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Autor Thema: Bei starken Gelenkverschleiß hilft Knorpelzüchtung nicht mehr + Osteoporose  (Gelesen 20016 mal)

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Bei starken Gelenkverschleiß hilft Knorpelzüchtung nicht mehr + Osteoporose

Man nennt sie auch den heimlichen Knochendieb:
Osteoporose ist eine echte Volkskrankheit

Osteoporose:
Tipps für starke Knochen


Mehr als 8 Mill. Deutsche leiden hierzulande daran.
Betroffene können jedoch mit der richtigen Ernährung und durch Änderungen der Lebensgewohnheiten
die Knochen gezielt stärken. 
Knochenfreundlicher Genuss Osteoporose ist zwar nicht heilbar,
aber mit der richtigen Ernährung lässt sich der Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen.
Besonders wichtig ist der Knochenbaustein Kalzium, den der Körper nicht selbst bilden kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung = www.dge.de empfiehlt Erwachsenen täglich eine Kalziumaufnahme von 1.000 Milligramm.
Diese Menge steckt zum Beispiel in 150 Millilitern fettarmer Milch, einem Becher Joghurt, 200 Gramm Brokkoli oder 500 Millilitern kalziumreichem Mineralwasser.

Tipp: welche Lebensmittel sonst noch auf dem Speiseplan stehen sollten:
Weitere Kalziumlieferanten sind auch Buttermilch und Käse.
Besonders in Gouda, Butterkäse, Emmentaler, Edamer und Tilsiter steckt viel davon.
Unter den Gemüsesorten gelten neben Brokkoli auch Grünkohl, Kohlrabi, Fenchel, Lauch, Rucola,
Blumenkohl und Wirsing als kalziumreich - diese einfach öfters auf den Speiseplan setzen.

Auch Fruchtsäuren wirken sich positiv auf die Kalziumverwertung aus.

Jede Obstsorte ist gesund - besonders viel Kalzium steckt aber in Brombeeren, Johannisbeeren,
Himbeeren, Rosinen, getrockneten Aprikosen, Apfelsinen und Hagebutten.
Aber auch Nüsse, Mandeln und Hülsenfrüchte sind gute Quellen.

Viel Kalzium steckt in Schnittlauch, Petersilie und Brunnenkresse.
Da man jedoch nur geringe Mengen von ihnen isst, tragen sie nur einen kleinen Teil zur Versorgung bei.

Übrigens:
Um Kalzium in die Knochen einlagern zu können, brauchen wir reichlich Vitamin D.
Mithilfe von UV-Licht kann der Körper das Vitamin selbst bilden.
Schon 20 bis 30 Minuten täglich unter freiem Himmel reichen aus, um die Bildung anzukurbeln.
Auch die Nahrung kann einen Teil des Vitamin-D-Bedarfs abdecken.
Es gibt aber nur wenige Lebensmittel, die große Mengen davon enthalten.
Viel davon steckt nur in fettreichen Fischen wie Lachs, Makrele, Thunfisch, Heilbutt, Sardine und Hering.
Geringe Mengen enthalten aber auch Pilze, Eier und Avocados.

Ernährungstipp:
Auch Vitamin K spielt für die Knochenbildung eine wichtige Rolle.
Ideale Lieferanten sind grüne-Gemüsearten wie Kopfsalat, Feldsalat, Spinat und Kohl.
« Letzte Änderung: 14. Juli 2013, 09:07:24 von RalleGA »
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Das Kniegelenk

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des Menschen.

Der Oberschenkelknochen (Femur), das Schienbein (Tibia) und die Kniescheibe (Patella)
bilden dabei die knöchernen Gelenkpartner.
Das Kniegelenk ist ein zusammengesetztes Gelenk.
Es besteht aus zwei Einzelgelenken, dem Kniescheibengelenk (Articulatio femoropatellaris),
welches sich zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe befindet, und dem Kniekehlgelenk
(Articulatio femorotibialis), das zwischen Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf (Caput tibiae) liegt.
Anatomisch gesehen zählt auch das Gelenk zwischen Schienbein und Wadenbein (Fibula) (Articulatio tibiofibularis) zum Kniegelenk.
Da das Knie durch seine knöcherne Konstruktion sehr instabil ist, wird es durch zahlreiche Bänder unterstützt.
Sie ergänzen damit die Gelenkkapsel, an die sie sich von außen anschmiegen und mit ihr verschmelzen.
Teilweise sind sie sogar selbst Teil der Kapsel-Innenhaut.

Gelenkschmerzen sind nicht immer ein Spiegelbild des Alters.
Gelegentlich sind auch jüngere Menschen betroffen.
Hilfe bieten dann verschiedene neue minimalinvasive Verfahren.
Laufen, springen und tanzen: Gesunde Kniegelenke sind vielseitig belastbar.
Mit zunehmendem Alter funktionieren die Gelenke oftmals nicht mehr richtig.
Mediziner führen das meist auf natürliche Verschleißerkrankungen zurück.
Individuell sind diese Prozesse jedoch höchst unterschiedlich.
So manche Menschen trifft es schon Jahrzehnte vor ihrem Rentenalter.

Was kann man tun, wenn die herkömmlichen konservativen Verfahren nicht mehr helfen
und der Kniegelenkschmerz zum ständigen Begleiter werden?


