbliebenenrenten.
Weil teilweise Doppelrenten bezogen werden, ist die Zahl der betroffenen Personen allerdings geringer.

Ohne die Abschläge hätte die Rentenversicherung nach Berechnung der Bundesregierung
bis zu 1,8 Milliarden Euro Mehrausgaben im Jahr.
Das entspreche einer Erhöhung des Rentenbeitragssatzes um knapp 0,2 Prozentpunkte.

AItersrentner müssen, wenn sie früher in den Ruhestand gehen, einen monatlichen Abschlag von 0,3 Prozent an ihrer Rente hinnehmen. Dieses Minus kann bis zu 18 Prozent betragen.

Analog dazu hat der Gesetzgeber auch eine Kürzung der Erwerbsminderungsrenten beschlossen, wenn sie vor dem 60. Geburtstag in Anspruch genommen wird

Hier ist der Abschlag allerdings auf 10,8 Prozent begrenzt, für Hinterbliebene gilt ähnliches.
Die vier Kläger in Kassel hielten diese Regelung für unsozial und verfassungswidrig,
weil niemand den Zeitpunkt seiner Invalidität beeinflussen könne.
"Wer sucht sich denn den Zeitpunkt für seine Erwerbsminderung aus?", sagte ein Vertreter des DGB-Rechtsschutzes.
Für den Tod des Ehepartners gelte das gleiche.
Das wollten die Richter nicht geIten lassen. Wegen der Bevölkerungsentwicklung -
mehr Rentner, die länger leben - sei die Rentenkasse erheblich belastet.
Wie der Gesetzgeber reagiere, liege in seiner Entscheidungsfreiheit.
Titel: Re: Rente - Urteile vom BGH - Abschläge, Rentenüberprüfung
Beitrag von: RalleGA am 24. Dezember 2008, 10:17:11
                  Befristete Rente bis Ende 2008 überprüfen
 
Bezieher einer befristeten Rente wegen Erwerbsminderung können unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Rentennachzahlung haben. Auch kann sich ihre laufende Rente möglicherweise erhöhen.
Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.

Begünstigt kann sein, wer eine Zeitrente wegen Erwerbsminderung erhält oder erhalten hat,
die in der Zeit vom 1. Januar 1992 bis zum 30. April 2007 mindestens einmal verlängert wurde.
Dies gilt auch dann, wenn die Rente inzwischen unbefristet als Dauerrente gezahlt wird oder wenn bereits eine Altersrente bezogen wird.

Wer die genannten Voraussetzungen erfüllt, sollte einen Überprüfungsantrag beim zuständigen Rentenversicherungsträger stellen, und zwar bis Ende Dezember 2008: Eine Nachzahlung ist lediglich für vier Kalenderjahre rückwirkend möglich.

Ein eventuell bestehender Nachzahlungsanspruch für das Jahr 2004 erlischt also
am 31. Dezember 2008.


Ein Sprecher der Rentenversicherung konnte allerdings nicht sagen, wieviele Betroffene es eventuell gibt und mit welchen Nachzahlungen sie rechnen können.
Hintergrund der Aktion ist ein Urteil des Bundessozialgerichts.

Fundquelle: VOLKSTIMME 24.12.2008

Titel: Re: Rente - Urteile vom BGH - Abschläge, Rentenüberprüfung
Beitrag von: RalleGA am 24. Dezember 2008, 10:22:00
                                         Urteil - LSG SACHSEN

Das Sächsische Landessozialgericht entschied im Fall eines Frührentners,
dass wenn das Überschreiten einer Verdienstgrenze unter bestimmten Umständen zum Wegfall von Sozialleistungen führt,
die bewilligte Rente nur um die Höhe des Mehrverdienstes gekürzt werden darf (Az. L 5 RJ 65/00).

Das Gericht berief sich bei seiner Entscheidung auf die Rechtssprechung des
Bundessozialgerichts (BSG, SozR 3-1300 § 48 Nr. 37).

Fundstelle/quelle: MDR – Fernsehen, Redaktion Wirtschaft/Verbraucher
                              „Escher – Der MDR – Ratgeber“
                                Telefon: 0341-300 4813   Fax. 0341-300-4817

Zuletzt aktualisiert: 03. September 2008, 13:42 Uhr

© 2008 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 11. Januar 2009, 07:42:29
Welche Möglichkeiten habe ich, gegen einen Rentenbescheid des Rentenversicherungsträgers vorzugehen, wenn ich mit dem Inhalt nicht einverstanden bin?

Zunächst hat jeder Versicherte das Recht, innerhalb der Rechtsbehelfsfrist (4 Wochen nach Bekanntgabe des Bescheides), Widerspruch einzulegen.

Ein Bescheid gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post durch den Rentenversicherungsträger als bekannt gegeben.
Danach beginnt die Frist von vier Wochen taggenau zu laufen.

Wird dem Widerspruch nicht entsprochen, kann der Betroffene innerhalb der Rechtsbehelfsfrist des Widerspruchsbescheides Klage beim Sozialgericht erheben.

Falls die entsprechenden Fristen (Widerspruchs-, Klagefrist) bereits verstrichen sind, hat jeder Versicherte die Möglichkeit einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X zu stellen.

Zudem kann die Rechtsaufsichtsbehörde eingeschaltet und um aufsichtsrechtliche Prüfung gebeten werden. Bei den Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung (z.B. Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland, Deutsche Rentenversicherung Nord – früher Landesversicherungsanstalten) führt das jeweilige Landessozialministerium die Aufsicht.
Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (früher Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (ehemals Bundesknappschaft, Bahnversicherungsanstalt, Seekasse) führt das Bundesversicherungsamt die Rechtsaufsicht.

Fundquelle: www.behindertenbeauftragte.de
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 15. Januar 2009, 20:34:00
                      Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen erhalten Sie auf Antrag, wenn Sie
- das 63. Lebensjahr vollendet haben,
-  bei Beginn der Rente schwerbehindert (Grad der Behinderung mindestens 50),
    berufs- oder  erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht sind und
-  die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 35 Jahren erfüllen.

Darüber hinaus dürfen Sie die Hinzuverdienstgrenzen nicht überschreiten.

Die frühere Altersgrenze von 60 Jahren wurde auf das 63. Lebensjahr angehoben.

Als Berechtigter können Sie aber weiterhin mit Abschlag ab 60 in Rente gehen, wenn Sie nach dem 31. Dezember 1951 geboren sind, wird für Sie die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente stufenweise von heute 63 Jahren auf 65 Jahre angehoben.
Gleichzeitig wird die Altersgrenze für eine vorzeitige Inanspruchnahme von 60 Jahren auf 62 Jahre angehoben.
Das für Sie maßgebende Lebensalter, können Sie unter unten genannter Internetseite einer Tabelle entnehmen.

Hier gibt es weitere Infos:
www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_7130/sid_05C235F42DE0D1D58ABED34BF6D5D060/SharedDocs/de/Inhalt/02__Rente03__leistungen/03__rente__wegen__alters/rente__schwerbehinderte/altersrente__schwerbehinderte.html
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 18. Februar 2009, 13:59:21
                Verfassungsbeschwerde gegen Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten
 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Sozialverband Deutschland und der Sozialverband VdK Deutschland gehen mit einer gemeinsamen Verfassungsbeschwerde gegen die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten vor.
"Damit wenden sich die drei Organisationen dagegen, dass Erwerbsminderungsrentnern Abschläge von bis zu 10,8 Prozent von der Rente zugemutet werden", wurde heute (17.02.2009) in Berlin mitgeteilt.

Die Abschläge wurden mit dem Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit eingeführt, das am 1. Januar 2001 in Kraft getreten ist. Sie gelten auch für Erwerbsminderungsrenten, die an Hinterbliebene ausgezahlt werden.
Daher richtet sich eine der drei Klagen gegen Abschläge bei den Hinterbliebenenrenten.
Nach Auffassung der klagenden Verbände verstoßen die Abschläge gegen den verfassungsrechtlichen Eigentumsschutz.

"Die Abschläge sind ein Eingriff in das Eigentumsrecht", betonte DGB- Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach und ergänzt: "Wir haben aber vor allem auch ein sozialpolitisches Problem.
Die Erwerbsminderungsrente reicht wegen der Rentenkürzungen mit durchschnittlich 662 Euro monatlich heute schon hinten und vorne nicht mehr aus."
Die Verbände begründen die Verfassungsklage außerdem damit, dass die Rentenabschläge gegen den Gleichheitsgrundsatz (Artikel 3 GG) verstoßen und der rechtsstaatliche Grundsatz des Vertrauensschutzes verletzt sei.

"Wir ziehen vor das Bundesverfassungsgericht, weil wir die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten für ungerechtfertigt und systemwidrig halten.
Für die Erwerbsminderungsrentner und ihre Witwen bedeuten die Abschläge eine unzumutbare soziale Härte",
erläuterte SoVD-Präsident Adolf Bauer.

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher erklärte:
"Wer eine Erwerbsminderungsrente erhält, kann wegen schwerwiegender gesundheitlicher Einschränkungen
nicht mehr arbeiten.
Niemand darf dafür mit Rentenabschlägen bestraft werden
."

Die Verfassungsklage betrifft Erwerbsminderungsrentner, die eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres in Anspruch nehmen.
Betroffen sind rund 750.000 Erwerbsminderungsrentner und
ein Teil der bundesweit 700.000 Hinterbliebenenrentnerinnen und -rentner.

Fundquelle:
www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,20243/ticket,g_a_s_t   
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 08. März 2009, 08:32:16
                          Wenn beruflich nichts mehr geht

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten

Muss man aus gesundheitlichen Gründen früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden, kann das an die Existenz gehen.
Gesetzliche Rentenkassen zahlen bei Berufsunfähigkeit nur noch in bestimmten Fällen.

Erwerbsminderung wird so zum Armutsrisiko - wenn nicht entsprechend privat vorgesorgt wird.


Weitere Informationen:
Auf der Homepage des Informationszentrums der deutschen Versicherer
www.klipp-und-klar.de
kann man die Broschüre  "Die private Berufsunfähigkeitsversicherung" kostenfrei herunterladen.
 
Das Informationszentrum der deutschen Versicherer "Zukunft klipp und klar" in Berlin
beantwortet auf der kostenfreien Hotline 0800-3399399
alle Fragen zum Thema: Private Berufsunfähigkeitsversicherung.

 
Fragen zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente beantwortet
die Deutsche Rentenversicherung kostenfrei unter 0800-10004800.

www.deutsche-rentenversicherung.de


Welche Voraussetzungen für gesetzliche Erwerbsminderungsrenten gelten
und wie  private Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit (BU) aussehen kann.


Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 1

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Wie kann man bei der Deutschen Rentenversicherung seine Erwerbsminderung beweisen -- und ist man während der Beweisführung versichert?

Antwort:
Zunächst: Während Ihres Antragsverfahrens auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente bleiben Sie über Ihre Krankenkasse weiter versichert. Letztlich entscheiden der beratungsärztliche Dienst und die zuständige Fachabteilung, Ihres Rentenversicherers, wie hoch Ihr so genanntes  Restleistungsvermögen ist  und ob Sie die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erfüllen. Sie können das Feststellungsverfahren unterstützen, in dem Sie folgende Dokumente einreichen:
- alle medizinischen Unterlagen der letzten zwei  Jahre
- vollständige Angaben, zu den behandelnden Ärzten
- einen eventuellen Bescheid zur Anerkennung  einer Schwerbehinderung.
Falls vorhanden, helfen ebenfalls die Entlassungsberichte nach einem Krankenhausaufenthalt
sowie Unterlagen des medizinischen Dienstes der Krankenkasse.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 13. März 2009, 05:01:47
Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 2

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:

Mein Sohn studiert,  sollte er bereits Berufsunfähigkeit absichern oder reicht seine private Unfallversicherung?

Antwort:
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die umfassendere Versicherung, aber eigentlich ergänzen sich beide.
Für eine BU - Versicherung spricht auch, dass Ihr Sohn noch jung und wahrscheinlich gesund ist, so dass er eine günstige Police erhalten kann.
Bei der BU - Police wird eine Rente bei Krankheit oder bei Unfall fällig, die zu Berufsunfähigkeit von mehr als 50 Prozent führt.
Die private Unfallversicherung leistet nur nach Unfällen, nicht bei Krankheit.
Die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit gehen aber nicht auf einen Unfall, sondern auf eine Krankheit zurück.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 13. März 2009, 05:04:16
Wenn beruflich nichts mehr geht Teil 3

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten



Frage:

Ich beziehe seit Jahren eine Erwerbsminderungsrente.
Ist es richtig, dass Erwerbsminderungsrentner jetzt "riestern" können?

Antwort:
Ja, das stimmt.
Der Gesetzgeber hat im vergangenen Sommer ein Gesetz verabschiedet, wonach Bezieher einer vollen Erwerbsminderungsrente ab sofort zum förderfähigen Personenkreis für die Riester-Rente - gehören.
Dafür müssen Sie vor Rentenbeginn sozialversicherungspflichtig gewesen sein.
Wenn das auf Sie zutrifft, haben Sie Anspruch zumindest auf die Grundzulage von 154 Euro im Jahr
- wenn Sie vier Prozent Ihres Vorjahreseinkommens einzahlen.
Als Berechnungsgrundlage gilt dabei die im Vorjahr bezogene Bruttorente.

Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 13. März 2009, 08:56:27
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 4

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Mein Sohn ist Anfang 20, hat aber wegen einer schweren Vorerkrankung mehrere Ablehnungen für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen.
Welche Alternativen hat er?

Antwort:
Möglicherweise kommt eine so genannte Dread-Disease-Police in Frage.
Der Versicherungsschutz bezieht sich hier ausschließlich auf schwere Krankheiten, die in der Police explizit genannt sind -
wie beispielsweise Krebs oder Herzinfarkt.
Er sollte sich wegen eines solchen Vertrages an einen erfahrenen Versicherungsmakler wenden.
Eine weitere Möglichkeit wäre eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die aber erst dann zahlt,
wenn Ihr Sohn komplett erwerbsunfähig ist.
Der Vorteil besteht hier in einer weniger strengen Gesundheitsprüfung.
Letzte Möglichkeit wäre eine Unfallversicherung.
Sie ist zwar weit weniger umfassend als eine BU - Police, aber bietet wenigstens Versicherungsschutz nach Unfällen.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 14. März 2009, 11:14:37
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 5

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Ich beziehe seit 2002 eine Erwerbsminderungsrente.
Stimmt das Gerücht, dass man einen Antrag auf Neuberechnung stellen sollte?

Antwort:
Sofern Ihre Erwerbsminderungsrente vor April 2007 verlängert wurde, sollten Sie einen formlosen Antrag auf Überprüfung Ihrer Rente bei Ihrem Rentenversicherungsträger stellen.

Unter bestimmten Voraussetzungen, die individuell geprüft werden müssen, können sich für Sie eine Nachzahlung und eine höhere monatliche Rente ergeben.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 16. März 2009, 09:02:39
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 6

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Ich habe Antrag auf eine BU-Versicherung gestellt und dabei auf eine ausgeheilte Erkrankung hingewiesen.
Trotzdem will die Gesellschaft einen Zuschlag verlangen.
Ist das in Ordnung?

Antwort:
Bei Vorerkrankungen ist es möglich, dass die Versicherungsgesellschaft einen Beitragszuschlag für das erhöhte Risiko verlangt.
Sie haben aber dann die Gewissheit, dass bei Berufsunfähigkeit gezahlt wird - unabhängig davon,
ob die Ursache mit Ihrer alten Krankheit zusammenhängt oder nicht.

Wir empfehlen Ihnen, sich unabhängig davon noch bei anderen Anbietern zu erkundigen,
da die Versicherer Vorerkrankungen unterschiedlich beurteilen.
Lassen Sie sich bei Vertragsabschluss ein Beratungsprotokoll aushändigen.
So können Sie später im Konfliktfall eine eventuelle Fehlberatung besser nachweisen.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 18. März 2009, 16:25:29
Wenn beruflich nichts mehr geht   Teil 7

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Ich beziehe eine zeitlich befristete Erwerbsminderungsrente.
Die Frist läuft Ende des Jahres aus.
Kann die Rente verlängert werden?

Antwort:
Sie sollten rechtzeitig - also mindestens vier Monate vor Ablauf der Frist n einen Antrag auf Weiterzahlung stellen.
 
Der Rentenversicherungsträger prüft, ob die Voraussetzungen für die Rentenzahlung weiter gegeben sind.
Sollte sich Ihr Gesundheitszustand nicht verbessert haben, wird Ihnen die Rente gegebenenfalls befristet weitergewährt.
Wurde eine Rente dreimal bis zu neun Jahren verlängert und ist eine Verbesserung des Gesundheitszustandes dann nicht absehbar, kann die Erwerbsminderungsrente unbefristet gewährt werden.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 25. März 2009, 21:54:00
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 8

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:

Wie finde ich eine passende Berufsunfähigkeitsversicherung für mich?

Antwort:

Informieren Sie sich bei Zeitschriften wie „Finanztest", bei unabhängigen Versicherungsmaklern und holen Sie sich bei verschiedenen Gesellschaften Angebote ein, die Ihre individuelle Situation berücksichtigen.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 29. März 2009, 19:46:15
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 9

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:
Ich bin Jahrgang 1957.
Stimmt es, dass ich noch Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente habe?

Antwort:
Nein, das stimmt nicht.
Allerdings genießen die Jahrgänge, die vor dem 02.01. 1961 geboren wurden, einen so genannten Berufsschutz.
Es wird geprüft, ob bei Antragstellern dieser Jahrgänge die Voraussetzungen für eine herkömmliche gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente gegeben sind.
Ist das der Fall, kann Ihnen eine teilweise Erwerbsminderungsrente gewährt werden.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 18. Mai 2009, 11:23:57
Volksstimme-Telefonforum zu Erwerbsminderungsrenten

Alle Jahrgänge ab 1961 sollten eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben



www.volksstimme.de/vsm/ratgeber/volksstimme_telefonforum/?em_cnt=1389470   

Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 13. Juni 2009, 14:15:01
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 10

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:

Worin besteht der Unterschied zwischen teilweiser und voller Erwerbsminderungsrente?

Antwort:
Wer aus gesundheitlichen Gründen einer Erwerbstätigkeit nicht mehr oder nur stark eingeschränkt nachgehen kann,
erhält eine Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung.

Eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhalten Versicherte, deren Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt von unabhängigen Gutachtern auf drei bis unter sechs Stunden täglich eingeschätzt wird.
Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten Versicherte mit einer Leistungsfähigkeit
von unter drei Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Wer – unabhängig von der Arbeitsmarktlage – unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes
noch mindestens 6 Stunden täglich tätig sein kann, ist nicht erwerbsgemindert.
 
Neben der verminderten Leistungsfähigkeit sind noch zusätzliche
persönliche und versicherungsrechtliche Voraussetzungen zu erfüllen.

Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beträgt auf die Rentenhöhe
bezogen die Hälfte der Rente wegen voller Erwerbsminderung
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 13. Juli 2009, 19:58:34
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 11

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:

Habe ich einen Rentenanspruch, wenn ich teilweise erwerbsgemindert und dazu arbeitslos bin?

Antwort:
Hier handelt es sich um einen Sonderfall.
Eine versicherte Person, die teilweise erwerbsgemindert ist
(also deren Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bei drei bis unter sechs Stunden täglich liegt)
und dazu arbeitslos ist, hat einen Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung.

In diesem Fall kann durch den Versicherten sein verbliebenes Restleistungsvermögen wegen Arbeitslosigkeit nicht in eine Erwerbstätigkeit umgesetzt werden, sodass die Erwerbsminderungsrente im Rahmen der Lohnersatzfunktion als volle Erwerbsminderungsrente zu zahlen ist, da der Arbeitsmarkt für den betroffenen Versicherten verschlossen bleibt.                     
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 16. Juli 2009, 08:46:13
Schadenersatzrenten nicht steuerpflichtig
 
Eine Schadenersatzrente für einen hinterbliebenen Ehepartner unterliegt nicht der Einkommensteuer.

Eine solche Unterhaltsrente gleicht nicht steuerbaren Einnahmen,
sondern gleicht den vom Toten geschuldeten fiktiven Unterhalt aus.

Das hat der Bundesfinanzhof in München in einem Urteil entschieden,
auf das der Bund der Steuerzahler in Berlin hinweist (Az.: X R 31/07).                                                                               

In dem Fall starb der Ehemann der Klägerin an den Folgen eines ärztlichen Fehlers.                     
Die Versicherung des Arztes zahlte ihr daraufhin eine Unterhaltsrente.
Diese stelle die durch das Schadensereignis entfallende wirtschaftliche Absicherung des Empfängers wieder her,
erläutern die Richter.
Sie sei daher nicht als Ersatz für Einnahmen im Sinne des Einkommensteuergesetzes zu betrachten.                                                               
Das Finanzamt hatte zuvor Teile der Rente der Besteuerung unterworfen. 
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 21. Juli 2009, 10:20:09
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 12

Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:

Werden Erwerbsminderungsrenten immer befristet?

Antwort:
Erwerbsminderungsrenten werden grundsätzlich nur als Zeitrenten, befristet für längstens drei Jahre, gezahlt.

Die Befristung kann wiederholt werden, wobei nach Ablauf des Befristungszeitraumes ein separater Antrag durch den Versicherten bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger gestellt werden muss.
Bei einer Gesamtdauer der befristeten Rentenzahlungen von insgesamt neun Jahren ist davon auszugehen, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Erwerbsminderung behoben werden kann, sodass dann eine Dauerrente zu gewähren ist.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Renten wegen voller Erwerbsminderung, die aufgrund des verschlossenen Arbeitsmarktes zu zahlen sind (Vorliegen von teilweiser Erwerbsminderung und Arbeitslosigkeit).
Diese Renten werden auch über den Zeitraum von neun Jahren immer befristet, eine Dauerrente ist in dem Fall nicht möglich.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 24. Juli 2009, 12:46:03
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 13         
                                                                         
Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten


Frage:

Welche Möglichkeiten habe ich, gegen einen Rentenbescheid des
Rentenversicherungsträgers vorzugehen, wenn ich mit dem Inhalt nicht einverstanden bin?

Antwort:
Zunächst hat jeder Versicherte das Recht, innerhalb der Rechtsbehelfsfrist (4 Wochen nach Bekanntgabe des Bescheides), Widerspruch einzulegen.
Ein Bescheid gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post durch den Rentenversicherungsträger als bekannt gegeben.
Danach beginnt die Frist von vier Wochen taggenau zu laufen.

Wird dem Widerspruch nicht entsprochen, kann der Betroffene innerhalb der Rechtsbehelfsfrist des Widerspruchsbescheides Klage beim Sozialgericht erheben.
Falls die entsprechenden Fristen (Widerspruchs-, Klagefrist) bereits verstrichen sind,
hat jeder Versicherte die Möglichkeit einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X zu stellen.
Zudem kann die Rechtsaufsichtsbehörde eingeschaltet und um aufsichtsrechtliche Prüfung gebeten werden.

Bei den Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung (z.B. Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland, Deutsche Rentenversicherung Nord – früher Landesversicherungsanstalten) führt das jeweilige Landessozialministerium die Aufsicht.

Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (früher Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (ehemals Bundesknappschaft, Bahnversicherungsanstalt, Seekasse) führt das Bundesversicherungsamt die Rechtsaufsicht.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 29. Juli 2009, 13:54:23
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 01                                                                                  
Fragen + Antworten  zur Altersrente


Frage:

Wann kann ich die Altersrente für Frauen bekommen?

Antwort:
Wenn Sie vor 1952 geboren sind, insgesamt 15 Jahre lang Beiträge gezahlt, nach Ihrem 40. Lebensjahr mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenkasse gezahlt und das 60. Lebensjahr vollendet haben, können Sie die vorgezogene Altersrente für Frauen bekommen.
Vereinbaren Sie einen Termin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung und nehmen Ihre Unterlagen mit.    
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 01. August 2009, 20:13:57
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 14                                                                                 
Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten

Frage:

Ich bin arbeitslos, nicht ganz gesund, 56 Jahre alt und finde wahrscheinlich keine Arbeit mehr.
Unter welchen Bedingungen kann ich denn eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente erhalten?

Antwort:
Beantragen können Sie eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente immer, da gibt es keine Altersbegrenzung.
Allerdings gibt es zwei Voraussetzungen: die medizinischen und die versicherungsrechtlichen.
Sie müssen insgesamt fünf Jahre lang Beiträge gezahlt haben und in den letzten drei Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre lang Pflichtbeiträge.
Außerdem muss ärztlich bescheinigt sein, dass Sie erwerbsgemindert sind.
Das heißt: Entweder, Sie können aus gesundheitlichen Gründen nur noch weniger als drei Stunden am Tag arbeiten –
dann kann es eine volle Erwerbsminderungsrente geben.
Können Sie noch zwischen drei und unter sechs Stunden täglich arbeiten, kann es eine Teilrente geben.
Das " Noch-Arbeiten " bedeutet in diesem Fall: In irgendeiner Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch Geld verdienen.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 07. August 2009, 11:08:23
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 15                                                                                 
Fragen + Antworten zu Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrenten
                             

Frage:

Ich bin 54 Jahre, zu 50 Prozent schwerbehindert.
Wann kann ich in Rente gehen?

Antwort:
Wenn Sie 63 Jahre und acht Monate alt sind, können Sie aufgrund der Schwerbehinderung ohne Abschlag in Rente gehen.
Mit 60 Jahren und acht Monaten kann die Rente mit 10, 8 Prozent Abschlag bezogen werden.
Dazu brauchen Sie eine Mindestversicherungszeit von 35 Jahren und müssen bei Renteneintritt noch mindestens 50 Prozent schwerbehindert sein.
Sprechen Sie mit der Deutschen Rentenversicherung.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 13. August 2009, 01:54:39
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 02                                                                                 
Fragen + Antworten  zur Altersrente


Frage:

Ich habe den Zeitpunkt 31. März 2009 für die Zahlung der freiwilligen Beiträge versäumt.
Kann ich jetzt auch noch für das Jahr 2008 Beiträge entrichten?
 
Antwort :
Nein.
Freiwillige Beiträge können für das vorangegangene Jahr nur bis zum 31. März des Folgejahres entrichtet werden.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 14. August 2009, 08:41:59
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 03                                                                                 
Fragen + Antworten  zur Altersrente

Frage:

Ich bin 62 Jahre alt und habe 45 Arbeitsjahre gearbeitet.
Kann ich jetzt abschlagsfrei in Rente gehen?

Antwort :
Nein !
Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann erst mit dem Erreichen des 65. Lebensjahres
in Anspruch genommen werden. 
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 15. August 2009, 10:18:34
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 04                                                                                 
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Frage:

Ich bin 1953 geboren.
Kann ich wirklich erst mit 67 Jahren in Rente gehen?

Antwort:
Eine abschlagsfreie Rente ist aufgrund Ihres Geburtsjahrgangs bereits mit 65 Jahren und sieben Monaten und der Erfüllung der Mindestversicherungszeit von fünf Jahren möglich.
Die Altersrente für langjährig Versicherte kann mit Abschlägen bereits mit dem 63. Lebensjahr gewährt werden,
wenn mindestens 35 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten vorliegen.
Für einen bestimmten Personenkreis ist bei Erfüllung der Vertrauensschutzregelungen
eine Inanspruchnahme mit dem 62. Lebensjahr möglich.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 16. August 2009, 07:27:05
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 05                                                                                 
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Frage:
Ich bin bereits Rentner und ziehe jetzt um.
Muss ich meine neue Adresse angeben?
Und wenn ja, wo ?

Antwort:
Die Deutsche Rentenversicherung benötigt Ihre aktuelle Adresse.
Diese Adressänderungen können beim Renten Service der Deutschen Post oder in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung angezeigt werden.

Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 17. August 2009, 10:01:57
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 06                                                                                 
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Frage:
Meine Mutter ist gestorben. Wie lange zahlt die Rentenversicherung jetzt noch die Rente an die Erben?
Ein Witwer ist nicht vorhanden.

Antwort:
Der Rentenanspruch endet mit Ablauf des Todesmonats.
Darüber hinaus gezahlte Beträge werden vom Geldinstitut zurückgefordert.
Ist dies nicht mehr möglich, sind sie von den Personen, die die Geldleistung empfangen oder über sie verfügt haben oder
auch von den Erben zu erstatten.

Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 18. August 2009, 09:44:05
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 07                                                                                 
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Frage:

Ich bin seit dem 1. Mai 2009 selbständig.
Muss ich Beiträge zu gesetzlichen Rentenversicherung zahlen?

Antwort:
Das hängt von Ihrer selbständigen Tätigkeit ab.
Viele Selbständige sind in der gesetzlichen Rentenversicherung kraft Gesetzes versicherungspflichtig.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht möglich.

Sollten Sie nicht versicherungspflichtig sein,
ist die Zahlung von freiwilligen Beiträgen oder die Versicherungspflicht auf Antrag möglich.
 
Welche Auswirkungen auf Ihre Rentenansprüche die jeweilige Beitragszahlung hat,
sollten Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch klären.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 20. August 2009, 18:04:33
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 08                                                                                 
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Frage:

Ich habe in einem DDR-Betrieb gearbeitet. In meinem Versicherungsverlauf sind aber nur Zeiten ab 1992 erfasst.
Warum sind die Entgelte aus der ehemaligen DDR nicht in meinem Versicherungsverlauf enthalten?

Antwort:

In der DDR erfolgte keine maschinelle Speicherung der Entgelte. Aus diesem Grund können der Rentenversicherung die Zeiten vor 1992 von keiner Stelle gemeldet werden.

wichtige Anmerkung:
Die Anforderung der Zeiten aus dem Beitrittsgebiet erfolgt im Rahmen einer Kontenklärung.
Hierbei werden die Versicherten der einzelnen Jahrgänge durch den Rentenversicherungsträger
aufgefordert, ihre im Versicherungsverlauf ausgewiesenen Fehlzeiten durch entsprechende Unterlagen nachzuweisen.
Damit wir Ihnen die Beschäftigungszeiten aus der ehemaligen DDR auf Ihrem Versicherungskonto gutschreiben können,
fügen Sie bitte Ihrem Antrag auf Kontenklärung den Sozialversicherungsausweis ( gelb oder grün ) im Original bei.
Die Aufbewahrungsfrist dieser Unterlagen endet am 31. Dezember 2011.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 23. August 2009, 10:44:24
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 09     
                                                                             
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Frage:

Ich spare seit fünf Jahren eine Betriebsrente an über Entgeltumwandlung.
Ich bin 57, will mit 63 in Rente gehen.
Wenn es soweit ist, läuft die Betriebsrente noch keine zwölf Jahre und die Auszahlung ist nicht steuerfrei.
Was kann ich machen?

Antwort:
Stellen Sie den Vertrag beitragsfrei, bis die zwölf Jahre um sind.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 25. August 2009, 10:17:31
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 10 
                                                                               
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Frage:

Muss ich als Rentner meine Steueridentifikationsnummer bekanntgeben?

