Orpha Selbsthilfe Forum

Neueste Beiträge

Seiten: 1 [2] 3 4 ... 10
11
Behinderung und Pflege / Re: Hilfreiches für Palliativpatienten...
« Letzter Beitrag von RalleGA am 27. Juli 2022, 08:22:41 »
Sterbehilfe-Debatte

Fragen + Antworten


In einer offenen Orientierungsdebatte tauschen die Bundestagsabgeordneten ihre Argumente über eine mögliche neue Sterbehilferegelung aus. Wie immer bei Gewissensfragen werden dazu Initiativen aus dem Parlament erwartet.
Diskutiert wird nicht entlang von Parteigrenzen.

Der Bundestag startete am 18.05.2022 neuen Anlauf zur gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe. Es herrscht Handlungsbedarf,
seit das Bundesverfassungsgericht vor 2 Jahren die damalige Regelung gekippt hat. Bereits vor gut einem Jahr hat der Bundestag über das Thema diskutiert und wegen der Bundestagswahl kam es dann aber zu keiner Entscheidung.

Die wichtigsten Fragen zur Debatte:
Warum soll es ein neues Gesetz zur Sterbehilfe geben?

Das Bundesverfassungsgericht hatte Anfang 2020 das bis dahin geltende Verbot der Sterbehilfe gekippt.
Die damalige Regelung war erst im Jahr 2015 beschlossen worden.
Seither ist die Sterbehilfe wieder straffrei und ohne jede staatliche Regelung möglich.

Was hatte Karlsruhe entschieden?
Die Karlsruher Richter entschieden, das im damaligen Strafrechtsparagrafen 217 geregelte Verbot
der geschäftsmäßigen Sterbehilfe schränke das Recht auf selbstbestimmtes Sterben zu sehr ein.

Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schließe die Freiheit ein. sich das Leben zu nehmen und hierfür bei Dritten Hilfe zu suchen.
Es sei auch nicht auf schwere oder unheilbare Krankheiten beschränkt, sondern bestehe Hin jeder Phase menschlicher Existenz".
An diese Entscheidung ist der Gesetzgeber nun gebunden.

Worum geht es in der Debatte?
Während Sterbehilfe ein breiter Begriff ist, der von der Begleitung beim Sterbefasten über die Schmerzlinderung
bis hin zum aktiven Töten viele Formen umfasst, geht es in der aktuellen Debatte um eine Spezialform: den assistierten Suizid.
Dabei werden einem Sterbewilligen todbringende Medikamente überlassen, mit deren Hilfe er sich selbst tötet.
Das unterscheidet diese Form von der verbotenen Tötung auf Verlangen.

Ist die Hilfe bei der Selbsttötung verboten?
Nein.
Wie der Suizid selbst ist auch die Beihilfe dazu nicht strafbar. 2015 verabschiedete der Bundestag allerdings ein Gesetz,
das die sogenannte geschäftsmäßige Förderung der Hilfe bei der Selbsttötung unter Strafe stellte.
Gemeint war die auf Wiederholung angelegte, organisierte Hilfe beim Suizid, wie sie Sterbehilfeorganisationen anbieten.
Der Gesetzgeber empfand ihr Vorgehen als unethisch und wollte es auf diese Weise unterbinden.
Das Bundesverfassungsgericht kassierte die Regelung allerdings im Februar 2020. Die Richter urteilten, dass das Recht auf selbstbestimmtes Sterben auch das Recht umfasst, dabei die Hilfe von Dritten in Anspruch zu nehmen.

Wie viele Menschen nehmen sich auf diese Weise das Leben?
Das lässt sich genau nicht sagen.
Die in Deutschland tätigen Sterbehilfeorganisationen haben in diesem Jahr erstmals gemeinsam eine Statistik vorgelegt.
Demnach leisteten sie im vergangenen Jahr in knapp 350 Fällen Hilfe bei der Selbsttötung, nach eigenen Angaben nicht nur bei Menschen mit körperlieben Leiden und bei Ehepaaren, die gleichzeitig sterben wollten.

