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Autor Thema: Impfen - wann und wogegen u.a. Tipps bei chronischen Bronchitis, Auslandsreisen  (Gelesen 54539 mal)

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Impfen

Leberschäden durch Hepatitis

Durch Hepatitis-Viren ausgelöste Leberentzündungen gehören weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten.
Sie können organische Schäden auslösen. Mediziner unterscheiden fünf Virus-Haupttypen.
Sie werden mit den Buchstaben Hepatitis A, B, C, D und E bezeichnet.
Die Annahme, dass eine Virushepatitis immer mit einer Gelbfärbung der Haut und Augen einhergeht, ist medizinisch überholt.
In vielen Fällen verlaufen akute Infektionen sogar nahezu ohne Symptome.
Aber es gibt leider auch Patienten, bei denen eine Virus-Hepatitis zu Leberkrebs oder einem akuten Leberversagen führt.
Sorgen bereitet den Ärzten die seit einigen Jahren wachsende Zahl von Hepatitis-E- Fällen.

Übertragen werden diese Viren in Deutschland oftmals durch unzureichend gegartes, infiziertes Fleisch von Haus- und Wildschweinen
(z.B. Hackepeter, Bratwurst).
Im Unterschied zu Hepatitis A und B gibt es bislang in Deutschland noch keine zugelassene Schutzimpfung gegen Hepatitis E.
In vielen Fällen verläuft die Erkrankung unbemerkt.

Die durchgemachte Infektion fällt erst bei zufälligen Blutuntersuchungen auf.

Bei schweren und chronischen Verläufen ist eine medikamentöse Behandlung möglich.
Als Vorsorgemaßnahme empfehlen Ärzte und Lebensmittel-Hygieniker vor allen älteren Menschen, Schwangeren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (Organtransplantatempfänger, Krebs- und HIV-Patienten) insbesondere in den Sommermonaten keine rohen Schweinefleischprodukte, sondern nur gut durchgegarte Innereien, Fleisch- und Fleischerzeugnisse zu verzehren.

Auf Reisen auf Empfehlungen achten
Auf Urlaubsreisen in ferne Länder sollten die generellen Hygiene-Empfehlungen von Reisemedizinern beachtet werden.
Wenn die Leberentzündung chronisch verläuft, Hepatitis-Viren - insbesondere die Typen B und C - können chronische Entzündungen der Leber hervorrufen und langfristig Krebs verursachen.
Mediziner schätzen die Zahl der in Deutschland allein von der Hepatitis C betroffenen Menschen auf etwa 250.000 Menschen.
Dabei ist die Dunkelziffer hoch, denn die Leber kann lange stumm leiden.
Frühsymptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Oberbauchschmerzen und Übelkeit werden oftmals nicht mit einer kranken Leber in Verbindung gemacht. 
Und nicht selten bleiben solche Warnzeichen auch ganz aus. Kontrollen auf erhöhte Leberwerte werden nicht ernst genug genommen,
so dass ein Großteil der chronischen Infektionen oft lange Zeit unentdeckt bleibt.

Kosten für Behandlung variieren
Die Leberspezialisten aus Sachsen-Anhalt schließen sich daher der weltweiten Initiative „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“
an und empfehlen, dass mehr Menschen ihre Leberwerte testen lassen und bei einem Virus-Nachweis frühzeitig eine Therapie beginnen. Die Erfolgsraten der antiviralen Behandlungen mit modernen Medikamenten sind sehr hoch. Ein Problem sind leider die ebenfalls hohen Kosten.

Die Kosten können je nach Behandlungsdauer (zwischen acht und 12 Wochen) zwischen 27.000 und 60.000 Euro liegen.
Sie werden von den Krankenkassen auf Antrag bezahlt.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2019

« Letzte Änderung: 29. Oktober 2019, 10:00:10 von RalleGA »
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Hepatitis-B-Impfung schützt auch vor Hepatitis D   

A, B, C, D und E - den Hepatitis-Virus gibt es in fünf klassischen Varianten.

Was Sie über die Übertragungswege, Risiken und Impfmöglichkeiten wissen sollten.


Gegen die Hepatitis-Varianten A, B und D schützen Impfungen.
Und eine Hepatitis-B-Impfung beugt auch gegen die D-Variante der Leberentzündung vor.
Letztere könne nämlich nur gemeinsam mit einer Hepatitis B auftreten.