Antwort:
Die Deutsche Rentenversicherung ist gesetzlich verpflichtet der Finanzverwaltung Mitteilung
über die geleisteten Rentenzahlungen zu machen.
Zur Zuordnung dieser Daten muss die Identifikationsnummer angegeben werden.
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 26. August 2009, 13:46:32
Wenn beruflich nichts mehr geht  Teil 11                                                                                 
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Urteil: Altersrente – Sozialplanabfindung


 Leitsätze:

1. Die Betriebsparteien dürfen im Sozialplan für Arbeitnehmer, die Anspruch auf vorgezogene Altersrente haben,
geringere Abfindungsansprüche vorsehen.
2. Dies gilt auch, wenn der Rentenbezug mit Abschlägen verbunden ist.                           
    BAG, Urteil vom 11.11.2008 -1 AZR 475/07

Sachverhalt und Entscheidungsgründe:

Der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hatte über die Klage eines schwerbehinderten Arbeitnehmers zu entscheiden, der bei Beendigung seines Arbeitsverhältnisses 60 Jahre alt war.
Dieser war der Auffassung gewesen, dass ihm eine höhere als die ihm nach dem Sozialplan zustehende Abfindung zustünde.
Der Sozialplan sah für Arbeitnehmer, die in unmittelbarem Anschluss an die Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf vorgezogene Altersrente hatten, geringere Abfindungen vor.
Das Gericht wies - wie auch die Vorinstanzen - die Klage ab und führte in seiner Begründung aus, dass die Betriebsparteien im Sozialplan für Arbeitnehmer, die Anspruch auf vorgezogene Altersrente haben, durchaus geringere Abfindungsansprüche vorsehen dürfen. Dies gilt auch, wenn der Rentenbezug mit Abschlägen verbunden ist.
Denn Sozialpläne dienen gemäß § 112 Abs. 1 Satz 2 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) dem Ausgleich oder der Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, die Arbeitnehmern in Folge von Betriebsänderungen entstehen.
Der Sozialplanabfindung kommt daher eine zukunftsbezogene Ausgleichs- und Überbrückungsfunktion zu.
Dementsprechend können die Betriebsparteien bei der Beurteilung des Umfanges der voraussichtlichen Nachteile Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigen.
Das Gericht führte weiter aus, dass zwar Ansprüche auf vorgezogene Altersrente regelmäßig an ein bestimmtes Lebensalter,
das Geschlecht oder eine Schwerbehinderung anknüpfen.
Gleichwohl liegt in ihrer Berücksichtigung durch die Betriebsparteien weder eine Verletzung des betriebsverfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes noch ein Verstoß gegen das Verbot, Personen wegen eines dieser Merkmale zu benachteiligen.

Fundquelle:
www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Urteile_Sozialplanabfindung_Rentennaehe_BAG_1AZR475-07.html (http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Urteile_Sozialplanabfindung_Rentennaehe_BAG_1AZR475-07.html)   

Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 19. Oktober 2009, 16:43:24
Erziehungszeit zählt wie Durchschnittsgehalt

Ein vorübergehender Berufsausstieg zur Kinderbetreuung führt bei Durchschnittsverdienern nicht zu einer kleineren Rente. Pro Kind werden bis zu drei Jahre Erziehungszeit anerkannt.

Diese werden dann wie Beitragszeiten eines Durchschnittsverdieners angerechnet.
Das erklärt die Initiative Altersvorsorge macht Schule in Berlin, die unter anderem von der Bundesregierung und der Deutschen Rentenversicherung getragen wird. Die Zeit wird also so bewertet, als ob ein Arbeitnehmer durchschnittlich verdient und entsprechende Anteile in die Rentenkasse eingezahlt hätte.

Der Durchschnittsverdienst beträgt rund 30 000 Euro pro Jahr.
Auch Eltern, die vor der Geburt nicht pflichtversichert waren - zum Beispiel Selbstständige -, erhalten in der Erziehungszeit eine Gutschrift von Rentenpunkten - ohne eigene Beitragsleistung.

In diesem Zeitraum können Betroffene dann auch Riestern.

mehr unter: www.altersvorsorge-macht-schule.de (http://www.altersvorsorge-macht-schule.de)   


Fundquelle: Auszug -  „VOLKSSTIMME“ -.10.2009
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 18. Mai 2010, 08:26:02
Auszahlen ohne Ärger

Eine Berufsunfähigkeitsrente ist mit Bedingungen verbunden


Berufsunfähigkeit zählt zu den existenziellen Risiken.
Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, verliert seine oft einzige Einkommensquelle.
Die stark zurückgeschraubten staatlichen Erwerbsminderungsrenten können den Verdienstausfall nicht wettmachen.
Da hilft nur eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.
Wichtig ist, sie rechtzeitig abzuschließen und genau auf die Bedingungen zu achten.
Ansonsten gibt es womöglich Streit statt Geld.

• Abstrakte Verweisung
Damit kann der Kunde auf einen anderen Beruf verwiesen werden.
Die vereinbarte Rente würde er dann nicht erhalten selbst, wenn er in diesem Beruf keine Arbeit findet.
Viele Unternehmen verzichten inzwischen darauf und benutzen stattdessen die konkrete Verweisung.
Das heißt, sie zahlen nur dann nicht, wenn der Versicherte beispielsweise nach einer Umschulung in einem anderen Beruf arbeitet und Geld verdient.
Wer feststellt, dass sein Vertrag die abstrakte Verweisung enthält, sollte seinen Versicherer darum bitten,
auf konkrete Verweisung umzustellen.

• Nachversicherungsgarantie
Sie erlaubt es, die Berufsunfähigkeitsrente nachträglich zu erhöhen,
ohne dass dafür eine erneute Gesundheitsprüfung anfällt.
Dies ist besonders für junge Leute wichtig.
Anlässe können sein: Hochzeit, Gehaltserhöhung oder auch die Geburt eines Kindes.

• Kurzer Prognosezeitraum
Hier sollten sechs Monate angegeben sein.
Prognostiziert ein Arzt für mindestens diesen Zeitraum eine Berufsunfähigkeit, gibt es die vereinbarte Rente.

• Rückwirkende Zahlung
Oftmals ist das Krankheitsbild zunächst unklar und Berufsunfähigkeit kann erst verzögert attestiert werden.
Dann zahlt der Versicherer rückwirkend zum Beginn der Krankheit.
Das können bis zu drei Jahre sein.
Wichtig ist, dass bei Antragstellung die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden -
ansonsten kann die Versicherung nämlich vom Vertrag zurücktreten.
Enthält ein Angebot Leistungsausschlüsse für bestimmte Krankheiten, sollte man sich
nach einem anderen Anbieter mit Komplettschutz umsehen.
Eventuell zahlt man dafür einen Risikozuschlag, bekommt aber im Ernstfall seine Rente.
Nicht zuletzt sollte der Vertrag möglichst bis zum gesetzlichen Rentenalter, also bis 67, reichen.
Da es für bestimmte Berufe solche Angebote nicht gibt, gilt der Grundsatz: so lange wie möglich.

Fundquelle: „Schweriner Express“ 05.05.2010                                     
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 23. September 2010, 19:11:30
Versicherung muss bei Betriebsschließung zahlen

Ein Selbstständiger hat Anspruch auf den Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung,
wenn er seinen Betrieb schließen muss.
Das hat das OLG Frankfurt entschieden.
Allerdings muss der Versicherte nach dem OLG-Urteil nachweisen, dass ihm eine Umorganisation
des Betriebes nicht möglich ist (Az.: 7 U 284/08).
Das Gericht hob mit seinem Urteil eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt auf und gab der Klage eines Versicherten statt.

Der Kläger hatte eine Kapitallebensversicherung verbunden mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen.
Für den Fall der Berufsunfähigkeit war vereinbart, dass die Lebensversicherung beitragsfrei würde.
Als der Kläger aus gesundheitlichen Gründen seine Textilreinigung aufgeben musste,
verlangte er von der Versicherung die vereinbarte Freistellung.
Die Versicherung vertrat dagegen unter anderem die Auffassung, der Kläger könne seinen Betrieb so organisieren,
dass er ihn nicht schließen müsse.

Das OLG sah die Sache anders.
Die Richter betonten, der Kläger habe vollschichtig in seinem Betrieb mitgearbeitet.
Daher sei nachvollziehbar, dass der Betrieb ohne seine Mitarbeit nicht rentabel weitergeführt werden könne.                                                                   
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 13. Dezember 2010, 16:07:55
Halbwaisenrente für Stiefkinder nur unter Bedingungen

Um Anspruch auf eine Halbwaisenrente zu haben, muss ein Stiefkind zuletzt längere Zeit im Haushalt des gestorbenen Stiefelternteils gelebt haben.
Voraussetzungen für eine Halbwaisenrente seien eine familiäre Bindung, eine gemeinsame Wohnung und finanzielle Unterstützung, teilte das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt am 7.12.2019 in Halle zu einem entsprechenden Urteil mit (Aktenzeichen: L 3 R212/08).   
                                                                                                                                       
Im konkreten Fall lehnte es die Klage eines Schwerbehinderten auf Halbwaisenrente ab.
Der Stiefvater war eineinhalb Jahre vor seinem Tod in eine eigene Wohnung gezogen.                       
Er kümmerte sich aus Sicht der Richter zwar weiter fürsorglich um den Kläger.                               
Ein Rentenanspruch sei aber nicht gegeben, weil er seit seinem Auszug nicht mehr zum Unterhalt des Stiefsohnes beigetragen habe.
Dieser hatte von Sozialhilfe gelebt.                               
Die Halbwaisenrente solle jedoch den mit dem Tod entfallenden Unterhalt ersetzen.

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME“ Dezember 2010 
                               
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 08. Januar 2011, 08:06:33
Je höher das eigene Einkommen, desto geringer die Witwenrente

gesamter Artikel unter:
Zusammenhang: Witwenrente und Einkommen (http://http://www.volksstimme.de/vsm/ratgeber/ratgeber_aktuell/?em_cnt=1888113)


Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ - Dezember 2010 
Titel: Re: Rente - u.a. Urteile vom BGH - Abschläge; Rentenüberprüfung; weiteres
Beitrag von: RalleGA am 28. April 2011, 19:21:21
Anspruch bleibt                
                                                                                                         
Urlaub verfällt nicht bei Erwerbsunfähigkeit


Arbeitnehmer verlieren ihren Urlaubsanspruch nicht, wenn sie eine Zeit lang eine Rente
wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten.
Der Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub und den Zusatzurlaub für Schwerbehinderte
bleibt in solchen Fällen bestehen.
Das ergibt sich aus einer Entscheidung des LAG Schleswig-Holstein (Az.: 4 Sa 209/10).

In dem Fall ging es um einen schwerbehinderten Beschäftigten im öffentlichen Dienst, der 2004 dauerhaft erkrankt war.
Ihm wurde zunächst befristet eine Rente wegen Erwerbsminderung bewilligt.                                                                                                                         
Danach erhielt er eine Dauerrente und schied 2009 aus dem Arbeitsverhältnis aus.
Der Mann wollte aber auch den ausstehenden Urlaub für die Jahre 2005 bis 2009 ausgezahlt bekommen.
Die Landesrichter gaben seiner Klage fast in vollem Umfang statt.   

Es gebe keine ausdrückliche Vorschrift, nach den Arbeitnehmern während des Bezugs einer befristeten Erwerbsminderungsrente der Erholungsurlaub gekürzt werden könne.
Der Mann habe also Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub und den Zusatzurlaub für Schwerbehinderte.
Da er die freien Tage wegen der befristeten Erwerbsunfähigkeit nicht nehmen konnte,
seien sie auch nicht nach dem 31. März des jeweiligen Folgejahres verfallen.

Fundquelle: Auszug - „ALTMARK-ZEITUNG“ 23.04.2011                          
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 11:45:20
Ich "Stapel" mal alles über Altersrenten usw. Themen in diesen Ordner neu.
Ich denke, wenn Riester, Rürup in einen anderem Ordner zu finden sind ist es übersichtlicher.




Artikel aus altem Ordner vom :14. Dezember 2009, 21:15:47 »

                      Fünf Jahre Beiträge für die Altersrente

In die gesetzliche Rentenversicherung müssen mindestens fünf Jahr lang Beiträge fließen, damit ein Anspruch auf Altersrente besteht. Daher kann es etwa sinnvoll sein, beim Wechsel in die Selbstständigkeit freiwillig weiter einzuzahlen.

Darauf weist die Initiative Altersvorsorge macht Schule in Berlin hin, die unter anderem von der Bundesregierung und der Deutschen Rentenversicherung getragen wird.
Neben freiwilligen und pflichtmäßigen Beiträgen werden auch Zeiten aus einem Versorgungsausgleich nach einer Scheidung und 400-Euro-Jobs berücksichtigt.
Diese Kriterien gelten für die sogenannte Regelaltersrente ab dem 67. Lebensjahr.

Für die vorgezogene Altersrente gelten andere Mindestanforderungen.
Für sie werden im Gegenzug zum Beispiel aber auch Kindererziehungs- und Studienzeiten angerechnet.
Die Aufstellung der vorliegenden Beitragszeiträume erhalten Versicherte mit dem Versicherungsverlauf
-    dieser Überblick ist in der ersten Renteninformation enthalten.
Er wird aber auch auf Anfrage zugestellt.
Vom 43. Lebensjahr an wird er in regelmäßigen Abständen automatisch zugeschickt.
Wer Lücken feststellt, sollte sich an eine Beratungsstelle der Rentenversicherung wenden.

Mehr zur Altersvorsorge unter:
www.altersvorsorge-macht-schule.de oder www.dpaq.de/Rente (http://www.dpaq.de/Rente)  

   
Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ 12-2009         
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 11:50:58
Artikel aus altem Ordner vom : 23. Januar 2010, 10:25:42 »

    Rentenformel: so funktioniert diese

Vier Faktoren sind Bestandteil der Rentenformel.

Mit ihr können alle, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, die Berechnung ihrer Altersrente nachvollziehen.
Pro Monat erhalten Ruheständler das, was beim Multiplizieren von Entgeltpunkten CEP), dem sogenannten Zugangsfaktor (ZF), dem Rentenartfaktor (RaF) und dem aktuellen Rentenwert (aRW) herauskommt,
schreiben die Rentenversicherer auf dem Portal www.Ihre-Vorsorge.de .

Also: EP mal ZF mal RaF mal aRW = Monatsrente.

Ihre angesammelten Entgeltpunkte entnehmen Sparer ihrem persönlichen Rentenkonto in der Renteninformation.
Der Zugangsfaktor ist durch den Zeitpunkt des Rentenbeginns bestimmt.
Der RaF beträgt für die Altersrente 1,0 - nur für andere Renten wie Erwerbsminderungsrenten weicht er ab.
Der aktuelle Rentenwert spiegelt die Lohnentwicklung und verändert sich immer wieder.

Fundquelle: „GENERAL-ANZEIGER – ALTMARK“ 20.01.2010
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 12:17:15
Artikel aus altem Ordner vom : 21. Februar 2011, 18:38:44 »


Kürzung von Invalidenrenten verfassungsgemäß

Die Kürzung von hunderttausenden Invalidenrenten ist rechtens.                                                 
Das Bundesverfassungsgericht bestätigte die seit 2001 gültige Praxis, Erwerbsminderungsrenten um bis zu 10,8 Prozent zu kürzen, wenn sie vor dem 60. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Die Kürzung sei gerechtfertigt, weil sie dem Ziel diene, die Rentenbeiträge zu senken und das System der Alterssicherung zukunftsfähig zu machen, (Aktenzeichen: 1 BvR 3588/08 und 1 BvR 555/09).
Mit der Kürzung wollte der Gesetzgeber verhindern, dass Rentner, die vorzeitig in Ruhestand gehen,
anstelle der Altersrente auf die Invalidenrente ausweichen.
Dies sei eine legitime Erwägung, so die Verfassungsrichter:
"Ein milderes, die Beschwerdeführer weniger belastendes Mittel, mit dem der Gesetzgeber seine Ziele ebenso gut hätte erreichen können, ist nicht ersichtlich."
Nach Angaben der Rentenversicherung waren im Jahr 2008 rund 900.000 Invaliden von der Rentenkürzung betroffen.

Altersrentner müssen, wenn sie früher in den Ruhestand gehen, einen monatlichen Abschlag von 0,3 Prozent hinnehmen.
Dieses Minus kann bis zu 18 Prozent betragen. - lebenslänglich -
Die Bezieher einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden daher mit erheblich geringeren Abschlägen belastet.       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 12:29:34
Artikel aus altem Ordner vom : 28. Mai 2011, 07:01:03 »

Aufbewahrungsfrist für DDR-Lohnunterlagen läuft aus


Lohnunterlagen von ehemaligen DDR-Betrieben müssen nur noch bis zum 31. Dezember 2011 aufbewahrt werden.
Versicherte sollten daher prüfen, ob ihr Rentenversicherungskonto geklärt ist.

Denn eine umfassende Rentenberechnung sei nur möglich, wenn das Versicherungskonto vollständig sei, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund.
Betroffen sind den Angaben zufolge rund 286 000 Versicherte, die in DDR-Betrieben gearbeitet haben.
Vor allem bei den Geburtsjahrgängen 1946 bis 1974 fehle oft der Nachweis der Beschäftigungszeiten bis zur Wiedervereinigung.
Die notwendigen Antragsunterlagen für eine Kontenklärung können im Internet heruntergeladen werden.

suche unter: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – Mai 2011    
 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 12:36:39
Artikel aus altem Ordner vom : 08. Juli 2011, 10:11:00 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages
 
Frage:

Mein Mann ist Jahrgang 54, zu 30 Prozent schwerbehindert und möchte eher in Rente gehen.
Ab wann geht das, und welche Abzüge kommen dann auf ihn zu?
 
Antwort:
Um als Schwerbehinderter vorzeitig in Rente gehen zu können, müsste er einen GdB 50 = schwerbehindert sein.
Wenn er diesen Grad der Behinderung bis zum Jahr 2014 erreicht, kann er mit 60 Jahren und acht Monaten Altersrente beziehen, allerdings mit Abschlägen von 10,8%.
Ansonsten wäre der früheste Rentenbeginn mit dem 63. Lebensjahr möglich – mit Abschlägen von 9,6%.                                                       

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – März 2011       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 13:28:32
Artikel aus altem Ordner vom : 27. Juli 2011, 18:53:42 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages

Frage:

Was muss man bezahlen, wenn man die Hilfe des Versichertenberaters in der Nachbarschaft beim Ausfüllen des Rentenantrages in Anspruch nimmt?

Antwort:
Diese Hilfe kostet Sie nichts.
Denn die Versichertenberater der deutschen Rentenversicherung arbeiten ehrenamtlich.
Sie werden alle sechs Jahre bei den Sozialwahlen bestätigt und sind in der Lage, mit Ihnen die Versicherungsunterlagen durchzugehen, die Anträge zu stellen und an den Versicherungsträger weiterzuleiten.

Im Übrigen fanden die letzten Sozialwahlen am 1. Juni statt.
Ein Versichertenberater oder Versichertenältester kann Ihnen immer auch anhand eines entsprechenden Dokuments nachweisen, dass er als Berater kompetent und berechtigt ist.                                                                                             

Sie finden einen Berater in Wohnortnähe über das örtliche Telefonbuch bzw. im Internet unter:
www.deutsche-rentenversicherung.de.

Fundquelle:  „VOLKSSTIMME“ – März 2011      
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 13:36:00
Artikel aus altem Ordner vom : 31. Juli 2011, 12:32:29 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages

Frage:

Ich bin 51 Jahre alt, arbeitslos und habe einen Riester-Vertrag.
Soll ich den kündigen?

Antwort:
Sie sollten den Vertrag auf keinen Fall kündigen.
Denn damit gingen Ihnen die staatlichen Zulagen verloren.
Gegebenenfalls kommen noch Storno-Kosten dazu.
Sie sollten versuchen, mit einem eventuell kleineren Eigenbetrag weiter zu "riestern",
um sich zur gesetzlichen Rente noch einen monatlichen Betrag für die Lebenshaltung im Alter zu sichern.
Da käme lediglich der Sockelbetrag auf Sie zu.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – März 2011        
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 13:41:20
Artikel aus altem Ordner vom : 02. August 2011, 09:43:28 »


Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages

Frage:

Ich bin 56 Jahre alt und beziehe Erwerbsminderungsrente und habe einen Vertrag für eine Private Rente,
die ich mit 65 ausgezahlt bekomme.
Soll ich die monatlich beziehen oder lieber als Einmalauszahlung nehmen?
Gibt es für die eine oder andere Variante irgendwelche Nachteile?

Antwort:

Nein.
Da Sie einen Vertrag besitzen, der vor 2005 abgeschlossen wurde, ist die Auszahlung sogar steuerfrei.
Sie können sich in Ruhe entscheiden, was für Sie mehr Sinn macht, ohne Nachteile befürchten zu müssen.

Fundquelle:  „VOLKSSTIMME“ – März 2011
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 13:46:13
Artikel aus altem Ordner vom : 03. August 2011, 13:28:59 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages

Frage:

Ich bin 60 Jahre alt und Altersrentnerin.
Was darf ich hinzuverdienen, ohne dass meine Rente gekürzt wird?

Antwort:
Bis zur sogenannten Regelaltersgrenze – die durch die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre individuell unterschiedlich ist – dürfen Sie zur Altersrente 400 Euro hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird.                                                           

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – April 2011  
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 13:52:16
Artikel aus altem Ordner vom : 13. August 2011, 14:20:49 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages                        

Frage:

Als Schwerbehinderter mit einen GdB 80 möchte ich vorzeitig in Rente gehen.
Ich bin Jahrgang 1956.
Wann ist das zu welchen Konditionen möglich?

Antwort:
Vorausgesetzt, Sie haben die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt, können Sie bei diesem Grad der Schwerbehinderung frühestens mit 60 Jahren und zehn Monaten in Rente gehen.
Sie müssten dann allerdings Abschläge von 10,8% in Kauf nehmen.

Fundquelle:  „VOLKSSTIMME“ – März 2011
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 13:58:16
Artikel aus altem Ordner vom : 28. August 2011, 19:24:18 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages          

Frage:

Ich bin in Altersteilzeit in der Ruhephase.
In einem halben Jahr möchte ich in Rente gehen.
Muss ich einen Rentenantrag stellen?

Antwort:

Unabhängig, ob in Altersteilzeit, Arbeitslosigkeit oder in Voll- oder Teilzeit-Beschäftigung,
eine Rente muss man drei - vier Monate vor Rentenbeginn beantragen.

Dies können Sie in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung machen.
www.deutsche-rentenversicherung.de
Vereinbaren Sie dafür einen Termin.
Formulare müssen Sie dafür nicht ausfüllen.       

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – April 2011     
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 14:03:49
Artikel aus altem Ordner vom : 31. August 2011, 10:00:23 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages

Frage:

Was kann ich machen, wenn ich mit dem Rentenbescheid nicht einverstanden bin?
Wer beschäftigt sich dann mit meinem Anliegen?

Antwort:
Innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheids können Sie Widerspruch einlegen.
Gibt die Verwaltung Ihrem Anliegen nicht gleich statt, prüft ein Widerspruchsausschuss nochmals,
ob der Bescheid abzuändern ist.
In diesem Ausschuss sind neben Vertretern der hauptamtlichen Verwaltung auch gewählte ehrenamtliche Versichertenberater – die im Rahmen der Sozialwahl gewählt werden –
und Arbeitgebervertreter aus der Selbstverwaltung.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – März 2011   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2011, 14:14:45
Artikel aus altem Ordner vom : 31. August 2011, 18:15:49 »

Versichertenberater helfen kostenlos beim Ausfüllen des Rentenantrages                 

Frage:

Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich ja zum 1. Januar erhöht.
Bekomme ich jetzt einen neuen Rentenbescheid?

Antwort:
Nein, die Beitragserhöhung wird Ihnen über den Kontoauszug mitgeteilt.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – April 2011  
               
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 14. Oktober 2011, 10:31:28
Rente und mehr...

Frage 1:

Ich habe eine Erwerbsminderungsrente beantragt, was jetzt abgelehnt wurde.               
Dafür soll ich eine medizinische Rehabilitation machen.
Geht das?

Antwort 1:
Die Rentenversicherung kann einen Rentenantrag in einen Reha-Antrag umwandeln, wenn sie der Ansicht ist,
dass sich dadurch Ihr Gesundheitszustand verbessert bzw. Ihre Gesundheit wieder hergestellt wird.                                                 
Umgekehrt kann ein Reha-Antrag auch in einen Rentenantrag umgewandelt werden.

Fundquelle: Auszug -  „SONNTAGS-NACHRICHTEN“ Altmark vom 18.09.2011 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 16. Oktober 2011, 16:08:58
Rente und mehr...

Frage 2:

Ich bin 62, habe 45 Versicherungsjahre. Kann ich abschlagsfrei in Rente "gehen" ?

Antwort 2:
Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, zu denen Sie mit 45 Versicherungsjahren gehören,
gibt es ab 2012 für jene, die mindestens 65 Jahre alt sind und 45 Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt haben.

Fundquelle: Auszug - „SONNTAGS-NACHRICHTEN“ Altmark vom 18.09.2011   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 26. Oktober 2011, 09:27:11
Rente und mehr...

Frage 3:

Ich bin 65 und seit kurzem Altersrentner.
Mit meiner Rente komme ich nicht aus.
Kann ich nebenbei etwas verdienen, ohne, dass mir meine Rente gekürzt wird?

Antwort 3:
Als Regelaltersrentnerkönnen Sie unbegrenzt hinzuverdienen.

Fundquelle: „SONNTAGS-NACHRICHTEN“ Altmark vom 18.09.2011   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 27. Oktober 2011, 17:29:39
Rente und mehr...

Frage 4:

Ich bin selbstständig seit 1990, habe mit einer privaten Rente und einer Riester-Rente über meine Frau vorgesorgt,
habe außerdem noch Restansprüche an die gesetzliche Rente.
Alles in allem sind das ca. 700 €. Ich glaube, das reicht nicht.
Was kann ich noch machen?
Gibt es im Rentenalter noch irgendeine staatliche Unterstützung?

Antwort 4:
Erkundigen Sie sich nach den Regeln der Basis- Rente.
Zum Beispiel können die Beiträge flexibel eingezahlt werden, um den jeweils vollen Förderrahmen auszuschöpfen - in diesem Jahr bis 14.400 €.
Reichen die bestehenden Renten nicht zum Leben, können Sie die steuerfinanzierte Grundsicherung beantragen.
Hier werden bei der Berechnung aber alle Einkünfte und Vermögen berücksichtigt.

Fundquelle: „SONNTAGS-NACHRICHTEN“ Altmark vom 18.09.2011  

persönliche Anmerkung:
Einen Antrag auf Gewährung von Grundsicherung, wegen dauernder Erwerbsminderung bzw. Alters,
kann man beim zuständigen Sozialamt des Landkreises stellen.
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 29. Oktober 2011, 16:14:13
Rente und mehr...

Frage 5:

Ich bekomme eine Erwerbsminderungsrente.
Wird meine Regelaltersrente in zwei Jahren geringer ausfallen?

Antwort 5:
Keine Sorge, die Regelaltersrente wird auf keinen Fall geringer sein als Ihre jetzige Erwerbsminderungsrente.
Sie kann sogar etwas höher sein, wenn Sie in der Zeit der Erwerbsminderung zB. noch einen 400 € -Job hatten.

Fundquelle: „SONNTAGS-NACHRICHTEN“ Altmark vom 18.09.2011  
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 04. November 2011, 16:23:16
Rente und mehr...

Frage 6:

Ich bekomme eine vorgezogene Altersrente wegen Schwerbehinderung.
Ich könnte jetzt 800 € im Monat dazu verdienen.
Fällt meine Rente weg?

Antwort 6:

Nein, Ihre Rente fällt nicht weg.
Sie wird gegebenenfalls als Teilrente weitergezahlt.
Bis zu einem Hinzuverdienst von 850 € - in den neuen Bundesländern - bekommen Sie noch ein Drittel Ihrer Rente.
Ihre persönliche Hinzuverdienstgrenze kann höher sein.
Sie können Sie auch Ihrem Rentenbescheid entnehmen.

Fundquelle: „SONNTAGS-NACHRICHTEN“ Altmark vom 18.09.2011     

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 12. November 2011, 14:02:02
Rente – bei Gesundheitsfragen sind Vermittler in der Pflicht

Wenn ein Antragsteller bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung erkennbar ungenaue Angaben macht,
muss der Vermittler nachfragen.
Tut er das nicht, muss die Versicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit zahlen.
Das entschied das Oberlandesgericht Hamm. (Az: OLG Hamm I-20 U 21/09)

Ein Gärtner wurde durch eine Arthritis-Erkrankung berufsunfähig.
Der Versicherer wollte nicht zahlen, weil sich der Mann bei Vertragsschluss in ärztlicher Behandlung befand.                         
Vor Gericht kam die Versicherung damit nicht durch.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME 01.10.2011                                                        
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. November 2011, 15:06:28
2012 kommt die Rente ab 67   (1)

Ab 1947 Geborene müssen länger arbeiten/Anhebung in Trippelschritten


Die Rente mit 67 Jahren rückt näher:
Ab 2012 werden Millionen Bundesbürger länger arbeiten müssen,
wenn sie sich ohne Abzüge zur Ruhe setzen wollen.
Das Rentenalter von heute 65 wird für alle ab 1947 Geborenen schrittweise um bis zu zwei Jahre angehoben.           
Die Jüngeren trifft das Gesetz am härtesten:                                                                                       
Ab Jahrgang 1964 liegt die Hürde für den Ruhestand  in der Regel bei vollen 67 Jahren.

Wer sich früher aus dem Job verabschieden will, darf das in Zukunft frühestens ab 63 tun - und muss schlimmstenfalls das Doppelte an Einbußen verkraften.
Heute verzichten Bürger, die frühzeitig in Rente gehen, im Schnitt auf 100 € im Monat, und das lebenslang.
Von der Rente mit 67 gibt es aber auch Ausnahmen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“ 07.10.2011 

Persönliche Anmerkung:
Die Berater der Deutschen Rentenversicherung hätten bereits alle Hände voll zu tun, um die vielen Anfragen zu beantworten, als stellt Euch in der Schlage bei der Rentenversicherung an.                             
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 21. November 2011, 17:08:25
2012 kommt die Rente ab 67  (2)

Ab 1947 Geborene müssen länger arbeiten/Anhebung in Trippelschritten


Hier die wichtigsten Eckpunkte der Neuregelung:

Warum müssen die Deutschen länger arbeiten? 
Die Rente mit 67 soll sicherstellen, dass das Rentensystem stabil bleibt und die Beiträge für die Jüngeren bezahlbar.                                                                                                                                                             
Denn:
Die Deutschen leben immer länger und bekommen immer länger Rente vom Staat.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“ 07.10.2011   
                                       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. November 2011, 09:24:04
2012 kommt die Rente ab 67 (3)                                                                                                                  

Ab 1947 Geborene müssen länger arbeiten/Anhebung in Trippelschritten   

                                                           
Wer kann künftig wann in Rente gehen?         
                                                                                                     
Die Altersgrenze steigt ab dem nächsten Jahr für die Jahrgänge 1947 bis 1964 in Tippelschritten auf 67 Jahre.
Je älter, desto verkraftbarer:
1949 Geborene können beispielsweise mit 65 Jahren und drei Monaten in Rente gehen.
Der Jahrgang 1960 darf das erst mit 66 Jahren und vier Monaten tun.
Wer 1964 oder später geboren ist, kriegt seine Rente ohne Abzüge in der Regel erst mit 67 Jahren.         
                                 
Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“ 07.10.2011                                         
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 28. November 2011, 09:35:59
2012 kommt die Rente ab 67  (4)

Ab 1947 Geborene müssen länger arbeiten/Anhebung in Trippelschritten


Was ist mit einer früheren Rente?   

Mit 60 sich aufs Altenteil zurückzuziehen, wird endgültig zum Auslaufmodell.
Wer nicht bis 67 arbeiten kann oder will, kann erst ab 63 in Rente gehen, wenn mindestens 35 Jahre Versicherungsbeiträge eingezahlt wurden und respektive Zeiten für Ausbildung, Wehrdienst, Arbeitslosigkeit
oder Kindererziehung da sind.
Der frühzeitige Rückzug ist zudem mit teils empfindlichen Einbußen verbunden. Lebenslang.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“ 07.10.2011                                            
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 01. Dezember 2011, 09:42:54
2012 kommt die Rente ab 67  (5)

Ab 1947 Geborene müssen länger arbeiten/Anhebung in Trippelschritten


Wie hoch sind die Abschläge?

Das hängt von Geburtsjahr und Renteneintrittsalter ab.
Grundsätzlich werden für jeden Monat, den der Betroffene früher in den Ruhestand geht,
0,3% von der Rente abgezogen.
Wer sich also erst mit 67 Jahren aus dem Job verabschieden darf, aber schon volle vier Jahre früher gehen möchte,
muss auf 14,4% seiner Rente verzichten.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“ 07.10.2011                                              
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. Dezember 2011, 11:24:41
2012 kommt die Rente ab 67 (6)                                                                                                                        

Ab 1947 Geborene müssen länger arbeiten/Anhebung in Trippelschritten


Was ist bei Krankheit?