Warum muss es eine Neuregelung geben?
Dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen.
Vielen Politikern sind die Aktivitäten der Sterbehilfeorganisationen nach wie vor ein Dom im Auge.
Sie suchen, nun einen anderen Weg, die Suizidassistenz zu regulieren. Andere sehen gesetzgeberisch Handlungsbedarf, weil sie das vom Bundesverfassungsgericht festgestellte Recht auf selbstbestimmtes Sterben in der Realität als schwer durchsetzbar ansehen.
So verbietet es etwa das Betäubungsmittelgesetz, tödlich wirkende Mittel zum Zweck der Selbsttötung abzugeben.

Welche Vorschläge gibt es?
Derzeit liegen 3 Vorschläge vor, die um Unterstützung im Bundestag werben.
Eine Gruppe möchte erneut ein Verbot geschäftsmäßiger Suizidassistenz durchsetzen,
gleichzeitig aber Kriterien festlegen, die eine Abgabe tödlich wirkender Mittel erlauben.

Zwei weitere Gruppen lehnen eine neue strafrechtliche Regelung ab.
Die eine formuliert Bedingungen für die Abgabe der Mittel, im Kern eine Beratung,
um zu gewährleisten, dass der Suizid aus freien Willen heraus geschieht.

Die andere geht in eine ähnliche Richtung, will die Entscheidung zur Abgabe eines todbringenden Mittels
in medizinischen Notlagen auch allein durch Ärzte zulassen.

Alle 3 Vorschläge sehen eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vor,
um die Abgabe tödlich wirkender Mittel für einen Suizid zu ermöglichen.


Wird es eine Verpflichtung etwa für Ärzte geben, Sterbehilfe zu leisten?
Nein. Alle bisherigen Vorschläge betonen, dass niemand verpflichtet werden kann, Hilfe bei der Selbsttötung zu leisten.
Ärzte sind zudem nach ihrem Berufsrecht zu besonderer Zurückhaltung angehalten.
Das frühere  Verbot ärztlicher Hilfe beim Suizid wurde im vergangenen Jahr vorn Ärztetag allerdings aus der Berufsordnung gestrichen.

Wie schnell könnte ein neues Gesetz in Kraft treten?
Nach der Orientierungsdebatte ist vorgesehen, die Entwürfe zu bearbeiten und Unterstützer zu sammeln.
Angestrebt ist, im Sommer eine erste Lesung im Parlament abzuhalten und im Herbst abschließend abzustimmen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Mai 2022
12
Pflege / Re: Pflege // Wohnraumanpassung u.a. durch BARMER
« Letzter Beitrag von RalleGA am 26. Juli 2022, 10:04:21 »
Pflege:

Förderung für Treppenlifte


Wenn Gehen zur Qual wird, können Treppenlifte Abhilfe schaffen.
Das riesige Angebot kann jedoch überfordernd sein. Worauf beim Kauf eines Treppenliftes geachtet werden sollte und welche finanziellen Hilfen beantragt werden können – Tipps hier.
Im Alter spielt der Körper oft nicht mehr so mit, wie er soll. Gehen wird beschwerlich.

Treppenlifte können helfen, möglichst lang in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.
Die meisten Lifte werden zudem über Pflegekassen oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Mieter, die ohne Treppenlift ihre Wohnung nicht mehr erreichen können, haben ein Recht auf den Einbau eines solchen Liftes.
Vermieter müssen den Einbau erlauben. Treppenlifte gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen.
Sie können sowohl in Einfamilienhäuser als auch in Mietshäusern eingebaut werden.
Lifte können, über sechs und mehr Etagen laufen.
Es gibt sie in der Sitz-und Plattformvariante.

Vorsicht im Internet Im Internet findet sich eine Vielzahl von Anbietern. Hier ist Vorsicht geboten.
Auf den ersten Blick als Ratgeberseiten getarnt, entpuppen sich diese in vielen Fällen als reine Verkaufsportale ohne seriöse Verkaufsberatung. Diese Seiten sind meistens rein auf Kundenfang ausgelegt.
Die Anbieter verweisen oft auf ausschließlich positive Bewertungen zufriedener Kunden.
Die Echtheit der Kundenrückmeldungen lässt sich nur schlecht überprüfen.

