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Autor Thema: Kodier-Manuale "Infektanfälligkeit und Immundefekt", "HIV" und "Demenz"  (Gelesen 2576 mal)

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Offline busymouse

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Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat ein Update des Kodier-Manuals zu Infektanfälligkeit und Immundefekt herausgegeben. Anlass für die Aktualisierung sind Anpassungen der internationalen Einteilung primärer Immundefekte, die den seltenen Erkrankungen zuzurechnen sind. Mit dem Manual wird Vertragsärzten eine Hilfe an die Hand gegeben, um sich in der zum Teil unübersichtlichen Struktur der ICD-10 schnell zu Recht zu finden. Der Stand des Updates entspricht der aktuellen Fassung der ICD-10-GM für 2018.

Die Infektanfälligkeit gehört zu den häufigen Behandlungsanlässen, wohingegen Immundefekte zu den seltenen Erkrankungen zählen. Mit dem Manual wird eine korrekte Zuordnung der internationalen Einteilung dieser seltenen Erkrankungen in die ICD-10-GM unterstützt.

Aus der Wissensbasis der Zi-Kodierhilfe (www.kodierhilfe.de) sind zu den einzelnen Kodierungen notwendige und mögliche Bedingungen („Kriterien“) sowie kodierspezifische Hinweise, z. B. über zusätzliche oder alternative Kodiermöglichkeiten, aufgeführt.

Das Update des Kodier-Manuals Infektanfälligkeit und Immundefekt kann ebenso wie die Kodier-Manuale Demenz und HIV kostenfrei auf der Homepage des Zi als PDF heruntergeladen werden:

Quelle: pi Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi), 11.07.2018
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline RalleGA

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Zahl der HIV-Neuinfektionen 2020 etwas gesunken 

2000 Menschen haben sich nach Schätzung des RKI im vergangenen Jahr mit HIV angesteckt.
Die Zahl der Neuinfektionen ist damit gesunken.

Welche Faktoren sind verantwortlich für den Rückgang? 
Im vergangenen Jahr haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland etwas weniger Menschen mit HIV angesteckt als 2019.
Nach einer Schätzung liegt die Zahl der Neuinfektionen bei 2.000 und damit um 300 Fälle niedriger als im Jahr zuvor.
Das geht aus einem RKI-Bericht hervor.
Etwa 1100 Fälle gehen demnach auf Sex unter Männern zurück, aber auch hier sind die Zahlen rückläufig.
Die Entwicklung wird jährlich neu vom RKI abgeschätzt, da HIV oft erst Jahre nach der Ansteckung diagnostiziert wird.

Die deutlich gesunkenen Neuinfektionszahlen bei der vulnerabelsten Gruppe - Männern, die Sex mit Männern haben -, seien nicht zuletzt ein Erfolg der medikamentösen HIV-Prävention (kurz PrEP).
Das RKI weist daneben noch auf weitere mögliche Faktoren im Zuge der Corona-Pandemie hin:
Menschen könnten Sexualkontakte eingeschränkt haben, zudem weniger Routinetests angeboten oder genutzt worden sein.

Wissen für Schutz   

Laut RKI-Bericht wissen in Deutschland schätzungsweise 9.500 Menschen nichts von ihrer HIV-Infektion.
Es ist sehr wichtig, frühzeitig von der Infektion zu erfahren und sich behandeln zu lassen.
Man schütze damit die eigene Gesundheit, aber auch Sexpartnerinnen und Sexpartner.

HIV-Medikamente können die Vermehrung von HIV im Blut verhindern, bis es nicht mehr nachweisbar ist.
Das Virus sei dann sexuell auch nicht mehr übertragbar, sagte Wicht.
Wer eine Infektion dagegen zu lange verschleppe, könne verschiedene Folgeschäden erleiden,
die nicht mehr rückgängig zu machen seien, etwa Gehör- oder Gedächtnisstörungen.

Regelmäßig testen     
Männer, die Sex mit Männern haben, sollten sich daher 1x pro Jahr testen lassen, Heterosexuelle nach ungeschütztem Sex mit neuen Partnern. Ein Arzt könne eine HIV-Infektion per Blutuntersuchung sechs Wochen nach dem Sex ausschließen,
ein Schnelltest sei nach zwölf Wochen verlässlich.
Wenn Krankheitszeichen auftreten, kann schon viel kaputt gegangen sein.
Frühe Symptome wie Fieber, Nachtschweiß und Durchfall hingegen seien nicht eindeutig.
Selbst schwere Immundefekte werden in Arztpraxen oft nicht mit HIV in Verbindung gebracht.
Wir sehen manchmal Menschen in Kliniken, die halb tot sind und vorher in vielen Praxen waren.
Auch Hausärzte sollten daher ihre Patienten auf eventuelle Risiken ansprechen und einen HIV-Test anbieten.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Dezember 2021
« Letzte Änderung: 22. Februar 2022, 09:40:00 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.