Für Hepatitis C gibt es derzeit keine zugelassene Impfung.
Hepatitis-Viren verursachen unterschiedlich schwere Entzündungen der Leber.
Diese können entweder spontan ausheilen oder teils chronisch werden - dann mit der Gefahr von schweren Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose. Laut WHO können bei einer akuten Infektion wenige oder sogar keine Symptome auftreten. Mögliche Anzeichen sind eine Gelbfärbung der Haut und der Augen, dunkler Urin, extreme Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen sowie Bauchschmerzen.

Hepatitis A und E werden in der Regel durch den Verzehr von verunreinigtem Essen oder Wasser verursacht.
Bei den Varianten B, C und D ist der Hauptübertragungsweg hingegen der parenterale Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten,
also unter Umgehung des Darmtraktes etwa durch Injektionen oder Infusionen.
Das schließt aber auch ungeschützten Geschlechtsverkehr ein. Kondome bieten in solchen Fällen guten Schutz.

Info`s zu Hepatitis

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2019
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Der Ruf nach einer Impfpflicht wird lauter 

Es geht um nicht weniger als 25 Millionen Menschen weltweit.
So viele Leben könnten im nächsten Jahrzehnt gerettet werden, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen würden.
Das hat die WHO ausgerechnet.
Diese Zahlen waren es, die beim Weltimpfgipfel für flammende Appelle sorgten.
"Jede Minute, die Wir zögern, uns für Impfungen einzusetzen, kostet Kinder ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben",
 so EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis.
"Es kann nicht angehen, dass in einer so hoch entwickelten Welt wie der unseren noch immer Menschen an Krankheiten sterben,
die schon seit Langem hätten ausgerottet sein sollen"
, betonte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Doch genau das ist der Fall, belegte die Konferenz:
Der seit Anfang 2018 verzeichnete Anstieg an Masernerkrankungen (damals waren es 84462 Fälle europaweit im ganzen Jahr) hat sich fortgesetzt - auf nun deutlich mehr als 90.000 nur in der ersten Jahreshälfte. Zwischen 2016 und 2019 gab es 84 Todesfälle.

Doch die Skepsis vieler Eltern sei groß.   :-[
Daher wird der Ruf nach staatlicher Impfpflicht inklusive Strafandrohung lauter.
Gesundheitskommissar Andriukaitis sagte: "Wenn Eltern die Gefahr nicht verstehen, müssen wir uns fragen, wer die Verantwortung übernimmt. Natürlich sind das das Parlament und die Regierung." 

Belege dafür gibt es.
„In der Ex-DDR war das Tagesgeschäft, es gab kein Entkommen“ (außer bei med. begründbaren "Problemen“).
Ungarn führte 1998 eine Impfpflicht ein.
Wer sich entzieht, muss mit Bußgeld oder sogar dem Schulausschluss rechnen.


Laut dem Kinderhilfswerk UNICEF sind inzwischen 99% der Kinder in Ungarn geimpft - eine der höchsten Raten in der EU. Doch die Unterschiede bleiben groß: Frankreich hatte bis 2018 nur Impfungen gegen drei Erreger vorgeschrieben.
Fazit: Lediglich 78% der Kinder unter zwei Jahren waren z.B. vor Masern geschützt.
Das ist zu wenig, um den Virus auszurotten.
Dazu ist laut WHO eine Impfrate von mindestens 95%  nötig.

Inzwischen hat die Regierung in Paris eine Impfpflicht gegen elf Erreger eingeführt.
Die Bundesregierung brachte in diesem Jahr einen Gesetzentwurf auf den Weg, der eine Impfpflicht gegen Masern ab 1. März 2020 vorsieht.
"Impfungen sind eine der wichtigsten Erfindungen in der Geschichte der Menschheit", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Diese Botschaft müsse auch von dem Treffen in Brüssel ausgehen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  September 2019
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2019, 09:38:25 von RalleGA »
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Impfpflicht

Strafe ist das letzte Mittel   

Darf der Staat Eltern zwingen, ihre Kinder impfen zu lassen?


Es gibt diese Beispiele - und sie zeigen tatsächlich Erfolge.
Aber beim Brüsseler Impfgipfel waren die moderaten Stimmen noch in der Mehrzahl.
Man müsse die Eltern besser informieren - auch schon die "Eltern von morgen", hieß es, und den Kampf gegen die Vielzahl der Falschinformationen intensivieren. Denn Impfungen seien sicher, die verwendeten Stoffe erprobt, der Erfolg garantiert.    

Tatsächlich fällt es schwer, sich vorzustellen, warum Eltern nicht nachvollziehen können, dass sie ihren Kindern schwere Erkrankungen durch rechtzeitige Immunisierungen ersparen. Dass z.B. Masern und Röteln in Europa im Vormarsch sind, ist unbestreitbar.