Förderungen
Treppenlifte können sehr teuer werden. Viele Betroffene können jedoch Zuschüsse beantragen.
Bei allen Förderungen gilt: vor dem Einbau erkundigen und beantragen.
Bei gesetzlichen Krankenkassen gelten Treppenlifte grundsätzlich nicht als Hilfsmittel und werden deshalb auch nicht bezahlt.
Allerdings können Menschen mit Pflegegrad bis zu 4.000 € Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen.
Der Betrag ist eine Einmalzahlung.
Nutzen jedoch mehrere Personen den Lift, kann jeder bis zu 4.000 € beantragen.
Bei einem Ehepaar wären, das dann rund 8.000 €. Wohngemeinschaften können mit bis zu 16.000 € bezuschusst werden.
Auch die KfW stellt Förderungen zur Verfügung.
Diese müssen individuell angefragt werden.
Allerdings darf man sie nicht mit anderen Zuschüssen der Pflegekasse kombinieren.
Treppenlifte gelten steuerlich als außergewöhnliche Belastung und können abgesetzt werden.

Oft verlangen Finanzämter hierfür eine amtsärztliche Bescheinigung. Beratung Anlaufstellen für seriöse Beratungen sind
z.B. die Verbraucherzentrale oder die Wohnungsberatungsstellen www.wohnungsanpassung-bag.de .

Diese offiziellen Beratungsstellen informieren Interessenten neutral, geben Hilfe bei Rechtsfragen und klären über mögliche finanzielle Hilfe auf. Seriöse Anbieter achten im Vorabgespräch auch darauf, wichtige Formalitäten zu klären.
Darunter fällt u.a. die Zustimmung des Vermieters zum Einbau des Lifts.
In manchen Fällen muss ein Gutachter die Tragfähigkeit des Geländers/bewerten an das der Lift angebracht werden soll.
Auch eventuelle Folge- und Wartekosten sollten in der Beratung angesprochen werden.
Diese können sich schnell auf 200-300 € im Jahr belaufen.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, mehrere Angebote von unterschiedlichen Anbietern einzuholen und zu vergleichen.

Vor dem Kauf
Wer sich für einen Treppenlift entscheidet, sollte das entsprechende Treppenhaus vor dem Einbau des Lifts unbedingt besichtigen lassen.
Werden dafür vom Anbieter Fachleute gestellt, sollten diese sowie die Beratung vorab und der Kostenvoranschlag für Interessenten gratis sein. Vertragsabschluss Wird ein Vertrag abgeschlossen, auch zu Hause, gilt ein 14-tägiges Widerrufungsrecht.
Dieses sollte ausdrücklich im Vertrag erwähnt werden.
Der Käufer hat auch dann Anspruch auf das Widerrufungsrecht, wenn im Kaufvertrag kein Vermerk dazu zu finden ist.
Sollte der Hinweis darauf fehlen hat man sogar Anspruch auf zwölf Monate und 14 Tage - ab Datum der Unterschrift.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn dem Käufer Dokumente zur Unterschrift zugeschoben werden, die eindeutig kein Kaufvertrag sind.
Oft wird in diesem Fall argumentiert, dass der Kauf so schneller über die Bühne gehen würde.
Mit einer Unterschrift tritt der Käufer jedoch oft seinen Anspruch auf Widerrufung ab.
Verträge sollten vor dem Unterzeichnen deshalb aufmerksam durchgelesen werden.
Einige Firmen bauen unzulässige Klauseln in ihre Unterlagen ein, so z.B. dass Mängel innerhalb von zwei Wochen nach Einbau schriftlich, also postalisch, mit eigenhändiger Unterschrift und als Brief, eingeschickt werden müssen.
Per Gesetz reicht es jedoch, wenn eine Mail oder eine einfache Textnachricht per SMS oder WhatsApp geschickt wird.