Älteren Patienten empfehlen Orthopäden dann oftmals einen künstlichen Gelenkersatz -
eine sogenannte Endoprothese.
In der Regel sind die Endoprothesen viele Jahre haltbar und müssen (sollten) bis zum Lebensende
nicht ausgetauscht werden.
Doch bei jüngeren Patienten, jenseits der Rentengrenze, fällt Ärzten die Empfehlung einer Endoprothese weniger leicht.

Eine eingebaute Feder im künstlichen Kniegelenk soll den Körper noch mehr entlasten.
Zu bedenken ist nämlich, dass beim normalen Gelenkersatz Teile der natürlichen Strukturen entfernt und ersetzt werden.
Die beim Bohren und Fräsen zerstörte natürliche Knorpel- und Knochensubstanz ist dann für immer verloren.

Daher ist es besonders bei jüngeren, aktiven Patienten erstrebenswert,
einen kompletten Gelenkersatz möglichst zeitlich weit hinauszuschieben.


Was ist alternativ zu tun, um dennoch schmerzarm beweglich zu bleiben?
Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass eine dauerhafte medikamentöse Schmerzlinderung
(mit sogenannten NRSA) der Gesundheit schadet.
Hilfreich bei der Entscheidung für eine alternative Therapie ist der Blick in das Gelenk (Arthroskopie).
Wenn noch gesunde Knorpelsubstanz im Gelenk vorhanden ist, ist meist eine Knochenmarksstimulation möglich.
Dazu bohren die Ärzte den gelenkseitigen Knochen leicht an.
Das führt zur Bildung von Ersatzknorpel aus Knochenmarkstammzellen.
Experimentell ist ebenso die Vermehrung körpereigener Knorpelzellen im Labor mit der anschließenden Implantation möglich - Mediziner sprechen dann von einer autologen Chondrozytentransplantation.

Wenn alles gut verläuft, kann die schmerzlindernde Wirkung einige Jahre, mitunter sogar Jahrzehnte anhalten.
Doch leider gelingt das nicht immer, insbesondere dann nicht, wenn der Knorpelabbau schon weit fortgeschritten ist.
Als Alternative haben Orthopäden deshalb Kniegelenks-Teilimplantate entwickelt,
die im Wesentlichen das Gelenk auf der Innenseite beim Gehen und Stehen entlasten.

Ein vielversprechendes Implantat stammt von Anton Clifford, einem in den USA lebenden Iren.
Die Orthopädische Uniklinik Magdeburg gehört zu den ersten Kliniken in Deutschland,
die seit zwei Jahren dieses Kniegelenks-System mit Erfolg einsetzt.
Kernpunkt dabei ist eine implantierbare Feder, die die Überbelastung des betroffenen Kniegelenks bei jedem Schritt auffängt.
Sie ersetzt einen Teil der verlorenen Muskulatur.
Die vorhandene Knorpelrestsubstanz wird geschont.
Notwendig sind nur kleine, millimetergenaue Schnitte und der Einsatz weniger Schrauben an den stabilisierenden Knochen außerhalb des Gelenks.
Der Patient kann wenige Tage nach dem Eingriff das Kniegelenk mit Gehilfen wieder belasten.
Langfristig von Vorteil ist, dass die minimalinvasive OP den künftigen Einsatz herkömmlicher Endoprothesen nicht beeinträchtigt.                                                                         

Eine eingebaute Feder im künstlichen Kniegelenk soll den Körper noch mehr entlasten                                                             
Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juni 2013
« Letzte Änderung: 07. September 2013, 18:18:50 von RalleGA »
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Calcium:

Das Knochenmaterial - schon gewusst?


Etwa 1.000 Milligramm (mg) Calcium (Ca) pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Gerade für Kinder ist eine ausreichende Zufuhr für eine gesunde Knochenentwicklung wichtig.
-   Ein Esslöffel Sesam liefert ca. 145 mg Ca
-   In einem Esslöffel Mohn stecken ca. 290 mg Ca
-   Tofu versorgt den Körper mit ca. 100 mg Ca pro 100gr.
-   100 gr. Kichererbsen enthalten ca. 124 mg Ca.
-   100 gr. Mandeln enthalten sogar ca. 250 mg Ca
-   Ca-reiches Mineralwasser punktet mit mehr als 150 mg Ca pro Liter
…wo stecken 1.000 mg Calcium drin?
-   600 mg                  ½ Liter Milch
-   290 mg                  30 gr. Gouda
-   180 mg                  150 gr. Jogurt
-   270 mg                  250 gr. Buttermilch
-   220 mg                  175 gr. Fruchtjogurt
-   350 mg                   30 gr. Parmesan
-   600 mg                  500 gr. Kefir
-   180 mg                   30 gr. Camembert
-   140 mg                   Lauch (gedünstet)
-   170 mg                   9 Scheiben Vollkornbrot
-     90 mg                   1 kg Kartoffeln
-     90 mg                   200gr. Weiße Bohnen
-     60 mg                   4 Karotten
-    150mg                  100 gr. Haselnüsse
-   140 mg                   2 Orangen
-     30 mg                  200 gr. Haferflocken
-   200 mg                  250 gr. Dörr-Aprikosen                           
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Osteoporose

neue Behandlung und Übungen

H I E R
« Letzte Änderung: 15. November 2022, 09:14:14 von RalleGA »
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