Bei den Erwerbsminderungsrenten steigt das Eintrittsalter ohne Abzüge von 63 auf 65 Jahre.
Wer aus gesundheitlichen Gründen früher aus dem Beruf ausscheidet, muss in der Regel Kürzungen bis 10,8% hinnehmen. 
Für schwerbehinderte Bürger ab Jahrgang 1952 steigt die Altersgrenze ebenfalls von 63 auf 65 Jahre.
Sie können ab 62 in Rente gehen - wenn sie Abzüge von 0,3% pro Monat in Kauf nehmen.
Lebenslang.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-ZEITUNG“ 07.10.2011                                          
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 13. Dezember 2011, 02:01:18
Rente im Mittelpunkt  -

"Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?"


Im Jahr 2007 wurde die Anhebung des Renteneintrittsalters beschlossen.
In der Folge wird ab 2012 der Beginn bei der Regelaltersrente stufenweise vom 65. Lebensjahr
auf das 67. Lebensjahr angehoben.
Somit ist ein Rentenbeginn mit Vollendung des 65. Lebensjahres nicht mehr möglich.
Es gibt weitere Rentenarten und Vertrauensschutzregelungen, so dass ein früherer Rentenbeginn mit Rentenminderung möglich ist.
Für die Geburtsjahrgänge ab 1952 ist kein Renteneintritt in eine Altersrente
 mit Vollendung des 60. Lebensjahres mehr möglich.

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME“ Oktober 2011        
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 14. Dezember 2011, 09:47:20
"Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?"

Frage 1:

Ich bin 1952 geboren, ab wann kann ich in Rente gehen?

Antwort 1:

Geregelt ist, dass ab Jahrgang 1947 die Regelaltersgrenzen stufenweise angehoben werden.         
In Ihrem Fall beträgt die Anhebung sechs Monate, das heißt, dass Sie Ihre abschlagsfreie Altersrente ab 65 Jahren und sechs Monaten erhalten.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – Oktober 2011                                                                   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. Dezember 2011, 17:22:26
"Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?"

Frage 2:
Kann ich die Altersrente auch vorzeitig in Anspruch nehmen?

Antwort 2:

Diese Möglichkeit gibt es nach wie vor. Voraussetzung für eine Altersrente für langjährig Versicherte ist die Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren.
Diese kann frühestens ab dem 63. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Allerdings müssen Sie Rentenabschläge in Kauf nehmen.
Diese Abschläge betragen 0,3% für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme.
LEBENSLANG.
Ein Beispiel:
Versicherte des Jahrgangs 1953 können mit einem Rentenabschlag von 9,3% ab dem 63. Lebensjahr
diese Rente in Anspruch nehmen.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – Oktober 2011                                
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. Dezember 2011, 09:37:09
"Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?"

Frage 3:
Welche Zeiten zählen zu der Wartezeit von 35 Jahren?

Antwort 3:

Hierzu zählen Zeiten einer versicherungspflichtigen Beschäftigung genauso wie Zeiten der Kindererziehung und Zeiten eines Schulbesuchs ab dem 17. Lebensjahr.
Auch der Wehrdienst, Berufsausbildung und Studium zählen mit.
Für Fragen zu Ihrem Einzelfall stehen die Mitarbeiter der Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung zur Verfügung.                           

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – Oktober

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 19. Dezember 2011, 14:45:30
"Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?"

Frage 4:

Zählen zu den 45 Arbeitsjahren auch Zeiten der Kindererziehung?

Antwort 4:
Für diese 45 Jahre werden Zeiten für die Erziehung von Kindern bis zum 10. Lebensjahr angerechnet.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – Oktober 2011     
                               
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. Dezember 2011, 18:49:30
"Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?"

Frage 5:
Ich arbeite bereits seit meinem 14. Lebensjahr in der Landwirtschaft und kann aus gesundheitlichen Gründen
nicht bis zu meinem 67. Geburtstag arbeiten.                                                       
Habe auch ich Abschläge zu befürchten?

Antwort 5:
Für Versicherte, die mindestens 65 Jahre alt sind und 45 Jahre mit Pflichtbeiträgen zurück gelegt haben,
gibt es die Möglichkeit, die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ohne Abschläge zu erhalten.

Fundquelle: „VOLKSSTIMME“ – Oktober 2011                                                         
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. Dezember 2011, 10:43:40
"Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?"

Frage 6:
Ich bin 1954 geboren und habe einen Schwerbehindertenausweis.                                                           
Ab wann kann ich eine Rente in Anspruch nehmen?

Antwort 6:

Beim Vorliegen von mindestens eines Grad der Behinderung (GdB) 50 und Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren besteht für Sie ein Anspruch auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 63 Jahren und acht Monaten.
Wenn Sie diese Rente bereits vorzeitig in Anspruch nehmen möchten,
ist dies in Ihrem Fall mit 60 Jahren und acht Monaten mit einem Abschlag von 10,8% möglich.                                                     
Fundquelle:Auszug - „VOLKSSTIMME“ – Oktober 2011                                                                
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. Januar 2012, 16:02:34
BU-Rente:              Berufsunfähig – und nun?                  -1-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Kaum jemand mag es sich vorstellen, aber für Millionen ist es Realität:                                                             
der Verlust der Arbeitskraft trifft hierzulande jedes Jahr rund 200.000 Berufstätige und stellt viele von ihnen vor existenzielle Probleme.
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht in den meisten Fällen kaum für das Notwendigste -
eine private Absicherung der Existenz ist also ebenso wichtig wie eine private Altersvorsorge.

Worauf es dabei ankommt:
Hier die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:


Wie berechnet sich die Höhe der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente?

Zunächst einmal hängt sie von der Frage ab, wie viele Stunden Sie noch arbeiten können -
unabhängig von Ihrer bisherigen Tätigkeit.

Können Sie nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten, erhalten Sie die volle Erwerbsminderungsrente.
Können Sie noch zwischen drei und sechs Stunden arbeiten, die halbe Rentenleistung.
Die volle Erwerbsminderungsrente deckt 30 bis 36% des letzten Bruttoeinkommens ab,
die halbe entsprechend nur 15 bis 18%.
Statistisch betrachtet zahlt der Staat für eine halbe Erwerbsminderungsrente bei Frauen derzeit durchschnittlich etwa 300 €, bei Männern etwa 400 € im Monat.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                             
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 28. Januar 2012, 09:49:39
BU-Rente:               Berufsunfähig – und nun?                               -2-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Ab welchem Alter ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sinnvoll?

Empfehlenswert ist der Einstieg in die BU so früh wie möglich.
Erstens sind die Beiträge bei jüngerem Eintrittsalter deutlich günstiger und zweitens bekommen Kunden,
die noch keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben, keine Zuschläge berechnet.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                    
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 30. Januar 2012, 17:25:47
BU-Rente:                    Berufsunfähig – und nun?              -3-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Ist die Einteilung der Berufsgruppen bei allen Versicherern gleich?

Die Einstufung der Berufsgruppen ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.                                       
Die individuelle Einstufung wirkt sich jedoch auf die Versicherungsprämie aus.                                             
Ein Vergleich kann sich also lohnen.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                     
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 01. Februar 2012, 09:37:04
BU-Rente:                             Berufsunfähig – und nun?          -4-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Wie und durch wen wird der Grad der Berufsunfähigkeit ermittelt? 

Der Versicherer zählt zunächst schlicht nach, welche Tätigkeiten in Ihrem Beruf über den Tag verteilt anfallen
und welche davon Sie weiterhin ausüben können.
Hier geht es um die Frage, ob eine Berufsunfähigkeit vorliegt und wenn ja, in welchem Grad.
Zusätzlich werden die Tätigkeiten im Zusammenhang geprüft, um zu sehen, wie viele Tätigkeiten,
in Minuten ausgedrückt, Sie noch ausüben könnten.
Danach; und nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen; richtet sich die Entscheidung,
ob und in welcher Höhe ihr Anbieter leistet.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010
                     
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 03. Februar 2012, 17:49:41
BU-Rente:                         Berufsunfähig – und nun?                -5-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Wegen einer Vorerkrankung kann ich keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.         
Gibt es Alternativen?

Erste Wahl sollte immer eine Berufsunfähigkeitsversicherung sein, weil sie den umfassenderen Schutz bietet.
Für Berufstätige, die aus gesundheitlichen oder auch finanziellen Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, gibt es bei einigen wenigen Versicherern eine Alternative in Form der Existenzschutzversicherung.             
Sie zahlt im Versicherungsfall eine lebenslange monatliche Rente.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                           
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 06. Februar 2012, 16:54:40
BU-Rente:                            Berufsunfähig – und nun?                   -6-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


In welchen Fällen tritt die Existenzschutzversicherung ein?

Die Existenzschutzversicherung unseres Hauses beispielsweise leistet, wenn nach einem Unfall eine mindestens 50%ige Invalidität festgestellt wird oder schwere Schädigungen eines wichtigen Organs wie Herz, Lunge oder Leber vorliegen.
Zudem tritt sie ein, wenn wichtige Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Sprechen verloren gehen oder der Betroffene in eine Pflegestufe eingestuft wird.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                                   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 09. Februar 2012, 17:43:02
BU-Rente:                             Berufsunfähig – und nun?                       -7-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Ist für die Existenzschutzversicherung eine Gesundheitsprüfung erforderlich?

Ja, allerdings ist sie wegen des geringeren Risikos nicht so umfassend wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Bis zum 45. Lebensjahr lässt sich zudem bei besonderen Anlässen wie zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes
oder Immobilienkauf die vereinbarte Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung um maximal 500 € erhöhen.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010
                         
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 13. Februar 2012, 09:31:49
BU-Rente:                  Berufsunfähig – und nun?        -8-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Kann ein Versicherer den Versicherungsschutz ablehnen,
wenn ich in einen Beruf mit einer risikoreicheren Tätigkeit wechsele?

Gute Anbieter lassen diesen Wechsel ohne Preiserhöhung zu.
Wer nach Abschluss einer BU z.B. bei AXA eine risikoreichere Tätigkeit aufnimmt oder eine Risikosportart ausübt,
behält seinen Versicherungsschutz - und zwar ohne Meldepflicht und ohne zusätzlichen Mehrbeitrag.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                         
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. Februar 2012, 09:03:21
BU-Rente:                 Berufsunfähig – und nun?           -9-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Was bedeutet es für meine private BU, wenn ich arbeitslos werde?

Wer Beiträge zahlt, ist auch weiterhin versichert.
Tritt die Berufsunfähigkeit während der Arbeitslosigkeit ein, ist zu klären, welche Regelungen Ihr Versicherungsvertrag in Bezug auf die Verweisbarkeit bei längerer Arbeitslosigkeit vorsieht.
Im Idealfall informiert man sich über diese Regelung schon bei Vertragsabschluss.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                                 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 17. Februar 2012, 17:05:55
BU-Rente:            Berufsunfähig – und nun?        -10-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Was bedeutet der Verzicht auf eine "konkrete Verweisung?

Es gibt zwei Arten von Verweisung:
Die abstrakte Verweisung besagt, dass Ihnen zugemutet werden kann, in jedem anderen Beruf zu arbeiten,
auch wenn es in diesem Beruf praktisch keine offenen Stellen gibt.
Bei der Feststellung der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente wird genau so verfahren,
die meisten privaten Versicherer verzichten darauf.
Einige Versicherer verzichten sogar auf eine konkrete Verweisung.
Bei AXA beispielsweise bedeutet dies, dass die BU-Rente auch dann gezahlt wird, wenn der Kunde den versicherten Beruf noch ausübt, aufgrund der BU aber Einkommenseinbußen von mehr als 20% hat.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010 
                           
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 21. Februar 2012, 09:14:21
BU-Rente:           Berufsunfähig – und nun?           -11-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Sind Zahlungen aus einer privaten Berufsunfähigkeitsrente steuerpflichtig?

Das kommt darauf an:

1.
Wenn Sie den BU-Schutz in Kombination mit einer betrieblichen Altersvorsorge oder Basisrente abgeschlossen haben, muss sie voll versteuert werden.

2.
In allen anderen Fällen ist nur der Ertragsanteil zu versteuern.
Der Ertragsanteil ist umso höher, je eher die BU-Rente beansprucht wird.
Denn je länger die verbleibende Laufzeit, umso höher ist der Ertragsanteil.

3.
In vielen Fällen wird allerdings keine Steuer fällig, weil der Ertragsanteil unterhalb des Grundfreibetrags liegt.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                                   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. Februar 2012, 09:11:43
BU-Rente:                   Berufsunfähig – und nun?     -12- 

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Kann man eine BU mit anderen Versicherungen kombinieren?

Das kann sogar sehr sinnvoll sein.
In Kombination mit einer Rentenversicherung können Sie ein zusätzliches Polster fürs Alter schaffen
oder in Kombination wie einer Risikolebensversicherung Ihre Familie zusätzlich absichern.                                                                                                                     

Interessant ist auch die Verbindung mit einer steuerlich geförderten Basisrente:   
                                                 
Der BU-Schutz wird dann durch die steuerliche Förderung im Vergleich zur selbstständigen Berufsunfähigkeitsvorsorge deutlich günstiger im Beitrag.                                                                           
Möglicher Nachteil:
Im Leistungsfall muss die BU-Rente voll versteuert werden.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                             
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. Februar 2012, 17:30:18
BU-Rente:      Berufsunfähig – und nun?          -13-

Kalkulierte Vorsorge statt verdrängtem Risiko


Ich habe bisher als Berufskraftfahrer gearbeitet und gehe jetzt in den Innendienst.                                             
Was bedeutet das für meine private BU?

Nach erfolgreicher Gesundheitsprüfung und Berufseinstufung kann sich die Prämie innerhalb des bestehenden Vertrages deutlich verringern.                                                                                                           
Es lohnt also, eine berufliche Veränderung zu melden.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 20.10.2010                          
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. März 2012, 14:37:10
Rente mit 67:

Startschuss ist am 1. Januar 2012 gefallen

Für die Befürworter ist sie ein unverzichtbarer Beitrag zur Generationengerechtigkeit.
Für die Kritiker ein groß angelegtes Renten-Kürzungsprogramm.
Die Rede ist von der Rente mit 67. Am 1. Januar beginnt der Einstieg.
Knapp fünf Jahre nach dem Beschluss des Bundestages geht's jetzt richtig los:
Mit dem Neujahrstag 2012 beginnt der erste Schritt zur Anhebung des gesetzlichen Rentenalters von derzeit 65 auf 67 Jahre.
Im Jahr 2029 ist der Prozess abgeschlossen.
Dann gibt's die Rente ohne Abschläge im Regelfall nur noch mit 67 Jahren.
Nachfolgend ein Überblick über die Fakten sowie über Argumente und Gegenargumente.

Wie sieht der Stufenplan zur Rente mit 67 aus?

Das Regelalter für die abschlagsfreie Rente steigt von derzeit 65 Jahren anfangs in Schritten von einem Monat,
in der zweiten Phase in Zwei-Monats-Schritten.
2029 ist die Anhebung auf 67 Jahre erreicht.
Die erste Anhebung um einen Monat im nächsten Jahr trifft den Geburtsjahrgang 1947.
Jene also, die im Laufe der kommenden zwölf Monate 65 werden.
Der erste Jahrgang, der für die volle Rente bis 67 arbeiten muss, ist der Geburtsjahrgang 1964.
Das sind die Frauen und Männer im Alter von heute 47 Jahren oder jünger.

Warum wurde die Rente mit 67 beschlossen?
Aus demografischen Gründen: Weil die Bundesbürger immer länger leben und daher immer länger Rente beziehen.
Und weil zugleich die Zahl der Beitragszahler schrumpft. Die Rente mit 67 soll hier für neue Balance sorgen.

Mit welcher demografischen Entwicklung ist zu rechnen?

Bis zum Jahr 2030 wird sich der Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland weiter deutlich verändern.
Die Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen - das sind die Erwerbsfähigen - schrumpft nach den Prognosen um fünf Millionen auf dann rund 45 Millionen.
Im selben Zeitraum nimmt die Zahl der Menschen über 65 um gut 6 auf 22 Millionen zu.
Mit anderen Worten:
Kamen vor 20 Jahren noch vier Erwerbsfähige auf einen Rentner, so wird sich das Verhältnis im Jahr 2030 voraussichtlich auf 2:1 verschlechtern.

Wie hat sich die Rentenbezugsdauer entwickelt?
Sie hat sich in den vergangenen 40 Jahren deutlich erhöht:
Ein durchschnittlicher West-Ruheständler bezog 1970 noch 11,1 Jahre Rente. 2010 waren es bereits 18,4 Jahre.
Im Osten Deutschlands nahm die Rentenbezugsdauer im Schnitt zwischen 1995 und 2010 von 16 auf 18,9 Jahre zu (frühere Zahlen für Ostdeutschland liegen nicht vor).


Info Bundesarbeitsministerium (http://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/Gesetzliche-Rentenversicherung/Arbeiten-bis-67/rente-mit-67.html?cms_searchArchive=0&cms_sortString=-score_&cms_searchIssued=0&cms_templateQueryString=Rente++ab+67+)   

Position Gewerkschaften  (http://www.gegenblende.de/11-2011/++co++63eadfdc-f004-11e0-7204-001ec9b03e44)

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME“ – Dezember 2011                             
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 26. März 2012, 08:42:02
Unfallrente wird nicht auf Witwerrente angerechnet         

Der Anspruch auf die Witwerrente mindert sich nicht, wenn man gleichzeitig eine Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung bezieht.
Urteil LSG Baden-Württemberg entschieden (Aktenzeichen: L 9 R 153/09).                                                                                                                             
Die Verletztenrente werde nicht als Einkommen auf die Hinterbliebenenrente angerechnet,
urteilte das Landessozialgericht Baden-Württemberg                                                                                                             
Der Fall: Ein Mann hatte nach dem Tod seiner Ehefrau Witwerrente beantragt.                                                     
Neben seiner Altersrente in Höhe von ca. 1.000 €/Monat erhielt er von der Unfallversicherung auch eine Verletztenrente von ca. 675 €.
Die Witwerrente wurde ihm zwar bewilligt, allerdings nicht ausbezahlt, da nach Auffassung des Rentenversicherungsträgers sowohl die eigene Altersrente als auch die Unfallrente anteilig als Einkommen zu berücksichtigen seien.
Der maßgebliche Freibetrag werde überschritten, entschied die Behörde.                                                                                                                                             

Das Urteil: Vor dem LSG bekam der Witwer Recht.                                                                                             
Die Verletztenrente müsse als steuerfreie Einnahme anrechnungsfrei bleiben, entschieden die Richter.
Die beklagte Rentenversicherung müsse daher rückwirkend eine höhere Witwerrente bezahlen.       

Fundquelle: Auszug „VOLKSSTIMME“ – Januar 2012                                                       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 04. April 2012, 18:28:13
Keine Witwenrente bei Versorgungsehe

Wer einen todkranken Menschen heiratet, der kurz nach der Eheschließung stirbt, bekommt keine Witwenrente. Das hat das Hessische LSG entschieden. (Az: Hessisches LSG L 5 R 320/10.

Der Gesetzgeber hat Jahr 2001 geregelt, dass ein Anspruch auf Hinterbliebenenrente nicht bestehe,
wenn die Ehe nicht mindestens ein Jahr gedauert habe.
Nur wenn besondere Umstände die Annahme einer Versorgungsehe widerlegen, kann eine Rente beansprucht werden. Hiervon ist nicht auszugehen, wenn zum Zeitpunkt der Heirat ein Partner an einer Krebserkrankung im Endstadium leidet und die Ehe 17 Tage gehalten hat.   

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME“  Januar 2012                                   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 28. April 2012, 09:22:54
Schritte gegen Altersarmut dringend nötig

Kommentar zur Erhöhung der Renten zum 01.07.2012


Im Herbst 2011 bis Frühjahr 2012 war in den Medien von der voraussichtlichen Rentenerhöhung
ab 1. 07. 2012 die Rede.
Da sollte der Rentenwert West um ca. 2,2% steigen, der Rentenwert Ost um 3,4% bis 3,6%. Prima, dachte ich,
dann wird endlich die Differenz zwischen Rentenwert Ost zu Rentenwert West etwas geringer.

Nun hat Frau von der Leyen den Beschluss zur Rentenerhöhung verkündet:
Die Rente im Westen steigt um 2,18%, Rente im Osten 2,26 %.
Das sind mal eben 0,08% mehr als im Westen.
Damit steigt die Differenz zwischen Rentenwert Ost zu Rentenwert West von derzeit 3,10 € auf 3,15 €.
Also wieder eine Steigerung zulasten der Rentner im Osten.
Wenn die finanziellen Mittel für die Erhöhung der Renten Ost um 3% nicht ausreichen,
hätte zumindest die Erhöhung der Renten West niedriger als 2,18  festgesetzt werden müssen.
Die Verringerung des Abstandes zwischen Rentenwert Ost zu West beträgt seit 2003,
also seit neun Jahren gerade mal 1 Cent.
Ich überlasse es den Mathematikern, zu errechnen, in wie viel hundert Jahren eine Angleichung des Rentenwertes erreicht ist, ob dann die Erde noch existiert?

Renate Schulze, Wernigerode

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                      
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 29. April 2012, 15:30:35
Schritte gegen Altersarmut dringend nötig

Kommentar 2 zur Erhöhung der Renten zum 01.07.2012


Die gegenwärtige Renten-Serie wird von unseren mehr als 40.000 Mitgliedern der Volkssolidarität in Sachsen-Anhalt mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
Wir setzen uns für eine grundlegende Reform der gesetzlichen Rentenversicherung ein, die wieder das Leistungsziel in den Vordergrund stellt, die Orientierung an Löhnen und Gehältern sichert und längerfristig eine Fortentwicklung zu einer Erwerbstätigenversicherung ermöglicht.
Dringend erforderlich sind Schritte zur Vermeidung der Altersarmut.
Hierzu muss u.a. die Angleichung des Rentenwertes Ost durch wirksame politische Maßnahmen gefördert werden.

Das Versprechen der Bundeskanzlerin auf dem 9. Deutschen Seniorentag im Jahre 2009, dass eine Lösung für die rechtliche Angleichung der Rentenwerte in den ersten beiden Jahren der neuen Legislaturperiode erfolgen soll, wurde nicht eingelöst.
Die Volkssolidarität ist für eine Regelung, die zu leistungsrechtlichen Verbesserungen für Bestandsrentner sowie für erworbene Ansprüche der Beschäftigten führt und dass sich für die Beschäftigten keine Verschlechterungen beim weiteren Aufbau ihrer Rentenansprüche, z.B. durch eine generelle Streichung der Umwertung von Ost-Löhnen und -Gehältern für e Ermittlung der individuellen Rentenansprüche, ergeben.

In der Verbesserung der Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer liegt eine wesentliche Voraussetzung dafür,
dass negative soziale Auswirkungen der Rente mit 67 Jahren eingedämmt werden können.
Die steigende Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre steht im Widerspruch zur Anhebung der Altersgrenzen ab 2012.
Die Schaffung geeigneter Voraussetzungen für die Anhebung der Altersgrenze betrifft jedoch nicht nur die arbeitsmarktpolitische Situation Älterer, sondern auch die Gesundheitsvorsorge und Weiterbildung in den Betrieben sowie altersgerechter Arbeitsbedingungen.

Burkhard Steinäcker, Volkssolidarität, Landesverband Sachsen-Anhalt


Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                           
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 02. Mai 2012, 09:08:57
Schritte gegen Altersarmut dringend nötig

Kommentar 3 zur Erhöhung der Renten zum 01.07.2012


So, nun steht es also schwarz auf weiß fest, es gibt "nur" 2,26%  mehr Rente.
Kurz davor waren es noch 3,6%.
Da frage ich mich, kann man in dieser kurzen Zeit feststellen, dass nun doch nicht mehr Geld für die Rentner vorhanden ist?
Bei meinem kleinen Rentenbetrag sind es nur ca. 13 € mehr.
Die sind aber wieder "ruckzuck" weg!
Nun will ich mal nicht so knauserig denken; es muss ja noch ein Haufen Geld für Christian Wulff übrigbleiben.
Wo soll's denn herkommen?

U. Kahnert, Magdeburg 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012     
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 03. Mai 2012, 15:45:10
Rente wegen Alters:

Fragen + Antworten                   

Frage 1:

Ist es richtig, dass man ab 2012 generell erst mit 67 Jahren in Altersrente gehen kann? 

Antwort 1:

Das stimmt nicht.
Die Altersgrenze für die Regelaltersrente wird ab diesem Jahr für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1964
schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.
Wer zum Beispiel 1947 geboren wurde, kann mit 65 Jahren und einem Monat in Rente gehen.
Ab dem Jahrgang 1964 gibt es die Regelaltersrente erst mit 67 Jahren.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                          
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. Mai 2012, 13:30:52
Rente wegen Alters:

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Frage 2:

Ich werde in diesem Jahr 65 Jahre alt und habe mehr als 45 Jahre gearbeitet.
Wann kann ich in Rente gehen?

Antwort 2:
Bei 45 Jahren Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung kann man weiterhin mit 65 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen.
Bei den 45 Jahren zählen bsw. auch Zeiten der Kindererziehung bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr mit.
Arbeitslosigkeitszeiten zählen nicht.
Auch Hoch- und Fachschulzeiten werden bei der Mindestversicherungszeit nicht berücksichtigt.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                            
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 07. Mai 2012, 13:36:39
Rente wegen Alters:

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Frage 3:

Ich bin Dachdecker, 52 Jahre alt und habe rund 35 Jahre gearbeitet.
Jetzt machen meine Knochen nicht mehr mit.
Ab wann kann ich in Altersrente gehen und mit welchen Abzügen muss ich dann rechnen?

Antwort 3:
Sie können die Altersrente für langjährig Versicherte frühestens ab Ihrem 63. Lebensjahr in Anspruch nehmen.
Sie haben dann allerdings 12% Abzüge von Ihrer Rente. (lebenslänglich)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012       
                                     
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 09. Mai 2012, 12:15:51
Rente wegen Alters:

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Frage 4:

Ich war zu DDR-Zeiten zehn Jahre bei der Handelsmarine.
Zählt das zu meiner Rente?

Antwort 4:
Wenn diese Beitragszeiten in Ihrem Sozialversicherungsausweis der DDR eingetragen sind,
wurden Beiträge entrichtet und damit zählen diese zehn Jahre zur Berechnung der Rente mit.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 11. Mai 2012, 18:06:16
Rente wegen Alters:

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Frage 5:

Ich bin schwerbehindert und habe einen GdB von 60.   (GdB = Grad der Behinderung)
Muss ich auch bis zu meinem 67. Lebensjahr arbeiten?

Antwort 5:

Nein, aber auch die Altersgrenze für die Rente für schwerbehinderte Menschen steigt ab diesem Jahr
für die Geburtsjahrgänge ab 1952 von 63 auf 65 Jahre.
Das Alter für den frühestmöglichen Rentenbeginn steigt bis 2029 von 60 auf 62 Jahre.
Wer dann mit 62 Jahren diese Rente in Anspruch nehmen möchte, muss Abzüge in Höhe von maximal 10,8%
in Kauf nehmen und dann natürlich wieder lebenslänglich.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012        
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 13. Mai 2012, 17:35:41
Rente wegen Alters:

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Frage 6:

Ich bin 63 Jahre alt und beziehe jetzt eine Altersrente mit Abschlägen.
Kann ich später in eine Altersrente ohne Abschläge wechseln?

Antwort 6:
Nein, die Abschläge bleiben über die gesamte Renten(Lebens)zeit bestehen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012    
                                   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 16. Mai 2012, 08:29:50
Rente wegen Alters:

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Frage 7:

Ich bin im vergangenen Jahr 65 Jahre alt geworden.
Hat mein Nebenjob Auswirkungen auf meine Altersrente?

Antwort 7:
Nein, da Sie die Regelaltersgrenze schon erreicht haben, können Sie unbegrenzt zur Rente dazuverdienen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. Mai 2012, 10:01:28
Rente wegen Alters:

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Frage 8:

Meine Ehe wurde zu DDR- Zeiten geschieden.
Jetzt habe ich meinen Rentenbescheid bekommen und war entsetzt.
Meine Rente ist mit 480 Euro so niedrig, dass ich davon nicht leben kann.
Kann ich irgendwo finanzielle Unterstützung bekommen?

Antwort 8:
Sie sollten auf jeden Fall einen Antrag auf Grundsicherungsleistung stellen.
Das ist eine eigenständige Sozialleistung, die Menschen ab 18 Jahren bekommen,
die dauerhaft voll erwerbsgemindert sind.
Auch bei der Erreichung der Regelaltersgrenze kann die Grundsicherung greifen.
Ganz wichtig ist, dass Sie diesen Antrag sehr schnell stellen.
Je eher sie den Antrag stellen, je früher können Sie die Leistungen erhalten.
Falsche Scham ist fehl am Platz.
Der Antrag ist beim Sozialamt Ihres Landkreises zu stellen.
Auch die Deutsche Rentenversicherung nimmt den Antrag an und leitet ihn gern weiter.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. Mai 2012, 17:43:43
Rente wegen Alters:

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Frage 9:

Mein Antrag auf Grundsicherung wurde abgelehnt, weil meine Ersparnisse angeblich zu hoch sind.
Was passiert, wenn diese aufgebraucht sind?
Habe ich dann einen Anspruch auf Grundsicherung, denn meine Rente ist wirklich gering?

Antwort 9:
Auch wenn Sie Jetzt durch Ihre Ersparnisse keinen Anspruch haben, ist das nicht ein für alle Mal der Fall.
Sie können immer wieder einen Antrag stellen, gerade dann, wenn Ihr Erspartes zu Ende geht.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012
                                           
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. Mai 2012, 09:21:49
Rente wegen Alters:

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Frage 10:

Ich bin Altersrentner seit 2004 und bekomme 1.010 € brutto monatlich.
Da ich alleinstehend bin, möchte ich noch ein bisschen arbeiten gehen und mir was dazuverdienen.
Muss ich davon Steuern bezahlen?

Antwort 10:
Soweit Sie keine weiteren Einkünfte haben, beispielsweise aus Vermietung oder Verpachtung,
müssen Sie auch keine Steuern zahlen.
Für Renten mit einem Rentenbeginn vor 2006 werden 50% der Renteversteuert.
Das wären bei Ihnen 505 € monatlich, also 6.060 € im Jahr.
Der Grundfreibetrag für Alleinstehende beträgt 8.004 €, für Ehepaare das Doppelte.
Bis zu diesem Betrag fallen keine Steuern an. Für Ihre Rente zahlen Sie also keine Steuern.
Aber achten Sie unbedingt auf die Höhe Ihres Nebenverdienstes und erkundigen Sie sich beim Finanzamt,
wie viel Sie dazuverdienen können, ohne dass Ihr Gesamteinkommen besteuert wird. (Rechtsstand 2012)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 25. Mai 2012, 17:45:08
Rente wegen Alters:

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Frage 11:

Ich bin 61 Jahre alt und bekomme eine vorzeitige Altersrente.
Wie viel darf ich dazuverdienen?

Antwort 11:

Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze dürfen Sie monatlich bis zu 400 € brutto zur Rente dazuverdienen - zweimal im Jahr den doppelten Betrag - ohne dass Ihre Rente gekürzt wird.
Ob Sie auf den Zusatzverdienst Krakenkassenbeiträge entrichten müssen, erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012   
                                     
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 28. Mai 2012, 11:45:39
Rente wegen Alters: 

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Frage 12:

Ich bekomme eine Erwerbsminderungsrente auf Zeit.
Mein Gesundheitszustand hat sich nicht verbessert, sagen meine Ärzte.
Was muss ich tun?

Antwort 12:

Ca. 4 Monate vor Ablauf der Befristung sollten Sie einen Antrag auf Weitergewährung der Rente stellen.
Vereinbaren Sie am besten rechtzeitig einen Termin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012 
                                       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 30. Mai 2012, 06:48:45
Rente wegen Alters:

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Frage 13:

Ich habe fünf Kinder großgezogen. zählen die Erziehungszeiten bei meiner Rente?