Bezahlung Bevor der Lift eingebaut wird, sollten alle Vertragsunterlagen vorliegen, dazu zählt auch eine eventuell nötige Baugenehmigung.
Wenn möglich, sollte die Rechnung erst 14 Tage nach dem vollständigen Einbau beglichen werden.
So kann man in den ersten zwei Wochen prüfen, ob der Lift einwandfrei funktioniert oder ob Mängel auftreten.
Ist das nicht möglich, empfiehlt es sich eine Aufteilung der Rechnung zu vereinbaren.
90-95% werden so vor dem Einbau gezahlt und die restlichen 5-10% 14 Tage danach.
Bei möglichen Mängeln oder Reklamation hat man so zudem ein Druckmittel in der Hand.
Auf keinen Fall sollte man sich von Anbietern z.B. auch angebliche Sonderangebote unter Zeitdruck setzten lassen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Mai 2022
13
Arbeitsrecht:

Rechte von Leiharbeitern
     

Leiharbeiter haben laut EuGH bei der Auszahlung von Urlaubstagen und Urlaubsgeld die gleichen Ansprüche wie andere Beschäftigte.
Die Abgeltung für nicht genommenen bezahlten Jahresurlaub und das entsprechende Urlaubsgeld müsse mindestens dem entsprechen,
das sie erhalten hätten, wenn sie von der entleihenden Firma direkt auf demselben Arbeitsplatz für dieselbe Dauer beschäftigt worden wären. (EuGH –Az.: C 426/20) 

Fall: Zwei AN hatten mit einer Leiharbeitsfirma Verträge geschlossen, auf deren Basis sie für zwei Jahre einem entleihenden Unternehmen überlassen wurden. Die Leiharbeitsfirma wollte die geforderten Beträge für nicht genommenen Urlaub und Urlaubsgeld nicht zahlen und verwies auf eine Spezialregelung für Leiharbeitnehmer.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Mai 2022
14
Hallo,

unser Sohn leidet auch an zyklischem Erbrechen.
Es begann mit ca. 3 Jahren. Die Attacken kamen zunächst zeitlich unregelmäßig.
Anfangs halfen noch Vomacur-Zäpfchen.

Mittlerweile ist unser Sohn 9 Jahre alt und seit einem Jahr kommen die Brech-Attacken in fast regelmäßigem Abstand aller 4-6 Wochen.
Die letzten zwei Attacken hatten nur 14 Tage Abstand. Wir probieren auch gerade Ondansetron 8mg Schmelztablette.
Scheint aber nicht anzuschlagen.

Wenn die derzeitige Attacke vorbei ist, probieren wir als Prophylaxe 2x tgl. 100mg Vitamin B2.
Ärzte in der Schweiz haben eine interessante Studie geschrieben darüber.
Ich versuche diese hier anzuhängen.

Unsere Ärzte sind da nicht drauf gekommen.  :-\
Bisher haben wir alles selbst "ergoogelt".
Unser Kinderarzt meinte auch, dass er für jede Info dankbar ist, weil die Ärzte in Sachen Zyklisches Erbrechen wohl noch völlig im Dunkeln laufen und jede Medikation eher einen Ausprobieren ist.
Wir als Eltern sind froh, dass es dieses Forum gibt.

Zumindest auf die Nerven der Eltern trifft dann der Spruch: "Geteiltes Leid ist halbes Leid."  :abklatsch:

Grüße Thomas
15
Schwerbehindertenausweis kann in Niedersachsen jetzt online beantragt werden

Weiterführende Informationen gibt's H I E R:

https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/go/a/748?c=bc   =   Feststellung:

https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/go/a/1626?c=bc =   Ausweis:

 https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/go/a/1625?c=bc =   Beiblatt:

Fundquelle: Kobinet-nachrichten.org - 2022-07-19
16
Trainingspause bei Kindern

Kinder machen Wachstumsphasen durch.
Je nachdem, in welchem Alter sie einen bestimmten Sport ausüben, kann dies unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper haben.
Denn der Knochen wachse und die Strukturen, z.B. Sehnen und Bänder, hinken hinterher.
Das könne z.B. zu Problemen an den Sehnen mit Entzündungsreaktionen führen.
Dann müsse die Belastung sofort wieder zurückgeschraubt werden.

Bewegung ist grundsätzlich sehr wichtig.