Und ein Virus, der nicht gestoppt wird, infiziert immer mehr.
Es entsteht ein Schneeballsystem, bei dem es immer weitere Opfer gibt: die Kinder. Und nicht nur die.   
Dass die Rufe nach staatlichem Druck lauter werden, liegt auf der Hand.
Die Gesellschaft muss sich gegen die Herausforderung schwerer Erkrankungen schützen. 
Wer eine Impfung ablehnt, riskiert nicht nur die Gesundheit der eigenen Familie, sondern auch des sozialen Umfelds.
Dennoch sollten Strafen wirklich nur das letzte Mittel sein. 

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  September 2019

« Letzte Änderung: 13. Dezember 2019, 09:51:50 von RalleGA »
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Impfen

Masernimpfpflicht ab 01.03.2020 

Die Regelungen im Einzelnen:
Was gilt für Kinder?

Die Impfpflicht gilt für so gut wie alle - ausgenommen sind Kinder unter einem Jahr.
Bei Neueintritt in Kita oder Schule müssen die Eltern ab dem 1. März vorweisen, dass der Nachwuchs geimpft ist.
In der Regel reicht die Vorlage des Impfausweises.
Für die Kontrolle zuständig ist die Schul- oder Kita-Leitung.
Für Kinder, die schon in einer Einrichtung oder in der Schule sind, muss der Impfnachweis bis spätestens 31. Juli 2021 nachgereicht werden.
Möglich ist auch ein ärztliches Attest, das entweder belegt, dass das Kind die Masern schon hatte und damit immun ist.
Oder dass eine Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht ratsam ist.

Was passiert Eltern, die ihr Kind nicht impfen lassen wollen?
Dann wird der Nachwuchs nicht in der Kita aufgenommen, anderenfalls droht der Kita-Leitung ein Bußgeld.
In der Schule sieht es anders aus: Da in Deutschland Schulpflicht gilt, können ungeimpfte Kinder nicht ausgeschlossen werden.
Es können aber hohe Bußgelder bis zu 2.500 € gegen die Eltern verhängt werden, wenn sie der Impfpflicht
für die Kinder nicht nachkommen. Die Schulen müssen solche Fälle an das örtliche Gesundheitsamt melden.

Für welche Erwachsenen gilt die Impfpflicht?

Für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas, für Lehrer, Tagesmütter und für Beschäftigte in medizinischen und sonstigen "Gemeinschaftseinrichtungen".
Dazu zählen Ferienlager oder auch Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte. 
Auch die Bewohner solcher Einrichtungen müssen sich impfen lassen oder nachweisen, dass sie immun sind.
Auch hier gilt die Übergangsfrist bis Juli 2021.
Ausgenommen von der Impfpflicht sind vor 1970 Geborene, da sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) als größtenteils immun gelten, weil sie die Masern höchstwahrscheinlich durchgemacht haben.

Wie lässt sich denn nachweisen, dass man Masern schon hatte?
 Und was ist, wenn der Impfausweis weg ist? 

In beiden Fällen hilft ein ärztliches Attest: Der Arzt hat entweder in der Patientenakte vermerkt, dass ein Patient schon einmal Masern hatte.
Auch über einen Bluttest kann Immunität nachgewiesen werden.

Was ist, wenn Betroffene wiederholt der Aufforderung zum Impfen nicht nachkommen und Bußgelder keine Wirkung zeigen?  Wird dann zwangsgeimpft?
Nein. "Eine Zwangsimpfung kommt in keinem Fall in Betracht", heißt es vorn Bundesgesundheitsministerium.

Manche haben Angst, von der Impfung krank zu werden. Was ist da dran?

Eine Masern-Impfung enthält einen Lebendimpfstoff, der eine abgeschwächte Variante des Erregers enthält.
Dieser könne sich begrenzt vermehren, die Masern selbst aber nicht mehr auslösen, sagt
Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. Bei der Impfung gegen die Masern
zeigten etwa 5-15% der Geimpften besonders nach der ersten Masern-Immunisierung eine Reaktion mit mäßigem Fieber, flüchtigem Ausschlag und Symptomen im Bereich der Atemwege, gelegentlich begleitet von einem maserntypischen Ausschlag.
Meist passiere das in der zweiten Woche nach der Impfung.

Wer geimpft wird, wird doch aber nicht nur gegen Masern geimpft?