Antwort 13:
Ja. Für jedes Kind, was vor 1992 geboren wurde, gibt es ein Jahr Kindererziehungszeit.
Bei Geburten ab 1992 sind es drei Jahre für jedes Kind, zusätzlich werden für jedes Kind zehn Jahre Kinderberücksichtigungszeiten angerechnet.
Diese sind deshalb so wertvoll, weil sie eventuelle Lücken im Versicherungsleben schließen.
Große Lücken führen zu einer schlechteren Bewertung von Anrechnungszeiten, beispielsweise Arbeitslosigkeit.
Wenn eine Berücksichtigungszeit Lücken schließt, steigt die Bewertung der Anrechnungszeiten.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012
   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 03. Juni 2012, 13:12:27
Rente wegen Alters:

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Frage 14:

Ich habe einen 400-€ - Job und mein Arbeitgeber zahlt die Sozialabgaben.
Kann ich mit diesen Rentenbeiträgen den Anspruch für eine Erwerbsminderungsrente aufrechterhalten?

Antwort 14:
Nein, aber Sie können auf Ihre Versicherungsfreiheit verzichten.
Den Verzicht müssen Sie schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber erklären.
Sie stocken dann den 15-prozentigen Pauschalbeitrag Ihres Arbeitgebers bis zum vollen Rentenversicherungsbeitrag von 19,6 % auf, das heißt, Ihr Eigenanteil beträgt 4,6 %.
Somit haben Sie vollwertige Pflichtbeiträge die auch den Erwerbsminderungsschutz aufrechterhalten.

persönliche Anmerkung/Ergänzung:
(Der Eigenanteil kann durch eine Änderung der Rentenbeiträge (gering) verändern)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. Juni 2012, 15:06:13
Rente wegen Erwerbsminderung:

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Frage 15:

Mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt, weil ich dafür noch zu gesund wäre.
Was kann ich tun?

Antwort 15:
Sie können gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch innerhalb der genannten Frist einlegen.
Sollte auch der Widerspruchsbescheid kein anderes Ergebnis bringen, haben Sie noch die Möglichkeit,
Klage beim Sozialgericht einzureichen.
Eine anwaltliche Vertretung Ihrer Interessen müssen Sie allerdings selbst bezahlen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012     
                             
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 07. Juni 2012, 13:30:37
Rente wegen Alters:

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Frage 16:

Im kommenden Jahr werde ich 60 Jahre alt und bin zu 40% schwerbehindert.
Kann ich auch die Altersrente für Schwerbeschädigte bekommen?

Antwort 16:
Nein, für diese Altersrente müssen Sie mindestens zu 50% schwerbehindert sein.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 10. Juni 2012, 09:16:46
Rente wegen Alters:

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Frage 17
:

Ich bin 50 Jahre alt und kann nur vier Stunden am Tag arbeiten, weil ich eine chronische Krankheit habe.
Kann ich, schon, heute eine Rente bekommen?

Antwort17:
Wenn Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt haben, können Sie gegebenenfalls eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhalten.
Teilweise Erwerbsminderung besteht, wenn Sie noch mindestens drei, aber unter sechs Stunden täglich arbeiten können.
persönliche Anmerkung:
dabei ist für den Rententräger unerheblich, ob es solche Tätigkeit überhaupt gibt


Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012             
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 13. Juni 2012, 19:46:14
Witwen-Rente:

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Frage 18:

Mein Mann ist kürzlich verstorben, er war schon Rentner.
Was muss ich machen, um Witwenrente zu bekommen?

Antwort18:
Sie können innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod Ihres Mannes beim Renten-Service
(Adresse siehe Rentenbescheid) einen Vorschuss auf die Witwen-Rente beantragen.
Den Antrag für die Witwenrente stellen Sie bitte beim Rentenversicherungsträger.
In den Auskunfts- und Beratungsstellen der DRV hilft man Ihnen gern und fachkundig bei der Antragstellung.
Dazu müssen Sie die Sterbeurkunde Ihres  Mannes und die Heiratsurkunde mitbringen.
Außerdem müssen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer und Ihre Krankenversicherungsnummer kennen.
Auch Ihren Personalausweis sollten Sie dabei haben.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                         
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 19. Juni 2012, 15:11:09
Rente wegen Alters:

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Frage 19:

Ich muss in einem Jahr meine Rente beantragen.
Da zwei Firmen, in denen ich nach der Wende gearbeitet habe, in Konkurs gegangen sind,
habe ich für diese Zeit meiner Beschäftigung keinen Nachweis.
Ich befürchte, dass mir dadurch Geld verlorengeht.
Was kann ich tun?

Antwort 19:
In diesem Fall können Sie nur versuchen, Zeugenerklärungen ehemaliger Kollegen beizubringen.
Einbußen haben Sie allerdings dann trotzdem, weil die Zeit per Gesetz als "glaubhaft gemacht" gilt und nicht als nachgewiesen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. Juni 2012, 10:07:23
Witwen-Rente:

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Frage 20:

Ich lebe seit über 24 Jahren in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.
Hat meine Partnerin nach meinem Ableben auch einen Anspruch auf eine Witwenrente?    

Antwort 20:
Wenn Ihre Partnerschaft eingetragen ist und- damit als ehe ähnlich gilt, hat Ihre Partnerin Anspruch auf Witwenrente.
Wer "nur" zusammenlebt, hat diesen Anspruch nicht.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 29. Juni 2012, 18:33:55
Hinterbliebenen-Rente:

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Frage 21:

Mein Mann ist bei einem Motorradunfall im vergangenen Jahr ums Leben gekommen,
wir waren zwei Jahre verheiratet.
Er war über zehn Jahre in einer Firma beschäftigt.
Habe ich Anspruch auf Hinterbliebenenrente?

Antwort 21:
Da Ihr verstorbener Ehepartner die Mindestversicherungszeit von insgesamt fünf Jahren erfüllt hat,
besteht ein Anspruch auf Witwenrente.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                                 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 04. Juli 2012, 20:15:39
Witwen-Rente:

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Frage 22:

Seit 1968 waren mein jetzt verstorbener Mann und ich verheiratet. Ich war immer Hausfrau und Mutter.
Bekomme ich eine Witwenrente nach altem Recht?

Antwort 22:

Da Ihr Mann nach dem 31. Dezember 2001 gestorben ist, Sie aber vor dem 1. Januar 2002 geheiratet haben und mindestens ein Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist, gilt für Sie noch das alte Hinterbliebenenrecht.
Das heißt, nach Ablauf des Sterbevierteljahres beträgt Ihre Witwenrente 60% der Rente des Verstorbenen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012               
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 07. Juli 2012, 20:09:17
Hinterbliebenen-Rente:

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Frage 23:

Wird meine eigene Rente auf die Hinterbliebenenrente angerechnet?

Antwort 23:
Es gibt einen Freibetrag in Höhe von 725,21 € in den alten Bundesländern und 643,37 € in den neuen Bundesländern.
Pro Kind, das Anspruch auf eine Waisenrente hat, erhöht sich der Freibetrag um entweder 153,83 € (alte Länder) oder 136,47 € (neue Bundesländer).
Nettoeinkommen, das über diesem Freibetrag liegt, wird in Höhe von 40% von der Witwenrente abgezogen.
Da das ein schwieriges Thema ist, sprechen Sie bitte mit unseren Beratern vor Ort.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 09. Juli 2012, 14:36:23
Rente wegen Alters:

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Frage 24:

Hat meine Zusatzversorgung aus meiner Beschäftigung im öffentlichen Dienst Auswirkungen auf meine Altersrente.
Wird sie vielleicht dadurch sogar verringert?

Antwort 24:
Nein, diese Zusatzversorgung hat keinerlei negativen Einfluss auf Ihre Altersrente.
Wie ihr Name schon sagt, ist es eine zusätzliche Versorgung, ihr Gesamteinkommen als Altersrentner fällt dadurch höher aus.                                             
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 11. Juli 2012, 14:01:15
Rente wegen Alters:

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Frage 25:

Ich bin 63 Jahre alt und bekomme eine Altersrente, möchte aber mehr als 400 € im Monat dazuverdienen.
Kann ich das oder wird dann meine Rente geringer oder höher?

Antwort 25:
Je nach der Höhe Ihres Verdienstes wird geprüft, ob Sie für die Zeit Ihrer Beschäftigung von Ihrer Altersrente nur noch einen Teil erhalten können.
Die individuellen Hinzuverdienstgrenzen können Sie Ihrem Rentenbescheid entnehmen oder Sie lassen sich in einem persönlichen Gespräch beraten.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                              
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 13. Juli 2012, 09:05:16
Rente wegen Alters:

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Frage 26:

Zu DDR-Zeiten habe ich Beiträge in die Freiwillige Zusatzrente eingezahlt.
Kommen die mir jetzt zugute?

Antwort 26:
Ja, die FZR-Beiträge erhöhen Ihre Rente, weil sie bei deren Berechnung in voller Höhe berücksichtigt werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. Juli 2012, 14:52:30
Rente wegen Alters:

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Frage 27:

Seit vielen Jahren bekomme ich eine Erwerbsunfähigkeitsrente und werde jetzt 65 Jahre alt.
Muss ich einen Antrag auf Altersrente stellen oder passiert das automatisch?

Antwort 27:
Ca.3 Monate bevor Sie die Regelaltersrente erreichen, erhalten Sie von der Rentenversicherung automatisch den Antrag zugeschickt.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012                       
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. Juli 2012, 09:24:12
Rente wegen Alters:

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Frage 28:

Kann meine künftige Regelaltersrente niedriger sein als meine bisherige Erwerbsunfähigkeitsrente?

Antwort 28:
Nein, es besteht ein sogenannter Besitzschutz auf die bisherigen Entgeltpunkte.
Sie werden nicht schlechter gestellt.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ März 2012

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. Juli 2012, 09:38:47
BU-Rente -

Erbkrankheiten immer angegeben


Wer eine Personenversicherung, etwa gegen eine Berufsunfähigkeit, abschließen möchte,
muss ihm bekannte Erbkrankheiten immer angeben.
Das hat das OLG Saarbrücken entschieden.
In dem zu verhandelnden Fall war ein Antragsteller wegen einer vererblichen Gen-Erkrankung am Gehirn in Behandlung, hatte das aber im Versicherungsantrag unerwähnt gelassen.
Diese Tatsache sahen die Richter als arglistig an, zumal die Diagnose erst zehn Tage vor Vertragsschluss gestellt wurde und der Antragsteller alle mit der Erkrankung einhergehenden Untersuchungen und Krankheitszeichen verschwiegen hatte. (Az: OLG Saarbrücken 5 W 220/11-98) 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ April 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. Oktober 2012, 11:13:38
Pläne für die Rente –

Welche Kernpunkte enthält das Konzept


Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihr Gesetzespaket zur Bekämpfung der Altersarmut vorgelegt.


Ein Überblick über die Kernpunkte:
Zuschussrente:
Sie ist das Herzstück.
Wer lange zu Niedriglöhnen gearbeitet hat, soll seine Niedrigrente auf maximal 850 € aufgestockt bekommen.
Anders als ursprünglich vorgesehen, wird eine Riester-Rente dabei nicht mit dem Rentenzuschuss verrechnet.
Das soll auch Niedrigverdienern die private Altersvorsorge schmackhaft machen.
Die Zuschussrente gibt es aber nur für diejenigen, die in die Rentenversicherung jahrzehntelang eingezahlt und
- nach 2019 - auch zusätzlich privat fürs Alter vorgesorgt haben.
Unterm Strich kommen die Betroffenen damit dann über das Niveau der Sozialhilfe (Grundsicherung).
Auf Wunsch der CSU belohnt das Konzept besonders Frauen und Männer, die Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben.

• Kombirente:
Wer schon mit 63 Jahren Rente beziehen, aber trotzdem weiter arbeiten will, soll deutlich mehr als bisher hinzuverdienen können.
Das ist vor allem ein Anliegen der FDP.
Bisher sind nur 400 € im Monat frei, höherer Verdienst wird rentenmindernd angerechnet.
Künftig soll es möglich sein, durch Rente plus Arbeitseinkommen so viel zu verdienen wie bis dahin mit dem Gehalt allein.
Für die Berechnung dieser Obergrenze soll das Jahr mit dem höchsten Einkommen der letzten 15 Jahre maßgeblich sein.
Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht hat, darf auch künftig ohne Abzüge unbegrenzt hinzuverdienen.

• Erwerbsminderungsrente:
Sie soll langfristig für alle erhöht werden, die aus Krankheitsgründen vorzeitig aufhören müssen zu arbeiten.
Bislang wird der Betroffene dabei so gestellt, als habe er bis zum 60. Lebensjahr weiter Beiträge zur Rente gezahlt.
Die Zeit zwischen Eintritt der Erwerbsminderung und dem 60. Lebensjahr wird Zurechnungszeit genannt.
Sie wird nun stufenweise bis 2029 - und damit parallel zur Rente mit 67 - auf das 62. Lebensjahr angehoben.
Die Zurechnungszeit erhöht sich also langfristig um zwei Jahre.
Das führt 2029 bei heutigen Werten zu einem monatlichen Plus von im Schnitt etwa 50 €.
(Das wurde durch die Inflation aber schon lange „aufgefressen“)
Neu ist, dass bei der Rentenberechnung das Durchschnittseinkommen der letzten vier Jahre unberücksichtigt bleibt,
wenn es sich in diesem Zeitraum verringert hat.

• Selbstständige:
Sie sollen von Mitte 2013 an zur Altersvorsorge verpflichtet werden, aber die Wahl haben,
wie sie sich absichern - privat, gesetzlich oder über eine Rürup-Rente.
Als ausreichende Vorsorge gilt eine Zusatzrente oberhalb der Grundsicherung von etwa 700 € im Monat.
Um das zu erreichen, müssen 45 Jahre lang monatlich 250 – 300 € plus 100 € für den Schutz vor Erwerbsminderung aufgewendet werden.
Von der Vorsorgepflicht ausgenommen sollen nur jene Selbstständigen sein, die - wie Architekten, Ärzte oder Rechtsanwälte, aber auch Künstler oder Landwirte - in berufsständischen Versorgungswerken abgesichert sind.

Fundquelle: Auszug - „ALTMARK-ZEITUNG“ August 2012

Die Rentenkassen sind voll, daher eine Beitragssenkung:
Wie wäre es aber mal mit einer Sonder-Rentenanpassung OST?
Hier sind die Renten seit Jahren nicht (an WEST) angeglichen wurden…
Übrigens sollte der Beitragssatz zur RV von 19,5 auf 18,9% senken müssen Versicherte monatlich weniger Einzahlen
800 € = 2,80 €;
2.000 € = 7,70 €;
5.000 € = 17,50 €.

Wie man sieht, wer schon "genug hat" wird entlastet...

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. November 2012, 09:04:29
Eingeschränkt abgesichert – EU-Rente allein reicht nicht

Wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt, springt die Rentenversicherung ein:
Arbeitnehmer, die nicht mehr (voll) berufstätig sein können, bekommen eine Erwerbsminderungsrente.
Zum Leben reicht die Rente aber wohl nur bei wenigen:
Im vergangenen Jahr gab es für die 180.600 Neurentner im Durchschnitt exakt 596 € pro Monat.

Die meisten Erwerbsminderungsrentner sind daher auf Nebeneinkommen angewiesen.
Wer eine volle Rente erhält, weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann, darf monatlich bisher zu 400 € brutto hinzuverdienen.
Liegt das Einkommen höher, wird die Rente schrittweise auf eine Dreiviertel-, Halb- oder Viertelrente gekürzt.
Bei einer teilweisen Erwerbsminderungsrente errechnet sich die Verdienstgrenze grundsätzlich aus dem in den drei Jahren vor Rentenbeginn erzielten versicherungspflichtigen Einkommen.
Je höher das Einkommen vor Renteneintritt war, desto mehr dürfen Rentner ohne Abschläge hinzuverdienen.

Sowohl voll- als auch teilweise Erwerbsgeminderte dürfen allerdings 2 x jährlich doppelt so viel wie üblich verdienen, ohne dass ihnen mehr von der Rente abgezogen wird.
Diese Ausnahmeregelung soll die Zahlung von Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bzw.
Überstundenvergütungen ermöglichen.
Wer eine volle Erwerbsminderungsrente bekommt und einen 400-€-Job hat,
kann also in zwei Monaten jeweils bis zu 800 € verdienen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Juni 2012



Anhang am 02.03.2014 angefügt

Erwerbsminderungsrente - Das Netz für alle Fälle

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. November 2012, 16:04:43
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung


Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat mit ihren Berechnungen zur gesetzlichen Altersrente viele Menschen im Land verunsichert
Danach sind junge Leute mit einem Monatseinkommen von 2.500 € selbst dann nicht vor dem Gang zum Sozialamt geschützt, wenn sie nach 2030 ihre Rente mit 67 bekommen. 
Deshalb soll nun eine Zuschussrente eingeführt werden, die drohende Altersarmut verhindern soll.
Experten ziehen allerdings die Zahlen der Ministerin in Zweifel. Gleich, ob sich die Zuschussrente durchsetzt oder nicht - die Debatte verdeutlicht, dass eine zusätzliche Altersvorsorge speziell für jüngere Erwerbstätige mittlerweile unumgänglich ist.

Rede und Antwort zu den aktuellen Fragen in der Rentendebatte zusammengestellt: 

Frage 1:

Ich bin 52 Jahre alt, beziehe Hartz IV und bekomme laut Rentenauskunft rund 550 € Altersrente.
Hätte ich unter Umständen Anspruch auf die neue Zuschussrente?

Antwort 1:
Nach den Plänen des Bundesarbeitsministeriums sollen insbesondere jene in den Genuss der Zuschussrente kommen, die lange gearbeitet, zusätzlich vorgesorgt und dennoch nur geringe Rentenansprüche haben -
so dass sie auf Grundsicherung im Alter angewiesen wären.
Sollten Sie im Rentenalter zu diesem Personenkreis gehören, würde die Zuschussrente Ihre regulären Bezüge so aufstocken, dass Ihnen zusammen mit Ihren übrigen Einkommen 850 € zur Verfügung stehen - sofern Sie eine bestimmte Zahl von Versicherungs- und Beitragsjahren nachweisen können.

Die neuen Regelungen zur Zuschussrente sollten ursprünglich ab 2013 in Kraft treten, sind politisch aber heftig umstritten, so dass man weder etwas Verbindliches über die konkreten Voraussetzungen noch darüber sagen kann, ob die Zuschussrente überhaupt kommt.

Nach heutigern Stand könnten Sie - 35 Versicherungsjahre vorausgesetzt - frühestens in elf Jahren,
also nach Ihrem 63. Geburtstag, vorgezogene Altersrente erhalten - allerdings dann mit Abschlägen.
Erst dann würde auch die Zuschussrente greifen.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 26. November 2012, 13:00:37
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 2:

Stimmt es, dass sich der Bezug von Krankengeld nicht rentensteigernd auswirkt?
Mein Lebensgefährte ist angestellt und schon seit längerem krank.

Antwort 2:

Nein, das stimmt so nicht.
Arbeitnehmer haben nach dem Ende der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf das Krankengeld der Krankenkassen.
Sowohl bei der Lohnfortzahlung als auch beim Krankengeld handelt es sich um Pflichtbeitragszeiten,
die sich sehr wohl rentensteigernd auswirken.

Erst dann, wenn für Ihren Lebensgefährten das Krankengeld nach 72 Krankheitswochen auslaufen sollte
und er keine anderen Sozialleistungen bezieht, handelt es sich um eine so genannte Anrechnungszeit.
Diese wirkt sich nicht mehr rentensteigernd aus, kann aber berücksichtigt werden zum Beispiel, wenn geprüft wird, ob er mit 63 vorgezogene Altersrente beziehen kann und er dafür 35 Versicherungsjahre benötigt.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 28. November 2012, 15:01:28
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 3:

Vor zwei Jahren habe ich den Arbeitgeber gewechselt.
Dort habe ich in eine Pensionskasse eingezahlt.
Kann ich meine Anwartschaften von damals beim neuen Arbeitgeber in eine Direktversicherung übertragen?

Antwort 3:

Das ist prinzipiell möglich.
Jedoch haben Sie die Frist versäumt, innerhalb der Sie Ihre Anwartschaften auf eine andere Variante
der betrieblichen Altersversorgung übertragen oder den Vertrag privat fortsetzen können.
Diese Frist beträgt 15 Monate, nach Ausscheiden aus dem alten Betrieb.
Das heißt, Ihr Vertrag bei der Pensionskasse ruht jetzt.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 01. Dezember 2012, 09:55:27
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 4:

Wird die Riester- Rente im Alter besteuert?

Antwort 4:
Da Riester-Verträge in der Ansparphase steuerlich gefördert werden,
unterliegt die Rente daraus zu 100% der Steuerpflicht.

Ob Sie aber im Seniorenalter tatsächlich Steuern zahlen müssen, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz im Alter.
Liegen Sie unter den Freibeträgen, brauchen Sie gegebenenfalls keine Einkommensteuer abführen -
also auch nicht auf die Riester-Rente.
Wenn doch, so ist der Steuersatz im Alter in der Regel niedriger als im Erwerbsleben.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 02. Dezember 2012, 17:15:18
Bezüge bleiben trotz Weihnachtsgeldes

Eine befristete Erwerbsminderungsrente darf nicht mit anteilig gezahltem Weihnachts- oder Urlaubsgeld verrechnet werden. (BSG, Urteil vom 10. Juli 2012, Az: B 13 R 81/11 R)

Im Fall bezog der Kläger nach einer Erkrankung ab April 2006 eine befristete volle Erwerbsminderungsrente.
Laut tariflichen Regelungen ruhte das Arbeitsverhältnis während dieser Zeit.
Im November erhielt der Kläger für die Höhe von 1.600 € brutto Weihnachtsgeld.
Die Deutsche Rentenversicherung forderte daraufhin 270 € von dem Mann zurück.
Sie argumentierte, dass durch die Einmalzahlung die Hinzuverdienstgrenze überschritten sei und das anteilige Weihnachtsgeld mit der Erwerbsminderungsrente verrechnet werden müsse.

Vor dem Bundessozialgericht (BSG) bekam hingegen der Rentner Recht.
Das anteilige Weihnachtsgeld sei für Beschäftigungsmonate gezahlt worden, die vor dem Rentenbeginn lagen.
Für die Anrechnung von Einkünften auf die befristete Erwerbsminderungsrente sei aber eine fortdauernde Beschäftigung erforderlich.
Da der Kläger im November tatsächlich nicht mehr beschäftigt gewesen sei und auch kein Arbeitsentgelt erhalten habe, dürfe das Weihnachtsgeld nicht als Hinzuverdienst gewertet werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Oktober 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 04. Dezember 2012, 10:11:33
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 5:

Es heißt doch, die Riester-Rente lohne sich nicht.
Wird sie später auf meine gesetzliche Rente angerechnet?

Antwort 5:
Nein, die Riester-Rente wird nicht auf die gesetzliche Rente angerechnet.
Die Riester-Rente ist ja gerade dazu da, die Absenkung des Niveaus der gesetzlichen Rente auszugleichen.
Sie bekommen für das Riester-Sparen 154 € Grund- und 185 € Kinderzulage pro Jahr für jedes kindergeldberechtigte Kind, solange der Riester-Vertrag läuft.
Für Kinder ab Jahrgang 2008 gibt es sogar 300 €.
Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssten Sie 4% Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens einzahlen.
Dieser Betrag verringert sich um die Ihnen zustehenden Zulagen.
Bis zu 2.100 € an Riester-Beiträgen können Sie als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.
Dafür ist die Rente im Alter voll zu versteuern.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 06. Dezember 2012, 10:01:08
Witwen/Witwer-Renten -

Lebensversicherungen zählen nicht


Leistungen im Todesfall werden bei gesetzlichen Hinterbliebenenrenten nicht angerechnet.
Die Rente für Witwen und Witwer ist gesetzlichen Regelungen unterworfen.
Hat der Hinterbliebene noch andere Einkünfte, kann diese Rente geringer ausfallen.
Gesetzliche Witwen- oder Witwerrenten können unter bestimmten Umständen gekürzt werden.
Das geschieht dann, wenn zusätzliches Einkommen vorhanden ist und damit ein festgelegter Freibetrag überschritten wird.
Dieser ändert sich jährlich.
Seit Juli 2012 beträgt er in den alten Bundesländern 741,05 € monatlich - in den neuen 657,89 €.
(Warum besteht dieser große Unterschied nach über 22 Jahren immer noch ???
Was ist bitte schön in den "verbrauchten Ländern" anders? Der Partner/in ist verstorben.
Vielleicht sollte ein Unterschied zwischen Nord und Süd eigeführt werden, damit die Politik von dem dann zu erwartendem Geschrei endlich aufwacht.)


Bei der Berechnung zählen immer nur die Nettowerte:
Sozialversicherungsbeiträge und Steuerzahlungen werden pauschal herausgerechnet.
Übertrifft das Zusatzeinkommen den Freibetrag, wird die Witwenrente um 40% des Betrages gekürzt,
der die freigestellte Summe übersteigt:
Je höher also das zusätzliche Einkommen, umso geringer die Hinterbliebenenleistung.
Weniger bekannt ist, dass nach "neuem Recht" das sogenannte anrechenbare Einkommen
deutlich ausgeweitet wurde.
Kurz gesagt - es wird fast jedes Einkommen angerechnet.
Nach "altem Recht" wurden beispielsweise Betriebs- und Privatrenten, Einkommen aus Kapitalerträgen,
Vermögen oder Elterngeld gar nicht berücksichtigt.
Das "alte Recht" gilt allerdings nur dann, wenn - erstens - der Ehepartner vor 2002 verstorben ist oder -
zweitens - die Ehe vor 2002 geschlossen und einer der beiden Partner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde.

Bei Witwen, deren Eheschließung weniger als zehn Jahre zurückliegt, sieht das anders aus:
Erwerbs- und Erwerbsersatzeinkommen wie Arbeitslosen- oder Krankengeld
werden ebenso berücksichtigt wie Zins- oder Mieteinnahmen.
Wird eine Rentenversicherung mit Kapitaloption ausgezahlt, kann sich der Hinterbliebene nach "neuem Recht" der Anrechnung auch dann nicht entziehen, wenn er sich für eine einmalige Geldauszahlung statt für eine monatliche Rente entscheidet.
Denn in diesem Fall wird ein Zwölftel des gezahlten Betrages wie monatliches Einkommen gewertet.
Geregelt ist das alles im Paragrafen 18a des Sozialgesetzbuches (SGB) IV und den entsprechenden Ausführungsbestimmungen.
Auch nach "neuem Recht" gibt es Ausnahmen von der Regel.
Riester-Renten werden zum Beispiel prinzipiell nicht auf gesetzliche Hinterbliebenenrenten angerechnet.
Und auch so genannte abgeleitete Ansprüche wegen Todes führen nicht zu einer Kürzung.

Gemeint sind vor allem verschiedene Varianten der Lebensversicherung:
Zahlungen aus Risikolebensversicherungen zugunsten des Hinterbliebenen wirken sich ebenso wenig aus
 wie Sterbegeldversicherungen.
Selbst die Ausschüttung aus einer Kapitallebensversicherung des Verstorbenen
zugunsten der Witwe bleibt ohne Folgen.
Etwas anderes ist es, wenn diese über eine eigene Kapitallebensversicherung verfügt,
die nach Vertragsablauf ausgezahlt wird.
Diese Summe wird sich in jedem Fall auf die Witwenrente auswirken.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Oktober 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 08. Dezember 2012, 15:09:47
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 6:

Kann ich meine Riester- Rente vererben?    

Antwort 6:
Prinzipiell ja.

Eine Riester-Rente kann vererbt werden.
Sind die Erben jedoch nicht der Ehepartner oder die kindergeldberechtigten Kinder,
müssen gewährte Zuschüsse und eventuelle Steuervergünstigungen zurückgezahlt werden.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 10. Dezember 2012, 12:58:11
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 7:

Wie erkenne ich eine gute Riester- Versicherung?
Wann ist sie riskant?

Antwort 7:
Riester-Verträge gibt es ursprünglich als Fond-, Bankanlagen oder Versicherungen.
Welche Form Sie wählen, hängt auch von Ihrem Risikobewusstsein ab.
Ein Risiko im Sinne von Totalverlust besteht bei Riester-Rente nicht, sofern Sie Ihre Zahlungen bis zum Rentenalter durchhalten: Denn alle Anbieter sind verpflichtet, Ihnen zu Rentenbeginn Ihr
eingezahltes Kapital plus Zuschüsse zur Verfügung zu stellen.
Eine klassische Riester-Versicherung ist sicher, beinhaltet eine garantierte Rente plus Überschüsse.
Bei Riester- Fonds sind auch Kursschwankungen möglich, so dass eine Null-Rendite möglich ist.
Aber Sie können über längere Laufzeiten mit Fondsprodukten höhere Renditen erzielen,
weil sich Kursschwankungen über die lange Laufzeit in der Regel ausgleichen lassen.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 13. Dezember 2012, 09:55:43
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 8:

Ich muss noch dringend etwas für meine Altersvorsorge tun.
Wie bekomme ich heraus, wie hoch mein Vorsorgebedarf konkret ist?

Antwort 8:
Die Ermittlung Ihrer so genannten Versorgungslücke ist eine größere Rechenaufgabe:
Sie müssen Ihren fiktiven Bedarf und Ihr mögliches Einkommen im Alter ermitteln.
Wenn Sie Ansprüche bei der gesetzlichen Rentenkasse haben, hilft Ihnen Ihre jährliche Renteninformation.
Sie können der Information entnehmen, wie hoch Ihr Rentenanspruch aktuell aufgrund der bisher eingezahlten Beiträge ist.
Überlegen Sie sich nun, welche vor allem fixen Ausgaben Sie jetzt haben und welche finanziellen Verpflichtungen im Seniorenalter eventuell wegfallen oder hinzukommen.
Stellen Sie das Ihrer voraussichtlichen Rente und möglichem Zusatzeinkommen -
etwa aus einer Riester- oder Privatrente - gegenüber.
Die Differenz ist die Versorgungslücke und daraus ergibt sich Ihr Vorsorgebedarf.
Beachten Sie unbedingt den Kaufkraftverlust bis zum Rentenbeginn durch Inflation.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 19. Dezember 2012, 09:38:03
Zuschussrente oder Altersvorsorge

Rentendebatte und deren Folgen für die Alterssicherung

Frage 9:

Ich bin selbstständig, mir nützt Riester nichts.
Woher bekomme ich staatliche Förderung?

Antwort 9:
Für Selbstständige ist die Rürup- oder Basisrente gedacht.
Die Förderung erfolgt hier ausschließlich über Steuervorteile.
Sie sollten sich daher bei Ihrem Steuerberater informieren, ehe Sie einen solchen Vertrag abschließen.
2012 könnten Sie 74% Ihrer Beiträge zur Rürup- Rente steuerlich geltend machen -
bis zu einer Höchstgrenze von 20.000 €.
Damit sind 14.800 € absetzbar.
Sind Sie verheiratet, gelten sogar die doppelten Beträge.

Fundquelle: Auszug – „SONNTAGSNACHRICHTEN“ – ALTMARK 09-2012

Weitere Informationen:
Auskünfte über Renten und geförderte Altersvorsorge erteilt die DRV auf ihrem kostenlosen Servicetelefon
unter der Rufnummer 0800 – 1000 48 00.
Unter www.deutsche-rentenversicherung.de  findet man zahlreiche Informationen im Internet
zum Beispiel über die "Rente mit 67" und die Riester-Förderung.

Anbieterneutrale Auskünfte zu privater Altersvorsorge erhalten Interessenten beim Informationszentrum der deutschen Versicherer unter der gebührenfreien Beratungs-Hotline 0800 - 3 39 93 99

Über die Bestell-Hotline 0800 - 1742 43 75 des Informationszentrums der deutschen Versicherer
gib es die Broschüre ,,Altersvorsorge und Risikoschutz" als Einzelexemplare kostenlos.

Angefordert werden kann diese auch per Post unter der Anschrift:
Informationszentrums der deutschen Versicherer;
Postfach 080431
10004 Berlin.
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. Dezember 2012, 17:15:19
Altersrente:

Frage:

Ich bin Erzieherin, 1949 geboren und vollende im Juni 2014 das 65. Lebensjahr.
Muss ich noch drei Monate länger arbeiten?

