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Autor Thema: Dermatologie – Narbenbehandlung(en)  (Gelesen 1222 mal)

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Offline RalleGA

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Dermatologie – Narbenbehandlung(en)
« am: 17. Februar 2021, 17:03:41 »
DermatologieNarbenbehandlung(en) 

vor Eingriffe Kostenfrage abklären

Akne im Gesicht, Verbrennungen am Körper, Schnitte bei chirurgischen Eingriffen: Immer können Narben zurückbleiben.

Wer die Spuren auf der Haut als Makel empfindet, möchte sie oft ganz schnell loswerden. Doch so einfach ist es nicht.
"Man kann mit verschiedenen Verfahren das Aussehen von Narben verbessern, unsichtbar werden sie in aller Regel nicht",
sagt Professor Philipp Babilas, Dermatologe am Hautzentrum Regensburg.
Dazu kommt, dass die Behandlung ins Geld gehen kann: Wer sich dafür entscheidet, sollte im Vorfeld klären, wer die Kosten trägt.               

Vor dieser Entscheidung steht die Beratung durch spezialisierte Dermatologen oder Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Denn welches der Verfahren zum Einsatz kommt, hängt unter anderem vom Hautbild des Patienten und der Art der Narben ab.  

Narben sind eine Art Ersatzgewebe, das der Körper bildet, um Wunden zu schließen.
Es gibt verdickte (hypertrophe), eingesunkene (atrophe) und wuchernde Narben (Keloide).
Sie lassen sich auf unterschiedliche Weise behandeln.

Ein Überblick:
• Lasertherapie
     

Bei dieser Methode können Dermatologen durch kalkulierte Verletzungen sehr gezielt eine Narbe behandeln,
ohne angrenzendes Gewebe zu zerstören.
Sie eignet sich etwa zum Verbessern von Akne- oder Operationsnarben.

Der Nachteil: Die Lasertherapie ist zeitaufwändig. Oft sind mehrere Sitzungen nötig.   

• Microneedling

Hierbei ist ein Gerät mit feinsten Nadeln gespickt, die bis zu 1000-mal pro Minute in die Narbe piksen.
Dadurch will man die Haut dazu bringen, Kollagen und Elastin zu bilden.
Microneedling kommt häufig bei glatten oder eingesunkenen Narben zum Einsatz.

• Chirurgischer Eingriff 
Bei einer großflächigen Narbe bietet es sich mitunter an, dass die Narbe herausgeschnitten und neu vernäht wird.
Eine Alternative könnte auch sein, Haut zu verpflanzen.
Dabei entnimmt der Operateur Fettgewebe von einer unauffälligen Stelle am Körper und näht es über das Narbengewebe.

Der Nachteil: bei diesen Varianten ist Babilas zufolge, dass neue Narben entstehen.

• Cortisonbehandlung

Ein Facharzt spritzt mit einer dünnen Injektionsnadel Cortison in das Narbengewebe.
Das hemmt Entzündungen und stoppt das Zellenwachstum.
Das komme vor allem bei verdickten Narben und bei Keloiden in Frage.

• Abschleifen
Diese Vorgehensweise nennt sich Dermabrasion.
Dabei werden etwa die Wülste von Keloiden oder- die Ränder von Akne-Narben mit einem rotierenden Schleifkopf abgetragen.

Die Nachteile: Das ist schmerzhaft, weshalb sie in Vollnarkose erfolgt.
Oft ist eine Nachbehandlung nötig.
Zudem können sich erneut Narben bilden.   

• Kosten
Allgemeine Aussagen zur Höhe der Kosten sind schwer zu machen, jeder Fall ist anders.
"Es kommt nicht zuletzt auf die Größe der Narbe oder Narben an", so Babilas.
Eine Laserbehandlung kann nach seinen Angaben pro Sitzung mit im Schnitt 200-500 Euro zu Buche schlagen,
eine Cortisonbehandlung mit etwa 100 Euro pro Sitzung.
Die Finanzierung kann zum Problem werden.
Die Entfernung von Narben allein aus ästhetischen Gründen ist grundsätzlich keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung(GKV).

Anders sei es, wenn Versicherte durch die Narbe in Körperfunktionen beeinträchtigt sind.
Bei entstellenden Narben kommt es auf den Einzelfall an.
Eine Rolle spielt dabei, ob die Narbe sichtbar ist - zum Beispiel im Gesicht - oder ob die Narbe generell durch Kleidung verdeckt ist.

Soll eine Entfernung von Narben aus psychologischen Gründen erfolgen, besteht kein Anspruch gegenüber der GKV.
Sie zahlt die Psychotherapie, nicht aber die Narbenbehandlung.
Eventuell gibt es einen anderen Kostenträger als die Krankenkasse.

War die Ursache ein Arbeitsunfall, kommt die Berufsgenossenschaft (GUV) als Kostenträger in Frage.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Oktober 2020
« Letzte Änderung: 17. Februar 2021, 17:09:49 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.