Der Sport sollte regelmäßig und altersgerecht ausgeübt werden.
Sobald aber bei Kindern oder Jugendlichen Schmerzen auftreten, sollten sie sofort mit dem Sport pausieren
- bis Mediziner die Ursache gefunden haben.
Oft liegt es daran, dass sie sich wegen Rumpf- und Kraftproblemen nicht genug stabilisieren können.

Das lässt sich durch Pausen und richtiges aufbauendes Training schnell beheben.
Bei Kindern im Grundschulalter verursachen Stürze beim Spielen meist Knochenbrüche an Hand- oder Sprunggelenk.

Jugendliche ab etwa 14 Jahren haben hingegen oft Probleme an der Wachstumsfuge der Knochen,
vor allem in den Lauf- und Sprung-Sportarten.
Es komme bei ihnen dann etwa im Kniegelenk zu einer Entzündung von Knochen und Knorpel, genauer am Schienbeinkopf.
Verursacht wird dies durch Überbeanspruchung des Beins, Schmerzen und Schwellung sind die Folge.

Helfen können hier vier Wochen Sport-Pause.

Die Wachsrumfugen sind in der Regel bei Mädchen ab 14 bis 15 Jahren und bei Jungen ab 16 bis 17 Jahren geschlossen.
Ab dann treten häufiger Verletzungen an den Bändern auf.
Gerade Mädchen in "Stop-and-Go"- Sportarten seien oft von Verletzungen des Kreuzbandes am Knie betroffen.
Übrigens: Bevor Kinder mit einem Leistungssport beginnen, empfiehlt es sich immer ein gründlicher Medizin-Check.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Mai 2022
17
So bestimmt man per App das Herzalter

Das Herz kann älter sein als das tatsächliche Alter des Körpers

Denn das Organ wird neben der erblichen Veranlagung und Umweltfaktoren vom Lebensstil beeinflusst.
Und davon abhängig steigt oder sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wie es genau um das Herz steht, versucht die neue „HerzFit-App" der Deutschen Herzstiftung zu analysieren.
Integriert ist ein von Herzspezialisten entwickelter Risikorechner, mit dem das Herzalter bestimmt werden kann.

Ein schlechtes Ergebnis bedeute nicht, dass man dem Herzinfarkt oder Schlaganfall hilflos ausgeliefert sei.
Aber es sollte als Aufforderung betrachtet werden, etwas für die Gesundheit zu tun.
Entsprechende Expertentipps gibt es dann auch gleich in der App.

Neben Informationen zu mehr Bewegung und einer gesunden Ernährung gibt es Strategien zur Bewältigung von Stress und zum Aufhören mit dem Rauchen. Nach Angaben der Herzstiftung fragt die App persönliche Gesundheitsdaten wie Blutdruck, Herzfrequenz, LDL-Cholesterin, Langzeitblutzucker und Gewicht ab.
Diese blieben auf dem Smartphone der Anwender und könnten jederzeit gelöscht und verändert werden - ohne Einsicht Dritter.
Die App wurde von der Herzstiftung gemeinsam mit Partner wie dem Projekt DigiMed Bayern vom Deutschen Herzzentrum München entwickelt.
Die "Herz- Fit-App" ist kostenfrei verfügbar.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Mai 2022
18
Links und Infos / Re: Thema Augenerkrankungen
« Letzter Beitrag von RalleGA am 21. Juli 2022, 09:25:25 »
Vorsicht bei "Trüben Augen“

Ist der Blick morgens öfters getrübt, kann das Anlass für einen Termin in der Augenarztpraxis sein.
Denn: Dahinter kann eine Thrombose der Netzhaut stecken.

Bei einer solchen Thrombose bilden sich Blutgerinnsel in den Venen der Netzhaut.
Das Blut kann dann nicht mehr gut fließen.
Oft sammeln sich seine flüssigen Bestandteile als sogenannte Ödeme in der Netzhaut an.
Erfolgt keine Behandlung, nehmen die Sehzellen dauerhaft Schaden.
Bemerkbar macht sich so eine Thrombose durch Schleiersehen, aber auch durch andere Einschränkungen des Sehvermögens. Oft sind die Beschwerden morgens am stärksten.