Antwort:
Nein.
Richtig ist, dass für Ihren Geburtsjahrgang die Regelaltersgrenze um drei Monate angehoben wird.
Da Sie jedoch vor dem 1. Januar 1952 geboren sind, können Sie noch die Altersrente für Frauen beantragen.
Diese Rentenart wäre mit Vollendung des 65. Lebensjahres ohne Abschlag zu zahlen.
Zu beachten ist jedoch,
dass Sie für die drei Monate die jeweils geltenden Hinzuverdienstgrenzen beachten müssen.


Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Oktober 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. Dezember 2012, 10:15:52
Altersente:

Fragen + Antworten


Frage:

Vom Versorgungsamt wurde bei mir der Grad der Behinderung (GdB) 30 festgestellt.
Über die Agentur für Arbeit erfolgte die Gleichstellung auf Grad 50.
Kann ich damit die Altersrente für schwerbehinderte Menschen in Anspruch nehmen?

Antwort:
Nein.

Die Gleichstellung reicht dazu nicht aus.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Oktober 2012
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 25. Dezember 2012, 08:17:43
Altersrente + Verbindung mit einem Arbeitsunfall:

Fragen + Antworten

Frage:

Ich hatte vor Jahren einen Arbeitsunfall und beziehe von meiner Berufsgenossenschaft eine Verletztenrente.
Wie wirkt sich dies aus, wenn ich meine Altersrente geltend machen will.

Antwort:

Im sechsten Sozialgesetzbuch (SGB VI) ist geregelt, dass bei gleichzeitigem Bezug einer Versichertenrente der gesetzlichen Rentenversicherung und einer Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung eine Ruhensprüfung vorzunehmen ist.
Dabei wird geprüft, inwieweit der Gesamtrentenbetrag aus Unfall- und Versichertenrente,
nach Abzug eines BVG-Grundrentenbetrages, einen bestimmten Grenzbetrag überschreitet.
Wird festgestellt, dass dieser Betrag überschritten wird, muss die Rentenleistung der gesetzlichen Rentenversicherung um die, den Grenzbetrag überschreitende, Differenzsumme vermindert werden.
Wie sich dies in Ihrem Fall auswirken würde, kann nur in einem Beratungsgespräch in einer der Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung, unter Vorlage Ihres Unfallrentenbescheides, geprüft werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Oktober 2012

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 30. Dezember 2012, 17:12:51
Altersrente:

Fragen + Antworten

Frage10:

Ich bin Jahrgang 1963 und habe einen Brief zur Klärung meines Versicherungkontos von der Deutschen Rentenversicherung bekommen.
Aber ich habe die Kontenklärung doch schon vor Jahren erledigt.

Antwort 10:

Zirka alle sechs Jahre bekommen Sie nach erfolgter Kontenklärung von der Rentenversicherung Post:
Die Überprüfung des Versicherungsverlaufs.
Hier sollen Sie alle neu hinzugekommenen Versicherungszeiten kontrollieren und gegebenenfalls aufgeführte Lücken klären.
Auch Kinderberücksichtigungszeiten bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes können so abschließend geklärt werden.
Ein vollständig geklärtes Rentenkonto ist für die spätere Rentenberechnung wichtig.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Oktober 2012


Anhang am 02.03.2014 erstellt

Altersrenten - Hinzuverdienstgrenzen

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: AnL. am 21. April 2013, 17:57:21
Betriebsrente bei vorzeitiger Rente 

ich hätte da mal ne Frage   :?]

So wie es aussieht werde ich wohl in nächster Zeit mit Abschlägen in Rente gehen "dürfen".
Nun ist es so, ich habe von meinem letzten Arbeitsplatz einen Betriebs - Rentenanspruch.
Bekomme ich diesen bereits jetzt schon  ??? oder erst bei erreichen des gesetzlichen Rentenalters ?

Danke für   :guckstdu

Andreas
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. April 2013, 13:37:08
Arbeitsvertrag kann mit Rentenalter enden

Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) liegt keine Altersdiskriminierung vor,
wenn Mitarbeiter mit dem gesetzlichen Rentenalter in den Ruhestand geschickt werden.

Solche Altersgrenzen in Betriebsvereinbarungen seien wirksam, wenn sie an die Altersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung anknüpfen.
Urteil des BAG in Erfurt im Fall eines ehemaligen Beschäftigten des Autokonzerns VW (1 AZR 417/12).

Der Erste Senat bestätigte damit die Entscheidungen der Vorinstanzen.
Der heute 70 Jahre alte Kläger hatte sich gegen die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses im Jahr 2007 gewandt.
Damals lag das gesetzliche Renteneintrittsalter noch bei 65 Jahren.
Auf diese Altersgrenze hatte die Gesamtbetriebs-vereinbarung von VW Bezug genommen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2013
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 28. Juni 2013, 10:04:47
Ein kleiner Pflichtbeitrag, aber volle Leistung -

Minijobber und Rentenversicherung


Wer seit Januar 2013 erstmals einen Minijob ausübt, ist in der Rentenversicherung (RV) jetzt besser abgesichert.
Denn mit der höheren Verdienstgrenze von 450 € sind auch alle neuen Minijobber automatisch versicherungspflichtig.
Ausgenommen davon sind nur Minijobber, die bereits eine Vollrente wegen Alters beziehen.
Für einen geringen Eigenbeitrag steht Minijobbern das volle Leistungspaket der gesetzlichen RV zu.
Da der Arbeitgeber bereits einen Pauschbetrag von 15% des Arbeitsentgelts zahlt, muss der Minijobber nur noch 3,9% bis zum vollen Rentenbeitrag übernehmen.

Ganz konkret heißt das:
Bei einem Verdienst von 300 € monatlich muss er nur 11,70 €, bei 450 € nur 17,55 € monatlich selbst zahlen.
Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein:
So wie sich der Beitragssatz entwickelt, kann sich in späteren Jahren auch der Eigenanteil verändern.
Dennoch bleibt es für den Minijobber ein überschaubarer finanzieller Aufwand.

Umfangreicher Schutz der gesetzlichen Rentenversicherung                                                         
Durch die neue automatische Vollversicherung genießen die Minijob-Beschäftigten den umfassenden Schutz der gesetzlichen Rentenversicherung.
So sind sie z.B. für den Fall einer Erwerbsminderung abgesichert oder erwerben einen Anspruch auf medizinische oder berufliche Rehabilitation.
Die Beschäftigungszeiten zählen in vollem Umfang für die spätere Altersrente mit.

Bei einer typischen Regelaltersrente ergibt sich nach den derzeitigen gesetzlichen Regelungen eine monatliche Rentenanwartschaft in Höhe von etwa 4,45 € bei einem rentenversicherungs- pflichtigen Minijob, der 2013 ganzjährig gegen ein monatliches Entgelt von 450 € ausgeübt wurde.

Zum Vergleich:
Lässt sich der Minijobber von der Zahlung der Rentenversicherung befreien, würde aufgrund der Pauschalbeiträge des Arbeitgebers die monatliche Rentenanwartschaft lediglich rund 3,50 € ausmachen.
Die Pflichtbeiträge machen also derzeit etwa 1,00 € monatlich in der späteren Rentenhöhe pro Beschäftigungsjahr aus.

Auch die staatliche Förderung der Riester-Rente steht ihm dann zu.
Denn mit einem rentenversicherungspflichtigen Minijob gehören auch diese Arbeitnehmer zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis.
Bei Geringverdienern kann schon die Zahlung eines jährlichen Eigenbeitrages von 60 € ausreichen,
um die volle Zulage zu erhalten.
Die Grundzulage beträgt 154 € und für Kinder 185 € pro Jahr.
Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden,
werden 300 € pro Jahr gewährt.

Nachteile für jene, die sich von der Zahlung befreien lassen 
Minijobber, die keinen eigenen Beitrag zahlen wollen, können sich unter Umständen auf Antrag befreien lassen.
Damit würden sie allerdings auf den umfassenden Versicherungsschutz verzichten.
Wer sich trotz dieser klaren Vorteile von der Versicherungspflicht befreien lassen möchte,
muss bei seinem Arbeitgeber einen Antrag stellen.
Wenn ein Minijobber zunächst in der Rentenversicherung pflichtig bleibt, kann er nach derzeitiger Rechtslage später jederzeit noch einen Befreiungsantrag stellen.
Die Befreiung wirkt allerdings dann nicht rückwirkend.
Sie gilt erst nach Ablauf des Kalendermonats, in dem der Antrag bei der Minijob-Zentrale eingegangen ist.
Dies erfolgt durch entsprechende Meldung des Arbeitgebers.
Bei einer Befreiung in der Rentenversicherung zählen die Beschäftigungszeiten für eine Wartezeit nur anteilig.
Auch wird die spätere Rente dann nur aus dem Arbeitgeberanteil errechnet.

Übrigens: Alle Minijobs bis zu einem Verdienst von 400 €, die bereits vor dem 1. Januar 2013 bestanden,
sind weiter versicherungsfrei.
Erhöht sich der Verdienst auf über 400 €  bis maximal 450 €, werden aber auch diese Beschäftigungen versicherungspflichtig.       

Weitere Infos bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland in den Auskunfts- und Beratungsstellen,
am kostenlosen Servicetelefon unter (0800) 1000 480 90 und im Internet unter

www.deutsche-rentenversicherung-mitteldeutschland.de .                                               

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  April 2013 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. Juli 2013, 17:44:55
Witwenrente

Aufstocksbeträge aus Altersteilzeit dürfen nicht auf Witwenrente angerechnet werden


Nach BSG-Urteil kann sich die Hinterbliebenenrente erhöhen
Das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil (Az. B 13 R 73/11 R) entschieden, dass während der Altersteilzeit gezahlte steuerfreie Aufstockungsbeträge des Arbeitgebers nicht als Einkommen auf die Witwen- oder Witwerrente angerechnet werden dürfen, wenn die Ehe vor dem 1. Januar 2002 geschlossen wurde und mindestens ein Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde.

Das bedeutet:
Betroffene Witwen und Witwer sollten eine Neuberechnung ihrer Hinterbliebenenrente beantragen,
da dies zu erheblichen Rentensteigerungen führen kann.

Witwen und Witwer, die neben ihrer Hinterbliebenenrente Entgelt aus einem Altersteilzeitverhältnis beziehen (gleichgültig, ob in der Arbeits- oder Freistellungsphase), können häufig einen höheren Rentenanspruch haben.
Denn bei dieser Personengruppe darf der im Altersteilzeitentgelt enthaltene Aufstockungsbetrag nicht als Einkommen auf die Hinterbliebenenrente angerechnet werden.
Dadurch können sich Rentenerhöhungen bis zu mehreren hundert Euro und entsprechende Rentennachzahlungen ergeben.

Betroffen sind Witwen und Witwer, deren Hinterbliebenenrente schon vor 2002 begonnen hat.
Bei späterem Beginn der Hinterbliebenenrente gilt die neue Rechtsprechung, wenn die Eheschließung vor dem
1. Januar 2002 erfolgt und mindestens ein Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist.
Zur Sicherung des Nachzahlungsanspruchs (derzeit rückwirkend ab 1. Januar 2009 möglich) wird empfohlen,
umgehend eine Überprüfung beim Rentenversicherungsträger zu beantragen.
Wer bereits vor dem Jahr 2009 Altersrente bezog, geht leider leer aus.

Übrigens:
Wer einen solchen Antrag erst 2014 stellt, für den reicht die Rückzahlung nur bis zum Jahr 2010.

Da es nach Lage der Dinge keine Rechtspflicht der Rentenversicherung gibt, können jene, die keinen Antrag stellen, auch nicht mit einer Nachzahlung rechnen.

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  März 2013
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. Juli 2013, 15:22:28
Witwenrente:

Fragen + Antworten

Frage
:

Ich habe 2012 eine Nachzahlung für meine Witwenrente für die Jahre 2008 bis 2010 erhalten,
weil sie nachträglich angepasst wurde.
Wo gebe ich das an und muss ich darauf Steuern zahlen?

Antwort:

Dafür gibt es eine extra Zeile in der Anlage R. Sie heißt "Nachzahlungen für mehrere vorangegangene Jahre."
Dort müssen Sie die Höhe dieser Zahlung bitte angeben.
Ob und wie viel Steuern Sie darauf eventuell zahlen müssen, kann ich Ihnen leider nicht vorhersagen. Nachzahlungen werden anders besteuert als sonstiges Einkommen.
Das muss dann im Einzelfall unter Berücksichtigung aller individuellen Bedingungen berechnet werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2013 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 04. Januar 2014, 08:20:06
Welche Ausnahme gibt es statt »Rente mit 67«?

Trotz schrittweiser Anhebung der Altersgrenze muss auch künftig nicht jeder bis zum 67. Lebensjahr arbeiten.
Versicherte, die mindestens 45 Jahre (Wartezeit) Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, können auch weiterhin mit 65 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen.
Für sie wird auf Antrag die »Rente für besonders langjährig Versicherte« gezahlt, die es seit dem Jahr 2012 gibt.

Auf die 45-jährige Wartezeit werden dabei Pflichtbeitragszeiten aus einer Beschäftigung, Ausbildung oder selbstständigen Tätigkeit, aus Kindererziehung, nicht erwerbsmäßiger Pflege, Krankengeldbezug und Wehr- und Zivildienst angerechnet.
Zudem können sogenannte Berücksichtigungszeiten wie für die Erziehung eines Kindes bis zu dessen 10. Geburtstag und für Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege von Januar 1992 bis März 1995 angerechnet werden.
Zeiten aus Minijobs ohne eigene Beitragsaufstockung werden nur anteilig berücksichtigt.
Pflichtbeiträge, die wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II oder Arbeitslosenhilfe gezahlt wurden, und Zeiten aus einem Versorgungsausgleich sowie aus einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern werden dagegen bei der Wartezeit nicht berücksichtigt.

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden -
auch nicht mit Abschlägen.
Wer neben dieser Altersrente weiter arbeitet, muss Hinzuverdienstgrenzen bis zum Erreichen seiner Regelaltersgrenze beachten.

Fundquelle: Auszug – „NEUES DEUTSCHLAND“ – November 2013

Tipp:

Weitere Informationen sind bei der Deutschen Rentenversicherung(en) persönlich in den Auskunfts- und Beratungsstellen erhältlich zu erfragen.

Von Seiten der großen Koalition um das Thema natürlich gestritten.
Ein Erfolg kann daher etwas dauern.
(deren Rente ist ja sicher und ohne Abschläge)
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. März 2014, 07:54:28
Änderungen im Befreiungsrecht der Rentenversicherung

Umsetzung des BSG-Urteiles vom 31.10.2012


Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI für Pflichtmitglieder in berufsständischen Versorgungseinrichtungen

Deutsche Rentenversicherung  (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/05_fachinformationen/01_aktuelles_aus_der_rechtsprechung/bsg_aenderungen_im_befreiungsrecht_der_rv.html)
Ergänzende Information zur Umsetzung der BSG-Urteile vom 31.10.2012

AZ: B 12 R 8/10 R (http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2012-10-31&nr=12909&pos=4&anz=11)
 Az: B 12 R 3/11 R (http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2012-10&nr=12933&pos=2&anz=26)
Az: B 12 R 5/10 R (http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2012-10&nr=12916&pos=3&anz=26)
hatte sich das Bundessozialgericht mit dem Thema der Wirkung einer Befreiung berufsständisch Versorgter von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 6 SGB VI befasst.
Es hat dabei - streng am Wortlaut des Gesetzestextes orientiert - klargestellt, dass ausnahmslos jede Entscheidung über die Befreiung eines Pflichtmitgliedes eines Versorgungswerkes von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung nur für eine ganz konkrete Beschäftigung bei einem bestimmten Arbeitgeber oder für eine tatsächlich ausgeübte selbständige Tätigkeit gilt.
Wird diese Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit aufgegeben, endet die Wirkung der Befreiung.
Soll die Befreiungswirkung auch für eine spätere Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit herbeigeführt werden, ist ein neuer Befreiungsantrag zu stellen.
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 19. April 2014, 08:42:49
Zu krank zum Arbeiten:

Voraussetzungen für die Frühverrentung 
                                       
Viele Arbeitnehmer leiden stark unter Druck, Stress und Mobbing.
Immer mehr gehen laut einer aktuellen Studie in Frührente wegen psychischer Krankheiten.                                         

Welche Voraussetzungen muss man dafür erfüllen?
                                                                   
Wer schwer erkrankt ist, kann nicht immer bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten.
In einigen Fällen können Arbeitnehmer Erwerbsminderungsrente bekommen und frühverrentet werden.
Die volle Erwerbsminderungsrente kann erhalten, wer nach ärztlicher Prüfung täglich weniger als drei Stunden arbeiten kann.
Die durchschnittliche Rente lag 2012 bei voller Erwerbsminderung in Westdeutschland bei 723 € im Monat,
in Ostdeutschland bei 698 €.                                                                                                                                     
Arbeitnehmer in Deutschland kommen immer häufiger wegen psychischer Erkrankungen in Frührente.
Die Zahl der Betroffenen stieg innerhalb von zehn Jahren um rund 25.000 auf 75. 000 im Jahr 2012.
Im Durchschnitt sind die Menschen dann erst 49 Jahre alt.                                   
Wer weniger als 6 Stunden täglich erwerbsfähig ist, kann einen Anspruch auf Teilerwerbsminderungsrente haben.
2012 bekamen Betroffene in dem Fall im Schnitt 492 € im Monat, in den neuen Bundesländern
(die werden bald 25 alt und schon lange Volljährig) waren es 423 €. 
Eine Erwerbsminderungsrente erhalten Erkrankte in der Regel jedoch nur, wenn sie mindestens fünf Jahre in die Rentenkassen eingezahlt haben.
Außerdem müssen sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt haben.
Wer z. B. aufgrund einer selbstständigen Tätigkeit oder einer Familienauszeit längere Zeit keine Beiträge in die Rentenkasse zahlt, verliert unter Umständen seinen Anspruch.     

Wer frühverrentet werden möchte, muss einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen.
Eine andere Möglichkeit ist, dass die Krankenkasse Beschäftigte auffordert, einen Reha-Antrag zu stellen.
Dieser Aufforderung müssen sie nachkommen. 
Wenn ein Gutachter für eine Reha-Maßnahme keine Erfolgsprognose bescheinigt,
wird der Reha-Antrag in einen Rentenantrag umgedeutet.

                                                               
Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zum Thema (pdf) (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/56111/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf)       
                             
Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2014  
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 30. Mai 2014, 08:50:10
"Mütterrente"

Fragen und Antworten


Aber wer hat Anspruch auf die Mütterrente? Und was müssen diejenigen dafür tun?
Die geplante Mütterrente bekommen Versicherte, die einen Anspruch darauf haben, nicht immer automatisch.
Man muss unterscheiden zwischen denen, die schon in Rente sind, und denen, die noch in Rente gehen.
Das Kabinett hatte beschlossen, die Mütterrente zum 1. Juli 2014 einzuführen.

Wer hat ein Anspruch auf Mütterrente und wie hoch ist sie?
"Im Prinzip hat jeder Anspruch auf die Mütterrente (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/4_Presse/infos_der_pressestelle/02_medieninformationen/03_pressematerial/rv_leistungsverbesserungsgesetz/140212_faq_muetterrente.html)  der vor 1992 ein Kind erzogen hat.
Bisher wurden für sie ein Jahr als Beitragszeit auf dem Konto der Versicherten gutgeschrieben.
Mit der Mütterrente soll ab dem 1. Juli für vor 1992 geborene Kinder ein zusätzliches Jahr als Kindererziehungszeit angerechnet werden.

Dafür bekomme der Versicherte einen sogenannten Entgeltpunkt mehr.
Ein Punkt ist im Moment 28,14 € in den alten Bundesländern und 25,74 € in den neuen Ländern wert.
Zum 1. Juli 2014 wird sich das aber noch einmal ändern, denn dann werde der Wert eines Entgeltpunktes neu berechnet.
Die Mütterrente dürfte dann noch einmal einige Cent mehr wert sein.

Was muss ich tun, wenn ich schon Rente beziehe?
Nichts.
Für diejenigen, die bis einschließlich 30. Juni 2014 schon Rente beziehen, gibt es eine pauschale Regelung.
Denn bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hat man für diese Gruppe schon Informationen darüber,
wer vor 1992 Kinder erzogen hat.
Pauschal werde dann ein Entgeltpunkt pro Kind mehr berücksichtigt.
Eine individuelle Einzelfallprüfung erfolgt nicht.

Was muss ich tun, wenn ich noch keine Rente beziehe?
Für diese Gruppe gibt es keine pauschale Regelung.
Es gibt zwei Fälle: einmal diejenigen, die der DRV schon Informationen über ihre Kinder gegeben haben.
Zum anderen diejenigen, die noch nie einen Antrag auf Anerkennung von Kindererziehungszeiten gestellt haben.
Im ersten Fall müssen Versicherte von sich aus nicht aktiv werden.
Die Versicherung prüft automatisch, ob das zweite Lebensjahr ihres Kinds als Beitragszeit gilt.
Nur wenn ihr noch Informationen fehlen, wendet sie sich an die Versicherten.
Im zweiten Fall sollten Versicherte die Initiative ergreifen und einen Antrag stellen.
Spätestens beim Rentenantragsverfahren sollten sie ihre Erziehungszeiten geltend machen.
Ab dem 43. Lebensjahr verschickt die Rentenversicherung aber auch regelmäßig Informationsschreiben:
Ihnen liegen Antragsformulare für die Kindererziehungszeiten bei.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März  2014   

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 31. Mai 2014, 09:57:06
Halbwaisenrente kann es auch für Pflegekinder geben

Ein Pflegekind kann auch dann Halbwaisenrente erhalten, wenn es nach dem Tod des Pflegevaters
in eine neue Pflegefamilie wechselt.
Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des SG Magdeburg, Urteil vom 27. 06 2013, Az.: S 14 VE 24/11.

Maßgeblich für den Erhalt einer Halbwaisenrente sei das Verhältnis zwischen dem Verstorbenen
und dem Pflegekind.

Der Fall:
Nachdem der Pflegevater im Bundeswehreinsatz gefallen war, erhielt das 2008 geborene Pflegekind eine Halbwaisenrente nach dem Soldatenversorgungsgesetz.
Als es über ein Jahr später in eine neue Pflegefamilie kam, stellte die Behörde die Zahlung der Rente ein.
Nach ihrer Auffassung war die Pflegestellung zur bisherigen Familie aufgehoben,
da das Kind nicht mehr im Haushalt des verstorbenen Pflegevaters lebte.

Das Urteil:

Die Klage war erfolgreich.
Es komme für den Anspruch auf Halbwaisenrente lediglich auf die Beziehung zwischen dem Verstorbenen
und dem Pflegekind an, so das Gericht.
Es sei unerheblich, ob das Pflegeverhältnis in dessen Familie fortgesetzt werde.
Ein gemeinsamer Haushalt habe aufgrund seines Todes gar nicht mehr bestehen können.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März  2014    

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. Oktober 2014, 10:21:46
Wer zahlt bei Erwerbsminderung?

Informationen über Verletztengelder, Erwerbsminderungsrenten und Berufsunfähigkeitspolicen

Frage:

Mir wurde jetzt mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente bewilligt.
Rente bekomme ich aber erst in ein paar Wochen.
Ich bin aber schon einige Zeit krank.
Außerdem ist die Rente befristet.
Was hat es damit auf sich?

Antwort:
Wenn es sich um eine befristete Rente handelt, dann wird die Rente erst im siebten Kalendermonat nach dem Eintritt der Krankheit erstmals gezahlt.
Im Übrigen werden Erwerbsminderungsrenten grundsätzlich nur befristet gewährt.
Nach Fristablauf prüft die Rentenversicherung auf Antrag, ob die Voraussetzungen für die Rentenzahlung
weiter gegeben sind.
Sollte sich Ihr Gesundheitszustand nicht verbessert haben, wird Ihnen die Rente
gegebenenfalls befristet weitergewährt.
Wurde eine Rente dreimal bis zu neun Jahren verlängert und ist eine Verbesserung des Gesundheitszustandes auch dann nicht absehbar, kann Ihre Rente unbefristet gewährt werden.

Fundquelle: Auszug – „Schweriner VOLKZZEITUNG“ (SVZ) – August 2014

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. Oktober 2014, 08:57:25
"Mütterrente"

Fragen und Antworten


Frage:

Ich habe gerade einen Bescheid von der Rentenversicherung bekommen.
Ist da die Mütterrente schon enthalten?

Antwort:

Wahrscheinlich Nein, die Mütterrente ist noch nicht enthalten.
Zu dieser werden Sie im Herbst einen neuen Bescheid bekommen.
Mit diesem werden Sie die Nachzahlung rückwirkend zum 01. Juli.2014 erhalten.
Ein Antrag muss nicht gestellt werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. November 2014, 07:44:01
Wer zahlt bei Erwerbsminderung?

Informationen über Verletztengelder, Erwerbsminderungsrenten und Berufsunfähigkeitspolicen

Frage:

Ich bin Studentin.
Wonach würde sich der Beitrag für eine private Berufsunfähigkeitspolice richten?

Antwort:
Der Preis einer Police richtet sich nach dem Eintrittsalter, der vereinbarten Rentenhöhe, der Laufzeit,
dem Gesundheitszustand und dem ausgeübten Beruf.
Hier gibt es – je nach ausgeübter Tätigkeit – verschiedene Risikoklassen.
Empfehlung: relativ früh einen solchen Vertrag abzuschließen, denn je jünger Sie einsteigen,
umso günstiger ist Ihr Beitrag.
Und in der Regel haben jüngere Menschen weniger Vorerkrankungen, die einen Abschluss behindern könnten.
Aber: Der Beitrag ist nicht allein entscheidend.

Wichtiger sind die Versicherungsbedingungen.

Hier sollten Sie insbesondere auf die Nachversicherungsgarantie achten:
Damit können Sie später die vereinbarte Rente – meist bei bestimmten Anlässen wie Gehaltserhöhung
oder Familiengründung – aufstocken, ohne, dass ein erneuter Gesundheitscheck erforderlich wird.
Wichtig: Ihr Vertrag sollte wenn möglich bis zu Ihrer Regelaltersrente mit 67 laufen.

Fundquelle: Auszug – „Schweriner VOLKSZEITUNG“ (SVZ) – August 2014
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 06. November 2014, 10:08:16
"Mütterrente"

Fragen und Antworten


Frage:

Ich bin noch nicht in Rente, muss ich dann die Mütterrente extra beantragen?

Antwort:

Wenn in Ihrem Rentenkonto bereits Kindererziehungszeiten gespeichert sind, müssen Sie nichts veranlassen.
Wenn Sie allerdings diese noch nicht angegeben haben, sollten Sie dies jetzt nachholen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014  
 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 12. November 2014, 09:29:47
"Mütterrente"

Fragen und Antworten 


Frage:

Kann sich die Mütterrente auch auf andere Leistungen auswirken?

Antwort:
Ja, denn die Mütterrente wird z.B. bei der Grundsicherung angerechnet.
Auch die Hinterbliebenenrente kann sich dadurch mindern.
Diea kann dann passieren, wenn dadurch das Einkommen einen Freibetrag überschreitet.
Ab dem 1.7.2014 gilt bei Witwenrenten ein Freibetrag von 696,70 € im Osten und 755,30 € im Westen.
Wird dieser überstiegen, wird die Mütterrente zu 40% auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 17. November 2014, 10:20:28
Wer zahlt bei Erwerbsminderung?

Informationen über Verletztengelder, Erwerbsminderungsrenten und Berufsunfähigkeitspolicen


Frage:

Ich bin 29 Jahre alt.
Wie würde denn die Höhe meiner Erwerbsminderungsrente ermittelt?

Antwort:
Die Rentenhöhe wird aus den bis zum Beginn der Erkrankung zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten ermittelt.
Bei einem Eintritt der Erwerbsminderung in jungen Jahren wird mit der sogenannten Zurechnungszeit so getan,
als ob der Versicherte bis zum vollendeten 62. Lebensjahr weiter gearbeitet hätte.
Diese Zurechnungszeit wird mit dem durchschnittlichen Verdienst bis zu Krankheitsbeginn bewertet.

Fundquelle: Auszug – „Schweriner VOLKSZEITUNG“ (SVZ) – August 2014

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. November 2014, 09:36:28
"Mütterrente"

Fragen und Antworten  


Frage:

Zählt bei der neuen Rente mit 63 das Direktstudium mit?

Antwort:
Nein, Zeiten des Direktstudiums zählen nicht, eines Fernstudiums allerdings schon.
Für Akademiker ist es daher schwer, die 45 Pflichtbeitragsjahre zu erreichen.
Als Beitragsjahre zählen beispielsweise Pflichtbeiträge aus Beschäftigung oder selbständiger Tätigkeit,
geringfügige Beschäftigung, Wehr- und Zivildienstpflicht, Pflege von Angehörigen,
Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr, Arbeitslosengeld und Insolvenzgeld.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014   

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 21. November 2014, 10:51:34
Wer zahlt bei Erwerbsminderung?

Informationen über Verletztengelder, Erwerbsminderungsrenten und Berufsunfähigkeitspolicen

Frage:

Ich bin bereits seit Jahren Erwerbsminderungsrentner.
Was ändert sich bei der Erwerbsminderungsrente durch das Rentenpaket der Bundesregierung?

Antwort:

Zum Rentenpaket gehört die Verlängerung der Zurechnungszeit bei Erwerbsminderungsrenten.
Sie endet seit 1. Juli mit der Vollendung des 62. Lebensjahres – und nicht mehr wie bisher mit 60.
Das führt zu einer höheren Rente. Es wird künftig unterstellt, dass Versicherte bis 62 gearbeitet hätten.
Zudem fallen in Zukunft die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung aus der Berechnung heraus,
wenn das für den Betroffenen günstiger ist.
Krankheitsbedingter Minderverdienst in dieser Zeit – etwa durch den Wegfall von Überstunden oder
durch längere Krankheitszeiten – wirkt sich bis jetzt häufig nachteilig auf die Rentenhöhe aus.
Allerdings gelten diese Änderungen erst für Neurentenfälle.
Das heißt, die Zahlung der Rente muss erstmals nach dem ersten Juli 2014 erfolgt sein.
Auf Sie treffen also die Änderungen leider nicht mehr zu.

Fundquelle: Auszug – „Schweriner VOLKSZEITUNG“ (SVZ) – August 2014
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. November 2014, 09:51:14
"Mütterrente"

Fragen und Antworten 


Frage:

Meine Frau bezieht eine Erwerbsminderungsrente.
Ich habe gehört, dass diese jetzt erhöht wurde.
Bekommt sie das auch?

Antwort:
Nein, das gilt nur für diejenigen, die ab dem 01.07.2014 eine Erwerbsminderungsrente erhalten.
Diese bekommen im Durchschnitt monatlich rund 40 € brutto mehr als bisher.
Auch wer nur eine befristete Erwerbsminderungsrente erhält, profitiert nicht von der Neuregelung,
wenn diese verlängert wird, denn der Leistungsfall bleibt ja der gleiche.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 01. Dezember 2014, 10:20:43
Altersrente

Fragen und Antworten


Frage:

Ich bin vorsorglich in Widerspruch gegen meinen Rentenbescheid zum 01.01.2014 gegangen.
Dem wurde jetzt stattgegeben, ich kann ab 01.07.2014 die Rente ab 63 abschlagsfrei bekommen.
Jetzt soll ich allerdings die Rente von Januar bis Juni zurückzahlen.
Ist das rechtens?

Antwort:
Ja, das ist richtig so. Sonst können Sie nicht die abschlagsfreie Rente mit 63 bekommen.
Der Wechsel von einer Altersrentenart in die andere ist nicht möglich.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014
   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 08. Dezember 2014, 09:38:00
DDR-Berufskraftfahrer können Erwerbsminderungsrente erhalten

Auch Berufskraftfahrer aus der ehemaligen DDR haben bei Berufsunfähigkeit Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.
Das entschied das Landessozialgericht Sachsen (Az.: L 5 R 830/12).
Wer in der DDR Berufskraftfahrer war und diesen Beruf über einen längeren Zeitraum ausgeübt hat, genießt den Berufsschutz wie ein Facharbeiter. Das bedeutet, dass er auch eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit bekommen kann.