Das ist richtig. für die Impfung gegen Masern stehen in Deutschland nach Behördenangaben aktuell nur sogenannte Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung.
Es wird also bei der Masernimpfung gleichzeitig immer auch gegen andere Krankheiten geimpft.
Es gibt entweder die Dreifachimpfung "Mumps-Masern-Röteln" oder die Vierfachimpfung "Mumps-Masern-Röteln-Varizellen".
Ein Kombinationsimpfstoff gelte insgesamt als nicht schlechter verträglich als ein Einzelimpfstoff.

Wie viele Menschen haben sich in Deutschland in diesem Jahr mit Masern infiziert?

Die neusten Zahlen des Robert-Koch-Instituts stammen von Mitte Februar. Demnach zählt das Institut für die ersten fünf Wochen des Jahres 15 neue Fälle. Die meisten davon - kommen aus Baden- Württemberg. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es noch 102 Infizierte.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Februar  2020
« Letzte Änderung: 08. März 2020, 10:15:06 von RalleGA »
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Impfen 

Grippeschutz


Das Coronavirus bestimmt nach wie vor unseren Alltag.
In diesem Jahr könnten Grippewelle und COVID-19-Pandemie zusammentreffen.

Eine Impfung gegen Grippe könnte helfen, schwere Verläufe einer Doppelinfektion zu verhindern.
Diese Vorsorge ist kostenfrei.


Hinweise zur Impfung
« Letzte Änderung: 25. November 2020, 09:22:16 von RalleGA »
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Impfen – Herpesviren 

Zusammenhang zwischen Windpocken und Gürtelrose 


Windpocken gelten allgemein als Kinderkrankheit.
Weil sie hochansteckend ist, haben die meisten Menschen die juckenden Bläschen schon im Kindheitsalter hinter sich gebracht.
Einmal und nie wieder, das ist das Gute daran.

Doch wer als Jugendlicher oder Erwachsener an Windpocken erkrankt, kommt oft nicht so glimpflich davon.
«Der Ausschlag tritt dann verstärkt auf, auch im Kopfbereich.»
Zudem könne es zu einer Lungenentzündung oder einer Gehirnhautentzündung kommen.
Wer als Erwachsener noch keine Windpocken hatte, sollte seiner Ansicht nach darum eine Impfung erwägen.
«Bestimmte Patientengruppen sollten die Impfung auf jeden Fall nachholen.

«Menschen mit starker Atopie, also Menschen, die zu Milchschorf und endogenem Ekzem neigen.
Leute mit Risikoerkrankungen im Atemwegsbereich und ebenso jemand, der eine Organtransplantation bekommen soll.»

Wer nicht weiß, ob er als Kind schon Windpocken hatte, kann das mit einem Bluttest feststellen lassen.
Frauen mit Kinderwunsch sollten dahingehend ebenfalls auf Nummer sicher gehen.
Teils zahlen die Krankenkassen die Kosten dafür.
Erkrankt eine Mutter kurz vor oder nach der Geburt an Windpocken, kann das Kind geschädigt werden - und schlimmstenfalls sterben.
Anstecken kann man sich bei jemandem, der selbst Windpocken hat.
Das passiert über die Luft recht schnell. Ansteckungsgefahr droht auch von Menschen mit Gürtelrose - wer noch keine Windpocken durchgemacht hat und nicht dagegen geimpft ist, kann sie dadurch bekommen.

Ausgelöst durch den gleichen Erreger aus der Familie der Herpesviren, ist die Gürtelrose die Zweiterkrankung der Windpocken.
Wer Windpocken hatte oder dagegen geimpft ist, trägt das Virus lebenslang in sich.
Es wird von der eigenen Immunabwehr in Schach gehalten, kann aber reaktiviert werden - und Gürtelrose auslösen.

Wieso genau die Viren wieder in Aktion treten, ist noch nicht abschließend geklärt.
«Aber er hat immer mit einer Immunschwäche zu tun ».
So können Stress oder starke Sonneneinstrahlung eine Gürtelrose hervorrufen.

Kranke Menschen im Allgemeinen, besonders aber Tumorpatienten, die mit Substanzen behandelt werden,
die das Immunsystem schädigen, sind gefährdet.
Betroffen sind außerdem eher ältere Menschen. «Auch Kinder können sie bekommen, aber die Häufigkeit steigt mit dem Lebensalter an."

Generell gilt: Mit einer Gürtelrose sollte man schnell zum Arzt. «Je früher man geht, desto besser ».
Dann kann der Patient noch sogenannte Virostatika einnehmen, die den Verlauf abschwächen.
«Denn es kommt relativ häufig zu einer Gürtelrose-Neuralgie, bei der über Monate bis Jahre starke Schmerzen im Verbreitungsgebiet der Gürtelrose auftreten können.»
Diese Medikamente machen solch einen Verlauf unwahrscheinlicher.
Die meisten bekommen eine Gürtelrose, wenn überhaupt, nur einmal.
Doch es gibt auch Fälle, wo Menschen mehrmals daran erkrankt sind.