Die Sehstörungen können laut der Stiftung Auge im gesamten Sichtfeld auftreten oder nur in Teilen davon -
je nachdem, ob die Zentralvene oder nur einzelne Venenäste betroffen sind.
Je früher man dann handelt, desto besser: Bei einer Netzhautthrombose setzen Augenärztinnen und -ärzte oft auf spezielle Medikamente, die den Blutstau auflösen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Mai 2022

19
Was ist das PCO-Syndrom?

Schwangerschaft bei vielen Frauen erschwert

 
Die Schwangerschaft von Schlagersängerin Annemarie Eilfeld lenkt die Aufmerksamkeit auch auf PCO-Syndrom, an dem die Sängerin leidet.
Die Hormonstörung sorgt dafür, dass eine natürliche Schwangerschaft erschwert wird.

Doch was genau verbirgt sich dahinter?
Sie habe „vor Glück geweint“, berichtet Schlagersängerin Annemarie Eilfeld über ihre jetzt bekannt gewordene Schwangerschaft.
Dass die 32-Jährige nun Schwanger geworden ist, ist nicht selbstverständlich.
Denn die Musikerin aus Sachsen-Anhalt leidet wie viele andere Frauen am PCO-Syndrom.

Polycystische Ovarialsyndrom hemmt Eisprung
Das Polycystische Ovarialsyndrom ist laut Medizinern der Uniklinik Bonn die die häufigste Hormonstörung bei Frauen im gebärfähigen Alter.
Bis zu 10% der Frauen seien betroffen. Das PCO-Syndrom verhindert die Reifung von Eizellen.
Dadurch kommt es nicht zum Eisprung, die Frau hat also keine oder eine geringere Chance, schwanger zu werden.

Ursachen des PCO-Syndroms bisher weitgehend unklar
Häufige Symptome sind zudem Zyklusstörungen, männlicher Haarwuchs oder männliche Körperstatur, Haarausfall und Hautunreinheiten.
Das PCO-Syndrom geht zudem häufig mit Übergewicht einher, in solchen Fällen steigt das Risiko an Diabetes mellitus zu erkranken.
Die Ursachen des PCO-Syndroms sind bislang nicht vollständig geklärt.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Mai 2022
20
Behinderung und Pflege / Re: Leben im Alter mit Versicherungen/Geldanlagen
« Letzter Beitrag von RalleGA am 19. Juli 2022, 09:14:01 »
Chronische Schmerzstörung kann Berufsunfähigkeit bedeuten

Psychosomatische Beschwerden sind schwer zu diagnostizieren...

In einem konkreten Fall verweigerte eine Versicherung die Rente.
Der Patient wehrte sich gegen den Vorwurf der Simulation - erfolgreich. 
Eine „chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren“ kann eine Berufsunfähigkeit bedeuten.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung muss in diesem Fall eine monatliche Rente zahlen.
Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Az.: 7 U 199/12) 

Fall: Dem Betroffenen mit untypischen Beschwerden wurde zunächst Simulation vorgeworfen.
Die BU-Versicherung zahlte nicht. Eine Klage vor dem Landgericht Wiesbaden scheiterte.
Die Beschwerden entsprächen nicht den objektiven Befunden, urteilte das Gericht auf der Grundlage mehrerer Gutachten.
Auf psychiatrischem Gebiet blieb demnach unklar, ob ein bewusstseinsnaher, willentlicher Prozess vorliege
oder aber unbewusste Mechanismen die Schmerzverarbeitung bestimmten. 
Das OLG Frankfurt/Main verurteilte die BU-Versicherung schließlich dennoch zur Zahlung einer monatlichen Rente.
Ein neues Gutachten zeigte, dass durchaus körperlich objektiv nachweisbare Beeinträchtigungen im Umfang von 40% feststellbar sind.
Es liege eine „chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren“ vor,
mit Leistungseinbußen von mehr als 50% im zuletzt ausgeübten Beruf.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Mai 2022
Seiten: 1 [2] 3 4 ... 10