Der Fall:
Der 1954 geborene Mann hatte sich noch zu DDR-Zeiten zum Berufskraftfahrer qualifiziert.
Seit 1990 war er teils als Berufskraftfahrer, teils als Kraftfahrer und Tiefbauarbeiter und bis März 2011 wieder als Berufskraftfahrer beschäftigt.
Er forderte aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen eine Rente wegen voller Erwerbsminderung.
Die Deutsche Rentenversicherung und das Sozialgericht hatten die Gewährung einer Rente wegen Erwerbsminderung insgesamt abgelehnt.
Sie sahen in der Tätigkeit des Mannes keine Nähe zum Leitberuf eines Facharbeiters.

Das Urteil:
Das Landessozialgericht Sachsen sah die Sache anders.
Der Mann habe Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit.
Versicherte, die zu Zeiten der DDR den Berufskraftfahrer erlernt und in diesem Beruf langjährig tätig gewesen seien, würden denselben Schutz genießen wie ein Facharbeiter.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014   

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 16. Dezember 2014, 10:28:19
Altersrente

Fragen und Antworten
 

Frage:

Ich werde bald 63 Jahre alt.
Mir fehlen drei Monate bei den Pflichtjahren für die Rente mit 63.
Kann ich diese freiwillig einzahlen?

Antwort:
Ja
, das geht, wenn Sie in den letzten zwei Jahren vor Renteneintritt nicht arbeitslos gemeldet waren.
Sobald Sie nicht mehr arbeitslos gemeldet sind, können Sie freiwillige Beiträge einzahlen.
Lassen Sie sich dazu aber in Ihrer örtlichen Rentenberatung persönlich beraten.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014    

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 19. Dezember 2014, 12:13:46
Altersrente

Fragen und Antworten 


Frage:

Mein Mann arbeitet derzeit bei einem holländischen Arbeitgeber in den Niederlanden.
Wird diese Zeit auf die 45 Beitragsjahre bei der Rente mit 63 angerechnet?

Antwort:
Ja
, da die Niederlande Mitglied in der Europäischen Union sind, werden die Jahre angerechnet.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014   

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. Dezember 2014, 09:04:34
Altersrente

Fragen und Antworten


Frage:

Darf ich bei der Rente mit 63 unbegrenzt hinzuverdienen?

Antwort:
Nein
, nur in der Höhe von monatlich 450 Euro brutto.
Zweimal im Jahr darf mal bis zum Doppelten hinzuverdient werden.
Erst wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist, darf in unbegrenzter Höhe zuverdient werden,
ohne dass die Rente gekürzt wird.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 10. Januar 2015, 11:47:04
Wer zahlt bei Erwerbsminderung?

Informationen über Verletztengelder, Erwerbsminderungsrenten und Berufsunfähigkeitspolicen


Frage:
Ich bin wegen eines Rückenleidens schon längere Zeit krank, habe deshalb auch eine Umschulung zur Gärtnerin absolviert und eine Reha besucht.
Im Abschlussbericht hieß es, dass ich einer gärtnerischen Tätigkeit täglich nur zwischen 3 - 6 Stunden nachgehen kann.
Dennoch wurde mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt – weil ich noch im Büro arbeiten könnte. Aber einen solchen Job bekomme ich schon seit Jahren nicht!

Antwort:

Versicherte haben einen Anspruch auf eine teilweise Erwerbsminderungsrente, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen außerstande sind, regelmäßig eine Erwerbstätigkeit von wenigstens sechs Stunden täglich zu betreiben.
Außerdem müssen Sie insgesamt mindestens fünf Jahre Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben und darüber hinaus in den letzten fünf Jahren vor Ihrer Erkrankung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge entrichtet haben.
Das heißt: Da Sie noch einer Bürotätigkeit nachgehen könnten, ist es für die Rentenversicherung unerheblich, ob Sie nur noch drei bis sechs Stunden als Gärtnerin arbeiten könnten.

Fundquelle: Auszug – „Schweriner VOLKZZEITUNG“ (SVZ) – August 2014


persönliche Anmerkung:
Hier könnte ein Verweis auf  "Besitzstandsregelung" der "alten BU- Rente" helfen.
Auf diese könnten sich alle berufen, wenn sie bis 31.12.1960 geboren wurden und in ihrem erlernten Beruf noch tätig sind.
Also könnte man von einer Sonderregelung sprechen.
Einer Beratung bei der Rentenstelle kann ich nur empfehlen, wobei ich anmerken möchte, dass dort diese "seltene" Möglichkeit nicht freiwillig ausgeplaudert wird.
Die "jungen Kollegen" kenne diese "alte" Möglichkeit bis 2001 nicht mehr und wird gewiss auch nicht mehr schulisch vermittelt. Zumindest habe ich diesen Verdacht (um Kosten zu sparen).   


Bei Berufsunfähigkeit zählt der zuletzt ausgeübte Beruf
Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll einen Menschen davor bewahren, in die Armut abzurutschen,
sollte er aufgrund einer Krankheit nicht länger arbeiten kann.
Doch nicht immer ist klar, wann und für welche Tätigkeit die Unfähigkeit eintritt.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung greift nur für den zuletzt ausgeübten Beruf.

Kein Anspruch besteht für den ursprünglichen Ausbildungsberuf, auch wenn er beim Versicherungsabschluss ausgeübt wurde.

Entscheidung des OLG Saarbrücken (Az.: 5 U 236/12-28).
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass man Anspruch nicht nur für den im Versicherungsschein eingetragenen, sondern auch für den zuletzt ausgeübten Beruf hat.

Der Fall:

Zu Beginn seiner Ausbildung schloss der Stuckateur eine Lebensversicherung mit eingeschlossener Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ab.
Nach seiner Ausbildung im Jahr 2005 arbeitet er noch zwei Jahre als Stuckateurgeselle.
Seit Mai 2007 war er als Maschinenbediener tätig.
Bei einem Motorradunfall im Oktober 2008 erlitt er einen Bruch an der Brustwirbelsäule und musste operiert werden.
Laut Attest kann er seinen zuletzt ausgeübten Beruf weiterhin sechs Stunden und mehr durchführen.
Für seinen gelernten Beruf als Stuckateur wäre er zumindest teilweise berufsunfähig.
Der Mann verlangte Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Das Urteil:
Vor Gericht hatte er keinen Erfolg. Um Leistungen zu erhalten, müsse er voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen mindestens zu 50 Prozent berufsunfähig sein, befanden die Richter.
Das sei hier jedoch nicht der Fall. Es komme letztlich nur auf den zuletzt ausgeübten Beruf an.
Es sei unerheblich, was im Versicherungsvertrag angegeben sei.
Schließlich habe er rund anderthalb Jahre als Maschinenbediener gearbeitet.
Dies sei der maßgebliche Bezugspunkt.
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 11. Januar 2015, 10:09:21
Altersrente

Fragen und Antworten


Frage:

Ich habe schon seit vielen Jahren einen Mini-Job.
Mein Arbeitgeber bezahlt den Pauschalbeitrag.
Zählt das auch bei den Pflichtbeitragsjahren für die Rente mit 63?

Antwort:
Ja
. Allerdings kann es sich unterschiedlich auswirken.
Bezahlt der Arbeitgeber nur den Pauschalbeitrag, dann wird die Zeit nur anteilig berücksichtigt.
Deshalb kann es für Sie sinnvoll sein, selbst noch in die Rentenversicherung einzuzahlen.
Dann zählt das ganze Jahr voll.
Ihre freiwillige Einzahlung muss über Ihren Arbeitgeber bei der Minijob-Zentrale erfolgen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014    
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. Januar 2015, 08:35:40
Wer zahlt bei Erwerbsminderung?

Informationen über Verletztengelder, Erwerbsminderungsrenten und Berufsunfähigkeitspolicen


Frage:

Ich beziehe bereits eine Teilerwerbsminderungsrente, gehe noch 4 - 5 Stunden täglich arbeiten.
Jetzt bin ich mit dieser hohen beruflichen Belastung gesundheitlich überfordert.
Deshalb will ich jetzt eine Vollrente beantragen.
Wie viele Stunden darf ich da arbeiten, ohne dass mir die Rente gekürzt wird?

Antwort: 
Bei einer vollen Erwerbsminderungsrente können Sie monatlich bis zu 450,- € hinzuverdienen,
ohne dass eine Rentenkürzung erfolgt.
Zwei Monate im Jahr können es sogar 900,- € sein.
Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht.
Für die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ist allein die Höhe des Hinzuverdienstes entscheidend.

Fundquelle: Auszug – „Schweriner VOLKSZEITUNG“ (SVZ) – August 2014
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 16. Januar 2015, 21:22:44
"Mütterrente"

Fragen und Antworten 


Frage:

Ich bin geschieden.
Kann die Mütterrente Auswirkungen auf einen bereits abgeschlossenen Versorgungsausgleich haben?

Antwort:
Ja, sie können beim Familiengericht einen Antrag auf Änderung des Versorgungsausgleichs stellen. Allerdings sollten Sie sich unbedingt vorher juristisch beraten lassen.
Denn es wird der gesamte Versorgungsausgleich nach heutiger Rechtslage neu berechnet.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014 
 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 21. Januar 2015, 11:04:39
Altersrente

Fragen und Antworten 


Frage:

Kann denn ab sofort jeder mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen,
wenn er 45 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt hat?

Antwort:

Nein, die Altersgrenze wird schrittweise angehoben.
Wer ab 1953 geboren ist, hat einen verzögerten Rentenbeginn.
Wer ab 1964 geboren ist, kann diese Rente erst ab 65 Jahren abschlagsfrei bekommen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 27. Januar 2015, 10:07:25
Altersrente 

Fragen und Antworten


Frage:

Ich bin 64 Jahre alt und bin schon mit Abschlägen in Rente gegangen.
Ich habe aber 45 Pflichtbeitragsjahre.
Kann ich jetzt auf die Rente mit 63 wechseln?

Antwort:
Nein
, das geht nicht.
Es sei denn, Sie haben noch keinen bestandskräftigen Bescheid, weil Sie in Widerspruch gegangen sind.
Grundsätzlich kann die Rente mit 63 erst bekommen, wer zum 1. Juli 2014 in Rente gegangen ist.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014   
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 31. Januar 2015, 10:00:14
Altersrente:

Fragen und Antworten


Frage:

Ich bin arbeitslos, das Arbeitslosengeld läuft demnächst aus.
Zählt diese Zeit für die 45-Jahre-Regelung mit?

Antwort:
Ja
, die Zeit, in der Sie Arbeitslosengeld bekommen, wird berücksichtigt.
Allerdings gilt dies für die letzten zwei Jahre vor Rentenbeginn nur, wenn Sie in Folge einer Insolvenz
oder der vollständigen Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers arbeitslos geworden sind.
Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld II zählen grundsätzlich nicht.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2014     
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. März 2015, 13:14:36
Hinterbliebenenrente

für Angehörige auch nach Sterbehilfe


Können Angehörige eines Verstorbenen Hinterbliebenenrente beziehen,
auch wenn beim Tod Sterbehilfe geleistet wurde?
Das Bundessozialgericht hatte nun in einem Fall zu urteilen, in dem die Familie die lebenserhaltenden Maßnahmen nach vier Jahren abstellte.
Auch wenn Angehörige Sterbehilfe geleistet haben, kann ihnen nach einem Urteil des BSG eine Hinterbliebenenrente zustehen. (AZ B 2 U 18/13 R).

Im konkreten Fall fiel ein Mann 2006 nach einem Unfall auf dem Heimweg von der Arbeit ins Wachkoma.
Nach fast vier Jahren entschied die Familie, die Magensonde entfernen zu lassen.
Obwohl auch die Staatsanwaltschaft kein strafbares Verhalten feststellte, verweigerte die gesetzliche Unfallversicherung der Frau des Toten die Leistungen für Hinterbliebene.
Der Tote habe zu Lebzeiten erklärt, lebenserhaltende Maßnahmen abzulehnen.
Deshalb handele es sich in dem Fall um einen gerechtfertigten Behandlungsabbruch,
der kein Grund sei, die Leistungen nicht auszuzahlen.
Damit bestätigten die Richter in Kassel Entscheidungen des Sozialgerichts Berlin und des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sprach von einer wegweisenden Entscheidung.
Das Recht auf Sterben dürfe nicht durch die Sozialgesetzgebung bestraft werden,
sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch.
"Es wäre absurd, einen leidenden Menschen zum Leben zu zwingen,
nur weil seine Familie sonst nicht versorgt würde".
                                                         

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Dezember 2014
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 26. März 2015, 07:41:39
Sieben Monate Ehe zu wenig für Rente

Ein Witwer hat sieben Monate nach der Hochzeit keinen Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente.
So hat das hessische LSG in Darmstadt geurteilt. (Az.: L 2 R 140/13).

Hat eine Ehe nicht mindestens ein Jahr gedauert, besteht  gem. § 46 SGB VI  kein Rentenanspruch für die Witwe oder den Witwer.
Den Anspruch gebe es nur, wenn besondere Umstände eine sogenannte Versorgungsehe widerlegten.


Das sei hier aber nicht der Fall. Geklagt hatte ein Mann aus Frankfurt.
Im Juni 2008 hatte er seine schwer krebskranke langjährige Partnerin geheiratet.
Sieben Monate später starb sie.
Die DRV lehnte es ab, dem Mann Witwerrente zu zahlen.
Eine Versorgungsehe - also eine Heirat, die Hinterbliebenengeld sichern soll - sei nicht widerlegt worden.
Der Witwer argumentierte dagegen, der Tod sei zum Zeitpunkt der Hochzeit nicht absehbar gewesen.
Zudem habe er mehr als 20 Jahre mit seiner Frau zusammengelebt. Man habe schon früher heiraten wollen.
Die Richter gaben aber der Versicherung Recht.
Die Frau sei unheilbar krank gewesen und habe eine Lebenserwartung von unter einem Jahr gehabt.
Dies habe das Paar gewusst. Das Urteil ist rechtskräftig.

Gesetzeslage zu Witwen- und Witwerrente (https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/46.html)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Dezember 2014
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 16. Mai 2015, 09:37:47
Betriebsrente

Die Anrechnung der gesetzlichen Rente auf die Betriebsrente ist möglich
.

Das geht aus einem Urteil des BAG, vom 30.11.2010 hervor. (AZ.:3 AZR 747/08)

Geklagt hatte ein Ruheständler, dessen gesetzliche Rente wegen seines vorzeitigen Renteneintritts
um etwa 270 € gekürzt worden war.
Die betriebliche Rentenversorgung hatte wie vertraglich vorgesehen, die Hälfe der vollen gesetzlichen Rente
auf das betriebliche Ruhegeld angerechnet.
Der Kläger forderte nun, nur seine gekürzte Rente als Berechnungsgrundlage zu nehmen.
Die Richter wiesen die Klage ab.
Die Regelung der Versorgungsordnung sei nicht zu beanstanden.                                                                     

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2015
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. Mai 2015, 09:41:49
Waisenrenten -

Gesetzliche Neuregelung führt zu Leistungsverbesserungen  (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/rententipp/leistungsverbesserung_bei_waisenrenten.html)
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 01. Juni 2015, 10:44:52
Keine Erwerbsminderungsrente nach Straftat   

Wer sich bei einer Straftat schwer verletzt, im vorliegenden Fall bei einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss, kann nicht mit einer Erwerbsminderungsrente rechnen.
Die Rente kann nach einer strafrechtlichen Verurteilung untersagt werden.
Rechtsgrundlage: § 104 SGB VI.

Urteil unter: Hessische Landessozialgericht in Darmstadt  (Az. L 5 R 129/14)
 (http://www.lsg-darmstadt.justiz.hessen.de/irj/LSG_Darmstadt_Internet?rid=HMdJ_15/LSG_Darmstadt_Internet/sub/dfc/dfc28645-beed-a41f-012f-312b417c0cf4,,,11111111-2222-3333-4444-100000005003%26overview=true.htm)
Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  Februar 2015  
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 14. Juni 2015, 06:58:54
Vorsorge für das Alter und den Eintritt in die Rente

Frage:

Ich bin jetzt 62, möchte mit 63 Jahren in Rente gehen.
Aber ich werde vorher voraussichtlich arbeitslos und es fehlen mir sechs Monate an den 45 Arbeitsjahren.
Kann ich die Zeit irgendwie auffüllen?

Antwort:
Da die Zeit der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn nicht zu den 45 Arbeitsjahren zählt, bleibt die Möglichkeit, neben dem Bezug des Arbeitslosengeldes eine geringfügige Beschäftigung für 165 € monatlich aufzunehmen.
Diese Zeit ist auf die Wartezeit von 45 Jahren anzurechnen. 

Frage:
Ich möchte mit 63 Jahren mit Abschlägen in Rente gehen.
Mein Chef sagt, das geht nicht, weil ich noch gebraucht werde.
Was soll ich tun?

Antwort:
Kein Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer vorschreiben, wann er in Rente geht, wenn die rentenversicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Da spielt es keine Rolle, ob Sie mit oder ohne Abschläge in Rente gehen wollen.
Um aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, müssten Sie einfach kündigen.
Machen Sie sich jedoch vorher bei ihrem Rentenversicherungsträger kundig.

Frage:
Ich habe die 45 Arbeitsjahre rum, werde demnächst arbeitslos.
Ich möchte nun doch mit 63 Jahren in Rente gehen.
Geht das?

Antwort:
Ja, Sie können ohne Abzüge in Rente gehen, sollten sich deshalb schleunigst bei Ihrer DRV melden.
Mindestens vier Monate vorher sollten Sie den Rentenantrag gestellt haben,
um rechtzeitig Geld auf Ihrem Konto zu haben.                                                   

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2015
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. Juni 2015, 13:10:11
Vorsorge für das Alter und den Eintritt in die Rente

Frage:

Meine Mutter ist bereits im Rentenalter, hat aber nur drei Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Sie hat mich und meine zwei Geschwister großgezogen.
Hat unsere Mutter jetzt einen Anspruch auf Altersrente?

Antwort:

Ja, das ist möglich.
Für eine Regelaltersrente sind mindestens fünf Jahre Beitragszeiten Bedingung.
Aufgrund der neuen Regelungen zur "Mütterrente" bekommen Frauen für jedes vor 1992 geborene Kind ein weiteres Jahr Kindererziehungszeit angerechnet.
Dafür gibt es jeweils einen Entgeltpunkt.
Kommt Ihre Mutter durch diese zusätzlichen Beitragszeiten auf mindestens fünf Jahre,
hat sie jetzt Anspruch auf eine eigene Altersrente.
Ihre Mutter sollte umgehend die entsprechenden Unterlagen wie etwa die Geburtsurkunden der Kinder bei der Deutschen Rentenversicherung erfassen lassen.

Frage:
Ich erhielt bisher Hartz IV, kann jetzt einen Minijob bekommen.
Bin ich damit wieder rentenversichert?

Antwort:

Während bei Hartz-IV-Empfängern kein Geld für die Rentenversicherung abgeführt wird,
sind seit 2013 Arbeitnehmer mit einer geringfügigen Tätigkeit versicherungspflichtig.
Dazu zählen alle, die bis zu 450 € monatlich verdienen.
Bei Minijobbern zahlt der Arbeitgeber einen pauschalen Beitrag von 15% ein -
der Eigenanteil des Arbeitnehmers liegt bei lediglich 3,7%.
Von diesem Eigenanteil können sich Arbeitnehmer befreien lassen,
so dass nur noch der AG seinen Pauschbeitrag entrichtet.

Frage:

Ich bin schwerbehindert und Jahrgang 1955.
Kann ich bereits mit 60 in Rente gehen?

Antwort:

Die vorgezogene Altersrente für schwer behinderte Menschen setzt einerseits 35 Jahre Wartezeit und
andererseits eine Schwerbehinderung von mindestens GdB50 voraus.
Auch der Zugang zu dieser Altersrente wird schrittweise angehoben.
Das bedeutet: Sie können frühestens mit 60 Jahren und neun Monaten diese Rente beziehen -
mit maximal 10,8% Abschlag.
Mit jedem Monat späteren Rentenbezugs verringert sich der Abschlag um 0,3%.                                                               

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2015
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 21. Juli 2015, 10:05:15
Keine Erwerbsminderungsrente bei Unfall ohne Führerschein

Vielen Verkehrsteilnehmern sind die sozialversicherungsrechtlichen Folgen eines Verkehrsunfalls,
bei dem man strafbar gehandelt hat, nicht bekannt.
So kann etwa der Rentenanspruch eines Versicherten auf dem Spiel stehen.
Der Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente kann wegfallen, wird der Versicherte strafrechtlich verurteilt, weil er zur Zeit des Unfalls ohne Fahrerlaubnis gefahren ist. Urteil des Hessischen LSG (Az.: L 5 R 129/14),


In dem verhandelten Fall fuhr der Mann ohne Führerschein.
Mit 1,39 Promille verursachte er einen Verkehrsunfall und ist seitdem aufgrund der Verletzungen voll erwerbsgemindert. Das Amtsgericht verurteilte den 29-jährigen wegen Trunkenheit im Verkehr und vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung.
Die DRV lehnte seinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente ab, weil er sich grob selbstgefährdend verhalten habe. Wer bewusst gegen Gesetze verstoße, die vor Schaden schützen sollen, könne keine Versicherungsleistungen beanspruchen.
Dem schlossen sich die SG`s in den zwei Instanzen an.

Urteilsbegründung:

Nach Auffassung des LSG kann die Rente versagt werden, wenn die Erwerbsminderung infolge einer strafbaren Handlung eingetreten ist.
Voraussetzung sei eine rechtskräftige strafgerichtliche Verurteilung für ein Verbrechen oder ein vorsätzliches Vergehen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Mai 2015
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 25. Juli 2015, 17:32:21
Alters-, Unfall-, Wehrdienst-, Opfer-Rente:

Konkreter Vorschlag zur Rentenangleichung der OSTRENTEN


Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung liegen die Ost- und Westrente immer noch nicht gleich auf.
Seit dem 1. Juli beträgt der aktuelle Rentenwert im Osten 92,6% des Wertes im Westen.
Deswegen hat das Ostrentenbündnis, dem auch ver.di angehört, Mitte Juni auf seinem Ostrentengipfel das überarbeitete Model „ver.di 2.0" vorgestellt.
Der Vorschlag zeigt konkret, wie die Renten im Osten bis 2020 angeglichen werden können.
Die Regierungsparteien haben im Koalitionsvertrag vereinbart, bis 2020 die Renten anzugleichen.

der Flyer zum Modell (http://tinyurl.com/oaclm26) 

Anhang:
verdi-Modell zur Rentenangleichung Ost - Stand Juni 2015
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 17. August 2015, 09:45:50
Jeder kann seine Rentenpunkte behalten -

Thema Trennung und Scheidung


Frage:

Ich bin Rentner, seit Jahrzehnten verheiratet und lebe jetzt in Trennung.
Ich bin unschlüssig, ob ich mich scheiden lassen soll.
Welche Vor- bzw. Nachteile hätte eine Scheidung für mich?

Antwort:
Der größte Nachteil im Fall einer Scheidung wäre sicherlich, dass Sie den Anspruch auf Witwenrente und Ihr gesetzliches Erb- bzw. Pflichtteilsrecht verlieren würden.
Andererseits wird im Rahmen einer Scheidung der Versorgungsausgleich durchgeführt.
Dabei werden die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften dem anderen Ehegatten jeweils zur Hälfte übertragen. Falls Sie die geringeren Rentenanwartschaften erworben haben, würden Sie dadurch mehr Rente erhalten.
Ob dieser Mehrbetrag die Witwenrente übersteigt oder nicht, müsste man konkret berechnen.
Hinzu kommt der Zugewinnausgleich.
Hier werden die Vermögenszuwächse der Ehegatten während der Ehe verglichen.
Besteht eine Differenz, wird diese zur Hälfte ausgeglichen, so dass beide Ehepartner die gleichen Vermögenszuwächse haben.
Davon ausgenommen sind Schenkungen und Erbschaften.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 21. August 2015, 09:24:05
Jeder kann seine Rentenpunkte behalten -

Thema Trennung und Scheidung


Frage:

Können wir im Zuge unserer Scheidung den Versorgungsausgleich ausschließen?
Wir wollen, dass jeder seine Rentenpunkte behält.

Antwort:
Ja,
das ist grundsätzlich möglich, diese Einigung bedarf aber der notariellen Beurkundung.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. August 2015, 10:39:25
Jeder kann seine Rentenpunkte behalten -

Thema Trennung und Scheidung


Frage:

Was fällt alles in den Zugewinnausgleich und wie berechnet sich dieser?

Antwort:
Wer ohne Ehevertrag verheiratet ist, lebt im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.
Hier besitzen die Ehegatten jeder ihr eigenes Vermögen, das im Falle der Scheidung ausgeglichen wird.
Das bedeutet, dass der während der Ehe erwirtschaftete Vermögenszuwachs zu gleichen Teilen auf beide Ehegatten verteilt und in Geld ausgeglichen wird.
Davon ausgenommen bleibt das Vermögen, dass ein Ehegatte während der Ehe geerbt oder geschenkt bekommen hat, mit Ausnahme des Wertzuwachses während der Ehe.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 25. August 2015, 09:13:18
Jeder kann seine Rentenpunkte behalten -

Thema Trennung und Scheidung


Frage:

Wir leben seit längerem getrennt und wollen uns jetzt scheiden lassen.
Was können wir tun, damit die Scheidung nicht so teuer wird?

Antwort:

Eine Scheidung muss in Deutschland durch einen Rechtsanwalt beim Gericht in Gang gebracht werden.
Hinzu kommen die Kosten des gerichtlichen Scheidungsverfahrens.
Die Höhe hängt davon ab, worüber das Gericht zu befinden hat.
Kostensparend wirkt sich eine einvernehmliche Scheidung aus.
Wenn Sie sich also über die grundlegenden Fragen der Auseinandersetzung einig sind,
sollten Sie die geeinigten Punkte in einer notariellen Scheidungsfolgenvereinbarung festhalten.
Die Kosten für den Notar berechnen sich nach Ihrem Vermögen.
Bei einer einvernehmlichen Scheidung braucht nur ein Ehegatte durch einen Rechtsanwalt vertreten sein.
Die Kosten können sie sich teilen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 03. September 2015, 08:19:00
Jeder kann seine Rentenpunkte behalten -

Thema Trennung und Scheidung


Frage:

Meine Frau hat die Trennung vollzogen, die Scheidung ist noch nicht eingereicht.
Muss ich bis zur Scheidung meiner Frau Unterhalt zahlen?

Antwort: 
Ja, sofern ein Unterhaltsanspruch besteht. Auf Trennungsunterhalt kann nicht verzichtet werden.
Die Unterhaltspflicht beruht allein darauf, dass eine wirksame Ehe besteht.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. September 2015, 10:23:07
Jeder kann seine Rentenpunkte behalten -

Thema Trennung und Scheidung


Frage:

Wird bei der Berechnung des Trennungsunterhaltes das Vermögen mit angerechnet?

Antwort:
Nein, zur Berechnung von Trennungsunterhalt wird das Einkommen herangezogen.
Das Vermögen muss grundsätzlich nicht verwertet werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. April 2016, 10:39:30
Rente im Ausland –

Hinweise beachten


Sich zur Ruhe setzen, wo andere Urlaub machen? 
immer mehr Deutsche zieht es für den Ruhestand in andere Länder.
Was ist zu beachten, wenn der Lebensmittelpunkt z.B. unter der Sonne des Südens ist.

freie Wahl des Lebensmittelpunktes
Wer in Deutschland gesetzlich rentenversichert war, steht vor der freien Wahl, wo er seinen Ruhestand verbringen möchte. Die DRV überweist derzeit gut 1,4 Millionen Renten in über 150 Länder.
Wie hoch die Rente im Ausland ausfällt, hing lange davon ab, ob der Rentner seinen Ruhestand vorübergehend oder dauerhaft außerhalb Deutschlands genießt. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Rente im Ausland beim zeitweisen Aufenthalt
Wer als Rentner nicht länger als sechs Monate im Jahr außerhalb Deutschlands verweilt, erhält seine Rente im Ausland in voller Höhe. Mögliche Abzüge drohen, wenn die Rente auf einem ausländischen Konto landet, denn Kursverluste und Bankspesen übernimmt die DRV nicht.
Mit "dauerhaft" ist gemeint, dass man seinen Lebensmittelpunkt außerhalb Deutschlands hat.
Eine Gesetzesänderung von 2013 hat in diesem Fall viele Hürden aus dem Weg geräumt.
Rentner, die in Deutschland Ansprüche haben, erhalten ihre Rente nun auch im Ausland in voller Höhe:
ganz gleich, wo sie ihren Ruhestand verbringen wollen, ob sie unter das Europarecht fallen oder ob sie in einem Land leben, das kein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland hat.
Nur in Ausnahmefällen wird die Rente eingeschränkt oder gar nicht gezahlt.

Rente bei verminderter Erwerbsfähigkeit?

Die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten diejenigen, die auf grund einer Krankheit oder Behinderung erwerbsgemindert sind, also nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten können.
Ist der Betroffene voll erwerbsgemindert, steht ihm die Rente auch im Ausland zu.
Anders wenn die gesundheitlichen Einschränkungen eine Teilzeitarbeit erlauben, der Arbeitsmarkt in Deutschland dies aber nicht hergibt. Die dann bewilligte volle Erwerbsminderungsrente wird nur weitergezahlt, wenn der Betroffene in einen Mitgliedstaat der EU, in die Schweiz, nach Norwegen, Liechtenstein, Island oder in Staaten in denen eine entsprechende bilaterale Regelung mit Deutschland besteht, auswandert.
Wer woanders lebt, kommt dagegen oftmals nicht mehr in den Genuss der vollen Erwerbsminderungsrente,
sondern erhält eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Woche“  März 2016
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 22. September 2016, 09:44:27
Betriebsrenten:

Keine Kürzung bei Insolvenz


Die Rente ist sicher - das gilt für den Arbeitnehmer zumindest im Fall einer Insolvenz des Betriebes.
Auch eine befristete Kürzung ist laut einem aktuellen Gerichtsurteil nicht zulässig - das gilt auch in einer Notlage. Auch in einer wirtschaftlichen Notlage dürfen die Betriebsrenten nicht gekürzt werden. Das verbietet die Insolvenzordnung.

In dem verhandelten Fall kürzte eine GmbH im Rahmen eines Sanierungskonzeptes die Betriebsrenten ab Januar 2016 befristet auf vier Jahre um 15%.
Gegen diese Kürzungen hatten bis zu dieser Entscheidung rund 190 Betriebsrentner geklagt.
Das Arbeitsgericht in Köln gab ihnen Recht.
Ein Widerruf der Betriebsrenten wegen wirtschaftlicher Notlage sei seit der Einführung der Insolvenzordnung im Jahre 1999 nicht mehr zulässig, hieß es in der Entscheidung des Arbeitsgerichts Köln vom 20. April 2016 (Az.: 20 Ca 891/16).

Fundquelle:  Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2016 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2016, 07:59:33
Wenn es einfach nicht mehr geht;

Wer bekommt eine Erwerbsminderungsrente /// Zuverdienst ist möglich (1)


Krankheit oder ein Unfall können einem Arbeitsleben ein jähes Ende setzen. Und dann?
Wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage ist, seinen Job zu machen, kann er Erwerbsminderungsrente beantragen.
Ein Erwerbsleben dauert rund 40 Jahre; je nach Ausbildung oder Studium ein paar Jahre kürzer oder länger.
Aus gesundheitlichen Gründen müssen aber jedes Jahr mehrere Zehntausend Menschen ihren Job aufgeben,
bevor sie das Rentenalter erreichen.
Die Hauptursachen dafür sind  Probleme mit Gelenken und Wirbelsäule, innere Krankheiten oder psychische Beschwerden. Der Körper fängt oft gerade dann an zu streiken, wenn man auf dem Höhepunkt der beruflichen Laufbahn ist Damit aber mit der verminderten Erwerbsfähigkeit - mit der oft der Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht - kein persönliches Drama entsteht, gibt es die Erwerbsminderungsrente.