Man sollte auf jeden Fall nach einer Gürtelrose-Erkrankung noch mal gründlich das Blut des Patienten untersuchen.
«Es ist ja immer ein Zeichen, dass das Immunsystem in einer schwachen Position ist.
Eine Gürtelrose kann sehr selten auch im Rahmen einer Tumorerkrankung auftreten oder ein frühes Anzeichen dafür sein.»

Auch gegen Gürtelrose gibt es eine Impfung - zwei Spritzen im Abstand von mindestens zwei Monaten.
Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Institutes empfiehlt die Impfung
für Patienten ab 60 Jahren und bei Risikopatienten schon ab 50 Jahren.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“  - Altmark September 2020

« Letzte Änderung: 07. Februar 2021, 09:44:08 von RalleGA »
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Gürtelrose:

Windpocken kann ein Zusammenhang erklären

Schützen kann eine Impfung.

Die BARMER zahlt Versicherten ab 60 Jahren, diesen Schutz.
Bei besonders gefährdeten Menschen  bereits ab dem 50. Lebensjahr.

mehr:  H I E R

Fundquelle: Magazin für Mitglieder der BARMER – 02-2021
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Wer Windpocken hatte ist Gürtelrose gefährdet


Bei den über 60-jährigen sind das fast alle. Bricht eine Gürtelrose aus kann dies sehr schmerzhaft sein und monatelang Nervenschmerzen verursachen. Ab jedem Lebensjahr steigt das Ausbruchsrisiko.

Grund: Unser Immunsystem wird schwächer – egal wie gesund wir leben.
Schutz kann eine Impfung bieten.

Empfehlung der Stiko für alle ab 60 Jahren.
Bei Menschen mit Grunderkrankungen bereits ab 50 Lenzen.

www.impfen.de/guertelrose 

Fundquelle: Auszug – „RTV“ Mai 2022
« Letzte Änderung: 18. Juli 2022, 09:16:00 von RalleGA »
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Impfen:

Die ganze Geschichte


Das Thema Impfen wird seit der Corona-Pandemie kontrovers diskutiert, wobei die Grenze zwischen wissenschaftlichen Fakten und Falschinformationen zunehmend verschwimmt. Der Dokumentarfilm lässt Fachleute zu Wort kommen und beleuchtet den Stand der Forschung und untersucht Aspekte wie Immunität, Nutzen und Risiken oder die Sinnhaftigkeit gesundheitspolitischer Entscheidungen. 

schaut diesen interessanten Bericht vollständig: bitte um die 84 Minuten Zeit nehmen

ARTE - Dokumentation              
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2022, 09:32:36 von RalleGA »
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Impfen:

Grippeschutz für „ältere Semester“ wichtig


Wer über 60 Jahre alt ist. sollte sich gegen Grippe impfen lassen. Dazu ruft die Deutsche Seniorenliga auf.
Dass gerade für Ältere ein guter Impfschutz wichtig ist. liegt daran, dass ihr Immunsystem schwächer ist.
Übrigens auch dann, wenn man körperlich noch sehr fit ist.

Ältere haben nicht nur ein höheres Risiko. sich mit Grippeviren zu infizieren, sondern auch für schwere Verläufe. Besonders gefährdet sind Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren- oder Leber-problemen. Eine  Grippeschutzimpfung kann im besten Fall eine Infektion komplett verhindern - oder der Verlauf fällt deutlich milder aus als ohne Impfschutz.   

Wer sich gegen Grippe impfen lässt, kann somit auch verhindern, dass sich der Körper ungeschützt mit einer Doppelinfektion auseinandersetzen muss. Denn eine zeitgleiche Infektion mit Grippe und Corona kann das Immunsystem überfordern - wenn es den Erregern nicht dank entsprechender Impfungen etwas entgegensetzen kann.
Übrigens: Die Impfungen gegen Covid-19 und gegen Grippe können laut Stiko gleichzeitig erfolgen.
Geimpft wird allerdings nicht in denselben Arm.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung?
Nach dem Piks dauert es 10-14 Tage, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat.
Die Stiko rät, sich bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Versäumt man den Piks bis dahin, ist er aber auch später noch sinnvoll.

Fundquelle :Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November 2022
« Letzte Änderung: 10. November 2022, 10:01:50 von RalleGA »
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