Die volle Erwerbsminderungsrente erhält, wer weniger als drei Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann. Das kann wegen einer schweren oder chronischen Krankheit oder infolge eines Unfalls der Fall sein.
Den Anspruch auf diese Leistung hat jeder Arbeitnehmer, der vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt und in den fünf Jahren vor Beginn der Rente drei Jahre lang eingezahlt hat.
Berufsanfänger sind im Falle eines Arbeitsunfalls vom ersten Arbeitstag an geschützt.

Ein privater Unfall ist unter bestimmten Voraussetzungen bereits nach einem Jahr Beitragszahlung abgesichert.
Wichtig ist, dass die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht ist.
Zudem gilt der Grundsatz .Reha vor Rente: "Zunächst wird geprüft, ob die Erwerbsfähigkeit durch medizinische oder berufliche Rehabilitation wieder hergestellt werden kann.
Das Ziel ist klar: Der Arbeitnehmer soll selbst seinen Lebensunterhalt bestreiten können.

Die Höhe der Rente wird individuell berechnet, auf Grundlage der Versicherungsjahre in der Rentenversicherung und den Entgeltpunkten. Oft reicht das nicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann diese Lücke füllen.

Es wird zwischen der Rente wegen voller und teilweiser Erwerbsminderung unterschieden.
Wer zwischen drei und unter sechs Stunden jeden Tag arbeiten kann, kann eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bekommen.
Zusammen mit einer regulären Arbeit sollte das Geld dann zum Leben reichen.

Wer weniger arbeiten kann, soll mit der Rente den Verdienst ersetzen.
Erwerbsminderungsrenten sind prinzipiell befristet auf drei Jahre, können aber verlängert werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2016   

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 25. September 2016, 09:36:35
Wenn es einfach nicht mehr geht;

Wer bekommt eine Erwerbsminderungsrente /// Zuverdienst ist möglich (2)


Fünf Jahre lang müssen Beiträge gezahlt worden sein. Zusätzlich müssen in den fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit belegt sein.
Eine Ausnahme gibt es für all jene, die bereits vor dem 1. Januar 1984 fünf Jahre lang Beiträge gezahlt hatten:
Sie können auch ohne die drei Jahre Pflichtbeiträge rentenberechtigt sein, sofern sie lückenlos weitergezahlt haben.

Im Rahmen seiner eingeschränkten Möglichkeiten darf man durchaus noch arbeiten oder auch selbstständige Einkünfte erzielen. Wer den vollen Satz bekommt, darf im Monat 450 € dazuverdienen und 2x im Jahr sogar das Doppelte.
Bei Selbstständigen werden häufig auch gleitende Sätze akzeptiert - in diesem Fall ist allerdings der zweimalige doppelte Verdienst nicht gestattet. Ist das Einkommen höher, wird die Rente gekürzt oder nicht mehr gezahlt.
 
Mehr Geld darf man verdienen, wenn teilweise Erwerbsminderung vorliegt.
Die Grenzen werden individuell ermittelt, unter anderem sind sie von den erzielten Bruttoarbeitsverdiensten in den drei Kalenderjahren vor der Rente abhängig.
Reicht die Rente zum Lebensunterhalt nicht aus, können ergänzende Sozialleistungen beantragt werden. Nicht zum Zuverdienst gehören Pflegegeld, Einkünfte als Behinderter und Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Mieteinnahmen.

Übrigens: Die Rente wegen Erwerbsminderung wird für die Dauer der gesundheitlichen Beeinträchtigungen gezahlt.
Sie endet spätestens mit Erreichen der Regelaltersgrenze.

Die Altersrente wird dann unter Berücksichtigung der Rentenzeiten berechnet.
Ist diese aber niedriger als die bisherigen Zahlungen, greift ein Besitzschutz.
Wie bei der Altersrente wird beim Bezug einer Erwerbsminderungsrente der Besteuerungsanteil nach dem Kalenderjahr ermittelt, in dem die Rente beginnt. Weil die Renten oft schon in jüngeren Jahren bezogen werden, fallen sie entsprechend gering aus. Dadurch werde ein Alleinstehender, soweit, er keine anderen Einkunftsquellen hat,
meist von der Steuer nicht behelligt.
Bei Eheleuten hingegen besteht häufig die Pflicht zur Einkommensteuererklärung.

Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit ist eine Sonderregelung für vor dem 2. Januar 1961 geborene Versicherte, die auf grund ihrer beruflichen Qualifikation Berufsschutz genießen. Berufsunfähigkeit bedeutet, dass, der bisherige versicherungspflichtige Beruf wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zu einem ähnlich ausgebildeten Gesunden nur noch weniger als sechs Stunden täglich ausgeübt werden kann.
Vor der Entscheidung über den Rentenantrag wird allerdings noch geprüft, ob die gesundheitliche Leistungsfähigkeit sowie die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ausreichen, um eine zumutbare andere Tätigkeit mindestens sechs Stunden täglich zu verrichten.
Zumutbar ist dabei eine Tätigkeit, die eine Stufe unter der Gruppe des bisherigen Berufs liegt.
Eine Tätigkeit, für die im Rahmen einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben eine Ausbildung oder Umschulung absolviert wurde, ist stets zumutbar.
Erst wenn weder der bisherige Beruf noch eine in diesem Sinne zumutbare andere Tätigkeit mindestens sechs Stunden täglich ausgeübt werden können, liegt Berufsunfähigkeit vor.

Viele jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer glauben, dass ihnen mit dem Wegfall der Rente wegen Berufsunfähigkeit der soziale Schutz bei Verlust der Erwerbsfähigkeit genommen wird.
Das ist aber nicht der Fall.
In aller Regel ist die Erwerbsfähigkeit von Versicherten, die ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können, zugleich auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eingeschränkt. In diesem Fall haben sie einen Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2016    

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 30. September 2016, 09:42:21
Einzahlung in die Rentenkasse – abhängig oder nicht?

Auch Selbstständige müssen unter Umständen in Rentenversicherung einzahlen


Ein Selbstständiger kann ähnlich wie ein Angestellter unter bestimmten Umständen dazu verpflichtet sein,
Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen. Er unterliegt dann der gesetzlichen Rentenversicherung,
wenn er selbst keine Mitarbeiter hat und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig ist.
Das trifft z. B. zu, wenn ein selbstständiger Versicherungsmakler an einen Maklerpool angebunden ist,
entschied das Bayerische Landessozialgericht (Az.: L 1 R 679/14).

Der Fall:
Ein selbstständiger Makler vermittelte an zahlreiche Endkunden Policen von
mehreren Versicherungsunternehmen. Er war aber Mitglied eines sogenannten Maklerpools, der unter anderem die Verbindung zu den einzelnen Versicherungsgesellschaften herstellte. Der Mann rechnete die Provisionen darüber ab und behielt nur einen Eigenanteil ein. Der Träger der Rentenversicherung ging davon aus, dass der Mann der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegt.

Das Urteil:
Auch die Richter des LSG teilten diese Ausfassung. Denn im vorliegenden Fall sei der Mann auf Dauer im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig gewesen, weil nicht die vielen Endkunden, sondern der Maklerpool sein Auftraggeber war. Dadurch erhielt der Makler Zugang zu den einzelnen Versicherern. Er war also wirtschaftlich von dem Maklerpool abhängig und somit auch sozial schutzbedürftig, zumal er den Maklerpool auch dafür brauchte, um die Verwaltung seiner Arbeit zu erledigen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2016
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. Oktober 2016, 10:08:34
Voraussetzungen prüfen:

Mit 63 Jahren in Rente gehen


Wer schon mit 63 Jahren in Rente gehen will, sollte vorher alle Voraussetzungen prüfen.
Manche Umstände können den vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand erschweren.
Wer 45 Jahre rentenversichert ist, kann schon mit 63 Jahren den Ruhestand antreten.
Ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, muss geprüft werden -
denn nicht alle Zeiten zählen zu den Versicherungszeiten dazu.
Das gilt z.B. für eine Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn.
Entscheidung des LSG Baden-Württemberg (Az.: L 9 R 695/16)

Fall:

Ein 1951 geborener Mann beendete aus gesundheitlichen Gründen sein Arbeitsverhältnis mit Aufhebungsvertrag zum 31.12.2011 und erhielt eine Abfindung in Höhe von 45.000 €.
Anschließend bezog er zwei Jahre Arbeitslosengeld.
Im Juli 2014 beantragte er die von der Bundesregierung eingeführte Altersrente für besonders langjährige Versicherte ab dem 01.09.2014. Die DRV lehnte dies ab, da keine 45 Versicherungsjahre vorlägen, es fehlten 15 Monate.
Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs könnten in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn grundsätzlich nicht berücksichtigt werden. Dagegen klagte der Mann.

Das Urteil:

Das LSG gab der DRV  Recht. Die Regelungen zur Anrechnung von Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs seien verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.
Der Gesetzgeber habe den ihm zustehenden Gestaltungsspielraum nicht verletzt.
Die Erwägung, Fehlanreize in Richtung Frühverrentung zu vermeiden, sei nachvollziehbar.
Aus der Rente mit 63 solle keine Rente mit 61 zu Lasten der Sozialversicherung werden.

Zur Vermeidung von Härtefällen könnten Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs nur ausnahmsweise angerechnet werden, wenn sie durch Insolvenz oder vollständige Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers bedingt seien.
Das war hier aber nicht der Fall.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2016
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 02. Dezember 2016, 08:22:55
Flexi-Rente

Kernpunkte Länger arbeiten?


Viele schaffen das nicht. Andere wollen zumindest in Teilzeit länger arbeiten, aber es rechnet sich nicht.
Die Flexi-Rente soll für den AN nun Anreize bieten, länger zu arbeiten.
Und der AG kann so seine Fachkraft länger im Betrieb halten.

Die Kernpunkte des Gesetzes:

• Flexiblere, stufenlose Teilrenten:
Mehr Menschen sollen zum Arbeiten bis zur Regelaltersgrenze motiviert werden.
Einiges ist schon geschehen.
Heute ist mehr als die Hälfte der 60 - 64 Jährigen noch erwerbstätig - Tendenz weiter steigend.
Künftig wird nun die Möglichkeit verbessert, ab dem 63. Lebensjahr - also vor Erreichen der Regelaltersgrenze -
eine Teilzeitarbeit mit einer Teilrente zu ergänzen.
Teilrente und Hinzuverdienst werden flexibel und individuell miteinander kombinierbar.
Grundsätzlich können zur vorgezogenen Rente ab 63 jährlich 6.300 € ohne Abzüge hinzuverdient werden.
Darüberhinausgehende Verdienste werden zu 40 auf die Rente angerechnet.

Beispiel:
Bei einem Hinzuverdienst von 18.000 € pro Jahr werden künftig 390 € pro Monat von der Rente abgezogen.
Der die 6.300-Euro-Grenze übersteigende Betrag liegt bei 11.700 €, pro Monat sind dies 975 €.
Davon werden 40% bzw. 390 € abgezogen. Läge die Rente bei monatlich 1.200 €,
käme man auf eine Teilrente von 810 €. 

• Zusätzliche Rentenansprüche:

Wer eine vorgezogene Vollrente im Alter bezieht und weiterarbeitet, erhöht dadurch künftig den Rentenanspruch.
Und um einen Anreiz für eine Beschäftigung auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze zu setzen,
kann auf die dann bestehende Versicherungsfreiheit verzichtet werden.
Die Beschäftigten können so weitere Entgeltpunkte erwerben und ihren Rentenanspruch noch weiter erhöhen.

• Zusätzliche Beiträge:
Versicherte können mit dem neuen Gesetz früher und flexibler als bisher zusätzlich Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen, um Abschläge bei vorgezogenen Altersrenten auszugleichen.
Der Abzug beträgt 0,3% pro Monat.
Um das auszugleichen, darf man bisher aber erst ab dem 55. Lebensjahr zusätzlich in die Rentenkasse einzahlen.
Dass soll künftig ab 50 möglich sein.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Oktober 2016
 

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 21. Dezember 2016, 10:00:10
Versorgungsausgleich gilt oft auch nach Tod des Ehepartners

Der bei einer Scheidung vorgenommene Versorgungsausgleich kann bei Tod des begünstigten Ehepartners nur unter engen Voraussetzungen zurückgenommen werden.
Hat der verstorbene Ex-Partner die Rente bereits fünf Jahre erhalten, kann der Anspruch nicht rückübertragen werden.
Wer Rentenansprüche an den früheren Ehepartner überträgt, kann sie sich nach dessen Tod nicht selbst anrechnen lassen. Zumindest nicht, wenn der Ex-Partner die Versorgung mehr als drei Jahre erhalten hat.
SG Berlin (Az.: S 10 R 5245/14)

Fall:
Die Ehepartner ließen sich 2008 nach 31 Jahren Ehe scheiden.
Dabei kam es zum sogenannten Versorgungsausgleich.
Die Frau musste ihrem Mann Rentenansprüche im Wert von monatlich fast 300 € übertragen.
Kurz nach der Scheidung ging der Mann in den Ruhestand.
Nach knapp fünf Jahren starb er.
Die Frau meinte, aufgrund der kurzen Rentenzeit des Ex-Mannes mit dem von ihr übertragenen Anteil könne sie nach ebenfalls fünf Jahren Ruhestand diesen Anteil zurückbekommen.
Sie verlangte (vergebens) also nach fünf eigenen Jahren der Altersrente von der DRV Bund,
ihre Rentenkürzung rückgängig zu machen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2016 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 02. Januar 2017, 09:10:54
Arbeit trotz Rente 

Eine gesetzliche Rente erlaubt keine großen finanziellen Schritte.
Wer eine knappe Rente erhält, muss oft mit einem Nebenverdienst aufstocken,
um sich auch mal etwas leisten zu können.

Wie steht es da mit den Hinzuverdienstgrenzen?
Grundsätzlich dürfen Rentner unbegrenzt hinzuverdienen, wenn sie Bezieher einer Regelaltersrente sind.
Anders ist das bei Frührentnern, die nur bis zu 450 € pro Monat rentenunschädlich hinzuverdienen dürfen.
Bei höherem Zuverdienst wird die Rente schrittweise verringert.
Ähnliches gilt bei der Erwerbsminderungsrente, bei der ebenfalls bis zu 450 € frei hinzuverdient werden dürfen.
Die geplante "Flexi-Rente" soll ab Mitte 2017 den Hinzuverdienst zur Rente ummodeln.
Dabei sollen die festen Hinzuverdienstgrenzen entfallen.
Stattdessen sollen Rentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze 6.300 € pro Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen können. Von dem darüber liegenden Verdienst sollen 40% auf die Rente angerechnet werden.
Das gilt auch für Erwerbsminderungsrenten.
Die Neuregelung könnte bis zum Juli 2017 in Kraft treten.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Woche“  November 2016
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 06. Januar 2017, 09:46:43
Bei Versorgungsehe kein Unterhalt 

Witwen aus einer Beamtenehe bekommen keinen Unterhalt, wenn es sich bei der Ehe um eine Versorgungsehe handelte. Dies ist dann der Fall, wenn der Altersunterschied sehr groß war und der Versorgende schon bei der Heirat an einer lebensbedrohlichen Krankheit litt.
Verwaltungsgerichts Trier (AZ: 1 K 940/16.TR).

In dem verhandelten Fall heiratete eine Frau einen 30 Jahre älteren 83-jährigen ehemaligen Professor.
Nach anderthalb Jahren Ehe verstarb er.
Als sie geheiratet hatten, litt der Mann bereits an einer Mehrzahl potenziell lebensbedrohlicher Erkrankungen.
Seine Witwe beantragte die Bewilligung eines monatlichen Unterhaltsbeitrags von etwa 1.200 Euro.
Da das Land dies ablehnte, klagte die Frau. Jedoch ohne Erfolg.
 
Zwar habe die Ehe länger als ein Jahr bestanden, sodass nicht per se von einer Versorgungsehe ausgegangen werden könne. Zu berücksichtigen seien jedoch der Gesundheitszustand des Verstorbenen so wie der Altersunterschied: Leide ein Partner zum Zeitpunkt der Heirat offensichtlich bereits an einer lebensbedrohlichen Krankheit, könne man davon ausgehen, dass der Versorgungsgedanke der primäre Beweggrund für die Hochzeit sei.

Unabhängig davon müsse der große Altersunterschied der Ehepartner sowie das hohe Alter des Versorgungsempfängers berücksichtigt werden. Dem Dienstherrn sei es nicht zuzumuten, voraussichtlich noch über Jahrzehnte eine Versorgung des überlebenden Ehepartners zu übernehmen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November 2016
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 25. Januar 2017, 09:00:46
Ostrenten in sieben Schritten auf Westniveau

Die große Koalition hat ihren Streit über die Finanzierung der Rentenangleichung zwischen Ost und West beigelegt.
Ab dem Jahr 2022 wird der Bundeshaushalt dazu einen Zuschuss leisten.
Dieser werde schrittweise von zunächst 200 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro ab dem Jahr 2025 erhöht.
Der Zuschuss werde dann bei rund der Hälfte der jährlichen Mehrausgaben liegen.
Beginnend mit dem 1. Juli 2018, sollen die Ostrenten in sieben Schritten mit den jährlichen Rentenanpassungen an den Rentenwert im Westen angeglichen werden.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember 2016

persönliche Anmerkung:
Im Koalitionsverträge der Regierungen Schröder, danach Merkel stand diese Umsetzung auch schon –
aber bis zum Ende der Regierungszeit… so viel zum Glauben an die Politik

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 28. Januar 2017, 11:36:42
Betriebsrente –

durch Änderungen sollen mehr profitieren


Betriebsrenten sollen auch in kleineren Unternehmen und bei Geringverdienern weiter verbreitet werden. Das ist das Ziel einer Betriebsrentenreform, die das Bundeskabinett am21.12.2016 auf den Weg brachte. Denn der Anteil von 60% der Beschäftigten mit betrieblicher Altersvorsorge stagniert seit Jahren. Bei den Niedrigverdienern sind es nur 47%.

Die zentralen Punkte:
• Enthaftung: Arbeitgeber (AG) und Arbeitnehmer (AN) können auf Basis von Tarifverträgen reine Beitragszusagen einführen. Der AG garantiert dann nur eine bestimmte Beitragshöhe, nicht aber die Höhe einer späteren Rentenzahlung. Auch Mindestrenten werden dann nicht mehr garantiert. Risiken für AG, für die Auszahlung der Renten in bestimmter Höhe einzustehen, entfallen.

• Opt-out:
Wenn in Tarifverträgen vorgesehen, können AG für alle AN eines Betriebs-Entgeltumwandlung für Betriebsrenten vorsehen - einzelne AN können für sich dagegen optieren.

• Grundsicherung:
In der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bleiben freiwillige Zusatzrenten bis zu 202 € anrechnungsfrei.

• Steuerförderung:
Für Geringverdiener bis 2.000 € Bruttoeinkommen wird ein Steuer-Fördermodell für zusätzliche Beiträge des AG in eine betriebliche Altersversorgung eingeführt. Der Förderbetrag beträgt 30, entsprechend weniger Lohnsteuer muss der AG abführen. Für Beiträge von mindestens 240-480 € im Jahr beträgt der Förderbetrag somit 72 bis maximal 144 Euro.

• Riester-Zulage:

Die seit 2008 unveränderte Grundzulage bei der Riester-Rente wird von 154 auf 165 € angehoben.

• Weiteres:
Im parlamentarischen Verfahren gibt es noch Punkte zu klären - so fordert der Sozialflügel der CDU,
dass Verbesserungen bei der Entgeltumwandlung für AN nicht nur in tarifgebundenen Unternehmen gelten sollen

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember 2016

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 08. Februar 2017, 09:52:48
Ausbildung:

Rentenbeitragszahlung muss belegt werden


Ein Arbeitnehmer (AN) sollte stets alle Informationen zu seinen gezahlten Rentenbeiträgen aufbewahren.
Der Grund:
Der AN ist in der Pflicht, im Zweifelsfall Angaben die gezahlten Beiträge in die Rentenkasse (DRV) zu machen.
Wer auch seine Ausbildung bei der Rente berücksichtigt sehen will, muss im Zweifel die Zahlung
 von Rentenbeiträgen während der Ausbildung beweisen.
Entscheidung des Sozialgerichts Mainz (Az.: S 10 R 511/14)
Aus diesem Grund sollten entsprechende Unterlagen nicht zu schnell entsorgt werden.

Der Fall:

Ein 1954 geborener Mann wollte von der DRV die nicht abgeschlossene Ausbildung zum Raumausstatter in den Jahren 1969 bis 1972 anerkannt wissen.
Wären die Zeiten anerkannt worden, hätte er früher in Rente gehen können.
Er konnte jedoch keine Unterlagen vorlegen, auch existierte das Unternehmen nicht mehr.
Die DRV war die Abführung von Beiträgen für diese Zeit nicht gemeldet worden.
Sie forschte ohne Erfolg nach und lehnte die Anerkennung der Zeiten ab.
Eine Bestätigung der Kreishandwerkerschaft, aus der zumindest der Abschluss eines Ausbildungsvertrages hervorging, änderte hieran nichts.

Das Urteil:

Das Sozialgericht bestätigte die Entscheidung der DRV.
Man könne zwar davon ausgehen, dass der Mann tatsächlich in der angegebenen Zeit die Ausbildung absolviert habe. Dies führe aber auch nach der Rechtsprechung des BSG nicht dazu, dass damit die Abführung von SV-Beiträgen glaubhaft gemacht sei. Stattdessen müsse beides getrennt beurteilt werden.
Für die Abführung und den Abzug dieser Beiträge von einer Ausbildungsvergütung fänden sich im vorliegenden Fall aber keine Beweise mehr. Dies gehe zu Lasten des Klägers.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Dezember 2016
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 10. Februar 2017, 09:30:00
Prüfung des weiteren Anspruchs auf Rente wegen Erwerbsminderung

Die Rente wegen Erwerbsminderung kann wegfallen, wenn eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit ausgeübt wird. Außerdem wird die Rente wegen Erwerbsminderung nicht oder in verminderter Höhe gezahlt,
wenn durch Einkommen die für diese Rente maßgebende Hinzuverdienstgrenze überschritten wird.

Einkommen sind:
- Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung,
- Arbeitseinkommen (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit),
- vergleichbares Einkommen (z.B. Entschädigungen für Abgeordnete, Bezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis),
- bestimmte Sozialleistungen.

Zur Prüfung des weiteren Rentenanspruchs ist die DRV verpflichtet, in regelmäßigen Abständen die Höhe der von Ihnen erzielten Einkommen zu überprüfen.
 
Bei Beschäftigung in den alten Bundesländern oder im Ausland gelten die Hinzuverdienstgrenzen der alten Bundesländer, ansonsten gelten die Hinzuverdienstgrenzen der neuen Bundesländer.

Rente und Hinzuverdienst - welche Hinzuverdienstgrenzen gelten

Eine Rente wegen Berufsunfähigkeit kann nur geleistet werden, wenn sich das erzielte Arbeitsentgelt aus einer o.g. im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Hinzuverdienstmöglichkeiten hält.
Entsprechendes gilt bei vergleichbarem Einkommen.

Ob die Rente wegen Berufsunfähigkeit in voller Höhe, in Höhe von zwei Dritteln oder in Höhe von einem Drittel geleistet wird, ist abhängig davon, welche Hinzuverdienstgrenze eingehalten wird.
Für Zeiten ab dem 01.01.2001 ist die maßgebende Hinzuverdienstgrenze auch dann zu beachten, wenn anstelle von Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen (z. B. Krankengeld, Verletztengeld, Versorgungskrankengeld, Mutterschaftsgeld, Übergangsgeld, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Übergangsleistung bei Maßnahmen gegen Berufskrankheiten, vergleichbare Leistungen einer Stelle im Ausland) besteht.
Für die Höhe des Hinzuverdienstes ist nicht die Sozialleistung selbst, sondern das dieser Leistung zugrunde liegende monatliche Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen maßgebend.

Bei einer Rente wegen Berufsunfähigkeit ergibt sich die Hinzuverdienstgrenze, indem die Entgeltpunkte des letzten Kalenderjahres vor Eintritt der Berufsunfähigkeit, mindestens jedoch 0,5 Entgeltpunkte, mit einem bestimmten Wert der monatlichen Bezugsgröße vervielfältigt werden.
Für die Ermittlung der Hinzuverdienstgrenze in den neuen Bundesländern ist die monatliche Bezugsgröße mit dem aktuellen Rentenwert (Ost) zu vervielfältigen und durch den aktuellen Rentenwert zu teilen.

mehr unter: www.deutsche-rentenversicherung.de
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 14. März 2017, 10:03:35
Versicherung getäuscht -

fristlose Kündigung rechtens


Schummel bei Berufsunfähigkeit Versicherungsbetrügereien zahlen sich nicht aus.
Wer Leistungen zu Unrecht kassiert, muss damit rechnen, dass seine Versicherung den Vertrag kündigt
im Zweifel sogar fristlos. OLG Oldenburg (Az.: 5 U 78/16)

Täuschen Versicherungsnehmer etwa Schmerzen nur vor, ist nicht einmal eine Abmahnung nötig.
Denn ein solches Verhalten erschüttert das Vertrauen in die Redlichkeit des Vertragspartners derart,
dass eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht mehr zumutbar ist.

In dem verhandelten Fall hatte ein Versicherungsnehmer nach einem Unfall Berufsunfähigkeitsleistungen erhalten.
Bei einer Überprüfung des Gesundheitszustandes stellte sich heraus, dass der Mann offenbar an Marathonläufen teilgenommen hatte, obwohl er angeblich wegen Schmerzen im Rollstuhl saß.
Außerdem bot der angeblich berufsunfähige Mann seine Dienstleistungen als Küchenbauer an.
Als die Versicherung den Vertrag daraufhin fristlos kündigte, zog der Kunde vor Gericht.

Ohne Erfolg:

Bei solch einem Verhalten dürfe die Versicherung den Vertrag auch für die Zukunft fristlos kündigen, entschieden die Richter. Eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses sei der Versicherung hier nicht mehr zumutbar. Auch eine vorherige Abmahnung sei nicht erforderlich. Denn anderenfalls hätte jeder Versicherungsnehmer die Möglichkeit, einmal sanktionslos zu versuchen, die Versicherung hinters Licht zu führen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2017
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. Mai 2017, 15:30:16
fehlgeleitete Rente muss an Berechtigten gezahlt werden

Manchmal passiert es einfach
 
Man vertut sich bei den Kontoangaben - und schon landet die Rente auf einem fremden Konto.
Wer denkt, mit einer Korrektur ist die Angelegenheit erledigt, der irrt.

Überweist ein Rentenversicherungsträger die Rente fälschlicherweise an einen anderen Empfänger,
ist er verpflichtet, dem Rentner seine Rente zu überweisen.
Das gilt auch, wenn der Rentner zunächst selbst die falsche Bankverbindung angegeben,
diese aber rechtzeitig korrigiert hat.

Fall:

Vor der anstehenden Rentenzahlung für März 2016 teilte der Rentner der Service-Stelle des Rentenversicherungsträgers irrtümlich eine fehlerhafte Bankverbindung mit.
Er korrigierte diesen Fehler anschließend jedoch sowohl telefonisch als auch schriftlich.
Die Service-Stelle war noch vor der Überweisung über die richtige Bankverbindung informiert.
Dennoch landete das Geld auf dem falschen Konto.
Der Rentenversicherungsträger weigerte sich aber, erneut zu zahlen.

Urteil:

Vor dem SG Koblenz (Az.: S 1 R 291/16 ER) hatte der Rentner Erfolg.
Der Rentenversicherungsträger sei verpflichtet, das Geld unverzüglich auf das richtige Konto des Rentners zu überweisen. Dieser sei für die Fehlbuchung nicht verantwortlich, da er das richtige Konto noch rechtzeitig mitgeteilt habe.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2017 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 24. September 2017, 10:20:33
Online-Rechner bringt Klarheit über Renteneintritt -

Einfache Berechnung möglich


Rund um das Thema Rente gab es in den vergangenen Jahren einige Änderungen und Neuerungen.
Daher stellen sich viele Menschen die Frage, wann eigentlich das Renteneintrittsalter erreicht ist?
Das lässt sich hier ermitteln.
Arbeitnehmer können immer später in Rente gehen.
Denn die Altersgrenzen für den Renteneintritt wurden in den vergangenen Jahren schrittweise angehoben.

Wer seinen regulären Rentenbeginn erfahren will, kann einen einfachen Online-Rechner auf der Homepage der DRV nutzen. Geben Verbraucher dort ihr Geburtsdatum ein, wird ihnen das genaue Datum angezeigt.

Angezeigt wird auch der frühestmögliche Zeitpunkt, zu dem der Renteneintritt möglich ist.
Gleichzeitig wird der prozentuale Abschlag, mit dem Verbraucher dann rechnen müssen, dargestellt.
Sie können dann selbst entscheiden, ob sie mit finanziellen Einbußen in Rente gehen möchten.

Rentenbeginn-Rechner  (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/02_online_dienste/03_online_rechner_nutzen/rentenbeginn_hoehenrechner/Rentenbeginnrechner_node.html)
                 
Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2017
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 26. Oktober 2017, 12:12:43
Keine volle Rente –

BSG Urteile: Ausnahme Insolvenz


Wer kurz vor dem Erreichen von 45 Rentenbeitragsjahren arbeitslos wird, kann in der Regel nicht die 2014 eingeführte abschlagsfreie Altersrente für langjährig Versicherte beanspruchen.
Einzige Ausnahme ist eine Kündigung nach und wegen einer tatsächlichen Insolvenz urteilte das BSG.

Eine drohende Insolvenz (Az: B 5 R 8/16 R) oder ein Ende des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen
(Az: B 5 R 16/16 R) reichen danach nicht aus.

Dies sei auch verfassungsgemäß.   
Nach der zum Juli 2014 in Kraft getretenen Neuregelung können AN bereits mit 63 Jahren ohne Abschläge vorzeitig in Rente gehen, sofern sie mindestens 45 Jahre (540 Monate) lang Beiträge zur Rentenversicherung zahlten.
Dabei zählen Beiträge der Bundesagentur für Arbeit während des Bezugs von Arbeitslosengeld grundsätzlich mit.
Um gezielte Frühverrentungen zu verhindern, wurden davon aber die letzten beiden Jahre ausgenommen.
Davon besteht wiederum eine gesetzliche Ausnahme, wenn die Arbeitslosigkeit wegen Insolvenz eintritt.

Kündigung für Einsparungen
Im ersten nun vom BSG entschiedenen Fall hatte der AG in Niedersachsen gekündigt, um durch Einsparungen eine Insolvenz abzuwenden. Dennoch trat die Insolvenz später ein. Im Zeitpunkt der Kündigung hatte der Arbeitnehmer 533 der geforderten 540 Beitragsmonate hinter sich und hoffte danach auf die Beiträge des Arbeitsamts.

Doch auch nach sieben Monaten Arbeitslosigkeit verweigerte die Rentenversicherung die abschlagsfreie vorgezogene Rente.
Das BSG bestätigte dies nun.
Eine zunächst nur drohende Insolvenz reiche nicht aus.
Andernfalls bestehe eine zu hohe Missbrauchsgefahr.
Unternehmen könnten eine Insolvenzgefahr vortäuschen, um ältere AN früher loszuwerden.

Im zweiten Fall hatte ein ehemaliger Mitarbeiter der Daimler AG in Baden-Württemberg einen Aufhebungsvertrag aus gesundheitlichen Gründen unterschrieben.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er 525 Beitragsmonate hinter sich.
Er machte geltend, Arbeitslosigkeit aus gesundheitlichen Gründen müsse einer Insolvenz gleichgestellt sein;
andernfalls sei das Gleichheitsgebot verletzt.
Das BSG folgte dem nicht.
Der vom Sozialverband VdK vertretene Kläger will hiergegen nun Verfassungsbeschwerde einlegen.

AN, denen nur wenige Monate bis zur abschlagsfreien Rente fehlen, können diese aber mit einem Minijob auffüllen.
In Reaktion auf den abschlägigen Bescheid hatte dies der Kläger im ersten Fall getan,
so dass er inzwischen die abschlagsfreie Rente erhält.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2017
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 30. Oktober 2017, 11:06:17
Ehevertrag

erfolgreich angefochten


Vor der Hochzeit hatte die Ehefrau als Auszubildende im Betrieb des 20 Jahre älteren Ehemannes gearbeitet.
Als sie schwanger wurde, hatte er ihr die Heirat angeboten - allerdings nur, wenn sie einen Ehevertrag unterschrieb.
Mit dem Vertrag verzichtete die Frau auf Zugewinnausgleich, auf Teilhabe an den Rentenansprüchen ihres Mannes und auf Unterhalt im Falle einer Scheidung.

Nach dem Tod ihres Mannes stritt die Witwe mit den Kindern aus erster Ehe um den Nachlass.
Entgegen den Vereinbarungen im Ehevertrag forderte sie Zugewinnausgleich, um ihren Anteil am Nachlass zu erhöhen.
Einen entsprechenden Erbschein beantragte die Frau ebenfalls und setzte sich beim OLG Oldenburg
mit Urteil (Az. 3 W 21/17 (NL)) durch.

Begründung:

Der Anteil der Witwe am Nachlass des Ehemannes sei um den Zugewinnausgleich zu erhöhen. Denn der Ehevertrag sei nichtig und damit auch ihre Verzichtserklärung. Wenn man die Regelungen des Vertrags in ihrer Gesamtheit würdige, benachteilige er die Ehefrau in krasser Weise, so die Begründung. Tatsache sei, so das Gericht, dass der Ehemann die junge Frau ausgenutzt habe, um sie zur Unterschrift unter einen total einseitigen Vertrag zu nötigen.

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  August 2017  

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. Februar 2018, 15:55:24
28 Jahre, 2 Monate, 26 Tage – so lange stand die BERLINER MAUER

und exakt so viel Zeit ist heute,
am 05.02.2018,
seit ihrem Fall nun vergangen und somit 10.316 Tage


Das die Renten angeglichen werden steht nun zum wiederholtem Mal im Koalitionsvertrag.
Nur wann?  :?]

Die Salamitaktik gehört auf den Scheiterhaufen...

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 27. Juni 2018, 09:43:54
Keine betriebliche Witwenrente bei großem Altersunterschied

Muss eine Firma der Witwe eines früheren AN eine Hinterbliebenenrente zahlen, wenn die Altersdifferenz bei dem Paar sehr groß war? Nicht unbedingt: Urteil des BAG sind solche Altersabstandsklauseln rechtens.
Das gilt auch für deutlich jüngere Witwer.

AG können eine betriebliche Hinterbliebenenversorgung verweigern, wenn der Ehepartner ihres früheren AN deutlich jünger ist.
Das entschied das BAG im Fall eines Paares aus Nordrhein-Westfalen. (Az. BAG: 3 AZR 43/17)

Fall:
Die Witwe wollte vom AG ihres Mannes Versorgungsleistungen gerichtlich durchsetzen.
Sie war 18 Jahre jünger als ihr gestorbener Ehemann.
Dem Mann war vom AG jedoch nur eine Hinterbliebenenversorgung bis zu einer Altersdifferenz von 15 Jahren zugesagt worden. 
AG darf finanzielle Risiken begrenzen Die höchsten deutschen Arbeitsrichter erklärten diese sogenannte Altersabstandsklausel in der betrieblichen Altersversorgung in dieser Höhe für gerechtfertigt.
Sie begrenze das finanzielle Risiko des AG bei der Versorgung von Witwen oder Witwern ehemaliger AN.

Die Bundesrichter sehen in der Regelung keinen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz.
Im Urteil heißt es: "Bei einem Altersabstand von mehr als 15 Jahren ist der gemeinsame Lebenszuschnitt der Ehepartner darauf angelegt, dass der Hinterbliebene einen Teil seines Lebens ohne den Versorgungsberechtigten verbringt." Allerdings wurde nicht generell entschieden, wie groß der Altersabstand für eine betriebliche Hinterbliebenenversorgung maximal sein darf. 

"Spätehenklausel" gekippt

Hingegen hatte das BAG in einem Urteil von 2015 die sogenannte "Spätehenklausel" für die betriebliche Hinterbliebenenversorgung gestoppt. Demnach sollten Leistungen nur dann gezahlt werden, wenn die Ehe vor Vollendung des 60. Lebensjahres des Mitarbeiters geschlossen worden war. Die Richter bewerteten das als Altersdiskriminierung und untersagten die Klausel. (Az. BAG 3 AZR 137/13)
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 13. August 2018, 09:29:59
Zugang zu abschlagsfreier Rente mit 63 erschwert

Eine Betriebsaufgabe reicht danach nicht


Die Möglichkeit einer abschlagsfreien Rente schon mit 63 Jahren besteht seit Juli 2014.
Voraussetzung sind 45 Beitragsjahre zur Gesetzlichen Rentenversicherung.
Dabei zählen grundsätzlich auch Zeiten des Bezugs von Arbeitslosen- oder Krankengeld mit.

BSG-Urteil  (Az. B 5 R 25/17 R) vom 28.06.2018  (http://www.kostenlose-urteile.de/BSG_B-5-R-2517-R_Rente-ab-63-Arbeitslosengeldbezug-in-den-letzten-zwei-Jahren-nur-ausnahmsweise-auf-die-Wartezeit-anrechenbar.news26114.htm)
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. Oktober 2018, 09:14:35
Verfassungsbeschwerde:


Offene Fragen bei abschlagsfreier Rente ab 63 (http://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/74590/verfassungsbeschwerde_offene_fragen_bei_abschlagsfreier_rente_ab_63)

VdK und SoVD ziehen vor das BVG (http://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/pressemitteilung/74571/vdk_und_sovd_ziehen_vor_das_bundesverfassungsgericht)
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. November 2018, 11:19:05
siehe Anhang

Gleiche Müttererente für alle Mütter


Fundquelle: Sozialvernband DEUTSCHLAND - NIedersachsen - Ausgabe 11-2018
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 09. Dezember 2018, 07:05:30
Mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63

Knapp vier Jahre nach Einführung der Rente mit 63 hat die Zahl der Anträge die Millionenmarke übersprungen.
Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann seit Juli 2014 mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen.
Allerdings wird diese Altersgrenze seitdem pro Jahr um zwei Monate angehoben, so dass die Jahrgänge ab 1964 erst mit 65
nach 45 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können.   

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Mai 2018
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 11. Januar 2019, 16:47:05
Benachteiligung nicht zulässig

Transmenschen dürfen beim Rentenbezug nicht benachteiligt werden


Das hat der EuGH entschieden.  AZ (-451/16)
In dem Verfahren ging es um eine Frau, die 1948 als Mann in Großbritannien geboren worden war.
1995 hatte sie sich zum Mann um operieren lassen.
Von ihrer Frau ließ sie sich damals allerdings nicht scheiden.
Daher wurde die Geschlechtsumwandlung nicht vollständig von den Behörden bescheinigt.

Als die Transfrau das .in ihrem Land geltende Rentenalter für Frauen von 60 Jahren erreichte, wollte sie in Altersrente gehen.
Das lehnten die Behörden mit Verweis auf die fehlende Bescheinigung ab.

Nach Ansicht das EuGH zu Unrecht.
Sie dürfe nicht anders behandelt werden als andere Menschen ihres neuen Geschlechts.

Fundquelle: Auszug – Verdi-Publik Ausgabe 5-2018
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 18. Januar 2019, 14:05:21
Gericht stärkt Landwirte

Abgabepflicht für Höfe ist verfassungswidrig

Das BVG hat Vorschriften in der Alterssicherung für Landwirte für verfassungswidrig erklärt, die eine Rente an die Abgabe des Hofs koppelt. Mit der bisherigen Regelung werde faktisch in die vom Grundgesetz garantierte Eigentumsfreiheit eingegriffen.
BVG-Beschluss (Az.: 1 BvR 97/14; 1 BvR 2392/14)   

Es gab damit den Verfassungsbeschwerden eines Landwirts und dessen Ehefrau statt.
Nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte ist die Abgabe des landwirtschaftlichen Hofs eine Voraussetzung,
um Rente zu bekommen.
Die Rentenanträge der beiden Kläger in dem Verfahren wurden abgelehnt, weil sie den Hof nicht abgegeben hatten.
Nachdem ihre Klagen bislang keinen Erfolg hatten, hob das BVG die vorherigen Gerichtsentscheidungen nun auf und verwies die Verfahren zurück an das Landessozialgericht Nord rhein-Westfalen.   

Die Pflicht zu einer Hofabgabe werde verfassungswidrig, "wenn diese in unzumutbarer Weise Einkünfte entzieht,
die zur Ergänzung einer als Teilsicherung ausgestalteten Rente notwendig sind", begründete das Verfassungsgericht seine Entscheidung.

Zudem dürfe die Gewährung einer Rente an einen Ehepartner nicht von der Entscheidung des anderen Ehepartners über die Abgabe des Hofs abhängig gemacht werden.
Die Hofabgabeklausel erzeugt laut Gericht einen "mittelbaren, faktischen Druck zur, Abgabe des landwirtschaftlichen Unternehmens".
Nur wenn der Landwirt den Hof abgebe, bekomme er eine Rente.

Eine solche Klausel sei zwar nicht "von vornherein untauglich", um "agrarstrukturelle Ziele" wie die Förderung der frühzeitigen Hofübergabe an Jüngere zu erreichen. Doch eine solche Regelung dürfe die Betroffenen nicht übermäßig belasten. 

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2018
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. März 2019, 09:25:52
Witwenrente

bei Altersunterschied ab 15 Jahren Kürzung rechtens


AG können eine betriebliche Hinterbliebenenversorgung kürzen, wenn der Altersunterschied von Ehepartnern mehr als zehn Jahre beträgt.
Sie hätten ein legitimes Interesse, ihr finanzielles Risiko bei einer solche Versorgungszusage zu begrenzen. 
BAG-Urteil: AZ.: 3 AZR 400/17

Fall:
Bei ihm betrug der Altersunterschied 15 Jahre.
Die Witwe hatte gegen den Arbeitgeber
geklagt, weil er ihre Hinterbliebenenrente versagte.
Sie sah darin eine Altersdiskriminierung.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember 2018
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 17. April 2019, 07:33:33
Eine Klasse besser 

Warum Rentner in ÖSTERREICH 60% mehr Einkommen haben als deutsche Senioren


Wenn deutsche Rentner über die Grenze nach Österreich blicken, können sie blass werden vor Neid.
Denn in der Alpenrepublik erhalten die meisten Senioren deutlich mehr Geld aus der staatlichen Rentenkasse als hierzulande.
Grund: In Österreich ist das Ziel einer Rente, die den Lebensstandard sichert, weitgehend Konsens.

In Deutschland wird hingegen das Rentenniveau systematisch abgesenkt, vor allem mit dem Argument,
dass zu hohe Beitragssätze dem Wirtschaftsstandort Deutschland schaden würden.
Nach Angaben der österreichischen Bundesanstalt Statistik betrug die durchschnittliche Bruttorente der Männer, die im Jahr 2016 in Altersente gingen, 2.001 €.
In Deutschland lag der entsprechende Vergleichswert bei 1.253 €.
Neurentner in Österreich erhalten also um 60% höhere Bezüge aus der gesetzlichen Rentenkasse. (RV)

Woher kommt der eklatante Unterschied? Wie kann sich Österreich trotz einer ähnlichen Bevölkerungsstruktur so großzügige Altersbezüge leisten?
Entscheidend ist: Beide Länder haben ihre Rentensysteme seit der Jahrtausendwende reformiert -
doch mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen.

In Österreich, wirkt die griffige Rentenformel ,,80/45/65".
Soll heißen: Wer mit 65 in Rente geht und 45 Jahre lang in die RV eingezahlt hat, erzielt rund 80% des Bruttolohnes,
den er im Durchschnitt seines Berufslebens erzielt hat.
In Deutschland liegt der vergleichbare Wert dagegen nur bei 59%.
Auch in Österreich gibt es echte Altersarmut. Sie ist aber bedeutend geringer als in Deutschland. Denn in der Alpenrepublik gewährt der Staat eine sogenannte Ausgleichszulage, wenn die Rentenansprüche unterhalb eines bestimmten Niveaus liegen.

In Deutschland liegt die Grundsicherungsschwelle dagegen bei rund 838 €.
Personen, deren Ruhegeld darunter liegt, müssen Grundsicherung beantragen, um einen Aufschlag auf ihre Rente zu bekommen, sodass sie dann 838 € erreichen.

Hohe Altersbezüge haben auch eine Kehrseite: Sie müssen finanziert werden.

In Österreich liegt der RV-beitrag mit 22,8% deutlich höher als in Deutschland, wo 18,6% zu zahlen sind.
Dabei tragen allerdings die Unternehmen in Österreich mit 12,55% den größeren Teil der Beitragslast, die  Beschäftigten nur 10,25%.
In Deutschland sollen die AN noch zusätzlich mit 4% privat vorsorgen.
Für diesen Zweck führte die Bundesregierung im Jahr 2002 die Riester-Rente ein.
Während hierzulande das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre steigt, liegt es in Österreich weiter bei 65 Jahren.
Für Frauen liegt die Altersgrenze sogar noch bei 60 Jahren, erst ab 2024 wird sie langsam auf 65 Jahre ansteigen.
Mehr Geld in der Kasse hat Österreichs RV aber noch aus einem anderen Grund:
Der Versichertenkreis ist deutlich größer als in Deutschland.

In einem lange dauernden Prozess wurden seit der Nachkriegszeit immer mehr Gruppen in die Versicherung einbezogen wie Freiberufler.
Seit 2005 werden auch neue Beamte in die gesetzliche Rentenkasse integriert.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar 2019

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 23. April 2019, 06:57:03
Aktiv trotz Pension

Weiterarbeit nach der Rente rechtzeitig absprechen


Viele fiebern der Rente entgegen und freuen sich auf die Zeit nach dem Job.
Aber es gibt auch Menschen, die trotz Rentenalter gerne weitermachen wollen. Das sollte man dem Arbeitgeber rechtzeitig verkünden.     

Berufstätige, die noch nicht in Rente gehen wollen, können auch über ihr gesetzliches Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiten. 
Wichtig ist es in diesem Fall, die Weiterarbeit rechtzeitig mit dem Arbeitgeber abzusprechen.
AN & AG können z.B. eine Weiterarbeit auf befristete Zeit vereinbaren, informiert der  pdf-Ratgeber (http://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen/laenger-arbeiten-417334).
Die Weiterarbeit kann dann mehrfach verlängert werden.
Auch wer offiziell in Rente geht und als Rentner oder Rentnerin weiterarbeiten möchte, sollte vorher alles genau mit dem Arbeitgeber besprechen. Um herauszufinden, welches der bessere Weg ist, können sich Interessierte bei der DRV beraten lassen.


Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar 2019
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 11. Mai 2019, 06:02:42
Höhere Mütterrente jetzt für mehr Berechtigte

Erziehungszeiten angerechnet


Die Mütterrente wurde erhöht.

Davon profitieren bislang nur die Neurentnerinnen und -rentner. Auf eine Auszahlung dürfen nun aber auch alle anderen Bezugsberechtigten hoffen. - Millionen Mütter und Väter bekommen bis zum Sommer nach und nach mehr Rente.
Von der neuen, höheren Mütterrente haben zu Jahresbeginn zunächst nur Neurentnerinnen und -rentner profitiert, ab März wird sie nun sukzessive auch an alle anderen Bezugsberechtigten ausgezahlt.   

Bis alle umgestellt sind, kann es nach Angaben der DRV allerdings bis zum Sommer dauern.
Ihr Geld bekommen die Rentner dann rückwirkend zum 01.01.2019 automatisch überweisen.             

Mit der neuen Mütterrente werden die Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder stärker angerechnet
und damit der Anrechnung für später geborene Kinder angenähert.
Die betreffenden Renten werden pro Kind um 16,02 € brutto im Westen und um 15,35 € im Osten erhöht.

Insgesamt profitieren davon nach Angaben der DRV rund 9,7 Millionen Rentner.
Auch Väter können die Mütterrente bekommen, wenn sie als Alleinerziehende die Hauptlast der Erziehung getragen haben.
Haben die Eltern das Kind gemeinsam erzogen, werden die Erziehungszeiten automatisch der Mutter zugerechnet.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2019         
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 12. Juni 2019, 09:31:57
Können Väter die Mütterrente 2 beziehen

Das Rentenpaket des Hubertus Heil wurde am 29.08.2018 durch die Bundesregierung beschlossen.
Kernpunkte des Rentenpaketes sind die neue Zurechnungszeit für die Erwerbs­minderungsrente und Regelungen zur Mütterrente 2.

Können Väter die Mütterrente 2 beziehen, so die konkreten Anfragen.
Ja, die Väter können die Mütterrente 2 beziehen, z.B., wenn sie selbst eine Witwerrente erhalten.
Denn in der Witwerrente leben die Rentenansprüche der verstorbenen Ehefrau weiter.
Diese hat zu Lebzeiten für ihre vor 1992 geborenen Kinder die Kindererziehungszeiten anerkannt bekommen.
So sollte es in den Rentenunterlagen der verstorbenen Mutter stehen.

mehr H I E R (http://www.rentenbescheid24.de/koennen-vaeter-die-muetterrente-2-beziehen/)

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 05. Juli 2019, 08:12:01
Gericht stärkt Ansprüche von Halbwaisen

Rente wird auch bei Schulbesuch nach betrieblicher Ausbildung weiter gezahlt
 


Wenn Halbwaisen nach einer betrieblichen Ausbildung noch einmal die Schulbank drücken, haben sie bis zum 27. Geburtstag weiter Anspruch auf Halbwaisenrente. Anders als das Kindergeld ist diese nicht auf die Erstausbildung begrenzt.
BSG-Urteil vom 189.06.2019 (Az: B 2 U 27/17 R)

Fall:
Es gab damit einer heute 24-Jährigen aus Hessen recht.
Ihr Vater war bei einem Arbeitsunfall gestorben, so dass sie eine Halbwaisenrente bekam.
Nach der mittleren Reife machte sie eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten.
Auch nach ihrem 18. Geburtstag zahlte die Berufsgenossenschaft hierfür die Halbwaisenrente fort.

Nach der Ausbildung besuchte die Klägerin eine Fachoberschule.
Dies sei eine Zweitausbildung, ein Anspruch auf Halbwaisenrente bestehe daher nicht mehr, meinte die BG.
Nach dem Tod eines Elternteils besteht laut Gesetz Anspruch auf Halbwaisenrente zunächst bis zur Volljährigkeit
und danach bis zum 27. Geburtstag, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet.

Urteil:
Diesem Anspruch stehe nicht entgegen, dass die Klägerin schon eine Berufsausbildung abgeschlossen hatte, urteilte nun das BSG.
Denn anders als das Kindergeld sei „der Halbwaisenrentenanspruch nicht auf eine sogenannte Erstausbildung begrenzt“.
Das ergebe sich aus Wortlaut und Zweck der Vorschriften. Insbesondere stelle das Gesetz ausdrücklich nicht auf die fiktive Pflicht und Fähigkeit des verstorbenen Elternteils zum Unterhalt für das Kind ab.

Fundquelle: Auszug – „Frankfurter Rundschau“ Juni 2019
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 02. Dezember 2019, 09:49:26
Renten-Tipps 

Kein Anspruch auf Hinterbliebenenrente bei kurzer Ehedauer

Der Ehepartner oder Lebensgefährte stirbt. Wann hat man Anspruch auf eine Rente?
Welche Eheform gilt und wie lange muss man verheiratet gewesen sein? 

Nach dem Tod des Ehepartners kann der Überlebende eine Witwen- oder Witwerrente beziehen.
Dafür muss das Paar aber länger als ein Jahr verheiratet gewesen sein.
Ansonsten geht die DRV davon aus, dass es sich um eine Versorgungsehe handelt, die Ehe also nur geschlossen wurde,
um den überlebenden Ehegatten zu versorgen.
Dann besteht kein Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente.

Doch es gibt Ausnahmen:

Stirbt der Ehepartner beispielsweise bei einem Unfall, durch eine plötzliche Erkrankung oder gibt es ein gemeinsames minderjähriges Kind, hat der Überlebende auch bei kürzerer Ehedauer einen Rentenanspruch.   

Neben der Ehedauer prüft die DRV, ob der verstorbene Ehepartner vor seinem Tod mindestens fünf Jahre lang versichert war oder bereits eine Rente bezogen hat. Ist dies der Fall und hat der Hinterbliebene nicht wieder geheiratet, besteht ein Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente. Wichtig: In Deutschland sind religiöse Eheschließungen auch ohne vorherige standesamtliche Trauung möglich. Sie führen aber nicht zu einem Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente. Umgekehrt können Witwen-, Witwer- oder Erziehungsrente auch dann weiter bezogen werden, wenn der Hinterbliebene eine weitere, nur religiös Heirat eingeht. 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2019

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 19. Dezember 2019, 09:04:28
Bei Waisenrente nicht zu lange Pausen einlegen

Zwischen Schule und Ausbildung


Bezieher einer Waisenrente können unter Umständen bis zum 27. Lebensjahr Geld bekommen.
Dafür gelten jedoch bestimmte Bedingungen.   
Kinder, die einen oder beide Elternteile verloren haben, bekommen eine Waisenrente.
Grundsätzlich steht einem diese Rente bis zum 18. Geburtstag zu.
Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten diese auch Volljährige - maximal bis zum vollendeten 27. Lebensjahr.

Das gilt etwa für Waisen, die eine Schul- oder Berufsausbildung absolvieren oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr machen.

Wichtig zu wissen:

Ergibt sich eine Pause - etwa zwischen Abitur und Studium -
darf diese höchstens vier Kalendermonate dauern.


Bei längeren Übergangszeiten fällt die Waisenrente weg.
Betroffene bekommen sie erst wieder ausgezahlt, wenn der neue Ausbildungsabschnitt startet.

Broschüre der DRV zum downloaden
Deutsche Rentenversicherung: Waisenrente  (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/hinterbliebenenrente_hilfe_in_schweren_zeiten.pdf?__blob=publicationFile&v=6)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2019

Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 15. März 2020, 10:00:09
Renten-Tipp:

bei Tod des Ex-Partners:
Versorgungsausgleich kann sich ändern


Bei der Scheidung werden die Anrechte auf Altersversorgung der Partner angeglichen.
Doch nach dem Tod des früheren Ehegatten kann eine Rentenkürzung eventuell rückgängig gemacht werden.
Geschiedene bekommen unter Umständen eine gekürzte Rente.

Denn bei der Scheidung werden die gesetzlichen und privaten Anrechte auf Altersversorgung aus den Ehejahren
in der Regel gleichmäßig zwischen den beiden Partnern aufgeteilt.
Trotzdem können Geschiedene unter bestimmten Voraussetzungen eine ungekürzte Rente ausgezahlt bekommen.

Tipp von der DRV Bund:

Möglich ist das z.B., wenn der frühere Ehegatte, zu dessen Gunsten der Versorgungsausgleich durchgeführt wurde, verstirbt.
Der Verstorbene darf seine Rente aber nur weniger als drei Jahre lang bezogen haben.

Eventuelle Leistungen an Hinterbliebene des Verstorbenen bleiben unberücksichtigt.
Betroffene Ex-Partner müssen diese sogenannte Anpassung wegen Todes bei ihrem Rentenversicherungsträger beantragen.

Ab dem Monat nach der Antragstellung zahlt dieser die Rente dann ungekürzt aus.
Die Deutsche Rentenversicherung rät Geschiedenen aber, darauf zu achten,
welche Ansprüche sie außerhalb der Rentenversicherung wegen des Versorgungsausgleichs erworben haben.
Denn diese könnten mit der Anpassung entfallen.

Einen Antrag sollten Betroffene demnach nur stellen, wenn ihr Einkommen dadurch insgesamt steigt.

DRV: Geschiedene - Ausgleich bei der Rente (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/geschiedene_ausgleich_rente.html)

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2020 
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 12. April 2020, 10:06:16
Rente während Corona-Pandemie

Hinzuverdienstgrenze dieses Jahr um das Siebenfache erhöht


Saisonarbeit länger möglich

Die Bundesregierung hat eine drastische Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze für Rentner (https://www.az-online.de/ratgeber/geld/rente-frueher-ohne-finanzielle-einbussen-beitraege-zeiten-geltend-machen-zr-13524091.html) beschlossen.

Diese liegt normalerweise bei 6.300 € im Jahr.
2020 dürfen Rentner nun allerdings 44.590 € dazu verdienen, ohne dass ihre Rentenbezüge mit Abzügen belastet werden.

wichtiger Hinweis:
Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen gilt dabei für Neu- und auch für Bestandsrentner. Keine Änderungen gibt es aktuell bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sowie auch bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

Begründet wird diese Maßnahme damit, dass die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach dem Renteneintritt dadurch erleichtert wird. Aufgrund der Corona-Krise seien nämlich Personalengpässe in vielen Bereichen entstanden, wegen Erkrankungen oder Quarantäne-Anordnungen.

Für Rentner soll die Aufnahme einer Nebentätigkeit dadurch attraktiver werden. 

Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze nicht von Dauer  
Die Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze ist jedoch nur vorübergehend.
Auf der Seite der DRV (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/Corona_Blog/200326_hinzuverdienstgrenze_erhoeht.html) heißt es hierzu, dass sie ab 2021 wieder auf 6.300 Euro pro Kalenderjahr zurückgesetzt wird.   

Höherer Hinzuverdienst während der Rente: Das sind die Bedingungen 
Wer die Regelaltersgrenze von 67 Jahren (ab Jahrgang 1964) erreicht hat, der darf ohnehin unbegrenzt hinzuverdienen.
Allerdings sind diese Personen an Nebentätigkeiten meist eher weniger interessiert.
Die Neuregelung ist daher vor allem für Frührentner* interessant.
Wer vor der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente hat, der muss bei der Aufnahme von Nebentätigkeiten die Hinzuverdienstgrenze berücksichtigen.
Wer dieses Jahr also Frührentner ist und seine alte Tätigkeit wieder aufnimmt, darf dieses Jahr 44.590 € bzw. 3.715 € brutto im Monat verdienen und bezieht gleichzeitig seinen vollen Rentenbetrag.

Personalengpässe in der Gesundheitsversorgung sollen abgefangen werden
Dass Rentner durch diese neue Übergangsregelung wieder zum Arbeiten motiviert werden sollen steht natürlich im Widerspruch dazu, dass ältere Menschen ab etwa 60 Jahren zu den Risikogruppen zählen, die vor einer Infektion mit Covid 19* eigentlich besonders geschützt werden sollen. Bei der Auswahl der Tätigkeiten sollte man dies definitiv bedenken.
Seitens der DRV erhofft man sich trotzdem, dass Personalengpässe u.a. auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen abgefangen werden.

Fundquelle: Auszug - "ALTMARK-Zeitung" April 2020 (https://www.az-online.de/ratgeber/geld/rente-waehrend-corona-krise-hinzuverdienstgrenze-dieses-jahr-siebenfache-erhoeht-zr-13645365.html)


Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 20. April 2020, 09:38:12
Rentenerhöhungen langfristig unter Inflation

Der Anstieg der Renten bleibt einem Bericht zufolge hinter der steigenden Inflation zurück.
Die durchschnittlichen Nettorenten sind seit dem Jahr 2000 von 700 auf 896 Euro gestiegen,
berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Angaben der Linksfraktion im Bundestag.
Doch diesem Plus von 28% stünden 29,9% Inflation gegenüber,
wie sich aus Berechnungen des Statistischen Amtes ergebe.
Die Rentenentwicklung werde "zum sozialen Sprengstoff', sagte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“ März 2020
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 31. Juli 2020, 09:41:30
Mehr Arbeit und weniger Lohn in Ostdeutschland

Ungleiche Bezahlung Beim Arbeitsmarkt in Deutschland gibt es weiter eine unsichtbare Grenze - zwischen Ost- und Westdeutschland.
Das zeigt sich nicht nur beim Einkommen.

Beschäftigte in Ostdeutschland verdienen weniger und arbeiten länger als die AN in Westdeutschland.
Das geht aus Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor, die die Linken im Bundestag ausgewertet haben.   

So leisteten in Ostdeutschland AN zuletzt über alle Wirtschaftsbereiche hinweg pro Jahr 63 Arbeitsstunden mehr als die AN in Westdeutschland.
In Ostdeutschland kamen demnach im Jahr 2018 1.390 Arbeitsstunden auf einen AN - in Westdeutschland 1.327.
Im verarbeitenden Gewerbe waren es im Jahr 2018 1433 geleistete Arbeitsstunden je AN im Westen und 1486 im Osten -
somit im Osten 53 mehr.

Niedrigere Löhne in Ostdeutschland
Die Bruttomonatsverdienste im produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich liegen in Ostdeutschland mit durchschnittlich 2.833 € immer noch deutlich niedriger als die in Westdeutschland.
Hier sind es 3.371 €. Diese Zahl stammt von Ende 2019 und zeigt die Lage bei Vollzeit-, teilzeit- und geringfügig Beschäftigten AN.
Im verarbeitenden Gewerbe ist der Unterschied mit 3.073 € im Osten und 4.322 € im Westen noch größer.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann, die die Daten ausgewertet hat, sagte:
"Die Spaltung am Arbeitsmarkt hält auch 30 Jahre nach der Wende an."
Zimmermann unterstützte die Forderungen der Gewerkschaften in den Tarifrunden, etwa für die Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland.

Arbeitnehmervertreter fordern Angleichung
"Im Osten wird durchschnittlich deutlich weniger verdient, in vielen Fällen auch bei gleicher Tätigkeit. Ein wesentlicher Schlüssel für die weitere Angleichung ist die Stärkung von Tarifverträgen und Tarifbindung, die im Osten deutlich schwächer als im Westen ist." sagte Zimmermann.
Die Bundesregierung müsse sich für eine höhere Tarifbindung einsetzen, insbesondere durch verbesserte Regelungen zur Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen.
Die Gewerkschaften verdienten in ihrem Kampf um gleiche Arbeitsbedingungen volle Unterstützung.
So sei die Forderung der IG Metall berechtigt, in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie die um drei Stunden längere Wochenarbeitszeit auf die in Westdeutschland geltende 35-Stundenwoche abzusenken.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  März 2020


weiterer Kritikpunkt:
  Gehaltsvergleich Männer & Frauen (https://www.absolventa.de/karriereguide/arbeitsentgelt/gehaltsunterschied-maenner-frauen)
Titel: Re: Rente - Thematik - Altersrenten, Witwen-EU+BU-Renten,Rentenüberpüfung, Urteile
Beitrag von: RalleGA am 01. August 2020, 09:43:52
Wer bekommt die Rente?

Verstorbener Ehemann hinterlässt zwei Witwen 


Eine Ehefrau erhielt nach dem Tod ihres Mannes Witwenrente.
Kurze Zeit später bekam sie allerdings Post von der Rentenversicherung:
Sie teilte mit, ein weiterer Antrag auf Hinterbliebenenrente sei gestellt worden.

Es stellte sich heraus, dass der Mann zweimal gültig verheiratet gewesen war.
Keine Ehe war geschieden oder durch gerichtliches Urteil für nichtig erklärt worden.   

Die Versicherung teilte die Rente auf die beiden Ehefrauen auf, wobei diejenige, die länger verheiratet gewesen war,
den größeren Teil bekommen sollte.
Damit waren beide Witwen nicht zufrieden und zogen vor Gericht.
Das BSG bestätigte jedoch die Auffassung der Versicherung (Az.: 5 RJ 72/92).   

Da beide Ehen rechtsgültig gewesen seien, hätten beide Frauen Anspruch auf Hinterbliebenenrente.
Der Betrag sei entsprechend der Dauer der Ehen aufzuteilen. Deswegen erhalte die Ehefrau mehr, die zuerst geheiratet habe,
auch wenn die zweite Ehefrau bis zuletzt mit dem Ehemann zusammengelebt haben sollte.
Die Witwenrente hänge nämlich allein von der Dauer einer gültigen Ehe ab.

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  März 2020